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Drei Gründe für die Waldorfschule

In Auf dem Platz | 95 Kommentare | Von Gastautor

Wir dokumentieren einen Vortrag zum Thema “Sekten und Psychogruppen”, den unser Gastautor Andreas Lichte am 5. Mai auf  Einladung des Ministeriums für Gesundheit und Soziales Sachsen-Anhalt hielt. Lichte ist einer der prominentesten Kritiker von Waldorfschulen in Deutschland – und ebenso prominent sind auch seine Kritiker. Am Ende befindet sich ein Text von Waldorf-Gründer Rudolf Steiner zum Thema Masern. Interessant für alle, die sich überlegen, ihre Kinder in die Hände von Anthroposophen zu geben.

Warum entscheiden sich Eltern für eine der 217 anthroposophisch geprägten Waldorfschulen in Deutschland?

Nach dem „PISA-Schock“ suchen immer mehr Eltern nach einer Alternative zur öffentlichen Schule. Manchen reicht schon die ganzheitliche Zauberformel der Waldorfschulen „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“. Andere sind gründlicher. Aber: Je mehr man sich informiert, desto weniger weiss man – Eltern-Informations-Abende der Waldorfschulen sind reine Werbeveranstaltungen.

Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden. Im folgenden werden drei Gründe für deren Schulwahl behandelt, die ich vorweg als Thesen formuliere:

These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.

These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter

Diese These sei am Beispiel der nordrhein-westfälischen Gesetzgebung für die Waldorfschulen erläutert. Am 13. Februar 2008 traf sich der Ausschuss für Schule und Weiterbildung des nordrhein-westfälischen Landtags, um über die „Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen der Sekundarstufe I an Waldorfschulen“ zu informieren.

Landesministerialrat Marietrud Schreven gab im Auftrag von Bildungsministerin Barbara Sommer einen Bericht ab. LMR‘ Schreven stellte zunächst allgemein die Ziele der neuen, zentralen Abschlussprüfungen vor. Es gelte, Zitat, „sich an nationalen Bildungsstandards zu orientieren, Bildungsstandards, die die Anforderungen für den mittleren Abschluss transparent machen sollen, die Abschlüsse über die Länder hinweg vergleichbar machen sollen.“ Knapp gesagt: Die neue Gesetzgebung solle Chancengleichheit gewährleisten.

Dann folgte eine kurze Darstellung der Waldorfschulen und deren Sonderbehandlung durch das NRW-Bildungsministerium, LMR‘ Schreven sagte, dass „sich die Waldorfschulen besonderer Privilegien erfreuen“, wie beispielsweise „den Unterricht durch Klassenlehrer – der Klassenlehrer ist in Waldorfschulen aufgrund des pädagogischen Konzepts sehr wichtig –, obwohl diese Klassenlehrer keine staatlichen Lehramtsprüfungen haben und nicht an einer staatlichen Hochschule unterrichtet wurden.“

Im Grundgesetz Artikel 7, Absatz 4, Satz 3 heißt es aber: „Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die privaten Schulen (…) in der wissenschaftlichen Ausbildung ihrer Lehrkräfte nicht hinter den öffentlichen Schulen zurückstehen (…)“

Der Schulrechtler Prof. Hermann Avenarius sagt zu einer vergleichbaren Baden-Württembergischen Sonderregelung für die Waldorfschulen: „Es widerspricht dem Grundgesetz. Auch die an Waldorfschulen tätigen Lehrkräfte benötigen eine wissenschaftliche Ausbildung, die nicht hinter den öffentlichen Schulen zurücksteht. Von diesem Qualifikations- und Qualitätsniveau können sie nicht entbunden werden.“

Schließlich erläuterte LMR‘ Schreven die Besonderheiten des neuen Gesetzes für die Waldorfschulen, hier nur einige entscheidende Passagen wiedergegeben, Zitat Ausschuss-Protokoll:

Seite 8: „Diese [anderen Privat-] Schulen legen eine komplette externe Prüfung ab. Das bedeutet, in allen abschlussrelevanten Fächern finden externe Prüfungen statt. Demgegenüber verfahren wir an Waldorfschulen anders. Die Prüfungen werden an den Waldorfschulen selbst durchgeführt.“

Seite 9: „Die Klausuren werden von Waldorflehrkräften selbst erstkorrigiert. Auch das gibt es in anderen Fällen nicht.“

Seite 10: „Denn es werden nur zwei bis drei schriftliche Prüfungen zentral gestellt. Alle anderen Noten sind waldorfeigene Noten, die auf dem Abschlusszeugnis erscheinen und die, soweit sie den Fächern des Regelsystems entsprechen, natürlich abschlussrelevant sind. Das heißt, sie haben ein Abschlusszeugnis mit dem kompletten Spektrum ihrer Noten, wobei lediglich die Noten in Deutsch, Mathematik bzw. Deutsch, Mathematik und Englisch auf zentralen Prüfungen beruhen.“

Seite 11: „Da wir [wie von den Waldorfschulen gefordert] Vornoten nicht anerkennen können, können wir dieses Verfahren „Vornote und Abweichungsprüfung“ nicht durchführen. Wir haben dafür aber die Möglichkeit eröffnet – diese Möglichkeit haben die Schüler im Regelsystem nicht –, dass eine Nachprüfung gemacht wird. Das heißt, Schülerinnen und Schüler, die punktuell in einer schriftlichen Prüfung versagt haben, können nach den Sommerferien nochmals eine schriftliche Prüfung in diesem Fach machen. Mit dieser schriftlichen Prüfung können sie ihre Note entsprechend verbessern. Das heißt, die bessere Note der Nachprüfung ersetzt die schwächere Note im ersten Durchgang.“

Konnte es NRW den Waldorfschülern noch leichter machen? Die Abgeordnete der Grünen, Sigrid Beer, meint ja. Zitat Beer: „Hinsichtlich der anderen Bundesländer verweise sie auf Niedersachsen, wo 70 % der Abschlussnote, sowohl hinsichtlich der schriftlichen als auch hinsichtlich der mündlichen Prüfung, durch die Vornote zustande komme.“

Chancengleichheit? Wie vom Gesetzgeber beabsichtigt? Deutlicher kann die Bevorzugung der Waldorfschulen nicht sein, und das offensichtlich nicht nur in NRW.

Die strengste Prüfungsordnung für Waldorfschulen gibt es in Bayern, aber auch dort wissen sich Waldorfeltern zu helfen: Für das Abitur wechselt Kind einfach auf eine Waldorfschule in einem anderen Bundesland. Hier ein Interview aus der Jugendsendung „Südwild“ des Bayerischen Rundfunks vom 17. September 2008:

Mirko M.: „Ich war 12 Jahre hier in Coburg auf der Waldorfschule und den restlichen Teil dann in Marburg, also in Hessen, und hab‘ mein Abitur dort gemacht.“

Moderatorin: „Warum bist du nach Hessen gegangen?“

Mirko M.: „Also in Bayern ist es ein bisschen schwierig, da sind die Waldorfschulen staatlich nicht anerkannt (…) Für mich waren es 3 Gründe, warum ich gewechselt bin:

– dass wir keine Vorzensuren hatten, was wirklich schwierig war

– dann auch die externen Abschlüsse, z.B. hier am Gymnasium (…)

– und wir hatten natürlich noch Russisch als zweite Fremdsprache, wo man als Jugendlicher natürlich auch nicht so gern mitmacht.“

„Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

Spricht man mit Eltern über deren Beweggründe, sich für eine Waldorfschule zu entscheiden, so hört sich das oft so an, als lese man eine Imagebroschüre der Waldorfschulen. Fragt man freundlich aber beharrlich nach, so lösen sich die pastellfarbenen Traumbilder nach und nach in Luft auf. Und schliesslich hört man: „Ich wohne in (Berlin) Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil!“

Richtig, das hat der Autor so erlebt. Nur ein „Einzelfall“? Der ehemalige Waldorfschüler und Anthroposoph Sebastian Gronbach schreibt im anthroposophischen Magazin „info 3“, Zitat:

„Ich konnte vor einigen Tagen erleben, wie die neuen Erstklässler eingeschult wurden. Zwei Schulen, zwei Bilder: Die Grundschule, eine Regelschule, feierte diesen Tag und begrüßte unter den Neuen ein gutes Drittel Kinder, mit dem, was man heute »Migrationshintergrund« nennt. (…)

Der gleiche Tag, wenige Kilometer weiter. Eine Waldorfschule. Auch hier werden die neuen Kinder begrüßt. Das Bild unterscheidet sich kaum von dem in den vergangenen Jahren an dieser Waldorfschule: Kein einziges Kind mit Migrationshintergrund – doch; vor einiger Zeit gab es mal das Kind einer Anwaltsfamilie. Alle Kinder sprechen reines Deutsch. (…)

Heute sind Waldorfschulen Eliteschulen (…)“

Was Gronbach schildert, bestätigt auch eine Statistik des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen“ (KFN). In der „Studie 2005 – spezielle Befunde zu Waldorfschulen“ wurde der ethnische Hintergrund der Schüler erhoben.

In der 4. Klasse der untersuchten Schulen betrug der Ausländeranteil:

– staatliche Grundschule: 22,6 %

– Waldorfschule: 2,8 %

In der 9. Klasse der untersuchten Schulen betrug der Ausländeranteil:

– Gesamtschule: 30,3 %

– Waldorfschule: 4,0 %

Die Studie des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen“ belegt auch, dass es in Waldorfschulen kaum Kinder aus „sozial benachteiligtem Milieu“ gibt. Waldorfschulen liegen meist in einer „besseren Gegend“, aber selbst auf der Clay Allee im Villenviertel Berlin-Dahlem bildet sich ein allmorgendlicher Stau, wenn die reichen Mamas ihre Kinder in die Rudolf Steiner Schule Berlin bringen und in der zweiten Reihe halten.

Wie sieht es aber im „Märkischen Viertel“ in Berlin aus, in einem Hochhausviertel, das eher von sozial schwachen Bürgern und Ausländern bewohnt wird (50 % sozialer Wohnungsbau)? An der Waldorfschule Märkisches Viertel machte ich mein Praktikum während meiner Ausbildung zum Waldorflehrer und … Ausländer oder Kinder aus dem Viertel konnte ich dort nicht entdecken.

