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Wie gut sind Waldorfschulen?

In Glaube, Sitte, Heimat | Am 5 Oktober 2009 | Von Stefan Laurin

Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.

Eine Waldorfschule im Ruhrgebiet Foto: Ruhrbarone

„Eltern und Lehrer“, so die Selbstdarstellung der Waldorfschule, „stehen in einem kontinuierlichen Austausch- und Beratungsprozess, denn die Schule ist ein feiner Gradmesser gesellschaftlicher Entwicklung.“ Schön. Endlich nimmt mal jemand die Eltern ernst – „kontinuierlicher Austausch- und Beratungsprozess“ – Klasse!, denke ich und lese begeistert weiter: „Jedes Kind bringt die kulturellen Prägungen einer sich verändernden Gesellschaft mit in die Schule. Eine zeitgemäße Pädagogik muss darauf reagieren“ – na, die will ich doch auch, die „zeitgemäße Pädagogik“! – und weiter: „Im Mittelpunkt der Waldorfpädagogik steht der sich zu entwickelnde Mensch, der ganzheitlich als leibliches, seelisches und geistiges Wesen begriffen wird.“ Versprochen wird, dass „die Unterrichtsinhalte und -Methoden so eingesetzt werden, dass die Entwicklung des Kindes bzw. Jugendlichen unterstützt wird. Es werden gleichermaßen kognitive, künstlerische und handwerkliche Fähigkeiten geschult. Auf diese Art und Weise sollen die Schüler aus einer inneren Harmonie Sicherheit und Kompetenz gegenüber den Anforderungen des Lebens erlangen.“  

Diese großen Versprechen wurden auch an den Informations-Elternabenden, die vor der Einschulung stattfanden, wiederholt. Alles hörte sich gut und schön an – „ganzheitlich“  – wer will denn nicht das Beste für sein Kind? So wurde mein Sohn im Sommer 2002 in die Waldorfschule eingeschult. Der Einschulungstag war sehr familiär: Jeder der Erstklässler bekam einen Paten aus der 5ten Klasse zugeteilt, dieser überreichte dem Neuankömmling eine Blume und einen selbstgenähten Turnbeutel mit aufgesticktem Namen. Alle Beteiligten waren sich einig: „Ach wie nett, mal ganz anders als die üblichen Einschulungen.“ Draußen wurde ein Reigen gemacht, in der Klasse erzählte der Lehrer das Märchen ‘Die drei Brüder’ der Gebrüder Grimm. So verlief der erste Schultag. Alles sah kindgerecht und wohlbehütet aus.

Was die Eltern vorher nicht erfahren hatten: In einer Waldorf-Klasse sitzen bis zu 40 Schüler. Die ersten beiden Waldorf-Schuljahre sind von einem Kindergarten kaum zu unterscheiden. Von ‘Fördern und Fordern’ kann in dieser Schule keine Rede sein. Der Lehrer, selbst aus einem Waldorfelternhaus stammend, übernahm zum ersten Mal eine Klasse, war unqualifiziert und völlig damit überfordert, eine 1ste Klasse mit 38 Schülern zu leiten. Er war nicht in der Lage, auf die unterschiedlichen Charaktere der Schüler einzugehen, nicht nur wegen ihrer großen Zahl, sondern auch wegen seines sowieso nicht vorhandenen Einfühlungsvermögens.

Jeden Monat fand ein Elternabend statt. Pflichtbewußt nimmt man auch regelmäßig daran teil, man gehört ja jetzt dazu, zur großen Waldorf-Bewegung. Alles wird im Detail besprochen, so glaubt man. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen, so glaubt man. Es ist aber vielmehr so, dass von Seiten der Schule vorgegeben wird, wohin z.B. eine Klassenfahrt geht. Unter welchem Thema z.B. die Karnevalsfeier steht, usw., usw.. Platz für eigene Ideen bleibt da nicht, sie sind auch nicht gefragt – jedenfalls nicht so, dass diese Ideen auch einmal umgesetzt würden. Hat man irgendwelche Fragen oder Einwände, so werden diese geschickt abgeblockt oder gar nicht erst zur Kenntnis genommen – es sei denn, sie könnten auch nur irgendwie der Sache Rudolf Steiners dienlich sein. ‘Steiner, Steiner über alles!’, so lautet die Devise der Waldorfschule, wie ich aber erst viel später verstehen konnte – leider verstehen musste.

Bereits Ende der 1sten, Anfang der 2ten Klasse, wurde mein Sohn von Mitschülern drangsaliert. So wurde ihm, hier nur einige wenige Beispiele: ein Bein gestellt, er wurde getreten, massiv gegen die Wand gedrückt, ihm der Hals zugedrückt – täglich wurde er mit übelsten Schimpfworten erniedrigt. Ich sprach den Klassenlehrer darauf an und bat ihn, diesen Misstand sofort abzustellen. Von anderen Eltern hatte ich gehört, dass es einigen Kindern in der Klasse ähnlich erging. Ich gab dem Lehrer ein Buch über Mobbing und Gewalt an Schulen, allerdings nicht aus den Waldorfschul-üblichen anthroposophischen Verlagen ‘Freies Geistesleben’ oder ‘Urachhaus’.  

Ich bestand darauf, das Thema ‘mobbing’ am nächsten Elternabend aufzugreifen und so schnell wie möglich nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Zweimal wurde aus nicht nachvollziehbaren Gründen vertagt. Als der Elternabend dann doch noch stattfand, hielt eine Gründungslehrerin der Schule den Einführungsvortrag, begann fast jeden Satz mit: „Rudolf Steiner hat gesagt …“ Was sollte Steiner gesagt haben? Die Gründungslehrerin: „Die Kinder wollen in Kontakt treten und sich dabei näher kommen, sich gegenseitig fühlen und Kräfte messen …“ Fazit: In der heilen Waldorfwelt gibt es keine Gewalt. Von Mobbing wollte man nichts wissen – es kann nicht sein, was nicht sein darf. Eltern, deren Kinder ebenfalls in die Opferrolle geraten waren, machten in rasender Geschwindigkeit eine Metamorphose durch: verstummten urplötzlich … und alles blieb beim Alten. Bei weiteren Übergriffen auf meinen Sohn setzte ich mich dann mit den Eltern der jeweiligen Schüler in Verbindung. Heraus kamen Antworten wie: „Der Lehrer macht doch Spiele mit den Kindern, damit diese sich austoben können …“ Auch hieß es: „Die Kinder müssen sich ihre Rangordnung erkämpfen …“, worauf ich antwortete: „Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich meinen Sohn im Zoo angemeldet.“  

Die Eltern der Mitschüler suchten nach der besseren Alternative zur öffentlichen Schule: einer Schule ohne Leistungsdruck. Es waren Neueinsteiger, viele davon nach Hilfe suchende Allein-Erziehende mit einem unstillbarem Harmonie-Bedürfnis. Linientreue, die als Kind schon selber diese Waldorfschule besucht hatten. Nach ungefähr einem Jahr war der Großteil der Eltern auf Waldorf-Kurs gebracht. Niemand stellte mehr Fragen, schöne heile Welt: „piep, piep piep – wir haben uns alle lieb.“ Das begann schon an der Klassentüre. Der Klassen-Lehrer begrüßt die Schüler per Handschlag mit den Worten: „Guten Morgen lieber ‘…’“, worauf der Schüler brav zu antworten hat: „Guten Morgen lieber Herr ‘…’“ In der Klasse dann noch einmal alle im Chor. Mein Sohn fragte sich immer öfter: „Sind die wirklich alle so lieb?“ Und stellte fest, dass er tag-täglich anderes erlebte.  

Der ganze Schulablauf ist sehr stark strukturiert – ritualisiert – und lässt für Freiheit keinen Raum. Man will ja „den Willen stärken“. Mit meinem heutigen Wissen sage ich: die Kinder und Jugendlichen werden manipuliert –  zu tun, zu denken und zu glauben, was die Waldorfschule will. Eigene Wünsche, Meinungen und Gefühle werden unterdrückt: Du gehst in eine Schule, die dich willentlich zum Zwangsschlaf verurteilt … auf dass, wenn du Glück hast, vielleicht ein Mensch aus dir wird … der dann auch noch mit beiden Beinen im Leben stehen soll … Die eigene Persönlichkeit wird untergraben, hat nicht in Erscheinung zu treten.

Das ist in allen Fächern so, wird für den Außenstehenden aber vielleicht am deutlichsten an der ‘Eurythmie’. Einem Fach, das nach Waldorf-Aussage, von den meisten Schülern geliebt wird. Bei der Eurythmie sollen Sprache und Musik durch Bewegungen ausgedrückt werden. Dabei gibt es, wie immer bei Waldorf, von Rudolf Steiner fest vorgegebene Gebärden für jeden Sprachlaut. Freiheit gibt es nicht, haben die Sprachlaute doch eine „kosmische“ Bedeutung, die bei ihrer Wiedergabe strengstens beachtet werden muss. Mein Sohn empfand die Eurythmie eher irdisch „als schwul sein“ oder „schwul werden“. Er gab sein Bestes, weil er ja vom System und vom Lehrer dazu gezwungen wurde. Es ist heute wie ein Befreiungsschlag für ihn, in der öffentlichen Schule keine Eurythmie mehr zu haben. Sich keine Gedanken mehr darüber machen zu müssen, ob er „noch richtig tickt“, so mein Sohn. Wenn man sich nicht voll auf die Eurythmie konzentriert, so die Lehrerin, hat „man sich mit dem Stoff nicht richtig verbunden“. Dann wird ‘Heileurythmie’ verordnet. Einen Grund dafür findet der Waldorflehrer immer, wenn er denn nur will: das Kind ist dann „unkonzentriert“, „zu ruhig“, „im Bewegungsablauf zu langsam“, egal … . Einige wenige Krankenkassen bezahlen die ‘Heileurythmie’, wenn nicht: „Bitte zahlen sie aus der eigenen Tasche, denn …“, so wird es einem plausibel gemacht, „die Waldorfschule will doch nur das Beste für Ihr Kind!“ Wie sich das Kind bei den Übungen vorkommt, was es dabei empfindet, spielt überhaupt keine Rolle. Es folgen die üblichen Erklärungen nach dem Muster: „Rudolf Steiner hat gesagt …“. Hat Steiner nicht auch von der ‘Philosophie der Freiheit’ gesprochen – ein leeres Versprechen, nur ein Versprecher? ‘Philosophie der Freiheit’ ist der Titel eines von Steiners 370 Werken … noch einmal in Worten: drei-hundert-siebzig Bände Steiner …

