17

Abdel-Samads Nazi-Gastspiel (II. Update: 19.5.)

Der (islamische?) Faschismus

Der (islamische?) Faschismus

Faschismus – Ein säkularer Ex-Muslim tritt vor rechtsextremen Burschis auf, um sich über faschistische Muslime zu ereifern. Seems strange? Ist aber so. Es geht um Hamed Abdel-Samad, seines Zeichens Mitglieds des Beirates der Giordano-Bruno-Stiftung, die sich radikale Religionskritik auf die Fahnen schreibt. Abdel-Samad ist auch aus dem TV-Format „Entweder Broder“ bekannt, in dem er, mit dem zumindest in diesem Blog beliebten Henryk M. Broder, auf „Forschungsreise“ in Deutschland war. Aktuell ist Abdel-Samad wieder auf Reise, auf Lesereise, mit seinem Buch „Der islamische Faschismus“ – und stoppt für eine Lesung bei der rechtsextremen Burschenschaft „Germania“ in Marburg.

Hm. Rechtsextrem? Ist das jetzt wieder so eine Ruhrbarone-Polemik?

Das fragt sich der Leser jetzt zurecht. Denn wie kann das passen? Jemand, der sich gegen islamischen Faschismus ausspricht und gleichzeitig dies bei deutschen Faschisten feiern lässt? Nun. In dem Artikel „Warum die Burschenschaft Germania kein Naziproblem hat, sondern eines ist“ wird gut erklärt, wieso wir es hier eben nicht mit Polemik, sondern einer begründeten Einschätzung zu tun haben.

Dann bleibt doch nur ein Schluss. Abdel-Samad wusste nicht, was das für Honks sind.

Auch dies ein berechtigter Einwurf unserer Leser.
Doch, wehe, wehe, wenn ich auf Abdel-Samads Statement dazu sehe.

11102768_10207084633782399_3653551268721517643_n Seltsam?

Doch so steht es geschrieben….

Vielleicht hätte Hamed Abdel-Samad statt eines „Expertengespräches“ auch einfach mal googlen sollen. Selbst ohne Zehn-Finger-Tippen und ausgeprägte Recherche-Skills dauert es ca. 30 Sekunden gleich mehrere Artikel zu finden, in denen der politische Hintergrund der rechtsextremen Burschenschaft dargelegt wird.

(seba/ fehu)

—–

Update (19.5. 11:23 Uhr).

Abdel-Samad scheint ernst zu machen mit der Google-Recherche.
Und hat sogar eine Mail geschrieben!!!!!!!

Lest selbst, was er auf Facebook so eben veröffentlichte:

Liebe Freunde,
der Druck auf mich ist aus mehreren Seiten extrem groß, um die Veranstaltung in Marburg abzusagen. Auch viele enge Freunde von mir raten mir davon ab, bei der Burschenschaft aufzutreten. Mein Inbox ist mittlerweile voll von Warnungen aber auch von wilden Beschimpfungen.
Die einfachste Lösung wäre also, die Veranstaltung abzusagen um mir und meinem Verlag viel Ärger zu ersparen. Doch ich bin es nicht gewohnt, den einfachen Weg zu gehen. Die Absage würde ein Urteil über diese Gruppe bedeuten, dass sie rechtsradikal ist. Doch dieses Urteil bedeutet, eine Gruppe ins gesellschaftliche Abseits zu stellen. Wer hat denn das Recht, dieses Urteil zu fällen?
Ich habe viele Hinweise aus dem Internet und viele Berichte von Menschen aus Marburg erhalten, die sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit der Burschenschaft machten. Leider kann ich diese subjektiven Berichte nicht verifizieren. Das Internet reicht auch nicht aus, um die Wahrheit über eine Gruppe zu erfahren.
Die Burschenschaft hat folgende Stellungnahme zu meinem Verlag geschickt: Unsere Burschenschaft wurde zu keiner Zeit von den deutschen Behörden beobachtet oder überwacht. Sie erscheint überdies nicht ein einziges Mal in Berichten selbiger Behörden. Wir bekennen uns als Burschenschaft eindeutig und uneingeschränkt zu rechtsstaatlichen und freiheitlichen Idealen und erwarten selbiges von allen unseren Referenten und Gästen. Mutwillige und gezielte Denunziationen bleiben freilich nicht aus. Doch jenes Vorgehen dürfte Herrn Abdel-Samad selbst gut genug bekannt sein.

