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Tausende Anhänger der Hamas wollen nach Wuppertal kommen

Am kommenden Samstag, den 7. Mai, findet in der Uni-Halle, einer städtischen Mehrzweckhalle in Wuppertal, die ‚9. Konferenz der Palästinenser in Europa‘ statt. Der Veranstalter rechnet mit bis zu 5000 Teilnehmern – darunter dürften nicht wenige Islamisten und sogar hochrangige Mitglieder der Terrororganisation Hamas sein. Auch eine Gegendemonstration ist angekündigt.

Die Konferenz wird in erster Linie von dem in London ansässigen ‚Palestinian Return Center‘ organisiert, welches beste Kontakte zur Hamas unterhält. Im vergangenen Jahr, als die Konferenz in Berlin stattfand (in den Jahren davor war die sie in verschiedenen Europäischen Großstädten zu Gast), war unter anderem Abd al-Aziz Duwaik als Redner angekündigt, seines Zeichens hochrangiges Regierungmitglied der Hamas. Er soll auch am Samstag in Wuppertal anwesend sein. Über die Veranstaltung im vergangenen Jahr heißt es im Berliner Verfassungsschutzbericht: „Die Konferenz verdeutlicht die Vorgehensweise von Hamas-Aktivisten in Europa. Diese halten sich mit martialischen Aussagen weitestgehend zurück, rufen nicht zur Gewalt oder zum bewaffneten Kampf auf und betonen stattdessen die Rechte der

Palästinenser auf Selbstbestimmung sowie auf Rückkehr und betreiben vor allem politische Lobbyarbeit.“

Thema der Konferenz soll unter anderem ein neuer Versuch zum Bruch der Seeblockade Gazas sein, außerdem steht das „Rückkehrrecht der Palästinenser nach Palästina“ auf dem Programm. Damit ist gemeint, dass tausende Araber samt Millionen von Nachkommen in das heutige Israel einwandern sollen, die im Zuge der Staatsgründung das Gebiet verlassen hatten. Die arabischem Nachbarländer haben bis heute kaum etwas dafür getan, diese Menschen in ihre

Gesellschaften zu integrieren. Gruppen wie Hamas oder Hisbollah benutzen sie vielmehr als Faustpfand in ihrem Kampf gegen Israel. Tausende, die sich als Palästinenser begreifen, sind im Zuge des Libanesischen Bürgerkrieges im Jahre 1975 nach Deutschland geflohen. Die Konferenz im Jahre 2009 verabschiedete eine Resolution, in der die Teilnehmer die „Djihad-Krieger in Palästina“ grüßten.

Neben Duwaik sind weitere Redner – wie Scheich Ra´ad Salah – angekündigt, die für ihren Hass auf Israel bekannt sind. Bei vergangenen Konferenzen waren etwa Atef Adwan und Zaher al-Birawi anwesend, ebenfalls Minister der Hamas,

sowie Ameer Makhoul, ein Mitglied der Terrororganisation Hisbollah. Ismail Haniyya, Chef der Hamas, schickte zu drei Konferenzen Videobotschaften oder war Live zugeschaltet. Hochrangige Vertreter einer antisemitischen Terrorgruppe (die Hamas bezieht sich in ihrer Charta positiv auf die ‚Protokolle der Weisen von Zion‘ und strebt die Vernichtung Israels an) in der Wuppertaler Stadthalle? Und das ausgerechnet am Vorabend zum Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und wenige Tage nachdem in Israel der Gedenktag für die Opfer des Holocaust begangen wurde – ohne Frage eine Veranstaltung die dem Ansehen Wuppertals schaden würde, und unabhängig davon eine Veranstaltung, der kein Raum geboten werden sollte.

Das sehen auch Gruppen wie die Wuppertaler ‚Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft‘, das ‚PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland‘ und das ‚Bündnis gegen Antisemitismus der Uni Duisburg Essen (Campus Watch)‘ so und fordern die Verantwortlichen der Stadt dazu auf von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und die zwielichtigen Gäste wieder auszuladen. Das ‚Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB)‘ hat  für Samstag, 15 Uhr, eine Kundgebung vor dem Wuppertaler Rathaus (Johannes-Rau-Platz 1)angemeldet. Motto: „Solidarität mit Israel – Islamismus ächten!“

Nachtrag: Die Hamas hat den Tod Osama Bin Ladens in einer aktuellen Stellungnahme als die „Ermordung eines heiligen arabischen Gotteskriegers“ bezeichnet.

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154 Kommentare zu “Tausende Anhänger der Hamas wollen nach Wuppertal kommen

  • #1
    Dieter Carstensen

    Viel Spass in Wuppertal mit den radikalen „Gotteskriegern“ der total bescheuerten und verblendeten Hamas. Werden das BKA, der Bundesgrenzschutz, das FBI, der KGB, die Inquisition, der Katastrophenschutz, die US-Army, der Mossad, die Bundeswehr und die freiwilligen Truppen der „Wuppertaler rettet unsere Kinder“ Iintiative auch rechtzeitig vor Ort sein, oder muss ich mich an den Ort des Geschehens bemühen, um Deutschland vor diesem Terroristengesindel gegen alle Anderdenkenden zu schützen?

  • #2
    Jürgen Baetsch

    @Dieter Carstensen Du musst Deutschland natürlich nicht schützen. Ausser vielleicht vor sich selbst. Das ist wie mit dem „Nazis Raus“ -Spruch. Wo solln sie hin? Hier gehören sie schließlich hin!
    Ich fürchte die Hamas ist in Deutschland eher Mehrheitsfähig als die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte.

    Wuppertaler, belehrt mich eines Besseren!

  • #3
    Sebastian

    „Der erste Partnerschaftsvertrag zwischen einer deutschen und einer israelischen Großstadt wurde 1977 in Wuppertal geschlossen.“ http://www.freundeskreis-beersheva.de/ Schon makaber: Da gibt es nun schon seit mehr als dreißig Jahren eine Städtepartnerstadt und dem deutschen Part fällt nichts besseres ein, als Mitglieder einer Organisation einzuladen, die wiederum den israelischen Partner mit Grad-Raketen beschießt. Und die Stadt Wuppertal sieht keinen Anlass dieses Unterfangen zu unterbinden! Das ist nenn‘ ich mal echte Partnerschaft…

  • #4
    sophophil

    Ich finde es unerträglich das so eine Veranstaltung hier stattfinden kann. Ich bin weder Israeli noch Araber noch Gott und kann deshalb den Nahost-Konflikt nicht lösen noch mit letzter Sicherheit sagen wer an was die Schuld trägt.

    Aber ich weiss das Antisemitismus, Hass, Gewalt, die Unterdrückung von Schwulen und Frauen, das Sprengen von Schulbussen und die Unterdrückung von Demokratie und Meinungsfreiheit auf jeden Fall widerliche Verbrechen sind. Und ich will das weder die Verbrecher noch deren Fans einen Raum für ihre Hetze kriegen – weder hier noch sonstwo!!

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  • #6
    Krämer

    Das Letzte! Visum verweigern sowieso, nicht in die Halle lassen erst recht.

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  • #9
    mehrdad

    komisch, oder leute?

    wo ist die allmächtige jüdische lobby? warum verhindert sie das nicht?:)

    eine sehr bekannte jüdischstämmige kabaretistin in den staaten zählte mal in einem scatch alle negative schlagzeilen linker US medien gegenüber israel auf und sagte anschliessend:

    „verdammt. wieso hat unsere lobby das nicht verhindern können?“:)

    die hamas verurteilt die tötung bin ladens und spricht bin laden heilig. die hamas schiesst panzerabwehrraketen gezielt auf schulbusse. die hamas hat als ziel in ihren charta die tötung aller juden, da ja laut muhammad nur dann die islamische glückseeligkeit die ganze welt erfassen wird.

    mehr „israelkritik“ geht doch nicht, oder?

    also komme mir bitte keiner mit dem alten spruch „man könne ja in deutschland israel nicht mehr kritisieren.“

    naja, dierkes&co. sitzen bestimmt in der ersten reihe.:)

  • #10
    Jürgen Nonner

    @ Sebastian
    – Die Veranstalter wurden nicht von „Wuppertal“ eingeladen, sondern haben hier eine Halle gemietet.
    – Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut. Versammlungen die nicht unter freiem Himmel stattfinden müssen nicht einmal angemeldet werden. Wegen ggf. ein paar Hamas-Leuten sollte nicht der ganze Event skandalisiert werden.
    – Die Reichweite von Grad-Raketen reicht nicht aus, um von Gaza aus um Wuppertals Partnerstadt Beer Shewa zu erreichen.
    Grüße!

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  • #12
    Krämer

    @Jürgen Ihr Argument für die Veranstaltung ist also das die Hamas nicht die nötige Reichweite hat um Beer Sheva mit Raketen zu erreichen?!?!

    Die stumpfe Blödheit mancher Leute ist unfassbar…

  • #13
    mehrdad

    wobei das ja eine glatte lüge ist. es haben bereits mehrere hamas raketen aus gaza beer sheva erreicht.

    wichtiger als raketen ist jedoch die antisemitische und ja..antimenschliche ideologie der hamas. die hamas darf in deutschland veranstaltungen abhalten und ein arbeitsloser antisemit darf mitten in köln judenhass verbreiten. aber hauptsache „kein kölsch für nazis“.

    broder hatte recht:

    je länger die nazi-diktatur zurückliegt, desto stärker wird der „kampf eggen rechts“.

  • #14
    Cornelius

    Kain wird Abel immer wieder töten. So war er und so wird es immer sein. Bis es aufhört!

  • #15
    Yaku

    „Die Reichweite von Grad-Raketen reicht nicht aus, um von Gaza aus um Wuppertals Partnerstadt Beer Shewa zu erreichen.“

    Oh, oh, da hat wohl jemand auch gar nicht mitbekommen, wie oft Raketen Beer Schewa erreicht haben. Man kann es eigentlich kaum glauben.

  • #16
    Jürgen Nonner

    @ Krämer
    Nein. Ich habe lediglich versucht zwei falsche Behauptungen richtig zu stellen.
    Wie ich nun sehe, ist die Reichweite der Grad-Raketen jedoch nicht so eindeutig zu benennen.
    Möglicherweise ist sogar tatsächlich eine Grad-Rakete in Beer Shewa eingeschlagen.
    Von einer Lüge zu reden (Mehrhad) ist dagegen unverschämt.

    Ihr solltet Euch lieber mal mit meinen eingestreuten Gedanken zur Versammlungsfreiheit auseinandersetzen.
    Ihr macht es Euch zu einfach. Das sind Terroristen, das sind die Guten … das ist lächerlich.

  • #17
    Yaku

    „Möglicherweise ist sogar tatsächlich eine Grad-Rakete in Beer Shewa eingeschlagen.“

    Möglicherweise? Ist das wirklich Ihr Ernst? Wenn Sie keine Ahnung haben, sollten Sie besser den Mund halten und sich informieren. Peinlicher und unlauterer geht es echt nicht mehr. Fest steht: Sie lügen und das schon wieder.
    Hier nur mal ein kleines Beispiel direkt von vor Ort.

    http://beer7.wordpress.com/2011/03/24/raketen-jetzt-auch-am-arbeitsplatz/

    http://beer7.wordpress.com/2011/03/23/wieder-ein-raketenangriff-auf-beer-sheva/

    Raketenangriff auf Be‘er Sheva

    Erstmals seit zwei Jahren ist Be’er Sheva wieder von einem Raketenangriff palästinensischer Terroristen aus dem Gaza-Streifen heimgesucht worden. Am Mittwochabend schlug eine Grad-Rakete in einem Wohnhaus in der südisraelischen Großstadt ein. Dabei wurden auch umliegende Gebäude und Fahrzeuge beschädigt.

    Verletzt wurde bei dem Angriff niemand; allerdings mussten sich zehn Menschen, darunter vier Kinder, wegen Panikattacken im Krankenhaus behandeln lassen.

    Der Eigentümer des getroffenen Hauses berichtet: „Wir gingen in den Keller, mein Sohn und ich, und plötzlich zersprang das gesamte Glas. Es war fürchterlich.“

    Am Nachmittag waren zuvor bereits drei Mörsergranaten im Kreis Sha’ar Hanegev explodiert, die palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen abgefeuert hatten.

    Die israelische Luftwaffe flog in Reaktion auf den Beschuss noch in der Nacht einen Angriff auf Terrorzellen in Gaza, darunter auf die, von der aus die Rakete abgefeuert worden war.

    (Yedioth Ahronot, 23.02.11)

    Zur Versammlungsfeiheit: Wo gibt es die denn in Gaza? Erzählen Sie mal.
    Terroristen einzuladen, die Juden ermorden und das mit einer Demokratie zu bergründen, die die Hamas seit ihrer Gründung bekämpft und das ist einem Land, von dem ein millionenfacher Massenmrod ausging, klässt sich an Chuzpe kaum noch überbieten.

  • #18
    Jürgen Nonner

    @ Yaku
    Es gibt ja auch noch andere Raketen als GRAD-Raketen.
    Und ehe Sie mir jetzt Haarspalterei vorwerfen:
    Ich habe nicht mit der Benennung der Raketen angefangen.

    Ansonsten: Einfach mal die zivilen Toten auf beiden Seiten zählen.
    Gruß!

  • #19
    Arnold Voß

    @ Jürgen Nonner

    Die Hamas hat das Ziel Israel komplett auszulöschen und sie hat es bis heute nicht widerrufen. Zählen sie also einfach mal die von der Hamas angestrebten zivilen Toten, sprich alle Einwohner Israels zusammen, dann haben sie vielleicht eine Vorstellung von der Bedrohung unter der dieses Land steht.

    Die Stadt Wuppertal beherbergt am 7. Mai ganz offensichtlich Menschen, deren Ziel es ist eine ihrer Partnerstädte dem Erdboden gleich zu machen. Ich weiß nicht in welcher Stadt sie wohnen Herr Nonner. Aber was würden sie davon halten, wenn in einer P a r t n e r stadt ihres Heimatortes ein Kongress stattfinden würde, auf dem Leute sind, die ihren Wohnort in Schutt und Asche legen würden, wenn sie es könnten. Würde ihnen dann auch zuallererst die Versammlungsfreiheit einfallen?

  • #20
    Yaku

    „Es gibt ja auch noch andere Raketen als GRAD-Raketen.“

    Hat das jemand bestritten oder warum habe ich ausgerechnet das Beispiel mit der Gad-Rakete gebracht?

    „Einfach mal die zivilen Toten auf beiden Seiten zählen.“

    Kommen Sie mir nicht mit Aufrechnungen. Immer wen ihr nicht weiter wisst, wollt ihr die Opfer gegeneinander ausspielen. Eine besonders perfide Art, die nur euersgleichen drauf habt. Widerwärtig!

  • #21
    Yaku

    Damit es manchen mal wieder bewusst wird:

    http://www.usahm.de/Dokumente/Hamasdeu.htm

    Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn! (…)

    Artikel 13: Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung. Denn auf irgendeinen Teil Palästinas zu verzichten bedeutet, auf einen Teil der Religion zu verzichten; der Nationalismus der Islamischen Widerstandsbewegung ist Bestandteil ihres Glaubens. (…) Für die Palästina-Frage gibt es keine andere Lösung als den Djihad. Die Initiativen, Vorschläge und Internationalen Konferenzen sind reine Zeitverschwendung und eine Praxis der Sinnlosigkeit. Das palästinensische Volk aber ist zu edel, um seine Zukunft, seine Rechte und sein Schicksal einem sinnlosen Spiel zu unterwerfen.

    Artikel 15: Wenn unsere Feinde islamische Länder usurpieren, ist der Djihad eine bindende Pflicht für alle Muslime. Um der Eroberung Palästinas durch die Juden entgegenzutreten, gibt es keine andere Lösung, als das Banner des Djihad zu erheben. (…)

    Artikel 22: Die Feinde häuften (…) einen riesigen und einflussreichen materiellen Wohlstand an, der sie in die Lage versetzte, ihren Traum umzusetzen. Dieser Reichtum erlaubte es ihnen, die Kontrolle über die Weltmedien wie zum Beispiel Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Verlagshäuser, TV-Sender und weitere Dinge dieser Art zu übernehmen. Sie nutzten diesen Reichtum ebenfalls aus, um Revolutionen in verschiedenen Teilen der Welt anzustacheln, um ihre Interessen zur realisieren und die Früchte zu ernten. Sie standen hinter der Französischen Revolution und hinter den kommunistischen Revolutionen und den meisten Revolutionen, von denen man hier und da hört. (…) Sie nutzten das Geld ebenfalls dazu, die Macht über die imperialistischen Länder zu gewinnen und sie dazu zu bringen, viele Länder zu kolonisieren, um die Reichtümer dieser Länder auszubeuten sowie ihre Korruption dorthin zu verbreiten.
    Hinsichtlich der regionalen und weltweiten Kriege ist es zweifellos soweit gekommen, dass die Feinde hinter dem I. Weltkrieg standen um so das Islamische Kalifat auszulöschen. Sie sammelten materielle Ressourcen und übernahmen die Kontrolle über zahlreiche Quellen des Wohlstands. Sie erreichten die Balfour-Erklärung und etablierten den Völkerbund, um mit den Mitteln dieser Organisation über die Welt zu herrschen.
    Sie standen ebenfalls hinter dem II. Weltkrieg, in dem sie immense Vorteile aus dem Handel mit Kriegsausrüstungen zogen und die Etablierung des Staates Israel vorbereiteten. Sie inspirierten die Errichtung der Vereinten Nationen und des Sicherheitsrats, um den Völkerbund zu ersetzen und die Welt mithilfe ihrer Mittelsmänner zu beherrschen. Es gab keinen Krieg, an welchem Ort auch immer, der nicht ihre Fingerabdrücke trägt. (…)

    Artikel 28: Die zionistische Invasion ist auf verschlagene Weise bösartig. Sie schreckt nicht davor zurück, verschlungene Weg zu wählen und alle verabscheuungswürdigen und widerwärtigen Mittel anzuwenden, um ihre Ziele zu erreichen. Um sich einmischen und Spionageaktivitäten vornehmen zu können ist sie in großem Maß auf die Geheimorganisationen angewiesen, z..B. die Freimaurer, die Rotary Clubs, Lions und andere. All diese Geheimorganisationen, von denen einige auch offen arbeiten, agieren für die Interessen des Zionismus und wollen unter dessen Anleitung die Gesellschaften zerstören, Werte vernichten, Verantwortlichkeiten ausschalten, Tugenden ins Schwanken bringen und den Islam auslöschen. Sie steht hinter der Verbreitung von Drogen und Giften aller Art, die ihr Machtausübung und Machtausdehnung erleichtern sollen. (…)

    Artikel 32: Der Weltzionismus und die imperialistischen Kräfte haben mit klugen Schritten und bewusster Planung versucht, die arabischen Länder aus der Kampfarena gegen den Zionismus wegzustoßen, um letztendlich das palästinensische Volk zu isolieren. Ägypten wurde bereits hauptsächlich mithilfe des betrügerischen Camp David-Abkommens aus dem Konflikt geworfen und es hat versucht, auch andere Länder in ähnliche Abkommen zu ziehen, um sie aus dieser Kampfarena auszuschließen.
    Hamas ruft die arabischen und islamischen Völker dazu auf, ernsthaft und unermüdlich zu handeln, um dieses schreckliche Komplott zu durchkreuzen und den Massen die Gefahr vor Augen zu halten, die mit dem Austritt aus der Kampfarena gegen den Zionismus verbunden ist. Heute ist es Palästina und morgen könnten es andere Länder sein. Zionistische Machenschaften setzen sich nämlich endlos fort und werden sich nach Palästina gierig vom Nil bis zum Euphrat ausdehnen. Erst dann, wenn sie komplett die Gegend verdaut haben, auf die sie ihre Finger gelegt haben, werden sie zu noch mehr Expansion voranschreiten und so weiter. Ihr Komplott wurde in den Protokollen der Weisen von Zion niedergelegt: Ihre derzeitiges Verhalten ist der bester Beweis für das, was dort gesagt wurde. (…)
    Wie haben keine andere Wahl als alle Kräfte und Energien zu vereinen, um dieser verabscheuungswürdigen Nazi-Tataren-Invasion gegenüberzutreten. Andernfalls werden wir den Verlust unserer Länder erleben, die Entwurzelung ihrer Bewohner, die Ausbreitung von Korruption über den Erdball und die Zerstörung aller religiösen Werte. (…)
    Im Rahmen der Kampfarena mit dem Weltzionismus betrachtet sich die Hamas als Speerspitze und Avantgarde. Sie verbindet ihre Anstrengungen mit all denen, die auf dem Schauplatz Palästina aktiv sind. Es müssen jedoch noch mehr Schritte von den arabischen und islamischen Völkern und den islamischen Vereinigungen überall in der arabischen und islamischen Welt unternommen werden, um die nächste Runde im Kampf gegen die Juden, die Händler des Krieges, möglich zu machen. (Übersetzung: M.K. & R.R.C.)

    Und sowas wird noch mit der Versammlungsfreiheit begründet. Widerwärtig.

  • #22
    mehrdad

    ganz billige nummer, mit den opferzahlen zu kommen.

    was soll israel tun? für jeden getöteten hamas terroristen einen jüdischen zivilisten selber umbringen, damit es „fair zugeht“?

    der einzige grund, warum es bei den israelischen zivilisten weniger opfer gibt, ist die tatsache, dass den israelis ihre zivilisten (auch die israelischen araber, die im N-israel umfangreiche schutzräume gebaut bekamen) heilig sind, während den islamischen terroristen ihre zivilisten ledeglich als schutzschilder und propagandamaterial dienen.

    an irgendwelche skrupel der islamischen terrorbestien liegt die geringere israelische opferzahl sicherlich nicht. wer unmenschlich genug ist, um eine rakete gezielt auf einen schulbus zu feuern, der hat keinerlei skrupel.

  • #23
    Jürgen Nonner

    Hallo!
    @ yaku
    Nochmal: Ich habe nicht mit den „GRAD“-Raketen angefangen, dass war jemand anderes.

    Und mal generell:

    Krieg ist der Terror der Reichen
    Terror ist der Krieg der Armen

    Das wissen die Israelis doch selber am besten. Als sie noch nicht die US-gesponsorte Militärmaschinerie zur Verfügung hatten, haben sie selber Terroranschläge verübt, insbes. gegen die Briten.
    So mit die größten Feinde des Friedens dürften aktuell wohl die militanten rassistischen „Siedler“ sein, die sich absichtlich in den besetzten Gebieten breit machen.
    Aber so einseitig wie manche hier unterwegs sind, werde wir selbst da kaum übereinstimmen …

  • #24
    Mir

    @Yaku
    Wiso gilt ihr Interesse der Werbung israelischer Politik.

