Revierderby: Bengalos! – oder: Die Hilflosigkeit der Bundesligaclubs

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: BVB
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Foto: BVB

Gestern war für Borussia Dortmund ein echter Feiertag. Mit einem 3:1-Auswärtserfolg auf Schalke krönte der BVB seine sportlich perfekte Woche. Zuvor hatte das Klopp-Team ja bekanntlich bereits Hannover 96 (1:0) und Arsenal London (2:1) besiegt. Getrübt wurde die Stimmung allerdings vom unentschuldbaren Verhalten einiger ‚Hornochsen‘ im BVB-Block, die die allgemeine Aufregung vor dem Derby dazu nutzten durch das Werfen etlicher Feuerkörper und Rauchbomben nicht nur den Spielbeginn in Gelsenkirchen um etliche Minuten zu verzögern, sondern auch Leib und Leben anderer Zuschauer gefährdeten, indem sie ihre Feuerwerkskörper gezielt auf andere Blöcke bzw. Personen abfeuerten! Idioten! Da gibt es wohl keinen anderen Begriff für.

Löblich, dass dann alle BVB-Vereinsvertreter, denen zu den unpassenden Vorgängen ein Mikrofon vor die Nase gehalten wurde, diese Problematik klar benannten, sich, wie es sich bei einem guten Gast gehört, bei ihren Gastgebern für das Fehlverhalten einiger seiner Fans entschuldigten. Das war angemessen und respektabel.

Clubchef Hans-Joachim Watzke drohte sogar dem betroffenen Teil der eigenen Anhängerschaft mit ernsten Konsequenzen, welche der Verein in den nächsten Tagen und Wochen daraufhin nun folgen lassen wird. Konkret wurde er dabei nicht. Und das scheint mir auch erklärlich, denn es wird wohl dauerhaft keine spürbaren Konsequenzen geben, und wohl auch gar nicht können.

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MSV Duisburg: „Wir rufen den Verein, das Fanprojekt und alle MSV-Fans dazu auf, den Worten von einer bunten Kurve Taten folgen zu lassen…“

Das Stadion des MSV Duisburg. Quelle: Wikipedia; Foto: Sascha Brück; Lizenz: cc
Das Stadion des MSV Duisburg. Quelle: Wikipedia; Foto: Sascha Brück; Lizenz: cc

Am Samstag kam es nach dem Drittligaspiel des MSV Duisburg gegen den 1. FC Saarbrücken zu Gewaltausbrüchen zwischen einigen MSV-Anhängern und auch der Polizei. Was genau geschah, das ließ sich am gestrigen Samstag zunächst noch nicht so genau sagen. Auch die Polizei traf offenbar zunächst keine näheren Aussagen.

Inzwischen zeichnet sich ein Bild ab. Offensichtlich haben rechte Gruppierungen der MSV-Fanszene linksgerichtete Zuschauer attackiert. Die Polizei setzte Tränengas und Schlagstöcke ein um die Gruppen zu trennen. Es gab offenbar mehrere Verletzte.

Nach Augenzeugenberichten gegenüber der ‚WAZ‘ sollen ganz konkret rechte MSV-Anhänger der Gruppierung „Division Duisburg“ anti-faschistische MSV-Ultras der Gruppe „Kohorte“ angegriffen haben.

Die Gruppe ‚Kohorte‘ hat nun eine ausführliche Stellungnahme im Internet veröffentlicht und sie erhebt darin harte Vorwürfe

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Fußballfans aus dem Süden fordern vereinsübergreifend die Einführung einer ‚Kennzeichnungspflicht für Polizisten‘

Flutlichtmast. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei
Flutlichtmast. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei

Werfen wir heute, in Anbetracht der jüngsten Diskussionen rund um das Verhalten einiger Polizeikräfte gegenüber Fußballfans in den letzten Wochen, worüber wir ja auch hier bei den Ruhrbaronen schon mehrfach diskutiert haben, einen kurzen Blick über den sprichwörtlichen ‚Tellerrand‘, nach Bayern.