Um ein Urteil über die Burschenschaft zu fällen brauche ich die Hilfe von unabhängigen, fachkundigen Wissenschaftler und Institutionen, die die Kompetenz besitzen, über diese zu beurteilen.
Ich habe durch meinen Verlag zwei Anfragen an das Bundesamt für Verfassungsschutz und an den Zentralrat der Juden in Deutschland, und sie gebeten, mir ihre Einschätzung über die ideologische Ausrichtung der Burschenschaft Germania zu schicken.

Parallel dazu habe ich folgende Fragen an die Burschenschaft geschickt, nicht als Gesinnungstest, sondern als eine Möglichkeit für sie zu den Vorwürfen, die im Raum stehen, Stellung zu nehmen. Von den Antworten des BA für Verfassungsschutz, des Zentralrats und von den Antworten der Germania hängt meine Entscheidung ab, ob ich in Marburg auftrete oder nicht.
Hier sind die Fragen an die Germania:

1. Ist Hitler für Sie ein Verbrecher und Massenmörder?
2. Wie stehen Sie zum Nationalsozialismus und zum Dritten Reich insgesamt?
3. Wie stehen Sie zum Holocaust?
4. Wurde ein Arierausweis (Ahnentafel) als Voraussetzung für die Mitgliedschaft bei der Germania Marburg jemals diskutiert?
5. Darf auch ein Deutscher ägyptischer Abstammung Mitglied bei der Burschenschaft Germania Marburg werden?
6. Dürfen Homosexuelle bei Ihrer Verbindung Mitglieder werden?
7. Dürfen friedliche Muslime, die sich zum Grundgesetz bekennen, Moscheen in Deutschland bauen?
8. Hat ein Mensch, der in seinem Heimatland verfolgt, vertrieben wird, oder vor Krieg und Gewalt flieht, ein Recht auf Asyl in Deutschland, wenn dieser in Deutschland einen Antrag auf Asyl stellt?

Investigativer Journalismus – FTW!

——

II. Update (19.5. 16:06)

Während Abdel-Samad immer noch rätselt, zögert und zaudert, haben die Germania-Burschis seine Fragen beantwortet – und ihn ausgeladen.

Informationen zum Vortrag mit Hamed Abdel-Samad: Wir haben dem Verlag von Herrn Abdel-Samad soeben offiziell abgesagt. Der Vortrag in Marburg wird nicht stattfinden! Von dem Vortrag mit Abdel-Samad hatten wir uns eine kontroverse, doch akademische und fruchtbare Diskussion erhofft. Wofür wir jedoch nicht zur Verfügung stehen, und auch niemals werden, ist eine Gesinnungsüberprüfung durch unsere Gäste. Besonders schade ist das für alle jene, die sich bereits zahlreich angekündigt hatten. Doch wir lassen uns nicht erpressen! Nach 200. Jahren Kampf für die demokratische Freiheit benötigen wir keine Sittenwächter.

*hust* Selbstviktimisierung *hust*

Wenigstens nutzen sie eine der wenigen Möglichkeiten sowas wie ein Rückgrat zu zeigen.
Bei den Antworten auf Abdel-Samads Fragen ist es dann aber auch schon vorbei mit dem Rückgrat. Kostprobe?

Abdel-Samad: Ist Hitler für Sie ein Verbrecher und Massenmörder? Wie stehen Sie zum Nationalsozialismus und zum Dritten Reich insgesamt?