Lehrbücher gibt es in der Waldorfschule nicht, in keinem Unterrichtsfach. Man gibt sich total in die Hände des Lehrers. Der Unterricht orientiert sich stark an seinen persönlichen Vorlieben. So nahm Englisch in der Klasse meines Sohnes einen sehr großen Raum ein, obwohl die Kinder in Deutsch noch gar nicht gefestigt waren. Die Waldorf-typischen ‘Epochenunterrichte’, das heißt, Unterrichtseinheiten von mehreren Wochen Dauer, entpuppten sich als reines ‘Wischi-Waschi’: sie waren schlecht vorbereitet, wurden schlecht durchgeführt, der Stoff wurde wenig vertieft. Folge: Gelernt wurde wenig, und nach 4 Wochen war bei meinem Sohn – und nicht nur bei ihm – fast alles wieder weg. An ein „Wiederhochholen“, so der Waldorf-Fachausdruck, war nicht zu denken, ging es doch sofort mit neuen Themen oder Fächern weiter. Wenn der Lehrer scheitert – was natürlich niemals offen gesagt wird – sind die Eltern gefragt. So hieß es in der Klasse meines Sohnes des öfteren: „Um wieder eine erfolgreiche Leseepoche durchführen zu können, werden wieder freiwillige Eltern benötigt.“ Dasselbe galt auch für die Schreib- und Rechenepoche.  

Das Netzwerk funktionierte einwandfrei, in guten wie in schlechten Zeiten machte der Lehrer wie selbstverständlich seine Hausbesuche – eine familiäre Atmosphäre ist bei Waldorfs ein absolutes Muss. Bei dieser Gelegenheit wird wie selbstverständlich auch das Zimmer des Schülers ins Visier genommen, um sich besserwisserisch auf Waldorfart einzumischen. Stein des Anstoßes war bei uns Kunststoffspielzeug, das man umbauen kann (z.B. zum Auto oder zum Roboter). Man wies mich darauf hin, dass der Gegenstand sehr starr und leblos sei und dass es sicherlich besser für meinen Sohn wäre, würde dieses Spielzeug aus seinem Zimmer entfernt werden. Besser wäre es, meinem Sohn eine Wurzel mit Wichteln und lebendige Materialien – Holz, das er selber zurechtschnitzen kann – zum Spielen zu geben. Ich war sehr überrascht, da mein Sohn bereits fast zehn Jahre alt war und wohl ein Mitbestimmungsrecht hat, was seine Spielsachen angeht. Wichtig, so der Lehrer, sei auch, dass die Hände meines Sohnes „ins Tun kommen, das steigert die Denk- und Merkfähigkeit – so hat Rudolf Steiner es gesagt.“ Ich antwortete, dass ich als Mutter durchaus in der Lage sei, selber zu bestimmen, mit welchem Spielzeug mein Sohn spielen dürfe. Zwei Tage später fragte der Lehrer meinen Sohn, ob denn jetzt die erwähnten Spielsachen aus seinem Zimmer entfernt seien, worauf mein Sohn antwortete: „Nein, warum?“ Eine Woche später wurde, wie mir mein Sohn erzählte, noch einmal nachgefragt, wieder gab mein Sohn die gleiche Antwort. Ich merkte, wie mein Sohn immer unsicherer wurde – er wollte es ja jedem recht machen. Danach wurde diesbezüglich nicht mehr gefragt. Von nun an ging es steil bergab.  

Mein Sohn wurde „ad acta gelegt“: ob er etwas lernte oder nicht, war von nun an egal, was aus ihm einmal werden sollte, „nun ja …“ Auf ärztliches Anraten hin sollte mein Sohn vorne sitzen, da er ein ruhiger, aber sehr aufmerksamer Schüler sei. Diese Bitte wurde vom Lehrer nicht beachtet: hinterste Reihe rechts, links … Hauptsache hinten, immer wieder saß mein Sohn neben den größten Rabauken der Klasse, die ihn einschüchterten und runtermachten. Dann endlich befanden wir uns wieder in der Leseepoche. Eingeschüchtert von Lehrern und Mitschülern fiel es meinem Sohn schwer, in der Klasse vorzulesen. Da ich ihn immer wieder dazu ermutigte, meldete er sich zaghaft, wurde aber nie aufgerufen. Ich setzte mich daraufhin mit dem Klassenlehrer in Verbindung und erklärte ihm, dass man Kinder nicht nur fördern, sondern auch fordern müsse. Fragte, warum er meinen Sohn auch dann nicht, wenn er sich selber meldete, einmal zum Vorlesen dran nehme. Darauf bekam ich zur Antwort, dass mein Sohn im Lesen noch sehr unsicher sei und er, als Klassenlehrer, nicht wolle, dass die anderen Mitschüler über meinen Sohn lachen. Ich war über diese Aussage sehr verwundert, war ich doch bis zu diesem Zeitpunkt der festen Überzeugung gewesen, dass es Pädagogen während ihrer Ausbildung lernen, mit dieser Routine-Situation umzugehen. Auch hier blieb alles beim Alten, sodass mein Sohn gar nicht erst die Chance für ein Erfolgserlebnis oder die Möglichkeit des „Wachsen und Werdens“ – wie es anhand von Steiner immer groß herausstellt wurde – bekam. Anders die Kinder von Gefolgsleuten und Linientreuen: Sie wurden in die erste Reihe gesetzt, und bekamen auch eine gewisse Aufmerksamkeit des Lehrers, was ihr Lernen anbetraf.  

Mittags konnten die Kinder, wenn sie wollten, im Speisesaal essen. Zweimal machte mein Sohn davon Gebrauch. Beim ersten Mal war das Gericht, das er gerne aß, bereits vergriffen. Beim zweiten Mal rannte er, um es doch noch zu bekommen. Das gefiel der Lehrerin überhaupt nicht. Sie bestrafte meinen Sohn, indem er nichts zu Essen bekam und die ganze Zeit am Tisch stehen musste (Mitschüler bestätigten mir diese Vorgehensweise). Ich selber war entsetzt, dass man so verfährt, und rief daraufhin den Klassenlehrer an. Ich sagte ihm, dass jeder Strafgefangene unberücksichtigt seiner Straftat dreimal täglich seine Mahlzeiten bekommt, und dass diese Vorgehensweise das Letzte sei. Danach ging’s erst richtig los: Die Lehrer schlossen sich, wie ich heute rückblickend sagen muss, gegen mich und meinen Sohn zusammen. Mein Sohn war damals noch keine 10 Jahre alt, ein aufgeschlossener, aber stiller Junge, der nun fortwährend von den Lehrern beobachtet und reglementiert wurde. So lange, bis er sich in der Schule gar nichts mehr zutraute und völlig verunsichert war. Er fing an, zum Perfektionismus zu neigen, wollte alles gut und noch besser machen. Hatte Angst, etwas Verkehrtes zu sagen oder zu tun, wollte wirklich jedem gefallen. Hoffnungslos.

Was sich hinter der verschlossenen Schultüre abspielte, war genau das Gegenteil von dem, was dort angeblich praktiziert wurde. Im Handarbeitsunterricht wurden die Kinder dazu erzogen, brav, braver, am bravsten nach dem benötigten Arbeitsmaterial zu fragen. Wenn die Lehrerin guter Dinge war, bekam auch mein Sohn sein Arbeitsmaterial. An schlechten Tagen wurde mein Sohn von der Lehrerin nicht beachtet oder abgewiesen. Dann traute er sich nicht, noch einmal nachzufragen … Wenn seine Arbeit dadurch nicht fristgerecht fertig wurde, tadelte ihn die Lehrerin vor der ganzen Klasse. Ich beschloss daraufhin, für das Arbeitsmaterial meines Sohnes selber zu sorgen. Zum Bittsteller möchte ich meinen Sohn nicht erziehen. Was soll das für eine ‘Erziehungskunst’ sein? „Körper, Geist und Seele werden bei der Waldorf-Pädagogik angesprochen … Kopf, Herz und Hand“, Wiederholungen machen die Waldorf-Lügen auch nicht wahrer. Hier werden Kinder und Jugendliche systematisch zu unfreien, unselbständigen, ängstlichen Menschen erzogen.  

Mein Sohn lebte in zwei Welten. Zuhause geht es bei uns locker und fröhlich zu, in der Schule war das ganze Leben und Lernen ein einziger Krampf: Von Fröhlichkeit und Spontaneität  keine Spur. Alles nur zu Steiners Bedingungen – versteinert. Oftmals wollte mein Sohn morgens nicht in die Schule, weinte dann. Ich konnte ihn immer wieder ermutigen, hinzugehen – trotzdem! Mittags leistete ich oftmals 2 Stunden Aufbauarbeit. In dieser Zeit gingen wir beide durch die Hölle. Im Sommer 2006 teilte mir dann der Lehrer mit, dass mein Sohn auf der angeschlossenen Waldorf-Sonderschule ‘Sonderförderung’ bekommen solle. Ich glaubte, „ich bin im verkehrten Märchen“. In vier Jahren war davon nie die Rede gewesen, jeder Elternabend wurde wahrgenommen, niemals wurde dazu auch nur die kleinste Andeutung gemacht. Ich gab dem Klassenlehrer zu verstehen, dass nicht mein Sohn, sondern er und das Waldorf-System versagt hätten. Teilte ihm mit, dass mein Sohn ab sofort die Schule nicht mehr besuchen würde. Das ganze ereignete sich zwei Tage vor den großen Ferien. Wie sich später herausstellte, war der Lehrer mit soviel elterlichem Ungehorsam völlig überfordert. Die Schule bot mir ein Gespräch mit allen meinen Sohn unterrichtenden Lehrern an – wenn nichts mehr geht, dann funktioniert immer noch das große Waldorf-Netzwerk. Ich lehnte dankend ab – Danke für soviel Inkompetenz und Menschenverachtung.

