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Wahlkampf 2017: In Waltrop vergrault ein breites Parteienbündnis die AfD aus der Fußgängerzone

Wahlkampf in Waltrop. Foto(s) Michael Kamps

Seltene Aufregung heute Vormittag in der Waltroper Fußgängerzone. Statt nur der vor Ort sonst üblichen Politikvertreter betrat diesmal erstmals auch die im Stadtrat nicht vertretene AfD die lokale Wahlkampfbühne in der 30.000 Einwohner-Stadt im Kreis Recklinghausen.

Die restlichen am Ort regelmäßig um Wählerstimmen werbenden Parteien verbündeten sich spontan gegen den unwillkommenen Konkurrenten.

Das sich rasch aufschaukelnde Geschehen am ‚Kiepenkerlbrunnen‘ mündete am Ende gar in einem Polizeieinsatz.

Die Ruhrbarone haben dazu mit der Waltroper Fraktionchefin der Grünen, Monya Buss, über das Geschehen an diesem ungewohnt ‚stimmungsvollen‘ Wahlkampf-Vormittag im nördlichen Ruhrgebiet gesprochen.

„Gegen 10Uhr heute Morgen – wir hatten alle unsere Stände bereits aufgebaut – traf auf einmal die AfD mit einem eigenen Stand ein. Wir Bündnisgrüne sind daraufhin zu den anderen Parteien (Linke, SPD, CDU und FDP) gegangen, um für Unterstützung zu werben. Gleichzeitig holten wir schon einmal unser parteiübergreifendes ‚Aktionskit‘ gegen Rassismus aus dem Parteibüro und fingen an uns mit allen Parteien am AfD-Stand zu positionieren, unsere Aktions-Flyer zu verteilen.“

Erwartungsgemäß blieb diese Konfrontation der örtlichen Parteienvertreter nicht unbeachtet.

„Die AfD fand dies anfangs wohl noch ganz amüsant, wurde aber zunehmend gereizt, als einige Bürger hinzu kamen und gemeinsam auf den Boden vor dem Stand mit Kreide Sprüche wie „Refugees Welcome“ und „Waltrop hat keinen Platz für Rassismus“ schrieben.“

Doch dann wurde es schon bald etwas aufgeregter.

„Erste Beleidigungen wie „Ihr doofen Blagen, geht doch in den Kindergarten“ usw. folgten. Für uns jedoch kein Grund die Fassung zu verlieren“ so Buß gegenüber den Ruhrbaronen.

„Wir haben nett gelächelt und langsam einen Kreis um den AfD-Stand gebildet. Dabei wurde auch Flatterband genutzt.“

Mit dieser optischen Ausgrenzung endete dann offenbar dann auch der Spaß, wurde die Situation auf Seite der AfD schnell recht angespannt.

„Ein AfDler griff eine Parteikollegin von mir zunächst wiederholt verbal an, um sie dann irgendwann auch aktiv zur Seite zu stoßen und zu versuchen ihr das Flatterband aus der Hand zu reißen“ schildert die örtliche Grünenchefin uns gegenüber den weiteren Ablauf.

„Unser Parteimitglied verteidigte sich aktiv, indem sie Passanten recht lautstark darauf aufmerksam machte, dass sie soeben physisch attackiert worden ist.“

Da die AfD über Minuten offenkundig nichts gegen die rund 30 Personen machen konnte, welche ihren Stand umringten, rief die AfD dann die Polizei“ bestätigt Buß.

Die Polizei versuchte die inzwischen recht aufgeheizte Situation mitten im Stadtzentrum von Waltrop dann zu schlichten, schritt jedoch letztendlich nicht weiter ein.

Ein kurzer Disput ereignete sich offenbar noch als ein junger muslimischer Mann mit einem AfDler lautstark stritt, der ihn (laut Monya Buß) als ‚Islamisten‘ beleidigt hatte.

Der junge Mann ließ sich aber offenbar nach kurzer Zeit auch wieder beruhigen und somit gab es auch hier für die Polizei in dieser Angelegenheit am Ende nichts zu tun, woraufhin sich die Polizei wieder von der Szenerie entfernte.

Doch so ganz war die Angelegenheit auch danach offenbar noch immer nicht geklärt.

„Kurzzeitig versuchte ein AfDler mich in meine Schranken zu verweisen, weil ich Seifenblasen pustete“ schmunzelte Buß im Rückblick.

„Der Protest gipfelte dann in dem Auftritt der Tanzgruppe ‚Salam‘, die sich mit den Anti-AfD-Aktivisten aus der lokalpolitischen Szene Waltrops solidarisch zeigte und spontan einen Auftritt rund um den AfD-Stand improvisierte.“ Immer mehr Passanten schlossen sich diesem friedlichen Protest an, beschreibt Buß den Fortgang der Dinge gegenüber den Ruhrbaronen.

„Gegen 13Uhr packte die AfD ihren Stand dann wieder ein und verließ den Platz.“

Der Protest des Parteienbündnisses der im Stadtrat vertretenen Parteien zeigte offenkundig Wirkung.

Wer die AfD im konkreten Falle heute in Waltrop vertreten hatte ließ sich bisher übrigens noch nicht ermitteln. Auch der vor Ort anwesenden ‚Waltroper Zeitung‘ gelang es offenbar bisher nicht zu erfahren welche AfD-Vertreter sich heute denn in Waltrop dem versammelten Wiederstand der im Stadtrat vertretenen Parteien zu erwehren hatten.

Soll aber nun bitte keiner mehr sagen, dass der Bundestagswahlkampf 2017 immer zwingend langweilig ist. 😉

RuhrBarone-Logo

69 Kommentare zu “Wahlkampf 2017: In Waltrop vergrault ein breites Parteienbündnis die AfD aus der Fußgängerzone

  • #1
    thomas weigle

    @Robin Ich bin mir nicht sicher, ob solches Geschehen, wie Du das beschreibst, letztlich nur einem nutzt: der AfD. Nicht mal ignorieren ist möglicherweise das bessere Rezept. Am Wahlabend, wenn Jörg Schönenborn einmal mehr die Welt erklären wird, werden wir alle schlauer sein.

