Die antisemitische Hardcore-Punk-Band „End It“ ist gerade auf Europatour.

Die Band „End It“ auf der Bühne. Screenshot: Andreas Wolf

Vor einigen Tagen ging ein Video auf Social Media viral, bei dem die Band „End It“ das Publikum dazu aufruft, einen Konzertgänger, der ein Bananenkostüm trägt, zu attackieren. Dies sorgte für großes mediales Interesse. Der unsägliche Antisemitismus der Band löste hingegen keine Empörung aus.

Die Band „End It“ aus Baltimore, Maryland, USA veröffentlichte 2017 ihr erstes Demotape und hat sich seitdem scheinbar in der Hardcore-Szene einen Ruf erspielt. Am 5. Juni 2026 spielte die Band in Toronto. Ein Fan im Publikum trug eine Bananenverkleidung. Dieser sogenannte „Banana Guy“ ist offenbar kein Unbekannter und besucht seit Jahren Shows in diesem Outfit.
Während des Auftritts nahm Sänger Akil Godsey ihn ins Visier. Auf einem Video, das nur wenige Stunden nach dem Vorfall auf verschiedenen Social-Media-Plattformen viral ging, ist zu hören, wie er die Menge dazu auffordert, dem Mann die Verkleidung auszuziehen. Außerdem versprach die Band als Belohnung die Setlist für denjenigen, der dem Mann seine Verkleidung entwendet. „Banana Guy“ äußerte sich nach dem Vorfall auf Instagram und sagte, dass das Kostüm zum Ende des Konzerts zerstört gewesen sei.

Footage – End It calls out Banana Man at last night’s Toronto Show
by
u/xRUCKUSx in
Hardcore

„End It“ hat sich nicht öffentlich zum Vorfall geäußert. Nachdem das Video viral ging, verschwand jedoch deren Facebook-Profil und der Name der Band ist nicht mehr auf einem Tour-Poster von „Hatebreed“ und „Life Of Agony“ zu sehen, wo sie als Support-Band spielen sollten.

Außerdem ist auf dem Video zu hören, wie der Sänger den nächsten Song mit den Worten „Fuck the IDF, free Palestine, Fuck Israel and Fuck the Police“ ankündigt. Allerdings ist in den Kommentaren unter dem Video niemand, der sich daran stört. Auf „Reddit“ findet lediglich ein User, dass diese Aussage das Wichtigste am ganzen Video sei.

Wer denkt, das sei ein Ausrutscher gewesen, sollte sich das Instagram-Profil des Sängers von „End It“ einmal ansehen. Was Akil Godsey unter „Fuck the IDF, free Palestine, Fuck Israel“ versteht, verdeutlicht er in diesem Post:

Ein Post des Sängers von "End It". Screenshot: Andreas Wolf
Ein Post des Sängers von „End It“ auf seinem privaten Profil. Screenshot: Andreas Wolf

Der Post zeigt ein Gemälde, auf dem mehrere vermummte und bewaffnete Terroristen – einige von ihnen durch das grüne Kopftuch als Angehörige der Hamas erkennbar – zwei IDF-Soldaten, die Kippot tragen, durch den Strick ermorden.
In einem Video, in dem er sich selbst filmt und in die Kamera spricht, sagt er, dass man an seiner Schule zu jüdischen Feiertagen frei bekommen hat und der Holocaust Teil des Unterrichts war. Dann behauptet er, dass „sie“ (they) nun dasselbe anderen antun würden, was ihnen angetan wurde. Er fragt, ob wir nun berechtigt wären, dies zu kritisieren, oder ob das nun okay sei, weil „sie“ es täten. In klassischer Opfer-Täter-Umkehr wirft er den Nachfahren der Überlebenden der Shoah vor, dass sie (der jüdische Staat Israel) den Palästinensern nun dasselbe antun würden, was die Nationalsozialisten den Juden angetan haben.

 

 

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Dass sich scheinbar niemand daran stört, dass Antisemiten mit ihren Bands durch die Welt touren und zumindest hierzulande in linken Läden die Bühne betreten, um ihren Hass zu verbreiten, zeigt, wie normalisiert der Antisemitismus in der Hardcore-Szene nach dem 7. Oktober 2023 ist. Da sich Gegenstimmen fast ausschließlich auf den deutschsprachigen Raum beschränken und sie selbst dort eine Minderheit darstellen, kann man mittlerweile von einer dezidiert antisemitischen Bewegung sprechen. Das wurde dadurch deutlich, dass der „Banana-Guy-Vorfall“ tagelang auf der ganzen Welt diskutiert wurde und so gut wie niemandem die antisemitische Hetze im Video auffiel.

„End It“ ist derzeit auf Europatour und spielt auch einige Konzerte in Deutschland. Falls ihr ihnen sagen wollt, was ihr von ihrem Hass haltet, könnt ihr das hier tun:

 

 

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31 Minuten vor

Schlimm sowas, passt aber ins Bild. Die „Guten“ protestieren lieber gegen Frei.Wild. Die haben übrigens vor ein paar Jahren mal ein Musikvideo zu „Verbotene Liebe“ in Israel gedreht.

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