Toleranz, Moral und Religion

Ein sehr schöner, wenn auch schon etwas älterer, 3Sat-Beitrag zum Thema Religion. Ich hab ihn erst Gestern gefunden. Richard Dawkins, für mich ohnehin einer der großen Schlauberger auf diesem Planeten, sieht in Religionen einen der großen Gründe für Konflikte. Für ihn ist der Gottesglaube das Problem. Übertragen auf die gerade abflauende Integrationsdebatte: Ohne Religion gäbe es viele Probleme gar nicht mehr – auf allen Seiten. Rationale, aufgeklärte Menschen haben weniger Probleme miteinander.

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“The God Delusion”
“The God Delusion”
13 Jahre zuvor

“Ceux qui peuvent vous faire croire à des absurdités peuvent vous faire commettre des atrocités”

Voltaire

is quoted by Richard Dawkins in “The God Delusion”:

“Those who can make you believe absurdities can make you commit atrocities”

Arnold Voss
Arnold Voss
13 Jahre zuvor

Religion ist psycholgische betrachtet ein Produkt der Angst. So lange Menschen Angst haben oder haben müssen, wird es so etwas wie eine grundsätzliche Neigung zum Glauben geben. Religion ist das institutionelle Angebot im gemeinsamen Gauben diese Angst nicht alleine ertragen zu müssen. Deswegen wird es Religion(en) immer geben. Koste es die Menschheit was es wolle.

Malte
13 Jahre zuvor

Das Problem ist nicht die Religion, das Problem ist eher die fehlende Toleranz!

@Arnold Voss: Hobby-Psychologe!?

Helmut Junge
13 Jahre zuvor

@Arnold
„Religion ist psycholgische betrachtet ein Produkt der Angst.“
Mag so sein. Aber ein Problem mit der Religion entsteht m.E. erst, wenn Einzelpersonen oder elitäre Gruppen die Interpretationshoheit übernehmen,
und wenn viele auf deren Wort hören. Erst dann kann stinknormale Machtpolitik in einen religiös begründeten Krieg übergehen. Die Herrscher nutzen die Frömmigkeit ihrer Untertanen als Instrument, um ihre Macht zu erhalten, bzw. zu erweitern.
Naturvölker haben häufig Religionen, die da nicht drunter fallen, weil ihre Tradition
verlangt, daß jedes Stammesmitglied erst eine eigene Vision gehabt haben muß, um überhaupt den Status eines Stammesmitgliedes zu kriegen. Bei diesen Visionen spielt das gesprochene Wort nicht die Rolle, wie bei „höher“ organisierten Gesellschaften mit einer Priesterklasse. Priester dominieren über das Wort, und mögen nicht, daß jemand mit persönlichen Visionen sich einbildet, mit der jeweiligen Gottheit kommuniziert zu haben. Das Wort der Priester ist das eigentliche Machtinstrument.
Das kann man aber durchaus bekämpfen.

Philip
Admin
13 Jahre zuvor

@Malte, welchen Religionen fehlt es denn an Toleranz?

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin, Helmut Junge, Malte

wir sind kein „Naturvolk“. Die Frage ist doch:

Was ist die Rolle der Religion im „aufgeklärten Zeitalter“?

https://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne

Bertrand Russell: „Is There a God?“

“If I were to suggest that between the Earth and Mars there is a china teapot revolving about the sun in an elliptical orbit, nobody would be able to disprove my assertion provided I were careful to add that the teapot is too small to be revealed even by our most powerful telescopes. But if I were to go on to say that, since my assertion cannot be disproved, it is an intolerable presumption on the part of human reason to doubt it, I should rightly be thought to be talking nonsense. If, however, the existence of such a teapot were affirmed in ancient books, taught as the sacred truth every Sunday, and instilled into the minds of children at school, hesitation to believe in its existence would become a mark of eccentricity and entitle the doubter to the attentions of the psychiatrist in an enlightened age or of the Inquisitor in an earlier time.”

„Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gäbe, welche auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so könnte niemand meine Behauptung widerlegen, vorausgesetzt, ich würde vorsichtshalber hinzufügen, dass diese Kanne zu klein sei, um selbst von unseren leistungsfähigsten Teleskopen entdeckt werden zu können. Aber wenn ich nun weiterhin auf dem Standpunkt beharrte, meine unwiderlegbare Behauptung zu bezweifeln sei eine unerträgliche Anmaßung menschlicher Vernunft, dann könnte man zu Recht meinen, ich würde Unsinn erzählen. Wenn jedoch in antiken Büchern die Existenz einer solchen Teekanne bekräftigt würde, dies jeden Sonntag als heilige Wahrheit gelehrt und in die Köpfe der Kinder in der Schule eingeimpft würde, dann würde das Anzweifeln ihrer Existenz zu einem Zeichen von Exzentrizität werden. Es würde dem Zweifler in einem aufgeklärten Zeitalter die Aufmerksamkeit eines Psychiaters einbringen oder die eines Inquisitors in früherer Zeit.“

@ Malte (Trösken)

Haben Sie auch so eine „Teekanne“, die ich „tolerieren“ muss?

Malte
13 Jahre zuvor

@Philip: Ich werde mich „hier“ auf diese Diskussion nicht einlassen. Informieren Sie sich doch selbst, in welchen Land was z.Z. was passiert und wie „tolerant“ diese Länder sind! Das ist ein interessantes Thema und würde einigen, nicht nur hier, die Augen öffnen!

@Andreas Lichte:
Zitat: wir sind kein “Naturvolk”. Die Frage ist doch Was ist die Rolle der Religion im “aufgeklärten Zeitalter”?

Ich hoffe Sie werden da nicht „belästigt“ oder von irgendwelchen Christen, Muslimen oder auch Buddhisten dazu gedrängt, an irgendetwas zu glauben!

Welche Rolle es für den Einzelnen spielt, muss, soll und darf, zumindest in unserer Demokratie, jeder selbst entscheiden!

Helmut Junge
13 Jahre zuvor

Stefan(5), stimmt. Glücklicherweise habe ich geschrieben „Naturvölker haben häufig Religionen,….“. Puhhh, ein Rettungsanker! Also, nicht immer.
Aber Du solltest verstehen, daß ich bei der Prognose, daß es Religionen womöglich immer geben wird, wie Arnold sagt, eine Einschätzung der Möglichkeiten suche, wie das Schlimmste durch Religionen verursachte Unheil vermieden werden kann. Und auf diesem Weg, meine ich entdeckt zu haben, daß eben solche Religionen, in denen Einzelpersonen oder elitäre Gruppen die Interpretationshoheit haben, heutzutage, in dieser jetzigen Welt, den größeren Schaden anrichten. Das war meine Intention. Damit der Andreas Lichte wieder ruhiger wird, erkläre ich hier ausdrücklich, daß ich kein Anhänger einer Naturreligion bin, und schon gar kein Steineranhänger. piff, paff

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Malte Trösken

belästigt wurde ich von Ihnen, mit Ihrer unerträglichen „Toleranz“ gegenüber einer fundamentalistischen religiösen Bewegung, der Anthroposophie. Was für ein „toleranter“ Kommentar von Malte Trösken:

https://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-„zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen“/comment-page-1/#comment-60249

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Helmut Junge

hab ich schon gesagt, dass ich selber Anhänger einer „Naturreligion“ bin?

Adoro la Dea Della Canzone Italiana:

https://www.ruhrbarone.de/singen-mit-mina-ein-melancholischer-vokalkurs/

Malte
13 Jahre zuvor

@Andreas Lichte
Oha, Sie sind ja nachtragend 🙂

Und wer nicht Ihrer Meinung ist, und dazu noch Menschen kennt, die Ihre Aussagen widerlegen, der belästigt Sie? Sie möchten also, dass sich auf ihre Artikel nur Menschen melden, die Ihre Meinung teilen?

Und weil „ich“ Ihre Meinung nicht teile, bin ich „intolerant“?

Ich lasse Ihnen doch die Freiheit des Denkens und Sie haben hier die Möglichkeit, Ihre Gedanken zu verbreiten. Aber andere Menschen als „intolerant“ zu bezeichnen, weil sie eben NICHT Ihrer Meinung sind, ist schon etwas „kurios“, oder !?

Dieter Carstensen
13 Jahre zuvor

Die Religionen fordern immer von anderen „Toleranz“. Meine Erfahrung ist, dass sie selber nicht im mindesten zu Toleranz gegenüber anderen bereit sind.

Solange Menschen an Religionen glauben, solange leben wir weiter, das ist meine persönliche feste Meinung, mitten im Mittelalter.