    Bisher weder historisch noch gegenwärtig ist der ernsthafte Wille zur Friendensbemühung auf keiner Seite im Nahost zu erkennen.

  • #25
    mehrdad

    „Krieg ist der Terror der Reichen
    Terror ist der Krieg der Armen“

    die grosse mehrheit der islamischen SMA weltweit (auch in israel) waren gut gebildet und gehörten der mittelschicht ode rgar der oberschicht ihrer länder an.

    ferner gibt es nur eine religion, die weltweit terroranschläge organiziert. könnte terror also doch was mit der „religion des friedens“ zutun haben und weniger mit dem inhalt der geldbeutel der terroristen?

    bin laden war ca. 400.000.000$ schwer.

    nächste lüge bitte.

    und @MIR?

    befasst man sich sachlich mit der geschichte, kommt herraus, dass die araber schon 1948, 1967 und 2000 ihren eigenen (nummer 23) araberstadt hätten haben können.

    daher ist es absurd, bei der verantwortlichkeit israel und die araber im gleichen topf zu werfen.

    die araber haben die ganze sache begonnen und die ganzen jahre schön am laufen gehalten. nun kann man über die siedlungen geteilte meinung sein, aber fakt ist, dass es zwischen 1948-1967, als die relevanten gebiete arabisc besetzt waren und komplett judenrein gemacht wurden, tausende tote jüdische zivilisten in israel durch terroranschläge gab.

    also „ende der besatzung und alles wird gut“ beruhigt zwar den deutschen michel, aber ist nicht der grund dafür, dass jüdische frauen und kinder wegen terror sterben.

    ich habe ich sachen nahost echt die nase voll von parolen, polemik und propaganda. da kommt jemand her, schmeisst einen absurden einzeiler in die debatte, die er mal irgendwo gehört hat, und der fakteninhalt seiner posting ist derselbe, wie das vitamingehalt vom wasser.

    deswegen sind die muslime auch die sieger im propagandaschlacht. weil sie meister der polemik und billige sprüche sind und weil die meisten deutschen heute politisch dumm sind.

  • #26
    Krämer

    @Mir Das ist entweder völliges Unwissen oder das verbreiten von Lügen was sie da schreiben. Aber bevor ich mir jetzt die Finger wund schreibe verweise ich auf folgenden Link:

    http://www.whathasisraeleverdoneforpeace.com/

  • #27
    Mir

    @ mehrdad #25
    Es gab in der Geschichte zahlreiche Chancen um eine (Friedens)Lösung im Nahost – unterstützt und begleitet von vielen enthusiatischen ausländischen Politiker und Delegationen, so zum Beispiel Bill Clinton in Davos. Alles Charade. Welch eine Enttäuschung für die Öffentlichkeit, seit Jahrzehnten das selbe Spiel. Die israelische Regierung ist da leider auch nicht anders.

  • #28
    Arnold Voß

    @ Jürgen Nonner

    „Krieg ist der Terror der Reichen
    Terror ist der Krieg der Armen“

    Wenn sie wollen, dass sie hier noch Jemand ernst nimmt, dann lassen sie diese Plattitüden aus der linken Mottenkiste.

    Die wirklich Armen haben weder die Mittel noch die Zeit einen Krieg zu führen, noch eine Terrororganisation aufzubauen, weil sie täglich um ihr Überleben kämpfen müssen. Die wirklich Reichen brauchen keinen Krieg um ihre Interessen durchzusetzen.

    Krieg ist auch nicht gleich Terror. Für den Krieg gibt es nämlich international anerkannte Regeln. Eine davon ist, dass Terror nicht zum Krieg gehört.

    Sie sind nichts anderes als ein Demagoge und dazu noch ein erbärmlicher.

  • #29
    Jürgen Nonner

    @ Arnold Voss

    Nun, es ist ja ganz offensichtlich, wie eben die USA und Israel Krieg führen kann und welche Mittel dafür aufgewendet werden … und wieviel interessierte Kreise daran verdienen, während Untergrundkämpfer diese Mittel eben nicht haben, sich der (Kampf-)Mittel bedienen, die zur Verfügung stehen.

    „Krieg gegen den Terror“ ist sprachlich Unsinn, weil Terror eben eine Kampfweise ist, aber kein Gegner bzw. Feind. Das wird gerne und vermutlich absichtlich undeutlich gelassen. Wir sind so ständig im Krieg, vergl. „1984“.

    Wer alle Möglichkeiten der modernen Kriegsführung hat, braucht keinen Terror, der führt eben einen „Krieg“, mit oder ohne UN-Mandat und viele verstehen nicht, dass Krieg genauso Scheiße ist. Vielleicht schlimmer, weil er eher geeignet ist, Otto-Normal-verbraucher zu (ver-)blenden.
    Gegen die Teilnahme von US- oder israelischen Terror-Piloten an irgend einer Konferenz hätten Sie vermutlich keine Einwende.

    KRIEG DEM KRIEGE!

  • #30
    Arnold Voss

    @ Jürgen Nonner

    Ich stimme ihnen zu wenn sie sagen, dass Krieg auch Scheiße ist. Aber sie bleiben nachwievor im Genre der Demagogie wenn sie von Terrorpiloten der USA und Israels sprechen. Wenn Terror, wie sie richtig sagen, ein Kampfweise ist, dann ist genau diese den Piloten dieser Staaten nicht erlaubt.

    Sollten sie sich dennoch dieser Kampfweise bedienen, müssten sie sich dafür vor einem Militärgericht und auch zivilrechtlich verantworten. Ebenso die, die ihnen dazu den Befehl erteilt hätten. So sind die Regeln, auch wenn diese keineswegs immer eingehalten werden. Erst recht nicht in Diktaturen.

    Terroristen brauchen sich dagegen vor Niemanden zu verantworten, weil es für sie diese Regeln nicht gibt. Sie würden – wenn wir beim Beispiel der Piloten bleiben – ohne Kriegserklärung, mit Flugzeugen ohne militärisch-nationale-Markierung sowie ohne sie als Soldaten auch persönlich kenntlich machende Uniform, systematisch und absichtlich auch auf Unbewaffnete und/oder Zivilisten ihre Bomben abwerfen.

    Der Terrorismus ist nämlich nicht nur eine Kampfweise, wie sie hier so harmlos daher definieren, sondern ein Kampfsystem mit ganz bestimmtene Kampfzielen: Die systematische und flächendecklende Vebreitung von Angst und Schrecken durch die absichtlich wahllose und äußerst brutale Tötung und Verletzung von Unbeteiligten und Unschuldigen. Die Folter und die barbarische Bestrafung eingeschlossen. Das alles ist auch ihnen gut aus dem sogenannten Vernichtungskrieg der ehemaligen deutschen Wehrmacht bekannt.

    Wer den Terrorismus aus welchem Grunde auch immer unterstützt, ist für mich kein Gesprächspartner sondern ein Gegner. Die Hamas ist eine terroristische Organisation und die Vertreter einer solchen Organisation haben in Deutschland nichs zu suchen.

  • #31
    Jürgen Nonner

    @ Arnold Voss
    Ich denke der Hinweis auf die Regeln die im Krieg gelten (sollen) ist doch etwas euphemistisch.
    Nehmen Sie doch den letzten Irak-Krieg als Beispiel. Gegen jedes Völkerrecht wird ein Land überfallen, von „unseren“ Verbündeten, mit zahllosen Toten und Verstümmelten, Zivilisten und auch irak. Soldaten, die ihre Heimat verteidigten. Aber zur Verantwortung gezogen wurden weder die Verbrecher im Weißen Haus, noch der normale Soldat. Da nützt auch keine Genfer Konvention etwas.
    Und der Widerstand, dass sind jetzt Terroristen, oder wie?

    Der israelische Staat führt einen Eroberungskrieg (meist im „Stillen“) gegen das palästinensische Volk. Schon längst sind die noch palästinensischen Gebiete als Staat nicht mehr lebensfähig, soweit ist der Landraub schon fortgeschritten.
    Jeder mag für sich entscheiden, wie er in einer vergleichbaren Situation handeln würde.

    Mir tun die Israelis leid, die mit den verdammten orthodoxen Siedlern Nichts am Hut haben, sondern -wie die meisten Menschen- einfach nur ein gutes Leben haben wollen. Sie haben die Folgen mit zu tragen, die die Provokateure und Kriegshetzer des eigenen Volkes mit verursachen.

  • #32
    Yaku

    „Wiso gilt ihr Interesse der Werbung israelischer Politik.“

    Werbung? Ich fürchte, Sie sollten besser Texte verstehen.

  • #33
    Yaku

    @Jürgen Nonner

    leider kann man Sie wirklich nicht ernst nehmen.

    Arnold Voss hat es Ihnen zu erklären versucht:

    „Die systematische und flächendecklende Vebreitung von Angst und Schrecken durch die absichtlich wahllose und äußerst brutale Tötung und Verletzung von Unbeteiligten und Unschuldigen.“

    Beschäftigen Sie sich dort erst einmal was Terrorismus ist, dass Terroristen eben nicht aus schwachen sozialen Schichten kommen etc. (siehe bin Laden) und so weiter. Bücher gibt es genügend: z.B. Hans Frank/Kai Hirschmann (Hrg.): Die weltweite Gefahr. Terrorismus als internationale Herausforderung, Berlin 2000
    Sie haben leider keine Ahnung und sind deswegen als Gesprächspartner eine Katastrophe und wie Arnold Voss sehr richtig anmerkt, schlicht ein Demagoge.

    Adios!

  • #34
    mehrdad

    die märchenstunde von „Jürgen Nonner“ geht weiter:

    „Der israelische Staat führt einen Eroberungskrieg….“

    und das über ein land sagen, welches seit 1973 2/3 der gebiete, die es kontrolierte, abgegeben hat. die erste eroberung, bei der der eroberer gebiet abgibt!

    „Mir tun die Israelis leid, die mit den verdammten orthodoxen Siedlern Nichts am Hut haben….“

    also „ende der besatzung und alles wird gut“? naja, die tatsache, dass auch vor der „besatzung“ tausende israelische frauen und kinder von fedajin-terroristen umgebracht wurden, ist irrelevant, oder? wir haben ja auch gesehen, wohin „ende der besatzung in gaza“ führte…zu eine raketenorgie aus gaza.

    sie sind echt peinlich als gesprächspartner. NULL fakten und ausschliesslich platte einzeiler, die wahlweise aus radio islam/NPD/SED quellen stammen. ihnen kann man echt nur nur mit asrkasmus komen, da fakten an ihnen abprallen.

  • #35
    Mir

    @32 Yaku
    Ihre Texte sind unmissverständlich. Einseitig.

    So wie die Politik der israelischen Regierung. Eine derartige Besatzungs-, Siedlungs-, und Diskriminierungspolitik machen, sich konsequente Friedensbemühungen entziehen und sagen: Wir sind die Guten.

  • #36
    Yaku

    Ich sagte schon einmal @Mir, mit dem Verständnis von Texten hapert es bei Ihnen gewaltig. Belästigen Sie mich daher nicht länger mit Ihren Nichtkapieren von Texten und halten Sie mich nicht für blöd. Adios!

  • #37
    Yaku

    PS: Kleiner Tipp zum Ende: Es geht hier um die Veranstaltung in Wuppertal, mit keinen einzigen Wiort habe ich hier etwas zur Politik Israels geschrieben. Ihre Einbildung und miesen Unterstellungen dessen hat schon was pathologisches.

  • #38
    Mir

    Willy Brandt hat mal gesagt: Extremismus von beiden Seiten bleibt aufeinander angewiesen. Das sollten auch gutgläubige „Sympathisanten“ nicht vergessen…“ Ebenso Adios.

    Die Demokratie wird diese Versammlung standhalten. Gehen sie doch dagegen demonstrieren.

  • #39
    Jürgen Nonner

    Nun ja, jeder kann sich hier sein eigenes Bild machen, wer hier sachlich ist/bleibt und wer versucht zu beschimpfen.

    Zur Veranstaltung in Wuppertal:
    Wer die Politik Israels unterstützt, auch wo sie die Interessen eines ganzen Volkes systematisch missachtet und sich gegen jedes Recht (außer dem biblischen vielleicht) dessen Land aneignet, muss doch bitte trotzdem damit leben können, dass sich Vertreter dieses Volkes irgendwo friedlich versammeln.
    Mehr wird ja nicht verlangt.

    Die Gewaltdiskussion und auch die Verkürzung auf eine Terror-Diskussion müssen wir hier gar nicht führen. Bestimmt nicht wegen einzelnen angeblichen Hamas-Leuten die da aufkreuzen.
    Sturm im Wasserglas.

  • Pingback: Excuse me! What do you mean by “final solution”? | Ruhrbarone

  • #41
    Yaku

    Vergiss es mehrdad, hier sind zwei dieser Spezies, die alles genau wissen, mit den typischen Klischees um sich werfen und sogar ganz genau was man zur Politik Israels denkt. Einbildung ist eben auch eine Bildung. Besser kann man sich nicht blamieren, wobei der eine sich auch noch selber immer wieder disqualifiziert.

    Dazu fällt mir nur noch ein: Goal nefesh!!

  • #42
    Schula

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/05/04/uni-wuppertal-packt-die-badehose-ein/

    @jürgen Nonner und mir:

    jeder blamiert sich so gut er kann. sie beide sind der schlagende Beweis.

  • #43
    Schula

    „Sie sind nichts anderes als ein Demagoge und dazu noch ein erbärmlicher.“

    nonner, das ist übrigens keine beleidigung, sondern der zustand ihres geistes. gute besserung.

  • #44
    Schula

    auf den punkt gebracht:

    http://haskala-bayern.blogspot.com/2011/05/mdb-die-linke-inge-hoger-diskutiert.html

    „Nachdem die vollständige praktische Umsetzung der Diskussionsergebnisse der ersten Konferenz in Wannsee weniger am Willen der Ausführenden,sondern eher an widrigen äussern Umständen scheiterte, ist man jetzt dabei, die Fehler der Vergangenheit aufzuarbeiten und einen neuen Anlauf zu nehmen.

    Nie war das öffentliche Klima geeigneter, Palästina endlich von der zionistischen Besatzung zu befreien und zwischen Jordan und Mittelmeer einen Traum vieler MuslimInnen wahrwerden zu lassen.“

    http://haskala-bayern.blogspot.com/2011/05/mdb-die-linke-inge-hoger-diskutiert.html

  • #45
    Michal

    „muss doch bitte trotzdem damit leben können, dass sich Vertreter dieses Volkes irgendwo friedlich versammeln.“

    Nonner, sicher. Friedlich mit der Hamas zusammen. Eine Terrororganisation als Vertreter eines Volkes. Peinlicher geht es nicht? Und das in einem Land, in dem es vor nicht allzu langer Zeit den Massenmord an Juden gab und sich die Hamas nichts sehnlicher wünscht. So funktioniert eben Geschichte. Jetzt kann ich ahnen, wie bei vielen Deutschen die Vergangenheitsbewältigung aussieht. Die Frage, ob Sie sich nicht schämen so etwas zu unterstützen und noch dazu mit dem Argument der Demokratie, erspare ich mir.

    „Sturm im Wasserglas.“

    Das würde ich auch sagen, wenn ich soviel geistigen Dünnpfiff wie Sie im ganzen Thread von mir geben würde. Leider ist bei Ihnen Hopfen und Malz verloren.

    @Mir

    da Sie doch so gerne zitieren, tue ich das auch einmal:
    August Bebel: „Antisemitismus ist der Sozialismus der dummen Kerls.“
    Ich ergänze: Und die, die ihn unterstützen, denn nichts anderes tun Sie hier. Am Ende heißt es sicher wieder einmal: Davon haben wir nichts gewußt.
    Sie sind doch ein Beispiel eines Pro-Palästinenser-Extremisten-Unterstützers, wenn man liest, wie viel Propaganda und Klischees Sie hier verbreiten und wie Sie die Hamas, wenn auch nur indirekt unterstützen oder warum sind Sie so heiß auf diese Typen, daß die sich hier in Deutschland, wie es heißt „friedlich“ :D, treffen?
    Ihre Auswürfe und Unterstellungen ohne jegliche Belege gegenüber anderen belegen nichts anderes.

    „Gehen sie doch dagegen demonstrieren.“

    Stellen Sie sich vor, das machen wir, am kommenden Samstag um 15:00 Uhr in Wuppertal. 🙂 Werden Sie auch demonstrieren, wenn sich die NPD mal wieder auf die Versammlungsfreiheit beruft und wenn die könnten, die demokratischen Werte auf die Sie sich berufen, am liebsten abschaffen würden, so wie die Hamas nie eine Demokratie zulassen würde??? Oder gilt hier eben das typische zweierlei Maß von euch Teutonen? 👿

  • #46
    Katharina

    Gestern haben sich gemäßigte Fatah und radikale Hamas „versöhnt“.
    Werden die Hamas auf Fatah zugehen und ihre Haltung gegenüber Israel
    ändern? Ist das zu erwarten? Oder ist ein Schachzug, um den eigentlichen
    Plänen und Zielen nachzuhelfen?
    Schlicht ausgedrückt: Hamas will die Juden vernichten und Jerusalem für sich haben.
    Hamas haben mit den NAZIS kooperiert. Kein Wunder bei den gleichen Zielen.

    Heute arbeiten die Linken, die gegen NAZIS sind, mit Hamas zusammen.

    Was ist das? Schizophren ? Ich kann dieser Logik nicht folgen.

    Was geht hier ab, fragt sich der schlichte Bürger und bleibt ratlos zurück.

  • #47
    Jürgen Nonner

    @ Michal
    Es ist ja nicht so schwer zu verstehen, wie eine „friedliche Versammlung“ definiert ist.
    Und selbstverständlich vertritt unter Anderem AUCH die Hamas zumindest Teile des palästinensischen Volkes. Und die Hamas ist ja weit mehr als eine „Terrororganisation“, eben auch z.B. eine soziale Organisation, oder eine politische Partei.
    Besonnene Leute mit Ahnung wie z.B. Peter Scholl-Latour raten auch dazu in Verhandlungen gerade auch mit der Hamas einzutreten.

    Aber nochmal: Selbst wenn bei der Versammlung am Samstag ein Hamas-Mitglied aufkreuzen sollte, dass rechtfertigt nicht diesen albernen Aufstand hier.
    Die Leute haben für gutes Geld eine Halle gemietet und wollen eine Versammlung abhalten Punkt
    Ihr müsst hier nicht den Kampf Israels an der internet-Front fortsetzen oder sowas. Diese bedingungslose Indentifikation mit der israelischen Politik wirkt etwas pathologisch.

  • #48
    Mir

    Die Hamas ist nicht vom Himmel gefallen, genauso die Taliban und Al Qaida. Sie sind die Folgen von Jahrzehnter langer falscher (Friedens)Politik im Nahost und noch östlicher.

    Wir müssen damit heute leben, dass die NPD öffentlich Versammlungen abhält und die Polizei diese schützt. Ich bin früher gegangen und auch in der Zukunft werde ich zu Gegendemos gehen.

    Ich unterstütze weder Hamas noch NPD oder andere Nazigruppen. Sie sollten mit sofortiger Wirkung verboten werden. Dennoch bleibt in der demokratischen Gesellschaft radikale Meinungsmacher, wie leider auch hier. Die Demokratie widersteht auch diese.

    Eine einseitige Diskussion über den Nahostkonflikt führt zu keiner friedlichen Lösung, trotz internationaler Versuche. Alle wollen doch Frieden, warum klappt das nicht? Oder wollen alle doch nur KRieg?
    Chronologie: Nahost-Friedensgespräche seit 2000:
    http://www.focus.de/politik/ausland/konflikte-chronologie-nahost-friedensgespraeche-seit-2000_aid_547734.html

    yaku, schula
    Reden sie erst mal erwachsen.

  • #49
    Werner Jurga

    @ Mir (# 48):
    „Die Hamas ist nicht vom Himmel gefallen“
    Nein, sie ist von den USA und Israel dereinst ganz gezielt als frommer Gegenpol zur vermeintlich zu radikalen, irgendwie zu „sozialistischen“ PLO massiv mitaufgebaut worden.

    „Alle wollen doch Frieden, warum klappt das nicht?“
    Auch wenn weder das jüdische Volk Israels noch das arabische Volk Palästinas kriegslüstern ist, im Gegenteil: beide Völker haben in ihrer Mehrheit das Töten satt bis oben hin, so sind doch beide noch nicht wirklich friedensbereit – nicht bereit, schmerzhafte Konzessionen zu unterstützen.
    Dies ist das Haupthindernis für den Frieden; hinzu kommen diversen politischen Führer innerhalb und außerhalb Palästinas/Israels, sprich: die „wichtige“ Funktion, die der Nahostkonflikt i.e.S. für nicht wenige in der Region hat.

  • #50
    Michal

    „Und die Hamas ist ja weit mehr als eine “Terrororganisation”, eben auch z.B. eine soziale Organisation, oder eine politische Partei.“

    Ja, warum wohl? Warum engagiert sich die Hamas oder die Muslimbruderschaft sozial? Weil sie gute Menschen sind oder einfach nur aus Berechnung? Sie helfen immer, wenn die Menschen ihre Meinung vertreten,tun sie es nicht, ist es mit der Hilfe schnell vorbei. So kann man nicht diskutieren, denn auch die Nazis haben aus Sicht vieler Anhänger auch gutes getan. Der Massenmord und der Rassismus ist aber das Ergebnis.

    @Mir

    keine Organisation fällt vom Himmel. Es wurden Fehler gemacht, was aber die Hamas und Konsorten nicht weniger mörderisch macht bzw. deren Verantwortung. Was wollen Sie damit eigentlich sagen?

    „yaku, schula
    Reden sie erst mal erwachsen.“

    Na ja, wenn man bedenkt, was Sie so alles unterstellt haben, ist so eine Reaktion nicht so verwunderlich. Vielleicht fehlt einfach die Empathie, daß wir Juden sehr große Angst haben und die kommt nicht von ungefähr. Daß die Hamas in Deutschland willkommen ist, wie es Wuppertal belegt, sollte jedem die Augen öffnen, auch wenn die Hamas vermeindlich nur gegen die Existenz Israels ist.

    @Katharina

    ich bleibe auch ratlos zurück.

  • #51
    Yaku

    „yaku, schula
    Reden sie erst mal erwachsen.“

    Ich weiß nicht, was Sie erwarten, wenn Sie mich pausenlos als Extremistin oder als eine Anhängerin des israelischen Extremismus bezeichnen? Fakt ist, Sie kennen mich nicht und wissen nichts über mich und ich verbitte mir diese dauernde Unterstellung. Ich habe nicht vor hier über die Politik Israels zu diskutieren, es ist nicht das Thema und wenn ich darüber überhaupt rede, dann sicher nicht hier. Also benehmen Sie sich erst einmal erwachsen, bevor Sie es von anderen erwarten dürfen.

