27.09.2025: 12.000 Terror-Fans marschierten durch Düsseldorf

Düsseldorf: Gemeinsam protestieren gegen den islamistischen Terror und für Frieden (Foto: Peter Ansmann)
Düsseldorf: Gemeinsam protestieren gegen den islamistischen Terror und für Frieden (Foto: Peter Ansmann)

Gestern fanden in Berlin und Düsseldorf „Demonstrationen für Gaza“ statt: Ab 14:45 Uhr versammelte sich am Graf-Adolf-Platz in Düsseldorf Gegendemonstranten, die ihre Solidarität mit Israel, das am 7. Oktober 2023 aus Gaza angegriffen wurde und immer noch aus dem Terrornest und dem Jemen, über die Proxies des iranischen Mullah-Regimes, beschossen wird.

Für die Ruhrbarone habe ich gestern die Gegendemo begleitet.

Keine Bühne für Judenhass (Foto: Peter Ansmann)
Keine Bühne für Judenhass (Foto: Peter Ansmann)

Propagandakrieg der Hamas

Die Regierung in Gaza, die Hamas, hat seit dem Beginn des Antiterrorkampfs im Gazastreifen die Option, diesen Waffengang zu beenden: Durch Kapitulation und Freilassung der Geiseln. Die Hamas verweigert dies bisher, plündert Hilfslieferungen, die für die Bevölkerung in Gaza gedacht sind und zieht den Konflikt in die Länge.

Der Krieg gegen Israel ist für die Hamas nicht zu gewinnen. Der mediale Krieg, in der öffentlichen Meinung schon. Mit dieser Strategie ist die Hamas, leider, erfolgreich. Der Terrorangriff des 7. Oktober 2023 wird aktuell belohnt: Großbritannien, Spanien, Frankreich, andere Länder wollen einen Staat „Palästina“ anerkennen, dass sämtliche Angebote Israels in der Vergangenheit, Land gegen Frieden zu tauschen, abgelehnt wurden, spielt in der aktuellen Debatte keine Rolle. Die israelische Politologin Einat Wilf brachte es vor einer Woche in der WELT auf den Punkt:

Wenn palästinensische Führer behaupten, zwei Staaten zu wollen, meinen sie in Wahrheit zwei arabische Staaten: einen arabischen Staat ohne Juden im Westjordanland und im Gazastreifen – und einen weiteren arabischen Staat, der Israel ersetzen soll.

In der politisch-ideologischen NS-Schrift „Mein Kampf“ schrieb Adolf Hitler über seine Propaganda:

„In der Größe einer Lüge liegt immer ein gewisser Faktor des Geglaubtwerdens, da die breite Masse eines Volkes bei der primitiven Einfalt ihres Gemüts einer großen Lüge leichter zum Opfer fällt, als einer kleinen, da sie selber ja wohl manchmal im Kleinen lügt, jedoch vor zu großen Lügen sich schämen würde.“

Antisemiten greifen heute auf dieses Konzept ihres Vorbildes zurück. Die gebetsmühlenartige  Wiederholung von Begriffen wie „Genozid“ und „Völkermord“, wenn es um den Kampf gegen die Hamas geht, greift. Das Opfern der eigenen Bevölkerung vor der Weltöffentlichkeit macht für die Hamas Sinn. Der ehemalige israelische Regierungssprecher Eylon Levy äußerte sich gestern in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung zum Krieg und Propagandakrieg gegen Israel und erklärt, wie der Krieg in Gaza sofort beendet werden könnte:

Jüdische Allgemeine: Wie begegnen Sie Anschuldigungen wie »Völkermord«?

Eylon Levy: Der größte Fehler ist, überhaupt auf diese Anschuldigung zu reagieren, weil man ihr so Glaubwürdigkeit verleiht. Sie ist absurd: Israel führt einen Krieg, der ihm von einer genozidalen Terrorgruppe erklärt wurde, deren Ziel die Zerstörung Israels ist. Kein Militärexperte wiederholt diese Vorwürfe, weil man den Unterschied zwischen Völkermord und Krieg genau kennt. Der Krieg könnte sofort beendet sein, wenn die Hamas die Geiseln freilässt, ihre Waffen niederlegt und die Macht abgibt.

Die gestrigen Demonstrationen gegen den „Genozid“ haben ein Ziel: Die Lüge über einen Genozid am Leben zu erhalten. Quellen für den „Völkermord“ sind eher ominös. Wie z.B die „International Association Of Genocide Scholars“ – in der jeder Mensch für 125 Dollar pro Jahr zum „Genozid-Forscher“ werden kann.

Die Frage, wieso Israel Soldaten, die auch sterben, nach Gaza schickt und nicht am Tag nach dem 7. Oktober 2023 mit einer massiven Bombardierung aus Gaza einen Parkplatz gemacht hat – mit massiven Verlust von Menschenleben – wird nicht mehr gestellt.

