Warum ich ein großer Fan der “letzten Generation” bin

Die „Letzte Generation“ blockiert eine Autobahn in Berlin Foto: Mathilde Irrmann (C) Lizenz: CC-BY-4.0

Der Ökobewegung ist es in den vergangenen Jahren perfekt gelungen, sich harmloser zu geben als sie ist. Dass die Energiewende für die meisten Menschen massive Wohlstandsverluste bedeuten wird, dringt allmählich in das Bewusstsein größerer Teile der Bevölkerung. Die von Aktivismus geprägte Umwelt und Energiepolitik aller Parteien bringt, weil sie statt auf technologische Lösungen auf Puritanismus setzt, nichts für die Umwelt und viel für das gute Gewissen der Besserverdienende. So wird man weder den Klimawandel in den Griff bekommen noch die Energieknappheit oder die künftige Lebensmittelversorgung für bald neun Milliarden Menschen.

Ein Problem war  immer, dass die ganzen Ökobewegten  sympathisch wirkten: Die 15jährige Greta mit all ihrer glaubhaften Verzweiflung, die eloquente Louisa Neubauer und Annalena Baerbock und Robert Habeck, die stylisch und klug auftraten.

Sie ließen einen fast vergessen, dass es bei der Öko- und Klimabewegung nicht in erster Linie darum geht, die Umwelt zu schützen und schon gar nicht, den Wohlstand so zu sichern, ja zu vermehren, so dass sich das Leben der Menschen verbessert. In weiten Teilen war es immer ein Kampf gegen das „System“, gegen die historische Tatsache, dass es Wissenschaft, Industrialisierung und Kapitalismus waren, die in den vergangenen Jahrhunderten dafür sorgten, dass immer mehr Menschen dem Elend entfliehen konnten.0 Die Postwachstumsökonomie ist die Leitidee in einem Milieu, in dem man es zu einem großen Teil gewohnt ist, sein Geld vom Staat zu erhalten.

Die „letzte Generation“ ist die ehrlichste Fraktion der grünen Rackets. In ihr zeigt sich offen der puritanische und fanatische Kern des Ökologismus. Krankenwagen stecken in Blockaden fest? Monteure kommen nicht zu ihren Kunden? Menschen nicht zu ihrer Arbeit? Den Weltuntergangspropheten ist das egal. Für sie zählen nur ihre paranoiden  Ängste und die Verachtung für die Gesellschaft.  Die Aktivisten der „letzten Generation“  lassen die Maske fallen, die es den anderen Ökogangs ermöglichte, gesellschaftlichen Anschluss zu finden. Sie provozieren damit den Widerstand und die Ablehnung immer breiterer Teile der Gesellschaft, die auch scheinbar moderaten Flügel verdient hätten, deren Politik ebenfalls dazu führen wird, dass sich das Leben der meisten Menschen ausserhalb der grünbürgerlichen Blase verschlechtern wird. Und so könnten  sie den Weg frei zu einer Umwelt- und Energiepolitik frei machen, die rational ist und sich  von den starren Lehren der Ökoreligion verabschiedet. Danke, „letzte Generation“. Liebe letzte Generation, bei eurem nächsten Hungerstreik esse ich eine Pizza für euch mit!

 

 

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53 Kommentare

  1. #1 | thomas.weigle sagt am 11. Februar 2022 um 15:06 Uhr

    Aber wenn Rettungswagen und Feuerwehren im alltäglichen Stau stecken, auf der Autobahn rücksichtslose Fahrer die Rettungsgasse blockieren oder nicht durch Wohnstraßen kommen,weil die SUVs rücksichtslos geparkt sind, ist das der Preis, den @ Stefan Laurin gerne zu zahlen bereit ist. Wie viele Menachen sterben jährlich auf unseren Straßen,weil Raserund Alkoholisierte sich über alle Regeln und Gesetze hinweg setzen? Aber wenn ein Rettungswagen wg. Klimaktivisten stecken bleibt,geht die Welt des @ Stefan Laurin unter.

  2. #2 | discipulussenecae sagt am 11. Februar 2022 um 15:07 Uhr

    Was mich an der 'letzten Generation' so stört, ist nicht einmal. daß es sich bei denen um radikale Puritaner handelt. Als brave Gutmenschen könnten sie wie weiland ihre Glaubensbrüder gemeinsam das Land verlassen und in irgendeiner Einöde einen frommen Staat gründen, um dort ihre Ideale auszuleben. Ebenso gut könnten sie hier, mitten unter uns, vegetarisch leben, nicht schneller als 100 fahren und keine Flugzeuge besteigen. Heimlich, still und leise, ohne irgendjemandem auf die Nerven zu gehen. So wie es ihnen manch andere Minderheit entspannt vorlebt.

    Leider handelt es sich bei dieser 'letzten Generation' aber nicht um Puritaner, sondern um Calvinisten, die ihre Vorstellungen nicht irgendwo in der Welt, sondern ganz konkret hier vor Ort diktatorisch durchsetzen wollen.

    Wer sich ein Bild von deren Denkweise machen will, dem sei dringend zur Lektüre empfohlen:
    Stefan Zweig, Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt, Fischer Verlag

  3. #3 | Guiseppe Bottazzi sagt am 11. Februar 2022 um 15:14 Uhr

    Da könnte noch ein bisschen was kommen: Man wähnt sich (juristisch befeuert durch das BVerfG) im rechtmäßigen Widerstand und der eine Teil der Regierung macht mit, während der andere Teil sich nicht traut, was dagegen zu unternehmen.