Die sogenannte „moderne Zivilisation“ hat eine äusserst brüchige Oberfläche, wie jährlich weltweit hunderttausende Ermordete im Namen von Religionen beweisen.

Wer meint, das alles sei weit weg, sollte mal an Irland und Jugoslawien denken.

Christian S.
13 Jahre zuvor

Dawkins ist ein Fanatiker, der mir Angst macht.

Christian S.
13 Jahre zuvor

Betroffenheit ist kein Argument? Oha.

Christian S.
13 Jahre zuvor

Ich mag Dich, aber hier schreibst Du Schwachsinn.

Anselm A
Anselm A
13 Jahre zuvor

@Stefan Laurin

Ich mag dich nicht, aber hier schreibst du etwas sehr richtiges 😉

Arnold Voss
13 Jahre zuvor

@ Malte

Hallo Malte, da in meinen wenigen Sätzen neben dem Begriff der Angst auch der der Institution auftaucht, bin ich natürlich nicht nur Hobbypsychologe sondern auch noch Hobbysoziologe.

Nein im Ernst. Selbst angeblich hoch zivilisierte Menschen mit einem nach gängigen Kriterien überdurchschnittlichen Bildungsgrad, also Menschen die jeder Art von Glauben in der Regel eher skeptisch gegenüber stehen, werden dann gläubig, wenn sie in Situationen geraten die für sie existenziell bedrohlich sind.

Angst, Ungewissheit und Verzweifelung sind auch für aufgeklärte Menschen häufig die Geburtstunde der sogenannten Zuversicht in ein irgendwie höheres Wesen, dem die Fähigkeit zugesprochen wird, sie zu retten, zu leiten und/ oder zumindest nach dem Tod in ein besseres und sichereres Leben zu führen.

Wenn der Mensch Nichts und Niemandem „auf Erden“ mehr Vetrauen kann, muss halt ein überirdisches Wesen her, bei dem das Vertrauenkönnen per Definition der Fall ist. Das ist in der Regel ein Gott. Da sind wir dann alle wie Kinder, und deswegen sind Kinder auch so verführbar für die Religion. Und deswegen nennen die Religionsführer aus so gerne ihre Gefolge „Kinder Gottes“.

Sie sind ja aus ihrer objektiven Situation auf Vertrauen in ein stärkeres und wenn möglich schützendendes und hilfreiches Wesen angewiesen. Deswegen warten die meisten Religionen auch nicht bis die Menschen erwachsen sind sondern sorgen über die Eltern, ja schon über die Geburt selbst, dafür, dass sie von Anfang an in ihrer Religion „erzogen“ werden.

Tut mir leid Malte, aber das ist natürlich für dich nur noch noch mehr Hobbypsychologie. Für mich ist es eine plausible Erklärung dafür, dass auch viele kluge Menschen, die nicht nur ihre Gefühle sondern auch ihren Verstand einzusetzen in der Lage sind, der „Idiotie“ des Glaubens verfallen bzw. sich ihrer, weil sie dieser von Kindesbeinen an ausgesetzt waren, ihr restliches Leben nicht mehr erwehren können.

Menschen die ich ansonsten sehr ernst nehme und achte, die ich also nicht für wirkliche Idioten halte.

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Christian S.

warum hast du Angst vor Dawkins?

Hast du mal „Der Gotteswahn“ gelesen? Ist ein gutes Kompendium, auch und gerade für Christen. By the way, “Der Gotteswahn”, S. 474:

„Die King-James-Bibel von 1611 – die sogenannte Authorized Version – enthält Passagen von herausragendem literarischen Wert, zum Beispiel das Hohelied Salomos …“

Georg K
13 Jahre zuvor

Ich glaube an Gott, an die Freiheit und den Markt.

Deswegen bringe ich niemanden um.

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Malte Trösken

Ich habe geschrieben, dass Sie mich durch Ihre TOLERANZ belästigt haben, nicht durch Ihre „Intoleranz“. Textverständnis. Aber was rede ich noch, jemand anders hat es doch schon gesagt:

https://www.ruhrbarone.de/abenteuer-ruhrpott-–-ein-leben-zwischen-orient-und-okzident/comment-page-2/#comment-60975

„Was damals noch “Unbelehrbarkeit” hieß, schimpft sich heue “Beratungsresistenz”.“

(Kommentar von Werner Jurga zu Ihrem bemerkenswert intoleranten, xenophoben Beitrag „Abenteuer Ruhrpott – Ein Leben zwischen Orient und Okzident“)

Malte
13 Jahre zuvor

@Arnold Voss: Nein, verstehe mich nicht falsch, ich finde deine Einstellung völlig Ok, ganz sicher hast Du in Teilen auch Recht.