  • #52
    Schula

    “yaku, schula
    Reden sie erst mal erwachsen.”

    dito.
    „wie es ih den wald hineinschallt, so schallt es auch hinaus.“

    @michal

    toda raba weschabbat schalom.

  • #53
    Jürgen Nonner

    @ Michal
    Du meinst, die Hamas iat nur aus Berechnung sozial tätig?
    Gibt es dafür Belege? Oder ist das Deine persönliche Ansicht? Geht es nur darum dem Gegner, dem Feind jegliche gute Absichten, letztlich das Menschsein abzusprechen, so wie es die Propaganda in jedem Krieg versucht.
    Deshalb freut man sich über deren Toten, denn sie haben keine Frauen, keine Kinder und keine guten Absichten …

    @ schula usw.
    Ihr solltet mal versuchen zu verstehen, was da wirklich passiert. Und das heißt eben in erster Linie den Anderen zu verstehen. Dazu muss man aber auch sich selbst kennen. Und nicht sich aus Unsicherheit, fanatisch auf eine Seite schlagen, formelhaft „Argumente“ aufzusagen, immer die schlimmsten Zitate der anderen Seite zitieren, Alle der anderen Seite zu verleumden und sich mit Gleichgesinnten gegenseitig dabei zu bestärken.
    So tretet ihr nur auf der Stelle und sagt mehr über Euch selbst, als über die Sache, über die ihr vorgebt zu sprechen.

  • #54
    Michal

    „Geht es nur darum dem Gegner, dem Feind jegliche gute Absichten, letztlich das Menschsein abzusprechen, so wie es die Propaganda in jedem Krieg versucht.“

    Was ist denn an der Hamas menschlich oder an anderen Terrororganisationen? Sie treten auch jeden Tag die Rechte ihres Volkes mit Füßen, sobald diese sie auch nur kritisieren oder ablehnen. Dort werden Menschen hingerichtet und es interessieert hier keine Sau. Wo bleibt da die Moral oder ist es tatsächlich die Doppelmmoral, die man in Deutschland so oft erlebt? Wenn Muslime durch Muslime sterben (wie übrigens die meisten Muslime durch islamistischen Terrror ums Leben kommen), ist das kaum ein Thema. Warum beißen sich gerade Deutsche an Israel oder den USA so fest? Das stinkt doch zum Himme.

    Nur ein Beispiel, was im Gaza durch die Hamas abgeht:
    „In den vergangenen zwei Jahren sind im Gazastreifen und im Westjordanland mehr als 30 Menschen zum Tode verurteilt worden. Hinrichtungen fanden jedoch nur auf dem Territorium des Gazastreifens statt, der von der islamistischen Hamas-Bewegung regiert wird.“

    Wenn Ihnen schon die Sympathie mit den Israelis abgehen, schauen Sie wenigstens auf die paläst. Opfer der Hamas. Wenn Sie meinen, es gehe denen um Menschlichkeit bzw. bei denen würde ein Mensch etwas zählen, hat es wahrlich keinen Sinn weiter darüber zu debattieren. Ich freue mich nicht über den Tod von Menschen, aber wenn Mörder oder Auftraggeber von Terrorakten, die sich ausschließlich gegen Zivilisten richten, zur Strecke gebracht werden, ist das immer gut für alle Menschen.

    „Du meinst, die Hamas iat nur aus Berechnung sozial tätig?“

    Wie sollen sie sonst Menschen hinter sich bringen und angeblich den Gegensatz zur korrupten Fatach bilden? Angeblich wurden sie doch deswegen gewählt. Mit Honig fängt man Fliegen. So läuft das bei Menschen.

  • #55
    Schula

    „sagt mehr über Euch selbst, als über die Sache, über die ihr vorgebt zu sprechen.“

    dann nennt man gemeinhin projektion. nein danke, ihre demagogischen pamphlete reichen mir durchaus. es sagt alles über sie!

  • #56
    Yaku

    Ich zitiere sehr gern:

    „Sie (Anmerk. Nonner) sind nichts anderes als ein Demagoge und dazu noch ein erbärmlicher.“

  • #57
    Jürgen Nonner

    Hallo Michal!
    Es geht nicht darum die Hamas als toll hinzustellen, aber darum die Dinge so zu sehen wie sie sind. Das man durch soziales Engagement Leute für sich gewinnen kann, ist klar, dass heißt aber noch nicht, dass z.B. die Hamas, oder die Caritas es nur deswegen sozial tätig sind. Das ist Logik.
    Du fragst wo das menschliche bei der Hamas ist ?! na die Menschen darin vielleicht? Aber die muss man eben auch sehen und hinter die martialischen Auftritte schauen – und nicht nur zur Selbstbestätigung schlimme Zitatze herunterbeten. Da würde man auch genug bei den rassistischen jüd. Siedlern finden.
    Rabin wurde von so einem Siedler-Idioten erschossen …

    Die Islamisten eignen sich gut als Feindbild, aber die „sympatischen“ Israelis haben nun leider i.d.R. Regierungen, die eine menschenverachtende, verbrecherische Politik gegenüber den Palistennensern betreibt.
    Die tolle Freiheit in den USA nützt den unzähligen irakischen und afghanischen Opfern der US-Kriegszüge leider auch Nichts.
    Und man kann doch nicht über den Gaza-Streifen schreiben, ohne zu erwähnen, dass dies eigentlich ein israelisches Open-Air Gefängnis ist, mit einer gewissen Selbstverwaltung.
    Violence breeds violence.

  • #58
    Mir

    (Friedens)Gespräche müssen wohl mit allen Parteien geführt werden, wenn man zur (Einigung eher unwahrscheinlich) aber Kompromisse im Nahost kommen will.
    Sicherlich sehr schmerzhaft für einige Parteien, aber in Südafrika mit der Wahrheits- und Versöhnungskommission war auch sowas möglich.

    Aber ich verfolge mangels Überzeug schon gar nicht mehr die Friedensbemühungen der Politiker nach Kompromisslösungen im Nahost. Wer hat sich zuletzt bemüht, Obama? Der Verlauf und das Ende ist stets gleich. Es liegt am fehlenden Willen von allen Parteien. Politiker die das wirklich wollen, müssen noch den Weg auf die Bühne suchen.

    Tatsächlich, mir fehlt die Empathie für die Angst der Juden hier im Ruhrgebiet. Ich denke wir leben hier friedlich miteinander oder doch nebeneinander, ich weiß es nicht mehr. Dennoch ist das weder ein Grund für radikalsein noch beleidigend.

  • #59
  • #60
    Arnold Voss

    @ Jürgen Nonner 57

    Ach Nonner, was soll der Scheiß, dass hinter den martialischen Auftritten immer auch Menschen stehen? Dass Caritas irgendwie nichts Falsches sein kann? Dass es natürlich auch rassistische jüdische Siedler gibt? Dass die Hamas eigentlich nur den wilden Mann spielt aber eigentlich ganz friedliebend ist?

    Die Sache ist ganz einfach: Wer ernsthaft verhandeln will muss vorher davon öffentlich und für a l l e seine Leute gültig davon Abschied nehmen, den anderen Verhandlungspartner vernichten zu wollen.

    Man kann übrigens nicht über den Gazastreifen schreiben ohne zu erwähnen wie es dazu gekommen ist. Man kann auch nicht über die „unzähligen irakischen Opfer und afghanischen Opfer der US-Kriegszüge“ reden, ohne die unzähligen Opfer der Taliban und von Saddam Hussein zu erwähnen.

    Sie sind und bleiben ein erbärmlicher Demagoge. Und sie fangen an mich damit zu langweilen. Erzählen sie den Mist ihren Leuten. Denen die solche Plattargumentationen gut finden weil sie ihre Vorurteile bestätigt bekommen. Bewerben sie sich meinetwegen auch bei Hermann Dierkes als persönlicher Assisten und Pressesprecher. Aber nerven sie mich hier nicht weiter.

  • #61
    Arnold Voss

    @ Mir #58

    Wenn ihnen die Empathie für die Angst der Juden im Ruhrgebiet und sonstwo fehlt, empfehle ich ihnen einfach mal ein T-Shirt mit Davidstern zu tragen. Am besten vorne und hinten. Der Sommer kommt, da ist so ein T-shirt sehr praktisch. Machen sie es erstmal nur für ein paar Tage. Und dann melden sie sich hier wieder.OK?

  • #62
    Jürgen Nonner

    Hier herrscht bei Manchem der Un-Geist, der eben zu den Ergebnissen in Nah-Ost geführt haben. Einseitigkeit, blinde Identifikation mit einer Seite, dass ist keine gute Grundlage für eine Diskussion.
    Die ganze Gschichte ist komplex genug, so dass jeder Punkte findet, um die eine oder die andere „Seite“, oder Partei zu diskreditieren. Aber ohne Not hier den israelischen Hard-Linern das Wort zu reden, finde ich erbärmlich.
    Aber gibt ja auch bezahlte blogger etc. Das wäre immerhin eine Erklärung.

  • #63
  • #64
    Stefan Laurin

    @Jürgen Nonner: „Aber gibt ja auch bezahlte blogger etc. Das wäre immerhin eine Erklärung.“ Ja, vor allem wen einem nix anderes mehr einfällt 🙂

  • #65
    Arnold Voss

    Isss klaar… „Un-Geist“…“Blinde Identifkation“… „Einseitigkeit“ …sag ich doch: Werden sie Pressesprecher bei Hermann Dierkes!

    Und bevor sie sich das nächste Mal so ein Urteil über mich erlauben, sollten sie hier erstmal nachprüfen was ich unter anderem zu den israelischen Hardlinern und zu Israels Nahostpolitik schon geschrieben habe. Dazu haben wir den Suchbutton.

    Ach ja, und ich werde hier nicht bezahlt. Ich verdiene in meinem Job genug um hier ehrenamtlich tätig sein zu können. Und unabhängig.

  • #66
    Jürgen Nonner

    @ Laurin
    Bezahlte Blogger gibt es ganz unabhängig davon, ob mir noch etwas einfällt oder nicht.

  • #67
    Stefan Laurin

    @Jürgen Nonner: Dierkes hat uns ja gestern treffsicher analysiert. Alle Medien in Deutschland sind gekauft – nur Junge Welt und Neues Deutschland berichten objektiv und korrekt. Aber die haben ja auch den richtigen Klassenstandpunkt 🙂

  • #68
    Jürgen Nonner

    Stefan Laurin: „Dierkes hat uns ja gestern treffsicher analysiert. Alle Medien in Deutschland sind gekauft – nur Junge Welt und Neues Deutschland berichten objektiv und korrekt. Aber die haben ja auch den richtigen Klassenstandpunkt“

    Ich konnte mir noch kein halbwegs umfassendes eigenes Bild verschaffen.
    Hier allerdings sprechen der unsachliche Titel des Beitrages und zum Teil auch das Publikum was ihr anzieht für sich.
    😉

    Zum Thema bzw. zur Diskussion:
    Dieses: „Wir müssen jetzt mal ganz entschieden Israels Partei ergreifen“ ist in meinen Augen nicht konstruktiv. Das das Lebensrecht Israels anerkannt werden muss, ist ja ganz unstreitig. Wer aber beharrlich leugnte, dass den Palästinensern täglich gfravierendes Unrecht angetan wird, oder vielleicht meint, sie hätten es nicht besser verdient, der ist ein Feind des Friedens.

  • #69
    Yael

    Herr Voss, Sie sprechen mir aus der Seele.

    Ich werde fürs bloggen leider nicht bezahlt. :mrgreen: Jetzt fehlt nur noch die jüdische Weltverschwörung und dann ist es perfekt.

  • #70
    Michal

    Ich habe es versucht, obwohl ich vorher wußte, daß das dabei heraus kommt.
    Dieses um sich geschmeiße von Worten wie “Un-Geist, Blinde Identifkation, Einseitigkeit, israelischen Hard-Linern” ecetera ist keine Grundlage, sondern dahinter steckt eine Bösartigkeit, auf deren Grundlage ich hier nicht mehr diskutiere. Herr Nonner, Sie haben sich leider wirklich nun mehrfach disqualifiziert.
    Denken Sie einmal über Ihre eigene Einseitigkeit und den Geist, den Sie verbreiten nach. Das heißt, lernen Sie sich und Ihre Matra zu reflektieren. Mehr habe ich nicht mehr zu sagen. Arnold Voss hat das nötige dazu geschrieben.

  • #71
    Mir

    Der deutsche Fotograf Kai Wiedenhöfer war mehrmals im Konfliktgebiet. Leider gibt es auch solche Bilder. Er wurde mehrfach für seine journal. Fotoreportagen, u.a. für das World Press Photo Award, ausgezeichnet. Seinen Namen googeln und die Bilder im Netz anschauen.

    Einige Beispiele
    http://www.henri-nannen-preis.de/fotoreportage_2007.php?id=50&award=Beste+fotografische+Autorenleistung

  • #72
    Zahal

    Zitat: Tausende, die sich als Palästinenser begreifen, sind im Zuge des Libanesischen Bürgerkrieges im Jahre 1975 nach Deutschland geflohen.

    Und genau diese, die sich als „Libanesen“ verstehen, die die Geburtsurkunde weggeworfen haben, tyrannisieren jetzt Deutschland – siehe heute Bildzeitung – 223 „Libanesen“ können trotz 1000 Jahre Haft, einfach nicht ausgewiesen werden, weil der Libanon sie nicht zurücknehmen will, im Libanon selbst diskriminiert, von mehr als 80 Berufen ausgeschlossen, tyrannisieren sie jetzt Deutschland, mehr als 90 % leben von Sozialhilfe…..

    http://www.bild.de/news/inland/asylrecht/abschiebe-skandal-17748880.bild.html

    Und natürlich ist die Hamas demokratisch gewählt worden, nur heisst Demokratie auch noch etwas anderes, nämlich nicht mit Morden den Gegner ausschalten, wurde nicht auch Hitler demokratisch gewählt? Demokratie danach? Null?

    Diese Terrorversteher sollten doch, wie der italienische „Friedenaktivist“ und der jüdische Schauspieler, der jetzt in Jenin ermordet wurde, einfach mal hingehen und dort leben – was ist das für ein Deutschland, wenn Verbrecher bejubelt werden, wenn ein „Familienvater“, der Tausende von Toten zu verantworten hat, bejubelt werden.

    Ich glaube Deutschland und viele dieser sogenannten „Friedensaktivisten“ haben nach wie vor ein großes Problem.

    http://jennifernathalie.blogspot.com/2011/05/dear-mister-president-wie-konnten-sie.html

  • #73
    Jürgen Nonner

    Erklärung aller Wuppertaler Ratsfraktionen vom 06.05.11 zur Palästinenser-Konferenz:

    http://www.fdpwuppertal.de/sitefiles/downloads/1264/Erklaerung_Fraktionen.pdf

  • #74
    Jürgen Nonner

    So, ich war da. Es handelte sich um eine ÖFFENTLICHE Konferenz. Es standen Funkempfänger mit Kopfhörern zum Empfang der Simultan-Übersetzung in relevanter Menge zur Verfügung. Wie auch der Eintritt, war die Nutzung der Geräte kostenlos.
    Die Stimmung war insgesamt eher der eines Festes, mit vielen Kindern dabei und Kulturprogramm.
    Dass der Inhalt von Redebeiträgen das Maß der Ablehnung und Hetze gerechtfertigt hätten, welche einige Wenige der Konferenz entgegen brachten kann ich nicht bestätigen.

    Dieses ganze alberne Getue, der überzogene Protest gegen diese Konferenz, dient m.E. überwiegend der Selbstdarstellung einer bestimmten Gruppe von Leuten, die sich in sehr fragwürdiger Weise mit der fatalen israelischen Politik der Besatzung und Vertreibung solidarisieren. Auch davon bekam ich einen unmittelbaren Eindruck auf der kleinen Kundgebung der Anti-Deutschen auf dem Kerstenplatz.
    Salam! Shalom!

  • #75
    Yael

    Sie waren auf einer anderen Veranstaltung. 😀

    http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/05/08/3046/

  • #76
    Jürgen Nonner

    Zu „tapfer im Nirgendwo“:
    Also die Beobachtungen sind so platt und allgemein formuliert, dafür muss man nicht dort gewesen sein. Das kann man auch einfach so fabulieren. Auf keine einzige Rede wird konkret Bezug genommen. Wenn da tatsächlich jemand das Existenzrecht Israels verneint haben sollte, warum wird dann nicht gesagt wer. und was genau wurde angeblich gesagt?
    Sieht für mich so aus, als weiß da jemand, was die Israel-treue Gemeinde erwartet … 🙁

    Nicht das man mich falsch versteht: Eine kritische Solidarität mit dem israelischen Volk (nicht der Regierung) ist für mich selbstverständlich.
    Aber die schräge kleine Splittergruppe aus „Anti-Deutschen“ und was ich da so an komischen Figuren auf der Kundgebung gesehen habe, das sind sicher keine guten Anwälte der israelischen Sache, das ist lächerlich.

  • #77
    Steff

    @juegen nonner

    „Dass der Inhalt von Redebeiträgen das Maß der Ablehnung und Hetze gerechtfertigt hätten, welche einige Wenige der Konferenz entgegen brachten kann ich nicht bestätigen.“

    Sehr geehrter Herr Nonner,

    dann weiß ich nicht, auf welcher Veranstaltung Sie waren. Ich war nämlich für einige Stunden auch dort.

    Es ist richtig, wie es in den Medien zu lesen war, dass dieser Congress Familientag-Stimmung hatte. Es waren ganz Familie da, die dort feierten. Dabei blieb es aber nicht. Und das ist es, was mich an diesem Tage besonders mitgenommen hat.

    Alle Menschen, mit denen ich dort sprach, waren reizend und sehr hilfsbereit. Erklärten mir die Bedeutung von Symbolen etc.

    Zu den Schals z.B., die dort sehr viele trugen, wurde mir erklärt, dass Großmütter vor der Vertreibung solche gehäkelt hätten und diese Schals seien nun zum Symbol der Befreiung Palästinas und der Rückkehr geworden. Ob das stimmt oder nicht, weiß ich nicht, die Kongressbesucher scheinen aber diese Botschaft darin zu lesen und trugen sie, um zu zeigen, wir wollen Palästina wieder befreien – wie mir von einem Teilnehmer erklärt wurde.

    Während ich da war, wurden u.a. Filme und Theaterstücke gezeigt. Ein Theaterstück wurde gespielt von einem älteren Herrn und zwei Kindern. Der Mann war verzweifelt, weil er brutal aus seinem Hause vertrieben wurde. Irgendwann dann stand die Tochter – von einem Mädchen gespielt – auf, ballte die Faust und reckte sie in die Höhe und erklärte, dass ihr Vater sich nicht sorgen müssen, denn er habe seine Kinder. Sie würden das Geschehene rächen und dafür sorgen, dass man wieder nach Palästina könne *sinngemäß wiedergegeben, ich weiß den Wortlaut natürlich nicht mehr genau.

    Tosender Beifall im Publikum. Kleine Kinder klatschten, Frauen waren begeistert und die Männer ebenso.

    Während der ganzen Zeit, in der ich da war, wurde davon gesprochen, dass man die jetzige Generation wisse, wie man Palästina befreie und zurück kehren könne.

    Es wurde nicht einmal davon gesprochen, dass es darum geht, zwei Staaten in friedlichen Koexistenz zu errichten. Es war reine Stimmungsmache. Filmzusammenschnitte vermittelten, dass israelische Soldaten so brutal gegen Palästinenser bei Vertreibungen aus ihren Häusern vorgehen würde. Dass hierbei deshalb ein ältere Mann einen Schlaganfall erlitt uns starb. Als dann die Protagonisten erzählte, sie habe auch noch dafür an den Staat zahlen müssen, dass man sie vertrieben habe und sie würde nun in einem Zelt leben, mit Blick auf die al-Aqsa Moschee, tobte wieder Beifall.

    Das was ich erlebte, war die offizielle Veranstaltung. Was in den workshops lief, möchte ich gar nicht wissen.

    Die Besucher dort wurden manipuliert zu Werkzeugen im Kampf gegen Israel. Das war mein Eindruck. Es tat mir in der Seele weh, weil die Menschen, welche ich dort kennen lerntw, so bemüht und rührig waren, mir die Dinge zu erklären etc. und offensichtlich fürchterlich litten, weil sie all das glaubten, was dort erzählt wurde. Man spürte förmlich bei diesem letzt genannten Beispiel, dass die Menschen in der Halle dachten, wie müssen unseren Landleuten helfen, werden sie doch babarisch von den Israelis unterdrückt.

    Und jetzt erzählen Sie mir bitte noch einmal, Sie hätten nichts Kritisches gehört. Ich habe Ahnung wo sie gewesen sein könnten. Während meiner Zeit dort kann ich nur von Kritischem berichten. Halt, eine Ausnahme, es erfolgte ein Bericht, der sagte, man würde gegen die Mauer kämpfen. Dieser Bericht war völlig im Rahmen und ich glaube die Tänze auch, sollte mir nicht eine Symbolik entgangen sein.

    Bei allem anderen hätte ich mir nie vorstellen können, dass so etwas außerhalb von Gaza stattfinden kann. Kinder-Schauspieler wurden auf die Bühne gesetzt. Sie spielten wegen des Unglücks der Großmutter weinende Kinder, die von ihrer Vertreibung erzählte, dass der Vater umgekommen sei, sie wegen der Erlebnisse ihr Kind nicht habe stillen können etc.

    Mich hat die Veranstaltung richtig mitgenommen und das Blut in den Adern gefrieren lassen und mir fehlt daher jeder Nachvollziehbarkeit für Ihre Aussage, Sie hätten nichts Bedenkliches dort finden können.

  • #78
    Mir

    Die Lokalpresse Westdeutsche Zeitung und auch die Rheinische Post berichteten (online) über drinnen wie draußen mit Bildern. Objektiv.

  • #79
    Jürgen Nonner

    @ steff
    Sehen Sie: Man muss ja nicht mit allem übereinstimmen, oder Alles angemessen finden, was auf einer Konferenz so geboten wird, um Sie NICHT verbieten zu wollen.
    Und wenn von einem Krieg berichtet wird, oder das künstlerisch umgesetzt wird, dann darf einem das auch mal nahe gehen.
    Zumindest was die Familientag-Stimmung betrifft, sind wir uns ja einig – und das ist doch immerhin etwas, wenn die Veranstalter hier den Balance-Akt geschafft haben. Vielleicht lag dies aber einfach auch an den Menschen, die zu dieser Konferenz zusamman kamen.