Eine ehemalige Schülerin schreibt mir dazu in einer e-mail:

“Hallo Andreas,

also ich kann Ihre Wahrnehmung durchaus bestätigen. KEIN Schüler kam aus dem Märkischen Viertel oder aus benachteiligtem Milieu. Ich hatte mal eine Mitschülerin in der sechsten oder siebten Klasse, doch diese war genauso schnell wieder dort wo sie herkam: Nämlich auf einer Schule im MV. (…)”

Im Grundgesetz heisst es aber, GG, Artikel 7, Absatz 4, Satz 3: „Die Genehmigung [von Privatschulen] ist zu erteilen, wenn (…) eine Sonderung der Schüler nach den Besitzverhältnissen der Eltern nicht gefördert wird.“

Natürlich würden die Waldorfschulen niemals zugeben, dass sie gegen das Grundgesetz verstossen. Gründe, Schüler abzulehen, finden sich viele, zum Beispiel dieser von der Psychologin Aiga Stapf beschriebene:

„Eltern berichteten wiederholt, dass Kinder vom Waldorfkindergarten und der Waldorfschule abgelehnt wurden. Die Kinder mussten u. a. bei dem Aufnahmegespräch etwas malen: ein Sechsjähriger malte z.B. ein Haus ohne Tür, wozu er kommentierend auf Nachfrage der Waldorfpädagogin sagte: »Die Tür ist hinten.« Dies wurde von ihr als ein »Anzeichen« dafür gedeutet, dass das Kind seine Seele nicht öffnen will, sie lehnte die Aufnahme ab.”

„Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

Wie ermittelt man, ob eine bestimmte „Soziale Gruppe“ die selben Überzeugungen teilt? Mit umfangreichen Befragungen? Für die Waldorfschule – bzw. Anthroposophen – könnten das beispielsweise solche Fragen sein:

– „Glauben Sie an Karma?“

– „Glauben Sie, dass Ihr Kind, als es noch ein Geistiges Wesen war, Sie für seine Inkarnation als Eltern ausgewählt hat, weil Sie ihm die besten Voraussetzungen für die Erfüllung seines Karmas bieten?“

Wer antwortet darauf wahrheitsgemäss? Dieses Verfahren scheint doch sehr fehleranfällig. Gibt es vielleicht irgendein objektives, gemeinsames Kennzeichen, das man wissenschaftlich, statistisch, erfassen könnte? Ja:

Im März 2008 reist das Schulorchester einer Schweizer Rudolf-Steiner-Schule, der „Freien Oberstufenschule Baselland“ in Muttenz, zu einem Konzert in die Salzburger Rudolf Steiner Schule. Der Gastauftritt findet internationale Beachtung: Nicht nur in Salzburg, nein, in ganz Österreich, in Deutschland und Norwegen – überall brechen die Masern aus.

Im April 2010 lese ich von Masern in Mettmann, NRW. Als ich der Pressestelle des Kreisgesundheitsamtes sage, dass ich mich für den Masernausbruch interessiere, fragt man: „Wieso? Die Masern sind doch schon wieder vorbei.“ Ich sage: „Das mag sich vielleicht merkwürdig anhören, aber ich möchte wissen, ob eine Waldorfschule betroffen war.“ Am anderen Ende der Leitung macht es „aaah“, man weiss sofort Bescheid und sagt: „Dann ist es wohl am besten, wenn Sie Frau Kohnert zurückruft.“ Das tut Regina Kohnert, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamtes Mettmann, und bestätigt mir, dass alle Masernfälle in Waldorfschulen aufgetreten sind. Die Kinder hätten Kontakt zur Waldorfschule in Essen gehabt, auch dort gibt es die Masern …

„Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“, aber da sage ich Frau Kohnert wirklich nichts neues.  J E D E R  der mit Impfprävention zu tun hat, weiss das.

So warnt Dr. Axel Iseke vom Gesundheitsamt Münster Ende April: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es über die Waldorfschule auch in Münster zu einem größeren Masernausbruch kommt.“ Denn in Essen sind die Masern ja schon, und Zitat Presseerklärung Münster: „Familien aus dem Umfeld von Waldorfschulen seien häufig überregional vernetzt.“

Doch wer weiss genaueres über die Infektionskette Waldorfschule? Doch sicher das „Robert Koch Institut“ (RKI), „die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention“. Dort müssen seit der Einführung der Masern-Meldepflicht im Jahr 2001 alle Fälle gemeldet werden. Ich spreche mit der Epidemiologin Dr. Anette Siedler. Doch sie überrascht mich, meint, dass das RKI nicht den Verursacher der Krankheit ermittetele, der weltanschauliche Hintergrund einer Schule nicht berücksichtigt werde. Auch die entscheidende Information kann Dr. Siedler nicht liefern, sie sagt: „In Deutschland gibt es keine verlässlichen Zahlen zur Impfrate in Waldorfschulen bzw. öffentlichen Schulen.“

In der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“ werden Zahlen genannt, sie sollen hier als Orientierung dienen, auch wenn sie sich auf Schweden beziehen:

Geimpft waren gegen MMR (Masern-, Mumps-, Röteln- Kombinationsimpfung):

– in öffentlichen Schulen: 93 %

– in Waldorfschulen: 18 %

61 % der Waldorfschüler hatten eine Masernerkrankung durchgemacht.

Warum untergraben Waldorfschulen das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern bis 2010 in Europa auszurotten? Und warum werden Menschen dem Risiko einer Infektion mit einer schweren Krankheit ausgesetzt?

Masern sind nämlich keinesfalls eine „harmlose Kinderkrankheit“:

– bei etwa 20–30 % der Masern-Fälle kommt es zu Komplikationen. Durchfall, Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen sind dabei am häufigsten, oft ist eine stationäre Aufnahme erforderlich.

– Die Meningoenzephalitis ist selten (bei 0,1 % der Erkrankungen), verläuft jedoch in 15–20 % der Fälle tödlich. In weiteren 20–40 % bleiben dauerhafte Schädigungen des Gehirns zurück.

– Die subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine sehr seltene Spätkomplikation nach Maserninfektion, verläuft nach langem Siechtum aber immer tödlich.

In Waldorfschulen treffen sich 2 Gruppen von Impfverweigerern, Zitat Dr. Georg Vogt, Gesundheitsamt Duisburg: die „ideologisch verhärteten Anthroposophen“ und die „oberkritischen Gebildeten“.

Anthroposophen – natürlich auch der anthroposophische Schularzt der Waldorfschulen – folgen Rudolf Steiner. Steiner begründet, warum die Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss, so:

Ein Mensch hat in seinem letzten Leben zu viel „gegrübelt“, was zu einer „Schwäche der Seele“ führt. Die Masern sind die „physisch-karmische Wirkung“ dieses Fehlverhaltens im letzten Leben. Die Masern macht man durch, „um organische Selbsterziehung zu üben“, „die Krankheit kann in einen geistigen Prozeß zurückverwandelt werden“ …

Wer meint, dies sei aber eine völlig idiotische Zusammenfassung, der überzeuge sich selbst: Im „Anhang“ gibt es Steiners Karma-Masern-Quacksalberei im Original zu bestaunen.

Und was ist mit der zweiten Gruppe der Waldorf-Impfverweigerer, den „oberkritischen Gebildeten“, für die Entscheidungen von Medizinern und Gesundheitsbehörden nicht gelten?

Im Januar 2010 durften rund 260 Kinder der Rudolf Steiner Schule Berlin zu Hause bleiben. Als Quarantäne-Massnahme wurde der Schulbesuch vom Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf untersagt, nachdem in der Waldorfschule Masern aufgetreten waren. Ein Vater, von Beruf Anwalt, klagte gegen den Ausschluß der Schüler beim Verwaltungsgericht und verlor:

„Das Gericht gab der Behörde Recht. Die Kinder könnten bei einer Erkrankung Mitschüler anstecken, bevor sie selbst sichtbare Symptome zeigen, hieß es zur Begründung. Ihr Interesse am Schulbesuch müsse angesichts der Ansteckungsgefahr der mitunter sogar tödlich verlaufenden Krankheit zurücktreten.“

Vorher hatte der Vater der zuständigen Berliner Stadträtin in einem Brief geschreiben:

„Allein die Tatsache, dass Masern auch tödlich verlaufen können, gibt der Gesundheitsverwaltung meines Erachtens nicht das Recht, derartig einschneidende Maßnahmen zu ergreifen.“

Fazit und Fragen

– Kultusministerien beschließen Gesetze, die die Waldorfschulen bevorzugen. Das Grundgesetz findet bei den Waldorfschulen keine Beachtung.

– Eine „Elite“ lebt auf Kosten der Allgemeinheit: Waldorfschulen werden zum grössten Teil aus öffentlichen Steuermitteln finanziert, sind aber eine geschlossene Gesellschaft von Privilegierten.

– Aus ideologischen Gründen setzen die Waldorfschulen die Gesundheit von Menschen aufs Spiel. Die Gesundheitsbehörden engagieren sich zwar sehr bei der Minimierung der Risiken für die Allgemeinheit, bekämpfen aber nicht die eigentliche Ursache des Problems.

Kann sich eine demokratische Gesellschaft wie die Bundesrepublik Deutschland eine Parallelgesellschaft Waldorfschule leisten? Ist diese Parallelgesellschaft politisch gewollt?

Anhang:

Rudolf Steiner begründet, warum Masern eine Krankheit sind, die man durchmachen muss:

„Nehmen wir an, im späteren Leben bekommt eine Persönlichkeit Masern, und wir suchen nach dem karmischen Zusammenhang dieses Falles. Wir finden dabei, daß dieser Masernfall aufgetreten ist als eine karmische Wirkung von solchen Vorgängen in einem vorangegangenen Leben, die wir etwa so beschreiben können: Die betreffende Individualität war in einem vorhergehenden Leben eine solche, die sich nicht gern um die äußere Welt bekümmert hat, sich nicht gerade im grob egoistischen Sinne, aber doch viel mit sich selber beschäftigt hat; eine Persönlichkeit also, die viel nachgeforscht hat, nachgedacht hat, aber nicht an den Tatsachen der äußeren Welt, sondern die im inneren Seelenleben geblieben ist. Sie finden auch heute sehr viele Menschen, welche glauben, daß sie durch In-sich-abgeschlossen-Sein, durch Grübeln und so weiter zur Lösung von Welträtseln kommen können. Bei der Persönlichkeit, die ich meine, handelte es sich darum, daß sie mit dem Leben so fertigzuwerden suchte, daß sie innerlich nachgrübelte, wie man sich in diesem oder jenem Falle verhalten soll. Die Schwäche der Seele, welche sich daraus ergeben hat im Verlaufe des Lebens, führte dazu, daß im Leben zwischen Tod und neuer Geburt Kräfte erzeugt wurden, welche den Organismus in verhältnismäßig später Lebenszeit noch einem Masernanfall aussetzten.

