Stadt Dortmund verhängt Haushaltssperre

Der Himmel über Dortmund ist grau | Foto: Ruhrbarone

Ohne Moos nix los – der alte Gunter-Gabriel-Klassiker passt gerade ziemlich gut zu Dortmund. Die Ruhrstadt muss den Gürtel enger schnallen: Stadtkämmerer Jörg Stüdemann zieht die finanzielle Notbremse und verhängt für 2026 eine haushaltswirtschaftliche Sperre. Vorerst gilt sie bis Ende März – dann liegt der Jahresabschluss 2025 auf dem Tisch.

Darauf verständigte sich der Verwaltungsvorstand gestern am Montag (13. Januar). Hintergrund sind wachsende finanzielle Risiken. Schon die Fortschreibung des Doppelhaushalts 2025/26 hatte im Dezember ein dickes Minus von rund 85 Millionen Euro für das Jahr 2026 gezeigt. Und es kommt noch mehr Unsicherheit dazu: Vor allem bei den Steuereinnahmen und der Gemeindefinanzierung stehen viele Fragezeichen im Raum. Die Stadt tritt deshalb erstmal auf die Bremse – und wartet belastbare Zahlen aus dem Jahresabschluss ab, um die Lage realistisch einschätzen zu können.

Bis zum 31. März dürfen keine neuen, planbaren Zusatzbelastungen für den Haushalt entstehen. De facto gelten damit die Regeln der vorläufigen Haushaltsführung. Zwar hatte Dortmund zum Jahreswechsel noch eine Finanzspritze vom Land bekommen, Entwarnung bedeutet das aber nicht. Die Stadt betont dennoch: Dortmund bleibt handlungsfähig. Alles, was rechtlich nötig ist und keinen Aufschub duldet, läuft weiter. Der Schutz der Daseinsvorsorge für die Menschen in der Stadt habe oberste Priorität.

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