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1. Mai: Antisemitischer Zwischenfall in Duisburg – Muslimische Jugendliche greifen Israelflagge an

Gestern lief die nationalsozialistische Splitterpartei Die Rechte durch Duisburg – die Ruhrbarone haben im Liveticker berichtet.

Am Rande der Gegendemonstration kam es zu einem antisemitischen Zwischenfall.

Diese Thematik wurde zwischenzeitlich mit aktuelleren Informationen in einem neuen Artikel veröffentlicht.

Update: 1. Mai: Antisemitischer Zwischenfall in Duisburg 

Bei der Abschlusskundgebung des antifaschistischen Jugendbündnisses RiseUp, an der Pauluskirche in Duisburg-Hochfeld, versuchte eine Gruppe arabischstämmiger Jugendlicher, eine Israelflagge runterzureißen und zu bespucken.

Ein kleines Update um 16:20 Uhr:  Das Jugendbündnis RiseUp hat sich zu den Vorfällen geäußert. Hier die Erklärung im Wortlaut:

Wir haben erst nach unserer Demo über Twitter erfahren, dass es offenbar zu antisemitisch motivierten Attacken auf israelsolidarische Menschen gekommen sein soll. Wir klären gerade ab, was, wo, wie genau passiert ist. Inhaltlich können wir nur wiederholen, was wir schon im Aufruf zur Demo und in den Redebeiträgen gesagt haben: Wir stellen uns gegen jeden Antisemitismus. Soziale Kämpfe müssen wir nicht nur beim Kampf gegen Ausbeutung führen, sondern auch gegen den Antisemitismus.

Update 03.05.2019, 07:33h – Die Antideutsche Aktion Koblenz hat sich, als betroffene Gruppe, geäußert.

Die Ruhrbarone haben zum Flaggengate in Hochfeld gefragt: Können wir weitere Informationen zu diesem Vorfall mit der Israelfahne in Duisburg haben?

Thomas (Antideutsche Aktion Koblenz):

Ja klar, es gab bei uns mindestens drei Zwischenfälle. Zuerst an der Strecke der Nazis, da wurden wir von eine Gruppe Antiras angepöbelt. Dann kurz nach dem die Demo startete, war ein kleiner Junge, der schon die ganze Zeit in der Nähe der Demo rum lief, der mir die Fahne von der Stange reißen wollte, dann würden wir vor der Islamischen Gemeinde abfotografiert von Leuten, die uns anpöbelten als wir uns versucht haben gegen dieses fotografieren zur Wehr zu setzen und die Polizei einschalteten. Die nichts tat. Als die Demo weiter ging, gingen wir an den Personen wieder vorbei und sie mindestens einer von ihnen zeigte uns den Mittelfinger. Und dann versammelte sich hinter der Polizei größere Gruppen von Menschen, die während der Demo scheinbar hinter der Polizei herliefen, die uns offensichtlich nicht wohl gesonnen gegenüber standen. Wir wollten nicht riskieren länger zu warten und am Ende noch schwer verletzt werden, also sind wir in den Bahnhof gegangen und sind dann gelaufen, weil der nächste Zug schon innerhalb zwei Minuten fahren sollte.

Die Übergriffe, die stattfanden außer die Pöbelei auf der Kundgebung an der Strecke der Nazis gingen von Ortsansässigen aus. Die wir, genau wie RABA, als Türkisch oder Arabisch stämmig bezeichnen würden. Als wir von der Kundgebung zur Demo gehen wollten, sollte ich laut eines Polizisten die Fahne einrollen, um durch die Fressmeile zu gehen. Er dachte dabei offensichtlich an meinen Selbstschutz. Trotz eingerollter Fahne konnte ich sehen, wie Passanten wahrscheinlich Anwohner an denen wir vorbei gingen auf die Blauweiße Fahne reagierten und sie anstarrten.

Antideutsche Aktion Koblenz: Screenshot vom Posting zum Flaggengate auf der Facebook-Seite.