  4. #4 | Georg Hofrichter sagt am 11. Februar 2022 um 16:26 Uhr

    Der dekadente und fatalilistische Trugschluss, die sich selbst zugesprochene, moralische Überlegenheit würde über den Interessen jeder andern Gruppe stehen, lässt die letzte Generation zur kafkaesken Realsatire verkümmern. Habe mich amittlerweile daran gewöhnt, dass alle Nase lang irgendeine Minorität versucht, ihre Partikularinteressen gegen den Willen der Mehrheit mit Gewalt durchzusetzen. Das ist natürlich ein urdemokratischer Prozess.

    Wie soll ich Menschen ernst nehmen, die tatsächlich glauben, sie könnten von Deutschland aus den globalen Klimawandel Einhalt gebieten? China, Russland und Indien haben sich zur extensiven Nutzung der Kohle als Energieträger der kommenden Dekaden entschieden. Die stellen gut ein Drittel der Erdbevölkerung, während wir kümmerliche 1,2 % repräsentieren.

    Habe die mal darüber nachgedacht, wieviele zusätzliche Emissionen durch die von ihnen verursachten Staus entstehen?

  5. #5 | SvG sagt am 11. Februar 2022 um 16:48 Uhr

    https://www.youtube.com/watch?v=7GCZ-xUrfW8
    So geht das.
    #1: Äpfel mit Birnen vergleichen ist Ihr Ding, oder? Oder ist Ihr most-loved-song "Forever young?

  6. #6 | Maria Beck sagt am 11. Februar 2022 um 17:29 Uhr

    Ich unterstütze die Forderungen der letzten Generation, finde aber die Art und Weise, wie protestiert wird nicht in Ordnung. Ich habe den Eindruck, dass die Prozestierenden dies berufsmäßig machen. Da scheint keiner selbst einer Arbeit nachzugehen., denn sonst würden sie nicht die Berufstätigen behindern. Sie sollten da protestieren, wo ihre Forderungen angebracht sind.

  7. #7 | Psychologe sagt am 11. Februar 2022 um 17:50 Uhr

    "Die von Aktivismus geprägte Umwelt und Energiepolitik aller Parteien bringt, weil sie statt auf technologische Lösungen auf Puritanismus setzt, nichts für die Umwelt und viel für das gute Gewissen der Besserverdienende."

    Dazu ein lesenswerter Link:

    https://www.faz.net/-iu4-ajv90?premium=0xc3088631fc11ab17c522aef70a830e82

  8. #8 | Kai sagt am 11. Februar 2022 um 17:57 Uhr

    Schon erstaunlich, wie ein wenig Kritik die Blutdruckwerte greiser Empörungsschwurbler explodieren läßt.

  9. #9 | Kai sagt am 11. Februar 2022 um 18:11 Uhr

    #6: "Ich unterstütze die Forderungen der letzten Generation"

    Ich auch, warum auch nicht?. Allerdings sind diese Forderungen eher selten die, die von den oben thematisierten Randgruppen priorisiert werden.

  10. #10 | gtzh sagt am 11. Februar 2022 um 19:13 Uhr

    Diese Vehemenz mit der Laurin vollkommen ignoriert, dass ein unkontrollierter Klimawandel mehr Wohlstand vernichten wird, als es Klimaschutzmaßnahmen je könnten, ist schon bemerkenswert.

  11. #11 | Stefan Laurin sagt am 11. Februar 2022 um 19:17 Uhr

    @gtzh: Deswegen bin ich ja für den massiven Einsatz von neuen Technologien und gegen selbstmitleidige Bürgerkinder.

  12. #12 | SvG sagt am 11. Februar 2022 um 19:36 Uhr

    @ Kai: Erstaunlich ist auch, wie schnell sprachliche Entgleisungen auf Seiten der PoMüf*Innen
    (sich selbst für politisch-moralisch überlegen Fühlenenden) und Megatolerant*-?Innen zum Standardsprech werden.

  13. #13 | Berthold Grabe sagt am 11. Februar 2022 um 20:18 Uhr

    Der hier beschriebene Ökologismus ist einfach nur dämlich, weil sinnlos und keinerlei realistische Zielorientierung damit verbunden ist.
    Das ist einfach Nötigung zur Befriedigung eigener Dummheit und Eitelkeit.
    Genau dafür wurde der Tatbestand der Nötigung erfunden, damit eben nicht jeder Idiot die Gesellschaft drangsalieren kann.
    Nicht zuletzt durch diese Proteste sind überhaupt erst viele Probleme verschärft worden, weil sie nichts wirklich verändern konnten aber massive Kosten verursacht haben, der Fortschritt auch der ökologische, hat sich eher verlangsamt jenseits der propagandistischen Plazebos.

  14. #14 | Berthold Grabe sagt am 11. Februar 2022 um 20:22 Uhr

    Der Klimawandel ist längst unaufhaltbar geworden, und mit Protesten wie diesen kann man dazu nichts sinnvolles beisteuern. Das sind naive Kindervorstellungen zum Problem.
    Was das Hauptproblem bei der Umorientierung zu einer tragfähigeren Lösung darstellt.
    Man hat zwar das Problem erkannt, aber ist intellektuell nicht in der Lage die Mechanismen zu verstehen, um sinnvolle Vorschläge zu machen.