    Ich hatte übrigens geschrieben: „Dass der Inhalt von Redebeiträgen das Maß der Ablehnung und Hetze gerechtfertigt hätte, welche einige Wenige der Konferenz entgegen brachten kann ich nicht bestätigen.“

  • #80
    Steff

    „Objektiv“

    Waren Sie da oder wieso können Sie beurteilen, dass es objektiv war?

  • #81
    Stefan Laurin

    @Jürgen Nonner: Der Inhalt der Redebeiträge war eine einseitige Verurteilung Israels, die Behauptung, Verhandlungen brächten nichts und ein Gefühl der Stärke. Und die von allen Rednern vermittelte Gewissheit der baldigen Rückkehr aller Palästinenser – was das Ende Israel wäre. In Wuppertal wurde die Vernichtung eines mit Deutschland befreundeten, demokratischen Staates gefordert . Nicht mehr und nicht weniger. ich war übrigens auch da und kam in den Genuss des Übersetzungsdienstes.

  • #82
    Arnold Voß

    @ Steff

    Es gibt zwei natürliche menschliche Gefühle die die Damogen und Propagandisten dieser Welt am meisten ausbeuten: Die Sehnsucht nach Heimat und der Wunsch nach Rache.

  • #83
    Arnold Voß

    @ Jürgen Nonner

    Sie sind so ziemlich das Übelste was mir hier bislang als Demagoge begegnet ist. Da wo sie es besser wissen (könnten) lügen sie mit Absicht, da wo sie gar nichts wissen behaupten sie einfach, und da wo die anderen es nachweislich besser wissen, spielen sie die Nummer: Es ist gar nicht so schlimm weil die Bösen in der Minderheit sind oder es in Wirklichkeit gar nicht so meinen.

    Goebbels hätte großen Gefallen an ihnen gehabt.

  • #84
    Steff

    @Nonner

    Ich kenne Sie nicht. Ich habe jetzt erst auf Ihren Blog gestoßen.

    Ihre Beschreibung der Gegendemo finde ich – mit Verlaub – niederträchtig. Ich war auch da. Ich bin eine ehemals liberal Konservative, die zur reinen Liberalen mit sozialen Elementen geworden ist- um es mal so zu formulieren. Ich habe nichts mit der Bewegung der Antideutschen am Hut. Keinen den ich dort traf hat etwas mit denen zu tun. Ich kann nicht ausschließen, dass dort Antideutsche waren, aber dass Sie mal so mit einem Wisch uns alle als komische Leute, welche der Sache abträglich sind bezeichnen und nachsagen, wir würden zu dieser Gruppe – ist ja keine einheitliche Strömung und die gibt es so auch gar nicht mehr – finde ich nicht nur beleidigend und diffamierend. Das nehme ich Ihnen sehr übel.

    Ich als Liberale bin tendenziell gegen jedes Verbot. Letztes Jahr in Berlin tagte die Konferenz in Räumlichkeiten eines Privaten. Das ist für mich ein anderes Paar Schuhe. Auch eine Kundgebung unter freiem Himmel ist für mich etwas anderes.

    Hier hat der Staat durch die Stadt Wuppertal Räume zur Verfügung gestellt, dass der Kampf gegen Israel auf eine grob einseitige Weise betrieben werden kann. Es gibt kein Zelt in Jerusalem mit Blick auf al-aqsa-Moschee, wo eine arme brutal vertrieben Frau hausen muss. Das ist reine Propaganda.

    Die BRD hat den Staat Israel anerkannt und es ist Staatsräson dessen Existenz nicht nur anzuerkennen, sondern auch zu verteidigen.

    Wenn der Staat aber solchen Veranstaltungen ein Dach über dem Kopf gibt, hat das nichts mehr mit Verteidigung der Existenz Israels zu tun.

    Auch ich hörte eine Übersetzung, die sinngemäß sagte, Israel habe kein Recht dazu gehabt, sich dort zu gründen. Das war die kurze Zusammenfassung eines längeren Gedichtes durch den Übersetzer.

    Und hier zu sagen, dass sei nur nicht „ALLES angemessen“ kann ich nicht mehr nachvollziehen. Das ist in meinen Augen weitaus mehr.

    Ich kann es auch schon deshalb nicht verstehen, weil man damit zulässt, dass die Menschen dort aufgewiegelt werden. Selbstverständlich

    „Und wenn von einem Krieg berichtet wird, oder das künstlerisch umgesetzt wird, dann darf einem das auch mal nahe gehen.“

    Aber das war kein berichten, dass war bewusste Propaganda. Die Menschen sollten in Stimmung gebracht werden gegen Israel. Andernfalls wäre doch zumindest mal etwas darüber gesagt worden, dass es darum ging, zu versuchen, zwei Staaten zu errichten, die in Frieden miteinander leben. Das wurde aber nicht gesagt. Es ging aber immer nur um die Befreiung Palästinas insgesamt und das hat rein gar nichts mehr mit dem Versuch Frieden zu schaffen zu tun. Das ist das Gegenteil.

    Warum rechtfertigen Sie das?

    Dies mit Blick auf die Menschen dort. Die Menschen, mit denen ich sprach, waren sichtlich aufgewühlt, es war spürbar, wie tief die Abneigung gegen Israel sitzt. Wollen Sie, dass das nächste Jahr weiter verstärkt wird?

    Ich mache den Teilnehmern dort keinen Vorwurf. Also dem Publikum. Diese Menschen glauben was ihnen dort erzählt wurde und nicht weil es böse Menschen sind, sondern weil sie einfach aufgewiegelt werden. Diese Menschen wollen doch im Grunde nur in Frieden leben. Weil sie aber so Zeug hören, denken sie – das war mein Eindruck, mit allen, mit denen ich sprach – dass dies nicht möglich ist, solange Israel dort ist. Wie soll da jemals ein Frieden zustande kommen und sie tun so, als sei es intolerant, gegen solche Veranstaltungen zu sein.

    Ich bin gegen die Veranstaltung, weil ich nicht will, dass die Menschen als Werkzeuge gegen Israel manipuliert werden. Nicht nur Israel wegen, sondern auch dieser Menschen wegen.

    Als ich da war, wurde über die „Versöhnung“ von Hamas und Fatah gesprochen . Keine kritisches Wort vernahm ich zur Hamas.

    Was denken Sie denn, was die Menschen denken, wenn sie nach Hause kommen? Ganz sicher nicht, dass die Hamas die eigenen Leute unterdrückt etc.

    Mir will einfach nicht einleuchten, wie man all das relativieren und verteidigen kann. Und das tun sie in meinen Augen. Und die Leute, welche das ansprechen, diffamieren Sie als „komische Leute“ und Antideutsche.

  • #85
    Jürgen Nonner

    Auch die Konferenz ist eben ein Produkt des Konfliktes. Es ist unrealistisch zu fordern, dass dort diese und jene Haltung explizit vertreten werden muss. Man muss das aushalten, das dort Sachen gesagt werden, die einem nicht passen.
    Die Polizei war in der Halle vertreten und hat keine strafrechtlich relevanten Sachverhalte feststellen können.
    Desweiteren konnte sich jeder überzeugen, dass dort keineswegs eine irgendwie aggressive Stimmung herrschte.

    Die Israel-Unterstützer können aber ihrerseits nicht verhindern, dass die illegalen (orthodoxen) Siedler in der Westbank verbrecherischen Unsinn erzählen, schreiben sonstwie verbreiten.
    Man würde aber empört zurückweisen, eine israelische Veranstaltung irgendwo auf der Welt zu verbieten, weil dort Vertreter dieser Siedler anwesend sind/vermutet werden.

    Also Kritik an der Konferenz ja, ungerechtfertigtes Polemisieren und Schrei nach Verbot: NEIN !

  • #86
    Mir

    Ich war nicht da.

    Mein Vertrauen in die objektive, lokale Berichterstattung ist unerschütterlich. Das die Redaktionen fähige Journalisten hinschicken und diese mit dem Thema nicht überfordert sind, da bin ich mir schon sicher.

    Zur Zeit finden in den arab. Ländern Veränderungen statt, wohin das geht kann wohl keiner voraussagen. Es wird aber anders sein als bisher, vielleicht kommt Demokratie oder etwas ähnliches in diesen Ländern. Einen Einfluß auf den Nahostkonflikt gibt es mit aller Sicherheit. Wie? Keine Ahnung? Vielleicht Frieden? Jetzt müssen wohl sehr viele ihren Hass umwandeln in … was praktisch positives.

    Mein Anliegen: Die westlichen Gesellschaften haben entweder eine einseitige Einstellung zu arab. Kultur und Leute oder kennen diese nicht. Das finde ich nicht richtig. Vielleicht sollte man Veränderungen zulassen.

  • #87
    Steff

    „Die Israel-Unterstützer können aber ihrerseits nicht verhindern, dass die illegalen (orthodoxen) Siedler in der Westbank verbrecherischen Unsinn erzählen, schreiben sonstwie verbreiten.“

    Das verstehe ich jetzt nicht. Was meinen Sie denn mit Israel-Unterstützer? Personen, die sich für das Existenzrecht Israels einsetzen? Personen, die mit großer Sorge betrachten, wenn wie auf dem Kongress am Samstag Stimmung gegen Israel gemacht wird anstatt dafür zu plädieren, dass man an einer zwei Staaten Lösung und einem friedlichen Miteinander arbeiten soll? Oder was meinen Sie damit?

    „Es ist unrealistisch zu fordern, dass dort diese und jene Haltung explizit vertreten werden muss. “

    Vielleicht ist es unrealistisch. Dann bin ich ein Träumer. Ich hätte mir im Vorfeld nicht vorstellen können, was da auf der Bühne getrieben wurde. Wenn Sie es als unrealistisch empfinden, dass man auf einer palästinensischen Veranstaltung für die zweite Staaten Lösung wirbt, dann – korrigieren Sie mich bitte, wenn ich falsch liege – schließe ich daraus, dass Sie keine Chance für einen Frieden sehen. Denn wir anders als ohne das Werben darum soll es zu einem Frieden kommen?

    Ganz sicher nicht, indem man nur einseitig davon spricht, was Israels alles Übles tun würde, null Kritik an der anderen Seite übt und nicht einmal darüber spricht, dass ein Frieden mit zwei Staaten erreicht werden soll und statt dessen für die Rückkehr in ein befreites Palästina die Stimme erhoben wird. Zustimmen muss Ihnen dann insofern, dass es in der Tat unrealistisch ist, dass nach einem solchen Kongress Menschen nach Hause gehen und sagen, wie müssen uns für eine friedliche Zweit-Staaten Lösung einsetzen.

    „Man muss das aushalten, das dort Sachen gesagt werden, die einem nicht passen.“

    Tot umgefallen bin ich nicht. Ich halte es also aus. Das heißt aber nicht, dass ich das deshalb akzeptieren möchte. Im Gegensatz zu Ihnen. Der ja scheinbar dafür eintritt, dass so etwas stattfinden soll und muss und nicht dafür, dass es anders läuft und damit dann eine

    realistische Chance besteht,

    dass Menschen nach einem solchen Kongress nach gehen und sagen, mir müssen versuchen, Hände zu reichen oder Hände zu ergreifen

    und nicht in der Stimmung gekommen sind, dass es Israel zu bekämpfen gelte.

    „Also Kritik an der Konferenz ja, ungerechtfertigtes Polemisieren und Schrei nach Verbot: NEIN !“

    Worin sehen Sie ein Polemisieren? Ich gebe hier nur wieder, was ich auf der Konferenz erlebt habe. Wer polemisiert hier ungerechtfertigt? Derjenige, der sagt, auf der Konferenz wurde nicht darüber gesprochen, dass man für eine Zweit Staaten Lösung eintreten soll für den Frieden in der Region und dass dort statt dessen für eine Rückkehr in ein befreites Palästina geworden wurde? Das anzusprechen fällt für Sie unter Polemisieren? Es fällt für Sie unter Polemisieren, dass man deshalb gegen die Veranstaltung ist?

  • #88
    Jürgen Nonner

    Hallo Frau Steff!
    Mit „Israel-Unterstützer“ meine ich die spezielle Szene derer, die sich quasi bedingungslos an die Seite Israels stellen UND dabei nicht differenzieren wollen.
    Aber weil sie an dem Wort hängengeblieben sind, hier nochmal mein Argument:
    “Die(se) Israel-Unterstützer können ihrerseits nicht verhindern, dass die illegalen (orthodoxen) Siedler in der Westbank verbrecherischen Unsinn erzählen, schreiben sonstwie verbreiten.”
    Damit sollte man sich vielleicht mal auseinandersetzen, statt immer nur mit vermeintlichen, oder echten Extremisten auf der anderen Seite.

    Diese und andere Einseitigkeiten hätte Ihnen auch auf der kleinen Kundgebung in der Stadt auffallen können, speziell in der rhetorisch so schlechten Rede des extra aus Berlin zugereisten jungen Herrn vom Mid-East Freedom Forum und der von Herrn Buurmann. Wobei letzterer eben ganz besonders für den Eindruck sorgte, dass sich geckenhafte Selbstdarsteller in dieser Szene breit machen.
    Grüße!

  • #89
    Stefan Laurin

    @Nonner: Haben Sie auf dem Kongress einen Palästinenser gehört, der sich zum Existenzrecht Israels bekannt hat? Und auf eine Verhandlungslösung setzte? Ich nicht. Übrigens: Ohne eine Beantwortung meiner Frage wird keiner Ihrer Kommentare mehr freigeschaltet.

  • #90
    Steff

    @Nonner

    Es ist erstaunlich, dass Sie eine Kundgebung kritisieren, in welcher ausdrücklich für einen Frieden zwischen zwei Staaten geworben wurde, in der ausschließlich Hamas und nicht Palästinenser insgesamt kritisiert wurden, nachdem Sie zunächst deren Teilnehmer pauschal diffamierten als „komische Leute“ und Antideutsche und nicht ein explizites Wort der Kritik für eine Veranstaltung über die Tatstatur bekommen, in der Israelsexistenzrecht in Frage gestellt wurde, indem u.a. davon gesprochen wurde, dass die jetztige Generation wisse, wie sie eine Rückkehr ins *von den Israelis * befreite Palästina zu unternehmen habe und kein negatives Wort über die Terroristen der Hamas fiel. Diese Veranstaltung versuchen Sie hier als rein fröhliches Familienfest zu verkaufen und werden denen, welche die Meinung nicht teilen vor, komische Leute zu sein und Personen unter sich zu haben, welche nicht differenzieren.

    Merken Sie es immer noch nicht, dass SIE hier derjenige sind, der auf reichlich einseitigen wenn nicht sogar unappetitlichen Wegen unterwegs ist?

  • #91
    Yael

    @steff

    er merkt es nicht und es ist wirklich Hopfen und Malz verloren.
    Er rückt jeden, aber auch wirklich jeden, der nicht seiner Meinung ist, in eine extremistische Ecke, beschreibt jeden im Sinne eines einen fanatischen Israelunterstützers, Propagandist der Israelis und ähnliche Unverschämtheiten. Ich frage mich daher, ob es Sinn macht, dieses einseitiges Geplappere noch zuzulassen. Mit Meinungsfreiheit hat das nichts mal mehr im Ansatz etwas zu tun.
    Er ist ein Demagoge der übelsten Art.

    Danke für Ihren Bericht, ich habe ähnliches auch von anderen vernommen.

  • #92
    Zahal

    #88 | Jürgen Nonner sagt am 9. Mai 2011 um 14:42

    Aber weil sie an dem Wort hängengeblieben sind, hier nochmal mein Argument:
    “Die(se) Israel-Unterstützer können ihrerseits nicht verhindern, dass die illegalen (orthodoxen) Siedler in der Westbank verbrecherischen Unsinn erzählen, schreiben sonstwie verbreiten.”
    Damit sollte man sich vielleicht mal auseinandersetzen, statt immer nur mit vermeintlichen, oder echten Extremisten auf der anderen Seite.

    1.) Herr Nonner, es mag für Sie ja anders ausschauen, aber die Siedlungen nicht NICHT illegal, sie wurden illegal erklärt, weil das politisch so gewollt war.

    Israel schlug, angegriffen, 1967 zurück und eroberte die Golanhöhen von Syrien, die Sinai-Halbinsel und den Gazastreifen von Ägypten und Judäa, Samaria und Jerusalem (die Westbank) von Jordanien. Israel war ein zweiter Holocaust angedroht worden und es gab wenige, die sein Handeln in Zweifel zogen. Niemand sprach von einem palästinensischen Staat; es gab kein „palästinensisches Volk“.

    Viele Rechtsexperten akzeptierten Israels Recht seine historische Heimat zu „besetzen“ und sich darin niederzulassen, weil die Gegend von den einfallenden arabischen Ländern ebenfalls seit 1948 illegal besetzt war.

    http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/2dann090723.html

    Und solange auf den palästinensischen Botschaftsseiten solche symbolträchtigen Aussagen gemacht werden, bezweifelt jeder einigermassen vernünftig denkender Mensch den „Friedenswillen dieser Palaraber, die als solches noch nicht einmal in den Gründungsphasen der PLO existierte, beschäftigen SIE sich lieber mit Geschichte, ihren Aussagen widern nicht nur mich an, nicht alle Siedler sind übrigens illegal, aber was will man von den Enkeln der anderes erwarten, die unsere Großmütter und Väter in die Gasofen geschickt haben. Übrigens das Wort „Antideutsch“ bezeichnet schon die Richtig, in der Sie auch politisch stehen, zufällig verwandt mit Herrmann Dierkes?

    Die PalAraber wollen doch Frieden. Und Seite an Seite mit Israel leben. Zeigen sie immer wieder. Zum Beispiel die Internetseite der „Botschaft“ von „Palästina“ im Vereinigten Königreich (Großbritannien): Da kann man „Palästina entdecken“ – und Israel gibt es dort nicht:

    http://elderofziyon.blogspot.com/2011/05/uk-palestine-embassy-website-wipes.html

  • #93
    Stefan Laurin

    @Zahal: „Niemand sprach von einem palästinensischen Staat; es gab kein „palästinensisches Volk“.“ Na und? Volk, Nation – das sind alles soziale Konstrukte. Immer. Warum sollte das bei den Palästinensern anders sein? Klar, Nasser ließ die PLO gründen „um eine Vertretung des arabischen Volkes in Palästina im Rahmen einer panarabischen Bewegung zu schaffen“ (Wikipedia) zu schaffen, aber wenn sie sich heute als Palästinenser sehen – genau wie sich die Ägypter ja auch wieder als Ägypter sehen und die panarabischen Träume ausgeträumt sind, dann ist das eben so. Ausserdem ist es ja auch nicht so, dass es keine Palästinenser gibt, die einen Frieden und einen Ausgleich mit Israel wollen – sie sind nur leider in der Minderheit.

  • #94
    Steff

    @Yael

    Nix zu danken.

    Ich verstehe nicht, wie man auf dieser Veranstaltung gewesen sein kann, ohne tief betroffen zurück zu kommen. Ratlos zurück zu bleiben.

    Als ich dort ankam war ich zunächst auf der Empore. Sah dann, dass unten Übersetzungsgeräte liegen und wusste nicht, wie ich da hinkommen soll. Sprach dann eine Gruppe tief verhüllter Frauen an – der überwiegende Teil der Frauen dort war tief verhüllt, es gab auch andere, aber die waren in der Minderheit und dann gab es noch einige sehr junge Frauen, die schick aussahen, figurbetonte Klamotten und das Kopftuch eher als Reiz, denn als Verhüllung tragend -, wie ich den Saal käme. Sofort und ganz herzlich machte sich eine auf den Weg, uns da hin zu bringen, eine Treppe runter vorbei an Workshopräumen, bis hin zu dem Tisch mit den Geräten. Auf dem Wege dorthin immer wieder freundliche Worte zu uns und anderen.

    Alle mit denen ich sprach waren so hilfsbereit und nett. Bis auf diese Frau, die uns führte, wurde aber sofort im Gespräch eine Tirade gen Israel losgelassen.

    Das dann im Zusammenhang mit dem was auf der Bühne geschah, macht einfach betroffen. Ich bin sehr sicher, dass die Mehrheit der Menschen dort – also die Besucher, nicht die Redner etc. – ganz anders denken würde, wenn es diese aufwiegelnde, man kann eigentlich nicht anders als hassschürende Propaganda sagen, wäre. Anhand meiner persönlichen Erfahrungen da, würde ich sogar sagen, 100 % – weiß natürlich, dass dies nicht repräsentativ war.

    Die Menschen dort wurden systematisch manipuliert. Sie werden als Sache, nämlich als Mittel gegen Israel missbraucht. Dies nicht in Gaza oder in den „Brüderländern“, die ihre Brüder und Schwester in Flüchtlingslagern halten, um ja zu verhindern, dass sie heimisch werden könnten, um dann kein Interesse mehr an einer Rückkehr zu haben, sondern hier bei uns in Deutschland, in Europa.

    Die Palästinenser sind für mich in diesem Konflikt die absoluten Verlierer. Man raubt ihnen die Zukunft, um sie als Waffe gegen Israel scharf zu halten. Dass dies auch in Europa geschieht, auf andere Weise natürlich, indem man sie „nur“ durch Propaganda scharf macht, ist einfach traurig. Auf der einen Seite diese große Gastfreundschaft und Freundlichkeit, auf der anderen Seite das systematische Aufhetzen dieser Menschen. Und dann sagen Unbeteiligte, man sei intolerant, wenn einen das tief betroffen macht und man dies verhindern möchte.

  • #95
    Stefan Laurin

    @Steff: Danke für diesen Kommentar. Und Deine Beschreibung des Kongresses deckt sich so ziemlich mit meinen Eindrücken.

  • #96
    Zahal

    Stefan Laurin,

    es ging mir in erster Linie darum, daß die „Siedlungen – die meisten sind Vororte Jerusalems, und bleiben ehr bei Israel“ ja noch nicht einmal illegal sind, sondern Israel hätte Samaria und Judäa ja auch annektieren können, dann gäbe es auch keine „Palästinenser“. Wenn Sie sich mal alte Fotos anschauen, wie das Land vor 1900 aussah und alte Reisebeschreibungen lesen, dann ist die arabische Anschuldigung, die Israelis würden das Land geklaut haben, eben doch sehr fadenscheinig.

    Mir geht diese einseitige Hetze gegen den Strich, natürlich gibt es auch Araber, die Frieden haben wollen, ich kenne einige persönlich, die sich fragen, warum können wir in Israel frei leben, Samaria und Judäa aber sollten judenrein werden?

