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Stellvertretender Vorsitzender der AfD-Jugend NRW Maximilian Kneller träumt von „Hatefuck“ mit Jungliberaler

keller_afd

Vorstand der AfD Jugend NRW. Kneller sitzt rechts. Foto: Junge Alternative NRW (Ausriss)

Der junge Mann rechts ist Maximilian Kneller. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Jungen Alternativen NRW, was zwar nach einem dämlichen Hippieverband klingt, aber der dämlicher Jugendverband der AfD ist. Herr Kneller geht sehr offen mit seinen sexuellen Fantasien um und teilt sie mit vielen anderen Menschen auf Facebook:

keller_hatefuck

Keller bezog sich damit auf ein Foto, dass mehrere Mitglieder der Jungen Liberalen beim Protest gegen den Auftritt von AfD-Führerin Frauke Petry zeigte:

julis_bochum

Laut unseren Kollegen von Vice bezeichnet Hatefuck:

„Erniedrigung des meist weiblichen Sexualpartners durch einen männlichen Akteur gekennzeichnet. Anders als beim klassischen BDSM wird hier jedoch keine Einvernehmlichkeit betont, sie wird oftmals sogar absichtlich in Frage gestellt. Die Protagonistinnen werden als „willenlose Objekte“ dargestellt und herablassend behandelt.“

Kneller hat damit erneut gezeigt, dass es sich bei der AfD nicht um irgendeine bürgerliche Alternative zu was auch immer handelt.

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41 Kommentare zu “Stellvertretender Vorsitzender der AfD-Jugend NRW Maximilian Kneller träumt von „Hatefuck“ mit Jungliberaler

  • #1
  • #2
  • #3
    Heide

    Wollte das Brett vor dem Kopf des Herrn links nicht erkannt werden oder was hat es mit Balken auf sich?

  • #4
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @David Schraven: Der junge Mann strebt meines Wissens nach eine Tätigkeit im Rechtsbereich an.

  • #5
    Helmut Junge

    Rechtsbereich? Das verwechseln wohl ziemlich Viele mit einer politischen Richtung. Man muß denen mal erklären, daß das was mit Justiz zu tun hat. Das gibt dann ein Staunen!! Oh Sch….

  • #6
    Jan W.

    Sexuelle Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung kann man damit als offizielle Parteilinie der AfD bezeichnen.

  • #7
  • #8
    TuxDerPinguin

    war der auch nicht der AFDler, der fürs TV so tat als wäre er ein unbeteiligter Passant… als man mit TV-Team beim Hamburger AFD Spitzenkandidat stand und kein wirklicher Passant mit ihm sprechen wollte?

  • #9
    Chris Pyak

    Der Post zeigt beispielhaft die prollige Natur dieser Partei. Dass dieses braune Pack die Liberalen besonders hasst, ist auch nicht weiter verwunderlich. Die FDP steht für alles was die "aufrechten Rechten" hassen: Toleranz, Wertschätzung von Vielfalt, fehlerfreie Rechtschreibung.

  • #10
    blablubb

    Könnte es sich bei dem Eintrag um einen Straftatbestand handeln..? Oder ist hier mal wieder mit dem supidupi deutschen Sexualstrafrecht und seiner Logik zu rechnen und alles "ganz harmlos"? Hoffe, die Betreffende lässt sich von dieser ekelerregenden Drohung nicht einschüchtern.

  • #11
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @TuxDerPinguin: Genau der ist es: http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20327162_AfD-versucht-TV-Magazin-zu-taeuschen.html

  • #12
    Gernhart Reinholzen

    Man kann sich auch künstlich aufregen.
    Ihr Kuschelkurs Kadetten seid doch bloß alle neidisch auf seine Hatefucks.

  • #13
  • #14
    Sigrid Herrmann-Marschall

    @Gernhart Reinholzen: So, so, die "harter Kerl"-Nummer unter – widerwärtigem – Pseudonym. Nicht mal Manns genug für den Klarnamen. RESPEKT!

  • #15
  • #16
    Gabriele Walger-Demolsky

    So ein Kommentar geht gar nicht, sehen wir auch so! Representativ war dieser Post aber wohl kaum, sondern einfach nur ungezogen. Ähnlich blöde Spüche kamen an diesem Tag auch von der anderen Seite, nur hat dazu bisher niemand einen Pressebericht verfasst.

