#1 | Peter Köhlert sagt am 23. Mai 2016 um 11:15 Uhr

Vorbemerkung: seit dem 15. I läuft die neue Lindenberg bei mir auf allen playern rauf und runter, quasi rund um die Uhr. Nach meiner Meinung völlig zu Recht durchgestartet auf Platz 1 der charts.
Nun zum Abend des 20. Mai: Es ist geradezu mitleiderregend, wie verbissen der mittlerweile 70 Jahre alt gewordene Udo sich an der Vergangenheit festklammert. In der kompletten Show ist gerade mal Platz für 5 Songs (von 15) von der neuen CD – Nostalgie pur… Und nach über 2 Stunden wird dann tatsächlich noch der 'Sonderzug nach pankow' bemüht, der nun wirklich schon längst aus der Zeit gefallen ist.
Und nun zu der 'sensationellen show', die den einen oder anderen so in Verzückung zu versetzen vermag. Der Auftritt der Geburtstagsgrüße ist okay (Highlight für mich die eingedeutschte Variante von highway to hell mit Udo und Otto waalkes – wann gibts dass mal auf Platte?), aber sonst – sensationell? Auch die Idee, die ganze zeit die Bühne mit 6 ganz liebreizenden Ladies zu bevölkern reist es nicht raus. Deren aufgabe? singen sollten Sie wohl, gelegentlich auch mal ein Musikinstrument in die hand nehmen, aber der wesentliche Job war wohl die präsentation der sekundären geschlechtsmerkmale (Ärsche und Titten), soviel zur Funktion und Qualität der Kostüme. Soviel Frischfleisch auf der Bühne zu präsentieren traut sich noch nicht mal der Bühnenmacho Mick Jagger. Stellt sich die Frage nach dem Sinn und Zweck des ganzen? Will U.L. uns zeigen, dass er da trotz der zahlreichen Lenze auf seinem Buckel da noch mithalten kann? Gute, alte Zeiten – hatten wir schon mal (s.o.).
Oder meint er, damit von seiner Musik ablenken und müssen. Das hat er doch h nicht nötig, er müsste sich nur trauen, sie auch zu spielen (auch s.o.).
Nach zweieinhalb Stunden hatten wir die Nase voll und sind gegangen. Schade um die zeit. Da hätten wir uns besser zu Hause hingesetzt und uns nochmal die neueste CD angehört. Die nämlich ist und bleibt SPITZE! !!!