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4:4 nach 0:4: Schalke punktet doch noch im Derby, legt dabei Schwächen des BVB gnadenlos bloß

Die Südtribüne in Dortmund vor dem Derby. Foto: Ruhrbarone

Wollen wir heute Abend hier schon kurz über das Revier-Derby reden? Ich eigentlich nicht wirklich, ehrlich gesagt, da mein favorisierter Club aus Dortmund nach einer tatsächlich historischen Peinlichkeit ein sicher wirkendes 4:0 zur Pause noch hergeschenkt hat, und am Ende sogar fast noch verloren hätte.

Das spektakuläre 4:4 zwischen dem BVB und den Schalkern kennt am Ende eigentlich, trotz der Punkteteilung für die Statistik, einen ganz klaren Gewinner und einen Verlierer. Und auch dass der gefühlte Verlierer hier natürlich der BVB ist, das dürfte für alle hier unstrittig sein. Der gewonnene Punkt der Schwarzgelben fühlt sich nach einer bitteren Niederlage an.

Bewundernswert auf der anderen Seite vor allem die tolle Moral der ‚Knappen‘. Wer nach einem 0:4-Rückstand noch den Willen und die Kraft aufbringt das Spiel wieder auszugleichen, damit nicht nur viel Moral zeigt, sondern letztendlich auch einen zwischendurch nicht mehr für möglich gehaltenen Zähler mit aus dem Westfalenstadion nimmt, der hat sich sicherlich dadurch heute auch den Respekt vieler BVB-Anhänger verdient. Und das  zu Recht!

So etwas hat es, wie ich gerade schon anderswo gelesen habe, in der Liga seit über 40 Jahren nicht mehr gegeben. Da darf man also schon stolz drauf sein als Königsblauer!

Die Schalker zeigten, begünstigt von einem krassen Leistungsabfall der Gastgeber, in der zweiten Hälfte genau das, was die Dortmunder einmal mehr nach dem Wechsel komplett vermissen ließen.

Und währen sich Domenico Tedesco auf der Gästebank nach Schlusspfiff doch noch emotional über etwas Zählbares freuen durfte, müsste BVB-Übungsleiter Peter Bosz nach dem Abpfiff einmal mehr einen nicht zu erklärenden Leistungsabfall seiner Truppe erklären. Besser gesagt, er hat es einmal mehr versucht. Gelungen ist ihm dies nicht.

Wirklich zu erklären ist das Alles aus Sicht der Schwarzgelben inzwischen aber auch tatsächlich schon längst nicht mehr. Immer mehr deutet somit aktuell auf die Notwendigkeit eines raschen Trainerwechsels in Dortmund hin, wenn man die Saison, welche doch so toll gestartet war, am Ende nicht noch völlig ruinieren will.

Zunächst heißt es im BVB-Lager heute einmal durchatmen und den aktuellen Schmerz in den nächsten Stunden zu verarbeiten, während die Königsblauen sicherlich einen (zwischendurch schon recht unerwartet) schönen Samstagabend vor sich haben dürften.

Weitere Gedanken dazu meinerseits dann jedoch erst in den nächsten Tagen. Manchmal ist es eben deutlich besser sich noch durch die Emotionen des Spiels beeindruckt nicht unverhältnismäßig in Rage zu reden bzw. zu schreiben. 😉

Daher an dieser Stelle aktuell nur kurz: Glückwunsch nach Gelsenkirchen! Ihr könnt heute besonders stolz auf Euer Team sein! Als BVB-Sympathisant geht man an diesem Samstag vermutlich mal besser etwas eher ins Bett….

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64 Kommentare zu “4:4 nach 0:4: Schalke punktet doch noch im Derby, legt dabei Schwächen des BVB gnadenlos bloß

  • #1
    Klaus Lohmann

    Offenbarungseid, gnadenlos. Für den grandios inhaltsleeren Trainer, für die in allen Belangen mit dem Siegen-Wollen überforderte Mannschaft und für die stummen Verantwortlichen in der Vereinsführung. Eine bodenlose Frechheit, dieses Spiel.

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ich hatte schon während des Spiels so ein Gefühl…. Ist bei mir aber nicht ungewöhnlich. Bin immer skeptisch. Und häufig kommt es dann halt auch so 😉 Zumindest gefühlt…. Heute dann wirklich mit aller Brutalität. Und ich habe heute nicht einmal Alkohol im Haus 😉 😀

  • #3
    thomas weigle

    @Robin Was muss ich lesen? Kein Alkohol im Haus? Nicht mal "Dattelner Kanalwasser" für die schwere Stunden des Fans? TTSTSTS… Ich habe für solch schwer Stunden immer Äpller oder "Flaschbier" im Haus. Prost.

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Thomas: Nein heute nicht. Ich will nächste Woche zum Arzt zur Blutentnahme, um ehrlich zu sein. Da muss es heute die bittere Zitronenlimonade tun, welche ich im Kühlschrank hatte. Das passt ja auch irgendwie 😉 😀

  • #5
    Tobias

    Das Spiel heute war eine Achterbahnfahrt für meine Gefühle. Zwischendurch habe ich gedacht der Tag ist gelaufen. Aber zum Glück kam es anders. Es war so geil den Willen der Mannschaft zu sehen. Eines unserer großen Probleme der letzten Jahre, das Spiele zu leicht hergeschenkt wurden, und der WIlle eben nicht erkennbar war. Heute war es anders. Wer sich auswärts noch 4 Tore zum Ausgleich holt… Geil. Eines der besten Derbys der letzten Jahre.

  • #6
    Lukas N.

    Was für eine Achterbahnfahrt! Unglaublich! Erst passt alles und dann nichts mehr! Als BVB-Fan wäre man vor dem Spiel auch mit einem Unentschieden zufrieden gewesen, vorausgesetzt man sieht ein gutes Spiel, in dem die Mannschft 90. Minuten alles gibt. Aber wenn man einen toll herausgespielten 4 : 0-Vorsprung noch herschenkt, dann ist das wirklich peinlich.

    In der Halbzeitpause waren meine Fußballkumpels schon schwer am jubeln und ich sagte nur, Leute, es gibt doch auch noch eine zweite Halbzeit. Denn leider war es ja zuletzt mehrfach so, dass der BVB in der zweiten Halbzeit deutlich abgebaut hat und so war es auch diesmal. Vermutungen, in der Saisonvorbereitung sei nicht hart genug gearbeitet worden, die Mannschaft sei nicht fit, bekommen so neue Nahrung.
    Konnte man zunächst noch damit zufrieden sein, dass sich der Trainer endlich taktisch flexibel zeigte und ein System auf den Platz brachte, dass zunächst voll und ganz aufgegangen ist, war er erneut nicht in der Lage, die immer schwieriger werdende Situation in der zweiten Halbzeit gegen ein Herne West, das eine gute Moral zeigte, zu meistern.
    Natürlich hat auch Aubameyang eine Mitschuld, denn er hätte das fünfte Tor machen oder zu einen Mitspieler passen müssen und er hat eine völlig überflüssige gelb-rote Karte verursacht, aber dennoch muss man einen solchen Vorsprung ins Ziel bringen.
    Beim Stande von 4 : 2 wechselt Bosz doch tatsächlich Guerreiro aus und bringt Jungtalent Zagadou in einer derart aufgeheizten Atmosphäre. Der hat dann eine Mitschuld getragen am dritten und am vierten Tor der Schalker.
    Bosz hat in der Schlussphase des Spiels erkennbar die Übersicht verloren, war nicht in der Lage, richtige Maßnahmen zu treffen, um den Sieg über die Bühne zu bringen. Und falls das Team wirklich nicht fit genug sein sollte, wäre das auch Trainerverantwortung.

    In der CL spielte der BVB die schlechteste Gruppenphase seiner Geschichte, blamierte sich sogar zweimal gegen Nikosia, muss sogar immer noch um das weiterspielen in der EL zittern. In der Liga ist der BVB jetzt eine gefühlte Ewigkeit ohne Sieg, wurde einige Plätze nach hinten durchgereicht, kann den Abwärtstrend einfach nicht stoppen, verschenkte unnötig Punkte. Es stellt sich mittlerweile die Frage, ob Bosz überhaupt in der Lage ist, auf diesem Niveau zu trainieren, ob die Mannschaft überhaupt fit genug ist usw.

    Normalerweise darf man einen neuen Trainer so früh in der Saison noch nicht in Frage stellen, muss ihm Zeit geben, aber es sieht bereits alles danach aus, dass es mit Bosz und dem BVB einfach nicht passt. Man hat auch nicht mehr das Gefühl, dass mit Bosz noch eine nachhaltige Trendwende gelingen kann.
    Ein Saisonziel wurde bereits früh verfehlt, nämlich das überwintern in der CL. Richtig Alarm ist dann, wenn selbst das Mindestziel, einen CL-PLatz in der Liga zu erreichen, in Gefahr geraten sollte. Und selbst da muss man jetzt aufpassen, dass man oben den Anschluss nicht verliert.

    Auch für die Bosse wäre es eine Niederlage und sie wären in der Mitverantwortung, wenn man sich derart früh vom neuen Trainer trennen müsste, aber im Interesse des Klubs müssen sie jetzt handeln. Wie schon an anderer Stelle erläutert, gibt es fü die Bosse keinen Anlass, selbst Konsequenzen zu ziehen, wenn man sich jetzt schon vom Trainer trennen müsste, denn sie leisten seit mehr als 10 Jahren sowohl im sportlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich gute Arbeit. Da kann man auch ihnen mal eine schwächere Phase und Fehler zugestehen, aber sie müssen jetzt auch mal wieder die Kurve bekommen, was sowohl Selbstkritik als auch endlich wieder richtige und klare Entscheidungen und Weichenstellungen voraussetzt.

    Sollte man sich jetzt schon von Bosz trennen müssen, wofür einiges spricht, steht man vor dem großen Problem der Lösung der Nachfolgefrage. Denn auf Anhieb drängt sich niemand auf, der sowohl bereit als auch in der Lage wäre, den BVB in dieser schwierigen Situation als Trainer zu übernehmen.
    Es bleibt also unruhig beim BVB, die Lage ist sehr angespannt und schwierig, es bleibt also spannender als es sein müsste.