  15. #15 | Kai sagt am 11. Februar 2022 um 20:43 Uhr

    #12:
    Das ist eben die Konsequenz, wenn man autoritär-totalitären Exttremisten signalisiert, daß sie sich so ziemlich alles konsequenzlos erlauben können.

  16. #16 | Walter Stach sagt am 11. Februar 2022 um 20:53 Uhr

    Weder der Kommentar von Stefan Laurin noch die zustimmenden Meinungsäußerungen hier im Blog werden die demonstrierenden "jungen Menschen" interessieren, geschweige denn nachdenklich stimmen und diese erstrecht nicht davon abhalten, weiterhin zu demonstrieren, und zwar mit allen Mitteln, die sie für geboten halten.
    Das ist normales Verhalten kritischer junger Menschen in einer freiheitlichen Gesellschaft. Das ist insofern für mich ein gutes Zeichen für die Existenz kritischer, politisch engagierter und am Gemeinwohl interessierter junger Menschen hierzulande -jenseits bloßer Eigeninteresse materieller Art. Das ist "gut so" finde ich und das war bekanntlich in der Vergangenheit nie anders, auch nicht in Zeiten, als Kritik an jungen Menschen wegen ihrer jeweiligen politischen Ziele, wegen der von ihnen praktizierten Aktionen zur Zielerreichung noch nicht in den a-sozialen Netzwerken stattfanden.

    Außergewöhnliches tut sich also insofern derzeit nicht, weder seitens der protestierenden bzw. demonstrierenden "jungen Menschen" noch seitens ihrer Gegner. Und Letztere sind, so .
    scheint mir, jauch jetzt ie schon zu meiner Zeit als jugendlcher Demonstrant überwiegend "alte weiße Männer" -sorry für dieses Stereotyp, das mich einschließt..

    Also..
    Die Auseinandersetzungen werden weitergehen. Ich gehe davon aus, daß sich ein nennenswerter Teil der jugendlichen Demonstranten von ihrem Tun, wenn sie keinen Erfolg erkennen, nicht wird abhalten lassen; auch nicht durch Polizeieinsätze, auch nicht durch strafrechtliche Verurteilungen wegen…., und schon gar nicht durch Kommentare und Meinungsbekundungen wie sie u.a. hier präsentiert werden.

    Zunächst, so scheint mir, ist Nachdenken angesagt , auf Seiten der Demonstrierenden, aber in gleichem Maße auf Seiten der in Gesellschaft und Staat Mächtigen und zudem Bedachtsamkeit in der medialen Öffentlichkeit gegenüber den jungen Demonstranten und nicht polemischer Besserwisserei und demonstrierter Rechthaberei..

    Ich denke, wenn nachgedacht wurde, wird "man" ins Gespräch und so zu der Chance kommen, auf den in einem demokratischen Rechtsstaat gewohnten Wegen Problemlösungen zu finden, die zumindest das Eskalieren einschlägiger Demonstrationen verhindern.

    Ansonsten…..?
    Ende offen.

  17. #17 | Guiseppe Bottazzi sagt am 12. Februar 2022 um 08:57 Uhr

    #8 Um beim gewünscht niedrigen Niveau zu bleiben: Vielleicht können sich die aufgeregten Bettnässer nicht damit abfinden, dass wir in einer Demokratie leben?

  18. #18 | Kai sagt am 12. Februar 2022 um 11:16 Uhr

    #17:
    Demokratie erscheint offensichtlich einigen nur solange erstrebenswert solange die eigenen Ziele umgesetzt werden.
    Deine persönlichen Vorstellungen von "Niveau", an was du das festmachst und woher deine Ansichten zu dem, was deiner Ansicht nach "gewünscht" wäre kommen, sind allerdings wenig relevant oder von Interesse.

  19. #19 | Psychologe sagt am 12. Februar 2022 um 11:29 Uhr

    "Das ist normales Verhalten kritischer junger Menschen in einer freiheitlichen Gesellschaft. "

    Das ist seit jeher das normale Verhalten des Bildungsbürgertums, das sich in seinem Narzissmus dazu berufen fühlt, "unterdrückte Klassen" oder gleich die ganze Welt nicht nur retten zu dürfen, sondern als einzig Auserwählte sogar zu müssen.

    Ich liebe dieses Zitat einfach:

    "…Anstelle der Arbeit des Proletariats wurde jetzt das verehrt, was sie selber taten: klug reden.

    Es war ja immer ein stiller Schmerz für die Intellektuellen gewesen, dass sie im marxistischen Konzept nur eine nebengeordnete Position hatten. Nicht sie, sondern die Arbeiterschaft sollte das „revolutionäre Subjekt“ sein, während sie selbst beratend am Rande stehen sollte. Jetzt kamen sie endlich in den Mittelpunkt."

    Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/des-kaisers-neue-kleider-keine-hommage-100.html

  20. #20 | Arnold Voss sagt am 12. Februar 2022 um 12:26 Uhr

    Der Kampf für die "gute Sache" hat schon immer zu einer gewissen Hybris der Kämpfenden geführt. Aber im Falle des Klimawandels gibt es ein zusätzliches Element berechtigter Verzweifelung derer, die ihm von ihrem Alter her auf keinem Fall entkommen werden können. Das ist dann eben keine Paranoia mehr, sondern eine in jeder Weise begründete Furcht vor der Zukunft. Das gilt es bei jeder Diskussion mit den Betroffenen zu berücksichtigen.

