SPD: Industriekongress ohne Industrie

Das Dortmunder U – Foto: Ulrike Märkel

„SPD – das sind die, die wo lustig sind“ sagt  man bei uns im Ruhrgebiet. Und besonders lustig sind die Sozialdemokraten in Dortmund. Die veranstalten – eigentlich eine gute Idee – am 16. November im Dortmunder U einen Kongress zum Thema „Nachhaltige Industrie“

Und wen haben sie nicht eingeladen? Einen Vertreter eines Industrieunternehmens. Auch die klassischen Industriegewerkschaften wie IG Metall oder IGBCE fehlen:

13.00 Uhr | Begrüßung
Achim Post, Generalsekretär der SPE
Thomas Kutschaty, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion NRW
Sebastian Hartmann, Vorsitzender der NRWSPD

Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund
13.30 Uhr | Impuls
Progressive Industriepolitik im europäischen Rahmen – Ziele, Ansätze und
Erfahrungen
Julia Eder, Jahoda-Bauer Institut (Linz, A)
Prof. Dr. Sebastian Dullien, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
14.30 Uhr | Praxisblick
Vom Phoenix zu den Wissenskernen – erfolgreicher Strukturwandel in den Regionen
Europas braucht langen Atem
Thomas Westphal
15.30 Uhr | Keynote
Deutschland als Pionier für nachhaltige Industriepolitik in Europa
Svenja Schulze, Bundesumweltministerin
16.00 Uhr | Podium
Zwischen Binnenmarkt und Clustern vor Ort – nachhaltige Industriepolitik konkret
u.a. mit Anja Weber, Vorsitzende des DGB NRW, Marc Herter, stellv. SPD
Fraktionsvorsitzender für Wirtschaft & Energie im Landtag, NRW, Sabine
Poschmann, Mitglied des Bundestags, Frank Sundermann, Mitglied des Landtags
17.00 Uhr | Abschluss & Empfang

Im Zentrum der Veranstaltung stehen der OB Kandidat der Dortmunder SPD, Thomas Westphal, und die Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Immerhin: Beide wissen nicht, ob sie in zwei Jahren noch einen Job haben. Zumindest in der Frage sind sie nah an vielen Industriebeschäftigten dran.

Dir gefällt vielleicht auch:

4 Kommentare

  1. #1 | Franz Przechowski sagt am 14. November 2019 um 18:32 Uhr

    Das muß man den Genossen lassen. Sie selber haben nichts mehr zu lachen, aber bemühen sich redlich das geneigte Publikum kräftig zu amüsieren. Vielleicht ein ganz neuer sozialdemokratischer Politikansatz: "Mehr Lachen wagen" oder "Lacher für die soziale Gerechtigkeit"

  2. #2 | Jupp Heynckes sagt am 14. November 2019 um 22:15 Uhr

    Also bitte, das Wort "Industrie" ist abgeleitet vom Englischen "industry". Das ja in seiner ursprünglichen Bedeutung "Fleiß" meint.
    Und fleissig sind sie ja, die Spezialdemokraten.

  3. #3 | ke sagt am 15. November 2019 um 19:09 Uhr

    Nachhaltige Industrie = Über Arbeit reden?

  4. #4 | Nina-5 sagt am 15. November 2019 um 20:39 Uhr

    Vor 50 Jahren gab es einen Hungerstreik gegen die Industrie- und Investor-Politik der SPD Duisburg vor den Rathaus mit nationaler Unterstützung. Vgl. Tombol-Paschmann im SPIEGEL.

    https://rheinpreussensiedlung.de/unsere-geschichte/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Werbung