Danke für die ganzheitliche Erfahrung der „Freien“ Waldorfschule. Geläutert machte ich mich auf den Weg zu der in Waldorfkreisen geächteten, bösen „Staatsschule“ (so der Waldorf-Sprachgebrauch). Ich ging mit meinem Sohn zu einer öffentlichen Grundschule, um ihn dort einschulen zu lassen. Wie die erfahrenen Pädagogen durch einen Test feststellten, entsprach der Wissensstand meines damals 10 Jahre alten Sohnes dem eines Zweitklässlers: die Direktorin, sowie die anwesende Lehrerin schüttelten ungläubig den Kopf. Alle waren sich sehr schnell einig, dass es nicht an meinem Sohn lag, auch dass er vom Auftreten und von der Größe her (1.52m), nicht in die 2. Klasse passte – für die weitere schulische Laufbahn wäre es auch nicht sinnvoll gewesen.  

Wie ich rückblickend sagen muss, ist das Waldorfsystem raffiniert und an Verlogenheit nicht zu überbieten. Ist man einmal in dessen Fänge geraten, kommt man nur ganz schwer wieder heraus. Mit dem Eintritt in die Waldorfschule begibt man sich automatisch in ein Abhängigkeitsverhältnis – ohne sich dessen bewusst zu werden. Der Lehrstoff der Waldorfschulen ist so angelegt, dass Kinder beim Wechsel in eine öffentliche Schule erhebliche Lücken haben, die nur sehr schwer, oder gar nicht, wieder zu schließen sind – mein Sohn hatte diese erheblichen Wissenslücken und wurde schliesslich in die 4te Klasse zurückversetzt. Ein Schulwechsel geht auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, die sich als Versager fühlen müssen, auch wenn sie keine sind. Ich hatte Glück, da wir an der öffentlichen Schule auf kompetente, erfahrene und verständnisvolle Pädagogen trafen.  

Die Waldorfschul-Karriere meines Sohnes erschien der jetzigen Lehrerschaft anfänglich eher unglaubwürdig. Die Waldorfschule verkauft sich nach außen hin sehr gut. Kennt man sie aber von innen, wird man eines Besseren belehrt. Die große Waldorf-Gemeinschaft lebt nach der Devise: „Bist du nicht für uns, bist du gegen uns.“ Die gegen uns sind, lassen wir außer Acht und entledigen uns dieser Eindringlinge schnellstmöglich, egal wie … Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen. Wo leben wir? Der Gesetzgeber verpflichtet die Schulaufsicht, auch die Qualität von Privatschulen zu überprüfen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass nur kompetente, gut ausgebildete Lehrer Schüler unterrichten dürfen. Selbstverständlich sollte es auch sein, dass jederzeit die Möglichkeit gegeben ist, an eine andere, auch öffentliche Schule zu wechseln – ohne riesige Wissenslücken und seelische Schäden aus der Waldorfschule im Ranzen mitzunehmen. An der PISA-Studie haben sich die Waldorfschulen gar nicht erst beteiligt …  
 

Zugesand von Andreas Lichte



127 Kommentare und 11 Ping(s) zu »Wie gut sind Waldorfschulen?«

  1. #101 | Skowronek sagt am 17. März 2010 um 21:53

    “Eine Waldorfschule im Ruhrgebiet Foto: Ruhrbarone”

    Das ist die alte Müser-Villa, die Keimzelle der Waldorfschule in Bochum-Langendreer. Ist das Geheimwissen oder was?

    Ich habe diese Schule in den Fünfzigern und Sechzigern besucht. Es ist schade, dass man durch “Enthüllungen” über sie keinen Papst diskreditieren kann, denn auch dort gab es, wie bei den Regensburger Domspatzen, Kopfnüsse, Ohrenverdrehen und Ins-Gesicht-Schlagen. So wie es ist, interessiert es kein Schwein.

    Die Mutter schreibt: “Ich gab dem Klassenlehrer zu verstehen, dass nicht mein Sohn, sondern er und das Waldorf-System versagt hätten.” Aber gute Frau, hätten Sie sich nicht informieren können, BEVOR Sie ihren Sohn dorthin geschickt haben? Vor fünfzig Jahren mögen Eltern VIELLEICHT die Entschuldigung gehabt haben, dass das alles nicht bekannt war und überhaupt wurde nicht so viel kritisch hinterfragt, aber doch heute nicht mehr. Es ist bei denen IMMER die Schuld des Kindes. Das Kind bringt das schlechte Karma mit. (Das gilt übrigens auch für behinderte Kinder.) Und das wollen Sie nicht gewusst haben und haben ihren Sohn, auch nachdem alles schief lief, immer noch jahrelang dieser unsäglichen Behandlung ausgesetzt?

    Sowas kann man wirklich nur mit Deutschen machen.

  2. #102 | Skowronek sagt am 17. März 2010 um 22:51

    Warum der Staat die Waldorfschulen unterstützt:

    - aus Gründen der Liberalität
    Das ist sicher ein Grund und auch gleich einer der schlechtesten.

    - weil niemand durchblickt
    Und deswegen werden Tausende von Kindern verschlissen?

    - weil sich Waldorfschule als avantgardistische Schule versteht, von der sich andere etwas abgucken können
    Ja die mögen sich als solche verstehen, aber heißt das, dass der Staat denen das abkaufen muss? Manche glauben auch sie sind Napoleon.

    - weil Alternativmodelle prinzipiell wichtig sind
    Warum?

    - weil sonst manche Eltern dem Staat Bildungsmonopolismus vorwerfen würden.
    Ja. Und?

    - weil bei den Grundgesetzmachern auch die anthroposophische Lobby am Werk war
    Äh?

    - weil Waldorfschulen sich als christliche Schulen nach außen darstellen und damit Vertrauen erwecken usw.
    Seit wann wird christlichen Einrichtungen Vertrauen entgegengebracht und mal unterstellt dass sei so: Die glauben an Wiedergeburt. WIE-DER-GE-BURT! Und Karma. Das ist, samt Eurythmie, etwa so christlich, wie tanzende Derwische.

    - weil noch niemand Steiner vollständig widerlegen konnte
    Guter Witz!

    - weil Waldorfschulen letztendlich dem Staat Geld sparen helfen.
    Die Rechnung würde mich interessieren, ich will sie aber nicht ohne weiteres bestreiten.

    Da gibt es Tausende mehr oder weniger gebildeter Eltern, die sich nicht einmal über die elementarsten ideologischen Grundlagen dieser Sektenschule unterrichten, der sie ihre Kinder anvertrauen und so jemand wie Frau Pali ist darauf auch noch stolz und meint, dass sie sich bei dieser kleinbürgerlichen Freakshow unter “Besseren” befindet. Naja, alles ist relativ.

    Wir strafen Sekten, wie die Adventisten mit Verachtung und lachen sie aus, weil sie an eine “Prophetin” glauben, die nach einem Schädeltrauma “gesehen” hat, dass Schwarze einer Vereinigung von Mensch und Tier entstammen. Aber die psychotischen Schübe eines Rudolf Steiners nehmen wir ernst und vertrauen seinen Gefolgsleuten unsere Kinder an. Naja, wir halten ja auch mehrheitlich die Gewaltphantasien eines epileptischen Analphabeten aus dem 7. Jahrhundert für eine “Religion des Friedens”. Was wundert einen da noch?

  3. #103 | Andreas Lichte sagt am 18. März 2010 um 08:36

    @ Skowronek

    Sie schreiben: “Es ist schade, dass man durch “Enthüllungen” über sie [die Waldorfschulen] keinen Papst diskreditieren kann, denn auch dort gab es, wie bei den Regensburger Domspatzen, Kopfnüsse, Ohrenverdrehen und Ins-Gesicht-Schlagen.”

    Können Sie Ihre Behauptungen beweisen? Gibt es Zeugen? Wenn ja, bitte ich Sie, mich via Stefan Laurin, Ruhrbarone, zu kontaktieren:

    stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

  4. #104 | Andreas Lichte sagt am 18. März 2010 um 08:43

    “Vorwürfe gegen Waldorfpädagoge

    Schwäbische Zeitung, SZON

    (ÜBERLINGEN/iw) Auch an der Freien Waldorfschule in Überlingen soll es Missbrauchsfälle gegeben haben. Das berichtet ein ehemaliger Schüler, der die Einrichtung Mitte der Neunziger Jahre besucht hat. Der Pädagoge soll entlassen worden sein.

    Erst Salem, jetzt Überlingen. Nachdem die ersten Missbrauchsfälle an schulischen Einrichtungen aufgedeckt wurden, kommen jeden Tag weitere an die Öffentlichkeit. Gestern hat sich ein ehemaliger Schüler der Freien Waldorfschule Überlingen an die Medien gewandt, der die Einrichtung bis zur sechsten Klasse besucht hat, ehe er auf eine andere Schule wechselte. Zwei Kinder in seiner Klasse seien missbraucht worden und es habe zahlreiche gewalttätige Übergriffe auf Schüler gegeben, auch gegen ihn. Die Schulleitung der Waldorfschule konnte gestern nicht für eine Stellungnahme erreicht werden. Aus dem Umfeld der Schule werden die Vorwürfe gegen den ehemaligen Klassenlehrer bestätigt. Der Mann sei umgehend entlassen worden. Nicht belegt wurde die Anschuldigung, dass die Schule von Vorfällen an anderen Schulen gewusst habe und den Pädagogen dennoch eingestellt habe.