  • #2
  • #3
    GMS

    Sicherlich nicht langweilig, aber ob Kindergarten gegen die "Allianz für Dumme" hilft? Vor allem weil man mit der "Linken" sich auch eine weitere Partei ins Boot holt die Demokratie als Übergangsschritt sieht.

  • #4
    Walter-Stach

    Robin,
    ich war ca. 12. 3o Uhr am sog. Kiepenkerl-Brunnen. Ich habe mit einigen Bekannten -von den Grünen, von der CDU und -selbstverständlich- von "meiner " SPD kurz gesprochen, u.a. mit Frank Schwabe, dem hiesigen MdB , der erneut für die SPD kandidiert.
    Ich habe, wenige Meter neben dem AFD-Stand, die ca. 5 Personen, die dort standen, bewußt und für diese bemerkbar ignoriert und lautstark einem Gesprächspartner -von der LINKS-Partei- erklärt, daß ich mit Anhänger einer völkisch-rassistischen Partei kein Wort wechseln würde, denn bei mir hätte die jüngste Gauleiter-Aussage das letzten Fünkchen erlöschen lassen, das bei mir dafür hätte sprechen können, bei der AFD handele es sich um eine " normale" demokratische Partei mit einer deutsch-nationalen Grundausrichtung und nicht um eine völkisch-rassistische Gesinnungsgemeinschaft.

    Im übrigen habe ich den anwesenden Vorsitzenden der SPD und der CDU erklärt, daß es nach meiner Meinung sinnvoller hätte sein können, den ADLern durch Nicht- bzw. durch Mißachtung zu zeigen daß sie sich außerhalb des breiten Spektrums der Parteien in Deutschland befindet, für die völkische Rassisten Außen vor sind und Außen vorzubleiben haben. Ich meine, es ist an der Zeit, auch für die Medien in Deutschland, mehr als bisher und deutlicher als bisher diesbezüglich gegenüber der AFD "klare Kante " zu zeigen.

    Thomas Weigle,
    1.
    nach den jüngsten Umfragen könnte meine Hoffnung in Erfüllung gehen, nach der die AFD unter der 1o% Marke bleiben wird. Würde die AFD die 1o% Marke überschreiten, wäre ich noch mehr als das ohnehin schon der Fall ist besorgt um die Zukunft einer Gesellschaftsordnung, die m.E. getragen und die geprägt sein sollte von den Ideen individueller Freiheit und Verantwortung und von Glauben an die unantastbaren Würde eines jeden Menschen, auf dem die Idee von der Gleichheit basiert, und in der im privaten wie im öffentlichen Leben als Handlungsmaxime für jedermann das Bemühen um Gerechtigkeit zu gelten hat.
    2,
    Insofern (!!) ist es für mich relativ belanglos, ob die neue Bundesregierung von einer CDU/CSU/FDP Koalition getragen werden wird -wo für m.E. derzeit Alles spricht- oder von einer Koalition mit der SPD, aber -für mich als SPDler- "um keinen Preis" wieder in einer sog. große Koaltion.

    Bei der Gelegenheit noch eine weitere Anmerkung:
    Ich vermisse -nicht nur im Wahlkampf- in der politischen Debatte in Deutschland – über Diskurse in "kleinen Cirkeln" hinaus- eine öffentliche Auseinandersetzung mit all den Fakten, die darauf hinweisen, daß die "heile Welt", die relativ heile, in der die Menschen in der sog. westlichen Welt in den letzten rd. 70 Jahren gelebt haben -ich auch-, zu Ende zu gehen scheint.
    Aber :
    Ich will und ich werde jedoch über diese Anmerkung, deren Inhalt mich umtreibt, "dieses Fass" hier nicht weiter aufmachen.

  • #5
  • #6
    Gabriel Roeff

    Soviel zum Thema Toleranz bei dem "breiten Parteienbündnis".

    Erinnert an (*vom Moderator editiert*).
    Ja, die Bündnisgrünn und Linke, SPD, CDU und FDP… haben sich die Heldenhaftigkeit abgeschaut.
    Gratulation !

    Und das fällt auch auf:
    ‚Aktionskit‘ gegen Rassismus" liegt im Parteibüro bereit… interessant.
    Gibt es auch ein "Aktionskit gegen islamischen Terror" ?
    Oder ein "Aktionskit gegen Tarrahush- Attacken" ? (sexuelle Belästigung)
    Oder ein "Aktionskit gegen Kopftreter- Attacken" ?
    Oder ein "Aktionskit gegen Messer- Attacken" ?

  • #7
    Ferdinand Weber

    Wenn man selbst keine Argumente hat , dann blockiert man eben den Stand von denen, die Argumente haben, wendet also letztlich Gewalt gegenüber der AfD an. Wer sind jetzt die Faschisten?

  • #8
  • #9
  • #10
    Mensch

    Ich hoffe, dass eine Strafanzeige wegen Nötigung gegen die Blockierer des Standes gestellt wurde.

  • #11
    Gerd

    Man sieht dass die demokratische Decke dünn ist:

    „Wir haben nett gelächelt und langsam einen Kreis um den AfD-Stand gebildet. Dabei wurde auch Flatterband genutzt.“

    Man stelle sich vor was los wäre, würden AfDler die Wahlkampfstände anderer Parteien umzingeln und Passanten man Zugang hindern.

  • #12
    thomas weigle

    #5-11 Jetzt kriegt Euch mal wieder ein. Gegenüber dem, was gerade aus der LTF Meck-Pom bekannt wird, taugt dies, was der gute Robin Patzwald aus Waltrop berichtet, nun wirklich nicht als Aufreger oder als Bewies für besonders undemokratisches Verhalten. Man kann über die Zweckmäßigkeit solcher Aktionen diskutieren, undemokratisch sind sie eher nicht.
    Es ist das alte Lied, da wiederhole ich mich gerne: im Austeilen Championsleague, im Einstecken Kreisliga C.

  • #13
    Christiane

    Man schämt sich einfach nur fremd und hofft, daß man im Ausland nicht mit diesen "demokratischen Kräften" in einen Topf geworfen wird.
    Liegen eigentlich schon die nicht dokumentenechten Bleistifte für die Wahlkabinen bereit?
    https://www.bundeswahlleiter.de/service/glossar/s/schreibstift-wahlkabine.html

  • #14
    Gerd

    "Es ist das alte Lied, da wiederhole ich mich gerne: im Austeilen Championsleague, im Einstecken Kreisliga C."