    Doch der Hass wird geschürt, systematisch geschürt.

    Einer neuen Umfrage zufolge wollen übrigens die meisten israelischen Araber nicht unter einem „palästinensischen Staat“ leben, sondern sie würden sehr gerne den israelischen Pass weiterbehalten und auch Israels Sozialleistungen.

  • #97
    Jürgen Nonner

    haha!
    @ Laurin
    Du kannst mir auch direkt sagen, wenn ich Euren Freundeskreis hier störe.
    😉

  • #98
    Zahal

    Schaut euch doch einfach mal den Schal von Inge Höger an, der sagt mehr als tausend Worte, worum es bei dieser Konferenz ging…. Deutlicher geht es doch gar nicht, von Israel keine Spur mehr……

    http://abedkhattar.com/news-action-show-id-6842.htm

  • #99
    allemachtdendrähten

    Ich stimme @steff voll zu, im übrigen sind meiner Ansicht nach die Palästinenser die Verlierer, weil ganz einfach Realitäten nicht zur Kenntnis genommen werden. Und es braucht auf beiden Seiten, noch viel Überwindung, um zu einem Konsens zu kommen. Aber ich frage mich immer wieder, wenn Männer wie Begin und Sadat der Not gehorchend zusammen kamen,wieso geht das nicht mit Abbas und Netanjahu ????? Genau weil es momentan zu einem Dreiergespräch nicht reicht. Aber ich glaube die Palästinenser werden ihre Führungen zu diesen Gesprächen zwar nicht tragen, aber doch nötigen. Denn die Zeit ist reif und die neue Generation wird das nutzen. Das Treffen in Wuppertal hat mich ein wenig an die jährlichen Treffen der Kurden in Deutschland erinnert, viel Folklore,einige martialische Reden und dann fährt man zufrieden nach Hause. Wobei das Haus zumeist nicht mehr in Ramallah und Gaza steht, sondern in Frankfurt und Paris. Das wird auch noch ein Thema werden, wenn es einen selbständigen Palästinenserstaat gibt, wer will dann noch zurück. Ich erinnere mich das schon einige Jahre nach 1945 die meisten deutschen Vertriebenen sich so gut eingerichtet hatten, das die allermeisten zwar immer noch lauthals die alte Heimat auf ihren Heimattreffen besangen aber nicht mehr zurück nach Oppeln oder Breslau wollten, incl. meiner Großmutter und die sang zwar immer weiter das Schlesierlied, aber der gute Harzer Käse machte vieles wett, was so weit entfernt lag. Also es wird spannend dabei zu sein wenn ein neuer Staat Palästina entsteht und wer dann wohin geht. Ich glaube auch das der Satz mit dem Existenzrecht bald in einem Vertrag auftaucht und es sollte mich nicht überraschen, wenn es ausgerechnet die Leute aus Gaza sind, die dann als erste unterschreiben.

  • #100
    Mir

    Es gibt auch Journalisten, die sich für Frieden einsetzen, zum Beispiel das Projekt „Peace Counts“. Ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein… die aber wirkt. Besonders gelungen sind die Bild/Text Reportagen, auch aus Israel, Palästina.

    http://www.aja-online.org/de/peace-counts/reportagen/

  • #101
    Arnold Voß

    @ Jürgen Nonner # 97

    Sie scheinen hier was misszuverstehen. Ihre Wirkung ist genau das Gegenteil von dem was sie beabsichtigen. Sie schießen sich hier am laufenden Band selber in die Knie. Wer sie als Unterstützer hat der braucht keine Feinde mehr.

  • #102
    Steff

    @Allemachtdenräthten

    Wäre schön, wenn Sie recht behielten.

    Das Problem ist die seit Jahrzehnten andauernde Propaganda. Den Kinder wird durch Zeichentrickfilme und Kindertalkshows in Gaze eingetrichtert, Märtyrer zu werden ist erstrebenswert. Die Propagandaabteilung in Europa, ansässig in London und den Kongress am Samstag ausrichtend, arbeitet seit Jahren dran, dass ihre Leute für die Einstaatenlösung sind – um so Israel de fakto loszuwerden.

    Die machen das schon geschickt, so dass nach außen auch vermittelt wird, früher lebten doch alle prima zusammen, warum nicht heute; das Land gehört allen, also sollen alle auch überall leben dürfen – um nicht die abzuschrecken, welche für die radikalen Gedanken: Palästina befreien und dann kehren wir zurück, nicht zu haben sind.

    Und wie wirksam deren Propaganda ist, zeigt, dass auch immer mehr Nicht-Palästinenser das plötzlich prima finden -allerdings fast ausschließlich bisher im linkeren politischen Spektrum. Ein jüdischer Staat sei doch Apartheit gegenüber allen Nicht-Juden, also wäre doch ein Staat, in dem alle friedlich leben, die Lösung, hört man doch bereits an allen Ecken.

    Und diese wirksame Propaganda zur Delegitimierung ist es, was mir hier Sorge bereitet hat.

    Man nehme Ägypten, selbstverständlich waren sich hier alle einig, dass der Despot weg muss. Nun nehme man Israel, wenn es schon hier viele Menschen gibt, keine Palästinenser, Unbeteiligte, die sich einreden lassen, die Einstaatenläsung muss sein, weil alles andere sei Apartheit, dann befürchte ich, dass unter den Palästinenser vor Ort diese Meinung – sei als Anhänger des Friedensmodells oder als Anhänger des Befreiungsmodells recht verfestigt sein könnte und der Wille Frieden mit Israel zu schließen, vielleicht bei nicht genügend vorhanden ist, als dass diese stark genug wären, Druck auszuüben. Denn das Hamas nicht wird abweichen von der Befreiung Palästinas in absehbarer Zeit, erscheint mir als sicher. Die geben doch nicht Jahrzehnte langen Kampf der Befreiung auf, nachdem sie insbesondere in den letzten Jahren – ich weiß, dass Hamas nicht schon immer auf der politischen Bühne dort war – ihre Delegitimierungskampagnen so erfolgreich waren. Vielleicht schaffen es die Menschen dort tatsächlich Druck zu machen, aber nicht Hamas wird sich diesem beugen. die wären ja auch blöde, nachdem sie nun immer mehr Unterstützer auch im Ausland gewinnen für ihre Anliegen, weil die Propaganda einfach wirkt.

    Vor zehn Jahren noch, wäre es undenkbar gewesen, dass sich eine Bundestagsabgeordnete mit einem Schal abbilden ließ, der ein Palästina auf israelischem Gebiet zeigt, bzw. zeigt, dass Israel von der Landkarte gewischt wurde. Heute regt sich da keiner drüber mehr auf. Die Propaganda hat gewirkt.

  • #103
    allemachtdendrähten

    Die zwei Staaten Lösung wird wohl schon 2013 kommen, da bin ich mir sicher. Denn man kann es betrachten wie man es will und da ändert auch meine ehemalige Mitgenossin Höger nichts dran. Wer inoffiziell als die sechsgrößte Atommacht gehandelt wird, dem kann man schlechthin nichts wegnehmen, was er nicht nur de fakto sondern auch de jure besitzt. Soweit bin sogar ich als pro Palästina Mensch gekommen und das heißt schon was. Aber wie schon einmal angemerkt, es muss wasserdichte Verträge geben in denen das Existenzrecht für beide Staaten festgeschrieben ist. Dann klappt’s auch mit dem Nachbarn.

  • #104
    Arnold Voß

    @ Allemachtdendrähten

    Ihren Optimismus teile ich leider nicht. Jeder der einigermaßen bei Verstand ist wird eine Zweistaatenlösung wollen. Aber die Hardliner auf beiden Seiten sind dazu nicht bereit. Bei den Palästinensern noch viel weniger als bei den Israelis. Leider haben die Hardliner auch bei den Israelis in den letzen Jahren zugenommen, was man, nachdem die Hamas bei den Palästinsern zunehmend das Sagen bekommen hat, sogar verstehen kann.

    Nun hat aber die Hamas geschickt die „Versöhnung“ mit der Fatah eingefädelt um nicht im Rahmen der neuen demokratischen Revolten im Umland und dem neuen Bewusstsein der jungen Araber und auch der Palästinenser wieder ins Abseits gedrängt zu werden, bzw. den Einfluss auf die zukünftigen Friedensverhandlungen zu behalten.

    Die Hamas muss aber auch ihren miltärischen Flügel und die religiösen Fanatiker bei der Stange halten, insbesonder um nicht die Förderung des Irans und der Hisbollah zu verlieren. So gerät die Fatah wieder in die Klemme der Extremisten und die Zweistaatenlösung in weiter Ferne.

    Aber ich kann mich natürlich auch irren. Niemand weiß zur Zeit genau was im Nahen Osten noch passiert bzw. passieren könnte. Die politische Umbruchsituation ist offensichtlich, nur die Richtung in die sie sich entwickelt ist für mich nachwievor unklar.

  • #105
    Zahal

    #102 | Steff sagt am 10. Mai 2011 um 09:19

    Das Problem ist die seit Jahrzehnten andauernde Propaganda. Den Kinder wird durch Zeichentrickfilme und Kindertalkshows in Gaze eingetrichtert, Märtyrer zu werden ist erstrebenswert. Die Propagandaabteilung in Europa, ansässig in London und den Kongress am Samstag ausrichtend, arbeitet seit Jahren dran, dass ihre Leute für die Einstaatenlösung sind – um so Israel de fakto loszuwerden.

    Darf ich Ihnen als deutschstämmiger Israeli etwas dazu sagen? Eine Ein-Staaten Lösung wäre der Untergang des jüdischen Volkes. Das hat die Geschichte gezeigt, weder haben die Juden unter den Christen, noch unter den Moslems mehr als drei bis vier Generationen friedlich leben dürfen, das sind nun einmal Tatsachen und keine Vorwürfe. In der Tat funktioniert diese Propagandamaschine seit der Ölkrise, die europäischen Staaten waren erpressbar und sie haben sich gebeugt, das kann man aus jahrelangen Medienberichten, UN Resolutionen und Aktionen gegen den Judenstaat nachvollziehen. Auch die PLO hat ihren Plan, den Judenstaat auszulöschen, nicht wirklich beigelegt, davon zeugt der Punkteplan der PLO und auch deren Charta, der offen im Internet steht.

    Die machen das schon geschickt, so dass nach außen auch vermittelt wird, früher lebten doch alle prima zusammen, warum nicht heute; das Land gehört allen, also sollen alle auch überall leben dürfen – um nicht die abzuschrecken, welche für die radikalen Gedanken: Palästina befreien und dann kehren wir zurück, nicht zu haben sind.

    Daß das nicht so ist, kann man an dem jüdischen Schauspieler in Jenin erkennen, der vor kurzem ermordet wurde, weil er sich für die Jugend engagiert hat, für ein friedlichen Zusammenleben, und man kann es erkennen, wenn man Geschichte studiert hat. Pogrome an Juden gab es IMMER, Safet zum Beispiel, Hebron zum Beispiel, die Liste ist endlos, denn schliesslich haben Juden auch IMMER in dem sogenannten Palästina gelebt, nur eben als Menschen zweiter Klasse, dafür gibt es genug Zeugnisse. Ein Zitat gefällig?

    So schreibt Gedalja von Simiatycze um 1700, nachzulesen bei Bat Ye’or: Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam:
    „Wir (die Juden) wurden gezwungen, den muslimischen Beamten eine große Summe Silber zu übergeben, damit sie uns den Bau einer neuen Synagoge erlaubten. Denn obwohl die alte zu klein war, und wir sie nur geringfügig erweitern wollten, war es nach islamischen Recht untersagt, dort auch nur den kleinsten Raum zu verändern. Zuzüglich zu den Geldern war jedermann gezwungen, an den Sultan alljährlich eine Kopfsteuer in Höhe von zwei Goldstücken zu entrichten. Der Reiche musste nicht mehr bezahlen, doch der Arme konnte nicht soviel geben. Alljährlich, meist zur Osterzeit, kam ein Abgesandter aus Konstantinopel nach Jerusalem. Wer nichts besaß um die Steuer zu bezahlen, wurde ins Gefängnis geworfen. Der Abgesandte blieb etwa zwei Monate, so dass sich die armen Juden versteckten mussten.
    Die Muslime erlauben keinem Anhänger einer anderen Religion den Zutritt zum Bereich ihres Tempels, es sei denn er tritt zu ihrer Religion über, denn sie behaupten, kein Anhänger einer anderen Religion sei rein genug, um diesen heiligen Ort zu betreten. Sie betonen bei jeder Gelegenheit, dass Gott, obwohl er das Volk Israels ausgewählt hat, es wegen seiner Sünden aber verlassen hätte, um die Muslime aus zu erwählen.
    Im Land Israels darf kein Angehöriger einer anderen Religion als der Islam die Farbe grün tragen, und sei es nur ein Zipfelchen wie jener, mit dem wir unsere Gebetsmäntel schmücken. Wenn ein Muslim dies bemerkt, kann es gefährlich werden. Ebenso ist es verboten, einen grünen oder weißen Turban zu tragen. Das muslimische Gesetz verlangt außerdem, dass jede Religion die ihr zugewiesene Kleidung träg, das gilt sogar für Schuhe, die Juden tragen dunkelblaue, die Christen rote. Die Muslime zeigen sich den Juden auch besonders feindselig und unterziehen sie der öffentlichen Demütigung auf der Strasse, Juden dürfen sich nicht wehren und müssen zuerst grüßen und auch Platz für die Muslime machen, Juden dürfen keine Häuser bauen, die höher als die der Muslime sind, dürfen kein Pferd reiten, müssen den gelben Fleck tragen, bestimmte Hutformen und auch den Frauen wird zeitweise vorgeschrieben, unterschiedlich farbige Schuhe, wie einen rot, den anderen schwarz und mit Glöckchen zu versehen, damit man sie schon von Weitem hören kann.

    Und wie wirksam deren Propaganda ist, zeigt, dass auch immer mehr Nicht-Palästinenser das plötzlich prima finden -allerdings fast ausschließlich bisher im linkeren politischen Spektrum. Ein jüdischer Staat sei doch Apartheit gegenüber allen Nicht-Juden, also wäre doch ein Staat, in dem alle friedlich leben, die Lösung, hört man doch bereits an allen Ecken.

    Und diese wirksame Propaganda zur Delegitimierung ist es, was mir hier Sorge bereitet hat.

    Die Linke singt das Lied der Internationalen, also GEGEN Nationalstaaten, was sie nicht begreifen, daß dies auf dem Land der Juden NICHT zutreffen kann, wie die Geschichte gezeigt hat, in der Gründungserklärung wird ALLEN Minderheiten, allen Religionen die gleichen Rechte eingeräumt und bis heute befolgt, so sind die Bahai`s, die im Iran wirklich verfolgt werden in Israel sicher und haben dort auch ihre Hauptbegegnungsstätte, die Al Aksa Moschee und der Felsendom unterliegt NICHT israelischer Kontrolle, sondern der islamischen Waqf, die Geburtskirche und viele andere christliche Stätten unterliegen entweder dem Vatikan oder der griechisch orthodoxen Kirche, aber der jüdische Staat selbst muss, um nicht wieder Übergriffen ausgesetzt zu sein, ein jüdischer Staat bleiben, sonst wäre alles, aber auch alles umsonst gewesen.

    Apartheit? Schauen Sie mal:

    http://heplev.wordpress.com/2011/05/09/this-is-zionism-%e2%80%93-das-ist-der-zionismus/

    Ist das Apartheit? Selbst der Ultralinke Uri Avnery hat sich gegen den Begriff Apartheit gewehrt, Apartheit ist das, was gerade in Bethlehem geschieht, dort waren vor 20 Jahren noch 60 % der Bevölkerung christlich, heute liegen sie bei 5 %, in Gaza gibt es noch ca. 3.000 Christen, Tendenz fallend, und die sind Repressionen ausgesetzt, die unsere Medien hier nicht thematisieren – und zu guter Letzt, Apartheit ist das, was in muslimischen Ländern gang und gäbe ist, wie jetzt wieder in Ägypten. die Kopten werden wohl aussterben.

    Wer sich für Geschichte interessiert also unbedingt Bat Ye’or lesen: Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam, die meisten Quellen übrigens von persischen, orientalischen und arabischen Nachlassenschaften.

    Man nehme Ägypten, selbstverständlich waren sich hier alle einig, dass der Despot weg muss. Nun nehme man Israel, wenn es schon hier viele Menschen gibt, keine Palästinenser, Unbeteiligte, die sich einreden lassen, die Einstaatenläsung muss sein, weil alles andere sei Apartheit, dann befürchte ich, dass unter den Palästinenser vor Ort diese Meinung – sei als Anhänger des Friedensmodells oder als Anhänger des Befreiungsmodells recht verfestigt sein könnte und der Wille Frieden mit Israel zu schließen, vielleicht bei nicht genügend vorhanden ist, als dass diese stark genug wären, Druck auszuüben.

    In Ägypten selbst sind 56 % der Bevölkerung für die Aufhebung des „kalten Friedensvertrages“ mit Israel, erschreckend? Nein, voraussehbar, denn dort hat die Muslimbruderschaft eine unwahrscheinlichen Einfluss und aus dieser Muslimbruderschaft ist die Hamas entstanden.

    Denn das Hamas nicht wird abweichen von der Befreiung Palästinas in absehbarer Zeit, erscheint mir als sicher. Die geben doch nicht Jahrzehnte langen Kampf der Befreiung auf, nachdem sie insbesondere in den letzten Jahren – ich weiß, dass Hamas nicht schon immer auf der politischen Bühne dort war – ihre Delegitimierungskampagnen so erfolgreich waren. Vielleicht schaffen es die Menschen dort tatsächlich Druck zu machen, aber nicht Hamas wird sich diesem beugen. die wären ja auch blöde, nachdem sie nun immer mehr Unterstützer auch im Ausland gewinnen für ihre Anliegen, weil die Propaganda einfach wirkt.

    Das Schlimme dabei ist, daß die Bevölkerung derart mit antiisraelischer Propaganda vollgestopft wird, daß sie selbst die Hamas weiter unterstützen wird. Hamas wird keinen Zentimeter von seinen Vernichtungsplänen abrücken, nur die Europäer – und nicht nur die, selbst linke Israelis lassen sich immer wieder verschaukeln. Es gab in Israel in der Vergangenheit meist linke Regierungen, die haben Land angeboten, um Frieden zu bekommen, bekommen aber haben wir Terror, von daher sollte man die „rechte“ Regierung, die das nicht mehr duldet, nicht mit rechten Regierungen in Europa vergleichen, es geht um die Existenz des jüdischen Volkes.

    Vor zehn Jahren noch, wäre es undenkbar gewesen, dass sich eine Bundestagsabgeordnete mit einem Schal abbilden ließ, der ein Palästina auf israelischem Gebiet zeigt, bzw. zeigt, dass Israel von der Landkarte gewischt wurde. Heute regt sich da keiner drüber mehr auf. Die Propaganda hat gewirkt

    1973 hat die ehemalige DDR völkerrechtswidrig aktiv an einem Krieg gegen Israel auf Seiten der Araber (Syrien) teilgenommen, man google mal Aktion Aleppo. Nein, die Aktionen gegen Israel haben nie aufgehört, seitdem sie 1967 sich wieder einmal verteidigen mussten, und vom David zu Goliath mutierten, nur weil sie einen weiteren Völkermord unterbunden hatten. Danach kam die Erpressung der arabischen Staate durch die Ölkrise – das Ergebnis sieht man heute.

    Ich hoffe nur, daß JEDER, aber auch jeder mal anfängt, selbstständig zu denken, warum es so ist, wie es ist.

    Danke Steff, für ihr Engagement.

  • #106
    Zahal

    Wer übrigens mal ein wenig Geschichtsunterricht haben möchte:

    http://tangsir2569.wordpress.com/2010/11/10/wem-gehort-das-land-israel/

    http://tangsir2569.wordpress.com/2010/11/10/wem-gehort-die-stadt-jerusalem/

    Das sind Tatsachen, die leider heute ignoriert werden. Wir wollen keinen Krieg, wir wollen FRIEDEN.

    Heute hat Israel den 63. Jahrestag seiner Unabhängigkeit gefeiert, wir alle wissen um der Geschichte, es ist tief verwurzelt.

    Am Israel chai, trotz allem.

  • #107
    Mir

    @ zahal
    Sie sind ein Rassist. Ihr Wissen blendet sie nur. Jede Diskussion wäre sinnlos.

  • #108
    hcl

    @mir
    „Sie sind ein Rassist.
    Ihr Wissen blendet sie nur.
    Jede Diskussion wäre sinnlos.“
    Intellektueller Suizid im Dreisatz. Chapeau!

  • #109
    Schula

    @hcl

    das hat er schon als er schrieb, er glaube an eine objektivität einer Zeitung.

    was anderes, hier sieht man wer dahinter steck. nette gesellschaft, die sich dort versammelt hat.

    „Regional gewaltausübende Islamisten – HAMAS

    Jahreskonferenz der Palästinenser in Europa am 8. Mai
    Politische Lobbyarbeit

    Die wichtigste Aktivität von HAMAS-Anhängern in Berlin 2010 war die Durchführung der „8. Jahreskonferenz der Palästinenser in Europa“ am 8. Mai. Diese Konferenz findet seit 2002 jährlich in verschiedenen europäischen Großstädten statt. Organisiert wird sie durch das „Palestinian Return Center“ (PRC) sowie durch das sogenannte „Generalsekretariat der Konferenz der Palästinenser“ mit Sitz in Wien.

    Bei dem PRC handelt es sich um eine in London ansässige Organisation, die Verbindungen zur islamistischen HAMAS unterhält. Das PRC setzt sich seit Jahren hauptsächlich für das uneingeschränkte Rückkehrrecht aller Palästinenser nach „Palästina“ ein, worunter die Organisation das historische Palästina einschließlich des israelischen Staatsgebietes versteht. Die Konferenz verdeutlicht die Vorgehensweise von HAMAS-Aktivisten in Europa. Diese halten sich mit martialischen Aussagen weitestgehend zurück, rufen nicht zur Gewalt oder zum bewaffneten Kampf auf und betonen stattdessen die Rechte der Palästinenser auf Selbstbestimmung sowie auf Rückkehr und betreiben vor allem politische Lobbyarbeit.

    http://www.berlin.de/sen/inneres/verfassungsschutz/aktuelle-meldungen/am_jb2010_19.04.2011.html

  • #110
    Arnold Voß

    @ Mir 107

    Mir scheint, MIR, dass s i e in diesem Fall ihr U n wissen blendet.