    Schlechte Erziehung scheint ein Phänomen der Zeit zu sein, wo man sowas überhaupt lernt wird mir wohl ein Rätsel bleiben.

  • #17
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Gabriele Walger-Demolsky: Da nicht alle unsere Leser Sie kennen: Sie sind die Pressesprecherin der AfD Bochum.

  • #18
    Jan W.

    @G W-D
    Naja, für die Dauer von Knellers Mitgliedschaft ist es trotzdem mehr als legitim, AfD-Plakate durch sogenannte "Störer" mit dem Kneller-Zitat zu erweitern, um die facettenreiche Programmatik der AfD inkl. der Knellerschen Hatefuck-Doktrin in die breite Wählerschaft zu kommunizieren.

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  • #20
    Mirko Welsch

    Hatefuck kann für viele stimulierend sein. Von daher sehe ich da eher ein Sturm im Wasserglas. Meine Praxis ist es nicht, aber wenn es beiden gefällt … Da sollte man doch liberal sein.

    Mir stellt sich aber mal eine andere Frage zum Thema: Warum berichtet Ihr nicht über Alex Tassis, dem einzigen schwulen Migranten in der Bremischen Bürgerschaft? Mir scheint es, als seid Ihr eher damit und mit der AfD insgesamt überfordert. Und daher diskreditiert Ihr verkrampft die AfD. Taten auch schon die Nazis und die SED mit Andersdenkenden. Tolle Tradition, die Ihr da weiter führt.

  • #21
    Stefan Laurin Beitragsautor

    @Mirko Welsch: Wir sehen uns eher in der Tradition derer, die gegen autoritäre Kräfte anschreiben. Neben Ihnen haben sich darüber auch schon Anhängsel der Linkspartei, der Grünen und Neonazis und noch viele andere aufgeregt. Suchen Sie sich aus, in welcher Tradition sie stehen möchten. Die Bürgerschaft der Gemeinde Bremen finde ich persönlich nicht ganz so interessant.

  • #22
    Jan W.

    @MW
    Ja, schon klar, die Arbeitsgemeinschaft homophobieverharmlosende und gleichstellungsdesinteressierte Homosexuelle in der AfD bejubelt sich gegenseitig und verdammt Blogs, die in diesen Jubel nicht einstimmen.
    Das Problem ist ja gerade, dass Kneller sich nicht sonderlich um das Einverständnis der jungen Frau schert, sondern ihr und der breiten Öffentlichkeit seine sexuellen Gewaltphantasien ungefragt aufdrängt.

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  • #24
    thegurkenkaiser

    @Gabriele Walger-Demolsky
    "ähnliche sprüche"? wenn es von der anderen seite ebenfalls Vergewaltigungsfantasien gab sollte man das belegen. ansonsten ist es eine unzuläassige verharmlosung

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  • #26
    Nina Lehmann

    Vermehrt ist hier die Rede von Vergewaltigungsfantasien etc.
    Diese Hasssprache eines AFDlers (der sein Amt nun niedergelegt hat) ist etwas gänzlich anderes als eine Fantasie.
    Ginge es tatsächlich um Fantasien, so machen die meisten dies mit sich ab, schauen entsprechende Filmchen, tauschen sich in Insider-Foren der BDSM-Communities aus. In solch einem Forum übrigens hätte Herr Kneller keine Chance. Er könnte nicht bis Drei zählen, da würden ihn andere User zurechtstutzen. Zwischen Gewalt und einvernehmlichem, respektvollen BDSM liegt ein himmelweiter Unterschied wie zwischen Sex und Vergewaltigung. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Eine SM-Community würde den Kneller abstoßen wie ein hässliches, unliebsames Anhängsel.
    Dieser Post war nur eines: Abschreckung eines politischen Gegners in SA-Manier.

  • #27
    Klaus Muecker

    @Nina Lehmann: Das Bürschlein hat nur ein Amt niedergelegt, das als stellvertretender Vorsitzender der AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative. Das Bürschlein ist weiterhin in Funktion bei der AfD, im Bielefelder Kreisvorstand.

    siehe http://www.nw.de/lokal/bielefeld/mitte/mitte/20563841_Polizei-ermittelt-gegen-Bielefelder-AfD-Nachwuchspolitiker-Maximilian-Kneller.html

  • #28
    Jan W.