Aber, dass jemand nur „glaubt“, oder glauben könnte, weil er meint, niemanden mehr vertrauen zu können…den Gedanken finde ich irgendwie beängstigend.

Seelisch mag diese eine Stütze sein, weltliche Probleme löst es in der Regel aber nicht, außer es geht um profane Dinge wie Unterstützung beim Lebensunterhalt usw.

Allerdings habe ich auch schon Menschen kennen gelernt, die durch christliche Hilfe wieder ins Leben zurückgefunden haben, z.B. nach schwierigen Lebenssituationen. Viele Hilfsorganisationen in diesem Bereich sind nun mal auch Christlich [Caritas, Diakonie usw.]

Malte
13 Jahre zuvor

@Andreas Lichte: wir kommen langsam in einem Bereich der Diskussion, in dem ich Ihnen rate, vorsichtig mit dem zu sein, was Sie so von sich geben!

Ach, da habe ich doch gerade was gelesen:

https://www.waldorf.net/html/aktuell/humboldt/index.html

😉

Aber, Sie werden es auch noch schaffen ihre „Windmühlen“ zu bekämpfen und sich zu befreien! Vielleicht ist dann auch ihr „Kreuzzug“ durch alle Blogs und Foren des WWW zum Thema „Waldorf“ beendet!

steinerimbrett
13 Jahre zuvor

@ Christian S.

Fanatismus wird im Schoß insbesondere monotheistischer Religionen geboren. Dort ist sein feierliches Zuhause, weil es die angebliche Wahrheit ist, die ihn säugt, ihn rundherum betreut und auch sonst alles für ihn tut, solange er ihr verspricht, sie niemals zu verraten. Angesichts dieses wahrhaft beängstigend eigendynamischen Szenarios ist Dawkins selbstredend ein Hochverräter: Er lehnt es ab, sich einer vorgegaukelten Wahrheit zu unterwerfen, von der er ganz genau weiß, daß sie nur blinden Fanatismus generieren kann. Er zieht es vor, eigene Nachforschungen anzustellen, die ihn letztlich ganz weit weg von einem Zuhause bringen, das ein gefährlich falsches Geborgenheitsgefühl vermittelt. Auch das hat er längst erkannt, weshalb er die Welt da draußen im Gegensatz zum Innenleben einer sich permanent selbst bespiegelnden Kirche als authentisches und nachvollziehbares Erleben betrachtet. Und schnell erkennt er, daß Fanatismus dort nicht sein kann, wo sich das Leben an dem orientiert, was nicht sein will, sondern ist. Religiöse Dogmen tun das nicht, sie implantieren ganz im Gegenteil „gottgewollten“ Wahnsinn in all jene Menschen, die bereit sind, für eine fertige Wahrheit, ein Füllhorn nicht von dieser Welt, sorgenfreie Rundumbetreuung und ein haltloses Versprechen fanatische Dinge zu tun. Angst vor Dawkins als Fanatiker? Neigt die Natur zu Fanatismus, weil sie dem Lauf der Dinge in Gestalt der Evolution ihre Referenz erweist? Oder ist es vielleicht nicht doch der gläubige Mensch, der dem Lauf der Dinge Gottheiten unterzujubeln versucht, die gefälligst Sorge dafür zu tragen haben, daß nicht sein kann, was nicht sein darf? Unter anderem an dieser Stelle beginnt jener Fanatismus, den ausgerechnet Dawkins zu unterstellen ebenfalls nicht von dieser Welt sein kann…

Arnold Voss
Arnold Voss
13 Jahre zuvor

@ Malte #25

„Aber, dass jemand nur “glaubt”, oder glauben könnte, weil er meint, niemanden mehr vertrauen zu können…den Gedanken finde ich irgendwie beängstigend.“

Ich meine natürlich an ein „höheres Wesen“ glaubt Malte. Das zwischenmenschliche Glauben, das auf dem Vertrauen basiert, dass etwas stimmt, ohne das ich es überprüfen muss, ist damit nicht gemeint. Den finde ich normal, ja lebensnotwendig.