  • #111
    Steff

    Rassismus ist ein schwerer Vorwurf. Dieser wird heute leider zu häufig unberechtigt als argumentum ad hominem verwendet mit der Folge, dass eine Mehrheit die Ohren auf Durchzug stellt, weil sie denkt, hier soll nur wieder jemand diskreditiert werden ohne dass was dran ist. Es gibt so Fälle, da muss man erst gar nicht diskutieren. Aber hier bei den Ausführungen von Zahal kann ich nichts erkennen, was auch nur im Entferntesten rassistisch sein könnte.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus

    Zahal gibt Fakten wieder, deren Belege jeder ohne große Mühe im Internet finden kann. Islamische Staaten sind weitgehend „judenfrei“, es gibt Staaten, die lassen Juden heute noch nicht einreisen – in Saudi Arbabien z.B. ist es offiziell so, wird aber lax gehandhabt, so dass Juden schon reinkönnen, wenn sie halt nicht sagen, dass sie jüdisch sind, dort wird am Flughafen nach dem Glauben gefragt. Syrien lässt nicht einmal jemanden rein, der einen israelischen Stempel im Pass hat etc. Christen werden in den Ländern, selbst in der Türkei auch heute noch, systematisch diskriminiert. Gaza ist judenfrei seit Rückzug der Israelis. Im Rahmen der Friedensverhandlungen ist von Abbas weiter die Forderung, dass alle Juden einen künftigen Palästinenserstaat zu verlassen haben – vermutlich als Zugeständnis an die, welche ansonsten keine zwei Staaten Lösung untersützen würden. Jüdische Israelis dürfen bis heute nicht ins Westjordanland. Im Grunde genommen überhaupt keine Juden, nur wird dies bei anderer als israelischer Staatsangehörigkeit nur in Ausnahmefällen zum Problem.

    Wie es hier in Deutschland so häufig dargestellt wird, dass nur Palästinenser sich nicht frei überall bewegen könnten, stimmt also nicht. Die Palästinenser mit israelischen Staatsangehörigkeit, können indes ins Westjordanland und machen davon auch reichlich gebrauch, wie sich jeder mit eigenen Augen überzeugen kann, während jüdische Israeli nicht einmal nach Bethlehem kommen.

    Seit letzten Sommer gibt es ein Abkommen, dass jüdisch-israelische Reiseführer wieder reinkommen, um Touristen-Gruppen dort führen zu können. Das funktionierte bisher ohne Zwischenfälle, weil die Abbas-Regierung viel dran gesetzt hat, um die Sicherheit für die Gruppen garantieren zu können.

    Selbst beim Mieten von Autos mit israelischem Kennzeichen kann es zu Schwierigkeiten kommen, weil die Unternehmen nicht wollen, dass man in den Autos ins Westjordanland geht aus Angst vor Schäden.

    Diese Situation anzusprechen, Zahal sprach die Vergangenheit hat, hat rein gar nichts mit Rassismus zu tun. Das sind Fakten und diese als rassistisch abzutun, halte ich nicht nur für nicht haltbar, sondern auch als sehr fragwürdig. Wer soll damit geschützt werden, wenn man dies nicht ansprechen darf?

    Ganz sicher nicht Fatah, die sich bemüht, Sicherheit auch für israelische Juden herzustellen. Fatah, die zugesichert und auch gehalten hat, dass Touristen-Gruppe mit jüdischen Führern nichts passieren wird. Dies auch gegen Widerstand in der Bevölkerung durchgesetzt hat.

    Die Bevölkerung? Erst recht nicht, denn durch die Touristen haben die Einnahmen. Zudem ist es ganz sicher dort nicht Mehrheitsmeinung, dass Juden in ihren Gebieten Gefahren ausgesetzt sind, nur weil sie jüdisch sind.

    Wem spielt es also zu, wenn man das verschweigen will: nur den radikalen Gruppen, welche dafür verantwortlich sind, dass Übergriffe auf Juden stattfinden.

    Wem nutzt es, dass man die Vergangenheit tot schweig, die Zahal angesprochen hat? Auch nur denen, welche das Problem nicht lösen wollen und es daher nicht thematisiert haben wollen. Denn die Probleme von heuten kann man nicht lösgelöst von der Vergangenheit sehen.

    Ganz sicher aber, ist die Ansprache dessen nicht rassistisch. Denn die, welche ein judenfreies Palästina wollen, sind eben die, welche ihren eigenen Landleuten die Kugeln durch die Knie schossen – aktuell ist ja Pause damit. Hoffen wir, dass diese anhält bzw. dass es zuende ist.- , nur weil sie Fatah angehörten. Verschweigt man also die Untaten dieser Radikalen, lässt man damit auch zu, dass diese die eigenen Leute unterdrücken und ihrer Freiheit berauben.

    Für mich ist es daher wenn überhaupt eher rassistisch, dies alles zu verschwiegen, weil man damit den Betroffenen nicht hilft, sondern eher abhakt unter, die sind halt so. Und das stimmt eben nicht. Es gibt viele unter ihnen, die ablehnen, wenn andere wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens etc. als Menschen zweiter Klasse behandelt werden und Schlimmeres. Den allen fällt man in den Rücken, wenn man sagt, es sei rassistisch diese Probleme anzusprechen und ihnen damit auch nicht helfen kann, dass sie gelöst werden. Man lässt sie nicht nur allein damit, sondern man tut dann so, als gebe es diese Probleme nicht.

  • #112
    Steff

    @Zahal
    „Bethlehem geschieht, dort waren vor 20 Jahren noch 60 % der Bevölkerung christlich, heute liegen sie bei 5 %, “

    Ähnliches ist auch in Nazareth der Fall. Ein Bekannter, christlicher „Palästinenser“ mit israelischer Staatsangehörigkeit, der sich voll als Israeli fühlt und sehr patriotisch ist, erzählte mir, aus seinem Jahrgang sei er der einzige Christ, der Rest sei gegangen. Und Nazareth liegt auf israelischem Territorium.

    Er erzählte, die Stadt habe sich so gewandelt, dass man da eigentlich nicht mehr leben mag. Dies wurde mir von muslimischen „Palästinensern“ mit israelischer Staatsangehörig, deren Familien da ebenfalls seit quasi immer schon lebten, bestätigt. Die sagten, die Stadt ist nicht mehr das, was sie mal war und sind ebenfalls absolut gegen die Entwicklung dort.

    Als ich dann fragte, wieso dann diese Entwicklung, wenn alle dagegen sind, wurde mir gesagt, das systematisch auch zugezogen worden sei, während dann immer mehr von den Alteingessenen gegangen seien und hierdurch wohl alles gekippt sei. Ich weiß nicht, inwieweit das stimmt. Aber alle sagten mir, dass die alteingessenen Familien mehrheitlich die Entwicklung ablehnen und es immer häufiger zu Schwierigkeiten insbesondere für die jungen Frauen käme. Dies unabhängig davon, ob muslimisch oder christlich.

  • #113
    Dante

    @Mir, #107
    Sie sind ein Rassist.

    Würden sie bitte mal der Öffentlichkeit verraten, worin @Zahals Rassismus bestehen soll?

    Ihr Wissen blendet sie nur.

    Was bitte soll das bedeuten? Meinen Sie, wenn man keine Ahnung hat, könnte man besser diskutieren? Vielleicht weil man eher bereit ist, irgendwelche Behauptungen zu glauben, oder was?

    Jede Diskussion wäre sinnlos.

    Das ist eine glatte Kapitulationserklärung. Schade.

  • #114
    Dante

    Du fragst wo das menschliche bei der Hamas ist ?! na die Menschen darin vielleicht?

    Auch die NSDAP bestand aus Menschen. Ausschließlich sogar. wollen Sie daraus etwa schließen, dass ihre Politik mit dem etwas zu tun gehabt hätte, was wir im positiven Sinne „Menschlichkeit“ nennen?
    Das martialische Auftreten der Hamas täuscht nicht, es entspricht ihrer Haltung. Vielleicht werden einzelne Vertreter sich gemäßigt geben, um in der Weltöffentlichkeit an Akzeptanz zu gewinnen, doch auch Goebbels hat 1933 noch „Kreide gefressen“ und den Friedenswillen der deutschen Regierung beteuert.

  • #115
    Mir

    Das Wissen dient nicht der Aufklärung, nicht um Erinnern der Geschichte zur Bewältigung der historischen Geschehnisse. Das historische Wissen wird nur für eigene nationalistische Zwecke genutzt. Der (Geschichts)Fakten werden um die politischen Anschauungen zu rechtfertigen bedient. Es geht um einen radikalen politischen Kampf, der meinen idealen widerspricht. Schauen sie sich doch die angegebenen Linkseiten an. Kann man natürlich machen, aber mir ist das suspekt mit seinen auf die Geschichte berufen.

    Es geht nicht um histr. Fakten zu diskutieren, um Erinnerungskultur als solche. Aber wann, wieso, von wem und wofür sie eingesetzt werden.
    Beim Thema Rassismus, es geht nicht um ein mehr oder weniger davon. Dass: wir waren zuerst da, wir haben das Land fruchtbar gemacht, die kamen später, die waren zu wenig, die können nichts, … Was soll das denn. Das Rückkehrrecht der Palästinenser wird diskutiert, mit dem Rückkehrrecht der Juden nach dem zweiten Weltkrieg wird argumentiert.

    Mich haben jüdische Persönlichkeiten aus Kultur, Musik, Politik, LIteratur, Wissenschaft im Leben wahrscheinlich mehr beeinflußt – als mir bewußt ist und ich will das nicht missen.

  • #116
  • #117
    Werner Jurga

    @ Mir (# 115):
    Sie schreiben: „Mich haben jüdische Persönlichkeiten … wahrscheinlich mehr beeinflußt – als mir bewußt ist und ich will das nicht missen.“
    Abgesehen davon, dass sich mir die Logik dieser Ausführung nicht so recht erschließt – Frage: was wollen Sie damit ausdrücken? Dass Sie eher philo- als antisemitisch sind? Dass Sie Juden im Grunde ganz töfte finden?
    Normal: auch ich finde Menschen, die mich mehr beeinflussen als mir bewusst ist, irgendwie klasse. Sie beeinflussen mich, ohne dass ich es merke. Sehr angenehm! Und dafür liebe ich sie auch irgendwie; denn sie machen mich zu dem, der ich bin.
    „Ich bin wie ich bin“, sang dereinst Vicky Leandros. „Ich bin nicht so wie die Anderen.“ Das ist toll. Ich bin anders als die Anderen. Zwar ziemlich stark von Juden beeinflusst wie alle Anderen auch; aber was soll´s? Ich mag mich.

    Mensch Mir! Meinen Sie nicht, dass da irgendetwas bei Ihnen im Argen liegen könnte?!

  • #118
    Dante

    @mir
    Das Wissen dient nicht der Aufklärung, nicht um Erinnern der Geschichte zur Bewältigung der historischen Geschehnisse. Das historische Wissen wird nur für eigene nationalistische Zwecke genutzt.

    Daran aber haben die Juden wahrlich kein Monopol; ihre Gegner blenden alle Fakten aus (und zwar expressis verbis), die Juden in positivem Licht erscheinen lassen und auch den Zionismus verständlich machen, nämlich als natürliche Folge jahrhundertelanger Diskriminierung und letztlich des Antisemitismus.
    Dieses Wissen sollte auch und gerade Palästinensern vermittelt werden, damit sie erkennen, dass die Juden eben nicht einfach eine finstere, ihnen ans Leder wollende Besatzungsmacht sind, sondern Menschen mit dem legitimen Interesse, endlich in Freiheit zu leben, unabhängig von der Gnade einer nichtjüdischen und zwar nicht immer judenhassenden, aber doch wankelmütigen Umgebung. Und am besten in Frieden – aber eben nicht zu jedem Preis.

  • #119
    Steff

    Hallo Herr Jurga,

    ich las gestern bereits Ihren Kommentar. Musste allerdings erst einmal in Ruhe drüber nachdenken, weil meine Wertung des Kommentars, auf den Sie sich beziehen, ganz anders ausfiel als meine. Nach etwas Nachdenken stellte ich dann aber fest, dass wir gar nicht auseinander liegen, Sie nur einen Schritt weiter gingen als ich.

    Die Sache mir der Beeinflussung habe ich als quasi Alibi also Rechtfertigung wahrgenommen, im Musters, ich habe einen jüdischen Freund, kann also kein Antisemit sein. Rechtfertigung für die Behauptung, dass Juden respektive Israels eine Opferrolle ausnützen, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Also dem Klassiker dessen, was Forscher als „sekundären“ Antisemitismus bezeichnen.

    „Sekundärer Antisemitismus [Bearbeiten]
    Als sekundären Antisemitismus bezeichnet man eine Form subtiler Judenfeindlichkeit, die nach dem Holocaust und in Reaktion auf ihn vor allem in Deutschland und Österreich entstand. Er speist sich aus Gefühlen der Scham und der Abwehr eines Eingeständnisses der im Namen der eigenen Nation begangenen Verbrechen.[75] Dies wird auch als Schuldabwehr-Antisemitismus[76] oder Erinnerungsabwehr[77] bezeichnet. Dazu wird oft Pauschalkritik am Staat Israel in Form von NS-Vergleichen geübt und als Antizionismus ausgegeben. Diese Muster kennzeichnet das berühmte Bonmot des israelischen Psychoanalytikers Zwi Rex:
    „Die Deutschen werden den Juden Auschwitz niemals verzeihen.“
    Sekundärer Antisemitismus ist demnach ein „Antisemitismus nicht trotz, sondern wegen Auschwitz“.[76]
    Der sekundäre Antisemitismus verzichtet auf unmittelbar judenfeindliche Äußerungen und bestreitet jede antisemitische Motivation. Stattdessen bedient er sich Argumentationsstrategien, die über eine Verschiebung des Opfer-Täter-Koordinatensystems Vorbehalte und Feindseligkeit gegen Juden transportieren.[78] Das erschwert für die Forschung seine Definition und seine Feststellung, zumal die zu untersuchenden Äußerungen oft nicht direkt – etwa als Holocaustleugnung – strafbar und ihre Motive nicht genau von älteren Stereotypen unterscheidbar sind. Der deutsche Historiker Ernst Nolte kritisierte daher:
    „Von Antisemitismus sollte eigentlich erst gesprochen werden, wenn der Kampf gegen die Juden zum Zentrum einer Ideologie wird und wenn den Juden als solchen und insgesamt die Schuld an einer verhängnisvollen Entwicklung zugesprochen wird.“[79]
    Auch Jehuda Bauer, Professor für Holocauststudien an der Universität in Jerusalem, möchte den Begriff „Antisemitismus“ auf die nationalsozialistische Ausprägung, die in der Shoa mündete, begrenzen.
    Mit sekundärem Antisemitismus werden folgende Diskurse in Zusammenhang gebracht:
    Angriffe auf angebliche oder wirkliche Tabuisierungen von Israelkritik und Kritik an anderen, nichtdeutschen Völkermorden in Politik, Medien und Geschichtsschreibung
    Relativierung des Holocaust durch seinen Vergleich mit anderen Genoziden und seine kausale Verknüpfung mit dem bolschewistischen „Klassenmord“: so vor allem durch Ernst Nolte seit 1986 (siehe Historikerstreit), in der Affäre um Äußerungen des Politikers Martin Hohmann usw.
    Unterstellungen, Juden würden eine Opferrolle ausnützen, um sich in aller Welt politische und wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen: so etwa in der durch Norman Finkelstein ausgelöste Kontroverse um die „Holocaust-Industrie“.
    Seit 2001 verstärkt sich ein Antisemitismus in islamischen Ländern, der auch Argumentationsmuster des sekundären Antisemitismus verwendet. Einige Forscher sehen die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA bereits als Form eines globalen neuen Antisemitismus. Diesen Begriff benutzt der deutsche Historiker Dan Diner u.a. auch zur Charakterisierung von „linken“ und „rechten“ politischen Strömungen, die mit antiamerikanischen Argumenten ein Komplott des israelischen Zionismus mit angeblich herrschenden jüdischen Kreisen in den USA zur Eroberung der Welt annehmen.[80]“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Antisemitismusforschung#Sekund.C3.A4rer_Antisemitismus

    Lösgelöst vom Thema:

    „Normal: auch ich finde Menschen, die mich mehr beeinflussen als mir bewusst ist, irgendwie klasse. “

    Ist das wirklich so. Möchte man nicht eigentlich wissen, wer einen beeinflusst und vor allem worin. Sicher kann dann per Zufall ein guter Einfluss bei rauskommen. Was ist aber mit dem negativen und man merkt es nicht einmal, weil ja unbewusst. Beispiel – zum Thema – die Menschen auf dem Kongress am Samstag. Gut, die wissen, wer sie beeinflusst. Dass sie aber manipuliert werden sollen, ist vermutlich den wenigsten dort klar – hoffentlich irre ich mich, meine Eindrücke nehmen mir da aber die Hoffnung. Es geschieht also unbewusst. Das ist doch unstrittig negativ.

    Alles was ich nicht bemerke, ist mir höchst suspekt. Bzw. die Vorstellung dessen, ist mir höchst suspekt.

  • #120
    Mir

    @116
    Toleranz, Gewaltfreiheit, Gewissensfreiheit, Demokratie, Naturschutz.

    @werner jurga
    Sollte heißen: Wie armselig wäre die Welt ohne jüdische Persönlichkeiten aus allen Sparten. Sie haben nicht nur mich beeinflußt sondern die gesamten Kultur im Orient wie Okzident sowie der Neuen Welt in allen Jahrhunderten und auch Heute dauert das an. Bevor sie sich den Kopf zerbrechen was ich als Einfluß meine. Ich schaue nicht zuerst nach Herkunft, Religion um festzustellen ob mir die Ideen oder die Poesie gefallen.
    Ich habe Willi Winklers Buch „Der Schattenmann“ gelesen. Etwas kompliziert und zu viele Personen der zeitgeschichte, aber für meine polit. Bildung sehr hilfreich. Ich weiß nicht ob der Autor Jude ist? Ich kenn ihn als Journalist der SZ. Muß ich das jetzt herausfinden? Wohl nicht.

    Wenn ich meine Bücher, Filme, Musik sortieren sollte nach jüdischer Urheberschaft, bräuchte ich wohl nur wenige Regale. Ich esse israel. Früchte und schaue Filme aus Israel.
    Das Judentum hier im Ruhrgebiet/Europa ist für mich nicht fremd. Ich selbst bin hier fremd, da ich eingewandert bin. Noch deutlicher kann ich wohl nicht sein. Ich mache mich nicht darüber lustig und naiv finde ich das schon gar nicht. Wenn sie in diesen Worten auch noch Mißtrauen sehen, ist ihnen nicht zu helfen.

    Kritik an Militarismus, Extremismus, Vorurteile im Nahen Osten muß immer egal wo machbar, sichtbar sein. Das gilt für Palästinenser genauso wie für Israelis. Was ist daran schwierig zu verstehen? Im übrigen ich kritisiere auch ganz direkt die Politik in den arab. Ländern bei jeder sich bietenden Gelegenheit, ob im privaten oder im öffentlichen. Auch mir ist es zuwider Kinder mit Bombenattrappen in Demos zu sehen. Ich schone keinen Bekannten mit dieser Konfrontation.

    @118
    Über die Verurteilung von Terrorismus gibt es auch für mich keine Diskussion.

    Ich wünsche mir im Nahen Osten Frieden und Demokratie, lieber heute als morgen.

  • #121
    Werner Jurga

    @ Steff (# 119):
    „Alles was ich nicht bemerke, ist mir höchst suspekt. Bzw. die Vorstellung dessen, ist mir höchst suspekt.“
    Na logisch!

  • #122
    Werner Jurga

    @ Mir (# 120):

    Sie schreiben, mir sei nicht zu helfen, wenn ich „in diesen Worten auch noch Mißtrauen sehe“. Nun weiß ich nicht, welches Leiden Sie mir unterstellen. Ich jedenfalls unterstelle Ihnen kein Misstrauen. Sie essen israelische Früchte und sind beeinflusst – wir wussten es bereits – von „jüdischen Persönlichkeiten“, die nicht nur Sie, sondern die gesamte Kultur beinflusst haben.

    In der Tat: das hat nichts mit Misstrauen zu tun. Es ist eine Obsession, eine Zwangsvorstellung. Wieso, werden Sie fragen, Juden haben doch unsere Kultur beeinflusst. Schon wahr, Katholiken aber auch. Sogar Brillenträger. Niemals kämen Sie auf die Idee, Ihre „Bücher, Filme, Musik sortieren“ zu sollen nach katholischer Urheberschaft. Niemals kämen Sie auf die Idee darauf hinzuweisen, an und für sich nichts gegen Katholiken zu haben, „Militarismus, Extremismus, Vorurteile“ aber kritisieren zu dürfen, auch wenn Katholiken dafür verantwortlich sein sollten.

    Sie würden sogleich spüren, dass derartige Einlassungen völlig bestusst sind. Aber bei den Juden – immerhin eine Macht, die Sie mehr beeinflusst als Ihnen selbst bewusst ist. Da sind Sie vorsichtig. Aber auch tapfer, Dinge zu formulieren, die an sich brandgefährlich sind. – Nein, verehrter „Mir“, das ist nicht misstrauisch, das ist obsessiv.

  • #123
    Steff

    MIR
    „Toleranz, Gewaltfreiheit, Gewissensfreiheit, Demokratie, Naturschutz.“

    Das sind also Ihre Ideale. Wo verletzt der Staat Israel diese denn Ihrer Meinung nach konkret und vor allen Dingen, wie steht das im Zusammenhang mit dem angeblichen Instrumentalisieren der Erinnerung durch die Israelis? Sehen Sie denn eine Verletzung dieser Prinzipien seitens palästinensischer Behörden? Finden Sie deren Berufen auf die Geschichte ebenso verachtenswert wie das der Israelis?

    Man kann auch verbal Gewalt ausüben und Menschen so mundtot machen. Wie lässt sich denn mit Ihren Prinzipien der Toleranz, Gewaltfreiheit und Gewissensfreiheit das Schwingen der Rassismuskeule gegenüber Zahal vereinbaren? Vor allem sind Sie uns bisher schuldig geblieben konkret zu benennen, welche Aussagen Sie rassistisch fanden und warum. Ich denke nicht, dass Sie sich den Vorwurf machen wollen, hier platt einfach verbal um sich gehauen zu haben und von daher dann doch eine Begründung nachliefen wollen.