Jetzt können wir uns fragen: Wir haben auf der einen Seite den Masernanfall, der die physisch-karmische Wirkung ist eines früheren Lebens. Wie ist es denn aber nun mit dem Seelenzustand? Denn das frühere Leben gibt ja als karmische Wirkung auch einen gewissen Seelenzustand. Dieser Seelenzustand stellt sich so dar, daß die betreffende Persönlichkeit in dem Leben, wo sie auch den Masernanfall hatte, immer wieder und wieder Selbsttäuschungen unterworfen war. Da haben Sie also die Selbsttäuschungen anzusehen als die seelisch-karmische Folge dieses früheren Lebens und den Eintritt der Masern als die physischkarmische Folge jenes Lebens.

Nehmen wir nun an, dieser Persönlichkeit wäre es gelungen, bevor der Masernfall eintrat, etwas zu tun, um sich gründlich zu bessern, das heißt, um eine solche Stärke der Seele sich anzueignen, daß sie nicht mehr ausgesetzt wäre allen möglichen Selbsttäuschungen. Dann würde diese dadurch heranerzogene Seelenstärke dazu geführt haben, daß die Masernerkrankung hätte unterbleiben können, weil das, was im Organismus schon hervorgerufen war bei der Bildung dieser Organisation, seinen Ausgleich gefunden hätte durch die stärkeren Seelenkräfte, welche durch die Selbsterziehung herangezogen worden wären. Ich kann natürlich nicht ein halbes Jahr über diese Sachen reden; aber wenn Sie weit im Leben herumschauen und alle Einzelheiten, welche sich als Erfahrungen darbieten, von diesem hier gegebenen Ausgangspunkt aus betrachten würden, so würden Sie immer finden, daß das äußere Wissen voll bestätigen würde – bis in alle Einzelheiten -, was hier gesagt worden ist. Und was ich jetzt gesagt habe über eine Masernerkrankung, das kann zu Gesichtspunkten führen, die erklären, warum Masern gerade zu den gebräuchlichen Kinderkrankheiten gehören. Denn die Eigenschaften, die genannt worden sind, kommen in sehr vielen Leben vor. Insbesondere in gewissen Zeitperioden haben sie in vielen Leben grassiert. Und wenn dann eine solche Persönlichkeit ins Dasein tritt, wird sie so schnell wie möglich Korrektur üben wollen auf diesem Gebiet und in der Zeit zwischen der Geburt und dem gewöhnlichen Auftreten der Kinderkrankheiten, um organische Selbsterziehung zu üben, die Masern durchmachen; denn von einer seelischen Erziehung kann ja in der Regel in diesem Alter nicht die Rede sein.

Daraus sehen Sie, daß  wir wirklich davon sprechen können, daß die Krankheit in gewisser Beziehung wieder zurückverwandelt werden kann in einen geistigen Prozeß. Und das ist das ungeheuer Bedeutsame, daß wenn dieser Prozeß in die Seele als Lebensmaxime aufgenommen wird, er eine Anschauung erzeugt, die gesundend auf die Seele wirkt. In unserer Zeit braucht man sich nicht besonders zu wundern, daß man so wenig auf die Seelen wirken kann. Und wer die Zeit heute vom geisteswissenschaftlichen Standpunkt aus durchschaut, der wird es begreifen, daß so viele Mediziner, so viele Ärzte Materialisten werden (…)“

Rudolf Steiner, „Die Offenbarungen des Karma“, GA 120, FÜNFTER VORTRAG, Hamburg, 20. Mai 1910, S. 102ff

Die Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie

Die erste Waldorfschule wurde 1919 in Stuttgart vom Anthroposophen Emil Molt, Besitzer der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, als Betriebsschule gegründet. Molt beauftragte Rudolf Steiner mit der pädagogische Leitung der neuen „Waldorf“-Schule.

Rudolf Steiner (1861–1925) promovierte 1891 mit der schlechtmöglichsten Note „rite“ in Philosophie; die 1894 versuchte Habilitation scheiterte. Um 1900 kam er in Kontakt mit Helena Petrovna Blavatskys esoterischer „Theosophie“. Von 1902 bis 1912 leitete Steiner die deutsche Sektion der „Theosophischen Gesellschaft“, die er 1912/13 abspaltete und unter dem Namen   „Anthroposophie“ neu gründete.

Steiner ist nach eigener Aussage Hellseher. Er behauptet, in der „Akasha-Chronik“, einem allumfassenden „Geistigen Weltengedächtnis“ im „Äther“ lesen zu können. Steiner erklärt: „Erweitert der Mensch auf diese Art [d.h. durch Steiners Anthroposophie] sein Erkenntnisvermögen, dann ist er (…) nicht mehr auf die äußeren Zeugnisse angewiesen. Dann vermag er zu  S C H A U E N , was an den Ereignissen nicht sinnlich wahrnehmbar ist (…).“ Die Anthroposophie schöpft damit aus esoterischen, okkulten Quellen, die für Nicht-Anthroposophen reine Fiktion sind.

Die Waldorfschule war für Steiner von Beginn an ein wirksames Instrument zur Verbreitung seiner esoterischen Heilslehre „Anthroposophie“. Und die „Anthroposophie“ ist bis heute verbindliche Grundlage des Unterrichts jeder Waldorfschule, Rudolf Steiner deren unangefochtene Autorität. Wie weit die Verehrung geht, mag man am Umfang der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe ermessen: Sie hat zurzeit 354 Bände.



95 Kommentare und 8 Ping(s) zu »Drei Gründe für die Waldorfschule«

  1. #51 | „Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“ « Waldorf Blog sagt am 22. Juni 2010 um 12:08

    [...] 2010/06/22 Auszug aus dem Artikel „Drei Gründe für die Waldorfschule“, erstveröffentlicht von Ruhrbarone. [...]

  2. #52 | Waldorf und die Spielverderber « Aufklärung 2.0 sagt am 2. August 2010 um 16:09

    [...] „Drei Gründe für die Waldorfschule“ Veröffentlicht in: [...]

  3. #53 | Waldorfschule: Lehrer gesucht! | Ruhrbarone sagt am 15. August 2010 um 17:20

    [...] „Drei Gründe für die Waldorfschule“ [...]

  4. #55 | "Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“ sagt am 22. Dezember 2010 um 13:32

    “Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

    Jetzt ist schon wieder was passiert. Nein, keine Sorge. Der „Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“, Detlef Hardorp, hat kein Kind tot gebissen. Obwohl. Beschwören möchte ich das nicht– (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/

  5. #56 | Waldorfschule: Physik vom Hellseher sagt am 22. Dezember 2010 um 13:35

    “Waldorfschule: Physik vom Hellseher

    Wie sorgt man in der Waldorfwelt für Ruhe? Mit „Mundzukleben“? Richtig laut wird es, wenn Detlef Hardorp Waldorfeltern die nobelpreisverdächtigen Leistungen seines Gurus Rudolf Steiner erklärt. Der soll schlauer gewesen sein als viele Physiker. Von unserem Gastautor Tobias Maier.

    Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-detlef-hardorp-lautsprecher-der-anthroposophie/

  6. #57 | 3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“ sagt am 22. Dezember 2010 um 19:09

    “3 Jahre Rudolf Steiner ist „zum Rassenhass anreizend bzw. als Rassen diskriminierend anzusehen“

    6 September 2010

    Vor drei Jahren, am 6. September 2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben. Die Bücher waren nur knapp der Indizierung durch die BPjM entgangen, weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin die Bücher nur mit einer Beilage auszuliefern. Doch nach drei Jahren ist noch immer nichts geschehen. Unser Gastautor Andreas Lichte erstellte für die BPjM ein Gutachten zur Praxisrelevanz von Steiners Rassismus, in dem er auch die Vermittlung von Rudolf Steiner im „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ darstellte. Hier ein Auszug, Zitat: (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf-steiner-ist-„zum-rassenhass-anreizend-bzw-als-rassen-diskriminierend-anzusehen“/

  7. #58 | Waldorf Schools: Rudolf Steiner’s books are “an incitement to racial hatred”, says BPjM sagt am 23. Dezember 2010 um 17:36

    “Waldorf Schools: Rudolf Steiner’s books are “an incitement to racial hatred”, says BPjM

    In the UK a discussion is going on about Rudolf Steiner’s racism, see: “Steiner Waldorf Schools Part 3. The problem of racism“. Therefore Ruhrbarone publish a short English summary of the BPjM’s decision on Rudolf Steiner. By Andreas Lichte.

    The “Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien” (BPjM) (”Federal Department for Media Harmful to Young Persons”) examined 2 books by Rudolf Steiner for “racist content” and decided that the content of the books is racist. (…)”

    continuation: http://www.ruhrbarone.de/waldorf-schools-rudolf-steiner’s-books-are-“an-incitement-to-racial-hatred”-says-bpjm/

  8. #59 | Bernd W. sagt am 8. Januar 2011 um 00:33

    Das Verrückte an den ganzen Diskussionen um die geistige Welt und das beliebte Masern-Beispiel ist ja, dass man keine Beweise liefern kann, die für uns befriedigend wären. Wie soll man denn etwas wissenschaftlich beweisen, das unseren Vorstellungen der materiellen Welt komplett widerspricht? Leider nicht machbar. Genauso wird man scheitern, wenn man einem Atheisten die Existenz von Gott beweisen möchte.
    Deshalb ist diese ganze Diskussion doch müßig.
    Hört sich zwar alles total weit hergeholt und unwahrscheinlich an. Aber das ist leider auch schon alles, was wir darüber sagen können…

  9. #60 | Rudolf Steiner sagt am 8. Januar 2011 um 10:51

    @ Bernd W.

    Ich habe mein Wissen direkt aus der geistigen Welt, aus der Akasha-Chronik. Lichte ist ein ichloser Mensch, ein Dämon in Menschengestalt, wie das Mädchen “L. K.”:

    „Der Schularzt spricht über besondere medizinische Fälle.

    Dr. Steiner: Das Mädchen L. K. in der l. Klasse, da wird irgendeine recht schlimme Verwickelung da sein mit dem ganzen Inneren. Da wird auch nicht viel zu machen sein. Das sind diese Fälle, die immer häufiger vorkommen, daß Kinder geboren werden und Menschenformen da sind, die eigentlich in bezug auf das höchste Ich keine Menschen sind, sondern die ausgefüllt sind mit nicht der Menschenklasse angehörigen Wesenheiten. Seit den neunziger Jahren schon kommen sehr viele ichlose Menschen vor, wo keine Reinkarnation vorliegt, sondern wo die Menschenform ausgefüllt wird von einer Art Naturdämon. Es gehen schon eine ganze Anzahl alte Leute herum, die eigentlich nicht Menschen sind, sondern naturgeistige Wesen und Menschen nur in bezug auf ihre Gestalt. Man kann nicht eine Dämonenschule errichten.