    Kann es sein, dass man sich beim BVB sagte, bei Herne West ist plötzlich alles so harmonisch und ruhig, selbst der Fleischfabrikant hält sich die ganze Zeit öffentlich zurück, man zeigt einen langen Atem und Geduld, also müssen wir mal jetzt für einige Zeit die Rolle des Reviernachbarn übernehmen und ein bischen für Chaos sorgen 🙂
    Das ist natürlich Galgenhumor, aber es besteht auch die Hoffnung, dass es bald wieder bessere Nachrichten und bessere Stimmung rund um den BVB gibt.

  • #7
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Der BVB hat eindeutig ein Kopfproblem. Dass der Kader grundsätzlich gut genug ist, das konnte man ja auch gestern in Halbzeit Eins sehen, auch wenn die Führung etwas zu hoch war. Und dafür ist der Trainer letztendlich verantwortlich. Sowas kann sicherlich mal passieren, aber diese Schwankungen kommen in Dortmund ja seit Oktober in unschöner Regelmässigkeit vor. Mit dem vorläufigen Höhepunkt am Samstag. Und der Trainer bekommt es einfach nicht in den Griff.

  • #8
    ke

    Es hat sich aktuell überall herumgesprochen, dass der BvB nicht in der Lage ist 90 Minuten konzentriert zu spielen. Deshalb schalten die Gegner auch in schwierigen Situationen nicht in den Schongang.

    Die ersten 30 Minuten waren ein Katastrophenspiel von Schalker Seite, während beim BvB alles klappte (Hand, Eigentor).

    Insgesamt war das eher ein Armutszeugnis für den dt. Fußball. Mit Kampf und offenem Schlagabtausch werden wir international nur wenig erreichen.

  • #9
    Jupp Schmitz

    @robin,
    bei vier Toren Vorsprung ist mir der Trainer herzlich egal, das Kopf Problem haben die Spieler! Entweder ich glaub an mich oder eben nicht. Das wird auf dem Platz entschieden (okay, der Spruch kommt von s04!?). Einziger Trost: auch einem späteren Weltmeister ist ein 4:0 schon mal abhanden gekommen.
    Bis dahin meine ich, ein klares 0:1 hätte dem BVB wesentlich mehr geholfen. So wird es nur noch weiter abwärts gehen bis zur Winterpause.
    Meinem SV Werder Bremen kann das natürlich nur recht sein 😉

  • #10
    Lukas N.

    @Robin Patzwaldt zu #7
    Der BVB hat nach wie vor den nach den Bayern zweitstärksten Kader der Liga. Man kann zwar die eine oder andere Personalie hinterfragen und überlegen, wo man sich noch stärker aufstellen müsste, aber an der Qualität des Kaders liegt es nicht.

    Aufgrund des Abwärtstrends der letzten Wochen ist die Mannschaft natürlich verunsichert, stellt derzeit ein fragiles Gebilde dar, ein Kartenhaus, welches bei etwas Gegenwind leicht zusammenbrechen kann. Insoweit kann man auch von einem Kopfproblem sprechen, aber es deutet doch immer mehr darauf hin, dass auch die Trainingssteuerung des neuen Trainers nicht optimal war und ist, dass es der Mannschaft auch an körperlicher Fitness mangelt.

    In der zwiten Halbzeit baut die Mannschaft regelmäßig ab, kann nicht mal einen 4 : 0-Vorsprung in einen Sieg retten. Die Mannschaft ist offensichtlich sowohl mental als auch körperlich nicht in bester Verfassung und der Trainer hat bei seinen Personalentscheidungen und seinen Umstellungen und Wechseln während des Spieles regelmäßig keine glückliche Hand.

    Vor jedem Spiel erklärt Bosz, das Spiel müsse auf jeden Fall gewonnen werden, er wolle gewinnen. Und nach den Spielen hören wir immer die selben ratlosen Formulierungen.

    Es ist jetzt kaum noch vorstellbar, dass Bosz den Laden noch in den Griff bekommen und für eine nachhaltige Trendwende sorgen kann.
    Ich bin wie alle Fans sehr gespannt darauf, was man heute von den Bossen so zu hören bekommt. Es ist ja Versammlung und da müssen die sich äußern.

  • #11
    Dong F.

    @ Robin Patzwaldt

    war doch ein spannendes Spiel … der "Nachwuchstrainer" und das Fussball-Wunder … was will man mehr?

    übrigens hat am selben Spieltag Bayern verloren …

    höre Robin Patzwaldt:

    "Die Bundesliga droht aktuell nicht nur einmal mehr in Sachen Titelkampf frühzeitig langweilig zu werden, da der Rekordmeister aus München einmal mehr gerade an der Spitze enteilt, die Tatsache, dass ein häufig so unspektakulär und phasenweise doch ziemlich bieder agierendes Team wie der FC Schalke 04 nun plötzlich tatsächlich eine große Chance erhält auf den ‚Vize-Platz‘ zu hüpfen, die ist objektiv gesehen so gar kein Grund zur Freude, sondern eher eine offenkundige und riesige Schwäche der gesamten Bundesliga.

    Es gibt neben den Bayern aktuell einfach keine wirklichen Klassemannschaften mehr …"

    https://www.ruhrbarone.de/der-fc-schalke-04-auf-platz-2-der-fussball-bundesliga-waere-ein-armutszeugnis/149144

  • #12
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Dong F.: Das sehe ich nach wie vor so. Man darf bei der Betrachtung natürlich nicht vergessen, dass der BVB sich gestern quasi selber geschlagen hat und zudem die Bayern und der BVB auch in dieser Woche in der CL aktiv waren. Und selbst mit dieser Doppelbelastung war der BVB gegen die ausgeruhten Schalker zur Halbzeit 4:0 vorne und auch die Bayern waren in Gladbach über weite Phasen ja das bessere Team. Also keine Verklärung der Tatsachen bitte. 😉 Schalke hat eine tolle Moral gezeigt gestern. Unbestritten. Das habe ich im aktuellen Text nach dem Spiel ja auch herausgestrichen. Aber es lag in erster Linie am BVB, dass er das Spiel nach dem Vier-Tore Vorsprung nicht über die Zeit gebracht hat. Dass Dortmund auf dem Papier die deutlich besser besetzte Mannschaft hat dürfte unstrittig sein. Sie bringen es aktuell eben nur nicht auf den Platz. Das ist aus BVB-Sicht ja auch das Ärgerliche aktuell. Unnötig wie ein Kropf, wie man so schön sagt, diese Krise seit Oktober. Und da kommt dann eben der Trainer ins Spiel. Denn der ist dafür verantwortlich, dass eine Mannschaft ihr Potential abruft.

  • #13
  • #14
    Walter Stach

    Lukas N.,
    vor dem Spiel waren wir gemeinsam der Meinung, "wir" als BVBer könnten auch mit einem Unentschieden leben. Und jetzt? Nach einem 4:0 in der Halbzeit kann "man" mit dem Unentschieden nicht leben, jedenfalls nicht zufrieden. Einfach "Sch….."!!

    Gründe…?
    Spätestens jetzt hinterfrage auch ich die Qualitäten von Bosz!

    Eklatante psychische und physische Schwächen der Mannschaft, die sich regelmäßig in jeder II.Halbzeit und dann feststellen lassen, wenn die Mannschaft in Rückstand gerät bzw. bereits dann das "große Flattern" bekommt, wenn der Gegner bei einem Torevorsprung ein Gegentor schießt.
    Aufgrund dieser meiner Wahrnehmungen war für mich das erste Gegentor von S04 -trotz eines bestehenden Dreitorevorsprunges -bereits der sich abzeichnende, der zu befürchteten, aber eben keineswegs überraschende Anfang vom Ende.
    Und für diese erschreckende Verfassung der Mannschaft ist der Trainer zuständig und verantwortlich.

    S04 hat in der II. Halbzeit nachdrücklich gezeigt, wozu eine "fußballerisch" ja keineswegs mit überdurchschnittlichen Qualitäten auftretenden Mannschaft fähig ist, wenn sie physisch und psychisch (unbedingter Kampfes-/Siegesswillen, Zweikampfstärke/Zweikampfhärte) in besterr Verfassung in ein Spiel geht -sh.ähnlich Hannover, Frankfurt in den Spiele gegen den BVB-..

    Ich mutmaße, daß sich der BVB und Bocz kurzfristig im gegenseitigem Einvernehmen trennen werden.

    Das wäre dann zugleich das Eingeständnis von Watzke/Zorc, in der Trainerfrage einen großen Fehler gemacht zu haben.
    (Tuchel läßt grüßen -schadenfreudig? Sicher nicht mit Blick auf seine ehemalige Mannschaft, vermutlich aber mit Blick auf Watzke/Zorc.)

    Bedenklich/befremdlich -vorsichtig formuliert- fand ich die außerordentlich unfaire Gangart einiger Spieler von S04 und das Ausbleiben zweier fälliger Platzverweise gegen Spieler des S04. Das ist nicht meiner Enttäuschung über das Unentschieden geschuldet!

    Wie geht es weiter?
    Nach wie vor ist das Saisonziel in der Liga erreichbar -mindestens Platz 4, und zwar vor S04!

  • #15
    b

    Interessant ist, wie in der Diskussion um den Videoschiri eigentlich immer nur nach Fehlentscheidungen geführt wird. Gestern hätte Schalke ohne diesen ein (sehr hypothetisches) 4:5 erreichen können, sowas sollte man ggf. auch mal betrachten, wenn diese wieder aufkommt. Ich möchte dabei auf gar keinen Fall die Eventualität eines anderen Spielergebnisses in den Raum werfen, um das nochmal explizit klarzustellen.

    Wirklich negativ überrascht war ich gestern, als die "Auf Wiedersehen!" Gesänge der Süd erklangen, weil Harit offensichtlich verletzt und unter Schmerzen vom Platz getragen wurde, das ist für mich menschlich absolut nicht mehr nachvollziehbar.