  • #124
    Steff

    „“Alles was ich nicht bemerke, ist mir höchst suspekt. Bzw. die Vorstellung dessen, ist mir höchst suspekt.”
    Na logisch!“

    Ich war so beschäftigt mit der Sache des Philosemitismus – weil ich es ja eher als Alibi nahm und nicht in diese Richtung dachte, dass ich Ihren letzten Satz ganz überlesen hatte und mich daher fragte, was will er denn jetzt hier, das passt doch gar nicht zu den vorherigen Kommentaren und wollte daher mal unauffällig nachfragen.

    Sorry, dass ich Sie jetzt unnötig zum Klarstellen veranlasst habe!

  • #125
    Mir

    #120
    … „Wenn ich meine Bücher, Filme, Musik sortieren sollte nach jüdischer Urheberschaft, bräuchte ich wohl nur wenige Regale“ *

    *für den restlichen Bestand.

    Ich bin hier im Ruhrgebiet aufgewachsen, der Einfluß den ich über diese Gesellschaft erhalten habe bewußt oder unbewußt ist deutlich mehr als die Kultur(Sprache, Tradition,…) meiner Eltern, ganz zu deren leidwesen. Nur nebenbei bemerkt.

    Eine Diskussion führt zu nichts, indem man jedes Wort, jede Absicht nach Antisemitismus hinterfragt. Das ist ja abstrus.

    Man kann den 8. Mai 1945 als Ende von Europa vom Krieg und die Befreiung von Nationalsozialismus begreifen oder als Kapitulation sehen. Je nachdem wie man politisch gesinnt ist und argumentiert auch entsprechend.

    Ich habe die WEbseiten die zahal zeigt angeschaut und auch die Texte, Bilder und histor. Erläuterungen,… gelesen. Auch die Links dieser Seiten. Ich habe jetzt leider keine Zeit für eine ausführliche Stellung dazu. Sie sind Einseitig, gegen Menschen, für Spaltung und Ausgrenzung. Sie brauchen sich doch nur selbst die Seiten durchzulesen.

    Eine Instrumentalisierung der Geschichtserinnerung durch Israel habe ich nie behauptet, sondern dass zahal dies in diesen Seiten als Autor tut und sich zumindest auf die Inhalte dieser gelinkten Seiten identifiziert.

  • #126
    Steff

    genau hierzu wurde auf dem Kongress eingepeitscht. Die Leute darauf eingeschworen:

    „Zahar, who has served as Hamas‘ foreign minister in Gaza since 2006, said Hamas would not recognize Israel because doing so would „cancel the right of the next generation to liberate the land.““

    http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/144085

    @Mir

    Da es sich um eine israelische Quelle handelt, brauche Sie erst gar nicht nachlesen, da Sie es ja eh nicht glauben werden.

  • #127
    Schula

    „Sie sind Einseitig, gegen Menschen, für Spaltung und Ausgrenzung. “

    sie müssen es schon genauer begründen. sonst ist es nichts weiter als papalapap. sie presentieren sich nicht gerade im besten licht, behauptungen über andere, sie seien einseitig und so weiter und nicht ein hauch von belegen.
    also worüber regen Sie sich auf, wenn sie genau so sind wie sie von anderen behaupten?

  • #128
    Werner Jurga

    @ Mir (# 125):

    Keine Ahnung, ob Sie mit diesem Kommentar mich ansprechen wollen (bei der Bezugszahl ist etwas schief gegangen). Falls ja, nur zur Erläuterung: ich wollte mich nicht in Ihre Kontroverse mit zahal und steff einmischen. Ich gebe Ihnen insofern Recht, dass deren Links „einseitig“ sind. Ihr Urteil „gegen Menschen“ kann ich so nicht nachempfinden, finde aber auch, dass die dort unterbreitete Propaganda für Israel nun nicht besonders feinsinnig ist.

    Aber nochmal: das war nicht mein Thema. Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass Ihre Darlegungen politisch korrekt sind bis zum Gehtnichtmehr, vielleicht abgesehen von ein paar Unbeholfenheiten. Doch auf die bin ich nicht angesprungen. Ihr Verhältnis zum Judentum, zu den Juden und damit auch zu Israel scheint mir nicht etwa „unbeholfen“, sondern – wie ich schon sagte – engespannt und verkrampft zu sein.
    Ist natürlich auch Ihre Sache …

  • #129
    Steff

    „Ich gebe Ihnen insofern Recht, dass deren Links “einseitig” sind. “

    Wieso deren, was habe ich denn mit den Links zu tun. Ich sagte nicht einmal ein Wort dazu.

  • #130
    Werner Jurga

    @ Mir – Ergänzung:

    Ach so, beinah vergessen: ein Link zeigt auf den Beitrag von Moshe Dann: Wie die Siedlungen „illegal“ wurden.
    http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/2dann090723.html

    Hierin wendet sich der Autor ausdrücklich gegen einen arabisch-palästinensischen Staat. Diese Ablehnung der sog. „Zweistaatenlösung“ ist friedensfeindlich. Zahal hat diesen Standpunkt bereits in Kommentar # 96 zu erkennen gegeben, als die Westbank als „Samaria und Judäa“ bezeichnet wurde. Wer so redet, will keinen Frieden und meint es objektiv nicht gut mit dem Staat Israel.

  • #131
    Mir

    @werner jurga #130

    Mit dieser Webseite und dem Inhalten und der Sprache kann ich definitiv was anfangen. Danke.

  • #132
    Arnold Voß

    @ MIR

    Je mehr und je längere Sätze sie schreiben (müssen), desto verquaster kommen sie mir rüber. Nett, dass die anderen sie hier zu verstehen versuchen. Für mich dagegen ist Verständlichkeit eine Bringeschuld derer die hier schreiben.

    Ich bin übrigens weder Jude, noch fühle ich mich sonderlich jüdisch beeinflusst, noch wäre Irgendjemand in der Lage mir seine Erinnerungen aufzuzwingen. Weder im Kollektiv noch alleine. Wenn Letzteres bei ihnen so ist, sollten sie vielleicht einen Therapeuten zu Rate ziehen.

  • #133
  • #134
  • #135
    Mir

    @ steff
    Ich bin eingewandert, muslimisch geprägt, mein Partner ist deutsch, katholisch. Meinen Schulabschluss habe ich in einem Ghetto im Ruhrgebiet gemacht. Meine Kunstgeschichtslehrerin mochte ich sehr, hatte immer eine Halskette mit Davidstern um. Ich habe arabische Freunde keine jüdischen. Bei der Aktion Offene Kirchen, war ich in allen Gotteshäusern. Religion ist für mich nicht bedeutsam.
    Ich kenne persönlich keine Menschen die politisch, extremistisch eingestellt sind. Vorurteile sind natürlich da. Ich kenne ein friedliches miteinander hier im Ruhrgebiet. Ich will das auch weitergeben, weil ich das ja selber lebe.

    Zum Nahostkonflikt: Auseinandergesetz habe ich mich mit dem Thema seit den dem Bemühen von Bill Clinton um Friedensgespräche. Mit Freunden haben wir wirklich daran geglaubt.
    Es gibt keine andere Lösung als Gespräche über Frieden zu führen.

    Identität hat in meinem Leben immer eine Rolle gespielt. Eine eindeutige endgültige Antwort hierauf habe ich nicht.

  • #136
    Zahal

    #112 | Steff sagt am 12. Mai 2011 um 12:44

    @Zahal
    Ähnliches ist auch in Nazareth der Fall. Ein Bekannter, christlicher “Palästinenser” mit israelischer Staatsangehörigkeit, der sich voll als Israeli fühlt und sehr patriotisch ist, erzählte mir, aus seinem Jahrgang sei er der einzige Christ, der Rest sei gegangen. Und Nazareth liegt auf israelischem Territorium.

    Nun komme ich erst heute zum Schreiben, weil das Wochenende wieder alle unsere Befürchtungen überholt hat. Steff, natürlich setzte ich Links ein, die israelgerecht gestaltet sind, denn arabische Propaganda kann ich jeden Tag in den Medien lesen, so wie auch dieses Wochenende wieder, total verfälschte und einseitige Berichterstattung zu Lasten des israelischen Militärs. Das heisst aber nicht, wie ein Herr Jurga behauptet, daß ich a.) für alle Beiträge gerade stehen muss, noch b.) sich der Autor gegen einen „arabischen Staat“ stellen würde, sondern nur, daß die Siedlungen nicht illegal sind, sondern illegal „gemacht“ wurden, denn mal ehrlich – 1967 war kein Angriffs-und Eroberungskrieg Seitens Israel, sondern die arabischen Nachbarn hatten Israel angegriffen und somit sind sie selbst Schuld an der „Besetzung“. Genauso wie die arabischen Angriffe auf Israel 1948 Schuld an dem „Flüchtlingsproblem“ sind. Man sollte nie Ursache und Wirkung vergessen und das tun leider die Meisten, hätten die arabischen Staaten 1948 Israel nicht angegriffen, gäbe es keine „Flüchtlinge“, hätten sie es 1967 nicht noch einmal getan, gäbe es keine „Besatzung“ ist das so schwierig zu verstehen? Und vergessen werden immer wieder, daß fast 1 Million Juden aus den arabischen Ländern vertrieben wurden, die größteils OHNE UNWRA in Israel aufgenommen und integririert wurden. Davon redet kein Mensch.

    Israel hätte die Gebiete ja auch sofort annektieren können, dann hätten wir heute dieses ganze dumme Geschwätz nicht mehr, es hätte sich erledigt und den Arabern ginge es heute so gut, wie denen in Israel selbst, auch wenn sie sich immer beschweren, die meisten jedenfalls wollen in Israel bleiben, das sollte doch einfach zu denken geben oder nicht? Was mich ärgert, daß Abbas alle Juden raus haben will, so wie Gaza also judenfrei sein soll, und auf das „Rückkehrrecht“ in das israelische Kernland besteht, was bei dieser Hetze herauskommt, haben wir dieses Wochenende wieder einmal gesehen, Tote und Verwundete, Hass und Gewalt, wenn das die Lösung sein soll, nein danke, solch eine Lösung bringt niemanden weiter.

    Wie das alles abgegangen ist, konnte ich schon Stunden vorher aus Israel berichten, bevor die ganze deutsche Lügenpresse anrollte:

    http://aro1.com/syrische-angreifer-dringen-auf-dem-golan-in-drusisch-israelisches-dorf-ein-und-toeten-bewohner-es-gibt-gefechte-auch-angreifer-wurden-getoetet/#comment-24122

    Zu Nazareth stimme ich zu, es ist ja nicht so, als wenn hier in Deutschland objektiv berichtet werden würde, ja Nazareth wird systematisch mit Muslimen bevölkert, genau wie Bethlehem und Jerusalem, und die Stimmung kippt dann irgendwann, ist ganz logisch.

    Er erzählte, die Stadt habe sich so gewandelt, dass man da eigentlich nicht mehr leben mag. Dies wurde mir von muslimischen “Palästinensern” mit israelischer Staatsangehörig, deren Familien da ebenfalls seit quasi immer schon lebten, bestätigt. Die sagten, die Stadt ist nicht mehr das, was sie mal war und sind ebenfalls absolut gegen die Entwicklung dort.

    Richtig, auch dies kann ich nur bestätigen, ich kenne genügend israelische Araber und wir verstehen uns gut, sie akzeptieren, daß die Juden ihren eigenen Staat brauchen und sind froh, dort alle Rechte und Sozialleistungen in Anspruch nehmen zu können, aber wie sagte jetzt Bassam Tibi so schön: Die Radikalen sind stärker, weil sie weniger Skrupel haben.

    Lesen Sie mal Matt Rees, der schreibt zwar Krimis, die aber auf echte Fälle zurückgehen, und die Mentalität sehr gut beschreibt, die dort vorherrscht, ich bin ok, du bist ok, stimmt eben nur unter Gleichgesinnten und wenn ich lese, was Abbas jetzt über die Unruhen sagt, es wären „Märtyrer, die nie vergessen würden“, dann frage ich mich doch, was das für ein Frieden sein soll.

    Als ich dann fragte, wieso dann diese Entwicklung, wenn alle dagegen sind, wurde mir gesagt, das systematisch auch zugezogen worden sei, während dann immer mehr von den Alteingessenen gegangen seien und hierdurch wohl alles gekippt sei. Ich weiß nicht, inwieweit das stimmt. Aber alle sagten mir, dass die alteingessenen Familien mehrheitlich die Entwicklung ablehnen und es immer häufiger zu Schwierigkeiten insbesondere für die jungen Frauen käme. Dies unabhängig davon, ob muslimisch oder christlich.

    Das Klima wird zunehmends gewalttätiger, das ist das Problem, wie gesagt, die Radikalen sind stärker, der Hass wird in den Moscheen gepredigt, und jetzt kann MIR mir wieder Rassismus vorwerfen, nein, es sind Tatsachen, allzu oft erlebt. Die Provokationen nehmen zu, die Deligitimierung und Dämonisierung Israel fällt auf fruchtbaren Boden, manchmal haben wir das Gefühl, wir befinden uns wieder im Jahre 1933, das ist kein Witz, was treibt Menschen dazu mit Bulldozern und Lastwagen Amok zu fahren, nur um Juden töten zu wollen, was dazu, dreimonatigen Kindern die Kehle aufzuschlitzen? Schauen Sie nach Ägypten – 56 % wollen sofort den Friedensvertrag aufkündigen – WARUM? Schauen Sie nach Syrien, dort wurden die „Demonstranten“ mit Bussen herangekarrt – auch aus Deutschland, nur damit von den innerpolitischen Problemen abgelenkt werden kann, an der libanesischen Grenze haben NICHT israelische Soldaten die „Demonstranten“ getötet, sondern die libanesische Armee und wie wird es in Deutschland in den Medien beschrieben, da werden die Morde an den eigenen syrischen Leuten mit dem der Verteidigung an den Grenzen Israels gleichgesetzt – ja soll Israel sich denn alles gefallen lassen – ohne sich zu wehren?

  • #137
    Zahal

    #130 | Werner Jurga sagt am 13. Mai 2011 um 19:05

    Hierin wendet sich der Autor ausdrücklich gegen einen arabisch-palästinensischen Staat. Diese Ablehnung der sog. “Zweistaatenlösung” ist friedensfeindlich. Zahal hat diesen Standpunkt bereits in Kommentar # 96 zu erkennen gegeben, als die Westbank als “Samaria und Judäa” bezeichnet wurde. Wer so redet, will keinen Frieden und meint es objektiv nicht gut mit dem Staat Israel.

    Jetzt haben Sie sich aber genau den richtigen Text herausgesucht nicht wahr? Natürlich heissen diese Landstriche Samaria und Judäa und sind das eigentliche Kernland Israels, Westjordanland haben es die Jordanier getauft, als sie es 1948 ebenso völkerrechtwidrig besetzt hatten, alle Juden dort vertrieben, über 55 Synagogen geschleift und eine arabische Einwanderung massivst betrieben haben, dürfen jetzt Wahrheiten keine Wahrheiten mehr sein, nur weil es politisch in den Kram passt?

    Wer so redet, meint es nicht gut mit seinen Leuten? Ach ja, ich vergass, natürlich wussten die Deutschen schon immer, was für Juden und Israel gut ist, aber wer solche „Freunde“ hat, braucht auch keine Feinde mehr, Land für Frieden hat eben nicht funktioniert, weder jetzt mit Ägypten, die am liebsten den Friedensvertrag aufkündigen würden, die Gaslieferungen gestoppt haben und antisemitische Hetze betreiben (siehe am Wochenende in Kairo) – und während hierzulande immer noch von Friede, Freude, Eierkuchen gefaselt und die Gefahr des anschwellenden Islamismus bestritten wird, geben die Araber es doch selber zu, daß die Demokraten die anti-israelische Stimmung anheizen werden, wie man etwa hier im aktuellen Al-Ahram nachlesen kann!

    http://weekly.ahram.org.eg/2011/1047/op5.htm

    Noch mit Gaza und dem Südlibanon, im Gegenteil, wir haben Mord und Terror als Dank bekommen, wenn jetzt Israel seine Sicherheit über alles stellt, und nicht mehr blauäugig nachgibt, sollte man es zumindest verstehen versuchen, aber da verlange ich wohl zuviel.

  • #138
    Werner Jurga

    @ Zahal (# 137): Ich weiß gar nicht, was Sie sich so aufregen. Ich hatte geschrieben, dass Sie keinen Frieden wollen, und Sie bestätigen mir dies freundlicherweise. That´s all.

    „sollte man es zumindest verstehen versuchen, aber da verlange ich wohl zuviel“
    Nein, nein, ich verstehe schon. Ich verstehe nämlich auch sonst so manchen Blödsinn.

    „Ach ja, ich vergass, natürlich wussten die Deutschen schon immer, was für Juden und Israel gut ist“
    Ach Zahal, geht es vielleicht noch eine Nummer billiger? – Wissen Sie, wenn Sie jeden, der es wagt, Ihrer vernagelten „Welt“sicht zu widersprechen, mit dem Duft von Auschwitz einparfümieren, können Sie sich genauso gut vor den Spiegel stellen und Vorträge halten, wie böse der Araber an sich ist.

    „Jetzt haben Sie sich aber genau den richtigen Text herausgesucht nicht wahr?“
    Einmal ganz abgesehen davon, dass Sie diesen idiotischen Link hier reingestellt hatten und nicht ich – ja, ich habe „genau den richtigen Text herausgesucht“. Dieses rechthaberische Propaganda-Ding spiegelt doch Ihre Friedenunfähigkeit ganz gut.

    Wenn Sie so lieb sein könnten und in Ihrer Antwort, bevor Sie mich gottweißwie bezeichnen, noch erklären könnten, wohin Sie die Araber, die gegenwärtig in „Judäa und Samaria“ leben, verfrachten wollen, nachdem Sie diesen Landstrich wieder seiner biblischen Bestimmung zugeführt haben. Ihre historischen Wahrheiten (1948-67) in allen Ehren, nur diese eine deutsch-inquisitorische Frage: wo sollen die Araber dann hin?

  • #139
    Zahal

    diese friedliebenden Araber aber auch – die wollen nix als Frieden.

    Sonntag, 15.05.2011:

    – Am späten Samstagabend wurde ein junger Israeli verletzt, als Araber in Al-Tur (Jerusalem) Steine auf sein Autor warfen.

    – In Silwan (Jerusalem) warfen in der Nacht Araber Brandsätze auf israelische Autos.

    – Außerdem wurde die Polizeiwache in Issawiya mit Steinen beworfen (ein Verdächtiger wurde festgenommen).

    – Auf der Barlev-Straße in Tel Aviv hat ein LKW mehrere Autos gerammt und ist davon gefahren. Eine Person wurde getötet, vier weitere verletzt. Die Polizei untersucht, ob es sich um einen Terroranschlag handelt (wofür u.a. die Geschwindigkeit des Fahrzeugs spricht). Der Fahrer, ein 22-jähriger aus Kfar Qasim, wurde inzwischen verhaftet. Er behauptet, ein Reifenplatzer habe ihn die Kontrolle über das Fahrzeug verlieren lassen (klar, 2 Kilomater lang!). Ein weiterer israelischer Araber wurde festgenommen, der dem LKW-Fahrer geholfen haben soll. Augenzeugen beschreiben, dass der Todesfahrer auch versucht hat das Tor einer Schule zu durchbrechen. (Damit dürfte endgültig klar sein, dass er terroristische Absichten hatte.) Die Zahl der Verletzten stieg auf 19.

    – Bei Issawiya bewarfen Araber Polizisten und Grenzpolizisten mit Steinen; ein Beamter wurde verletzt, 3 Araber festgenommen.

    – Auf den Hintereingang des Hadassah-Krankenhauses auf dem Skopusberg wurde ein Molotowcocktail geworfen (ohne Schaden anzurichten).

    – Mehrere Hundert Araber liefern sich Zusammenstöße mit der IDF am Qalandiya-Checkpoint nördlich von Jerusalem.

    – Die libanesische Armee und die UNIFIL verhinderten, dass libanesische Demonstranten sich dem Grenzzaun mit Israel näherten. Bei Maroun al-Ras sind israelische Streitkräfte an der Grenze stationiert und in Alarmbereitschaft. Unterschiedliche Meldungen dazu: Al-Manar schreibt von einem getöteten Mann, Al-Jazira von einer Frau; Reuters meldet 10 Verletzte. Später behauptet ein libanesischer Fernsehsender 6 Getöteten und 60 Verletzten. Die IDF sagt, dass die Toten durch Schüsse der libanesischen Armee ihr Leben verloren, die massiv schoss.

    – Tausende Syrer durchbrachen den Grenzzaun und überschritten die Grenze nach Israel am Dorf Majdal Shams; viele randalierten gewalttätig. Soldaten gaben Warnschüsse ab, es gibt mehrere Dutzend Verletzte. Al-Arabiya behauptet, es habe 4 Tote gegeben (die IDF bestätigt später); der Magen David Adom berichtet von 10 bis 20 Verletzten. Außerdem wurden der Kommandeur der Golani-Brigade und 3 weitere Israelis durch Steinwürfe von Arabern verletzt.

    – Weder die syrische noch die libanesische Armee unternehmen irgendetwas, um die Gewalttätigkeiten an der Grenze einzudämmen oder zu verhindern.

    – Am Gazastreifen eröffnete die IDF das Feuer auf einige Leute, die sich ohne Erlaubnis dem Erez-Übergang näherten.

    – Beim Kibbuz Nahal Oz (am Gazastreifen) verletzten Soldaten einen Araber, der versuchte einen Sprengsatz zu legen.

    – In Qalandiya nahmen verdeckt arbeitende Polizisten mehrere Steinewerfer fest.

    – Außerdem nutzten Randalierer dort einen Krankenwagen als Deckung für ihre Steinwürfe.

    – Die UNIFIL fordert Israel und den Libanon auf „mit größter Zurückhaltung“ zu agieren. (Hä? Wie viel zurückhaltender soll Israel eigentlich noch sein? Soll sich wohl überrennen lassen!)

    – Beim Moschaw Avivim an der Grenze zum Libanon müssen zwei Feuer gelöscht werden.

    – In Jerusalem wurden bis 17 Uhr insgesamt 4 Polizisten durch Araber verletzt, 36 Araber festgenommen.

    – Bilanz an der Grenze zu Syrien (bis 17 Uhr): 10 Soldaten, 3 Zivilisten wurden von „Demonstranten“ verletzt.

    – Dutzende junger Araber randalierten bei Neve Tzuf in Samaria und warfen Steine auf Sicherheitskräfte.

    – Bei Unruhen am Bir’am-Wald in Zentralgaliläa wurden 6 israelische Araber festgenommen.

    – Bei Metula schoss die libanesische Armee scharf auf rund 1000 Demonstranten. (Anscheinend war das – anders als andere – kein von den libanesischen Behörden gewünschter Krawall.)