    X.: Wie ist das möglich?

    Dr. Steiner: An sich ist nicht ausgeschlossen, daß im Kosmos ein Rechenfehler geschieht. Es sind doch lange füreinander determiniert die hinuntersteigen den Individualitäten. Es geschehen auch Generationen, für die keine Individualität Lust hat hinunterzukommen und sich mit der Leiblichkeit zu verbinden, oder die sie auch gleich am Anfang verlassen. Da treten dann andere Individuen ein, die nicht recht passen. Aber dies ist wirklich jetzt sehr häufig, daß ichlose Menschen herumgehen, die eigentlich keine Menschen sind, die nur menschliche Gestalt haben, naturgeistähnliche Wesen, was man nicht erkennt, weil sie in menschlicher Gestalt herumgehen. Sie unterscheiden sich auch sehr wesentlich von den Menschen in bezug auf alles Geistige. Sie können es zum Beispiel nie zu einem Gedächtnis bringen in den Dingen, die Sätze sind. Sie haben eigentlich nur Wortgedächtnis, kein Satzgedächtnis.

    Die Rätsel des Lebens sind nicht so einfach. Wenn eine solche Wesen heit durch den Tod geht, dann geht sie zurück in die Natur, woher sie gekommen ist. Der Leichnam zerfällt; eine richtige Auflösung des Ätherleibes ist nicht da, und das Naturwesen geht in die Natur zurück.

    Es könnte sein, daß irgendwie automatisch etwas geschehen könnte. Der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist da. Man kann unter Umständen in den Gehirnautomatismen eine Pseudomoral züchten.

    Man redet sehr ungern über diese Dinge, nachdem wir ohnedies vielfach gegnerisch angefallen werden. Denken Sie, was die Leute sagen, wenn sie hören, hier wird erklärt, daß es Menschen gibt, die keine Menschen sind. Aber es sind Tatsachen. Wir würden auch nicht solchen Niedergang der Kultur haben, wenn ein starkes Gefühl dafür vorhanden wäre, daß manche Leute herumgehen, die gerade da durch, daß sie rücksichtslos sind, etwas werden, daß die keine Menschen sind, sondern Dämonen in Menschengestalt.

    Aber wir wollen das nicht in die Welt hinausposaunen. Die Gegner schaft ist so schon groß genug. Solche Dinge schockieren die Menschen furchtbar. Es hat einen furchtbaren Schock hervorgerufen, als ich genötigt war zu sagen, daß ein ganz berühmter Universitätsprofessor, der einen großen Ruf hat, daß der, nach einem sehr kurzen Leben zwischen Tod und neuer Geburt, ein wiederverkörperter Neger war, ein Forscher.

    Aber diese Dinge wollen wir nicht der Welt verkünden.“

    Rudolf Steiner, „Vorträge über Erziehung – Konferenzen mit den Lehrern III“, Konferenz vom Mittwoch 25. April 1923, 16.30-19 Uhr, GA 300c, S.70f

  10. #61 | Bernd W. sagt am 8. Januar 2011 um 17:56

    Nunja, das kling alles tatsächlich etwas befremdlich. Aber eine Erklärung wäre es ja, sogar in sich schlüssig. Und dass es seltsam klingt gibt Steiner ja selbst zu. Und mit der Aussage, es könne gegen ihn eingesetzt werden, hat er ja glaube ich richtig gelegen…
    Und dass mit dem Universitätsprofessor lässt sich ja wohl auch nicht gegen Steiner verwenden. Schließlich war er selbst ja anscheinend nicht geschockt über diese Reinkarnation, sondern die Gesellschaft (in welcher der Ausdruck “Neger” ja recht gebräuchlich war). Was er konkret über Schwarze gesagt hat, als er sich genötigt sah, sich über den Prof. zu äußern, weiß ich jetzt auch nicht. Aber ich denke nicht, dass er sich dabei abwertend über Schwarze geäußert hat.

    Gruß

  11. #62 | Rudolf Steiner sagt am 8. Januar 2011 um 18:15

    @ Bernd W.

    Wenn ich mich über Schwarze geäussert habe, habe ich nur die ewigen Wahrheiten der Akasha-Chronik wiedergegeben:

    “(…) Wenden wir das auf den Menschen selber im Weltenraum an. Sehen wir uns zunächst die Schwarzen in Afrika an. Diese Schwarzen in Afrika haben die Eigentümlichkeit, daß sie alles Licht und alle Wärme vom Weltenraum aufsaugen. Sie nehmen das auf. Und dieses Licht und diese Wärme im Weltenraum, die kann nicht durch den ganzen Körper durchgehen, weil ja der Mensch immer ein Mensch ist, selbst wenn er ein Schwarzer ist. Es geht nicht durch den ganzen Körper durch, sondern hält sich an die Oberfläche der Haut, und da wird die Haut dann selber schwarz.

    So daß also ein Schwarzer in Afrika ein Mensch ist, der möglichst viel Wärme und Licht vom Weltenraum aufsaugt und in sich verarbeitet. Dadurch, daß er das tut, wirken über den ganzen Menschen hin die Kräfte des Weltenalls so. (Es wird gezeichnet.) Überall nimmt er Licht und Wärme auf, überall. Das verarbeitet er in sich selber. Da muß etwas da sein, was ihm hilft bei diesem Verarbeiten. Nun, sehen Sie, das, was ihm da hilft beim Verarbeiten, das ist namentlich sein Hinterhirn. Beim Neger ist daher das Hinterhirn besonders ausgebildet. Das geht durch das Rückenmark. Und das kann alles das, was da im Menschen ist an Licht und Wärme, verarbeiten. Daher ist beim Neger namentlich alles das, was mit dem Körper und mit dem Stoffwechsel zusammen hängt, lebhaft ausgebildet. Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird da drinnen fortwährend richtig gekocht, und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn.

    (…) Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.

    Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse.”

    Rudolf Steiner, “Vom Lebens des Menschen und Erde – Über das Wesen des Christentums”, GA 349, S. 49ff

    Mein gesamter Vortrag: http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

  12. #63 | Bernd W. sagt am 9. Januar 2011 um 12:30

    Falsch liegt Steiner mit seiner Aussage über die Wärme ja nicht. Auch wenn er sich für heutige Verhältnisse etwas unkonventionell ausdrückt, indem er davon spricht Licht und Wärme aus dem Weltall würden “aufgesaugt” werden. Dunkle Flächen absorbieren einfach wesentlich mehr Licht als helle Flächen. Und das Licht verwandelt sich bei Absorption bekanntlich in Wärme. Und damit der Körper damit fertig wird, wird die Wärme von Hinterhirn über den Blutkreislauf reguliert. Also bis hierher kann man Steiner denke ich nicht widersprechen.

    Die Unterschiede der verschiedenen “Rassen”, die Steiner hier benennt, würden wir heute vielleicht eher als Mentalität der verschiedenen Völker bezeichnen. Eine Auf- oder Abwertung nimmt Steiner hier schließlich nicht vor. Und falsch liegt er doch nicht. Das kann man sogar hier in Deutschland beobachten. Selten sieht man einen Deutschen im Bus, der für sich alleine singt oder sich so angeregt mit seinen Freunden unterhält wie Menschen aus südlichen Ländern. Ob der Deutsche, der still im Bus sitzt jetzt im Geiste schaffend ist, sei mal so dahingestellt. Oft gelten Menschen aus den südlichen Ländern auch als offener und herzlicher.
    Die Unterschiede lassen sich wohl kaum leugnen.

    Mit der zuletzt genannten These sprechen Sie ein heikles Thema an, zu dem ich nichts sagen kann oder möchte.

    Und bevor Sie mir jetzt das nächste Zitat auftischen, äußern Sie sich doch einmal selbst zu dem Gesagten.

    Grüße

  13. #64 | Rudolf Steiner sagt am 9. Januar 2011 um 13:22

    @ Bernd W.

    Wen meinen Sie mit “äußern Sie sich doch einmal selbst zu dem Gesagten”? Bei den Ruhrbaronen werden Sie keine kompetenten Diskussionspartner finden, niemand von den Ruhrbaronen hat die Bedeutung meiner Geisteswissenschaft verstanden:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.”

    “Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  14. #65 | Bernd W. sagt am 14. Januar 2011 um 15:57

    Ich hoffe doch, dass Sie mir etwas damit sagen wollen.
    Einfach nur eine paar Zitate zu kommentieren halte ich für wenig sinnvoll. Da könnte ich mir auch Steiners Bücher durchlesen. Oder eine der Internetseiten, auf denen einige seiner Aussagen angeprangert werden.

    “Inkompetent”?
    Das haben Sie gesagt…nicht ich.

  15. #66 | shrink sagt am 14. Januar 2011 um 16:24

    @ Bernd W.

    “Da könnte ich mir auch Steiners Bücher durchlesen.”

    Ich denke, es reicht, wenn Sie die obigen Kommentare von “Rudolf Steiner” lesen: das macht doch deutlich, mit wem Sie es zu tun haben:

    mit dem geisteskranken Rudolf Steiner

  16. #67 | blaubaer sagt am 14. Januar 2011 um 17:42

    @ Bernd W. – # 59, # 61, # 63, # 65

    warum schreibst du diese bizarren kommentare # 59, # 61, # 63, # 65 ?

    - mangendes textverständnis (bist du kein deutscher muttersprachler) ?

    - hast du eingeschränkte kognitve fähigkeiten ?

    - nimmst du psychopharmaka (drogen) ?

    - bist du “Anthroposoph” (anhänger der sekte anthroposophie) ?

  17. #68 | Bernd W. sagt am 14. Januar 2011 um 18:07

    “Geisteskrank”?
    Machen Sie es sich mit der Bezeichnung nicht etwas einfach?
    Was meinen Sie denn, was er vorhatte?

  18. #69 | Bernd W. sagt am 14. Januar 2011 um 18:43

    @Blaubaer

    Soll ich das etwa ernst nehmen?

  19. #70 | steinerimbrett sagt am 14. Januar 2011 um 19:02

    @ Bernd W.

    Es geht längst (mehr) nicht um die Anprangerung einiger Steiner-Zitate, es geht um ein wenig mehr: Im Focus stehen die weithin ausstrahlenden Folgen eines – aus einer realistischen Position der Vernunft betrachtet – wirr-pathologisch eingefärbten Gedankenguts, dem noch heute Menschen folgen, die sich führen lassen allein von groben Wunschdenken und einem erheblichem, der Ratio mutwillig abhanden gekommenen Vorstellungsdrang.