David gegen Goliath

Während ich gestern um 14:45 Uhr am Ort der Gegendemonstration eintraf, formierte sich an der Karlstraße / Friedrich-Ebert-Straße die Demonstration der Hamas-Fans. Jennifer M. – eine gute Freundin von mir – war dort vor Ort und wurde Zeugin, als Birte Döpke (Team Todenhöfer) das Mikrofon ergriff um eine antisemitische Verschwörungstheorie – von den „Juden, die die Welt beherrschen“ – zu verbreiten: „Es geht darum, dass der Zionismus, wie ein Krebsgeschwür, in unsere Welt gewandert ist. … Er steuert die Regierenden.

Die anderen Redebeiträge waren wohl nicht besser. Zeitgleich trafen immer mehr Menschen bei der Gegendemo ein. In der Spitze habe ich etwa 160 Teilnehmer gezählt. Viele kenne ich von den Run-for-their-Lives-Spaziergängen in Düsseldorf. Auf Transparenten, Flaggen und Schildern wird auf das Schicksal der Geisel, darunter auch mehrere deutsche Staatsbürger, hingewiesen. Viele Exiliraner haben die alten iranische Staatsflaggen dabei und Schilder, auf denen das islamistische Terrorregime in Teheran kritisiert wird. Es gibt Redebeiträge: Der Angriff der Hamas, die sexualisierte Gewalt der Islamisten und die Geiseln stehen im Mittelpunkt.

Es dauert, weil sich der Abmarsch der Islamistentruppe wegen des voranfahrenden Motorradkorsos verzögert hat, eine Weile, bis der Demonstrationszug den Graf-Adolf-Platz passiert. Um 16:20 Uhr erscheinen die ersten Polizeiwagen und ein Wasserwerfer, der nicht zum Einsatz kam. Anschließend folgt der Demonstrationszug. Palästina-Flaggen machen den Großteil der Demonstration aus. Flaggen der MLPD und anderer linker Splittergruppen sind, neben Fahnen, auf denen das Konterfei Ché Guevaras zu sehen ist, zu sehen. Auf Schildern stehen Fake-News zu Israel und zum Genozid. Das, was zu erwarten war. Die Demonstration wird live nach Gaza übertragen, was ohne Hamas-Verbindungen kaum möglich wäre. Das Internet in Gaza scheint intakt zu sein.

Der Sudan und der Kongo wird auf den Transparenten und Schilder nicht erwähnt. Die Demonstration findet unter der dem Motto „Größte Demo Deutschlands – Free Palestine, Free Kongo, Free Sudan und alle unterdrückten Völker der Welt“ statt. Gefühlt dauert der Marsch der Israelhasser ewig. Ich schätze irgendwas zwischen 10.000 und 20.000 Teilnehmern, laut Polizei waren 12.000 Demonstranten am Start.

Auf der kleineren Gegendemo erfährt man, wie sich David beim Kampf gegen Goliath gefühlt haben muss. Wobei die Sache damals für Goliath nicht gut ausging, was Hoffnung gibt. Die kleinere Truppe der Gegendemo begrüßt die Terror-Fans mit Sprechchören: „Wo sind die Geiseln?“ und „Free Gaza from Hamas!“ wird lautstark in Richtung der Demonstration skandiert.

Düsseldorf: Gemeinsam protestieren gegen den islamistischen Terror und für Frieden (Foto: Peter Ansmann)
Düsseldorf: Gemeinsam protestieren gegen den islamistischen Terror und für Frieden (Foto: Peter Ansmann)

Gegen 17:15 Uhr verschwindet der Demozug der Israelhasser aus dem Blickfeld. Wir ziehen weiter, über die Königsallee und Immermannstraße in Richtung des Schadowplatzes. Die Hamas-Fans halten hier ihre letzte Kundgebung ab.

Iraner pushen Gegendemo

Die Stimmung in der inzwischen (etwas) personell ausgedünnten Gruppe der Gegendemo ist gut, was auch/sehr mit dem Elan und der lautstarken Unterstützung der etwa 20 anwesenden Exiliraner zu tun hat.

Die Hamas-Fans halten hier ihre letzte Kundgebung ab, die laut Polizei erst gegen 20:45 Uhr beendet wurde. Lange davor, gegen 18:50 Uhr endete die Gegenkundgebung.

Wissend, dass man sich bald wiedersieht. Beim nächsten Run-for-Lives oder beim Gegenprotest gegen die regelmäßig stattfindenden Aufmärsche der Antisemiten.

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[…] gegen Antisemitismus Koblenz zum Protest in Düsseldorf (siehe Instagram), sowie den Beitrag bei Ruhrbarone.de, wo sich auch ein Auszug der Rede der Bielefelderin […]

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