    Dann verrate uns doch bitte Details über derartige Blokadeaktionen der AfD: Ort, Datum, betroffene Partei. Mich wunderts gar gewaltig, da ich von sowas noch nie in der Presse gelesen habe, aber wenn du feststellst, dass die AfD derartiges austeilt, dann muss es ja passiert sein.

    Wo und wann hat die AfD Wahlkampfstände welcher Parteien blockiert/angegriffen?

  • #15
    thomas weigle

    @ Walter Stach Ich gehöre der GOLDENEN GENERATION. an, die zum richtigen Zeit im richtigen Teil Deutschlands geboren wurde. Du bist ja, das habe ich dem einen oder anderen Beitrag Deinerseits entnommen, älter als ich(1950 geboren). Deinem obigen Beitrag entnehme ich, dass Du die letzten Jahrzehnte ähnlich beurteilst wie ich. Wir haben einfach Schwein gehabt, ich mehr als Du, weil ich, im Gegensatz zu Dir, nix mehr von NS ,Krieg/ Befreiung und Nachkriegselend mitbekommen habe. Es wurde lange Zeit von Jahr zu Jahr besser. Auch dank "Deiner" SPD, die auch mal "meine" war. Und eines sollten wir nicht vergessen: wir waren die Nutznießer der DDR. Ohne dieses Konkurrenzmodell wäre vieles anders gelaufen "in diesem, unserem Lande."

  • #16
    Michael Frisch

    „Wir haben nett gelächelt und langsam einen Kreis um den AfD-Stand gebildet. Dabei wurde auch Flatterband genutzt." Das heißt im Klartext nichts anderes, als dass man den AfD-Stand – wie vom SPD-und Grünen-unterstützten Bündnis Aufstehen gegen Rassismus empfohlen – abgesperrt hat, um damit den Kontakt zu Bürgern zu verhindern. Ein solches Verhalten ist zutiefst undemokratisch, zerstört die Chancengleichheit der Parteien und kann nur als totalitär bezeichnet werden. Dass die Grünen sich dessen auch noch rühmen, ist beschämend und bezeichnend zugleich. Wo sind hier die wirklichen Feinde der Demokratie??

  • #17
    thomas weigle

    @ Gerd Ich finde die Gewaltphantasien eines stellv. Fraktionsvorsitzenden der AfD in einem Landtag weiß Gott gefährlicher und beunruhigender als eine sicher nicht unbedingt gut durchdachte Blockadeaktion. Zumal er offenbar nicht der einzige höherrangige Funktionär in der AfD ist, der so denkt und überhaupt keine Hemmungen hat, dies einer größeren Öffentlichkeit mitzuteilen. Das scheint Dir keiner Erwähnung wert. Warum ist das so? Spaß an Gewaltfantasien, wenn´s gegen Parteien und Personen geht, die Dir nicht gefallen?

  • #18
    thomas weigle

    #16 Totalitär waren Nazismus und Kommunismus. Die Täter des Holocaust oder des Holodomor auf eine Stufe mit den "Vorfällen" in Waltrop zu stellen, ist einfach nur selten dämlich.

  • #19
    Ulli

    Wenn diese "Politiker" Veranstaltungen der AfD stören oder verhindern, ist das ganz klar undemokratisch, und alle Beteiligten gehören vom Verfassungsschutz überwacht.

  • #20
    Gerd

    #17:

    Mit anderen Worten, du gibt’s zu, dass die AfD die Wahlkampfstände anderer Parteien nicht blockiert! Danke! 🙂

    PS: Keine Ahnung, was da in M-P passiert ist, aber solange es keine Blockade von Wahlkampfständen mit Nötigung, Sachbeschädigung und/der Körperverletzung war, verbuche ich den Hinweis darauf als Versuch von Thema abzulenken.

  • #21
    Christian

    Ich stelle fest, dass der Wahlkampf in Waltrop von den Altparteien anscheinend auf allerhöchstem Niveau geführt wird. Sehr beeindruckend und vermutlich empfinden sich die provinziellen Flatterband-Träger zu allem Überfluss auch noch als die Retter und Verteidiger der Demokratie.

    Es bleibt zu hoffen, dass dieser Ausflug in die Anarchie dem interessierten Wähler in allen Details zugetragen wird und der AfD ein paar zusätzliche Prozentpunkte beschert.

  • #22
    thomas weigle

    #20 Wieso wundert mich das nicht, dass Du von den Vorgängen um die AfD-Fraktion in Meck-Pom. und deren Gewaltfantasien und Todesdrohugen gegen v.a. Linke, aber auch andere, nichts zu wissen. vorgibst? Sogar die Tagesschau berichtete, Der Typ verließ Fraktion und Partei,um , hehe, "Schaden von seiner Partei zu wenden", seine Partei distanzierte sich in deutlichsten Worten von ihm. So weit schien alles in trockenen Tüchern für die AfD. Dumm nur, dass mittlerweile weitere höherrangige AfD-Mitglieder mit ähnlichen Äußerungen in den Fokus geraten sind.
    Ich gehe also davon aus, dass Deine Erregung über die WALTROPER VORGÄNGE von den gravierenden faschistischen Äußerungen der Afd ablenken sollen.