    Von den Menschen, die ich meine, sind mitunter Menschen betroffen, die nach anthroposophischer Lesart einen unzumutbaren Teil der sogenannten “Widersacherkräfte” darstellen. Das lassen sie diesen Teil der eher rational veranlagten Menschheit durchaus auch spüren. Hierfür bieten sich Waldorfschulen an, Heime für “seelenpflegebedürftige” Kinder, Demeter-Bauernhöfe und ähnliche, die Fährte sträflichster Selbstüberschätzung aufgenommene Einrichtungen mehr. Daß unsere Welt selbst dabei ebenfalls einer bemerkenswerten, weil auf suggestive einfälle bauenden Mißinterpretation zum Opfer fällt, auch daß ist Teil des anthroposophisch-egoistischen Kulturkampfes, der alles Geistige verklärt, um den Mensch an sich besser nicht wahrhaftig erklären zu müssen.

    Was Steiner vorhatte? Sich selbst zu Lebzeiten schon ein Denkmal zu errichten, um kommenden Generationen ganz selbstlos eine laute Ahnung grenzenloser Selbstverliebtheit, haltloser Sehnsüchte und philosophischer Selbstversuche zu vermitteln.

  20. #71 | Rudolf Steiner sagt am 14. Januar 2011 um 21:48

    @ Bernd W.

    Vielen Dank für Ihre Kommentare, die von einem tiefen Geistigen Verständnis der Anthroposophie zeugen:

    “[...] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird [...]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  21. #72 | Bernd W. sagt am 15. Januar 2011 um 17:48

    @Steinerimbrett

    So ganz scheint die Ratio ja doch nicht abhanden gekommen zu sein. Sonst würden sich unter den Waldorf-Eltern wohl keine wohlhabenden Leute befinden (was hier von den Ruhrbaronen oft angesprochen wird). Würden sie in ihrer wirklichkeitsfremden Traumwelt leben, wären sie doch gar nicht fähig dazu.

    “[...] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird [...]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

    Nach einer “haltlosen Sehnsucht” hört sich das nicht an, finde ich. Und diese Aussage alleine würde auch niemanden dazu verleiten ihm zu “folgen” oder gar zu “verehren”. Da gehört schon wesentlich mehr zu. Und das müssten Sie erst einmal widerlegen. Dann wären Sie aber auch einen ganz schönen Schritt weiter mit ihrer Arbeit gegen die Anthroposophie.
    Ob er selbstverliebt war? Keine Ahnung, dazu kann ich nichts sagen.
    Er spricht halt überzeugt von seiner Sache. Das kann man ihm ja wohl kaum verdenken.

  22. #73 | gequirlte ... sagt am 15. Januar 2011 um 19:03

    “Nach einer “haltlosen Sehnsucht” hört sich das nicht an, finde ich.”

    das hört sich nach gequirlter scheisse an – gequirlter steiner-scheisse:

    “[...] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird [...]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  23. #74 | Zander, die Steiner-Klär-Anlage sagt am 16. Januar 2011 um 11:09

    @ gequirlte …

    Helmut Zander, “Anthroposophie in Deutschland”, S. 1587:

    “Ein drittes Standardthema der Anthroposophie, die geistige Evolution, ist demgegenüber in den Vorträgen weniger präsent. [Fussnote 54].

    [Fussnote 54]: Beispielsweise korrelierte Steiner Gehirn und Darm, »die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse« (GA 327, 201) (eine Analogisierung, die sich möglicherweise aus der optischen Ähnlichkeit von Gehirn- und Darmwindungen herleitet). Wenn aber das Gehirn als Ausscheidungsergebnis des Darmes gedeutet wird, ist auch der »tierische Mist« eine Grundlage der »Ich-Anlage« und »enthält« sie sogar, so daß sich das materielle Gehirn als »fortgeschrittener Dunghaufen« bezeichnen lasse (ebd., 201).”

    Helmut Zander ist ein grosser Interpretations-”Künstler”, der selbst aus “gequirlter Steiner-Scheisse” noch “Seriöses” macht, zum Vergleich noch einmal das Steiner-Original,

    “[...] Was ist die Hirnmasse? Die Hirnmasse ist einfach zu Ende geführte Darmmasse. Verfrühte Gehirnabscheidung geht durch den Darm. Der Darminhalt ist seinen Prozessen nach durchaus verwandt dem Hirninhalt.

    Wenn ich grotesk rede, würde ich sagen, ein fortgeschrittener Dunghaufen ist das im Gehirn sich Ausbreitende; aber es ist sachlich durchaus richtig. Der Dung ist es, der durch den eigenen organischen Prozess in die Edelmasse des Gehirns umgesetzt wird und da zur Grundlage für die Ich-Entwickelung wird [...]”

    Rudolf Steiner, “Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft”, ACHTER VORTRAG, 16.Juni 1924, GA 327, Seite 201

  24. #75 | "Töne wie aus einer undichten Gummizelle!" sagt am 16. Januar 2011 um 12:02

    über Rudolf Steiner:

    “Töne wie aus einer undichten Gummizelle!”

    Harry Rowohlt

  25. #76 | Bernd W. sagt am 16. Januar 2011 um 14:07

    Ich schließe mich euch einfach mal an und zitiere jetzt auch mal. Ich weiß nämlich gerade nicht, was ihr von mir hören wollt.

    Gegner glauben uns zu widerlegen,
    indem sie ihre Meinung wiederholen
    und die unsre nicht achten.
    -J. W. Goethe-

  26. #77 | schmidt sagt am 16. Januar 2011 um 14:34

    @ Bernd W.

    was ist denn überhaupt ihre “meinung” ?

    sie schreiben zwar sehr viele kommentare, aber die sind allesamt völlig unverständlich. der leser weiß gar nicht, was sie überhaupt sagen wollen.

    wollen sie vielleicht allen ernstes sagen, dass das wahrheiten sind, die rudolf steiner in der geistigen welt gesehen hat:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.

    Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  27. #78 | Bernd W. sagt am 16. Januar 2011 um 17:37

    “was ist denn überhaupt ihre “meinung” ?”

    Meine Meinung ist, dass Sie hier zu unrecht auf auf allem, was mit Waldorf zu tun hat, herumhacken. Sie machen ausnahmslos alles schlecht und degradieren alle, die etwas mit der Anthroposophie zu tun haben zu verblendeten Dogmatikern. Und warum? Weil Sie ein Dutzend Zitate von Steiner gefunden haben, die Ihnen nicht passen…der eine oder andere hier vielleicht auch, weil er selbst schlecht Erfahrungen mit Waldorfschulen gemacht hat. Grund genug dafür, jetzt gegen alle anzukämpfen die damit zufrieden sind? Halten Sie die nicht-waldorfschulen für perfekt?
    Vielleicht fragt sich der Leser ja auch, was Sie mir zu sagen haben. Hier wird, oft kommentarlos, mit Zitaten um sich geworfen, ohne dass man weiß, worauf Sie hinaus wollen. Gar nicht mal so blöd. Immerhin kann man Ihre Meinung dann nicht widerlegen.

    Bringen Sie doch bitte auf den Punkt was Sie an ihrem Zitat (#77) stört. Ich kann es mir natürlich denken. Aber ich möchte ja auch nicht, dass es wieder “völlig unverständlich” wird und der Leser nicht versteht, was ich meine.
    Wo kommt das Zitat mit den Blonden und Blauäugigen (#77) eigentlich her? Ich würde mir gerne den Kontext anschauen. Denn so wie es da steht, könnte ich es auch nicht akzeptieren.

  28. #79 | steinerimbrett sagt am 16. Januar 2011 um 18:04

    @ Bernd W.

    Ich gehe keine Schritte hin auf eine “Arbeit gegen die Anthroposophie”. Es geht mir im Grunde genommen um ein ganz banales, gleichwohl ultramodernes Anliegen: Aufklärung. Damit arbeite ich nicht gegen etwas, sondern ich möchte für etwas einnehmen: Dafür, daß der klare Blick nicht willkürlich und von verschrobenen Interessen geleitet zum verhangenen wird, durch den alles nebulös, geheimnisvoll erscheint und – exclusive “Geistesschulung” vorausgesetzt – einer ständigen tieferen Bedeutung unterworfen wird. Das wird dem Menschen an keiner Stelle gerecht, sondern ist allein dem Versuch geschuldet, eigene maßlose Selbstbespiegelung zum Nonplusultra eines anachronistischen, weil längst ad absurdum geführten Menschenbildes zu machen. Das irre, trotzige, theoretisch volkommen überladene Festhalten an einem solchen nennt man u.a. Anthroposophie, andere Wege dorthin führen über das Christentum, den Islam, etc. … ´

    Zu anderen Punkten Ihrer trotzigen Ausführung äußere ich mich noch zu einem späteren Zeitpunkt. Unvermittelter Dinge geht anderes vor…

  29. #80 | Mo sagt am 16. Januar 2011 um 18:58

    @ Bernd W.

    “Bringen Sie doch bitte auf den Punkt was Sie an ihrem Zitat (#77) stört. Ich kann es mir natürlich denken. Aber ich möchte ja auch nicht, dass es wieder “völlig unverständlich” wird und der Leser nicht versteht, was ich meine.”

    Sagen Sie doch einfach, was Sie denken. Die Leser sagen Ihnen dann, ob Sie sich verständlich ausgedrückt haben.

    “Wo kommt das Zitat mit den Blonden und Blauäugigen (#77) eigentlich her?”

    Wie eine google-Recherche funktioniert, wissen Sie aber? Ich habe sofort die “Freie Verwaltung des Nachlasses von Rudolf Steiner” (Rudolf-Steiner-online-Ausgabe) gefunden. Versuchen Sie es mal. Geben Sie irgendetwas von diesem Zitat des geisteskranken Rudolf Steiner bei google ein:

    “Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.

    Geradeso wie sie (die Blonden) wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn die Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen, und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen, die treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie Materialisten, gehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muss das durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in demselben Maße, als die Menschheit mit der Blondheit ihre Gescheitheit verliert. Wir haben nicht zum Spaß diesen Bau, das Goetheanum, hierhergebaut”

    Rudolf Steiner

  30. #81 | steinerimbrett sagt am 23. Januar 2011 um 23:35

    @ Bernd W.

