Jürgen Klopp macht beim FC Liverpool deutlich, was der BVB damals verlor, als er 2015 ging

Schön war die Zeit. Jürgen Klopp in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Jürgen Klopp ist für viele Fußballfans in diesem Lande gerade einmal wieder der große Strahlemann. Und das, obwohl er schon seit gut drei Jahren der Trainer des FC Liverpool aus der britischen Premier League ist, der Bundesliga längst den Rücken gekehrt hat.

Doch die riesige Strahlkraft des wohl charismatischsten Trainers aus Deutschland erinnert alle BVB Fans in diesen Stunden wieder bittersüß an die tollen Stunden, die sie mit diesem Übungsleiter zwischen 2008 und 2015 gemeinsam bei ihrem Klub in Dortmund verbringen durften.

Jürgen Klopp führte den LFC am Dienstag nach einer 0:3-Niederlage gegen den FC Barcelona im Hinspiel durch ein nicht für möglich gehaltenes 4:0 im Heimspiel an der Anfield Road in das Champions League-Finale 2019. Und das in einer faszinierenden Art und Weise, wie es nur wenige Trainer in den vergangenen Jahren geschafft haben.

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LARIZA in Dortmund

LARIZA, Foto: Christian Apwisch

Als Opener der Jazz-Session am kommenden Montag um 20 Uhr im Domicil in Dortmund tritt die aufstrebende Kölner Jazzformation LARIZA auf:
Tänzelnd. treibend. ruhend. knisternd.
Die Kölner Band LARIZA, bestehend aus sechs jungen Musiker*innen, präsentiert eine Musik, die Erwartungen erfüllt und wieder bricht, die Geschichten erzählt, in denen die Grenze zwischen Traum und Realität zerfließt. Sie vertont Illusionen im Weltall, Fragen über die Ursprünge des Lebens, den Zauber der Natur und Wagnisse menschlichen Zusammenseins.
Frontsängerin und Komponistin Lena-Larissa Senge greift in ihren Texten Themen des alltäglichen Lebens auf, die sie in ihrer Einfachheit wirken lässt und ins Absurde entführt. Was daraus musikalisch entsteht, ist eine Form des progressiven Jazz, der durch verschiedene Elemente aus Neo-Soul, Folklore und Popmusik beeinflusst ist. In den schrägen und zarten Klangwogen schmunzelt ein Geist, der zwischen den Extremen balanciert und gleichzeitig nach Einheit strebt. Mit einer intuitiven Neugier, die alles bis auf den Grund durchdringen möchte, führt die Musik das Publikum an unbekannte Orte und lässt auf jeder Reise Raum für Fantasie.
Auf der Sakura Tour wagt sich die Band erneut in unbefahrene Gewässer vor. Neben den Songs ihrer zuletzt online erschienen EP Native Tribes, präsentiert LARIZA neue Songs, darunter Sakura – ein Song über das Erwachen und die schöpfende Kraft des Neubeginns.

Mehr zu den Jam-Sessions im Domicil.

Nur 2:2 in Bremen: Der BVB muss nach der verspielten Meisterschaft jetzt die Ruhe bewahren!

Am Stadion in Bremen. Foto: Robin Patzwaldt

Der BVB hat eine weitere Reifeprüfung am Samstagabend nicht bestanden. Das 2:2-Unentschieden nach 2:0-Führung beim SV Werder Bremen war nicht die erste Begegnung, in der die Borussia die für eine Deutsche Meisterschaft erforderliche Reife in den entscheidenden Momenten augenfällig vermissen ließ.

Mit jetzt vier Punkten Vorsprung und der deutlich besseren Tordifferenz dürfte dem FC Bayern München der Titel 2019 in der Bundesliga endgültig nicht mehr zu nehmen sein. Bei noch zwei verbleibenden Saisonspielen und fünf Punkten Vorsprung auf den Tabellendritten RB Leipzig wird der BVB die Saison höchstwahrscheinlich auf Tabellenplatz zwei abschließen. Die Champions League Qualifikation, das vor Saisonstart erklärte Saisonziel, hat der Revierklub längst sicher.

Und das ist, so groß die Enttäuschung über die jüngsten Ergebnisse im Lager der BVB-Fans auch sein mag, ein Erfolg. Nach einer turbulenten Spielzeit unter den Trainern Peter Bosz und Peter Stöger, die der Klub gerade noch auf Platz vier beendet hatte, sind die Fortschritte des Teams in den vergangenen Monaten signifikant.

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Keine nennenswerten Proteste gegen Ex-BVB-Coach David Wagner bei den Fans von Schalke 04?

David Wagner. Archiv-Foto: BVB

Fußball ist gelegentlich so herrlich inkonsequent. Da wurde doch vor wenigen Wochen der ehemalige Schalke-Profi Christoph Metzelder, aktuell noch bis zum Saisonende als Sky-Experte unter Vertrag, als möglicher zukünftiger Sportdirektor beim FC Schalke 04 gehandelt und ein vielbeachteter Fan-Protest wurde durch einige Extremisten auf der Gelsenkirchener Nordkurve initiiert, weil Metzelder auch eine Dortmunder Vergangenheit hat, sich früher aus Sicht einiger Königsblauer zu häufig öffentlich sichtbar zum großen Rivalen, dem BVB, bekannt hat.