    (Erschienen: 17.03.2010 23:00)”

    http://www.schwaebische.de/lokales/markdorf/meersburg_artikel,-Vorwuerfe-gegen-Waldorfpaedagoge-_arid,4069041.html

  5. #105 | Andreas Lichte sagt am 18. März 2010 um 10:40

    “Wie werden die “Ersatz-Schulen” kontrolliert? Hinter privaten Schultüren

    WDR.de, von Nina Magoley

    Die bisher bekannt gewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs ereigneten sich größtenteils an Privatschulen. Rund 340 gibt es davon in NRW, darunter viele kirchliche, die sich weitgehend selbst organisieren. Für die Aufsicht ist allerdings der Staat verantwortlich.

    Von sexuellem Missbrauch ist das, was Jan Schrecker erlebt hat, weit entfernt. Dennoch berichtet der heute 30-Jährige von Demütigungen und Misshandlungen während seiner Schulzeit, die ihm noch immer zu schaffen machen. Schrecker war bis 1996 Schüler an der Waldorfschule Schloss Hamborn in der Nähe von Paderborn. Seine damalige Lehrerin, so berichtet er, habe ihn und andere Schüler jahrelang geschlagen und massiv eingeschüchtert. Er sei Zeuge gewesen, wie die Lehrerin Mitschüler ohrfeigte oder schmerzhaft an den Haaren zog, nur weil sie Haargel benutzt hatten. Einmal habe sie den Kopf eines Jungen, der ein bedrucktes T-Shirt trug, “mit voller Wucht” auf den Tisch gehauen, so dass dessen Nase blutete.

    Schulaufsicht muss Privatschulen überwachen

    Eine Strafanzeige gegen die Lehrerin, die Schrecker im Jahr 2002 bei der Staatsanwaltschaft Dortmund stellte, wurde wegen Verjährung abgewiesen. Als er sich daraufhin an die Bezirksregierung Detmold wandte, habe man ihm dort erklärt, dass die Behörde für private Schulen, wie Waldorf- oder auch kirchliche Schulen, nicht zuständig sei. Auch auf eine Petition beim Landtag NRW hin bekam der ehemalige Schüler dieselbe Auskunft. Das “Verhalten der Lehrkraft”, heißt es in einem Antwortschreiben, das WDR.de vorliegt, “konnte keine schulaufsichtliche Maßnahme auslösen”, da die Lehrkraft nicht Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen war, sondern in einem privatrechtlichen Vertragsverhältnis zum Schulträger stand”. Ein Blick in das Schulgesetz NRW allerdings führt zu anderen Erkenntnissen: Die Schulaufsicht über “Ersatzschulen”, wie private Schulen in Behördensprache heißen, sei Aufgabe der “für die entsprechenden öffentlichen Schulen zuständigen Schulaufsichtsbehörde”. (…)”

    weiter:

    http://www.wdr.de/themen/panorama/kriminalitaet11/missbrauch_kirche/100311.jhtml?rubrikenstyle=panorama

  6. #107 | Andreas Lichte sagt am 20. März 2010 um 09:03

    @ NIX

    was bist du denn für einer?

    Waldorf-Muzak gegen sexuellen Missbrauch?

  7. #108 | Andreas Lichte sagt am 20. März 2010 um 09:04

    “Schläge bestimmen die Grundschulzeit

    Schwäbische Zeitung, SZON, 19.03.2010

    (ÜBERLINGEN/slo) Er hat die vergangenen zwanzig Jahre geschwiegen, jetzt möchte er dieses Schweigen brechen. Der ehemalige Schüler der Freien Waldorfschule Überlingen, der Anfang der Neunziger Jahre gewalttätige Übergriffe und Missbrauch an der Schule erleben musste, berichtet im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung über seine Schulzeit.

    Der erste Schultag ist eigentlich ein schöner und aufregender Tag für die kleinen ABC-Schützen. Gerade Erstklässler sollten beim Start in das Berufsleben liebevoll von ihrem Lehrer in die Klassengemeinschaft eingeführt werden. Auch in Waldorfschulen hat der Lehrer einer ersten Klasse eine besondere Funktion, unterrichtet die Schulanfänger in über der Hälfte der Fächer. Ein guter Start in die Schulzeit blieb dem betroffenen Schüler von Anfang an versagt. „Der Lehrer war sehr autoritär und übermäßig streng“, erinnert er sich. Schnell sei der Pädagoge laut geworden, habe die Kinder angebrüllt und beschimpft.

    Doch die Härte des Lehrers äußerte sich nicht nur in verbalen Attacken gegen die Kinder, sondern auch in körperlicher Gewalt. So erinnert sich der ehemalige Schüler an eine rigide Bestrafungsaktion. Einige Schüler hätten „Blödsinn gemacht“, was den Lehrer sofort wieder extrem wütend gemacht habe. Die betroffenen Kinder hätten daraufhin ihre Finger ausstrecken müssen, auf die der Pädagoge hart geschlagen habe. „Ein Schüler meinte im Nachhinein, der Lehrer hätte sogar eine Nadel in seiner Hand gehabt beim Schlagen, aber das habe ich selbst nicht gesehen“, erzählt der Betroffene über die schmerzhafte Tortur.

    Auf den Tisch geworfen

    Nicht jeden Tag, aber doch mit einer gewissen Häufigkeit sei es zu körperlichen Attacken des Lehrers gekommen. Der ehemalige Schüler erinnert sich an einen Vorfall, als ihn der Pädagoge an den Hosenträger hochgezogen und hart auf einen Tisch geworfen habe. Die gesamte Klasse habe sich vor dem Lehrer gefürchtet.

    Dabei war der Schule sehr wohl bekannt, dass es schon vor dessen Tätigkeit in Überlingen zu Beschuldigungen gegen den Pädagogen gekommen war. „Da nach seiner Einstellung der Verdacht von Eltern geäußert worden war, dass es bereits früher zu Missbrauch gekommen war, stellte der Bund der Freien Waldorfschulen im Auftrag der Schulleitung Nachforschungen an. Diese ergaben, dass ein früheres Gerichtsverfahren gegen den Lehrer in der Schweiz zu einem Freispruch geführt hatte und kein weiterer Verdacht bestand“, schreibt die Schulleitung in einer gestern in der Schwäbischen Zeitung veröffentlichten Stellungnahme. Der ehemalige Schüler berichtet, dass die Schulleitung mehrfach auf die Vorgeschichte des Mannes hingewiesen worden sei. „Darauf gab es keine Reaktion der Schule“, sagt er. Eine Mutter hätte ihr Kind vorsorglich in die Parallelklasse gebracht.

    Über die Vorfälle in der Waldorfschule hätte kaum ein Schüler zu Hause gesprochen. Nach seinen „Ausrastern“ habe sich der Lehrer immer wieder entschuldigt.

    Wie die Schule in ihrer Pressemitteilung einräumt, habe es auch einen Fall von sexuellem Missbrauch an zwei Schülern gegeben. Es habe sich um ein Geschwisterpaar, einen Jungen und ein Mädchen, gehandelt, ergänzt der ehemalige Waldorfschüler. „Sie mussten mittags immer auf den Bus warten, der Lehrer hat auf sie aufgepasst“, berichtet er. Eines Tages habe das Mädchen einer Gruppe erzählt, der Pädagoge habe sie „komisch berührt“. So sei der Missbrauch ans Licht gekommen. Der Pädagoge sei später anonym angezeigt und verurteilt worden. Der Mann hatte selbst eine Familie und mehrere Kinder.

    Keine Aufarbeitung

    Eine Aufarbeitung des Ganzen durch die Schule habe es nicht gegeben. Mit dem Ausscheiden des Lehrers hörten jedoch die Schwierigkeiten in der Klasse nicht auf. Ein neuer Lehrer sei zu den Viertklässlern gekommen, der jedoch mit der Situation überfordert gewesen sei. Ende der 6. Klasse habe die Schulleitung dann kurzfristig bestimmt, dass sechs bis sieben Schüler die Schule verlassen mussten, darunter der betroffene Schüler. Für ihn nahm die Schulkarriere einen guten weiteren Verlauf: Spä-ter schulterte er noch das Abitur.

    An die Vorfälle seiner Grundschulzeit denkt er häufig zurück, aber sie belasten ihn heute nach eigenen Angaben nicht mehr so stark. Dass er sich jetzt gemeldet habe, lag an der aufflammenden öffentlichen Diskussion um Missbrauch und Gewalt an Schutzbefohlenen.”

    http://www.schwaebische.de/lokales/markdorf/meersburg_artikel,-Schlaege-bestimmen-die-Grundschulzeit-_arid,4070228.html

  8. #109 | nix sagt am 20. März 2010 um 12:17

    @ Andreas Lichte
    Meinste nicht, es ist etwas pauschal alle Waldorfschulen unter Geberalverdacht zu stellen?
    Ist ja OK wenn du die Waldörfer baschen willst, aber frag dich doch mal warum du es machst.
    Kritische Betrachtungen finde ich immer nötig, aber komplette Vorverurteilungen
    halte ich für falsch. Leider wird es sie immer, zu welchen Thema auch immer geben und leider auch Leute die sie benötigen.
    Wenn du der tatsächliche Lichte aus dem Interview bist, wundert es mich ein wenig. Hätte dich differenzierter eingeschätzt.

  9. #110 | Andreas Lichte sagt am 20. März 2010 um 12:30

    @ nix

    Ich stelle NICHT “alle Waldorfschulen unter Generalverdacht”.