    Auf die Schnelle: Den “wohlhabenden Leuten” in der Waldorf-Elternschaft obskur-spirituelle Neigungen auf breiter Front zu unterstellen, wäre tatsächlich naiv. Diese Spezies ist zwar auch vertreten, weil sie sich derlei geistige Erbauung als zusätzliches Steckenpferd leisten will, gehört aber definitiv zur Minderheit.
    Dem ausgesprochen bessergestellten Teil der Waldorf-Eltern geht es in der Hauptsache um Anderes: Deren Sprößlinge haben in der Regel unterschiedliche Entwicklungsprobleme intellektuellen, moralischen oder sozialen Ursprungs. Sie ungeniert auf eine staatliche Schule zu geben, wäre verbunden mit einer stattlichen Aneinandereihung gehöriger Ansehensverluste, dem auszuweichen sich eine Waldorfschule geradezu aufdrängt. Bei entsprechendem Einkommen natürlich auch ein geeignetes Internat, alles nur eine Frage des Geldbeutels oder anderer Bequemlichkeiten… manchmal sträubt sich natürlich auch der Filius.

    Also Waldorfschule: Hier fallen gewisse (Entwicklungs-)Defizite weniger auf, gehören sie doch quasi zum guten Ton einer Steiner-Einrichtung, weil mit dem Begriff “Individualität” alles steht und fällt, meistens letzteres. Demnach ist bereits schwer individuell, was sich staatlicherseits nicht in den Griff bekommen lässt bzw. lassen will. Zudem lässt man es sich noch immer nicht nehmen, Waldorfschule mit gediegener Exclusivität und pädagogischer Vorwärtsbewegung gleichzusetzen, was mindestens Genugtuung verschafft, wenn nicht gleich erhabene Gefühle von elitärem Totaldurchblick auszulösen vermag. Das direkte Umfeld einer Waldorfschule jedenfalls gibt genau das her, und da fühlen sich die eitlen Momente ab einer bestimmten Einkommensschicht durchaus angesprochen.

    “Wirklichkeitsfremde Traumwelt”, aber nein. Der Wirklichkeit entfremdet nur in dem Ausmaß, wie es Waldorfschulen gerade so weit zulassen können, daß an Bord des Traumschiffs kommt, wer zu erwartende Schwankungen finanziell jederzeit abfedern kann. Die werden ebendrum gezielt angesprochen, und wenn deren Nachwuchs noch dazu mitbringt, was an WS vermeintlich individuell (weil künstlerisch-kreativ-musisch: was den Menschen halt für gewöhnlich so auszeichnet) angegangen werden kann, umso besser. Überwiegend ist man letztlich halt doch unter seinesgleichen, und allein das zählt.

    Soviel für den Moment mal wieder…

  31. #82 | Bernd W. sagt am 30. Januar 2011 um 20:34

    Ich frage mal ganz platt. Wer soll denn von der ganzen Sache ihrer Meinung nach profitieren?
    Ohne irgendeinen Grund würde doch niemand diesen immensen Aufwand auf sich nehmen, eine solche Scheinwelt aufzubauen, die anscheinen nur eine auserwählte Elite zu durchschauen vermag.
    Und irgendjemanden muss es schließlich geben, denn ein solch gewaltiges Ausmaß an Täuschung und Irreführung durch alle Gruppen der Bevölkerung hindurch, organisiert sich nicht von allein…

  32. #83 | 150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ sagt am 30. Januar 2011 um 22:13

    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist.

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Hellseher Rudolf Steiner, „Ein Jesus aus Nazareth und einer aus Bethlehem“:

    „(…) Wirkliche Erkenntnis sei immer übersinnlich [Zitat Steiner]: «Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst», sagt er. Oder: «Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens». Steiner formuliert offen einen hellseherischen Anspruch, eine Quelle des Wissens, die nur Initiierten wie ihm offensteht und die ihn zu ganz neuen Erkenntnissen (…) führt. (…)“ Sein „Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. (…)“

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Rassisten Rudolf Steiner, „Rassistische und antisemitische Tendenzen“:

    „(…) Problematisch bei Steiner ist aber, dass sein Rassismus aus den von ihm postulierten Evolutionsstufen der Menschheit folgt. Will man das Rassendenken loswerden, droht das gesamte Gedankengebäude zusammenzubrechen.

    (…) Die weisse «Rasse» ist in Steinerscher Terminologie die am «Geiste schaffende Rasse» – die Avantgarde der Menschheit also: «Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.» Die übrigen «Rassen» sind in diesem Sinne nur überflüssige Abfallprodukte der Evolution. Indianer sieht er als «degenerierte Menschenrasse», schwarze Afrikaner seien eine zurückgebliebene Rasse. (…)“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“ sagt Harry Rowohlt über Rudolf Steiner. Was hat der, Zitat wikipedia, „Schriftsteller, Kolumnist, Übersetzer, Rezitator und Schauspieler“ mit Steiner zu tun? Harry Rowohlt hat eine Erfahrung gemacht, und beschreibt sie hier, Seite 2

    Ist Rudolf Steiner psychisch krank? Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen? Unten ein link zu einem Vortrag Steiners, der unzweifelhaft rassistisch ist. Aber spannender als diese Feststellung ist die Frage, wie Steiner sein Programm „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ begründet:

    Warum ist das so, Zitat Steiner: „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.“

    Besuchen Sie Steiner in seiner „Gummizelle“, seien Sie Zeuge von Steiners „Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf“. Und sagen Sie bitte nicht mehr: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    link zum Vortrag Steiners hier: http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  33. #84 | steinerimbrett sagt am 30. Januar 2011 um 23:27

    @ Bernd W.

    Aber, aber… warum glauben Sie, fragen zu müssen, wer von der anthroposophischen Sache profitieren solle? Reden wir hier von einem börsennotierten Unternehmen oder einer quasi-religiösen Bewegung, die den Glauben an Wiedergeburt, unerreichte geistig-philosophische Erkenntnisse und der Missionierung einzelner Schülerseelen in den Mittelpunkt ihrer Ziele und Methoden stellt?

    Wenn ich auch mal kurz platt formulieren dürfte: Dem anthroposophischen Protagonisten wird`s warm ums Herz, wenn er nicht länger mehr den Tod vor Augen hat, sondern sagenumwobene, letztlich unerklärliche Reiche voll der geistigen Hierarchien und hartnäckigen Widersachermächte.
    Schnell verschwindet der harte Gedanke an Endlichkeit und menschliche Profanität, und die eigene Eitelkeit und Selbstbeweihräucherung (funktioniert auch, wenn der liebe Mitmensch gemeint ist) profitiert in ungekanntem Ausmaß. Solange jedenfalls ungekannt, wie die Bekanntschaft mit dem Herrn Doktor noch auf sich warten ließ. Aber der Profit im Anschluss hat gestimmt, und er tut es noch heute, ganz individuell und immer erkenntnistheoretisch … und wer noch davon profitiert, schnöde materialistisch zu Ende gedacht? Weleda vielleicht, und DM, die GLS Bank (die ja den Profit-Gedanken an sich abgestriffen hat, dafür aber so viel anders mit Geld umgeht, daß – viel – Geld zu besitzen plötzlich zur sozial-ökologischen Allzweckwaffe wird), und Wala, und Demeter sicher auch noch ein wenig.

    Religionen neigen nun mal dazu, glamouröse, blendende Scheinwelten aufzubauen. Die Anthroposophie als religiös angesäuerter Kulissenschieberverband verhält sich da nicht anders, warum auch. Gewisse Worte und Taten bedürfen einer Rechtfertigung, und die bietet die Anthropsophie in – wie gesagt – lange nicht gekanntem Ausmaß. Wer sich einmal anthroposophisch gerechtfertigt hat (offen oder verdeckt/verhuscht), den darf man ruhig wähnen am Himmelstor zur Wahrheit. Wahlweise im Vorzimmer zur psychotherapeutischen Behandlung.
    Die “auserwählte Elite”? Denkt so, fühlt so, würde es aber niemals zugeben. Und schon gar nicht, daß sie nur deshalb so denken und fühlen, weil die Angst vor dem Psychologen einfach übergroß ist. Ja, man wähnt sich auserwählt, schon des Übersetzungsproblems Steiner-Deutsch wegen. Aber dem IQ in seiner wählerischen Ausdrucksweise hat schon Steiner vergeblich nachgejagt, weil Intelligenz ist irgendwo ja auch Ansichtssache: Nach Steiners Ansicht allein seine Sache.

    “Täuschung und Irreführung”? Hierzu, glaube ich fast, habe ich bereits einiges Wissenswerte festgehalten. Dies im Übrigen ganz ohne falsches Pathos und durchsichtige Ironie, aber doch immerhin recht organisiert und gewaltig ins Schwarze getroffen…

  34. #85 | Bernd W. sagt am 6. Februar 2011 um 13:34

    @Stenerimbrett
    Das Frage ich, weil Sie die Waldorfschulen gerne mal als Sekte bezeichnet werden. Und für Sekten ist eine führende Spitze nicht unüblich, die aus der ganzen Sache ihren Nutzen zieht…
    Und anscheinend finden Sie die Frage ja doch nicht so abwegig. Meinen Sie wirklich DM, Weleda und die anderen oben genannten nutzen die Anthroposophie für ihre Zwecke? Wie soll das denn konkret aussehen?
    Und dass die Idee vom Bedingungslosen Grundeinkommen ein enormer Schritt zur individuellen Freiheit wäre, können doch selbst Sie nicht leugnen…

    Da fällt mir in dem Zusammenhang der Skandal mit einem anderen Drogeriemarkt ein. Stichwort Zeitarbeit.
    Welcher der Beiden Märkte ist da der menschlich fortschrittlichere?
    “Zu Ende gedacht” (#84) haben Sie da nicht.

    Außerdem. Was verstehen Sie eigentlich unter “Aufklärung” (#79), die Sie zu betreiben vorgeben? Mit dem Finger auf eine Gruppe der Gesellschaft zeigen, zu erklären, was sie von der Norm unterscheidet und dann, die eigenen persönlichen Maßstäbe ansetzend, zu verurteilen? Mehr tun Sie hier doch nicht.

    Ich weiß nicht wie es mit Ihnen aussieht aber dieser Helmut Zander oder wie in Kommentar #74 so wunderbar “als Zander, die Steiner-Klär-Anlage” beschrieben, scheint hier ja großen Respekt zu genießen.
    Einige der, in Kommentar #83 erwähnten, Artikel der Steiner-Reihe aus der NZZ scheinen auch von ihm verfasst worden zu sein.
    Dass der katholische Theologe als inkompetent entlarvt wurde (z.B. in dem Buch “Aufgearbeitete Anthroposophie” von Swassjan) und sich in den Augen mancher Leser sogar blamiert hat, macht es mir schwierig ihn ernst zu nehmen.

  35. #86 | “Aufgearbeitete Anthroposophie” von Swassjan sagt am 6. Februar 2011 um 15:35

    @ Bernd W.

