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Toni Turek – „Fußballgott“: Eine Biographie

Am 18. Januar 2019 wäre der ‚Fußballgott‘ Toni Turek 100 Jahre alt geworden. Rechtzeitig zu diesem Jahrestag erschien kürzlich die erste umfassende Biographie des Torhüters der Weltmeisterschaftmannschaft von 1954 im Arete Verlag.

Die Lebensgeschichte Tureks, der von der Reporter-Legende Herbert Zimmermann nach dem „Wunder von Bern“ seinerzeit im Überschwang der Gefühle als „Fußballgott“ bezeichnet wurde, ist dabei mehr als reine Fußballgeschichte. Sie spiegelt zugleich vor allem die Nachkriegsgeschichte Deutschlands mit dem Leben im beginnenden Wirtschaftswunder wider. Zahlreiche schwarz-weiß Fotos vervollständigen den ausführlichen Blick auf Toni Tureks bemerkenswertes Leben.

Verfasst wurde das Buch über das Leben des gebürtigen Duisburgers, der im Jahre 1984 verstarb, von Dr. Werner Raupp. Dieser betreibt das Toni Turek-Archiv in Hohenstein und pflegt zudem auch die Homepage www.toni-turek.info.

Die im Januar 2019 frisch verlegten gut 200 Seiten sind überaus informativ und wirklich angenehm zu lesen. Leider kann die optische Aufmachung des präsentierten Büchleins mit dem Inhalt nicht wirklich mithalten. Die Papierqualität ist mäßig und der Einband wirkt leider vergleichsweise billig. Schade auch, dass die zur Bebilderung eingesetzten Fotos nicht wirklich gut zur Geltung kommen. Da wäre von Verlagsseite sicherlich deutlich mehr drin gewesen.

Für Fußball-Fans und an Sportgeschichte interessierte Zeitgenossen ist das frisch erschienene Werk hier im Blog trotzdem eine Empfehlung wert. Schließlich geht es bei einem Buch in erster Linie um den Inhalt und nicht um die Aufmachung. 😉 Und der vorgelegte Text ist in diesem Falle tatsächlich über jeden Zweifel erhaben.

  • Taschenbuch: 208 Seiten

  • Verlag: Arete Verlag

  • ISBN-13: 978-3964230089

  • Preis: 16,00 Euro

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2 Kommentare zu “Toni Turek – „Fußballgott“: Eine Biographie

  • #1
    Gerhard Otto

    Tja, der DFB suhlt sich medial gern hochglänzend im "Wunder von Bern".

    Der DFB haut flächendeckend Flyer zu sinnvollen und sinnlosen Kampagnen raus.

    Warum, weshalb, wieso ist der DFB nicht in der Lage, im "Eigenverlag" Biographien, Anthologien etc. in nem ansprechenden "Outfit" (Typo, Papierwahl, Design) zu veröffentlichen?

    Ist den in der Otto-Fleck-Schneise 6 (Frankfurt a.M.) sitzenden BWL-Typen "das Gedöns von gestern" ein lästiges, die Bilanz belastendes Unterfangen?

  • #2
    walter stach

    Robin,
    ich kann mir nicht vorstellen, daß es genügend Interessierte geben wird, die das Buch kaufen und den Buchverkauf für den Verlag zu einem rentablen Geschäft machen könnten.

    Selbst für mich, der 1954 wie so viele Deutsche -nicht nur Fußball-Fans- vor dem Radio gesessen und Herbert Zimmer hat kommentieren hören, ist die Erinnerung an Toni Turek zwar noch präsent, aber nicht so gewichtig, daß ich mir das von Dir -dankenswerterweise- vorgestellte Buch kaufen werde
    Aber…
    Ich kann mir durchaus vorstellen, daß es Freunde/Freundinnen gibt, die mir dieses Buch bei "passender Gelegenheit" schenken werden, u.a. deshalb, weil sie allesamt schon einige Male erleben/erleiden mußten, wenn ich über die WM 1954, über Herberger, Turek und Co erzählt habe einschließlich der familiären Lebensumstände in dieser Zeit und der damaligen politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Verfaßtheit der seit rd. 5 Jahren bestehenden "BRD".

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