    Solche Unterstellungen fallen nur einem “Waldorfvater” ein, der “seine” Schule um jeden Preis verteidigen muss. Und sei es mit dumpfer Waldorf-Muzak, siehe Ihren Kommentar, oben.

    Gewalt in Waldorf-Einrichtungen ist kein Einzelfall, siehe:

    “Waldorfschule – auch hier sexueller Missbrauch!”

    http://ratgebernewsblog.wordpress.com/2010/03/19/waldorfschule-auch-hier-sexueller-missbrauch/

  10. #111 | Philip sagt am 20. März 2010 um 14:28

    Wenn ruhrbarone Google wäre, würden Andreas Lichtes Kommentare wegen duplicate content vermutlich aus dem Index entfernt ;-)

  11. #112 | nix sagt am 20. März 2010 um 18:09

    @Andreas Lichte

    auch hier urteilst du wieder pauschal und unterstellst mir die Verteidigung
    der Waldorfschule meines Sohnes, an der es bisher nichts zu verteidigen gibt.
    Habe selber zwei Jahre am Lehrerseminar teilgenommen ( also Insider, wie du)
    und konnte tatsächlich nichts neagtives entdecken, ausser das sich die Schulen refomieren müssen.
    Ich selbst war Hauptschüler und könnte hier ein ganzes Buch über miese Lehrer, Gewalt, Nazis und Sexismus auf “meiner Hauptschule”posten. Allerdings
    gibt es auch andere Hauptschulen.
    Aber ich will nicht ablenken, es geht ja um Waldorf.
    Es sieht aus, als ob du auf einem Feldzug bist.
    Aber ich will dich da beim Basching nicht aufhalten.

    Die Musak, wie du es nennst kommt von Kieler Waldorfschülern und ich finde sie tatsächlich nicht dumpf .-), sondern hörbar gut.

  12. #113 | Andreas Lichte sagt am 20. März 2010 um 21:53

    @ NIX (schreiben Sie mal Ihren Real-Namen, “NIX” ist oberpeinlich)

    Sie – Sie! – schreiben: “Habe selber zwei Jahre am Lehrerseminar teilgenommen”

    Meinen Sie damit, dass Sie eine Steiner-Gehirnwäsche in einem anthroposophischen Waldorflehrerseminar bekommen haben?

    z.B. so wie hier, am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin”:

    “Wundersame Waldorf-Pädagogik oder Atlantis als Bewusstseinszustand”

    http://www.novo-magazin.de/71/novo7138.htm

  13. #114 | Andreas Lichte sagt am 20. März 2010 um 21:56

    @ NIX

    damit wir uns auch wirklich richtig verstehen … zur “Steiner-Gehirnwäsche” … hier noch ein Brief, der die Ausbildung zum Waldorflehrer am “Seminar für Waldorfpädagogik Berlin” beschreibt:

    “M.S.

    Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung
    Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner
    Beuthstr. 6-8
    10117 Berlin

    Bitte um staatliche Prüfung der Lehrerbildung und damit verbundener Lehrinhalte am Waldorf- Lehrerseminar Berlin- Mitte

    Berlin, 28.2.2007

    Sehr geehrter Prof. Dr. Zöllner,

    ich habe von September 2006 bis Ende Februar 2007 an der Weiterbildung zum Waldorflehrer/ Abendkurs am Seminar für Waldorfpädagogik e.V. in Berlin- Mitte, Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin, teilgenommen.

    Was dort als Lehrerbildung bezeichnet wird, ist meiner Erfahrung nach die Vermittlung anthroposophisch- esoterischer Inhalte, ohne Duldung sachlicher Kritik, die seitens der teilnehmenden Seminaristen geäußert wurde. Zur Weiterbildung gehört die Besprechung und Auslegung esoterischer Texte des Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner. Diese Besprechungen und Auslegungen haben den Charakter einer ideologischen Schulung, die das anthroposophische Menschenbild im zukünftigen Lehrer fest verankern soll. Das bedeutet, dass die äußerst fragwürdigen Anschauungen Steiners in den zu lehrenden Unterrichtsstoff der Waldorfschulen einfließen.

    Noch vor Beginn des Seminars wurde mir vom Dozenten und Seminarleiter Michael Handtmann beim Vorstellungsgespräch versichert, dass ich keinesfalls zum „willigen Schüler Rudolf Steiners“ ausgebildet werden solle. Das Gegenteil war der Fall. Ich möchte klarstellen, dass ich nicht im Verlauf einer offenen Auseinandersetzung das Seminar verlassen habe, sondern schlicht um eine Auflösung meines Lehrgangsvertrages gebeten habe.

    Viele meiner Mit- Seminaristen waren ebenso verwundert und abgestoßen von der Indoktrination esoterischer Schulungsinhalte, doch offene Kritik kam nur bei den wenigsten auf. Grund dafür ist die berufliche und ökonomische Lage der meisten Seminaristen, die sich durch die Weiterbildung zum Waldorflehrer eine berufliche Perspektive erhoffen. Die meisten der Seminaristen sind ebenso wie ich über 30 Jahre und älter – viele von ihnen von Arbeitslosigkeit bedroht. Da Kritik von den Dozenten des Seminars mit Schweigen oder beleidigter Ablehnung beantwortet wurde, ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit schweigt, obwohl viele anders denken – niemand möchte seinen zukünftigen Arbeitsplatz gefährden.

    Zur Methodik des Unterrichts: Ich besuchte die Oberstufenmethodik. Auch hier war die Grundlage jeglicher Betrachtung seitens der Dozenten Rudolf Steiner: alles beginnt und endet mit ihm. Jede Empfehlung, jedes Betrachten des Schülers und des Unterrichts wird durch die Texte Steiners erklärt und interpretiert. Da bleibt kein Raum für Veränderungsvorschläge oder eine wissenschaftliche Auseinandersetzung – ein Vergleich mit pädagogischen Standardwerken findet nicht statt.

    Ich frage mich ernsthaft, wo dabei das eigene Denken eines zukünftigen Lehrers bleiben soll, es wird einfach ersetzt, denn die obskuren Schriften Steiners liefern nach Ansicht der Dozenten die Antworten auf alle Fragen. Diese Art von Lehrerbildung verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht im Denken und Handeln der Teilnehmer, sie ist sektiererisch und esoterisch- ideologisch. Deshalb bitte ich sie nachdrücklich, das Aufsichtsrecht des Staates zu nutzen, um die Lehrerbildung des Seminars für Waldorfpädagogik eingehend kritisch zu prüfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.S.”

  14. #115 | nix sagt am 21. März 2010 um 00:18

    Ich frage mich wer mich gerade einer Gehirnwäsche unterziehen will.
    Aber, ey…ist schon OK. Ich bin kein Anthro, nur ein Vater mit einem Sohn auf einer Waldorfschule, der sogar ein Seminar besucht hat um die Schulform zu verstehen.
    Wenn das einen Tatbestand erfüllt, OK sorry an alle die es wurmt.
    nix finde ich als Namen sehr passend, wenn du ihn oberpeinlich findest ist auch dieses OK.
    Ich hab verstanden um was es dir geht und mercie für die Infos.
    .-)

  15. #116 | Skowronek sagt am 24. März 2010 um 01:16

    Ich möchte eines hier klarstellen: Trotz meiner scharfen Kritik an der Waldorfschule kann ich nicht von einem einzigen Fall SEXUELLEN Missbrauchs berichten. Und das trotz aller Klassenfahrten, Praktika und was weiß ich sonst noch. Nichts. GARnichts! Ich habe auch nie auch nur ein Gerücht gehört, auch nicht aus anderen Klassen.

    Nicht, dass man seinerzeit sexlos gewesen wäre. So haben sich allerdings zwei erwachsene Schülerinnen in zwei aufeinanderfolgenden Jahrgängen jeweils bei der obligatorischen Italienreise zum Abschluss der Schulzeit mit dem Busfahrer eingelassen, eine davon aus sogenannter “guter Familie”. [sarcasm] Ob die Männer Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs gestellt haben, ist mir nicht bekannt. [/sarcasm] Das war, wohlgemerkt, in den späten Sechziger/frühen Siebziger Jahren.

    Aber ernsthaft: Ich glaube nicht, dass ich das Glück hatte, in einer zufällig sauberen Enklave innerhalb eines von sexuellem Missbrauch saturierten Privatschulsystem großzuwerden. Ich halte einen nicht unbeträchtlichen Teil der Fälle, die jetzt Schlagzeilen machen, für Fälle “falscher Erinnerung” und schlichter Aufmerksamkeitshurerei.

  16. #117 | Andreas Lichte sagt am 24. März 2010 um 08:19

    @ Skowronek

    Sie schreiben: “Ich halte einen nicht unbeträchtlichen Teil der Fälle, die jetzt Schlagzeilen machen, für Fälle “falscher Erinnerung” und schlichter Aufmerksamkeitshurerei.”

    Ich nicht. Wir müssen da gar nicht über die Waldorfschule reden, schauen Sie sich doch mal an, was in der Katholischen Kirche passiert ist … neulich habe ich einen TV-Beitrag gesehen, wo die “Karriere” eines Priesters rekonstruiert wurde: kaum war ein Missbrauch aufgeflogen, wurde er versetzt, und weiter ging’s …

    Und … und … wie fänden Sie es, wenn ich das Ihnen sagte, zu Ihrer Geschichte … das ist ja nur “falsche Erinnerung und Aufmerksamkeitshurerei”!

    Keine Angst, hab ich nicht vor.