Dort ist aktuell eine Diskussion neu entbrannt, welche einem auch aus anderen Zusammenhängen, auch außerhalb des Fußballs, schon seit Jahren irgendwie bekannt vorkommt, nämlich eine mögliche Kennzeichnungspflicht für einzelne Polizisten, um sie im Ernstfall auch eindeutig identifizieren zu können.

In Bayern haben sich nämlich unter der Schirmherrschaft der „Initiative für eine transparente und bürgerfreundliche Polizei“ Fußballfans über alle sportlichen Rivalitäten hinweg und in einer wohl noch nie da gewesenen Einigkeit organisiert.

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Fußball: Manuel Neuer ist bei den Bayern angekommen

Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy, Lizenz: CC
Manuel Neuer. Quelle: Wikipedia, Foto: Steindy, Lizenz: CC

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass der ‚Ur-Schalker‘ Manuel Neuer zum FC Bayer München wechselte. Man, was war das ein öffentliches Aufschrei damals!

Die Schalke-Fans waren unglaublich sauer und enttäuscht. Auch hier bei den Ruhrbaronen äußerte sich die Gastautorin  Eva Neumann damals  über ihre tiefe Verbitterung über den Abgang des Torhüters. Niemals würde diese Wunde im Herzen der Schalker heilen, so schien es.

Neuers Problem: Auch die Bayern-Fans zeigten sich ihm gegenüber zunächst alles andere als wohlgesonnen. Einigen von ihnen gelang es sogar Neuer einige Verhaltensregeln auf dem Platz aufzuzwingen, welcher dieser schlussendlich akzeptieren musste, um die Situation in München für sich nicht eskalieren zu lassen. U.a. durfte Neuer in München nicht übermäßig jubeln usw.. Keine einfache Zeit für den deutschen Nationaltorwart, welcher sich scheinbar ohne Not sportlich entwurzelt hatte.

Nun, zwei Jahre später, erntet Neuer die Früchte seiner Mühen:

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Fußball: Unwürdiger Umgang einiger Fans von Fortuna Düsseldorf mit Tobias Levels

Tobias Levels im Trikot von Fortuna Düsseldorf. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC
Tobias Levels im Trikot von Fortuna Düsseldorf. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC

Nach seiner erneut schwachen Leistung auf dem Platz musste Fortuna Düsseldorfs Verteidiger Tobias Levels gestern erleben, welche Macht und Kraft die Fans im Stadion haben. In seinem Fall gestern sogar die eigenen Anhänger!

Nachdem dem 26-jährigen der Fehler zur 1:2-Führung der Gäste von 1860 München unterlaufen war, wurde er über den Rest der Spielzeit bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen, konnte der sonst so selbstbewusst und ‚eisenhart‘ erscheinende Profikicker seine Tränen zum Schluss nicht länger verbergen. Er weinte hemmungslos nach dem Schlusspfiff.

Nachdem viele Fans im Stadion bemerkt hatten, was sie mit dem eigenen Kicker angestellt hatten, gab es nach dem Spielende dann aber auch demonstrativen Applaus vieler Anwesender für Levels.

Fortuna-Trainer Mike Büskens ließ in den anschließenden Interviews seine Enttäuschung über das Fanverhalten allerdings offen heraus und beklagte sich lautstark über Teile der Fans und der Medien, welche es gezielt auf Tobias Levels abgesehen hätten, ein Spießrutenlaufen bewusst provozieren würden.

Abgesehen davon

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‚König Otto‘ wird 75!



Otto Rehhagel, langjähriger Fußballtrainer im Lande, 1938 in  Essen geboren, wird heute 75 Jahre alt!

Größter Erfolg des Trainers war wohl der Europameistertitel, welchen er 2004 mit der Griechischen Nationalmannschaft in Portugal gewann.

Schier unzählige Jahre coachte er zuvor u.a. Werder Bremen, wo er auch heute noch als Legende gilt. Weniger erfolgreich dann u.a. seine letzte Station bei Hertha BSC. Mit den Berlinern stieg Rehhagel im letzten Jahr in die zweite Liga ab.