Der Gottesglauben aus Angst und Verzweiflung ist für mich ebenfalls nachvollziebar. Er fällt mich manchmal sogar selbst an.

Es gibt aber noch zwei andere wichtige Gründe für den Gottesglauben: Denkfaulheit und/oder Unterwerfungslust. Gerne auch von solchen Gläubigen als Hingabe an Gott bezeichnet. Da fehlt mir nicht nur jedes Verständnis, da wird es für mich echt gruselig.

Michael Kolb
Admin
13 Jahre zuvor

Mein lieber Herr Gesangsverein, „natürlich“ wird auch der gläubiigste Atheist die Hände falten, wenn der Arsch nur tief genug auf Grundeis geht und auch Winterreifen nicht mehr helfen… wird ja eh auch langsam Zeit, die Dinger aufzuziehen… Arnold hat es eloquenter, aber sehr passend formuliert.

Was Malte mit „fehlender Toleranz“ meint, das hat, Ironie pur, übrigens A. Lichte mit seiner Teekanne sehr richtig verlinkt, man muss nur über das Russel-Zitat hinaus,bis zu Dawkins Replik, weiterlesen.

Ich kann auch verstehen, wenn man vor Dawkins Angst hat, denn er hat genau die demagogischen Fähigkeiten die, nach seiner Meinung, notwendig sind, um Menschen zu grausamen Taten zu motivieren. Sollte also als jemals ein Atheist dschihadmäßig durchknallen, dann würde er leicht bei Dawkins seine argumentative Rechtfertigung finden.

Auch die Nummer mit den Naturreligionen finde ich irgendwie albern, oder doch zumindest kurzsichtig. Es ist, leider „Gottes“, dem Menschen mitgegeben, sich vor anderen aufzuspielen. Eine Vision ist also notwendig, um in den Stamm aufgenommen zu werden? Ja hallo? Ätschibätschi, ich hatte aber 17 Visionen, von daher ist mein Wort gewichiger, jedenfalls wenn es um Glaubensfragen geht… und natürlich auch darüber hinaus.

Dieter Carstensen
13 Jahre zuvor

@Michael Kolb #30

Eine sehr schlichte, von den Glaubensverfechtern der Religionen gerne geäußerte, allerdings durch nichts zu beweisende Aussage, eine genauso wenig zu beweisende Behauptung wie die, es gebe einen Gott, ist die vom „gläubigen“ Atheisten oder Agnostiker.

Den Religionsverfechtern fällt in ihrer tumben Selbstherrlichkeit und Intoleranz dann, wenn sie an die Grenzen ihrer persönlichen intellektuellen Fähigkeiten kommen, nicht einmal mehr der Widerspruch per se zwischen Glaube und Atheismus auf.

Menschen die von einem wissenschaftlichen Atheismus überzeugt sind, „glauben“ nicht an ihn, sondern begründen ihn mit rein wissenschaftlich belegbaren Fakten.

Es ist von keinem derart denkenden Menschen überliefert, dass er in Notsituationen „die Hände gefaltet“, gebetet oder einen Gott angerufen hat.

Das ist eine genauso platte und durch nichts zu beweisende Aussage, wie die Aussage, es gäbe einen Gott. Eine solche Aussage zeigt aber sehr offen die grundsätzliche, allen Religionen innewohnende absolute Intoleranz:

Weil für „Gläubige“, die sich für die moralisch besseren Menschen halten, obwohl die Geschichte der Religionen und ihrer Verbrechen das absolute Gegenteil beweist, nicht sein kann, was für SIE nicht sein darf, schaffen sie neben ihrem Gott weitere Trugbilder, wie das vom „gläubigen Atheisten“, wenn sie mit ihrer Argumentation sachlich am Ende sind.

Psychologisch wird ein solches Verhalten mit einem „in sich geschlossenen Weltbild“ begründet, was keinerlei Argumentation von außen zugänglich ist, sondern nach zig „ja aber“ Einwänden immer wieder auf den nicht beweisbaren Basiskern des eigenen Weltbildes zurückkommt, als der einzigen Wahrheit.