  21. #21 | SvG sagt am 12. Februar 2022 um 12:27 Uhr

    #10;gtzh: Glauben Sie wirklich, die Erderwärmung kontrollieren zu können? Ich glaube, der Zug ist abgefahren. In den nicht westlich geprägten Ländern leben Milliarden Menschen, die einen PKW, ein Haus und ihr täglich Stück Fleisch haben wollen, genauso wie wir. Und demnächst wird Deutschland ein Reiseziel sein für diese Menschen aus Asien, Afrika und beiden Amerikas, die sehen wollen, wie die Menschen im technischen Mittelalter leben.
    Denen wird die deutsche Energie-, Mobilitäts- und Gedöhnswende herzlich egal sein.
    MMn wäre der Versuch, die Veränderung positiv zu gestalten, sinnvoller.

  22. #22 | Kai sagt am 12. Februar 2022 um 14:01 Uhr

    #20: "Das gilt es bei jeder Diskussion mit den Betroffenen zu berücksichtigen."

    Dazu müsste man erst einmal deinen Prämissen folgen.Und auch dann ist völlig offen, was genau damit denn gemeint sein soll.

  23. #23 | Helmut Junge Rand gepreßt zu werden, wie es Frau Stock geschehen ist? sagt am 12. Februar 2022 um 14:05 Uhr

    Es ist vermutlich wenig bekannt, daß Fahrzeuge mit Verbreunnungsmotoren einen nicht unerheblichenLeerlaufverbrauch haben, der zum Einnebeln der unmittelbaren Umgebung führt.

  24. #24 | Helmut Junge sagt am 12. Februar 2022 um 14:09 Uhr

    Es ist vermutlich wenig bekannt, daß Fahrzeuge mit Verbreunnungsmotoren einen nicht unerheblichenLeerlaufverbrauch haben, der zum Einnebeln der unmittelbaren Umgebung führt.
    Die Blockierer nebeln sich quasi selber ein.

  25. #25 | Arnold Voss sagt am 12. Februar 2022 um 16:28 Uhr

    @ Kai # 22

    Kai, du Flachpfeife. Es ist mir völlig egal, ob du meinen Prämissen folgst und ob du weißt, was genau damit gemeint sein soll. 🙂

  26. #26 | ke sagt am 12. Februar 2022 um 19:01 Uhr

    Gut, jede Gruppierung hat ein paar dabei, die überdrehen.
    Mich nervt eher, dass viele komplexe Problemstellungen nicht als solche erkannt und definiert werden.
    Dazu zählt dieser ewige "Ich blockiere den Verkehr" Protest.

    Lichtverschmutzung, Feinstaub durch Holzöfen etc. sind überhaupt kein Thema.

    Das ist mir alles zu sehr Kindergarten. Final kostet Energie. Offen ist, wer bei einer Vollkostenrechnung was zahlt.
    So lange hier noch Rechnerfarmen fürs Crypto-Mining betrieben werden, kann der Strom auch nicht zu teuer sein.

  27. #27 | thomas.weigle sagt am 12. Februar 2022 um 19:01 Uhr

    Man kann natürlich den Motor auch abstellen,wenn`s etwas länger dauert. In meiner Heimatstadt waren wir Jusos schon im Sommer 71 an der geschlossenen Bahnschranke mit entsprechenden Flugblättern und Plakaten unterwegs.

  28. #28 | Helmut Junge sagt am 12. Februar 2022 um 20:00 Uhr

    An Bahnübergängen muß der Mütor abgestellt werden. Das ist Gesetz. Vor einer Ampel nicht.
    Für Blockaden gibt s noch keine Regelung..Noch nicht.

  29. #29 | Kai sagt am 12. Februar 2022 um 21:25 Uhr

    #25:
    "Kai, du Flachpfeife."
    "Arnold, du Hohlbratze."

    "Es ist mir völlig egal…"
    Mir doch egal. :p

  30. #30 | thomas.weigle sagt am 12. Februar 2022 um 22:09 Uhr

    @ Helmut Junge 1971 war das aber kein Gesetz,sondern äußerst unüblich. Auch heute noch tw, jedenfalls hier in meinem Wohnort. Ich brauche kein Gesetz um vor Ampeln den Motor abzuschalten. Das mache ich ganz automatisch vor Ampeln,die ich kenne und die eine lange Rotphase haben. Dunkel erinnere ich mich an Staus-sogar im Winter- bei dem ich den Motor abgestellt habe. Das kann man doch sicher auch bei Blockaden so halten-auch im Winter. Notfalls kann man dann ja zwischendurch den Motor etwas laufen lassen.

  31. #31 | SvG sagt am 12. Februar 2022 um 23:13 Uhr

    @27; thomas.weigele: Ich finde, die Wohlstandsverwahrlosten sollten auch etwas außer dem Spaß von der Aktion haben. Die Blockiert*-?innen sollten alle wenden und Standgas geben: Wenn die anderen zu spät zur Arbeit, Terminen, zur Pflege o.Ä. kommen, sollten sie wenigstens die Abgase und den Feinstaub einatmen. Sie setzen sich ja freiwillig auf Auspuffhöhe.

  32. #32 | Robert Müser sagt am 13. Februar 2022 um 10:58 Uhr

    Angststörungen, die scheinbar diese kleine Minderheit der Blockierer haben, können behandelt werden. Die Krankenkassen übernehmen gerne die Behandlungskosten.