    @Klaus Muecker
    Natürlich bleibt er im Kreisvorstand. Hatefuck ist ja nichts, was mit der menschenverachtenden AfD-Doktrin unvereinbar wäre …

  • #29
  • #30
    Gerrit

    omfg…
    was seid ihr denn für welche? ungeachtet der politischen aktivitäten des genannten herrn sich an solch einem pisskram hochzuziehen, wie arm.
    der haut auf sonner lifestyleseite einen zweizeiler im konjunktiv raus und ihr habt den beweis: jehova hatt er gesagt!
    also: steinigen.

    nö, so nicht.

    scheiss auf hater und denunzianten.

  • #31
    Klaus Muecker

    "scheiss auf hater und denunzianten."

    Ja, wir scheissen auf Hater wie dieses Bürschlein. Und auf Plärrer wie dich, die solche Hater anhimmeln.

  • #32
  • #33
  • #34
    Klaus Lohmann

    @Gerrit: Sie benehmen sich hier so, als ob Sie der Papi dieses völlig missratenen "Menschel"-Zwerges wären. Artenschutz für Hate-Furzer? Frag mal besser Frauke Petry…

  • #35
    Stef

    Bin gerade auf Eurer Seite gelandet. Schöne Ansätze.
    Verstehe mich auch als Liberaler und trauere der ja in öffentlicher Wahrnehmung fast verschwundenen FDP etwas nach.

    >> Wir sehen uns eher in der Tradition derer, die gegen autoritäre Kräfte anschreiben.
    Prima.

    Grundsätzlich sehr fragwürdig finde ich es aber, die politische Auseinandersetzung zu viel den Hass fließen zu lassen. Meiner Meinung nach hat sich die FDP primär deswegen so entwickelt, weil es eine Hassfront, vor allem auch in diversen Medien, primär es Kabaretts gegen sie gab. Kein politisches Kabarett oder Comedy (in der es nicht nur um Männver vs. Frauen Witze ging), in der nicht die FDP mal gedisst wurde.

    Und wie man z.B. in der Tagesshow (nicht -schau) sehen kann, wurde dies, als die FDP bundespolitisch nicht mehr "da" war, direkt mit der AfD weitergemacht.

    Zunächst als eine Partei angetreten, die, nicht unbedingt weit hergeholt, Fundamentalfehler beim Euro anprangert, wurde die AfD solange nach rechts "geschrieben", bis die Einen deswegen ein- und Andere austraten, und die AfD dann wirklich da war, wo ihre Gegner sie einordnen wollten- so habe ich es empfunden.

    Ich empfinde grundsätzlich – auch hier unter einigen Äußerungen – zu wenig Respekt vor Meinungsvielfalt und demokratischen Wahlen. Auch an sogenannten Rändern wählen Menschen, die zu respektieren sind- links wie rechts.

    Wo die Toleranz aufhört, ist bei Äußerungen wie oben zitiert- das zeigt von übelstem Charakter und nicht tolerabel sowie, wenn nachweisbar, justitiabel, korrekt!

    Dass dann aber einer ganzen Partei als sei es bei "denen" normal unterzujubeln, finde ich unterste Schublade, ehrlich !

    Mein Tipp: Die Nachricht ist ok, aber dann mal mit Kommentaren zurückhalten wie:
    " für die Dauer von Knellers Mitgliedschaft ist es trotzdem mehr als legitim, AfD-Plakate durch sogenannte "Störer" mit dem Kneller-Zitat zu erweitern, um die facettenreiche Programmatik der AfD inkl. der Knellerschen Hatefuck-Doktrin in die breite Wählerschaft zu kommunizieren."
    zurückhalten !

    Das finde ich politisch niveaulos. Also jeder mal sich ums eigene Niveau kümmern, nachdem er sich über Andere aufgeregt hat.

    Stef

  • #36
    Stef

    Nachschieben zur Erinnerung an die Hasskampagne gegen die FDP- auch Philip Rösler und seine Mitstreiter, wie die mit Hass beworfen wurden, z.T. unverhohlen nur, weil sie etwas jünger (und vielleicht auch politisch unerfahrener) waren als der Standardpolitiker, den man im Fernsehen so sieht.
    Und Erinnerung an das Freudengeheul der Grünen als klar war, dass die FDP nicht im Bundestag ist- denen war fast schon egal, wie sie selbst abgeschnitten haben.

    Zumal die Grünen ja politisch so weit von der FDP nie wegwaren, wie sie selbst glauben- gut, es gab Filz in der FDP zu kritisieren, ohne Frage- aber die Häme gegen junge Protagonisten oder auch FDP-Wähler- ich fand das widerlich.