Übrigens haben Religionen und extreme politische Positionen, wie z.B. Neonazis, aus herrschender, soziologisch- sozialwissenschaftlich – wissenschaftlicher Lehrmeinung, die Grundlage von in sich geschlossenen Weltbildern gemeinsam, weswegen es auch so schwer ist, Menschen mit solchen Grundeinstellungen zu einem Überdenken ihrer Positionen zu bewegen.

Ein höheres Maß an geistiger Unflexibilität und Intoleranz, als bei solchen Menschen, ist nicht erreichbar.

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Malte Trösken

warum zitieren Sie immer wieder „www.waldorf.net“ also Dr. Detlef Hardorp?

Sind Sie nur “beratungsresistent“? Oder total „…“? Ich hab Ihnen doch schon gesagt, wen Sie da dauernd zitieren: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“ (siehe Ruhrbarone „Featured“)

Malte
13 Jahre zuvor

@Andreas Lichte: Und, Sie haben die Weisheit mit Löffeln…?

Ich kenne, mittlerweile, auch Webseiten auf denen vor ihnen gewarnt wird, sie können mich nicht „Bekehren“ 😉

Die Tages-Losung für Sie heute: » Markus 7, 21 «

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin

„Es gibt auch Webseiten auf denen vor Arnold Voß, Werner Jurga, mir, David und fast allen anderen hier gewarnt wird …“

Wir können ja mal einen Ruhrbarone-Wettbewerb starten:

„Wer hat die meisten Feinde?“

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin

Sag mir doch mal, warum Malte Trösken hier diese Bibel-Weisheit zum besten gibt, „Markus 7, 21“:

„denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus böse Gedanken; Ehebruch, Hurerei, Mord“

Bin ich Ehebrecher? Zuhälter, Mörder? Vielleicht sollte ich mal Malte Trösken als freien Mitarbeiter Detlef Hardorp & Co. vorschlagen …

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin (#36)

fühle mich geschmeichelt … aber ich finde, das müssen wir objektivieren … und am Ende heisst der Sieger dann doch …

Stefan Laurin !

Werner Jurga
13 Jahre zuvor

„Hatte Ihr Mann Feinde?“ (Derrick)

Werner Jurga
13 Jahre zuvor

@ Stefan. „Toleranz, Moral und Religion“?

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin

https://www.youtube.com/watch?v=_zUZlxEYF8o

„The Wirtschaftswunder – Der Kommissar“

(„… aber was soll ich denn verschweigen?! … ich verschweige nichts, Herr Kommissar!“)

Malte
13 Jahre zuvor

@Andreas Lichte: sie verstehen den Zusammenhang nicht 😉

@Stefan: Siehst Du, genau so ist es, wem soll man da glauben? [bei dir ist das was anderes, wir kennen uns persönlich!]

Warum sollte ich einem A. Lichte glauben schenken, wenn meine persönliche Erfahrung [Familie, Freunde usw.] eine andere ist, hm?

Der Mann ist auf der Jagd, und versucht jeden von seiner Meinung zu überzeugen, und das sehr „penetrant“!

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Malte Trösken

Sie schreiben: „Der Mann ist auf der Jagd, und versucht jeden von seiner Meinung zu überzeugen …“

Also, Sie versuche ich schon mal ganz sicher nicht zu überzeugen, hoffnungslos, „beratungsresistent“, oder oder auch einfach nur „…“

Werner Jurga
13 Jahre zuvor

@ Andreas Lichte, @ Malte: Friede sei mit Euch, Brüder! Denn der Herr ist mit Euch. Und selig sind die Friedfertigen, Amen.

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Werner Jurga

„Versöhnen statt Spalten“

sollte das wohl heissen … aber warum sagst du das einem Hippiemädchen – pardon, Mörder! – wie mir?

Andreas Lichte
13 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin (#46)

auch wenn ich das Hippiemädchen bin … mit Malte Trösken möchte ich doch wirklich nicht in einem Satz genannt werden … pass auf, sonst setzt es von mir auch gleich Bibelverse ! (oder Hippiemusik)

Helmut Junge
13 Jahre zuvor

@Malte, @Andreas Lichte,
Feuer mit heißer Flamme bekämpfen, das macht euch trotz Eurer Abneigung zueinander, doch irgendwie zu Brüdern.

Theo
Theo
13 Jahre zuvor

„Feuer mit heißer Flamme bekämpfen, das macht euch trotz Eurer Abneigung zueinander, doch irgendwie zu Brüdern.“

ist das aus dem „Ersten Buch Junge“ ?

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