
Hohe Auszeichnung für einen der bekanntesten Söhne Bochums: Herbert Grönemeyer wird in diesem Jahr mit dem Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt.
Der 70‑Jährige überzeugte die Jury nicht nur mit seinem künstlerischen Werk, sondern auch mit seinem großen gesellschaftlichen Engagement. Er macht sich gegen Spaltung der Gesellschaft, für Armutsbekämpfung und Demokratie stark und setzt sich für faire Vergütung im Musikstreaming ein.
Der Kunstpreis ist mit 25.000 Euro dotiert und würdigt herausragende Leistungen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler. Die Verleihung findet am 17. November im K21 in Düsseldorf statt. „Herbert Grönemeyer gibt dem Ruhrgebiet eine Stimme, die man nie wieder vergisst. In seinen Liedern klingt die ganze Region mit – mit all ihrem Stolz und ihrer Herzlichkeit. Dabei ist er trotz seines internationalen Erfolgs immer einer aus dem Pott geblieben, mit einer tiefen Zuneigung zu den Menschen im Revier. Und das Revier liebt ihn dafür“, so NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.
Grönemeyer wuchs in Bochum auf und arbeitete am Schauspielhaus Bochum. Schauspielerisch gelang ihm der Durchbruch mit dem Drama „Das Boot“, musikalisch mit dem Album „4630 Bochum“. Er schrieb auch das Lied „Komm zur Ruhr“ zur Eröffnung der Europäischen Kulturhauptstadt RUHR.2010. Mit mehr als 22,3 Millionen verkauften Tonträgern gehört er zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands.
Neben dem Kunstpreis verleiht die Landesregierung fünf Förderpreise, mit denen jeweils 15.000 Euro verbunden sind. In der Sparte „Darstellende Künste“ geht ein Förderpreis an Kama Frankl-Groß und Kwame Osei, die mit der Urban-Arts-Sparte am Theater Oberhausen für eine in Deutschland besondere künstlerische Struktur stehen. Miedya Mahmod aus Bochum wird in der Kategorie „Literatur“ ausgezeichnet. Mahmod bewegt sich an der Schnittstelle von Lyrik, Spoken Word und Performance.
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