  33. #33 | Kai sagt am 13. Februar 2022 um 11:15 Uhr

    "Das kann man doch sicher auch bei Blockaden so halten-auch im Winter."

    Kann man. Man kann auch aussteigen, mit Gleichgesinnten am Event partizipieren und sich beim Entfernen der Blockade etwas aufwärmen. So tut man der Umwelt etwas Gutes, fördert den Diskurs, lernt Leute kennen und schließt vielleicht sogar neue Freundschaften bevor die Apokalypse zuschlägt.

  34. #34 | Arnold Voss sagt am 13. Februar 2022 um 14:50 Uhr

    @ Kai # 29

    Bist du wirklich so schwer von Begriff, Kai?

    Also nochmal in höflich: Du bist für mich hier kein qualifzierter Argumentationspartner, sondern ein Troll. Also sei so nett und antworte nicht mehr auf meine Kommentare. Im Gegenzug antworte ich auch nicht mehr auf deine. Alls klar?

  35. #35 | Kai sagt am 13. Februar 2022 um 17:12 Uhr

    #34:
    "Bist du wirklich so schwer von Begriff, Kai?"
    Nein, ich bin total smart und so weiter.
    Aber das ist ja ohnehin lediglich deine verschwurbelte Art deine Ressentiments auszudrücken, ohne die Pose universeller Überlegenheit zu riskieren.

    "Du bist für mich hier kein qualifzierter Argumentationspartner…"
    Deine Kriterien sind für mich nicht relevant.

    "…sondern ein Troll"
    Dieses Kompliment gebe ich gerne zurück, höflich.

    "Also sei so nett und antworte nicht mehr auf meine Kommentare"
    Ich sehe keinerlei Anlaß deinen Wünschen zu entsprechen.

    "Im Gegenzug antworte ich auch nicht mehr auf deine."
    Deine Entscheidung, mir ist es gleich.

    "Alls klar?"
    Na klar doch.

  36. #36 | thomas.weigle sagt am 13. Februar 2022 um 19:45 Uhr

    @ SvG Damit da keine Missverständnisse aufkommen, ich halte diese Aktionen für kontraproduktiv. Sich aber im Lande der Staus über ein paar derartige Aktionen so aufzuplustern,ist einfach lächerlich.

  37. #37 | SvG sagt am 14. Februar 2022 um 10:43 Uhr

    @thomas.weigele: Die Toleranz ggü. gesellschaftsschädlichem Verhalten wächst proportional zur Distanz des Beobachters.
    Wer im dank der neuen Autobahn staufreien Halle wohnt, wird die Frustration und den Ärger der Essener oder Berliner über die ständigen Blockaden nicht so gut nachvollziehen können. "So ein kleiner Stau" führt im städtischen Raum zu stundenlangen, sich über mehrere Bezirke erstreckende Störungen, in deren Folge Menschen nicht pünktlich zu ihrer oft schlecht bezahlten Arbeit, zum Kindergarten, zum Arzt oder sonstwohin kommen.
    Die Wirrköpfe greifen ganz real und bewußt in das Leben anderer Menschen ein und verfügen über deren Lebenszeit. Ich nenne das Nötigung. Dies mit Hinweis auf andere Staus zu relativieren bzw. wegzureden, ist bestenfalls whataboutism, im schlimmeren Fall Sklavenmoral.

  38. #38 | Kai sein Schmarren sagt am 14. Februar 2022 um 11:33 Uhr

    @ Kai

    troll go home

    und bleib da

  39. #39 | Arnold Voss sagt am 14. Februar 2022 um 11:37 Uhr

    @ Kai # 35

    "Ich sehe keinerlei Anlaß deinen Wünschen zu entsprechen."

    Ich bin einer der Ruhrbarone. Falls du also meiner Bitte nicht folge leistest, wird der Admin dafür sorgen.

  40. #40 | thomas.weigle sagt am 14. Februar 2022 um 12:46 Uhr

    SvG Man sollte besser den Mund halten bzw. die Finger von der Tastatur lassen,wenn man keine Ahnung hat. Halle war über Jahrzehnte von Staus und Verkehrslärm geprägt, sogar nachts lief der LKW-Verkehr ohne Ende. Abgesehen davon habe ich über Jahrzehnte Staus auf dem Weg zur Arbeit erlebt.

  41. #41 | Berthold Grabe sagt am 14. Februar 2022 um 14:59 Uhr

    Es gibt keinen Grund Verständnis für diese Demonstranten zu haben, das wäre anders, wenn es nicht eine so billig unqualifizierte Aktion wäre die massive Bildungsmängel auf Schulniveau offenbart.
    Wie so häufig bei Klimaprotesten sind die Demonstranten allesamt Geisteswissenschaftler und völlig inkompetent zum Thema, und nicht zugänglich für kompetente Kritik oder Lösungsvorschläge.
    Einer Horde Idioten gibt man keinen Freiraum, auch dann nicht wenn sie wie die Flegelanten des Mittelalters dem Zeitgeist entsprechende "moralische" Motive haben.
    Sowas war im Zeitalter der Aufklärung völlig indiskutabel.
    Offensichtlich ist dieses Zeitalter zu Ende und sinnlose Proteste finden sogar noch wohlwollen. Während Fachkunde immer mehr zu anstrengend wird, weil fordern bequemer ist als Lösungen zu finden.
    Solcherart infantile Unreife bin ich nicht bereit zu dulden oder zu tolerieren, weil es ein massiver gesellschaftlicher Rückschritt ist. Und direkt mit den zunehmenden Ausfallerscheinungen in unsserem Gemeinwesen korreliert.