Um Sprüche war der selbstbewusste Essener nie verlegen. Er polarisiert seit Jahrzehnten die Beobachter der Fußballszene. Großer Respekt ist ihm aber sowohl bei seinen Fans als auch bei den Kritikern unbestritten sicher.

Herzlichen Glückwunsch zum 75.Geburtstag, ‚König Otto‘!

Mario Götze geht den BVB-Fans weiterhin aus dem Weg – Kein Auftritt in Dortmund am Samstag

Das Stadion der Dortmunder Borussia. Foto: BVB
Das Stadion der Dortmunder Borussia. Foto: BVB

Auf seiner Facebook-Seite zeigt sich Mario Götze aktuell als großer Kämpfer. Martialische Sprüche dort handeln vom ‚Durchkämpfen‘ und von der erfolgreichen Rückkehr nach einem ‚Niederschlag‘.

Diese Art der Selbstdarstellung scheint vielleicht deutlich mehr mit der Realität und einem Blick in sein derzeitiges Seelenleben zu tun zu haben, als der Betrachter zunächst glauben könnte. Wer denkt, dies sei nur eine geschickte Art der Selbstvermarktung, der denkt vielleicht zu kurz.

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Das Grab des BVB-Mitbegründers Franz Jacobi wird nach Dortmund verlegt

Franz Jacobi, seines Zeichens Mitbegründer von Borussia Dortmund im Jahre 1909, verstarb bereits im Jahre 1979. Sein Grab befand sich in Salzgitter. Dort wurde es im Jahre 2010 allerdings entfernt. Nun soll eine Überführung der sterblichen Überreste Jacobis in seine Heimat erfolgen.

Am Samstag den 27. Juli wird es daher eine feierliche Zeremonie unter Beteiligung des BVB geben.

Somit wird der Gründungsvater der Schwarzgelben wenige Tage nach seinem 125. Geburtstag in seine Heimatstadt Dortmund überführt und dort feierlich beigesetzt.

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Fußball: Schlechte Stimmung auf Schalke



Was den Fußball hier in dieser Region, im Ruhrgebiet, von vielen anderen Gegenden auf der Welt grundlegend unterscheidet, dass ist die besonders tiefe und ausgeprägte Verwurzelung der hiesigen Vereine beim ‚einfachen Mann‘ von der Straße.

Dass die Sportart zuletzt schon immer kommerzieller geworden ist, und auch wohl noch weiter werden wird, das dürfte klar sein. Doch man darf es dabei mit dem Tempo halt auch nicht übertreiben.

Denn was dann passiert, das wurde am Wochenende bei der letzten Jahreshauptversammlung der Schalker deutlich. Trotz sportlich ordentlicher Saisonleistungen zuletzt, war die Stimmung unter den Anwesenden Mitgliedern, nun sagen wir es mal freundlich, ‚etwas gereizt‘ als es um das Thema der zukünftigen Ticketvermarktung über einen privaten ‚Ticketdienstleister‘ ging….

BVB: Von wegen Ruhe im Fall Lewandowski

Wer gedacht hat, dass die gestrige ‚Entscheidung‘ des BVB in Sachen Robert Lewandowski, ihn in diesem Sommer nicht zum FC Bayern wechseln zu lassen, eine Meldung war, welche den Dortmundern nun endlich Klarheit und Ruhe gebracht hätte, der sieht sich wohl bereits heute eines besseren belehrt.

Nicht nur, dass die von den Borussen scheinbar absichtlich offen gelassene Option eines Wechsels des polnischen Internationalen ins Ausland noch in diesem Sommer nun langsam Gegenstand von vermehrten Spekulationen und Gerüchten in den Medien wird, das Tischtuch zwischen vielen BVB-Fans und Lewandowski scheint aktuell ebenfalls bereits zerschnitten, oder zumindest deutlich ‚angerissen‘ zu sein.

Auch auf der Facebook-Seite des Torjägers finden sich daher inzwischen

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