    Zum Spielverlauf muss man sagen, dass die eindeutig überlegene Mannschaft einen schönen Sieg mit ganzen vier eigenen Toren leider dann doch hergegeben hat, indem sie sich vorher richtig dämlich selber vier gefangen hat 😉

    Zu der aktuellen Situation bei den Dortmundern bin ich weiterhin gespannt, was auf der MV noch passieren wird, da scheint ja bisher noch um den heissen Brei herumgeredet. Auch Schmelzer hatte gestern angedeutet, dass die Mannschaft heute wohl auch in den eigenen Reihen nach Schuldigen sucht, was ich allerdings als überhaupt nicht zweckdienlich sehe. Wenn man sich allerdings z.B. den Platzverweis von Aubameyang ein paar mal in der Wiederholung ansieht, beschleicht einen das Gefühl, dass er schlichtweg keine Lust mehr hatte, weiter auf dem Platz zu stehen, und ich vermute, dass das bei seinen Mitspielern evtl. auch so angekommen ist. Ich vermute tatsächlich, dass sich diese Personalie bis zum Winter noch weiter zuspitzen wird und evtl. sogar zu einem Abgang zu eben diesem Zeitpunkt führen kann. Allerdings finde ich nicht, dass man ihm das Ergebnis anlasten sollte, auch wenn er dazu noch u.a. Fährmanns Einladung zum 5:0 auch schon ausgeschlagen hatte. Wenn der Rest der Mannschaft nur noch spektakulären Fussball spielen will und dabei einfache handwerkliche Arbeit im Spiel ohne Ball als Team nicht über 90 Minuten zu leisten bereit oder fähig ist, ist das nicht seine Schuld. Aber wenn selbst die eigenen Fans solche Arbeit nur als "unspektakulär" und "bieder" bezeichnen, wie soll man da noch Herr der Lage werden?

    Um die Bundesliga mache ich mir wiederum weiterhin kaum Sorgen und kann den Abgesang hier nicht nachvollziehen. Die Bayern sind immer noch nich restlos enteilt und auch unter Jupp schlagbar, haben zwar quasi jede Position doppelt und über Liganiveau besetzt, spielen aber demnächst auch als einzige unter Dreifachbelastung. Gladbach ist gut besetzt, wenn auch nur "einfach", und bringt mit Hecking einen fähigen Trainer mit; Sie haben dazu auch nur die einfache Belastung. RB macht das, was sie letztes Jahr auch schon gemacht haben, sie spielen konstant auf hohem Niveau, und sie haben Timo Werner, dem man langsam Bescheinigen kann, dass er einfach bereits jetzt schon unfassbar gut ist und eher gedenkt, noch besser zu werden. Auf Schalke zeichnet sich ab, dass man langsamaber sicher an diesem oder jenem Ende auch mal die richtige Entscheidung getroffen hat, und man nimmt, wie auch in Gladbach, viel aus diesem Spieltag mit; Dortmund hat zur Rückkehr zum Erfolg zumindest das nötige Kleingeld parat. Grade aufgrund der o.g. Belastungsunterschiede in der Rückrunde denke ich, es lohnt sich auch weiter, die Liga zu verfolgen, zumindest was die Spannung am oberen Ende angeht. Ganz zu schweigen von dem Drama, was sich am unteren Ende der Liga abzuzeichnen scheint.

    Soeben lese ich, dass der Holländer in Dortmund bleibt. Das überrascht mich nun ein wenig, und ich bin gespannt, wie die Fans das aufnehmen.

  • #16
    Arnold Voss

    Und ich Blödmann habe nach der ersten Halbzeit abgeschaltet weil ich mir danach keine wrklich spannende zweite Hälfte mehr vorstellen konnte, ausser noch mehr Tore für die Schwarz Gelben.

  • #17
    Dong F.

    @ Arnold Voss

    "weil ich mir danach keine wrklich spannende zweite Hälfte mehr vorstellen konnte"

    und dann passierte das UNVORSTELLBARE … FUSSBALL !

  • #18
    Lukas N.

    @Walter Stach zu #14
    Ja, so wie dieses Unentschieden zustandegekommen ist, fühlt sich das wie eine Niederlage an und so empfinden das auch alle BVB-Fans, schieben einen dicken Hals. Ein 4 : 0 noch aus der Hand zu geben, ist ganz bitter und darf niemals passieren.
    Mittlerweile muss man wohl sagen, dass Bosz sich schwer tut, einen Klub auf diesem Niveau zu trainieren. Er hat zu lange an seiner Spielidee festgehalten, obwohl irgendwann erkennbar war, dass man damit Topteams ins Messer läuft und dass selbst Aufsteiger-Teams wie Hannover und Stuttgart wirksame Mittel dagegen gefunden haben. Der Kader stand ja bereits bei der Verpflichtung des neuen Trainers und passt nicht perfekt zu dem System, welches Bosz bevorzugt. Dann muss ich als Trainer aber so flexibel sein, das zu berücksichtigen und mein System an die Gegegebenheiten anpassen.

    Gegen Herne West hat er dann endlich mal Flexibilität gezeigt und hat auch den gegnerischen Trainer damit überrascht. Es sah sogar nach einer richtigen Klatsche für Herne West aus.
    Dass Bosz aber evtl. die Qualität auf diesem Niveau fehlt, zeigte sich im Verlauf des Spieles, spätestens nach dem Platzverweis für Aubameyang. Schon mehrfach war Bosz nicht in der Lage in einem Spiel flexibel auf entstandene Situationen angemessen und gut zu reagieren. Auch seine Personalentscheidungen muss man immer wieder anzweifeln.
    Das beste Beispiel dafür ist, dass er Guerreiro, der bis dahin zu den besten Spielern des BVB zählte, ca. 10 Min. vor Schluss rausnimmt und dann den ganz jungen und unerfahrenen Zagadou bringt, diesen jungen Spieler in ein hitziges Derby wirft. Zagadou war mit dieser Situation völlig überfordert und sowohl am dritten als auch am vierten Herne West-Tor mit Schuld.
    Dass die Mannschaft nach den letzten Wochen verunsichert ist und nach etwas Gegenwind sofort wieder zu flattern anfängt, ist klar. Aber wenn die Mannschaft regelmäßig in der zweiten Halbzeit derart abbaut, dann stellt sich auch die Frage, ob sie wirklich fit genug ist.

    Die Bosse sind jetzt in einem Dilemma. Eigentlich kann man kaum noch an Bosz festhalten, kann kaum noch glauben, dass er jetzt doch noch das Ruder herumreißen kann.
    Aber derzeit fehlt auf dem Trainermarkt eine überzeugende Alternative und das dürfte dann auch das Hauptproblem sein. Vermutlich werden die Bosse zunächst noch etwas Zeit gewinnen wollen und werden hoffen, dass man mit Bosz noch Richtung CL-PLatz in der Liga auf Kurs bleibt, also wenigstens noch das Mindestziel erreichen kann. Gleichzeitig werden sie sich wohl mit verschiedenen Szenarien und Lösungsmöglichkeiten befassen.
    Geht es aber so weiter wie in den letzten Wochen, dann bleibt den Bossen gar nichts anderes übrig als Bosz zu entlassen und dann stellt sich endgültig die Frage, mit wem man das ganze denn zumindest bis Saisonende überbrücken könnte.

    Die Lage ist also sehr verzwickt und man kann nur hoffen, dass der Karren nicht noch tiefer in den Dreck gefahren wird und die Bosse nicht zu lange zaudern. Am nächsten Spieltag geht es nach Leverkusen und die sind aktuell ganz gut drauf. Dann wird man wieder hoffen, dass dort eine Trendwende eingeleitet werden kann.
    Ich denke also, dass die Strategie der Bosse zunächst auf einen Zeitgewinn ausgelegt sein wird und man in alle Richtungen Alternativen prüft. In diese Überlegungen würde dann ein Sieg in Leverkusen bestens passen. Ob das gelingt? Bald wissen wir mehr.

  • #19
    Klaus Lohmann

    @#10 Lukas N.: Wir sind ja wahrlich sehr selten zusammen gewesen, aber Deine #10 unterschreibe ich sofort mit dickem Edding!

    Es kann bzw. darf nicht sein, dass eine Mannschaft über *mehrere Wochen/Monate* derart abbaut, komplett den Willen zum Siegen oder zumindest zum Halten eines guten Ergebnisses verliert, nur um durch den Trainer immer wieder sprach- und erkenntnislose, hohle Phrasen als Vorgabe fürs nächste, noch schlimmere Spiel abzuliefern.

    Und wenn – wie ja heute auf der MGV geschehen – Aki den Trainer ernsthaft jetzt "schon", kurz vor Ende der Hinrunde, öffentlich auffordern muss, mal seiner bezahlten Arbeit nachzugehen und die Gründe für diese katastrophale Nichtleistung "schonungslos" aufzudecken, dann bleibt einem der Mund aus erschrecktem, bangem Erstaunen heraus nur noch offen stehen.

    Ich kann mir nur noch einen echten Grund vorstellen, warum man Bosz *immer noch nicht* abservieren will – man wartet auf Favre (oder einen noch unbekannten Neuen – oder Alten?).

  • #20
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Ich sehe 2 Gründe:

    1) Der BVB hat aktuell keine wirkliche Alternative.
    2) Der BVB spielt nun in Leverkusen und Madrid. Beide Spiele wären ein extrem schwieriger Start für einen neuen Coach.

    Wenn wechseln, dann also besser erst in ca. 2 Wochen, sollte man bis dahin mit einem Nachfolger einig sein. Ich sehe allerdings keinen namhaften Kandidaten der verfügbar wäre (ausser Tuchel 😉 ). Und für Experimente auf der Trainerbank ist der Club zu ambitioniert inzwischen.

  • #21
    Klaus Lohmann

    @Robin: Ich halte es mit Lindner: kein (Chef-)Trainer wäre sogar besser als der falsche Trainer;-) Vielleicht muss Susi mal richtig in "die Tiefe der Spielermotivation" eintauchen, den Rest übernehmen die Athletiktrainer.