  17. #118 | Skowronek sagt am 26. März 2010 um 17:27

    Herr Lichte, meine Geschichte hat nichts mit Sex zu tun. Damit lässt sich keine Aufmerksamkeit erregen. Daher trifft mich der Vorwurf nicht, selbst wenn Sie ihn ernst gemeint hätten. Jeder Missbrauchsfall ist unfassbar schlimm, aber hat jemand jemals daran gedacht, was mit zu Unrecht angeklagten Männern passiert? Sexueller Missbrauch ist doch inzwischen sogar zu einer probaten Waffe in Sorgerechtsauseinandersetzungen verkommen. Ich weiß von zumindest einem Fall, in dem der zu Unrecht beschuldigte Vater sich das Leben genommen hat. Sind die Wormser Prozesse längst vergessen? Ich sage um Himmels Willen nicht, dass, wie bei der Wormser Hexenjagd, alle oder auch nur ein größerer Teil der Verdächtigten unschuldig sind. Ich möchte nur nicht wieder eine neue Hexenjagd erleben.

    Das hier ist lesenswert: http://barelyablog.com/?p=610
    Ilana Mercer, Tochter eines Rabbis, selber säkulär, hat keinen Grund, die katholische Kirche in Schutz zu nehmen.

    Oder das: http://en.wikipedia.org/wiki/Day_care_sex_abuse_hysteria
    Gerald Amirault hat 18 Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen. Auch dieser Fall hatte politische Brisanz.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Gerald_Amirault

    Ich denke auch, dass die “Reformpädagogik” und andere fortschrittliche, säkuläre Organisationen, die HU kommt mir grade in den Sinn oder Teile der Grünen, ihre Finger mindestens so tief im Mustopf des Kindesmissbrauchs stecken haben, wie die Katholische Kirche. Aber irgendwie ist Sex und Priester wohl irgendwie besonders geil (um einen Ausdruck zu verwenden, der vielleicht garnicht mehr Teil der Jugendsprache ist).

    Wenn die Leute anfangen werden, sich über die offene Hose des Dany le Rouge und über die philanthropischen Aktivitäten der HU aufzuregen, oder über die unglaubliche Verkommenheit des Pädagogik-Gurus von Hentig, der allen Ernstes unterstellt, dass DIE KINDER an der Odenwaldschule seinen Freund verführt hätten, fange ich an, mich über die Katholische Kirche aufzuregen.

  18. #119 | supercat sagt am 30. März 2010 um 17:43

    Der Bericht ist für mich wie ein Déjà-vu Erlebnis. Ich habe über 10 Jahre eine Waldorfschule in Süddeutschland, welche von meinen Eltern, Mitte der 70er Jahre mit gegründet wurde, besucht. Ich habe dort die schlimmsten Jahre verlebt, und jeden Tag den ich zur Schule musste gehasst. Hinter dem Schleier von natürlichen Farben und organischen Formen und der angeblichen Freundlichkeit, verbirgt sich ein System, was absolut Autorität ist, und einem in den Lerninhalten zum Teil den letzten Bockmist verzapft.
    Ich war unzählige Male Zeuge von Kindesmisshandlungen, wie Ohren ziehen, Haare rupfen, oder auch Ohrfeigen verteilen. Mitschüler und auch ich wurde gerne mal vor der Klasse erniedrigt, musste sich in die Ecke stellen u.v.m.. Niemand kann mir erzählen dies waren Ausnahmen, und anderen Waldorfschulen wäre dies anders. Das sind die Märchen die immer erzählt werden wenn es zu Kritik an Waldorfschule kommt, und ich hab Sie schon dutzende Male gehört. Seltsamer weise gibt es aber umso mehr Berichte von Ex Schülern, die alle von ähnlichen, schlechten Erfahrungen an Waldorschulen berichten. Natürlich sind das alles Einzelfälle, oder auch Behauptungen böser Eltern oder Kinder, die eine Wut auf das Waldorf-System haben.
    Es hängt aber nicht von der Schule oder den Lehrern ab, sondern von der Pädagogik. Und diese ist abstrus. Die angebliche Freiheit die ein Schüler genießt, gibt es gar nicht. Denn alles ist vorgekaut, und selbst die tollen Bilder, die die Lehrer an die Tafel malen, sind genau vorgeschrieben. Alles natürlich im Sinne von Rudi dem Gott. Sicher das ist vielleicht an vielen Schulen ähnlich, aber dort wird es nicht zur Religion erklärt. Das System teilt Kinder gerne auch in heimliche Hierarchien ein, auch wenn das gute Anthroposophen immer bestreiten. Die 4 Temperamente dienen dabei als Anhaltspunkte, und nur so viel: Wer Phlegmatiker ist hat die Arschkarte gezogen!
    .Das Wissen was vermittelt wird, ist teilweise sowas von unvollständig, und beruht oft mehr auf Behauptungen, als auf Erkenntnissen.
    Ich könnte Seiten voll schreiben, was ich für seltsame Dinge lernen musste. Hier mal ein paar Beispiele:
    -In Erdkunde lernte ich, dass es im Kongo primitive Stämme gibt, die nicht gesunde Kinder gleich nach der Geburt im Fluss ertränken.
    -Ich habe gelernt, dass die Erzvorkommen der Erde von Meteoriten stammen, die auf die Erde stürzten, dem sogenannten Sterneneisen.
    -Kartoffeln machen dumpf.
    -Ritter waren immer edel, so wie Parzival. Also, von der Leibeigenschaft keine Spur.
    -Und Bauern waren natürlich auch immer froh und genügsam, bis die schlimmen Maschinen kamen und der Kunstdünger.
    -Selbstverständlich war und ist jede Technologie des 20ten Jahrhunderts Ahrimanisch. Besonders natürlich das Fernsehen, aber auch das Radio, oder Musik aus der Konserve.
    Mein Abitur habe ich übrigens auf einer Gesamtschule gemacht. Leider reichten aber die Jahre dort nicht mehr ganz, mir beizubringen, was ein korrekter Zeichensatz und ein richtige Rechtschreibung ist. Naja, ich war halt schon immer, wie mal ein Klassenlehrer von mir sagte, ein großer Hans Guck-in-die-Luft.
    Dafür eine große Entschuldigung an alle Leser, und eine dicken Mittelfinger nach Dornach.

  19. #120 | Andreas Lichte sagt am 30. März 2010 um 18:25

    @ supercat

    Sie sind, wie Sie sagen, nicht der einzige, der schlechte Erfahrungen in der Waldorfschule gemacht hat. Und ich sammle sie, habe auch für die Veröffentlichung des Artikels, oben, gesorgt.

    Es wäre super, wenn “supercat” mich kontaktieren könnte, via Stefan Laurin, Ruhrbarone:

    stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

    Ihre Geschichte wird vertraulich behandelt.

  20. #121 | Mel sagt am 27. April 2010 um 10:56

    Wir machen gerade die schlimmste Zeit durch. Mein Sohn wurde in einer Waldorfschule misshandelt.Er wurde an den Haaren gezogen, auf den Boden geschmissen, geschüttelt und mit dem Kopf gegen die Tür geworfen. Er hatte jeden Tag Angst zur Schule zu gehen.
    Dieses liegt jetzt alles bei der Polizei, aber ich habe den Verdacht das wir nicht ernst genommen werden. Ich habe Angst um meinen Sohn, den die Erlebnisse in der Schule haben schon gereicht. Ich finde Gewalt gegenüber Schutzbefohlenen ist das allerletzte, aber ich weiß nicht ob wir den richtigen Weg gegangen sind(Polizei), da er alles nochmal durchleben muss und es eh wieder Aussage gegen Ausage sein wird.

  21. #122 | Andreas Lichte sagt am 27. April 2010 um 12:10

    @ Mel

    Bitte melden Sie sich bei mir. Kontakt über Stefan Laurin, Ruhrbarone:

    stefan.laurin(at)ruhrbarone.de

    Ihre Informationen werden VERTRAULICH behandelt. Ihr Name wird nicht genannt (so wie auch die Autorin des Artikels, oben, anonym blieb)

  22. #123 | Drei Gründe für die Waldorfschule « Aufklärung 2.0 sagt am 20. Mai 2010 um 21:50

    [...] ii Ruhrbarone: „Wie gut sind Waldorfschulen?“ – Erfahrungsbericht einer Mutter [...]

  23. #124 | labi sagt am 21. Juli 2010 um 19:45

    Ich habe mit Schrecken den Bericht gelesen, was ein unfähiger Lehrer.
    Allerdings liegt dies weder an Steiner, noch der Anthroposophie als solcher.

    Viele Dinge die hier runtergeputzt wurden sind einfach nicht verstanden worden und desweiteren gibt es solche schrecklichen Menschen, wie es der Lehrer wohl war, überall.

    Wieviele Menschen können von Mobbing am Arbeitsplatz/in der Schulzeit berichten?
    Wieso muss man sich also direkt auf die Waldorfpädagogik als “sekte” stürzen?

    Ich war 13 Jahre lang auf einer Waldorfschule, habe ein Ba-Wü Zentral-Abitur (dieses habe ich auch dort gemacht!!!!). Mein Jahrgang war übrigens der BESTE der Stadt.
    (Soviel mal zur Bildung).
    Viele meine Klassenkameraden sind irgendwann auf ein staatliches Gymnaisum, keiner wurde heruntergestuft.

    Einige aus staatlichen Schulen kamen zu uns…es gab nie Probleme die über den Normalfall hinausgegangen wären.

    Ich habe in meiner Schulzeit weder Steinertexte zu sehen bekommen noch irgendetwas von Ariman oder Atlantis gehört.

    Es gibt schlechte Waldorfschulen, alte, kleine, sehr versteinerte.

    Und es gibt größere, etablierte, sehr gut organisierte und extremst kompetente Waldorfschulen.

    Das Problem ist nicht die Pädagogik, sondern dass es unter den Anthroposophen eine Bewegung gibt, die nicht versteht, dass man Steiners IMPULSE als Grundlage und Richtung zu nehmen hat, jedoch nicht als Dogma.