  42. #42 | thomas.weigle sagt am 14. Februar 2022 um 17:58 Uhr

    Entsetzlich- Bürgerkinder, die sich darüber empören, dass immer mehr Menschen von Lebensmittelspenden leben müssen,tw sogar solche mit Vollzeitjob. J Gleichzeitig werden Lebensmittel weggeworfen, Containern ist verboten. Der Hunger weltweit nimmt wieder zu-uninteressant für alte weiße Ruhrbarone. Stattdessen veranstalten diese einen Orkan im ruhrbaronischen Wasserglas-in der beruhigender Gewissheit, dass sie kaum mehr von den Folgen dessen eingeholt werden,was sie-und auch ich- klimabeeinflußend in den letzten Jahrzehnten mit angestellt haben. Diese junge Menschn,die da auf der Straße sitzen, müssen mit den Folgen leben. Da kann man schon ein wenig Angst vor der Zukunft haben.

  43. #43 | Walter Stach sagt am 14. Februar 2022 um 18:01 Uhr

    -32-
    "Angststörungen"……
    Könnte es sein, deß darunter so mancher leidet, der sich hier dermaßen echauffiert wegen der "Sitzblockade" einiger weniger junger Menschen auf Autobahnen?

    -41-
    vorletzter Satz:
    "…nicht bereit, zu dulden oder zu tolerieren…."

    Ja und…….?

    Ergänzend zu meinem Beitrag -16-
    Ich registriere mit sehr viel Verständnis all das , was Demonstranten, was Protestierende gegen den Stillstand im gesellschaftlich -staatlichen Umgang mit der Klimakatastrophe , mit ihren Ursachen, mit ihren Folgen- veranstalten. Das gilt auch für die Sitzblockade auf Autobahnen.
    Zudem stelle ich bei mir gegenüber diesen jungen Leuten und ihren Aktionen eine wachsende Sympathie fest je mehr u.a. hier bei den Ruhrbaronen gegen sie polemisiert wird.

    -36-
    Thomas Weigle,
    ob Demonstrationen, Protestaktionen gegen wen oder gegen was bzw. für wen oder für was auch immer, letztendlich etwas im Sinne der Demonstrierenden/Protestierenden bewirken, ob sie effektiv bzw. effizient sein werden, zeigt sich , wenn überhaupt, immer erst irgend wann später und und dann oftmals nur anhand von Mutmaßungen.

    Thomas Weigle,
    noch etwas Persönliches:
    Je aussichtsloser es mir als "jungem Mann" schien, z.B. angesichts einer medial propagierten gesellschaftlichen Mehrheitsmeinung , ein mir als unverzichtbar geltendes (politisches ) Ziel zu erreichen. um so heftiger , umso radikaler habe ich dafür in Wort und Tat gestritten; und das manchmal auch "am Rande der Legalität".
    Konnte es damals, kann es heute bei jungen Menschen anders sein, die mehr im Sinne haben als ihr lebenslanges persönliches Wohlergehen?

    Vom daher sind für mich weder die Protestaktionen der jungen sog. Klimaaktivisten etwas Außer-/etwas Ungewöhnliches , ebensowenig der "Aufschrei" darüber, z.B. hier bei den Ruhrbaronen.

    Thomas Weigle,
    in diesem Sinne : "Ich möchte noch 'mal 2o sein , denn dann……".

    Ansonsten aus dem Ruhrgebiet allen sog. Klimaaktivisten -den sitzenden, den laufenden, den liegenden, den protestierenden, den im stillen aktiven, den…

    "Glück auf" in Euren Kampf zur Eindämmung der Ursachen und Folgen der Klimakatastrophe, ein Kampf, an den ich mich mich im kleinen, im alltäglichen vor Ort, in der Region beteilige.

    Euch sollte weiterhin völlig egal sein, ob z.B. ich als einer der vielen sich oftmals altersklug gebärdenden "weißen Männern" Eure Mitteln und Methoden gutheiße oder nicht.

    Das gilt auch für meinen Hinweis darauf, daß alles für eine strafrechtliche Relevanz Eurer Sitzblockade auf den Autobahnen und anderen Verkehrsstraßen spricht, was Euch schon von kompetenten Strafrechtlern attestiert worden sein dürfte.
    Ich gehe jedenfalls als strafrechtlicher Laie so wie die meisten mir bekannten Strafrechtler davon aus, daß Eurerseits auch eine Berufung auf den Notwehrparagraphen des StGB "nicht ziehen wird."

  44. #44 | Helmut Junge sagt am 14. Februar 2022 um 19:26 Uhr

    Eine gute Idee im Sinne des Umweltschutzes wäre es, wenn auf den Flughäfen die Rollbahnen für Fernflüge blockieren würden. Dann bekämen sie von mir Applaus. Aber von solchen naheliegenden Aktionen habe ich noch nie etwas gelesen.

  45. #45 | Stefan Laurin sagt am 14. Februar 2022 um 20:09 Uhr

    @thomas.weigle: Wenn sie was gegen Armut und Hunger tun wollten, würden sie für Wirtschaftswachstum demonstrieren.