  • #22
    Tobias

    @Walter Stach,14
    "Bedenklich/befremdlich -vorsichtig formuliert- fand ich die außerordentlich unfaire Gangart einiger Spieler von S04 und das Ausbleiben zweier fälliger Platzverweise gegen Spieler des S04. Das ist nicht meiner Enttäuschung über das Unentschieden geschuldet!"

    Boah sitzt da die fanbrille fest. Etwas einseitige Sichtweise eventuell? Handtor, abseitstor, bodycheck der den Kontor zum 3:0 einleitet, dann kriegt Castro nur gelb, sokratis hüpft theatralisch aufs Feld um dort zusammenzuklappen und Zeit zu schinden (könnte nochmal gelb rot geben). Das die lüdenscheider eh extra Training fürs zusammensacken nach Körperkontakt zu kriegen scheineb, selber aber ordentlich austeilen. ..
    Sahin hät sich nach Abschluss auch nochmal gerne eine fangen dürfen, nachdem er Ralle angeht. Absolut am unsportlichsten die – hier meist gefeierte – stehtribüne der zecken. Zeug auf den verletzten Harit werfen? Absolut widerlich. Dir höhnischen Rufe gehören ja leider schon zur Normalität.
    Da sitzt die Enttäuschung ganz schön tief, wenn du das alles nicht betrachtest. Da kannste noch so gern das Gegenteil beteuern. Deine Worte zeigen was anderes.

  • #23
    Walter Stach

    Tobias,
    interessant ist , daß Du mit keinem(!!) Wort versuchst, auf die betreffenden brutalen Fouls einzugehen, geschweige denn, sie mittels einer konkreten Analyse in den hier einschlägigen Wiederholungsfällen als nicht gelbwürdig (und damt gelb-rot-würdig) zu erklären bzw. zu rechtfertigen.

    Alles, was Du ansprichst, hat mit meiner konkreten Aussage nichts, aber auch gar nichts zu tun.

    Es geht mit meinem Hinweis auf zwei fällige Platzverweise für mich als BVBer ganz und gar nicht darum, im nachhinein das Versagen des BVB in der II.Halbzeit zu erklären oder das Unentschieden "schön zu reden" oder es als für S04 unverdient hinzustellen -denn es war verdient!

    Ich habe an Fakten erinnert, an sonst nichts:, denn es geht nach Meinung aller (!!) neutralen Fußballfachleute also nicht nur nach meiner Meinung um brutale Fouls, die nicht die nach dem Regelwerk gebotenen Folgen hatten.
    Im übrigen bin ich mir sicher, daß diese Bereitschaft zu brutalen Fouls auf Dauer der Mannschaft von S04 ehe schaden als nutzen wird.

    Nachsatz:
    Ich beteilige mich nicht an der unsinnigen, ja blödsinnigen Diskussion darüber, ob in Quantität und Qualität der BVB oder S04 über die größere Zahl an idiotischen Fans verfügt, die sich vor, während und nach jedem (!!) Spiel als solche outen.

    Zum Trainer:
    Ich habe zur Kenntnis zu nehmen, daß die Zuständigen und damit die Verantwortlichen beim BVB an Bocz festhalten. Ich liege also mit meiner Mutmaßungen -14- daneben, in der ich von einer kurzfristigen Trennung "im beiderseitigen Einvernehmen" ausgehe. Ich kann nur hoffen, daß die Entscheidung der Zuständigen/der Verantwortlichen, an Bocz als Trainer festzuhalten, sich als richtig erweist -nachzuweisen am Tabellenplatz und an sonst nichts!

  • #24
    Bobert

    @ Helmut Junge

    Erstmalig stimmt nicht. Der VfL Bochum hat es bereits 1976 schon einmal zu Hause gg. die Bayern geschafft ein 4:0 Vorsprung herzugeben und die Jungs haben dann sogar noch 5:6 verloren !!!

  • #25
    Walter Stach

    Bobert, Helmut Junge

    ich denke, es geht den Fans primär nicht um die Frage nach der Einmaligkeit dieses Fußball-Ereignisses am Samstag in DO, speziell bezogen auf den Halbzeitstand und den Endstand, sondern offenkundig darum , dieses Ereignis in seinem gesamten Ablauf rational begreifen und emotional verkraften zu können -im positiven (S04), im negativen (BVB). Dabei können dann Betrachtungen über die Einmaligkeit des Ereignisses helfen, vor allem dann, wenn dieses Ereignis nicht auf dem Hintergrund irgend welcher Bundesliga-Spiele sondern konkret betrachtet wird bezüglich der Begegnungen zwischen dem BVB und S04.
    Insofern war die Begegnung am Samstag eine außergewöhnliche, eine in ihrem Ablauf ganz besondere, an die "man" sich noch lange Jahre erinnern werden wird, die sie insofern als einmalig erscheinen läßt oder demnächst erscheinen lassen wird.

    "Unvorstellbar"?
    Nein, für mich als BVBer nach dem bisherigen Saisonverlauf leider nicht, aber ein außergewöhnliches Ereignis, das große und lange wirkende Emotionen erzeugt hat bzw. erzeugen wird , und zwar für mich als BVB Enttäuschung, Ärger, tiefsitzende Besorgnis und Wut auf….??-

  • #26
    Tobias

    @Walter Stach
    Klar hat’s mit deiner Aussage zu tun. Du findest es befremdlich, das schalker Spieler hart gespielt haben sollen sowie, dass es deiner Meinung nach zwei klare Platzverweise nicht gegeben hätte. Da du keinerlei Kritik an der dortmunder Spielweise übst und auch keine Platzverweise für diese forderst heißt das entweder:

    a) du findest es voll ok wie sie gespielt haben und der Schiri soll ruhig parteiisch (für BxB!) pfeifen
    b) du siehst das fehlverhalten garnicht erst. Was noch schlimmer ist.

    Es ging mir garnicht darum, dass als deine Erklärung für die schwache lüdenscheider Phase erscheinen zu lassen. Sondern darum, dass deine Schirikritik absolut einseitig ist und für mich nicht nachvollziehbar. Dazu willst du schalke brutaler darstellen als den BxB. Kommt ja gelegen, sind ja die bösen Feinde. Du versuchst das sogar als neutrale Fachmeinung darzustellen.

    Das Kehrers zweites foul gelbwürdig ist, da stimm ich sogar zu. Bei der ersten Karte seh ich gelb nicht als zwingend. Wen du als zweiten Platzverweis sehen willst, keine Ahnung. Meinst du caliguri? Dann bist du an lächerlichkeit kaum zu überbieten.
    Dabei blendest du all das falsche verhalten deiner mannschaft aus. Der Gabuner schiebt den Ball mit der Hand ins Tor, für dich völlig okay. Rennt in unseren Torwart, klares stürmerfoul. Für dich keine ansprache würdig. Castro fliegt noch vor dem ersten Ballbesitz eigentlich vom Platz, indem er Harit von hinten die Waden aufschlitzen will und ihn noch wegschubst. Sokratis ist so ein Ehrenmann, dass er neben dem Platz erst rumstänkert, ordentlich zieht und dann auf den Platz läuft zum Zeit schinden.
    Über das Verhalten der gelben Tribüne hab ich schon genug Worte verloren. Das Sahins angehen von Ralle garnicht geht, weißt du hoffentlich selber.

    Bei all dem verlierst du darüber natürlich auch kein Wort über meine angebrachten Punkte, genau das, was du mir vorwirfst.

    Der Schmerz von gestern muss tief sitzen, und ich hoffe er tut es auch noch lange.

  • #27
    Klaus Lohmann

    @Tobias: Hast Du eigentlich nix zu feiern??? Oder feiert man bei den Blauen Meckerköppen (von denen es in Schwatzgelb übrigens genauso viele gibt;-) die eigene Leistung immer noch nur mit dem Abnöhlen über die Fans des Gegners?

  • #28
  • #29
    Tobias

    @Klaus Lohmann
    Ich nöle hier nicht über die Zecken ab. Ich verspreche der Märchenerzählung über die brutale Tretertruppe aus Schalke, die den schwarz-gelben Engeln aus Lüdenscheid die Flügel abgetreten haben sollen. Und dem Versuch, dass auch noch als neutrale Fachmeinung dastehen zu lassen. Von schwarz gelber Seite gab es ja keinen Widerspruch gegenüber der weiter oben zitierten Textstelle zu geben. Scheint also ne allgemein akzeptierte Ansicht zu sein. Falls du keinen Bock hast sowas zu lesen, solltest du dich vielleicht nicht auf Seiten rumtreiben wo Anhänger beider Mannschaften schreiben.

  • #30
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Liebe Leute, kontroverse Diskussion ist hier natürlich erwünscht. Und zwischen S04 und BVB geht es bekanntlich gerne auch schon einmal ‚kernig‘ zu. Das macht ja auch einen Teil des Ganzen aus. Ist mir klar. Aber Beleidigungen der ‚Gegenseite‘ durch grenzwertige Begriffe wie ‚Zecken‘ o.ä. bitte dabei unterlassen und beim gegenseitigen ‚Beharken‘ sachlich und auch fair bleiben. Bleibt bitte bei der Sache. Ich will hier beim ‚Sport‘ eigentlich möglichst keine Kommentare löschen müssen. Danke daher für die zukünftige Beachtung!

  • #31
    Klaus Lohmann

    @Tobias: Hach, so eine tief empfundene, mit der Muttermilch aufgesogene Feindschaft muss was Herrliches sein, um vom öden Alltag ablenken zu können – wenn grad nix in der Glotze kommt. Ich amüsier mich köstlich, mach ruhig weiter;-)

  • #32
    Tobias

    @Klaus Lohmann
    Sonst gab’s ja am Wochenende nix zum drüber freuen, da zauber ich dir gerne ein Lächeln ins Gesicht.
    Aber den Moderationshinweis zu sachlicher und fairer Diskussion zu übersehen… naja, hier genießen Fans eines der beiden Teams ja eh einen Heimvorteil. Also,schreib dir ruhig deine Frustration weiter von der Seele, vielleicht tut es dann nicht mehr so sehr weh.