  • #23
    Walter-Stach

    Thomas Weigle
    -15-
    Ja, so ist es:
    -mit uns, mit unserer pers. Geschichte, mit der Geschichte Deutschlands nach 1945 und daraus folgernd mit Deiner und meiner Bewertungen dessen, was die Ursachen für die NS-Diktatur waren und wie wir Beide (unter vielen anderen) bis heute im Bewußtsein der schrecklichen Folgen der NS-Diktatur leben und zu leben : mit den schrecklichen Folgen für die Menschheit im allgemeinen, für die Soldaten im Krieg, für die Menschen in den von deutschen Truppen besetzten Gebieten mit den schrecklichen Folgen für die Juden, die Roma ,für alle von den Nazi als minderwertig eingestufte Menschen und schlußendlich mit den schrecklichen Folgen für Deutschland, für das deutsche Volk .
    Und mit diesem unser Beiden Bewußtsein läßt sich u.a. -nicht nur- erklären, warum wir Beide trotz so mancher Meinungsverschiedenheiten in politischen Tagesfragen eine gemeinsame Grundüberzeugung haben und diese u.a. hier bei den Ruhrbaronen vertreten, wenn es darum geht, sich wider alle völkischen-rassistischen-faschistoiden Überzeugungen zu positionieren nach dem Motto: "Wehret den Anfängen".
    -Ich rede diesbezüglich nicht über das von Robin Patzwald geschilderte Geschehen heute hier in meiner Heimatstadt Waltrop. Die Aktion gegen den "AFD-Wahlkampfstand" halten wir Beide übereinstimmende -sh.1, sh. 4- für politisch sinnlos, ja sogar aus der Sicht von AFD-Gegnern für kontraproduktiv. Zudem erscheint diese "Anti-AFD- Aktion" nach dem mir nur oberflächlich bekannten Sachverhalt rechtlich – zumindest – fragwürdig zu sein.

    PS
    Im übrigen meine uneingeschränkte Zustimmung zum Inhalt Deines Beitrages -18-!!!

  • #24
    Michael S

    das ist doch einfach nur noch krank. Dieses Land bewegt sich mit Riesenschritten in Richtung einer totalitären Einparteiendiktatur, in der jeder Andersdenkende hemmungslos niedergeknüppelt wird.

  • #25
    Ahmed

    Da hatte Akif P. mit seinem ironischen Spruch ja Recht-diese Leute würden doch am liebsten die K.. wieder …

    In China haben solche Leute ihre eigenen Eltern angezeigt obwohl klar war das ihnen bei den Schauprozessen der Tod drohte.

  • #26
    RobinS

    Mein Mitleid mit den AFD-Wahlkämpfer hält sich in Grenzen,

    Die AFD ist eine von völkischen Rassismus durchsetzte Partei,, daher bewegt sie sich m,E, auch nicht innerhalb der demokratischen Grundordnung,

    Insofern ist es richtig,diese Partei mit allen gewaltfreien Mitteln zu bekämpfen,

    Ich kann an der Aktion nichts unehrenhaftes erkennen,

  • #27
    RobinS

    PS: viel schlimmer finde ich es, Typen wie Alexander Gauleiter noch in Talkshows wie erst diese Woche bei Schnukli Plasberg einzuladen,

  • #28
    abraxasrgb

    Hätte man rechtzeitig "so geschlossen" die Grenzen blockiert, wäre die AfD kein Thema 😉

  • #29
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Leute, mir ist klar, dass das Thema emotional besetzt ist. War die Veranstaltung in Waltrop gestern ja auch. 😉 Deshalb moderiere ich hier derzeit auch recht großzügig. Aber bitte bleibt im Rahmen, versucht doch bitte wieder etwas sachlicher zu diskutieren. Danke!

  • #30
    Susanne R.

    Ich mag die AfD auch nicht, aber diese Aktion ist schon rechtlich sehr grenzwertig:

    https://dejure.org/gesetze/VersG/21.html

    § 21

    Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

  • #31
    Gerd

    #22:

    Sie kennen den Unterschied zw. Gewaltphantasien und Gewalttaten? Erstere sind imaginäre, letztere real und illegal.

  • #32
    Hans

    Erstaunlich, dass hier doch relativ viel Sympathisanten der rechtsextremen Pegida-Partei, äh, AfD vertreten sind.

  • #33
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Hans: Ich habe #AFD verwendet bei der Verbreitung über Social Media…. Dürfte zumindest ein Teil der Erklärung sein. Unsere Stammkommentatoren kommen sonst eigentlich nicht aus dieser Ecke.

  • #34
    Der Denkende

    Da sieht man wie sich die Altparteien in einer sogenannten Demokratie benehmen. Dann sitzen diese ach so gerechten auch noch an den Wahlurnen. Ein Schelm wer da dann noch Böses denket.

  • #35
    thomas weigle

    #34 Die Kommunen suchen immer freiwillige Wahlhelfer. Außerdem sind die Auszählungen ab 18.00 immer öffentlich.
    #31 Auch Aufrufe zur Gewalt sind verboten, wie im Laufe der knapp 70 Jahre Bundesrepublik v.a. Linke erfahren mussten. Es gab allein von 51-68 knapp 6700 Urteile gegen Kommunisten, in der Regel wg. des Aufrufens zur Beseitigung der verfassungsgemäßen Ordnung. Von der realen Beseitigung der FDGO waren diese Kommunisten Lichtjahre entfernt, dennoch wurde ermittelt, bestraft und verboten.

  • #36
    Helmut Junge

    Wer der AFD schaden will, kann das nur, indem er ihr die Wähler abspenstig macht. Wie sonst sollte das gehen? Kritikpunkte dazu gäbe es in Hülle und Fülle. Die sollte man laut benennen. Ob die obige Aktion dazu geeignet ist Wähler abspenstig zu machen, , bezweifle ich. Ich fürchte, daß sie diesen Zweck nicht nur nicht erfüllt, sondern daß sie sogar kontraproduktiv ist. Das wird man dann aus dem Vergleich der Wahlergebnisse sehen können. Man wird dann natürlich sagen können, daß alles noch viel gekommen wäre, hätte es diese Aktion nicht gegeben. Klar.

  • #37
    Demo krat

    Höchst undemokratische und intolerante Aktion von Anhängern der etablierten Parteien. Ganz vorne dabei nätürlich die Grünen. Die die immer Toleranz predigen sind selbst intoloerant. Ein Armutszeugnis

  • #38
    Frank Orloff

    Jetzt bin ich aber froh, dass es noch andere Orte gibt, in denen sich Bürger ohne jegliche undemokratische Vorgehensweise über die verschiedenen Wahlprogramme informieren können. Waltrop ist also nicht überall und das ist gut so.

  • #39
    Thorsten Stumm

    @Helmut Junge
    Genau das…wenn eine Strategie nicht funktioniert und sogar kontraproduktiv ist, dann ist es dämlich sie immer wieder zu wiederholen…..

