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Trianel-Kraftwerk Lünen: BUND will erneut klagen

Das Trianel-Kraftwerk in Lünen. Quelle: Wikipedia; Foto: Possi88; Lizenz:

Das Trianel-Kraftwerk in Lünen. Quelle: Wikipedia; Foto: Possi88; Lizenz: CC-BY-3.0

Kurz vor Ablauf der vierwöchigen Frist hat der ‚Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland‘ (BUND) erneut Klage gegen das Land NRW in Sachen des Trianel-Kraftwerks in Lünen eingereicht.

Wie das Medienhaus Bauer aus Marl in seinen heutigen Printausgaben berichtet, hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster dies auf Nachfrage bestätigt. Die Klage sei dort am 30. Dezember 2013 eingereicht worden. Nähere Details sind aktuell noch nicht bekannt.

Zuletzt war bereits spekuliert worden, der BUND würde eventuell auf eine weitere Klage gegen das Kraftwerk in Lünen verzichten um Kräfte und Ressourcen für den juristischen Kampf gegen das nur wenige Kilometer entfernt gelegene E.ON-Projekt in Datteln zu bündeln.

Dies ist nun offenbar nicht der Fall.

Das Trianel-Kraftwerk in Lünen war erst vor wenigen Wochen, nach Erteilung der erforderlichen Genehmigungen, offiziell in den Dauer-Betrieb gegangen, nachdem es zuvor bereits fast ein Jahr lang bereits im Probebetrieb lief. Die Bauzeit des Meilers hatte fünf Jahre betragen.

Der BUND sieht trotz diverser erfolgter Nachbesserungen noch immer erhebliche Belastungen für die angrenzenden ‚Cappenberger Wälder‘ und die Lippe, welche durch Lünen fließt. Offenbar in einem Ausmaß, welches auch eine neuerliche Klage des Umweltverbandes aus dessen Sicht rechtfertigt.

Das Thema wird uns also auch zukünftig wohl auch hier bei den Ruhrbaronen noch weiter beschäftigen.

Passend zum Thema:

http://www.ruhrbarone.de/kraftwerk-luenen-trianel-feiert-aber-was-eigentlich-genau/

http://www.ruhrbarone.de/luenen-trianel-kraftwerk-verkauft-auch-ohne-vorbescheid-bereits-strom/

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5 Kommentare zu “Trianel-Kraftwerk Lünen: BUND will erneut klagen

  • #1
    Walter Stach

    Danke, Robin, für den Hinweis.

    Wir Waltroper -jedenfalls mehrheitlich- werden danach auch in 2o14 weiterhin einen “Kampf an drei Fronten” zu führen haben -TRIANEL, E.ON-Dattteln IV und New-Park- und vor allem können wir dabei weiterhin auf den BUND bauen und der auf uns.

    Für ein öffentliches Engagement gibt es also weiterhin in Waltrop und Umgebung -neben vielem Anderen- besonders interessante, wichtige, problembeladene Betätigungsfelder.

    Ich bin gespannt, ob, wie und ggfls. mit welchen Konsequenzen die drei genannten Projekte bei der Kommunalwahl -Rat,BM-relevant sein werden, insbesondere, aber nicht nur in Waltrop.

  • #2
    Walter Stach

    “Parteienpenden: Skandal im Ruhrgebiet”,

    so überschreibt KONTEXT -www.kontext-wochenzeitung.de- in der Ausgabe 144./1.Woche vom 4./5.1.2o14-einen Artikel von Jürgen Lessat.

    Lessat erklärt auch dem Nicht-Ruhrgebietler anhand eines konkreten Falles die im Ruhrgebiet herrschende Filzokratie von Politik, (Energie-/Kohle)Wirtschaft und Medien, eine Filzokratie personeller Natur, geschmiert durch diverse Spenden, hier von Evonik an SPD/CDU, was allerdings den Ruhrgebietler nicht überraschen kann, denn diese Filzokratie gehört für ihn zu den Traditionen im Revier und wird von ihm stillschweigend, jedenfalls im Regelfall unbeanstadet zur Kenntnis genommen.

    Was hat das Ganze mit dem TRIANEL-Kohlekraftwerk zu tun?

    Die d.KONTEXT expemplarisch beschriebene Filzokratie bestimmt die Energiepolitik in NRW, sprich die Kohlevorrang-Politik, und macht deutlich, warum es Kritiker dieser Politik in NRW, speziell im Ruhrgebiet außerordentlich schwer haben,eben auch dann, wenn es um Kohle- Großkraftwerke wie TRANEL -Lünen- und E.ON-Datteln IV geht.

    Interessant ist für mich zudem, daß die hier angesprochenen Evonik-Spenden in den Medien in NRW, speziell im Ruhrgebiet nur “ganz nebenbei” erwähnt worden sind und es einer Aktivität von außerhalb, hier aus Stuttgart,bedurfte, dem Ganzen die notwendige mediale Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

  • #3
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