  • #33
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Tobias: Blödsinn! Ich habe in meinem privaten Freundeskreis viele Schalker. Ich käme aber nicht auf die Idee diese zu beleidigen, wenn wir über Fußball diskutieren. Also bitte bei der Sache bleiben ohne zu beleidigen, dann ist auch hier im Blog alles gut.

  • #34
    Klaus Lohmann

    @Robin, komm, lass ihn. Ist doch putzig, wie das schleichende Unwohlsein, trotz des unbestritten guten Spiels und des Erfolgs vom Samstag am Ende der Saison wieder mal hinter dem BvB zu landen, sich in jedem angstbeißerischen Kommentarsatz Bahn bricht;-)

  • #35
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Mir wäre eine Diskussion über Fußball halt deutlich lieber. Diese persönlichen Sticheleien schaukeln sich nur sinnlos hoch. Beiderseits! Wenn man sich privat kennt mag das auch so teilweise Spass machen. Dann weiss man sich gegenseitig einzuschätzen. Hier im Blog sollte das im Rahmen bleiben, wie ich finde.

  • #36
  • #37
  • #38
    thomas weigle

    Also wirklich Robin, die Mutter aller Derbies? Da kann ich doch nur lachen. Die Mutter aller deutschen Derbys fand 1959 im Berliner Endspiel zwischen der SGE und dem OFC statt. Dies und die Machenschaften der SGE-Führung, die dazu beigetragen haben, dass der OFC kein Bundesligist wurde, obwohl der KICKER seinerzeit schrieb: "Es gibt keinen Schlüssel, der dem OFC das Tor zur Bundesliga versperrt." Es gab ihn doch, illegal hergestell in den Katakomben des Riederwaldstadions. Dies und die Tatsache, dass die Kickers sich im Endspiel vom Schiri (dessen Frau in FFM beim DHB schaffte) benachteiligt fühlten, liegt bis heute über jedem Derby und hat letzt sogar verhindert, dass ein angedachtes Benefizspiel zugunsten des OFC wg wahrscheinlicher Fankrawalle nicht stattfand.

  • #39
    Tobias

    @Klaus Lohmann
    Willst du nicht noch en Kommentar schreiben? Dann fließen die Tränchen heute Abend auch bestimmt nich mehr. Meine Kommentare gegenüber Walters "Befremden" werden dadurch nicht weniger wahr, egal wie du das wahrnimmst.

    @Robin
    Von wegen Blödsinn! Du schreibst was von fair und sachlich und lässt dann en Kommentar durch der mir unterstellt ich hätte generell en scheiß leben von dem ich mich nur vom Fernseher ablenken lassen würde. Ich hab da halt ne andere Meinung was Sachlichkeit und Fairness bedeutet.

  • #40
    Walter Stach

    Klaus, Robin…
    "Der Tobias" ist einer derjenigen, leider einer unter sehr, sehr vielen Fans, der Konkurrenz, der den fairen Wettbewerb auf dem Platz und unter den Fans nicht zu kennen scheint, wohl aber, das muß wohl so gesagt werden, von einem für mich unbegreiflichen Hass angetrieben wird -als S04er gegen den BVB im allgemeinen und gegen seine Fans im besonderen.

    Ich habe sehr, sehr viele gute Bekannte ,die S 04 Fans , ja sogar Familienmitglieder, und die mich selbstverständlich nach dem 4-4 gehänselt haben, einige mit m.E. Häme, die für mir grenzwertig erschien. Das waren für mich jedoch alles Selbstverständlichkeiten, die ich vor nicht zuletzt deshalb akzeptiert habe, weil sie von Fans kamen, die mittlerweile jahrzehntelang unter der Vor- bzw. Übermacht des BVB gewaltig gelitten haben (…deutscher Meister S04 zuletzt im Jahre……???).

    Aber:
    Mit einem hasserfüllten, hassgetriebenen S04 Fan wie Tobias werde ich nicht mehr, besser wohl kann ich nicht mehr kommunizieren.

    Thomas Weigle,
    leider, leider, leider ist Deine Erinnerung daran, daß es hier nur um Fußball geht, dann und wann angebracht, insbesondere dann, wenn sich vor, während und nach einem sog. Derby Hass(!!) breitmacht. Das ist allerdings weder neu noch durch gutgemeinte Ratschläge zu ändern Vielleicht bedarf es des Fußballes, damit Einige ihrem von Hass auf……..(auf sich selbst, "auf Gott und die Welt", auf…….), gesteuertem Innenleben die notwendige Luft verschaffen können, um nicht an ihrem Hass zu ersticken.
    "Ett iss wie ett iss".

  • #41
    Tobias

    Hahaha, hasserfüllt, manmanman, da musste ich echt lassen. Die mangelnde Selbstreflektion mancher Menschen hier ist der Hammer.
    Wo du hier hass siehst, muss du mir noch zeigen. Hab hier ganz am Anfang sachlich meine Meinung mitgeteilt und mich gefreut und mich erst eingeschaltet als "Dieser Walter Stach" völlig einseitige Schirikritik geübt hat und die Knappen fälschlicherweise in einem schlechten Licht als Treter darstellen lassen will. Das möchte ich so nicht stehen lassen und bin in ähnlichem Stil dagegen gegangen. Ich hab mit dem Scheiß nicht angefangen, Konter muss man aber abkönnen.
    Ich hab vorher mit keinem Wort über Dortmund verloren, während sich hier genug Leute über Schalke das Maul zerrissen haben.
    Und was soll überhaupt immer der Verweis auf befreundete Schalkefans? Ich saß gestern auch als einziger Schalkefan mit 6 Lüdenscheidern am Tisch und wir haben uns friedlich über’s Spiel unterhalten. Bringt uns das hier weiter? "Dieser Walter Stach" ist wohl einfach nicht diskussionsfähig.

  • #42
    Walter Stach

    Robin,
    und jetzt noch "Bänderteilabriss" bei Götze.

    "Ein Unglück kommt selten allein" könnte ein pessimistischer BVB sagen.
    Ein optimistischer BVB er dagegen zitiert Shakespare : "Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück".
    Und so tief ist der BVB ja gar nicht gefallen -immer noch in Reichweite eines Champ.lig – Platzes ,und die Spielzeit 2017/2018 ist noch sehr, sehr lange . Sie kann ein glückliches Ende für den BVB nehmen.

  • #43
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Ich rechne nicht mehr mit einem glücklichen Jahresausklang, Walter. In Leverkusen und in Madrid wird vermutlich nicht viel zu ernten sein, die Unruhe dann weiter zunehmen. Aber ich bin auch grundsätzlich eher skeptisch 😉 Vielleicht gibt es ja endlich mal wieder positive Überraschungen. Würde mich darüber dann nicht bekklagen 😉

  • #44
    philter

    ich muss hier mal "Diesem Walter Stach" zur seite springen: ich finde die einseitige schiri-kritik mehr als notwendig. und ich wundere mich, dass die nicht noch offizieller geführt wird. dieser schiri hat zu beginn zugelassen, dass schlakke mit sehr viel übermotivation in die zweikämpfe geht. kehrer, caligiuri und konoplyanka gehörten meiner meinung nach vom platz gestellt. kehrer ohne wenn und aber (das waren zwei klar gelbwürdige fouls – darüber braucht man nicht zu diskutieren, die regeln sind da eindeutig)! bei den anderen könnte man irgendwie mit fingerspitzengefühl argumentieren. dass aubameyang als einziger die gelb-rote karte sieht ist ziemlich lächerlich! dass zum ende castro ähnlich übermotiviert (erster ballkontakt) zu werke geht, ist zurecht geahndet worden. wäre der schiri ähnlich konsequent gegen schlakke vorgegangen, hätten mehr spieler das feld verlassen müssen. mir hat sich das gefühl aufgedrängt, der misst mit zweierlei maß oder hat irgendwelche komischen wetten platziert. aber das ist wohl ziemlich subjektiv und ohne ein gefühl sonder evidenz…
    nichtsdestotrotz: ein 4:0 darf man niemals, nirgendwo und gegen niemanden unter keinen umständen hergeben. ich war nie so konsterniert und enttäuscht nach einem fußballspiel (spiele mit eigener beteiligung ausgenommen).
    noch ein wort zu tobias, obwohl: vergiss es…

  • #45
    Tobias

    Brauchst auch keine Worte an mich richten. Wer die Sache so einseitig sieht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

  • #46
    Walter Stach

    philter -44-
    Wenn ich ein von Selbstzweifeln gequälter Mensch wäre, hätte ich dazu kommen können, über meine Bemerkungen in Sachen "gelb-rot" gegen zwei Spieler von S04 nachzudenken. Da ich das nicht bin, habe ich nicht….und "der Tobias" hat "schlechtestenfalls" das Gegenteil bewirkt, ehe wohl gar nichts.

    Trotzdem danke philter für den Beitrag, Ich bin also nicht ganz allein mit meiner hier einschlägigen Meinung.

    Robin,
    ich bitte um Beachtung:
    Ich habe nicht gemutmaßt, daß es für den BVB ein glückliches Jahresende (2o17) geben könnte, sondern die Möglichkeit eines glücklichen Endes der Spielzeit 2o17/2o18 in Betracht gezogen, denn bis dahin………

  • #47
    Aquii

    #43
    Allzu optimistisch wäre ich nicht wirklich, bei dem konditionellen Zustand des Teams. Einzig gegen Bremen traue ich dem BvB noch etwas zu. Der Rest, Liga, CL und Pokal, dürfte sehr, sehr schwer werden.

  • #48
    Walter Stach

    Apuii
    "allzu optimistisch…."

    Ja, es bedarf schon einer gehörigen Portion Optimismus, wenn ich z.B. gemutmaßt habe, daß ……….sh.42, letzter Absatz.

    Ich bin auch Realist genug, nicht nur von Platz 5 an nach Oben zu schauen und zu konstatieren, daß da aufgrund der Punkteabständen noch alles möglich ist, sondern blicke auch von Platz 5 nach Unten. Rauball hat zurecht darauf hingewiesen, daß eine "Absturzgefahr" seitens des Vorstandes, der Spieler, des Trainer (und durch uns Fans) nicht ausgeblendet werden darf!