  • #40
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Wird im konkreten Falle so wohl auch am nächsten Samstag sicherlich spannend. Denn was passiert, wenn wieder Fußgängerzonenwahlkampf mit allen Beteiligten am Ort angesagt ist?

  • #41
    Klaus Lohmann

    @#24 Michael S: Nein, keine Bange, solch einen Erdrutsch-Wahlsieg würden sich noch nicht einmal glühendste Verfechter der AfD-Höckenazis für ihre Partei erträumen.

  • #42
    Walter-Stach

    Was läuft so Alles schief in diesem unserem Lande?

    Mir ist z.B. nicht bekannt, daß die angesichts der Episode in Waltrop sich höchst Empört gebenden Anhänger u., Sympathisanten der AFD sich auch nur ansatzweise ähnlich empört gezeigt haben wegen der rechtsextremen (!!) Terrorakte des NSU:
    9 Morde an Migranten, einen Polizistenmord, zwei Sprengstoffanschläge, 15 Raubüberfälle.

    Ich habe hier bei den Ruhrbaronen mehrfach -losgelöst von der AFD und ihrer Anhängerschaft- mit mit Blick auf die Gesellschaft insgesamt "in diesem unserem Lande" nach dem Warum der Verdrängung dieses rechtradikalen Terrors gefragt. U.a. mit Blick auf die Medien, die eben nicht , wie ich es für dringend geboten halte, immer wieder die Gesellschaft in Deutschland daran erinnern, wozu rechtsradikale Mitglieder dieser Gesellschaft willens und fähig waren -und noch sind?
    Das "Verdrängen" scheint den Menschen in diesem unserem Lande zu liegen -sh. das Verdrängen der Hitler-Diktatur, sh. das Verdrängen der SED- Diktatur in der DDR.

    Irgend etwas läuft m.E. in diesem unserem Lande schief, wenn es um das Erfassen, das Bewerten, das Einordnen gesellschafts-politischer Skandale und um den Grad der jeweiligen gesellschaftlichen Empörung geht.

    Werden Petitessen genutzt, um Ereignisse, die Anlaß sein müßten, sich tiefgreifend mit der Verfaßtheit der Gesellschaft in Deutschland zu befassen, auszublenden/zu verdrängen?

    In diesem Sinne vermute ich, daß auch das heutige, medial hochgespielte sog. Spitzenduell Merkel- Schulz dazu beitragen wird, daß ich mich anschließend nach dem Warum -und den Folgen- von Verdrängungsprozessen/Verdrängungsmechanismen zu fragen habe.

    Deutschland in 1o Jahren….
    -angesichts neuer Weltmächte wie China und Indien?

    -angesichts radikaler Veränderungen in den Produktions- und Dienstleistungsprozessen mit
    gravierenden Veränderungen für den Produktionsfaktor Arbeit?

    -angesichts dramatisch wachsender Auswirkungen des Klimawandels?

    -angesichts einer weiterhin weltweit anwachsen Kluft zwischen "Reichen und Armen"

    -angesichts weiter steigender Zahlen von Menschen, die sich auf den Weg von Afrika nach Europa machen werden?

    Diese und ähnliche für mich gravierenden Prozesse/Ereignisse werden vermutlich heute bestenfalls "gestreift" und ihre Lösung wird bestenfalls mit nichtsagenden Floskeln angedeutet und ansonsten ausgeblendet, sprich verdrängt. Stattdessen wird man streiten über "die Rente mit……?, über einen gerechten Mindestlohn, über neue Bildungsaktivitäten des Bundes, der Länder, der Kommunen, über die "schwarze Null" im Bundeshaushalt, über die Höhe zusätzlicher öffentlicher Investitionen in die sog. Infrastruktur, über die Stromerzeugung durch Kohle/Erdgas oder durch…..; über die Türkei, über Russland und die Ukraine, über Trump, über den Brexit uns seine Folgen ..
    Das alles ist naheliegend und duchaus wichtig, zugleich wird so aber eben auch dazu beigetragen, daß Probleme, von denen ich meine, daß sie für die Zukunft Deutschlands mittel- und langfristig wesentlich relevanter sind, verdräng/ausgeblendet werden, weil……….??

    Zusatz:
    Ich lese und höre heute , daß "man" sich empört über den Ortsbürgermeister eines kleinen Dorfes in der Pfalz -Bürgermeister Becker aus Herxheim-. Dort gibt es eine Kirchenglocke mit Hakenkreuz – Emblem und der Aufschrift: "Alles feur’s Vaterland: Adolf Hitler" . Becker hat dazu u.a. gesagt, daß er stolz sei auf die Glocke mit dieser Inschrift und Becker hat zugleich das Hitler-Regime relativiert -"war ja nicht Alles schlecht".-
    Die momentane öffentliche Empörung darüber ist groß. Verständlicherweise. Nur, so scheint mir, ist sie unverhälltnismäßig groß gemessen am Umgang der Gesellschaft mit den rechtsterroristischen Terrorakten des NSU.

    Verdrängen gravierender Problemen; Zudecken gravierender Problemen mittels medial hochgespielter Petitessen?
    So wie jedermann geneigt ist, mittels seines alltäglichen Aktivismus auf "Nebenschauplätzen" des Lebens seine fundamentalen Ängste und Sorgen auszublenden, zu verdrängen, so scheinen mir auch gesellschaftliche Prozesse -ihre Inhalte, ihre Abläufe-stattzufinden:
    "Der AFD-Wahlkampfstand in Waltrop hier und dort der NSU."
    "Der Ortsbürgermeister eines Dorfes in Pfalz hier und die unsäglichen Aussagen des Herrn Gauland dort."