    “Bernd W.” schreibt: “Dass der katholische Theologe (Helmut Zander) als inkompetent entlarvt wurde (z.B. in dem Buch “Aufgearbeitete Anthroposophie” von Swassjan) …”

    “Swassjan”: damit ist ja nun endgültig geklärt, dass Sie ein weiterer hardcore-Anthroposoph sind, der hier den Naiven abgab, abgibt:

    Wie peinlich, “Bernd W.”, wie AnthropoDOOF

  36. #87 | 150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ sagt am 6. Februar 2011 um 16:30

    150 Jahre Rudolf Steiner – „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    Am 27. Februar 2011 feiert Rudolf Steiner, Begründer der Waldorfschulen, seinen 150 Geburtstag. Doch nicht überall huldigt man dem „Universalgenie Steiner“. In der Neuen Zürcher Zeitung, NZZ, erschien eine Artikelserie, die es Steiner- und Waldorf-Anhängern unmöglich macht, weiter zu behaupten: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“ Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Endlich! Endlich schreibt auch eine „normale“ Tageszeitung Klartext über Rudolf Steiner. Andreas Hirstein, Ressortleiter Wissen der NZZ, legt eindrucksvoll dar, was bereits auch bei den Ruhrbaronen zu erfahren war: Dass Steiner ein selbsternannter Hellseher und notorischer Rassist ist.

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Hellseher Rudolf Steiner, „Ein Jesus aus Nazareth und einer aus Bethlehem“:

    „(…) Wirkliche Erkenntnis sei immer übersinnlich [Zitat Steiner]: «Das müssen wir uns immer wiederum vor die Seele stellen, dass wir nicht aus Urkunden schöpfen, sondern dass wir schöpfen aus der geistigen Forschung selbst», sagt er. Oder: «Meine Erkenntnisse des Geistigen, dessen bin ich mir voll bewusst, sind Ergebnisse eigenen Schauens». Steiner formuliert offen einen hellseherischen Anspruch, eine Quelle des Wissens, die nur Initiierten wie ihm offensteht und die ihn zu ganz neuen Erkenntnissen (…) führt. (…)“ Sein „Wissen will Steiner dem geistigen Weltgedächtnis, der Akasha-Chronik, entnommen haben. (…)“

    Andreas Hirstein, NZZ, über den Rassisten Rudolf Steiner, „Rassistische und antisemitische Tendenzen“:

    „(…) Problematisch bei Steiner ist aber, dass sein Rassismus aus den von ihm postulierten Evolutionsstufen der Menschheit folgt. Will man das Rassendenken loswerden, droht das gesamte Gedankengebäude zusammenzubrechen.

    (…) Die weisse «Rasse» ist in Steinerscher Terminologie die am «Geiste schaffende Rasse» – die Avantgarde der Menschheit also: «Die Menschen würden ja, wenn die Blauäugigen und Blondhaarigen aussterben, immer dümmer werden, wenn sie nicht zu einer Art Gescheitheit kommen würden, die unabhängig ist von der Blondheit. Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit.» Die übrigen «Rassen» sind in diesem Sinne nur überflüssige Abfallprodukte der Evolution. Indianer sieht er als «degenerierte Menschenrasse», schwarze Afrikaner seien eine zurückgebliebene Rasse. (…)“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“ sagt Harry Rowohlt über Rudolf Steiner. Was hat der, Zitat wikipedia, „Schriftsteller, Kolumnist, Übersetzer, Rezitator und Schauspieler“ mit Steiner zu tun? Harry Rowohlt hat eine Erfahrung gemacht, und beschreibt sie hier, Seite 2

    Ist Rudolf Steiner psychisch krank? Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen? Unten ein link zu einem Vortrag Steiners, der unzweifelhaft rassistisch ist. Aber spannender als diese Feststellung ist die Frage, wie Steiner sein Programm „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ begründet:

    Warum ist das so, Zitat Steiner: „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.“

    Besuchen Sie Steiner in seiner „Gummizelle“, seien Sie Zeuge von Steiners „Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf“. Und sagen Sie bitte nicht mehr: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    der Original-Artikel der Ruhrbarone – mit allen links – hier:

    http://www.ruhrbarone.de/150-jahre-rudolf-steiner-–-„aber-ich-hab’-doch-nichts-davon-gewusst“/

  37. #88 | steinerimbrett sagt am 6. Februar 2011 um 17:55

    @ Bernd W.

    Für den Moment auf die Schnelle:

    Wer tatsächlich Swassjan als Kronzeugen gegen Zander ins Feld zu führen glaubt, ist – mit Verlaub – jeden Anspruch auf eine sachlich-rationale Argumentation verlustig gegangen. Nicht nur, daß Swassjan selbst gegen dogmatische Anthroposophen wie Ravagli anschreibt – dieser Professor ist eine Art Hohepriester der Ur-Ur-Anthroposophie, der Steiner noch besser zu verstehen glaubt als Steiner sich dereinst selbst. In seinen stets wortgewaltigen esoterischen Ausführungen kreist letztlich alles um die eigene vermeintliche Erkenntnisfähigkeit, die offenbar dem “Wissen” geschuldet ist, dem “Christus” höchstpersönlich am nächsten zu stehen.

    Teilen Sie von mir aus seinen Wahn, und treffen Sie ihn so oft Sie wollen auf seiner eigens geschaffenen Umlaufbahn. Aber wenn Sie sich auch nur einen Anstrich von Seriosität wahren wollen, sozusagen ernst genommen werden wollen, treten Sie das nächste Mal weniger auffällig ins Fettnäpfchen. Und vermeiden Sie dies bitte auch unbedingt zum Stichwort Aufklärung:

    Wer sich außerstande sieht, allgemein verbindliche Kriterien und Maßstäbe von persönlich-individuellen auseinanderzuhalten, hat ein Auffassungsproblem. Wenn Sie also z.B. demokratische Ideale und Gepflogenheiten zu meiner persönlichen Vorstellung davon degenerieren wollten, hätten Sie ein kaum noch in den Griff zu bekommendes Auffassungsproblem.
    Und wenn ich abschließend noch den “Finger, der auf eine Gruppe der Gesellschaft”" erwähnen dürfte: Es sind umgekehrt anthroposophische Protagonisten, die nichts lieber tun, als auf die Menschen um sie herum zu deuten. Schon deshalb, weil sie diese für zu blöd halten, Sinn und Zweck der menschlichen Existenz wahrheitsgemäß auszudeuten. Diesen “Finger” spürt man im Übrigen dauerhaft in der Anwesenheit der genannten Spezies…

    Letzter Hinweis für den Moment: Arbeiten Sie unbedingt an Ihrer Rechtschreibung – ich habe gerne mit Menschen zu tun, die insbesondere in sprachlicher Hinsicht besser keine Zweifel aufkommen lassen an dem, was sie da meinen, zum Besten geben zu müssen. Beliebtes Szene-Stichwort hierzu: Achtsamkeit…

  38. #89 | blaubaer sagt am 6. Februar 2011 um 23:49

    @ Bernd W.

    danke für die beantwortung meiner fragen von oben:

    Bernd W. hat eingeschränkte kognitve fähigkeiten (“Swassjan”)

    und ist “Anthroposoph”, anhänger der sekte anthroposophie

  39. #90 | Bernd W. sagt am 7. Februar 2011 um 23:25

    @ steinerimbrett
    Solche Kommentare wie z.B. #67, #75 und #86 sind ja wohl üble Eigentore, die hier geschossen wurden. Aber darüber muss man wohl hinwegsehen…
    Und jetzt kommen Sie mir mit Rechtschreibung?

    Was ist eigentlich mit dem ersten Teil meines Kommentars (#85)? Haben Sie den “auf die Schnelle” überlesen? Oder war die Freude über diverse Rechtschreibfehler so groß, dass Sie ihn einfach vergessen haben?
    “Allgemein verbindliche Kriterien und Maßstäbe “…
    Werden Sie doch konkreter, dann kann ich vielleicht zur Einsicht kommen und Sie haben Ihre Mission der Aufklärung erfüllt. Also, was passt Ihnen an dm nicht? Dass der Gründer Anthroposoph ist? Das wird doch hoffentlich noch nicht alles gewesen sein…

    Um zum Schluss aber trotzdem auf Kommentar #86 (und indirekt auf #80) einzugehen, möchte ich kurz erwähnen, dass die Möglichkeit einer google-Recherche nicht nur Ihnen offen steht…aber netter Versuch.
    Da ich mit diesem Swassjan anscheinend einen wunden Punkt bei Ihnen getroffen habe, können wir den hier gerne beiseite lassen. Dann möchte ich mir aber auch nicht anhören müssen, was dieser Zander alles von sich gegeben hat…

  40. #91 | Masernausbruch: Waldorfschule schließt sagt am 17. April 2011 um 10:34

    “Masernausbruch: Waldorfschule schließt

    15.04.11

    Masernausbruch an der Waldorfschule in Offenburg. 26 Kinder infizierten sich bereits mit den lebensgefährlichen Erregern. Das Gesundheitsamt schloß die Schule.

    An der Waldorfschule in Offenburg gab es schon gestern Osterferien. 26 Schüler aus allen Klassenstufen infizierten sich mit Masern. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, ordnete das Gesundheitsamt die Schließung der Schule an. Nach den Osterferien wird der Schulbetrieb wieder aufgenommen, dann ist die Inkubationszeit vorbei.

    Ein Kind der Waldorfschule Offenburg infizierte sich vor einigen Wochen mit Masern. Es blieb zu Hause, was eine Ansteckung von anderen Kindern jedoch nicht verhindern konnte. Die Waldorfschule, dessen Philosophie anthroposophisch ausgerichtet ist, stellt den Eltern frei, ihre Kinder gegen Masern immunisieren zu lassen oder nicht. Die Anthroposophen nehmen eine kritische Haltung gegenüber der Masernimpfung ein.

    Was gemeinhin als harmlose Kinderkrankheit galt, wird als gefährliche Infektion eingestuft: Masern. Nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes sollten Eltern ihre Kinder gegen Masern impfen lassen. Masern werden per Tröpfcheninfektion übertragen. Etwa nach acht bis 12 Tagen kommt es zu den ersten Symptomen. Maserninfizierte klagen neben Ausschlag über Fieber, Müdigkeit, Bronchitis und Lichtempfindlichkeit. Das Gefährliche an der Krankheit sind mögliche Komplikationen, wie Lungen- oder Hirnhautentzündungen, die oft tödlich enden.

    Wenn sich jeder an die Impfempfehlungen halten würde, könnte das Virus ausgerottet werden. Doch es existieren zunehmend mehr Impfgegner, die die Immunisierung ihrer Kinder bewußt verweigern. In Deutschland sind Masernerkrankungen meldepflichtig. Das besagt das Infektionsschutzgesetz, welches am 1. Januar 2001 in Kraft trat.