    Desweiteren wollte Steiner eine Schule für Kinder, die später mit beiden Beinen in der Welt stehen.

    D.h. man benötigt selbstverständlich Informatik-Unterricht, man muss zeitgemäß unterrichten und über den Tellerrand blicken.

    Ich selbst bin angehende Waldorflehrerin, habe aber zuvor an einer staatlichen Universität auf Staatsexamen ein Studium begonnen.

    Ich komme aus einem nicht sehr anthroposophischen Elternhaus, jobbe nebenher in einem sehr “unwaldörflichen” Unternehmen und mein Freundes- und Bekanntenkreis ist mitnichten Anthroposophisch angehaucht.

    Ich verstehe nicht, wie man solch einen individuellen (schrecklichen!!!) Fall eines Kindes als Grundlage einer Verurteilung der Waldorfschulen nehmen kann,
    das ist unprofessionell und nicht wissenschaftlich.

    Übrigens muss man als Waldorflehrer keinesfalls Anthrposoph sein und im Waldorflehrerseminar bzw. an den Hochschulen (die inzwischen teilweise staatlich akkreditiert sind und Bachelor- bzw. Masterstudiengänge anbieten) wird man NICHT zum Steiner-Jünger erzogen.

    Es ist jedoch erstaunlich wieviele möchtegern-esoteriker sich dorthin begeben um auf einen Selbstfindungstrip zu gehen und sich dann wundern, wenn sie kein Diplom bekommen.

  24. #125 | labi sagt am 21. Juli 2010 um 20:00

    gerade habe ich noch gelesen, dass waldorfschulen Ausländerfreie Zone seien, haha.
    Wir hatten Schüler aus England, Belgien, Südafrika, Tansania, Schweden, der Schweiz und Italien in der Klasse.

    Schüleraustausche sind ein großes Thema und ansonsten sollte man sich vielleicht mal die Intigrative Waldorfschule in Mannheim ansehen… ich glaube es sind mehr als 85% der Kinder nicht Deutsch.

  25. #126 | Andreas Lichte sagt am 21. Juli 2010 um 21:38

    @ labi

    geh woanders spielen …

    .

    “Drei Gründe für die Waldorfschule

    (…) Viele Eltern wissen aber ganz genau, was sie tun, wenn sie sich für eine Waldorfschule entscheiden. Im folgenden werden drei Gründe für deren Schulwahl behandelt, die ich vorweg als Thesen formuliere:

    These I: Die Leistungen des Kindes sind zu schwach, um auf einer öffentlichen Schule zu bestehen. An der Waldorfschule sind die Abschlüsse leichter.

    These II: „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

    These III: „Man bleibt gern unter sich“ – in der Waldorfschule teilt man die „alternativen“, esoterischen Überzeugungen der Eltern.

    (…) „Man bleibt gern unter sich“ – Besserverdienende wollen eine Schule ohne Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen und ohne Ausländer.

    Spricht man mit Eltern über deren Beweggründe, sich für eine Waldorfschule zu entscheiden, so hört sich das oft so an, als lese man eine Imagebroschüre der Waldorfschulen. Fragt man freundlich aber beharrlich nach, so lösen sich die pastellfarbenen Traumbilder nach und nach in Luft auf. Und schliesslich hört man: „Ich wohne in (Berlin) Kreuzberg. Da schicke ich mein Kind doch nicht in eine Schule mit hohem Ausländeranteil!“

    Richtig, das hat der Autor so erlebt. Nur ein „Einzelfall“? Der ehemalige Waldorfschüler und Anthroposoph Sebastian Gronbach schreibt im anthroposophischen Magazin „info 3“, Zitat:

    „Ich konnte vor einigen Tagen erleben, wie die neuen Erstklässler eingeschult wurden. Zwei Schulen, zwei Bilder: Die Grundschule, eine Regelschule, feierte diesen Tag und begrüßte unter den Neuen ein gutes Drittel Kinder, mit dem, was man heute »Migrationshintergrund« nennt. (…)

    Der gleiche Tag, wenige Kilometer weiter. Eine Waldorfschule. Auch hier werden die neuen Kinder begrüßt. Das Bild unterscheidet sich kaum von dem in den vergangenen Jahren an dieser Waldorfschule: Kein einziges Kind mit Migrationshintergrund – doch; vor einiger Zeit gab es mal das Kind einer Anwaltsfamilie. Alle Kinder sprechen reines Deutsch. (…)

    Heute sind Waldorfschulen Eliteschulen (…)“

    Was Gronbach schildert, bestätigt auch eine Statistik des „Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen“ (KFN). In der „Studie 2005 – spezielle Befunde zu Waldorfschulen“ wurde der ethnische Hintergrund der Schüler erhoben. (…)”

    weiter: http://www.ruhrbarone.de/drei-grunde-fur-die-waldorfschule/

  26. #127 | doc sagt am 22. Juli 2010 um 18:40

    Ich war 2 Jahre in einer Praxis eines anthroposophischen Arztes als Assistenzarzt tätig.
    Das problem der anthroposophischen Bewegung ist meines Erachtens ein ganz fundamentales.Es wird versucht ,spirituelle Inhalte,Vorgaben oder Therapien anzuwenden,dies allerdings mit einem rein materiellen Denken.Deswegen gibt das z.T. die unsinnigsten Ergebnisse.
    Es wäre für die Anthroposophen sicher gut,sich an hand der Naturwissenschaften ein nüchternes ,klares Denken anzueignen ,und dann sich langsam an die Geheimlehre Steiners heranarbeiten.
    Sonst wird alles falsch.
    Wenn Labi angeblich noch nie was von Ahriman oder Luzifer gehört hat(übrigens von Steiner genial erfasst,eines der ganz grossen Taten Steiners) ,und das als angehende Waldorflehrerin und Waldorfschülerin,dann kann ich nur lachen.Ent weder sie lügt oder sie verdrängt.Das zeichnet eben die Ideologen aus.Sie wissen gar nicht,wie tief sie schon infiltriert sind.

  27. #128 | Andreas Lichte sagt am 23. Juli 2010 um 10:05

    @ doc

    interessant: Ein Arzt, der die Anthroposophie toll findet, und schreibt:

    “Ahriman oder Luzifer (von Steiner genial erfasst, eine der ganz grossen Taten Steiners)”

    Erklären Sie den Lesern doch mal das:

    „Das zeigt uns, wie Ahriman herangelockt wird an unseren eigenen Ätherleib durch Luzifer.“

  28. #129 | Andreas Lichte sagt am 23. Juli 2010 um 10:07

    Rudolf Steiner, „Die Offenbarungen des Karma“, GA 120, ACHTER VORTRAG Hamburg, 25. Mai 1910

    S. 156:

    „Das zeigt uns, wie Ahriman herangelockt wird an unseren eigenen Ätherleib durch Luzifer.“

    S. 169ff:

    „Nehmen wir an, eine ganze Anzahl von Menschen hätte sich wegen Lieblosigkeit gegen die Menschen hingezogen gefühlt, gewisse Infektionsstoffe aufzunehmen, um einer Epidemie zu verfallen. Nehmen wir weiter an, wir könnten gegen die Epidemie etwas tun. Wir würden dann in einem solchen Falle die äußere Leiblichkeit davor bewahren, die Lieblosigkeit zum Ausdruck zu bringen, aber wir würden dadurch noch nicht die innere Neigung zur Lieblosigkeit fortgeschafft haben.

    Denken wir uns aber den Fall so, daß wir, wenn wir das äußere Organ der Lieblosigkeit fortschaffen, die Verpflichtung übernehmen, auf die Seele so zu wirken, daß wir auch der Seele die Neigung zur Lieblosigkeit nehmen. Das Organ der Lieblosigkeit wird im eminenten Sinne getötet – im äußeren leiblichen Sinne – in der Pockenimpfung. Da zeigt sich zum Beispiel folgendes, was geisteswissenschaftlich erforscht ist: In einer Kulturperiode traten die Blattern auf, als die allgemeine Neigung bestand, im höheren Maße Egoismus, Lieblosigkeit zu entwickeln. Da traten die Blattern auf, auch in der äußeren Organisation; das ist so. Man ist in der Theosophie durchaus verpflichtet, die Wahrheit zu sagen.

    Nun können wir es begreifen, daß in unserer Zeit der Impfschutz aufgetreten ist. Wir können aber noch etwas anderes begreifen, daß nämlich bei den besten Geistern unserer Zeit etwas wie ein Widerwille gegen Impfung vorhanden ist. Das steht mit einem Inneren in Korrespondenz, das ist das Äußere eines Inneren. Und wir können jetzt sagen: Wenn wir auf der einen Seite das Organ töten, hätten wir auch die Verpflichtung, als Gegenstück dazu bei diesem Menschen den materialistischen Charakter durch eine entsprechende spirituelle Erziehung anders zu gestalten. Das müßte das notwendige Gegenstück sein. Wir leisten sonst nur halbe Arbeit. Ja, wir leisten nur eine Arbeit, zu der der Mensch selber in einer späteren Inkarnation in irgendeiner Weise wird das Gegenstück schaffen müssen, wenn er das Pockengift in sich hat und die Eigenschaft aus sich herausgeschafft hat, durch die man geradezu hinneigt zur Blatternerkrankung. Hat man die Empfänglichkeit für die Blattern herausgeschafft, so hat man nur die äußere Seite der karmischen Wirksamkeit ins Auge gefaßt. Wenn man auf der einen Seite Hygiene übt, muß man anderseits die Verpflichtung fühlen, den Menschen, deren Organisation man umgewandelt hat, auch etwas für die Seele zu geben. Impfung wird keinem Menschen schaden, welcher nach der Impfung im späteren Leben eine spirituelle Erziehung erhält. Wir haben die Waagschale zu stark zum Sinken gebracht, wenn wir nur auf die eine Seite abzielen und auf die andere keinen Wert legen. Das fühlt man im Grunde in den Kreisen, wo man sagt: Wo hygienische Maßregeln zu weit gehen, würden nur schwache Naturen fortgepflanzt. Das ist zwar unberechtigt; aber Sie sehen, wesentlich ist, daß man eine Aufgabe nicht ohne die andere übernehmen darf.