  • #49
    b

    Bei "wahretabelle" ist man inzwischen mit den entsprechenden Szenen zum Spiel durch, und kommt zu einem Schluss, der nicht unbedingt einer einseitigen "Treterei" entspricht. Mich hat eigentlich nur die Bewertung von Castro (glatt Rot) überrascht, obwohl ich dieser grade wegen der Bilder dort wohl dann auch folgen kann. Insgesamt betrachtet bot das Spiel schon eine gute Übersicht über die Bandbreite der möglichen Unsportlichkeiten im Zweikampfverhalten, das kann man wohl nicht bestreiten.

    Bzgl. Der Trainerfrage wird nun über die Variante Veh bis Ende 17/18 und danach Nagelsmann diskutiert. Etwas unglücklich ist hier natürlich, dass die Bayern ebenfalls zu diesem Zeitpunkt den selben Kandidaten auf der Liste haben, und Hoffenheim in Dortmund wahrscheinlich eher noch einen Konkurrenten sieht als in München. Wobei für Nagelsmann wiederum in Dortmund der Druck wohl doch etwas geringer wäre, wäre man hier ja bereits "schon" mit Platz vier in der Liga nicht unglücklich, im Süden dagegen möchten Sie eher ernsthaft um einen CL-Sieg mitspielen. Sollte Watzke es gelingen, das einzustielen, wäre sein Hintern wohl erst mal wieder in trockenen Tüchern. Wünschen würde ich es ihm nicht, seine öffentlichen Auftritte machen ihn mehr und mehr zum Unsympathen.

  • #50
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Nagelsmann wäre natürlich die ideale Lösung, wenn man mal an die Zeit nach Bosz denkt. Ein junger und ambitionierter Fachmann, der sich sehr gut darstellen kann. Und wenn Löw tatsäcchlich zu den Bayern gehen sollte, wie man ja ebenfalls lesen kann, dann sehe ich den BVB schon in relativ kurzer Zeit sportlich an den Bayern vorbeiziehen. 😉 😀

  • #51
    Lukas N.

    @Robin zu #50
    Ich bin überrascht, dass Du Nagelsmann als ideale Lösung ansiehst. Nicht gerade wenige Fans sehen das völlig anders und auch ich hätte da Bedenken.
    Nagelsmann hat vor Wochen ein Interview gegeben, welches ja für einiges an Aufsehen sorgte. Unter anderem sagte er, dass der FC Bayern in seinen Träumen eine große Rolle spiele und es ihn glücklicher machen würde, mal beim FC Bayern Trainer sein zu dürfen. Außerdem betonte Nagelsmann, dass seine Familie den Lebensmittelpunkt in München sehe und dass er derzeit in München ein Haus baue. Sein Bezug zu München sei sehr groß, dort seien die Wurzeln seiner Familie.

    Beim besten Willen, aber wie soll er denn dann plötzlich glaubwürdig rüberbringen können, dass sein Herz dann doch für den BVB schlägt und er sich voll und ganz mit diesem Klub identifizieren und ihn auch glaubwürdig nach außen vertreten könne?

    Des Weiteren schauen wir doch mal auf seine sportliche Bilanz. In der CL-Quali hat er mit Hoffenheim durch Liverpool und Klopp den Hintern versohlt bekommen, sah da ziemlich alt aus.
    In der Europa League ist Nagelsmann mit Hoffenheim bereits jetzt in der Gruppenphase ausgeschieden, nach dem Hoffenheim gegen Gegner enttäuschte, die sie normalerweise schlagen müssten.
    Die internationale Reifeprüfung ist Nagelsmann also nicht gelungen. Seinen großen Worten dazu hat er keine Taten folgen lassen können.

    Derzeit kann ich nicht erkennen, warum Nagelsmann die ideale Lösung für den BVB sein sollte. Und kann ein Trainer überhaupt die ideale Lösung sein, wenn der zuvor öffentlich vom FC Bayern schwärmte, sich dort fast schon angebiedert hat und sagt, dass er dort derzeit ein Haus baue und den Lebensmittelpunkt seiner Familie in München sehe? Also ich hätte da zunächst gewisse Probleme mit dieser Lösung.

    Bosz ist mittlerweile auf jeden Fall ein Trainer auf Bewährung und falls auch das Spiel in Leverkusen nicht gewonnen werden sollte, war es dann wohl schon für ihn. Gewinnt der BVB in Leverkusen, dann hat Bosz die Chance, zumindest noch bis zur Winterpause bleiben zu können.
    Generell spricht derzeit mehr dafür, dass es mit Bosz nicht bis zum Saisonende weitergehen wird und der BVB eine Übergangslösung braucht, wobei der Trainermarkt aktuell aber kaum überzeugende Lösungen anbietet.
    Man wird jetzt also von Woche zu Woche schauen müssen und wird sehen, in welche Richtung sich das entwickelt.

  • #52
    Klaus Lohmann

    Robin, war das jetzt Ironie?;-) Der Jungspund, der im laufenden Vertrag offen mit den Bayern kokettiert und als Trainer nun auch seine Schwächen in der Teammotivation bei Hoffenheim offenbart, der vielleicht "geil" auf teure Stars wäre (die er in Hoffenheim nicht bekommt), ohne Erfahrungen damit zu haben – ich sehe ihn im Moment nicht als "BvB-tauglich" an.

  • #53
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Nein, war ganz ernst gemeint. Denn von Löw halte ich wenig. Da könnten die Bayern einen ähnlichen Verlauf nehmen wie unter Klinsmann damals. Wäre gut für die Spannung in der Liga.

    @Lukas: Ich hielt Nagelsmann in seinen ersten Tagen in Hoffenheim für eingebildet und schnöselhaft. Im Laufe der Wochen jedoch hat er mich mit seiner Art mehr und mehr überzeugt. Für mich derzeit das größte Trainertalent. Ist für seine 30 Jahre schon sehr reif, ohne dabei überheblich zu sein. Da könnte sogar ich mir vorstellen ihn als Trainer zu akzeptieren, obwohl ich bereits Mitte 40 bin. Dem höre ich gerne zu. Und was die BVB-Neigung betrifft, so ist die für mich zu Dienstbeginn auch nicht unbedingt nötig. Die bekommt er dann automatisch, wenn er für diesen coolen Verein arbeiten darf 😉 Ich würde mich über diese Lösung sehr freuen.

  • #54
    Lukas N.

    @Robin zu #53
    Dass Nagelsmann zu den derzeit größten jungen Trainertalenten in Deutschland zählt, kann man durchaus sagen, aber er muss das auch erstmal nachhaltig beweisen und in Sachen "Nagelsmann" ist nicht alles Gold, was glänzt.
    Wenn man derzeit die Gemengelage beim BVB so sieht, auch die Risse in Sachen "Geschlossenheit", was ja auch für die Mannschaft gilt, die trotz der hohen Qualität des Kaders fehlenden überzeugenden Führungsspieler, zu wenige Spieler, mit denen sich die Fans ganz besonders identifizieren können usw., dann wäre es ganz wichtig, dass ein Trainer der Zukunft eine Identifikationsfigur für den BVB sein kann. Klopp hat das natürlich zu 100 % verkörpert, ihm hat man das abgenommen, er war da glaubwürdig.

    Nagelsmann jedoch hat vor Wochen ausgerechnet zu einem Zeitpunkt als Ancelotti wackelte in einem großen Interview erklärt, dass der FC Bayern in seinen Träumen eine große Rolle spiele und er noch glücklicher wäre, könnte er mal den FC Bayern traineren. Er betonte die große Verbundenheit zu München als seiner Heimat und erzählte, dass das künftig noch mehr der Lebensmittelpunkt der Familie werden solle, dass er dereit dort ein Haus baue.

    Da fällt es doch sehr schwewr, ihn dann plötzlich als Identifikationsfigur des BVB anzusehen. Es würde bei einem Wechsel zum BVB auch so aussehen als ob das nur die zweite Wahl wäre, weil er bei seinem Traumverein FCB nicht landen konnte.

    Der BVB braucht auch einen Trainer, der das internationale Geschäft bewältigen kann. Das aber hat Nagelsmann zumindest im ersten Anlauf nicht geschafft. Im CL-Quali-Duell mit Liverpool sah er eher aus wie ein Trainer-Azubi, da hat Hoffenheim kein Land gesehen.
    In der Europa League-Gruppe, die für Hoffenheim als sicher mach gegolten hat, ist 1899 bereits ausgeschieden. Hoffenheim ist Gruppenletzter und vor Hoffenheim konnten sich so "Schwergewichte" wie Sporting Braga, Ludogorets Razgrad und Basaksehir Istanbul platzieren.
    Hoffenheim hat mit Nagelsmann international enttäuscht.

    Nagelsmann wurde vor allem über die Medien gehypt und er hat das Spiel gerne mitgespielt, zuletzt aber auch mehrere Fehler gemacht, also den Bogen etwas überspannt.
    Sicherlich muss man auch an Nagelsmann denken, wenn es um einen neuen BVB-Trainer für die Zukunft geht, aber der Gedanke an diese Lösung überzeugt mich zumindest derzeit noch nicht. Eine solche Verpflichtung käme evtl. etwas zu früh und es gibt die genanntne Punkte, die zumindest Zweifel aufkommen lassen. Begeisterung würde das bei mir zunächst mal nicht auslösen und so ginge das wohl auch einer nicht gerade kleinen Anzahl der BVB-Fans. qKLaus Lohmann z. B. sieht das offenabr ähnlich, wie sein Beitrag unter #52 zeigt.

  • #55
    Walter Stach

    Lukas N.,
    in Sachen Nagelsmann teile ich Deine Meinung.

    Je mehr ich über die anfänglich als "Schnapps-Idee" verspottete Überlegungen nachdenke, nämlich "unverzüglich"mit Sammer als Trainer und Kehl als Co-Trainer in die weitere Spielzeit 2o17/2o18 zu gehen, umso mehr fallen mir gute Gründe ein, die für diese Überlegungen sprechen.