  • #43
    Helmut Junge

    @Thorsten Stumm, weil es ja um Wahlen geht, empfiehlt es sich für Politiker nicht, auf die lautesten Schreier zu hören, sondern diejenigen zu fragen, deren Stimme sie haben wollen. Ideologen tun sich aber genau damit meist schwer, weil sie ja besser wissen, was diese Leute denken SOLLEN. Nur, was ist, wenn die es nicht in diesem Sinne tun? Wenn ihnen die Gestalten vom AFD-Stand sogar Leid tun? Einmal eins der Politik sagt, daß man selber gut aussehen muß. Immer! Und früher konnte man Erfolg damit haben, wenn man mit dem Finger auf z.B. die CSU zeigte und seinen Leuten sagte, wie schlimm die sind. Auch ich hab dann oft gedacht, daß das Grund genug wäre, das kleinere Übel zu wählen. Aber geht das noch heute? M.E. kann man in Zukunft nur Wahlen gewinnen, wenn man selber ein glaubwürdiges Programm anbietet. Sonst wissen die Wähler nicht, warum sie zur Wahl gehen sollen. Denn wer die AFD nicht wählen will, muß doch in Erfahrung bringen, wen er und warum er wen wählen soll. Das ist für mich persönlich überhaupt der Knackpunkt, wenn ich mich frage, wo ich demnächst mein Kreuzchen machen soll. Eigentlich find ich die alle aus unterschiedlichen Gründen unwählbar, nicht nur die AFD. Diese herumeiernden Leutchen, die sich Politiker nennen, aber zu nichts stehen, wenn es hart kommt, wollen doch meine Stimme. Aber warum sollte ich sie wählen? Der Wahlomat sagt mir, daß ich sie ungefähr alle zu einem gewissen Prozentsatz mag. Eigentlich ifühle ich aber so, daß ich sie alle zu einem gewissen Prozentsatz NICHT mag.

  • #44
    Mike Tonkel

    Ich glaube die wissen gar nicht wie die sich blamiert haben 😂das hat noch ein Nachspiel… Hat denn unsere Bürgermeisterin schon ein Statement dazu gegeben? So wie ich denke war sie wohl auch eine Kandidatin dabei… Das macht kein gutes Bild 😉

  • #45
    Joe

    Solche Aktionen wie von Robin Patzwald aus Walltrop beschrieben sind unterste Schublade von den Altparteien; ob sie sogar strafbar sind, kann ich nicht beurteilen. Bzgl. des Demokratieverständnisses der handelnden Personen lässt dies jedoch so oder so tief blicken!
    Jeder sollte daraus seine eigenen Schlüsse für die Bundestagswahl ziehen!

    Um der Wahrheit jedoch die Ehre zu geben:
    Die Situation ist nicht überall so extrem. Auf dem Marktplatz meines Stadtteils in Essen standen gestern alle 6 Parteien, die voraussichtlich in den Bundestag einziehen werden, einträchtig nebeneinander und haben um die Aufmerksamkeit der Bürger gebuhlt. Das die AfD dabei stand schien niemanden zu stören und Pöbeleien unterblieben vollständig!
    Manchmal bin ich doch tatsächlich stolz auf meine Heimatstadt!

  • #46
    Anja Mar

    mit Argumenten und einer sachlichen Diskussion habe ich es versucht (ich konnte übrigens trotz "gefährlichen" Seifenblasen und Flatterband mit den Vertretern der AfD sprechen). Und ja, mein Thema waren nicht die Flüchtlinge, meine angesprochen Themen waren soziale Kernpunkte wie Renten, Inklusion und schulische Bildung. Der Versuch ist gescheitert…
    Der AfD Vertreter wollte Aussagen seiner eigenen Partei (zu o. g. Punkten) gerne schwarz auf weiß belegt haben, konnte aber keine eigene Meinung äußern. Obwohl ich bei Themen fernab der Flüchtlingspolitik war, hielt er nur an diesen Thema fest. Gefragt nach sozialen Programmpunkten verwies er auf sich, er war Wegbegleiter von Lafontaine und daher sei er die soziale AfD Kompetenz. Ich kann mir nicht vorwerfen lassen, es nicht im Gespräch und mit sachlichen Argumenten versucht zu haben. Ich wurde übrigens auch gefragt, was ich gegen Elitedenken hätte. So etwas hatten wir schon und wenn mir als Mensch mit Behinderung noch gesagt wird, ich nehme anderen die Arbeit weg, dann weiß ich was ich von der AfD zu denken habe. Ich habe übrigens keinen Migrationshintergrund, würde aber sicher nicht zur gewünschten Elite zählen. Einem Gespräch mit der AfD würde ich mich jederzeit wieder stellen, es hat nur leider wenig Sinn. Nach wie vor, möchte ich gerne über die sozialen Kernpunkte der AfD diskutieren, in Waltrop war dieses mit den namenlosen AfD Vertretern möglich.

  • #47
    Schmitt

    Jeder hat das recht in deutschland seine.meinung zu sagen.jede partei hat das recht wahlkampf zu betreiben sogar die cdu dessen politiker teilweise nach dem krieg noch aus alten nazis bestand.nachgewiesener massen.wie.sich aber die anderen partein in der fussgängerzone verhalten haben ist äusserst aggressiv mit tendenz zu krawall und mehr das ist nicht nur dumm und undemokratisch sondern auch abschreckend und lächerlich eine.entschuldigung steht aus.das macht euch ganz und gar nicht sympathisch.

  • #48
    Theobald

    Habe selbst dem Treiben für einige Zeit zugesehen. Da waren ausschliesslich Linke und Grüne an der Blokade beteiligt. Die "Miganten-Tänzer" erinnerten sehr stark an das Antanzen vor dem Kölner Dom. Die zuschauenden Passanten haben dem Treiben der Linken mit kopfschütteln zugesehen. Dass eine Linke den Passanten erzählte; die AFD wolle alle Behinderten umbringen zeigt deutlich was in den Köpfen dieser Linken vorgeht. Einige sind einfach "krank". Meine Wahl ist klar. Ich wähle die Partei welche die Standpunkte der CDU vor ca. 10 Jahren bzw. Helmut Schmidt vertritt. Und das sind num mal die Blauen

  • #49
    Michael Frisch

    In Trier wurde bei einer linken Protestveranstaltung gegen die AfD (unter Mitwirkung der örtlichen SPD und der Grünen!!) sogar behauptet, diese wolle wieder Gaskammern einrichten. Völlig irre! Das sagen dann die gleichen Leute, die der AfD Hass und Hetze vorwerfen.