  46. #46 | Berthold Grabe sagt am 14. Februar 2022 um 21:02 Uhr

    @weigle
    diese Demos tragen nichts, aber auch absolut gar nichts dazu bei, Armut oder Hunger zu bekämpfen.
    Wer wirklich sich dagegen engagieren will, der tut dies auf gar keinen Fall auf diese Weise.
    Und wir alle müssen mit den Fehlern Leben die guten Gewissens von den vorherigen Generationen gemacht wurden.
    Aber je dümmer der Protest, desto schlimmer die Fehler, mit denen deren Nachfolger leben müssen.
    Und es Bedarf keiner neuen Erkenntnis, das dieser Protest absolut nutzlos ist außer für die Protestierenden selbst.
    Das sind Leute, die hören nicht zu, wissen nichts und interessieren sich nicht im Geringsten ernsthaft für die Probleme, sonst würden sie anders protestieren.

  47. #47 | SvG sagt am 14. Februar 2022 um 22:43 Uhr

    @ Thomas.weggle: Sie haben in Halle jahrzehntelang den Verkehr ertragen müssen, weil Aktivisten vom Schlage der hier besprochenen ihren Lebensinhalt darin sahen, einen dringend notwendigen Lückenschluß der A33 zu verhindern. Nichts anderes habe ich geschrieben. Ich hatte des öfteren dort zu tun, vor und nach dem Lückenschluß. Die Zustände sind mir bekannt. Auch der Dauerstau in Borgholzhausen war ein steter Quell der Freude.
    Wenn Sie hier damit prahlen, wie alter-weißer-mannhaft Sie den Lärmterror in Halle ertrugen, und gleichzeitig die Blockaden der letzten Generation verteidigen, klingt das so wie: "Damals im Krieg haben wir schlimmeres erlebt." Es kann ja sein, daß Sie sich wieder jung fühlen in der Solidarität. Was Sie schreiben, liest sich anders.

  48. #48 | thomas.weigle sagt am 15. Februar 2022 um 11:27 Uhr

    @ SVG @ Wäre es nach den Grünen und den Umweltschützern gegangen,hätte Halle schon in den frühen 90ern eine Umgehungsstraße wie später im niedersächsischen Dissen gehabt. Wenn eien SvG über Blockaden schimpft,die ihn bestenfalls partiell,wenn überhaupt betreffen,dann ist das sachlich und gerechtfertigt,gelle? Wenn ich vom jahrzehntelangen LKW-Verkehr durch Halle spreche,ist das "geprahlt" Nun ja…
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  49. #49 | thomas.weigle sagt am 15. Februar 2022 um 12:17 Uhr

    @ Walter Stach Deine Beiträge, nicht nur zu obigen Artikel,sind eine Wohltat angesichts des geballten Unverständnisses, das hier immer wieder zu lesen ist, wenn`s um Proteste der Jungen geht.
    Offenbar waren diese "Kritiker" schon in jungen Jahren älter als wir beide es heute sind. Allerdings möchte ich nicht noch mal 20 sein, denn auf diese geballte Unvernunft zu treffen ist mit Sicherheit für Jugendliche heuer unschöner als für uns der Umgang seinerzeit mit den Älteren. Wir konnten uns damals sagen,dass die irgendwann weg sind und die Bahn frei ist. Die Jugend heute aber, muss mit dem leben,was wir angerichtet haben.

    Das wird ihr Leben bestimmen-und das wird wenig angenehm sein. Der Hunger wird zurückkehren,schon in 2019 waren 700 Millionen Menschen laut UNO-Ernährungsbericht von Hunger und Mangelernährung betroffen, darunter 8% der Bevölkerung in Nordamerika und Europa. Gerade heute lese ich,dass die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise bei uns um
    20% gestiegen sind. Mit ein Grund ist die schlechte Ernte 2021. Es gehört wenig Voraussicht dazu,weitere in naher Zukunft anzunehmen, da die Wetterxtreme laut Wetterforscher zu nehmen werden.

    Jahr für Jahr gehen weltweit in etwa so viel Anbauflächen durch Ausdehnung von Städten und Siedlungsräumen verloren,wie sie die BRD besitzt-12 Millionen Hektar. Dazu kommt,dass sich Wüsten und Steppen ausbreiten.

    Gleichzeitig hat die Uni Göttingen berechnet,dass bis zum Jahr 2100 der Kalorienverbrauch um bis zu 80% steigen könnte,wenn man davon ausgeht,dass dann 11 Milliarden Menschen unseren Planeten bevölkern. Sicher kann die Gentechnik helfen,einiges aufzufangen. Die durch Wetterextreme verursachten Missernten wie die vom letzten Jahr werden sich dadurch nicht immer und überall ausgleichen lassen.

    Der weltweite Fleischkonsum hat sich seit 1960 verfünffacht. Wir alle wissen,welche Probleme das verursacht. Das hält aber auch hier einige nicht ab,eine Verringerung des Fleischkonsums als Weltuntergang/Ökodiktatur zu bezetern-Stichwort Veggieday.

    Ständiges wirtschaftliches Wachstum ist in seinen Folgen allemal sehr viel katastrophaler als noch so viele Blockaden sein können
    Das Geschrei-nicht nur hier-erinnert- mich immer stärker an das"geh doch nach drüben,wenn`s dir hier nicht gefällt." Du scheinst dies oder ähnliches gehört zu haben,wie du obeb schreibst.
    @ Walter Stach Wie auch immer, ich sag`s noch mal-ich möchte nicht noch mal 20 sein.