    Und auch bei AfD gilt das Gleiche- wobei die natürlich heute wohl tatsächlich "rechts" sind, in einigen Landesverbänden vielleicht noch mehr als in anderen. Zur Gesamteinordnung aber:

    Es bleibt dennoch, dass man m.E. nicht jeden, der sich Gedanken über Eingrenzungen von Flüchtlingszahlen macht, als Nazi o.ä. bezeichnen darf. Es ist ein wichtiger Punkt, ob jemand gegenüber Menschen, z.B. Ausländern Haß schürt, oder sich nur für ein Nein bei Aufnahmen ausspricht. Meiner Meinung nach ist die Aufnahme von Millionen Flüchtlingen über Jahr hinweg nur eine vorgetäuschte Menschlichkeit- ich helfe denen, die vor meiner Haustür stehen, aber den 20 Millionen Syrern, die (?) noch in Syriern leben, helfe ich nicht.

    Letztendlich ist fast alles nur Verdrängung! Es bleibt der Fakt, wenn man das gleiche Geld, was man jetzt investieren "muss" in Deutschland, in den Ländern investiert (hätte), aus denen die Flüchtlinge kommen, wäre mehr Menschen geholfen- uns selbst eingeschlossen m.E.

  • #37
    Klaus Lohmann

    @Stef: "Politisch niveaulos" und als Spiel mit Wählerstimmen am äußersten rechten Abend agiert z.Zt. die AfD mit ihren xeno- und homophoben Polemik-Führern, nachdem diese sich Luckes noch zumindest für die Öffentlichkeit gezähmter Realpolitik "charmant" entledigt hatten. Wer keine Probleme mit Pegiden und Nazis im eigenen Parteienumfeld hat, darf und wird hier keine Toleranz erleben, die über ein höfliches Siezen und "Guten Tag" hinausgeht. Da gibt es auch mit vorgeblich liberalen AfD-Beklatschern, die unbedingt Blogeinträge über pickelige, pubertäre Hass-Sprücheklopfer entführen müssen, keine Diskursfähigkeit.

  • #38
    Jan W.

    "Störer" sind übrigens nichts verwerfliches, sie werden von nahezu allen Parteien im Plakatwahlkampf eingesetzt.
    Also man sollte schon kommunizieren, dass die AfD z.B. mit ihrem PERFIDA-Plagiat in Erfurt die "Weg mit dem Dreck"-Rufer anlockt und sich daran auch gar nicht stört. Wer diese Partei als gemäßigt darstellen würden, wäre einer der wenigen, der die Bezeichnung "Lügenpresse" wirklich verdient.

    Übrigens stolpert man immer häufiger darüber, wie der Begriff "neoliberal" von rechts gekapert wird, um bürgerrechtsliberale Ansätze in der FDP zu schmähen.

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  • #40
    Walter Stach

    1.
    Klaus Lohmann,
    Du akzeptierste ja meine Einicht nicht, trotzdem wiederhole ich sie:
    "Gegen die pauschal sog. Rechtsradikalen nutzt das Argumentieren nichts; also lass es sein."

    (Im übrigen neige ich dazu, seit einiger Zeit die AFD als "deutschnationale" Partei zu bezeichnen -auch in Erinnerung an das Wesen/das Unwesen der Deutschnationalen in der Weimarer.Republik bis hin zur direkten/indirekten Förderung/Unerstützung der NSDAP. Die heutige Schnittmenge zwischen AFD und den bekennenden Neo-Nazis erinnert mich an diese historische Nähe von Deutschnationalen und Nazis.
    Bezogen auf die Pegida-Bewegung kommt mir neuerdings mehr und mehr der Begriff "Völkische Bewegung" in den Sinn, wobei dieser Begriff durchaus auch auf die AFD bezogen bedenkenswert sein könnte.
    Über diese Begrifflichkeiten wäre zu streiten.)

    2.
    Hier ist mehrfach von Hass die Rede.
    2.1
    Wenn die FDP, wenn vor allem Herr Rösler hier als Objekte des Hasses benannt werden, dann widerspreche ich dem . Was in den Medien gegenüber der FDP seinerzeit abgelaufen ist, namentlich u.a.gegenüber Rösler, fand ich oftmals "unfair, unanständig, z. T .persönlich beleidigend", aber von Hass geprägt erschien mir das Alles nicht. Die Attacken gegen die FDP, gegen die Person Rössler waren für mich keine Hasstiraden, sondern, wie gesagt für mein Verständnis von einem fairen, von einem offen Umgang miteinander, eben auch in der Politk, häufig unakzeptabel, unanständig, zum Teil beleidigend und entsprachen m.E. nicht den Mindestanforderungen an eine sach- und personenbezogenen Kritik .