  • #50
    Hella

    Behinderung des Infostandes ist das. Jede Partei hat das Recht zu informieren. Dies grenzt doch sehr an Angst und Dummheit. Punkt für Afd.

  • #51
    thomas weigle

    Da kann mur hoffen, dass am nächsten Samstag eine Wiederholung der Waltroper Jagdznenen von den Behörden zuverlässig verhindert wird, falls der entmenschte Waltroper Polipöbel erneut den Abbau der Demokratie mit Hilfe von Flatterbändern einläuten will.
    HERR INNENMINISTER WALTEN SIE IHRES AMTES!!!!

  • #52
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thomas: Der kommende Samstag in der Waltroper Fußgängerzone könnte tatsächlich kritisch werden. Denn das hier schreibt der Kreisverband der AfD auf seiner Facebookseite: "… Liebe SPD Waltrop, Bündnis 90/Die Grünen OV Waltrop, DIE LINKE. Waltrop, FDP Waltrop seien Sie gewiss, wir werden wieder kommen und mit den Menschen zu reden, die Ihre Parteien verraten und verkauft haben, um diese von unserem Programm zu überzeugen. Denn wir haben im Gegensatz zu Ihnen Inhalte anzubieten, statt sinnlose antidemokratische Störaktionen. …"

    Man kann tatsächlich nur hoffen, dass die Sache dann nicht völlig eskaliert.

  • #53
    Walter Stach

    Waltrop ist überall.

    Habe so eben bei SPIEGEL online einen Beitrag von Britt-Maria Lokämper gelesen:

    Gerechtigkeit
    "Wahlkampf in Deutschland"
    -bento-
    "Aktivisten arbeiten im Warnwesten und Absperrband gegen die AFD".

  • #54
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Den angesprochenen Artikel findet man auch hier, Walter:

    http://www.bento.de/politik/bundestagswahl-2017-wie-linke-aktivisten-einen-wahlerfolg-der-afd-verhindern-wollen-1647829/#refsponi

  • #55
    Theobald

    Habe selbst dem Treiben zugeschaut. Es waren ausschliesslich nur Linke und Grüne vor dem Stand .
    Die Kreise-Malereien auf dem Boden sind ausschliesslich von Links/Grünen getätigt worden.
    Die Zuschauer habe nur über die Blockierer den Kopf geschüttelt und der Tanz der 6 bärtigen Migranten erinnerte an die Antänzer am Kölner Dom. Die Polizei war nur da das Absperrband entfernen zu lassen. Dieser Artikel ist einfach tendenziös so wie Vieles in der GEZ Presse. Bin mal gespannt ob mein Beitrag hier publiziert wird ?

  • #56
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Theobald: Gerne hätte ich am Samstagnachmittag ja auch mit Vertretern der AfD gesprochen. Doch konnte bisher noch niemand überhaupt ermitteln wer das denn war. Und geantwortet hat einem die AfD auf Anfragen dann eben auch nicht…. Nicht nur mir nicht, im Übrigen, sondern offenbar auch der Lokalzeitung nicht. 😉

  • #57
    Theobald

    Leider ist es so, dass AFD´ler öfters bedroht werden und befürchten müssen dass deren PKW beschädigt werden. Wenn die Adressen preis gegeben werden, werden die Links/Grünen wahrscheinlich die AFD´ler heimsuchen. Aber es gibt ja AFD-Stammtische und Vorträge, die Interessierte besuchen können. Da kann sich ja Jeder mal in Diskussionen ein Bild machen, ob das stimmt was die GEZ-Presse und Grün/Linken so behaupten.

  • #58
  • #59
    Theobald

    Könnte es daran liegen, dass es befürchtet wird dass viele Journalisten nur darauf aus sind das Gesagte bewusst verdrehen und nur das wiederzugeben was in deren politisches Weltbild passt ?. Das beste Beispiel ist genau dieser Artikel. Es entsteht bei mir der Eindruck als ob ein Linker das geschrieben hat und nicht ein objektiver Journalist. Wer die Szene beobachtet hat, wird das verstehen. Genau diese Journalisten sitzen dann an der Stelle, wo sie unerwünschte Kommentare blockieren können.

  • #60
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Theobald: Jetzt wird es mir aber echt zu skurril. Man kann sich doch nicht einerseits darüber beschweren, dass die eigene Meinung nicht ausreichend wiedergegeben wird, andererseits aber das Schweigen gegenüber der Presse rechtfertigen wollen. Diesem Artikel hier liegen in erster Linie die Schilderungen der Waltroper Grünen zu Grunde. Steht ja auch mehr als einmal so im Text. Die AfD wollte sich ja in Waltrop nicht einmal namentlich zu erkennen geben, geschweige denn auf Fragen antworten. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass dann da am Ende irgendwie ein Zusammenhang bestehen könnte, wenn die Schilderung der AfD dann hier nicht vorkommt? 😉

  • Pingback: Wahlkampf in Waltrop: Polizei und Ordnungsamt sind am Samstag im Einsatz | Ruhrbarone

  • #62
    thomas weigle

    Theobald, waren Sie die vergangenen in Torgau, wo ein Mob aus AFD und NPD-Mitgliedern u.a. die Kanzlerin ganz demokratisch niederbrüllte?

  • #63
    Mulle

    @Theobald: " der Tanz der 6 bärtigen Migranten erinnerte an die Antänzer am Kölner Dom." Also, wenn ich mir die verfügbaren Videos ansehe, dann zähle ich nur 5 tanzende Migranten und noch nicht mal alle bärtig. Kann das sein, dass Sie in doitschen Zahlen rechnen und nicht in arabischen? Und sicherlich waren Sie in der Sylvesternacht dabei, dass Sie dieser Tanz daran erinnert. Scheint ja eine lustige Nacht gewesen zu sein, wenn man sich die Videos aus Waltrop anschaut. In Waltrop ist ganz gut Stimmung. Aber würde ja zur "Lügenpresse" passen, dass die aus einer so lustigen Nacht, wie Sie anscheinend die Kölner Sylvesternacht erlebt haben, ein "Massenangrabbeln" macht. Böse, böse Lügenpresse.. Naja gut, dass Sie als Augenzeuge bereitstehen….