    Da kommen wir zu einem wichtigen Gesetz in der Menschheitsentwickelung, das so wirkt, daß immer ein Äußeres und ein Inneres sich die Waage halten müssen und daß man nicht bloß auf das eine sehen darf, sondern auch das andere nicht unberücksichtigt bleiben darf. Da sehen wir in einen großen Zusammenhang hinein und sind jetzt noch nicht einmal zur Behandlung der Frage gekommen: Wie verhalten sich Hygiene und Karma zueinander? Sie werden sehen, daß uns die Beantwortung dieser Frage noch tiefer hineinführt in das Karma. Und wir werden noch sehen, wie auch zwischen der Geburt und dem Tode des Menschen karmische Zusammenhänge bestehen und ferner, wie andere Persönlichkeiten hineinspielen in ein Menschenleben und wie sich der freie Wille des Menschen und das Karma im Einklange befinden.“

    Ganzer Vortrag: http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=1516:achter-vortrag-hamburg-25-mai-1910&catid=85:ga-120-die-offenbarungen-des-karma&Itemid=4

  29. #130 | Andreas Lichte sagt am 23. Juli 2010 um 10:09

    Mehr zur Impfgegnerschaft der Anthroposophie und der Waldorfschulen hier:

    „Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“

    http://waldorfblog.wordpress.com/2010/06/22/„masern-werden-von-waldorfschule-zu-waldorfschule-ubertragen%C2%A0…“/

  30. #131 | doc sagt am 23. Juli 2010 um 14:07

    ich finde nicht alles toll,was steiner gesagt hat.aber steiner hat begriffen,dass die geistige entwicklung eben dialektisch vorangeht(luzifer und ahriman),wie die moralische entwicklung durch die gegensätze von gut und böse voranschreitet.
    sätze die aus dem zusammenhang (context) gerissen sind ,werde ich nicht erklären.

    haben wir zu viel materialistische schulen,dann geht das pendel eben wieder zu den mehr spirituellen schulen(luzifer und ahriman)

    dialektik ist natürlich von dem grossen meister hegel zuerst klar definiert worden.
    der teufel ,das ist einseitigkeit und verbohrtheit.

  31. #132 | Andreas Lichte sagt am 23. Juli 2010 um 14:27

    @ doc

    Sie schreiben: “sätze die aus dem zusammenhang (context) gerissen sind, werde ich nicht erklären.”

    Ich habe Ihnen den Zusammenhang (Kontext) angegeben.

    .

    „Das zeigt uns, wie Ahriman herangelockt wird an unseren eigenen Ätherleib durch Luzifer.“ Rudolf Steiner

    Zusammenhang (Kontext): http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=1516:achter-vortrag-hamburg-25-mai-1910&catid=85:ga-120-die-offenbarungen-des-karma&Itemid=4

    .

    Zusammenhang (Kontext) für die Impfgegnerschaft von Anthroposophen und Waldorfschulen:

    „Masern werden von Waldorfschule zu Waldorfschule übertragen …“

    http://waldorfblog.wordpress.com/2010/06/22/„masern-werden-von-waldorfschule-zu-waldorfschule-ubertragen%C2%A0…“/

  32. #133 | Andreas Lichte sagt am 21. August 2010 um 14:10

    Neuer Artikel zur Waldorfschule (links zu den Quellen beim Originalartikel):

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„detlef-hardorp-der-berlin-brandenburgische-bullterrier-der-anthroposophischen-offentlichkeitsarbeit“/

    “Waldorfschule: „Detlef Hardorp, der Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“

    Jetzt ist schon wieder was passiert. Nein, keine Sorge. Der „Berlin-Brandenburgische Bullterrier der anthroposophischen Öffentlichkeitsarbeit“, Detlef Hardorp, hat kein Kind tot gebissen. Obwohl. Beschwören möchte ich das nicht– Von unserem Gastautor Andreas Lichte.

    Waldorfschule. So wie „kreativ“. Spiel ganz wichtig:

    – Helmut Meisenburg, Waldorflehrer, spielte mit seinen Schülern „Mundzukleben“, wenn es mal zu laut wurde. Kam gut an, sagt er selber.

    – Angelika Gilde, ehemalige Leiterin der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung

    Alte Ziegelei Rädel, führte als Schulsport Freistil-Ringen ein. Ihre Erfindung: der „Gilde-Griff“. Der Sieger stand schon vorher fest.

    – „Kinder spielen im Asbest“. Muss man erst mal drauf kommen. Findet auch die Berliner Morgenpost.

    – und der „Bund der Freien Waldorfschulen“ spielt „Monopoly“: Wenn man die Schulnachbarn nicht vor Gericht zum mitspielen bringt, hilft die gut gefüllte Schulkasse.

    Manche Eltern natürlich Spielverderber. Dann erklärt ihnen Detlef Hardorp noch mal die Regeln. Seine Freunde, die Anwälte, helfen ihm dabei. Und danach ist wieder Ruhe. Ich persönlich finde ja, Hardorp sollte mal die Mafia coachen, Omertà durchaus noch verbesserungsfähig. (…)”

  33. #134 | Andreas Lichte sagt am 21. August 2010 um 14:12

    Neuer Artikel zur Waldorfschule (links zu den Quellen beim Originalartikel):

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-detlef-hardorp-lautsprecher-der-anthroposophie/

    “Waldorfschule: Physik vom Hellseher

    Von Tobias Maier.

    Rudolf Steiner soll schon sechs Jahre vor Erwin Schrödinger (Nobelpreis für Physik 1933) die nach ihm benannte Gleichung erfunden haben. Dr. Detlef Hardorp, bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg und Anthroposoph zur Rolle Rudolf Steiners als Wissenschaftler: (…)”

  34. #135 | Andreas Lichte sagt am 21. August 2010 um 14:13

    Neuer Artikel zur Waldorfschule (links zu den Quellen beim Originalartikel):

    http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-lehrer-gesucht/

    “Waldorfschule: Lehrer gesucht!

    (…) Als besonderen Service bieten die Ruhrbarone ihren Lesern einen Schnell-Eignungstest an. Sie müssen nur die folgenden Fragen mit „Ja“ oder „Nein“ beantworten und schon wissen Sie, ob Sie für den Beruf des Waldorflehrers geeignet sind:

    – ist Eurythmie Kunst?

    – ist Rudolf Steiner ein bedeutender Naturwissenschaftler?

    – ist es Wissenschaft, wenn im Waldorf-Schulgarten Kuhhörner nach dem Mondkalender vergraben werden?

    Wer dreimal mit „Ja“ geantwortet hat, sollte unbedingt weiterlesen, um noch mehr über seinen Traumberuf zu erfahren (…)”

  35. #136 | Andreas Lichte sagt am 21. August 2010 um 14:17

    Neuer Artikel zur Waldorfschule (links zu den Quellen beim Originalartikel):

    http://www.ruhrbarone.de/eine-sekte-erinnerungen-an-die-waldorfschule/

    “Eine Sekte? Erinnerungen an die Waldorfschule

    Von Jo Frank

    (…) Die Patentante hatte sich von ihrem Mann getrennt und lebte nun mit einem neuen Herrn zusammen, einem Waldorflehrer. Dessen Name ist mir unbekannt: Wir hatten ihn MEISTER zu nennen.

    Ich kam also nach Graubünden auf eine Berghütte. In Erinnerung blieb mir, daß wir Kinder barfuß über die Stoppelfelder gejagt wurden zwecks Abhärtung und daß ganz heiß gebadet wurde – schmerzhaft heiß. Aus dem Boiler wurde nur das heiße Wasser benutzt, pur. Ob es daran liegt, daß ich bis heute keine Kinder habe? (…)”

  36. #137 | Waldorfschule Schloss Hamborn, das anthroposophische Zentrum in Ostwestfalen | Ruhrbarone sagt am 26. August 2010 um 10:10

    [...] Mir muss nicht extra gesagt werden, dass man als (zukünftiger) Waldorflehrer Teil einer grossen Gemeinschaft ist, die höhere Ziele verfolgt: „Die Welt wird zum Tempel, die Welt wird zum Gotteshaus“, sagt Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorf-Pädagogik. Für Steiner ist die Waldorfschule der „praktische Beweis für die Durchschlagskraft der anthroposophischen Weltorientierung.“ Nicht weniger. Und die Anthroposophie ist Steiners Haus-Religion: Steiner ist ihr selbsternannter Prophet, Hellseher, dessen Worte Offenbarungscharakter besitzen. Und schon erschallt – Hosianna! – das allgegenwärtige „Rudolf Steiner hat gesagt …“ [...]

  37. #138 | Von hier dringt niemals etwas nach draußen! « Aufklärung 2.0 sagt am 27. August 2010 um 16:11

    [...] Mir muss nicht extra gesagt werden, dass man als (zukünftiger) Waldorflehrer Teil einer grossen Gemeinschaft ist, die höhere Ziele verfolgt: „Die Welt wird zum Tempel, die Welt wird zum Gotteshaus“, sagt Rudolf Steiner, der Begründer der Waldorf-Pädagogik. Für Steiner ist die Waldorfschule der „praktische Beweis für die Durchschlagskraft der anthroposophischen Weltorientierung.“ Nicht weniger. Und die Anthroposophie ist Steiners Haus-Religion: Steiner ist ihr selbsternannter Prophet, Hellseher, dessen Worte Offenbarungscharakter besitzen. Und schon erschallt – Hosianna! – das allgegenwärtige „Rudolf Steiner hat gesagt …“ [...]

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