Antideutsche Aktion Koblenz: Screenshot vom Posting zum Flaggengate auf der Facebook-Seite.

Weitere Informationen dazu auch auf der Facebook-Seite der AAK…

RuhrBarone-Logo

12 Kommentare zu “1. Mai: Antisemitischer Zwischenfall in Duisburg – Muslimische Jugendliche greifen Israelflagge an

  • #1
    Thommy

    Woher wissen Sie, dass es sich bei den Jugendlichen, die versucht haben sollen, eine Israelflagge zu entreißen und zu bespucken, um Muslime bzw." islamische Antisemiten" handelte ?

  • #2
    Stefan Laurin

    @Thommy: Weil sie offenbar türkische und/oder arabische Wurzeln hatten.

  • #3
    ke

    Eine zentrale Frage bleibt dann, wer konkret die jungen Menschen dazu bringt, ein solches Verhalten zu zeigen. Hier muss der Staat ein klare Haltung zeigen.

    Laissez-faire wie im Artikel über HH ist deshalb dringendst zu untersuchen.

  • #4
    Helmut Junge

    @Ke,
    Ja, wer steckt dahinter? Wer verharmlost so etwas? Alle, die das bisher gerechtfertigt haben, hatten sich hinter Nicknamen versteckt.

  • #5
    guyofchrisburn

    Also weil ein Mensch so aussieht, dass ersie arabisch oder türkisch sein könnte ist ersie auch Muslem?

    Sorry das ist echt Kackscheiße

    Desweiteren ist doch wirklich klar, dass bei einer Antifaschistischen Kundgebung vieler Menschen aus allen Lagern der Antifa, auch Menschen anwesend sein werden, die Antinational sind. Deswegen wäre es ebenso möglich, dass die Störer aus dieser Ecke kamen. Schonmal drüber nachgedacht?

  • #6
    Stefan Laurin

    @guyofchrisburn: Vielleicht waren es ja auch Schlümpfe – ich leite das an unsere Betroffenheitsberatungsabteilung weiter.

  • #7
    guyofchrisburn

    @ Stefan Laurin
    "Vielleicht waren es ja auch Schlümpfe – ich leite das an unsere Betroffenheitsberatungsabteilung weiter."
    Tolle Antwort, so sachlich fundiert und Realitätsbezogen…Super!
    Das spiegelt das Niveau.

  • #8
  • #9
    Helmut Junge

    @Kerl von … Es gibt im Internet kein allgemeingültiges Niveau. Das Niveau entsteht immer erst im Kopf des Rezipienten.
    Ich z.B. mußte bei den letzten Kommentaren leicht grinsen.
    Vorher dachte ich noch, daß ich für die Betroffenheitsberatungsabteilung der richtige Ansprechpartner sein könnte. Nein, klappt nicht.
    Wahrscheinlich ist @Nina da einfühlsamer als ich. Frag sie.

  • #10
    Thommy

    Als einer der Betroffenen der Attacken, kann ich sagen, dass mich ein Polizist zum Selbstschutz die Fahne für den Weg von der Kundgebung gegen die Partei die Rechte zur Demo, auf der „fressmeile“ eingerollt zu lassen. Ich spürte trotzdem böse Blicke, die gebannt auf meine eingerollte Fahne starrten. Als die Demo los ging griff meine Fahne ein ca 6 jähriger Junge an, der vermutlich dort wohnte.

  • #11
    Valk Von Vallendar

    Ich vermute die Angreifer auf israelsolidarische Demonstranten kommen aus buddistischen oder frei-kirchlischen Kreisen….eventuell auch Freimaurer, Hindus oder Yedis…Wer etwas anderes verbreitet ist ein Rassist….oder waren es doch die "atheistischen Kurden"???

  • #12
    Holger Lippert

    …es deprimiert zutiefst, so viel verdruckstes Zeug zu hören und zu lesen – vorbei an den jeweils Schuldigen, die alle glauben, ‚in Gottes Namen’ zu handeln – und die sich in diesem Irrtum alle einig sind…

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