    Da ich aus beruflicher und politischer Tätigkeit weiß, daß ein gravierender Unterschied festgestellt werden muss zwischen denjenigen, die , nicht nur, aber eben auch aus rechtlichen Gründen zuständig und verantwortlich sind -sh. der Vorstand des BVB-, und den anderen, die sich betroffen fühlen, die sich für in der Sache kompetent halten, aber letztendlich keine Verantwortung tragen -u.a. ich als Fan. Folglich muß ich akzeptieren, was letztendlich durch den BVB-Vorstand in der Trainer-Frage entschieden werden wird.

  • #56
    Lukas N.

    @Walter Stach zu #55
    Man sieht, dass Nagelsmann keineswegs auf uneingeschränkte Zustimmung stößt, dass da zumindest bei einem Teil der Fans auch Zweifel mitschwingen. Hoffentlich schätzen das die Bosse nicht wieder falsch ein. Sollte man sich vorzeitig von Bosz trennen müssen, zeitnah, in der Winterpause oder nach Ende dieser Saison, muss die nächste Trainerentscheidung unbedingt sitzen, das muss dann wirklich rundum passen. Der Trainer ist eine Schlüsselpersonalie im Klub und da braucht der BVB dann mal wieder eine rundum überezeugende Lösung für Jahre. Ob da Nagelsmann die Optimallösung wäre, ist zumindest nicht sicher.

    Die Überlegung mit dem Duo Sammer/Kehl ist keineswegs abwegig. Sammer war zwar zwischendurch auch Sportvorstand bei den Bayern und es hat da auch Auseinandersetzungen zwischen ihm und dem BVB gegeben, vor allem zwischen ihm und Klopp, aber das war auch den jeweiligen Funktionen geschuldet. Vor allem hat Sammer eine durchaus beachtliche Vergangenheit beim BVB, also eine Verbindung zum BVB und hat wohl auch vor Monaten die Unstimmigkeiten mit Watzke ausgeräumt. Er ist natürlich eine Persönlichkeit mit hoher Fachkompetenz und natürlicher Autorität, auch ein Vordenker und Antreiber.
    Allerdings ist nicht klar, ob er überhaupt nochmals in eine Funktion im Fußball zurückkehren möchte und seine letzten Funktionen waren ja beim DFB und beim FCB eher im Management. Beim FCB ist er ja wegen einer Erkrankung ausgestiegen, ist aber offenbar wieder völlig gesund und arbeitet derzeit sehr erfolgreich als Fußballexperte für Eurosport.

    Kehl gehört ohne Zweifel zu den großen Fußballerpersönlichkeiten des BVB, ist sehr intelligent und in vielen Funktionen des Fußballs vorstellbar. Solche Spielerpersönlichkeiten und Kapitäne wie er und danach Hummels fehlen dem BVB derzeit.
    Kehl hat ja bewusst sowohl die Richtung Sportmanagement (Abschluss als "Master for international Players") als auch Trainer (Trainerscheine) eingeschlagen und sich offen gehalten, welchen Weg er egehen möchte. Allerdings hat er doch angedeutet, dass es ihn eher ins Sportmanangement zieht und da sollte man ihn vielleicht auch rechtzeitig beim BVB einbinden, bevor ihn sich ein anderer Klub schnappt. Außerdem ist er als TV-Fußballexperte für das ZDF tätig.

    Ich vermute, falls der BVB eine Übergangslösung bis Saisonende bräuchte, würde es wohl auf eine andere Personalie hinauslaufen. Aber wer weiß schon, auf welche Ideen die Bosse noch so kommen. Sie werden sich auf jeden Fall professionell auf alle Szenarien vorbereiten, müssen sie auch, denn es ist sowohl denkbar, dass Bosz zeitnah nicht mehr zu halten ist als auch, dass es die nächsten Monate noch weitergeht.

  • #57
    Walter Stach

    Lukas N.,
    der BVB-Mantel, den Fans wie wir in dieser kalten Zeit zu tragen haben, ist eine schwere Last.
    Wie schwer wird wohl der BVB-Mantel auf den Schultern des Vorstandes, des Trainers und der Mannschaft -oder nur auf den Schultern einiger Mannschaftsmitglieder- lasten?

    Eine weitere Anmerkung zur sog. Trainerfrage:
    1.
    Meine Zweifel an den Qualitäten von Bosz gab es nicht von Anfang an -trotz meiner Kritik am Rausschmiß von Tuchel- und diese Zweifel sind auch jetzt noch nicht so gewichtig und erscheinen mir -selbstkritisch – auch nicht so überzeugend zu sein, daß das Ende des Trainers Bosz für mich "alternativlos" ist. Ich kann mich wie so oft im Leben, auch im Fußball-Leben-irren.
    2.
    Wenn denn aus der Sicht des Vorstandes ein neuer Trainer her muß, dann…
    2.1
    könnte die spielfreie Zeit zwischen der ersten und der zweiten Serie dafür am besten geignet sein
    und
    2.2
    dann wäre es aus meiner Sicht zweckmäßig, keine Übergangslösung zu suchen, sondern eine Lösung mindestens bis Ende der Spielzeit 2o19/2020
    und
    2.3
    dann kann es m.E. keine Lösung geben, die zu den in der Liga gewöhnlichen , zu den zu erwartbaren gehört – Nagelsmann, Favre, Hecking und ähnlich-.

    Für mich wäre die Lösung Sammer-Kehl in diesem Sinne eine überraschende, eine ungewöhnliche und schon deshalb eine , die auch mittelfristig Sinn machen könnte.

    Mit gebührender Ironie -oder mit Sarkasmus, der aber wohl "fehl am Platze ist:
    Denkt ‚mal über Klopp nach.
    Denkt ‚mal über Tuchel nach.

  • #58
    Lukas N.

    @Walter Stach zu #57
    Wir hatten ja hier zu Recht lange Zeit die Meinung vertreten, dass der neue Trainer Bosz eine faire Chance haben muss und dass man nicht zu früh ein Urteil über ihn und seine Arbeit fällen darf. Grundsätzlich gesehen ist es auch immer noch zu früh, um den Trainer in Frage stellen zu können.

    Allerdings sind in den letzten Wochen Entwicklungen eingetreten, die Bosz nicht gut aussehen und die ihn tatsächlich jetzt schon wackeln lassen. Wenn ein Trainer sieht, dass der Kader nicht optimal zu seinem bevorzugten Spielsystem passt oder dass die Mannschaft das riskante und fehleranfällige System nicht oder noch nicht so umsetzen kann, dass gleichzeitig die sportlichen Ziele nicht gefährdet werden, dann muss ein Trainer flexibel reagieren, auch mal einen Schritt zurückgehen, von seiner zu starren Linie abrücken. Das hat er zu spät gemacht.
    Und wenn ein Trainer sieht, dass sein bevorzutes System doch recht schnell entschlüsselt wurde, dass man gegen Topteams ins Messer läuft und dass selbst deutlich schwächer besetzte Teams Mittel gegen den BVB finden, dann muss er flexibel reagieren, von Spiel zu Spiel, von Gegner zu Gegner und selbst während eines Spieles.
    In alle diesen Dingen hat Bosz bereits Schwächen gezeigt und hatte auch mit Personalentscheidungen nicht gerade eine glückliche Hand.
    Im Derby wechselt er kurz vor Schluss Guerreiro aus und bringt dann den sehr jungen und unerfahrenen Zagadou in diesem Hexenkessel, in diesem hitzigen Spiel, welches auf der Kippe stand. Und Zagadou war sowohl am driten als auch vierten Herne West-Tor mit Schuld.
    In Frankfurt führt der BVB 2 : 0 und spielt mit einer Art Notabwehr, weil mehrere Spieler ausgefallen waren. Dann verändert Bosz plötzlich diese Abwehr nochmals durch drei Umstellungen und richtet zudem das Mittelfeld noch offensiver aus. Frankfurt kam dann innerhalb von Minuten noch zum Ausgleich.
    Der BVB hat gegen die Aufsteiger Hannover und Stuttgart verloren und über die Auftritte gegen das kleine Nikosia breitet man am besten den Mantel des Schweigens aus. Das Saisonziel des überwinterns in der CL ist ohnehin bereits verfehlt.

    Bosz hatte zuvor noch nie einen Klub in einer der vier großen europäischen Ligen trainiert und auch die CL war neu für ihn. Welche Spielphilosophie er hat, war bekannt und das wussten auch die Bosse.
    Nach allem, was bisher zu sehen war, fragt sich ja auch eine Mehrheit der Fans, ob Bosz dem ganzen wirklich gewachsen ist. Das war so zu Beginn seiner Tätigkeit und in der Startphase der Liga nicht zu erwarten, wird aber mittlerweile mehr und mehr deutlich.

    Und BVB-Boss Watzke sagte auf der Mitgliederversammlung:
    "Ich habe die klare Erwartung an dich Peter und dein Team, dass ihr in dieser Woche gemeinsam mit Michael Zorc alles auf den Prüfstand stellt. Da darf es keine Denkverbote geben. Danach werde ich dazustoßen, dann werden wir das kritisch, aber auch konstruktiv bewerten. Wir müssen wieder in die Erfolgsspur. Konstruktiv. Mit Ruhe und Besonnenheit. Die Champions-League-Qualifikation steht über allem."

    Das heißt ja nichts anderes als dass Bosz jetzt schnell die Trendwende schaffen muss und dass die auch anhalten muss, sonst ziehen die Bosse Konsequenzen.
    Es gab keine Jobgarantie für Bosz, keine Erklärung, dass er definitiv die gesamte Saison Trainer bleibt oder ähnliches. Vielmehr ist Bosz jetzt ein Trainer auf Bewährung.
    Das kann nur bedeuten, dass mittlerweile auch die Bosse Zweifel an Bosz haben, wobei sie wissen, dass auch sie bei einer vorzeitigen Ttrennung vom Trainer schlecht aussehen und eine Mitverantwortung haben.