In diesen Tagen, wo die Trainerkandidaten für die Nachfolge des zum Saisonende scheidenden Huub Stevens medial diskutiert werden, da gilt neben dem aktuellen Gladbach-Coach Dieter Hecking ausgerechnet der 47-jährige David Wagner als einer der Top-Kandidaten für den Job bei den Königsblauen.

Schon ein kurzer Blick in das Ruhrbarone-Fotoarchiv zeigt, dass hier jetzt auch in Sachen Wagner eigentlich ein vergleichbar emotionaler Konflikt drohen müsste. Doch gelten in Sachen Trainerkandidaten offenbar plötzlich aus irgendwelchen Gründen andere Regeln als für Sportdirektoren. Denn zu hören ist hier aktuell nichts von Widerständen gegen den Kandidaten, der früher über Jahre hinweg die zweite Mannschaft des Nachbarn trainiert hatte, dort ebenfalls stets große Leidenschaft für den schwarz-gelben Erzrivalen zeigte.

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Schalke 04 nimmt Rache für 2007 und dürfte dem BVB die Meisterschaft 2019 verdorben haben

Mario Götze traf am Samstag zum zwischenzeitlichen 1:0 für den BVB. Foto: Robin Patzwaldt

Es hat sich einmal mehr bewahrheitet: Das große Revierderby ist ein Spiel, bei dem Formkurven und Tabellenstände völlig unerheblich sind. Wenn Borussia Dortmund und der FC Schalke 04 aufeinandertreffen, dann ist immer alles möglich, der Spielausgang nicht wirklich seriös vorherzusagen.

So auch am heutigen Samstagnachmittag. Der im Abstiegskampf befindliche Gast aus Gelsenkirchen düpierte die Dortmunder im eigenen Stadion und siegte mit 4:2 Toren. Damit nahmen die Königsblauen nicht nur Revanche für die enttäuschende 1:2-Niederlage in der Hinrunde auf eigenen Geläuf, sie verdarben den Borussen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die letzten Chancen auf die Meisterschaft des Jahres 2019, die nun vermutlich an den FC Bayern München gehen wird, der am Sonntag die Gelegenheit haben wird seinen Vorsprung auf den BVB vorentscheidend auszubauen.

Besonders süß für die Schalker auch die Tatsache, dass sich die eigene Mannschaft zugleich erfolgreich für eine umgekehrte Situation aus dem Jahre 2007 revanchieren konnte. Seinerzeit verdarben nämlich die Schwarzgelben den Schalkern am vorletzten Spieltag der Saison durch einen 2:0-erfolg eine mögliche Meisterschaft im Westfalenstadion, obwohl es für den BVB damals sportlich eigentlich um gar nichts mehr ging.

Auch das Derby im April 2019 wird in die Fußball-Geschichtsbücher eingehen. Rote Karten, strittige Schiedsrichterentscheidungen, schöne Tore. Das Spiel hatte wirklich alles, was den Fußball so attraktiv macht.

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ARD-Kommentator Steffen Simon droht das Revierderby für Sky-Abonnenten zu entwerten

Große Emotionen in Dortmund. Foto: Lena Dierich

Viele Fußballfans im Ruhrgebiet ohne Sky-Abo haben kürzlich sehr erfreut zur Kenntnis nehmen dürfen, dass das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am 27. April 2019 zusätzlich zur üblichen Pay-TV-Übertragung auf Sky auch für alle frei empfangbar live in der ARD übertragen werden wird.

Wie jetzt dazu bekannt wurde, wird das Spiel auf beiden Kanälen interessanter Weise mit demselben Kommentator versehen werden. Hier wie dort sitzt etwas überraschend ARD-Kommentator Steffen Simon bei der Übertragung des Einzelspiels am Mikrofon.

Leider eine ziemlich schlechte Nachricht für alle Sky-Kunden, müssen sie damit doch diesmal auf den Einsatz der sonst üblichen Top-Fußballkommentatoren vom Schlage einen Wolff Fuß oder Kai Dittmann verzichten. Stattdessen bekommen sie es bei diesem Fußballhighlight gezwungenermaßen (zumindest im Einzelspiel) mit dem bei vielen umstrittenen Simon zu tun, obwohl dieser gar nicht zu den sonst üblichen Bundesliga-Live-Kommentatoren gehört.

Auf DWDL.de-Nachfrage bestätigte ein Sky-Sprecher die ungewöhnliche Personalie und nannte „lizenzrechtliche Vorgaben“ als den Grund dafür. Was für ein Tiefschlag!

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Michael Zorcs Personalpolitik beim BVB überzeugt nur teilweise: Was wird aus Rode und Schürrle?

Sebastian Rode im BVB-Trikot. Foto: Robin Patzwaldt

Michael Zorc macht beim BVB in Sachen Kaderplanung seit Jahren einen guten Job. Sein Name steht für Transferüberschüsse in Millionenhöhe. Dembele, Aubameyang, Hummels, Gündogan oder auch Mkhitaryan, die Liste der Spieler, die sich beim BVB prima entwickelt haben, dann für viel Geld an andere Klubs weitergereicht wurden, die ist lang.