    – Bilanz von 18.00 Uhr: 6 tote Araber an der libanesischen Grenze, 4 weitere an der syrischen und 1 Toter im Gazastreifen. Außerdem gibt es noch den toten Israeli in Tel Aviv.

    – Dutzende Araber aus der Umgebung von Ramallah versuchten nach Beit El in Samaria durchzubrechen. Soldaten versuchen sie mit Schüssen zu vertreiben.

    – Bei Otniel (Hebron-Berge) nahmen Soldaten zwei mit Messern bewaffnete Araber fest, die versuchten in den Ort einzudringen.

    – In ganz Judäa und Samaria gab es reichlich Steinwurf-Angriffe auf Juden.

    – In Silwan wurde das Jonathan-Haus mit einem Brandsatz beworfen.

    – In Jabel Mukaber (Jerusalem) versuchte ein Araber zwei Polizisten zu überfahren. Er entkam. Die Polizisten wurden verletzt.

    Die IDF hat die Grenze zum Libanon zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Die Hisbollah will dort eine „Demonstration“ aufziehen, von der erwartet wird, dass Teilnehmer versuchen werden massenhaft die Grenze zu überqueren.

    Linke israelische Organisationen verunglimpfen wieder mal die IDF, weil bei den massenhaften Grenzverletzungen scharf geschossen wurde. Dabei lassen sie die gegen Israelis gerichtete Gewalt natürlich wieder völlig außen vor. (Können die was anderes als die Terroristen nachzuplappern?)

    „offizielle“ „Nakba-Tag“-„Feierlichkeiten“:

    – Ismail Haniyeh grundsätzlich: Israel wird nicht anerkannt. Betet für das Ende Israels.

    – Saeb Erekat lügt, die Palästinenser seien bereit für Verhandlungen, Netanyahu verhindere sie.

    – Ganz nebenbei machte Haniyeh noch klar, dass es immer weiter um die Vernichtung Israels geht: Der Jahrestag wird in der Hoffnung begangen, „das zionistische Projekt in Palästina zum Ende zu bringen“.

    – In Jaffa rotteten sich „Naqba“-Demonstranten (nach Angaben von Einwohnern fast alles Leute von außerhalb) zusammen und skandierten, was sie unter „Befreiung“ verstehen: Die israelische Regierung ist eine „Terror-Regierung“, sie wollen von Beirut bis Jaffa leben und ein Ende der Besatzung (offensichtlich der „von 1948“). Es gab zum Glück keine Gewalt.

    Fatah-Führer Abdullah Abu Samhadana stellte auch wieder klar: Die Programme von Fatah und Hamas unterscheiden sich nicht wirklich und man teile alle Ziele. (Wie ist es denn jetzt mit der „friedensbereiten“ Fatah?)

    Und wieder Abbas: Den „Palästinensern“ in Syrien und dem Libanon sagte er, ihre „Rückkehr“ nach Israel sei ein Grundrecht.

    Syrien verurteilt die „kriminellen Aktivitäten“ Israels auf den Golanhöhen, den Palästinensergebieten und im Südlibanon. Gemeint sind die Schüsse der IDF, mit denen die offenbar staatlich organisierten „Demonstranten“ auseinandergetrieben werden sollten. (Das eigene kriminelle Verhalten, die Leute ins Feuer zu schicken, ist natürlich nur einfach natürlich – oder so…)

    Zusammengestellt von Heplev – mehr Dialog bekommen Sie nicht Herr Jurga.

  • #140
    Steff

    @Zahal

    Ich habe Ihre Links nicht gelesen, dass Ihre Ausführungen zutreffend waren und ich nichts überprüfen musste.

    Ihr letzter Post # 136 an mich ist ebenfalls sachlich zutreffend. Dennoch ist es politisch ungeschickt, dass Israel weiter Siedlungen baut. In Oslo I und II wurden autonome Gebiete festgelegt, andere unter israelischer Verwaltung belassen, aber hiermit auch festgelegt, welches denn die Gebiiete eines künftigen Palästinenserstaates sein soll – auch wenn es nach wie vor hier ungeklärte Fragen gibt. Nun hier zu bauen, macht angreifbar.

    Es gibt Siedlungen, die einfach aus der Notwendigkeit heraus entstehen, dass Wohnraum gebraucht wird. Sei es weil die Bevölkerung wächst oder sogar wie im Fall Jerusalem die Stadt aus allen Nähten platz und für viele Wohnungen in der Stadt einfach auch nicht mehr erschwinglich sind. Dann gibt es aber eben auch Siedlungen, die schon den Zweck verfolgen, strategisch wichtiges Land sich so unter den Nagel zu reißen. Auch hier ist es nur bedingt vorwerfbar, weil es sich um Landtriche handelt, die für die militärischen Sicherheit wichtig sind. Es ist alles sehr komplex und der Eindruck, den hier viele haben, dass seien alles irgendwelche radikale Siedler ist natürlich super Quastch. Das sind überwiegend ganz „normale“ Leute, die einfach aus baulichen Notwendigkeiten, weil sie ihre Umgebung nicht verlassen wollen, dort bauen oder weil sie wie im Beispiel Jerusalem irgendwo unterkommen müssen.

    Dies alles kann insofern dahin gestellt bleiben, so meine Meinung, aus verschiedenen Gründen.

    1. Im Rahmen von Oslo I wurde vereinbart, dass Fatah damals noch PLO den Passus „Vernichtung von Israel“ aus der Charta streicht. Bis heute nicht erfolgt. Wer also die Siedlimgspolitik angreift sollte dies nicht ausblenden.

    2. Fatah fordert einen Rückzug aller Juden aus einem künftigen Palästinenserstaat. Deshalb auch die Forderung keine weitere Siedlungen zu bauen. Israel indes soll alle Flüchtlingen aufnehmen – die Palästinenser sind die einzigen Flüchtlinge, die ihren Flüchtlingsstatus vererben dürfen. Es gibt weiltweit keine weitere Gruppe, die das darf.

    Wer also den Siedlungsbau angreift, damit die Forderung der Fatah auf ein judenfreies Palästna unterstützt, kann eigentlich nicht gleichzeitig verlangen, dass alle Palästinenser ein Rückkehrrecht auch nach Israel bekommen. Das geschieht aber. Meistens in einem Atemzug.

    Ferner müßte Israel sogar dann auch ein Recht zugebilligt werden, dass aus dem Gebiet Israel nach Gründung eines Palästinenserstaates alle Arbaer zu verschwinden haben und die israelischen die Staatsangehörigkeiten zurück geben müßten. Würde das gefordert, will ich mir erst gar nicht vorstellen, wie groß die Empörung wäre – zu recht und ebenso müßte die Empörung bei dem Sacherhalt der 1 zu 1 diesem entspricht, dass Palästina judenfrei werden soll, passiert aber nicht.

    Israel fordert das auch gar nicht. Allein an diesem Vergleich kann man schon eine Menge ablesen, wie in den jeweiligen Gruppierung das Menschenbild aussieht. Liebermann hat gefordert, dass alle nicht israelischen Araber bei Gründung eines palöstinensischen Staates umgesiedelt werden sollen nach Palästina. Was war die Empörung groß. Quer durch alles Medien und Bevölkerungsgruppe, bis auf bei einer kleinen Minderheit. Und hier im Westen war die Emprörung auch groß. Zu recht.

    Aber, wenn Palästinenser ein judenfreies Palästina fordern udn deshalb zum unverzüglichen Baustopp aufrufen, dass keine weiteren Siedlungen auf ihren Gebieten gebaut werden, weil man die Juden da ja alle wieder wegbekommen muss dann nach Gründung, stimmt der Westen in den Chor ein.

    Verstehe ich nicht. Dennoch bleibe ich dabei, der Siedlungsbau, der ja nun von allen angegriffen wird – auch wenn dies einseitig ist und hierbei wie bei kaum etwas anderem deutlich wird, wie verquer hier viele denken – ist politisch ungeschickt, weil ja dmit gerecnet werden muss, dass dann alle wieder über Israel herfallen.

  • #141
    Werner Jurga

    @ Zahal (# 139): eine – leider – ellenlange Liste der unsäglichen Feindseligkeiten vom Wochenende und zum Schluss: „mehr Dialog bekommen Sie nicht Herr Jurga“.
    Also Respekt! Sie sind schon ein lustiger Gesell, Zahal.

    @ Steff (# 140): auch wenn Sie mich nicht angesprochen haben, möchte ich meine Auffassung dahingehend verdeutlichen, dass ich zwar für eine Zweistatenlösung bin (im Rahmen eines Vertrags zwischen Israel und der PLO), ein „Rückkehrrecht“ (UNO-Resolutionen hin oder her) faktisch für ausgeschlossen halte.
    „Rückkehrrecht“ – nach mehr als 63 Jahren – intendiert ja keineswegs einzelne humanitäre Angelegenheiten, sondern zielt einzig auf die Vernichtung des Judenstaates ab. Deshalb hatte der Wuppertaler Kongress sich auf diese scheinbar nett klingende Forderung fokussiert, deshalb führen die Veranstalter dieses „Recht“ in ihrem Vereinsnamen. Darüber kann man nicht verhandeln.

    Wenn aber, wie Wikileaks kürzlich enthüllte, die Abbas-Leute sehr weitgehend auf israelische Forderungen (inkl. Anerkennung der großen jüdischen Siedlungsblöcke um Jerusalem) eingegangen sind, Frau Livni dies aber dennoch kurzerhand für nicht ausreichend erklärt hatte, wird man nach der Friedensfähigkeit der überwältigen Merheit in Israel fragen dürfen.
    Ihre Kritik an der palästinensischen „Programmpolitik“ ist freilich nicht minder berechtigt. Kurzum: die Dinge sehen nicht gut aus. Dass die relative Ruhe der letzten Jahre durchaus die Ruhe vor dem Sturm sein könnte, har das „Naqba“-Theater vom Wochenende gezeigt.
    Nun gut, dann trommeln Zahal und Sie eben im Rhythmus zu dem ganzen Kriegsgeschrei vor Ort. Es gibt Schlimmeres; aber es klingt so bescheiden.

  • #142
    Steff

    @Werner Jurga

    Das scheiterte nach meinem Kenntniststand auch an der Flüchtlingsfrage, indem keine Einigunge erzielt werden konnte, wer konkret dieses Recht erhalten soll. Habe es aber nicht mehr sicher auf der Pfanne und müßte jetzt noch mal nachlesen.

    “ Nun gut, dann trommeln Zahal und Sie eben im Rhythmus zu dem ganzen Kriegsgeschrei vor Ort. Es gibt Schlimmeres; aber es klingt so bescheiden.“

    Schade finde ich es, dass Sie immer anderen hier einen mitgeben wollen. Sind wir Gegner oder Diksussionspartner? Was nie funktioniert, dass man mit solchen Abwertungen dann sich selbst saufwertet. Hier: der einzige zu sein, der nicht einseitig sei. Warum verkenifen Sie sich das nicht? Dann könnte man von einer wirklich sachlichen Diskussion sprechen.

  • #143
    Werner Jurga

    @ Steff (# 142):
    Was nicht funktioniert ist, dass Sie zunächst unheimlich auf die Brause hauen (# 140), um dann auf Widerspruch mit Softie-Sprüchen aus dem Eine-Welt-Laden zu reagieren.
    „Sind wir Gegner oder Diskussionspartner?“
    Wir diskutieren, weil wir unterschiedlicher Meinung sind. Mag sein, dass mein Diskussionsstil etwas wuchtig ist; doch diesen „Vorwurf“ von Ihnen zu vernehmen, stört mich. Dieses Verfahren, nämlich hart Austeilen und bei Gegenwind auf Opfermodus umschalten, ist an sich in Kreisen üblich, mit denen Sie gewiss nichts zu tun haben wollen.
    Im Übrigen nehme ich nicht für mich in Anspruch, „nicht einseitig“ zu sein. Ich stehe in dem hier zur Debatte stehenden Konflikt auf der Seite Israels.

  • #144
    Steff

    @Werner Jurga

    Oben disqualifizieren Sie mal ratz fatz. indem Sie schreiben, die Links von Zahal und Steff. Ich sagte weder ein Wort zu den Links noch las ich sie. Nun schreiben Sie, wir würden beide die Kriegstrommel rühren. Dies auf einen Beitrag von mir, ich indem die Siedlungspolitik kritisierte.

    Hart in der Sache, ist für mich voll o.k. Aber persönliche abqualifizierungen und dann noch so von hinten durch die Brust, indem Sie versuchen, alle, die nicht Ihrer Meinung hier sind, in einen Topf u werfen und das wiederholt, spricht nicht für Sie. Sie versuchen auf diese Weise andere in eine Ecke zu schieben, ohne sich mit den Argumenten auseinander zu setzen.

    Sie sagen, wir rühren die Kriegstrommen wie vor Ort. Was ist das bitte für ein Argument. Gar keines. Sie wollen so nur darstellen, dass Sie das nicht tun, die anderen aber doch und damit seien Sie der einzig nicht einseitige hier, der ausgewogen diskutieren.

    Jemand der ausgewogen und nicht einseitig diskutiert, muss das nicht dran schreiben. Das merken die Leser von allein. Wer das dran schreiben muss und zwar wiederholt, also mit Sytem, und dass dann auch sachlich völlig unzutreffen, indem Sie einfach mal Links von einem beiden unterscieden, der einhaftheithalber, gleich beide mal in eine Ecke schieben wollen, meinend, so allein in der Mitte stehen zu können, ist sehr druchsichtig und es funktioniert nicht.

    Und Ihr Diskussionsstil ist nicht wuchtig, sondern eiernd auf Außenwirkung ausgelegt – nämlich die, dass Sie hier der Ausgewogene seien.

    Und auch in Ihrem letzten Beitrag versuchen Sie mich schon wieder irgendwo reinuschieben, Opfermodus.

    Sie können mir hier Sachargumente um die Ohren hauen wie Sie wollen. Aber bitte versuchen Sie nicht, sich auf Kosten anderer hier, indem Sie die Personen als Person zu disqualifiezieren suchen, darzustellen um so zu versuchen, Ihre Position als das was zu vermitteln, wo sich gerne sehen.

    Daher wir können wir gerne weiter diskutieren, indem wir uns in der Sache austauschen. Aber alles ander macht keinen Spaß. Das hat nichts mit Opfer zu tun, sondern ist einfach lsätig und macht keinen Spaß.

  • #145
    Zahal

    Kommentarlos möchte ich dies hier einfach einstellen. Es geht nicht um Friedenswillen oder nicht, es geht auch nicht um Siedlungen, denn Siedlungen können jederzeit abgebaut werden, Tote kommen NIE wieder zurück.

    Netanyahu: Konflikt geht um 1948, nicht um 1967
    _______________________________________
    Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Montag zur Eröffnung der Sommersitzungsperiode eine Grundsatzrede in der Knesset gehalten. Darin ging er auch auf die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Rahmen des „Nakba-Tags“ ein.

    „Wir haben gesehen, was gestern an Israels Grenzen geschah. Tausende warfen sich gegen unsere Zäune und versuchten, in unser Territorium einzudringen und unsere Souveränität herauszufordern. Ich muss sagen, aus dem Blickwinkel der gestrigen Aufrührer haben die 63 Jahre israelischer Unabhängigkeit nichts geändert.

    Was brüllten sie gestern in Gaza? Sie schrien, dass sie nach Yafo zurückkehren wollen.

    Was riefen sie gestern in Syrien? Sie skandierten, dass sie nach Galiläa zurückkehren wollen.

    Was sagte gestern der Führer der Hamas? ‚Wir wollen das Ende der zionistischen Agenda sehen‘ – dieselben Worte, die seine Schutzherren im Iran verwenden; aber meine Freunde, nicht nur dort wurde dies gesagt.

    Ich sagte, wir hören, was um uns herum gesagt wird, aber das Interessanteste ist, was in Bil’in (Jeden Freitag nach dem Gebet gibt es Krawalle dort) geschah. Dies geschieht nicht nur dort, aber es war interessant, denn vor zwei Tagen, auf der Demonstration in Bil’in, wurde die Katze aus dem Sack gelassen – genauer, der Schlüssel wurde aus dem Sack gelassen. Bei dem Protestzug in Bil’in marschierte ein junges Mädchen mit, die einen großen symbolischen Schlüssel in der Hand hielt. Jeder Palästinenser weiß, wofür dieser Schlüssel steht. Dies ist kein Schlüssel für ihre Häuser in Bil’in, Ramallah und Nablus. Es ist der Schlüssel zu unseren Häusern in Yafo, Akko, Haifa und Ramle.

    Die Wurzel des Konflikts, meine Freunde, war niemals ein palästinensischer Staat oder sein Nichtvorhandensein. Die Wurzel des Konflikts war und ist ihre Weigerung, den jüdischen Staat anzuerkennen. Es ist kein Konflikt um 1967, sondern um 1948, um die Existenz des Staates Israel an sich.

    Sie haben sicher bemerkt, dass sich die gestrigen Ereignisse nicht am 5. Juni, dem Jahrestag des Sechs-Tage-Kriegs zutrugen. Sie trugen sich am 15. Mai zu, dem Tag, da der Staat Israel gegründet wurde. Die Palästinenser betrachten diesen Tag, die Gründung des Staates Israel, als ihre Nakba, ihre Katastrophe. Aber ihre Katastrophe bestand darin, dass sie keine Führung hatten, die bereit war, zu einem historischen Kompromiss zwischen dem palästinensischen und dem jüdischen Volk zu gelangen.

    Bedauerlicherweise haben sie seitdem bis heute keine Führung gehabt, die bereit ist, den Staat Israel als das nationale Heimatland des jüdischen Volkes anzuerkennen. Dies ist bisher nicht geschehen.“

    Die vollständige Rede gibt es unter dem folgenden Link:

    http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2011/PM_Netanyahu_Knesset_summer_session_16-May-2011.htm

    Anmerkung von mir, alle Heuchelei nutzt nichts, es geht um die Auslöschung von Millionen Menschen, wieder einmal im Namen eines Gottes…..

    Und genau so sieht es aus, das bestätigen mir auch immer wieder loyale israelische Araber…..

  • #146
    Zahal

    Noch etwas:

    Wenn aber, wie Wikileaks kürzlich enthüllte, die Abbas-Leute sehr weitgehend auf israelische Forderungen (inkl. Anerkennung der großen jüdischen Siedlungsblöcke um Jerusalem) eingegangen sind, Frau Livni dies aber dennoch kurzerhand für nicht ausreichend erklärt hatte, wird man nach der Friedensfähigkeit der überwältigen Merheit in Israel fragen dürfen.

    Einfach mal nach dem Angebot Barkas im Jahre 2000 googlen, niemand hat mehr angeboten, und niemand wird mehr anbieten, es wurde abgelehnt.

    Zu Abbas, er könnte es auch gar nicht seinen Leuten so verklickern, die würden ihn steinigen, Abbas, wie auch Arafat sind Politiker, die in englisch anders sprechen, als in arabisch, wir Israelis verstehen arabisch, Europäer nicht.

    Abbas stand hinter den Olympia – Attentaten von 1972 in Mpnchen, Abbas hat seine „Doktorarbeit“ über die Holocausleugnung abgelegt, Abbas ist wie Arafat ein ausgefeimter Lügner, wenn es darum geht, dem Westen Sand in die Augen zu streuen.

    Am Vorabend des Nakba-Tags versprach er seinem Volk, kein palästinensischer Führer werde das Recht auf Rückkehr widerrufen. „Die Rückkehr ist kein Slogan“, sagte er. „Palästina ist unser.“ Abbas unterließ es, die Frage zu klären, wie und wo dieses Recht verwirklicht werden würde, durch finanzielle Kompensation oder physische Rückkehr, in einem zukünftigen palästinensischen Staat oder auch in Israel. Jeder konnte aus den Worten des Palästinenserführers schließen, was er wollte.

    In privaten Gesprächen sagen Offizielle der Palästinensischen Autonomiebehörde seit Jahren, dass sie wüssten, dass man die Uhr nicht zurückdrehen könne; die Flüchtlinge würden die Option erhalten, sich in den Ländern ihres Aufenthalts oder im palästinensischen Staat einzurichten oder finanzielle Kompensation zu erhalten.

    Ihrem eigenen Volk sagen sie jedoch etwas anderes. Sie können die Tausenden von Palästinensern, die in Flüchtlingslagern in Syrien und im Libanon leben, nicht darüber informieren, dass es keine Rückkehr geben wird. Stattdessen kultivieren sie Wunschträume, die sich nie verwirklichen werden.

    Abbas selbst sah sich vor wenigen Monaten großem Ärger gegenüber, als WikiLeaks Äußerungen über die Nutzlosigkeit eines Beharrens auf dem Rückkehrrecht veröffentlichte, die er im Gespräch mit einem US-Diplomat von sich gab. Selbstverständlich beeilte er sich, den Bericht zu dementieren.

    Wenn palästinensische Politiker gefragt werden, warum sie davor zurückschrecken, ihrem Volk die Wahrheit zu erzählen, antworten sie, das Recht auf Rückkehr sei ein Druckmittel bei Verhandlungen: Sie werden es erst im Austausch für ein ähnliches israelisches Zugeständnis aufgeben, bspw. in Ostjerusalem. Ihre Position erscheint als logisch: Der nahöstliche Basar respektiert nur den, der feilscht. Aber Illusionen haben ihre eigene Dynamik. Die falschen Hoffnungen, die diese Politiker ihrer Öffentlichkeit machen, könnten eines Tages in Gewalt umschlagen, die über die gesamte Region hinwegfegen wird. Sie reiten auf dem Rücken eines Tigers.

    Die Wahrheit über das Rückkehrrecht sollte nicht nur den Palästinensern, sondern auch den Israelis erzählt werden. Der Widerruf der Möglichkeit, nach Israel zurückzukehren, ist die rote Linie, die Israelis, die für eine Zwei-Staaten-Lösung eintreten, nicht überschreiten werden. Es gibt viele im rechten Lager, denen dies gleichgültig ist: Aber auch im linken Lager gibt es Leute, denen das gleichgültig ist: Sie trachten ebenfalls nach der Gründung eines Staates – aber eines Nakba-Staates.

    Diejenigen jedoch, die in einem souveränen, zionistischen und demokratischen Staat Israel leben möchten, haben keine andere Wahl, als ihren Vettern zu erzählen: Bei allem Respekt, Vergangenheit ist Vergangenheit.

  • #147
  • #148
    Schula

    ich mach das mal. zahal, gänsefüßchen wären besser, so kann man nicht erkennen, daß es zitate sind.

    „Es wird keine Rückkehr geben“

    http://newsletter.cti-newmedia.de/index.php?site=newsletter&id=915&uid=4902&sid=NA=

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