    Gewinnt Bosz in Leverkusen und zeigt der BVB danach aufsteigende Tendenz, punktet weiter, dann bleibt auch Bosz weiter im Amt, wenn nicht, dann ziehen die Bosse die Reißleine. Generell klingt das alles aber für mich so, dass spätestens am Saisonende Schluss ist.
    Kommt es vor Saisonende zu einer Trennung ist kein Trainer in Sicht, der den BVB über Jahre übernehmen könnte, also wird man die Zeit bis Saisonende überbrücken, um dann eine zukunftsfähige Lösung präsentieren zu können.
    Aber selbst eine überzeugende Übergangslösung ist schwer zu finden. Einige Medien spekulieren über Veh. Völlig ungeeignet wäre aus meiner Sicht Favre, weil er überhaupt nicht zum BVB passt und er kämpft ja mittlerweile mit Nizza gegen den Abstieg. Der von Dir genannte Hecking wird eher über die Saison hinaus in Gladbach bleiben. Da läuft es für ihn und er sitzt fest im Sattel. Zu Nagelsmann haben wir uns ja schon ausgetauscht.
    Muss der BVB auf der Trainerposition reagieren, dann darf da kein Fehler mehr passieren. Die Lage ist also alles andere als einfach und wir dürfen gespannt sein, wie sich alles entwickelt.

  • #59
    Davbub

    Da wollte ich am Samstag einen Kommentar schreiben im Sinne von "…nur die Ruhe bewahren, liebe BVB-Fans.. the sun also rises…", zum Glück habe ich dann die Sendung zu Ende gehört.
    Der Fisch stinkt vom Kopf, der Trainer ist das letzte und schwächste Glied in der Kette. Gleich, wer jetzt eingestellt wird, erwies mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie Tuchel und Blau.

  • #60
  • #61
    philter

    Veh ist doch absoluter quatsch! Der hat doch seit Stuttgart nur rumgemurkst…
    Ich würde mir wünschen, dass es mit bosz wieder aufwärts geht, weil ich seine spielidee so mag. Er muss "nur" mal die defensive und die rückwärtsbewegung in den griff kriegen. Man darf übrigens die ganze verletzungsproblematik nicht vergessen, auch wenn die keine ausrede sein kann. Fehlende flexibilität wurde ja schon ein paar mal angesprochen hier.
    Das szenario sammer/kehl finde ich als alternative ziemlich spannend. Das wär dann eine gute übergangslösung, bis (2019?!) mein wunschkandidat reif ist: Hannes Wolf! Ich hoffe, da gibt es irgendwie ne rückkehrklausel… Ein freund, der ihn noch aus der zeit in aplerbeck kennt, sagte mir vor ca. 2 jahren, dass der hannes in 4-5 jahren bei den bvb-profis an der seitenlinie stehen wird. Stuttgart ist doch ne gute ausbildungsstation.
    Denn – mal ehrlich: Nagelsmann hat hier nichts verloren! Ist vielleicht talentiert, aber sein weg führt bestimmt gen süden…
    Wieso haben wir uns eigentlich nicht einen gewissen tedesco geholt im sommer?

  • #62
    Lukas N.

    @philter zu #61
    Mit Sicherheit haben die Bosse des BVB Hannes Wolf für die Zukunft auf dem Zettel. Er hat als Trainer richtig was drauf und würde auch perfekt zum BVB passen, kann seine Verbundenheit zum BVB glaubwürdig rüberbringen und auch die Fans könnten sich mit ihm identifizieren. Ja, Stuttgart ist die ideale Station für Wolf, um sich als Cheftrainer zu etablieren, aber er hat dort auch noch einen Vertrag bis zum 30.06.2019, offenbar ohne Ausstiegsklausel. Der VfB würde ihn wohl nicht vorher ziehen lassen und ob Wolf überhaupt seinen ersten Vertrag als Trainer bei den Profis gleich vorzeitig auflösen möchte? Wie auch immer, irgendwann wird er den BVB trainieren.

    Als mögliche Übergangslösung für den Fall, dass Bosz vor Saisonende scheitern sollte, wurden ja mehrere Kandidaten ins Spiel gebracht. Wenn man sich anschaut, welche Trainer aktuell sofort verfügbar wären, wird deutlich, dass auch da kaum jemand dabei ist, den man als überzeugende Lösung ansehen könnte. Da mehrere in der Regel gut informierte Joournalisten darüber berichten, dass Veh ein Kandidat für den Übergang sei, könnte da tatsächlich was dran sei. Veh kann immerhin einen Meistertitel mit dem VfB vorweisen, aber das war auch schon 2007 und seit dem agierte er bei verschiedenen Klubs nicht mehr ganz so überzeugend. Sollte Veh übergangsweise übernehmen, würde ich da auch nicht in Begeisterungsstürme ausbrechen.

    Bosz war ja bei den Bossen des BVB "nur" die Nummer drei auf ihrer Liste. Sie bemühten sich zunächst um Favre und damals bereits um Nagelsmann. Das zeigt schon, dass den Bossen etwas das Gespür für die richtige und passende Lösung fehlt. Denn Favre passt als Typ gar nicht zum BVB und als Tuchel-Nachfolger ausgerechnet einen Trainer holen zu wollen, der bei mehreren Klubs große Probleme mit den Bossen hatte, ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Bei Nagelsmann klappte es zum Glück wegen seiner Vertragssituation nicht. Ob die Bayerrn ihren Luxus-Starkader wirklich Nagelsmann anvertrauen, der ja öffentlich vom FC Bayern träumt, halte ich für fraglich, zumal er sich mit Hoffenheim in der Europa League eher blamierte. Zum BVB würde er aus den oben schon erläuterten Gründen nicht so passen, wie es sein sollte.
    Als Schalke Tedesco verpflichtete, war der gerade mal 3 Monate als Trainer im Profifußball tätig, in der zweiten Liga. Heidel ging also ein großes Risiko ein, das hätte genausogut schief gehen können. Zuvor war Tedesco ausschlirßlich als Jugendtrainer aktiv. Und man darf jetzt Tedesco auch nicht verfrüht als Trainer in den Himmel heben, auch er muss alles über längere Zeit bestätigen.
    Für den BVB als europäischen Topklub und regelmäßigen Teilnehmer in der CL wäre Tedesco aus den genannten Gründen kaum in Frage gekommen.
    Zu Bosz habe ich meine Einschätzung bereits unter #58 ausführlich dargelegt. Aus den dort genannten Gründen ist er mittlerweile doch stark angezählt und nach den Worten Watzkes auf der Hauptversammlung ist er jetzt Trainer auf Bewährung. Man kann natürlich nicht alle Probleme an Bosz festmachen und er ist an der Krise nicht alleine Schuld. Aber die Zweifel an ihm sind aus den oben genannten Gründen doch berechtigt. Es stellt sich ernsthaft die Frage, ob er die Fähigkeiten hat, eine Aufgabe auf diesem Niveau erfolgreich zu bewältigen. Er ist bishger zu wenig auf die jeweilige Situation eingegangen, zeigte sich zu wenig flexibel und taktisch versiert und war mehrfach nicht in der Lage, während eines Spieles auf das zu reagieren, was gegnerische Trainer dem BVB an Aufgaben stellten. Zudem musste man mehrfach Personalentscheidungen und Spielerwechsel während des Spieles hinterfragen. In der hitzigen Atmosphäre des Derbys kurz vor Schluss den sehr jungen und unerfahrenen Zagadou da reinzuwerfen, der dann zwei Tore mitverursacht, ist nicht nachvollziehbar. Und wenn ein Trainer in Frankfurt bei 2 : 0-Führung die Notabwehr auf drei Positionen umstellt und zudem noch offensiver spielen lässt, dann innerhalb von Minuten den Ausgleich hinnehmen muss, wirft das auch Fragen auf. Genauso die Tatsache, dass man sich zweimal gegen das kleine Nikosia blamiert, in der CL komplett versagt und gegen beiden Aufsteiger (Hannover und Stuttgart) verliert.
    Bosz hat jetzt noch eine letzte Bewährungschance bekommen. Wenn der BVB in Leverkusen gewinnt und anschließend wieder in die Erfolgsspur zurückkehrt, wird Bosz mindestens bis zu Winterpause Trainer sein und hat evtl. sogar die Chance, bis Saisonende zu bleiben. Es sieht aber derzeit nicht dananch aus, dass Bosz kommende Saiosn noch Trainer des BVB ist.

  • #63
    Walter Stach

    Veh….
    Für den Übergang?
    Mit Veh verbinde ich seit einigen Jahren "Abstiegskampf" und "Helfer in größter Not".
    Für mich wäre die Lösung "Veh" ein deutlicher Hinweis darauf, wie besorgt die Club-Führung ist und was sie alles im Laufe der Spielzeit 2o17/2o18 für denkbar hält bzw. befürchtet.

    Ich habe Veh immer wahrgenommen als anständigen Menschen und überdurchschnittlich qualifizierten Fußballexperten, aber nie als überdurchschnittlich qualifizierten Trainer. Wer hätte denn vor wenigen Wochen "im Traum daran gedacht, daß Veh jemals als Trainer des BVB "gehandelt" werden könnte? Ich jedenfalls nicht.

    Wenn ich die Trainerpersönlichkeiten Bosz und Veh vergleiche, dann scheinen sie sich in ihrer Mentalität zu ähneln, sichtbar z.B. an ihrer Zurückhaltung während eines Spieles auf der Trainerbank. Wäre jetzt nicht ein Trainer notwendig, der sich in seiner Mentalität radikal von Bosz unterscheidet, also z.B. Sammer oder….?

    Ich kann mich in der Person Veh irren. Ich kann mich absolut irren bezüglich seiner Trainerqualitäten und seiner Geeignetheit als BVB-Trainer in der jetzigen Situation.
    Und wenn Veh Trainer werden sollte -nach einer Niederlage in Leverkusen oder spätestens nach Ende der ersten Saison der Spielzeit 2o17/2o18?- dann hoffe ich darauf und dann wünsche ich es mir, daß mich tatsächlich gewaltig geirrt habe.

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