  50. #50 | Walter Stach sagt am 15. Februar 2022 um 13:51 Uhr

    Thomas Weigle,
    "naturgemäß" kann das ja nichts werden mit der Erfüllung meines Wunsches "ich möchte ….".
    Wenn ich ihn als "rhetorisches Hilfsmitte" genutzt habe, dann geschah das, um mein Verständnis für die "jungen Menschen" , die sich z.B. im Kampf gegen die Ursachen und Folgen des Klimawandels positionieren, zu unterstreichen.
    Und ja, ich verstehe so manchen meiner Altersgenossen in ihrem massiven Aufschrei nicht, wenn sich jungen Menschen ihrer Meinung wegen radikal verhalten, u.a. dann, wenn es um den Klimawandel geht und/oder um sinnvollen/nachhaltigen Umgang mit Nahrungsmitteln. Haben sie -meine Altersgenossen- sich schon in ihrer Jugendzeit stets dem Zeitgeist, der Mehrheitsmeinung , den "Anstandsregeln" angepaßt verhalten ? Es scheint so. Wie immer aus solchen Anlässen meine Anmerkung "der köllschen Art" entsprechend: "Ett iss wie ett iss".

    Thomas Weigle,
    daß wir Beide hier bei den Ruhrbaronen in der Regel heftigen Widerspruch finden, wenn wir unsere Meinung äußern, z.B. so wie Du das jetzt in Deinem Beitrag -49- gemacht hast, ist mittlerweile Gewohnheitssache; "man gewöhnt sich dran".

    Der sog. Neo-Liberalismus konnte in den letzten Jahrzehnten weltweit zur dominierenden Ideologie aufsteigen . Ende offen. Und das "Ende offen" gilt nicht nur der Ideologie, sondern auch den Gesellschaften und Staaten, in denen sie über Jahrzehnte die bestimmende Größe iwar und weiterhin ist. . Ob und inwieweit das "chinesische System" die Vorherrschaft des Neo-Liberalismus zu beenden , ihn zumindest weltweit abzuschwächen vermag, scheint zunehmend -immerhin- eine Frage wert zu sein. Dass das deutsche Modell des "s o z a l e n " (Rechts-) Staates , ein Staatsziel gemäß der Verfassung, wider den auch hierzulande ausgeuferten Neo-Liberalismus eine "Wiederauferstehung" finden könnte , wage ich mehr den je zu bezweifeln, So wird z.B. In der Person des Friedrich Merz besonders sichtbar, wohin die gesellschaftspolitische Reise in Deutschland weiterhin zu gehen scheint ..

  51. #51 | thomas.weigle sagt am 15. Februar 2022 um 16:39 Uhr

    @ Walter Stach Was mir unbegreiflich war,ist und bleibt,ist die Tatsache,dass wir seit Jahrzehnten Wirtschaftswachstum haben, gleichzeitig steigt die Zahl derer,die nicht mehr von ihrer Hände Arbeit in einem Vollzeitjob einigermaßen über die Runden kommen können. Damit einhergehend wächst die Zahl der Kinder, die in Armut leben. Im Gegensatz zu den 50ern und 60ern,gibt es aber heuer kein "Versprechen",dass sich das in absehbarer Zeit ändert. Wie auch? ja,wie du sagst,die soziale Marktwirtschaft kommt nicht wieder: nicht mit Merz und ob die Ampel da hinreichend Kraft und Gelegenheit findet,ein Stoppzeichen in Sachen Armut zu setzen?Da bin ich wenig optimistisch.
    Dass man hier ständig Bürgerkindern ihre Herkunft vorwirft, ist albern. Stattdessen sollten diese Herolde des hemmungslosen Wirtschaftsliberalismus die Armut und die dafür Verantwortlichen hierzulande sich vornehmen,statt ständig die "Bürgerkinder" zu diffamieren. Mich erinnert diese Zeterei an kommunistische Propaganda,die ja auch gerne dem Klassenfeinden ihre Herkunft vorwarf.
    Die wirtschaftsliberalen Propagandisten sind in ihrem Dogmatismus die neuen Kommunisten: unbelehrbar und starrsinnig.

  52. #52 | Helmut Junge sagt am 15. Februar 2022 um 16:41 Uhr

    Da sind aber zwei alte weiße Männer offenbar alterswehleidig.
    Ich dachte, daß hier so was wie Gedankenaustausch wäre. Da kommt es schon mal zu Widerworten.
    Wenn ihr das nicht vertragen könnt, müßt ihr in einen Gesangsverein. Da sind die Regeln deutlich anders.
    Aber Walter Stach, du alter Sozialdemokrat müßtest eigentlich ein Gespür dafür haben, daß es kein Zufall sein muß, wenn die reichen Fernurlauber nicht behelligt werden, sondern all die kleinen Leute, die zur Arbeit müssen. Denen macht man das Leben mit solchen Aktionen sauer.
    Ach darüber regt man sich als Sozialdemokrat nicht auf?
    Weiß ich Walter, weiß ich schon lange.

  53. #53 | Manni sagt am 15. Februar 2022 um 21:37 Uhr

    "Der Ökobewegung ist es in den vergangenen Jahren perfekt gelungen, sich harmloser zu geben als sie ist."

    Die selbsternannte "Letzte Generation" hat mit der Ökobewegung genausoviel zu tun wie anno dazumal Baldur Springmann.
    Kurz: Trittbrettfahrer.
    Eher schon ähneln die den Wachturmverkäufern.
    Und genau wie die letztgenannten sind sie keines Kommentars wert.

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