    Leider, leider sind allerdings solche "maßlosen Ausfälle" in der Kritik an einer Partei, an einer politischen Persönlichkeit in der Politik keineswegs selten. Dass stört mich zwar gewaltig, aber ich nehme das als Teil der politischen Rituale hin.

    (Ich erinnere mich alledings als alter Sozialdemokrat an die Attacken von CDU/CSU, von den Vetriebenverbänden, durch diverse Medien gegen den damaligen Bundeskanzler Brandt wegen dessen sog. Ostpolitik. Damals, so meine ich heute noch, war in der Tat Hass gegen Brandt zu spüren .gegen seine Person, gegen seine Politik und das Ganze ließe sich m.E. durchaus unter "Hasstiraden" einordnen.

    2.2
    Ich denke, alle diejenigen, die sich einig sind in ihrer Ablehnung, in ihrem Nein gegenüber der AFD (und gegenüber Pegida) sollten den Begriff "Hass" exklusiv der AFD (und Pegida) vorbehalten, und zwar in zweifacher Hinsicht:

    Wenn über die Motive nachgedacht wird, die die Parteimitglieder, die die Mitglieder der Pegida-Bewegung und die ihre Anhängerschaft eint, dann ist das Hass

    Man hasst "die" Politik, man hast die Parteien, man hasst die Demokratie, man hasst das Parlament, man hasst die Kanzlerin, man hasst die "Westdeutschen" oder man hasst die "Ostdeutschen", man hasst die Medien, man hasst die Krichenrepräsentanten, man hasst,man hass, man hasst. Es liegt nahe anzunehmen, dass man sich auch selbst hasst.
    Und dieser "im tiefsten menschlichen Inneren" wurzelnden Hass äußert sich zwangsläufig in Attacken voller Hass, voller hässlicher Beleiidigungen, voller hässlicher Beschuldigungen, voller hässlicher Phantasien.
    Und gegen solchen Hass ist argumentativ nichts auszurichten -sh.meine einleitende Bemerkung gegenüber Klaus Lohmann.
    Hass ist zu bennen, wo er wahrgenommen wird. Hasstiraden sind als solche zu benennen, wo sie zu registriern sind. Es sollte nie den Versuch geben, aus welchen Gründen auch immer, Hasstiraden zu entschuldigen oder mittels ihrer Relativierung zu "bemänteln versuchen".

    Was ist gegen Hass, gegen Hassiraden aus Reihen der AFD, aus Reihen der Pegida-Bewegung zu tun?
    Ein klares, ein stetes "Nein" und ein klares,,stetes "So nicht" -immer und überall. So auch jetzt und hier, wenn es um den AFD-Nachwuchs geht.

    3.
    Ich frage mich nach ca.6o jährigem Interesse am politischen Geschehen, nach ca. 6o jährigem Engagement in der Politik – außerhalb einer Partei und nach mehr als 4o Jahren in der SPD-, ob jetzt nicht die Stunde schlägt für alle, die sich den Grundprinzipien eines freiheitlich-demokratichen Rechtstaates verpflcihtet fühlen -in der FDP und in allen anderen Parteien, die sich gegen die AFD und gegen Pegida posiioniert haben.
    Es liegt unbestritten nahe, jetzt darüber nachzudenken, ob nicht eine Partei wie die FDP, für die das Liberale zu ihrem Markenkern gehört,,mehr denn je für Gesellschaft und Staat von großem Nutzen wäre. Nur scheint mir angesichts der Grundstimmung in der Bevölkerung nicht die Zeit zu sein, die Fahne der Freiheit hochzuhalten. Dem Banner "absoluter Sicherheit" gilt der Jubel der Massen!

    Sollte ich wegen dieser Bemerkungen wieder einmal hier bei den Ruhrbaronen gescholten werden als jemand, der lieber auf der Metaebene fabuliert als sich handfesten alltäglichen Problemen zuzuwenden, dann nehme ich das vorab zur Kenntnis, aber "uneinsichtig".

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