  • #64
    Walter Stach

    Rechtsruck in Deutschland

    "Die geistig – moralische Wendung zum Schlechten"
    -Erst waren es nur Einzelne wie Martin Walser oder Thilo Sarrazin. Mittlerweile befeuert ein ganzer Chor von Intellektuellen und Politer die Sprache der Angst und der Ausgrenzung. Die Folgen sind verheerend-.

    Eine Kolumne von Georg Diez bei SPIEGEL online -lesenswert, bedenkenswert!

    Ich hätte den oben zitierten Text "…Intellektuelle und Politiker" ergänzt um " Journalisten/Medienschaffender", es sei denn, "man" zählt Letztere zu den Intellektuellen, was nach meiner Wahrnehmung in dieser Pauschalität nicht zutrifft.

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  • #67
    Walter Stach

    Robin,
    wie man in den Parteien und Fraktionen auf kommunaler Ebene, im Land, im Bund zukünftig mit der AFD umgeht -mit ihrem Repräsentanten in der Partei, in den jeweiligen kommunale Räten und in den Parlamenten- bedarf in den Parteien und Fraktionen einer gründlichen Diskussion. Das gilt für eine Gesamtstrategie und das gilt für das operative Tagesgeschäft. Mir scheint, daß eine solche unbedingt notwendige Diskussion so eben erst beginnt -vor Ort, im Land , auf Bundesebene, in allen Parteien, in allen Fraktionen.

    Insofern ist es naheliegend, daß ad hoc Entscheidungen, ad hoc Aktionen gegen die AFD Dritten als "unbedacht" oder sogar als kontraproduktiv erscheinen können, das ändert nichts daran, daß ich solche Entscheidungen, solche ad-hoc Aktionen, vor allem wenn sie von jungen, engagierten Demokraten ausgegangen sind, mit großem Respekt begegne,

    Egal, wie die Strategie der Parteien, der Fraktionen für die Auseinandersetzung mit der AFD aussehen wird und wie sich im operativen Tagesgeschäft verhalten werden -im Rat, in den Parlamenten-, für mich m u ß dabei außer Frage stehen, daß strategisch und operativ nicht der geringste Zweifel daran aufkommen darf, daß die AFD eine völkisch-rassistische, antidemokratische-fremdenfeindliche Bewegung ist, geprägt von faschistoidem Gedankengut , dass jeder ihrer Vertreter – vor Ort im Gemeinderat, im Landtag, im Bundestag- diesen Ungeist repräsentiert. Und das ist durch die Vertreter der demokratischen Parteien/Fraktionen immer wieder und jeweils in aller Deutlichkeit herauszustellen .
    Ein solches Verhalten der demokratischen Parteien / Fraktionen und ihrer Vertreter erwarte ich zudem von allen gesellschaftlich relevanten Gruppen "vor Ort" und von jedermann, dem dieser AFD-Ungeist zuwider ist.

    Das schließt nicht aus, sondern das schließt ein, daß sich die Parteien, Fraktionen, Gewerkschaften, Kirchen, die einzelnen Bürger -auch wir hier bei den Ruhrbaronen- weiterhin und gründlicher, tiefgreifender als bisher zu fragen haben, warum bundesweit rd. 13 % der Wähler sich vom "Ungeist der AFD" -von ihren völkisch-rassistischen-nationalistischen -antidemokratischen-faschistoiden Ideen haben überzeugen lassen- bzw. warum sie trotz dieses Ungeistes die AFD gewählt haben.

    Robin,
    wenn Du Dir ‚mal die Wahlbezirke in "unserem" Waltrop ansiehst, in denen die AFD mehr als 13 % der Stimmen gewonnen hast, dann besteht Anlaß, darüber nachzudenken, ob es sich dabei um Wähler handeln könnte, die sich materiell und ideell von den etablierten Parteien vernachlässigt fühlen und die schon seit längerer Zeit "wütend" sind über diese Parteien und über ihre Repräsentanten, die sich, so eine schon klassisch zu nennende Vorhaltung "nur sehen lassen, wenn ‚mal wieder Wahlkampf ist".
    "Die machen ja alle nichts für uns" , bekomme ich häufig von Bürgern aus diesen Quartieren zu hören, wobei ich dann und wann erwidere, daß "man" zunächst einmal eigenverantwortlich für sich selbst und für seine Familie ‚was zu machen hat woran es mir dann und wann angesichts einer ausgeprägten Versorgungsmentalität und diverser Lebensgewohnheiten zu mangeln scheint.

    Jedenfalls, so hoffe ich, müssen die Parteien vor Ort sich insbesondere mit den Menschen in diesen Wahlbezirken befassen, mit ihrer sozialen und kulturellen Situation, sie müssen mit ihnen mehr denn je sprechen ,und die Parteien/Fraktionen müssen darüber nachdenken, wie sie vor Ort -trotz leerer Kassen und ohne Verweis auf die Zuständigkeiten von Land und Bund- dazu beitragen können, die Ursachen für die Wut der Bürger gegenüber den sog. etablierten Parteien zumindest teilweise abzubauen. Und was für die örtlich Verantwortlichen in den Parteien und Fraktionen -den Verbänden, Kirchen, Vereinen gleichermaßen- gilt auch für die Politiker auf Landes-und Bundesebene. Das mag nach de Bundestagswahl einhergehen mit der Bekundung an die AFD-Wähler, besser wohl an Einige von ihnen: "Wir, die sog. Etabierten, haben verstanden"!!

  • #68
    Bebbi

    Auch in Dortmund haben manche Grüne so ihre Vorstellung von Demokratie, die die Anti-Demokraten kritisieren:

    https://dosys01.digistadtdo.de/dosys/gremrech.nsf/TOPWEB/09100-17

  • #69
    Klaus Lohmann

    @#68: "Alleine in Dortmund werden 30.707 Menschen als Nazis beleidigt und beschimpft" (aus Ihrem Link bzw. dem AfD-Antrag) – Nur 30.707?? Da fehlen dann aber die NPD- und Dorstfeld-Faschos, gell?

    Und PS: Die seltsam-eigen formulierten Vorstellungen der AfD über das Hausrecht und dessen Ausübung finde ich gelungen lustig. Mehr davon, bitte;-)

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