    In der Fachsprache werden Masern Morbilli genannt. Masern sind hochansteckend, aber in den meisten Fällen verläuft die Krankheit komplikationslos. Allerdings müssen Betroffene strenge Bettruhe einhalten und viel trinken. Im Falle von Fieber können fiebersenkende Arzneien verabreicht werden.”

    http://www.cecu.de/deutschland-nachrichten+M5d4a2eb1a3e.html

  41. #92 | Andreas Lichte sagt am 20. April 2011 um 10:10

    http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=67&db=news_lokales&table=artikel_ortenau&id=16256

    „Masern: Waldorfschule schließt

    (…) Masern-Alarm an der Offenburger Waldorfschule. 26 Kinder aus allen Klassenstufen haben sich mit der ansteckenden Krankheit infiziert. Grund genug für das Gesundheitsamt und die Schulleitung der Waldorfschule, die Notbremse zu ziehen und die Schule ab heute bis nach den Osterferien zu schließen.

    15.04.2011 – Seit Beginn dieser Woche verzeichnet das Offenburger Gesundheitsamt eine rasch ansteigende Zahl an Masernerkrankungen im Ortenaukreis. Insgesamt 34 Fälle wurden gemeldet – 26 davon betreffen die Offenburger Waldorfschule »Im Einvernehmen mit der Schulleitung haben wir den Unterricht bis zu den Osterferien ausgesetzt, um eine Weiterverbreitung einzuschränken«, so Thomas Wolf, Arzt beim Gesundheitsamt gestern. (…)

    Auf ihrer Internet-Seite (http://neu.waldorfschule-og.de) informiert die Offenburger Schule transparent über die Masern-Fälle und die Schulschließung. Dort heißt es: »Leider war es durch vorgelagerte Maßnahmen wie Elternbriefe und Impfbuchkontrollen nicht möglich, die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, sodass wir leider zu dieser Maßnahme in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt greifen müssen.«

    Begonnen hat alles ganz harmlos. Nach den Fasnachtsferien hatte sich ein Kind infiziert. Es ist dann zu Hause geblieben, alle Eltern wurden mit Merkblättern über die Krankheit und eine Impfung informiert

    Die Waldorfschule hat dabei bewusst zu dem Merkblatt des Gesundheitsamtes auch ein Merkblatt der Gesellschaft anthroposophischer Ärzte beigefügt, die einer Masernimpfung eher skeptisch gegenübersteht (ebenfalls nachzulesen auf der Internetseite der Schule). Wolfgang Meyer-Buerdorf: »Wir haben es den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder impfen lassen wollen oder nicht. Das kann nicht unsere Entscheidung sein. Wir als Schule verhalten uns neutral.«

    Kurt Fleig aus Lahr, dessen beide Kinder (15 und 17) die Offenburger Waldorfschule besuchen, befürwortet die neutrale Haltung der Schule: »Diese Entscheidung müssen die Eltern treffen.« Fleig selbst hat sich nach langer Überlegung und Beratung dafür entschieden, seine Kinder nur mit dem Notwendigsten zu impfen. Eine Masern-Impfung gehört nicht dazu. »Das haben wir mit den Kindern gemeinsam so entschieden«, so Fleig auf Anfrage der Mittelbadischen Presse. Der Familienvater wehrt sich dagegen, dass seine Haltung als »fahrlässig« bezeichnet wird: »Wir haben sehr bewusst und verantwortlich gehandelt.« Wäre die Waldorfschule nicht ab heute geschlossen, wären seine Kinder weiterhin in den Unterricht gegangen. (…)“

  42. #93 | Andreas Lichte sagt am 20. April 2011 um 10:11

    http://kinderdoc.wordpress.com/2011/04/15/masern-im-suddeutschen/

    „masern im süddeutschen

    15 APR 2011, by kinderdok

    um dann mal wirklich bei dem thema impfen zu bleiben – es beschäftigt einen kinderarzt schon sehr, denn wir machen uns ernsthaft sorgen um ungeimpfte kinder – passen dann auch die aktuellen meldungen aus dem süddeutschen über eine ablaufende masernwelle im großraum freiburg. und danke, ja, es ist eine waldorfschule.

    spannend finde ich, dass dort jetzt die schule bis zu den osterferien frühzeitig geschlossen wird, um die inkubationszeit auszusitzen und die welle damit einzudämmen. mag funktionieren, muß aber nicht: gibt es doch bei eltern, die ihre kinder nicht impfen lassen, auch immer noch die unsitten der masern- und windpockenparties, damit die kids „mal so richtig in der entwicklung vorankommen“. und außerdem bedeutet ein verfrühter ferienbeginn, dass die frisch inkubierten in den urlaub fahren, und die viren fröhlich weiter verteilen.

    rein epidemiologisch sind wir ärzte alle mal wieder gespannt, ob die quote der 1 enzephalitis auf 1000 masernerkrankte auch im ortenaukreis und umgebung erfüllt wird, wie wir das auch bei den letzten ausbrüchen z.b. in nrw erleben durften. aber das ist natürlich eine uninteressante quote im vergleich zu den häufigen impfschäden.“

  43. #94 | Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“ sagt am 10. Mai 2011 um 17:32

    “Waldorflehrer werden! – am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“

    Unser Gastautor Andreas Lichte war als Experte zur Waldorfschule beim Deutschlandradio Kultur zu Gast. In der „Zeitreisen“-Sendung „Die bessere Schule oder esoterischer Irrglaube?“ am 23.2.2011 berichtete er auch von seinen Erfahrungen während seiner Ausbildung zum Waldorflehrer am „Seminar für Waldorfpädagogik Berlin“. Hier eine Extended Version. (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/waldorflehrer-werden-–-am-„seminar-fur-waldorfpadagogik-berlin“/

  44. #95 | “Waldorfianer” eine Sekte sagt am 20. Juni 2011 um 17:46

    “Hopmann sieht bei “Waldorfianern” eine Sekte

    Überhaupt sieht er [Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Universität Wien] in den Schriften Steiners ein “Gemengelager aus dem, was im 19. Jahrhundert populär war. Die Lehre ist eine Mischung aus Rassentheorie, Welttheorie, Astraltheorie, Weltuntergang und Atlantis”. Dass die Anhänger von Steiner sagen, dass es ihnen vor allem um das Kind gehe, klinge zwar “freundlich”, gemeint sei damit aber, dass sie das Kind als “Spielfläche für die eigenen Pädagogik” verwenden würden. “Denen geht es um das Kind so wie es der Bank ums Geld geht”, so Hopmann.

    Wenn man seinem Kind einer Sekte aussetzen wolle und will, dass es nach der Lehre von Steiner unterrichtet wird, dann könne man das aber natürlich machen. “Das ist das Recht der Eltern”. Dass manche Kinder schadenfrei aus der Waldorfschule kommen können, sei nur ein Beweis dafür, dass starke Kinder und ihre Eltern den Schaden ausgleichen können.”

    http://derstandard.at/1304553480433/derStandardat-Reportage-Mit-Schlingenmalen-zum-Schreiben-finden

    derStandard.at, LISA AIGNER, 05. Juni 2011, “Mit Schlingenmalen zum Schreiben finden”

  45. #96 | Waldorfschule: „Man kann nicht nur ein »bisschen« Waldorf sein“ | Ruhrbarone sagt am 11. Juli 2011 um 09:28

    [...] Lichte: Die Waldorfschulen beeindrucken durch ihre soziale Homogenität: fast alle Schüler kommen aus bildungsbürgerlichem Milieu, Kinder aus „sozial schwachen Verhältnissen“ oder mit „Migrationshintergrund“ sucht man vergeblich. [...]

  46. #97 | #Waldorfschule: #Man #kann #nicht #nur #ein #bisschen #Waldorf #sein | aufwachenundmitmachen sagt am 13. Juli 2011 um 14:00

    [...] Lichte: Die Waldorfschulen beeindrucken durch ihre soziale Homogenität: fast alle Schüler kommen aus bildungsbürgerlichem Milieu, Kinder aus „sozial schwachen Verhältnissen“ oder mit „Migrationshintergrund“ sucht man vergeblich. [...]

  47. #98 | Andreas Lichte sagt am 4. August 2011 um 11:09

    “Die Waldorfschulen informieren – Heute: Die Johannes-Schule Berlin

    (…) „Jahrsiebtelehre“: Rudolf Steiners esoterische Einteilung der Individualentwicklung des Menschen in Abschnitte von 7 Jahren. Neben der „Temperamentenlehre“ der für die Praxis der Waldorfpädagogik folgenreichste Aspekt der esoterischen „Menschenkunde“ Rudolf Steiners (…)”

    mehr zur “Jahrsiebtelehre” und anderen “Alleinstellungsmerkmalen” der Waldorfpädagogik:

    http://www.ruhrbarone.de/die-waldorfschulen-informieren/

  48. #99 | Andreas Lichte sagt am 4. August 2011 um 11:30

    Bildungswissenschaftler Prof. Stefan Hopmann über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie. Das Interview führte Andreas Lichte für die Ruhrbarone:

    „(…) Lichte: noch einmal zur Jahrsiebtelehre – von 0–7 Jahre wird der physische Leib entwickelt, von 8–14 Jahre der Ätherleib, von 15–21 Jahre der Astralleib, vom 21 Lebensjahr an endlich das „Ich“ – erst dann ist der Mensch ein Mensch. Was sagen Sie zu Steiners Mensch aus dem Esoterik-Baukasten?

    Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun (…)“

    zum vollständigen Interview:

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

  49. #100 | Andreas Lichte sagt am 24. August 2011 um 08:51

    „Waldorfschule: Prof. Peter Loebell verkauft Rudolf Steiners Jahrsiebte

    Prof. Dr. Peter Loebell, Dozent an der anthroposophischen Freien Hochschule Stuttgart, behauptet, dass die für die Waldorfpädagogik zentrale „Jahrsiebte-Lehre“ Rudolf Steiners mit der empirischen Forschung vereinbar sei (…)

    (…) Aha. Das sieht der „geschulte Hellseher“ Rudolf Steiner. Aber warum meint Loebell, sich auf Steiner berufen zu können? Ist Loebell selber „geschulter Hellseher“? Oder plappert er einfach nur nach, was ihm Rudolf Steiner vorgesagt hat? Das möchten wir bei einem „Prof. Dr.“ doch nicht hoffen! (…)“

    zum Artikel: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-prof-peter-loebell-verkauft-rudolf-steiners-jahrsiebte/

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