Gerne übersehen wird in diesem Zusammenhang jedoch, dass es eine mindestens vergleichbar hohe Anzahl von Spielern gibt, die in Dortmund bitter enttäuscht haben. Zwei aktuelle Kandidaten aus dieser Gruppe sind Sebastian Rode und Andre Schürrle. Rode kam mit großen Hoffnungen für gut 10 Millionen Euro aus München zu seinem ‚Lieblingsverein‘ ins Ruhrgebiet, Schürrle gar für gut 30 Millionen als neuer Rekordtransfer vom VfL Wolfsburg nach Dortmund.

Beide zündeten beim BVB überhaupt nicht, blieben sogar weit hinter den in sie gesetzten Erwartungen zurück. Am Ende wurde sie, da sich kein Abnehmer fand, der eine entsprechend Ablösesumme für sie zu zahlen bereit war, lediglich ausgeliehen, damit sie zumindest etwas Spielpraxis sammeln konnten, zudem mit ihren hohen Gehältern von der beachtlichen Dortmunder Gehaltsliste kamen.

Jetzt stellt sich aktuell in beiden die bei Fans vieldiskutierte Frage: Sollen die beiden im Sommer eine neue Chance in schwarzgelb bekommen?

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Teamflieger auf der Kippe? Endet im Sommer die Zeit der großen BVB-Dekadenz?

Vornehm geht die Welt zugrunde. Foto: BVB

Der dem BVB seit Mai 2016 von Eurowings zur Verfügung gestellte ‚Mannschaftsairbus‘ polarisiert vom ersten Tag an. Nun soll die Partnerschaft des Fußballklubs und der Fluglinie nach übereinstimmenden Medienberichten etwas überraschend vor dem Aus stehen. Zwischen 2013 und 2016 war Turkish Airlines der Sponsor des Mannschaftsfliegers. Doch auch diese Partnerschaft war keine langfristige.

Wenn der Klub in den nächsten Wochen nicht eine ähnliche Partnerschaft mit einer anderen Airline zur nächsten Saison abschließen kann, dann wird es ab Sommer keinen Flieger in Vereinslackierung der Dortmunder mehr geben. Nicht die schlechteste Aussicht, wie ich finde.

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Einladung zum 15. Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf am Karfreitag in Dortmund

Heinrich Czerkus. Quelle: Wikipedia, Lizenz: gemeinfrei

Inzwischen ist es in Dortmund zu einer schönen Tradition geworden: An jedem Karfreitag findet der Heinrich-Czerkus-Gedächtnislauf statt.

Dieser wird diesmal in der 15. Auflage, am 19. April 2019, einmal mehr mit Unterstützung des BVB und der BVB-Fanabteilung von den Naturfreunden Dortmund-Kreuzviertel, dem BVB-Fanclub Heinrich Czerkus und dem Fan-Projekt Dortmund e.V. organisiert.

Zum Hintergrund: Heinrich Czerkus ist ein ehemaliger Platzwart von Borussia Dortmund und Widerstandskämpfer gegen Hitler. Er wurde im April 1945 von den Nazis ermordet und gemeinsam mit 300 Fremdarbeitern und Nazi-Gegnern in der Dortmunder Bittermark begraben.

Vom Treffpunkt am Stadion Rote Erde in Dortmund geht es für die Teilnehme des Laufes daher zum Mahnmal in die Bittermark. Wie in den Jahren zuvor versteht sich der Lauf als ein Signal für ein friedliches und gewaltfreies Miteinander innerhalb und außerhalb des Stadions.

Im Sinne seines Namensgebers richtet er sich entschieden gegen Rechts, gegen Rassismus, Antisemitismus und jegliche Form von Diskriminierung. Alle, die dazu einen Beitrag leisten möchten, sind auch in diesem Jahr wieder herzlich eingeladen, mitzulaufen – mit ihren Fahnen, Trikots und Schals, egal von welchem Verein.

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Roman Bürki: Vom Wackelkandidaten zum Fan-Liebling beim BVB!

Roman Bürki. Foto: Robin Patzwaldt

Fußball ist bekanntlich schnelllebig. Ein aktuelles Beispiel für diese extreme Schnelllebigkeit konnten die Fußball-Fans im Lande am gestrigen Samstag miterleben. Der BVB besiegte den FSV Mainz 05 in der heimischen Arena knapp mit 2:1 (2:0). Herausragender Mann in Reihen der Dortmunder war dabei Torwart Roman Bürki, der den Sieg der Westfalen in der Schlussphase rettete, einige spektakuläre Paraden zeigte und vom eigenen Anhang dafür mit lauten Sprechchören vielstimmig gefeiert wurde. Auch in den sozialen Netzwerken war das Lob für den Schweizer fast schon überschwänglich.

Erstaunlich! Denn es ist noch gar nicht so lange her, da war Bürki bei vielen Anhängern des BVB gar nicht gut angesehen. Noch im Januar 2018 war er sogar der große Buhmann.

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