Germania Marburg: Da wir keine rückwärtsgewandte Burschenschaft sind, sondern uns mit den Problemen und Themen unserer Zeit beschäftigen wollen, spielen das Dritte Reich und Hitler, wie auch allgemein die deutsche Geschichte für uns nur insofern eine Rolle, wie wir daraus realistische Lehren und Handlungsmaximen für unser heutiges Handeln ableiten können. Wir lehnen es ab mit etwas in Verbindung gebracht zu werden oder uns für etwas zu rechtfertigen, das in unserem Selbstverständnis als Burschenschaft, noch für die Lösung unserer heutigen Probleme, einfach keine Rolle spielt.

Und Abdel-Samad? Dem bleit ja immer noch der Auftritt bei der AfD.

 

RuhrBarone-Logo

17 Kommentare zu “Abdel-Samads Nazi-Gastspiel (II. Update: 19.5.)

  • #1
    Sebastian Klein

    Tja mit Wörtern wie XY-Faschismus rennt man bei den Nazis offene Türen ein. Die sind natürlich begeistert, versuchen sie doch schon lange, ihren eigenen Faschismus zu relativieren, indem man jeden und alles, die nicht mit der Nazi-Ideologie einhergehen als "Faschismus" zu bezeichnen: Ökofaschismus, Linksfaschismus, Islamischer Faschismus, SAntifa, Hitler war links, Bombenholocaust, Geburtenholocaust. Nazis sind immer die anderen. Da kommt ein vermeidlich offener, vernünftiger, sogar geläuterter Mensch (Denn Religionskritik ist ja per se vernünftig, völlig egal wie dumm sie ist – und das sage ich als Atheist), der ins selbe dumme Horn bläst natürlich gerade Recht.

  • #2
    Klaus Lohmann

    Abdel-Samad scheint wirklich sein eigenes Urteilsvermögen derart zu kastrieren, dass Nazis für ihn nur mit Hitlerschnäuzerchen, Glatze, SS-Uniform, Springerstiefeln und "TOTALER KRIEG!!"-Brüllerei auch echte Nazis sind. Oder anders gesagt: Kritk wird von ihm nicht gewünscht, da kümmert sich sein Verlag drum.

  • #3
    Arnold Voss

    Lassen wir Hamed Abdel-Samad selbst zu Wort kommen:

    http://www.phoenix.de/im_dialog_michael_krons_mit_hamed_abdel_samad/845641.htm

    http://www.zeit.de/2014/14/hamed-abdel-samad-islamischer-faschismus-buch

    Was ist an seiner Religionskritik dumm, Sebastian Klein? (# 1)

  • #4
    John Matrix

    #1 Klaus Lohmann: Genau das ist die Problematik. Nicht nur bei Samad, sondern auch oft in der Wahrnehmung der gesamten Öffentlichkeit in Deutschland. Nazi ist demnach nur jemand der rassistisch ist, aber nicht jemand, der nur nationalistisch ist. Eine fatale Fehleinschätzung, die dazu führen kann, dass aufziehende Gefahren zu spät erkannt werden. So nach dem Motto: "Herr Naidoo läuft ja als Migrantenkind bei den Reichsbürgern mit, also können das keine Nazis sein." Oder: "Pegida berufen sich ja auch auf die jüdische Tradition des Abendlandes, also können das keine Nazis sein."

    Vielleicht ist neben seiner Definition aber schon der Begriff "Nazi" nicht mehr zeitgemäß.

  • #5
    Olaf

    Ich lese hier nun seid einiger Zeit mal wieder und finde diesen Artikel.
    Lese, lese Links und Kommentare … und dann?
    Tja … dann lohnt sich das alles nichts da am Ende alle Seiten über die Bedeutung von "Kampfbegriffen" Diskutieren und sich gegenseitig aneinanderevorbei ignorieren.

    Was ist der Unterschied zwischen Rechtsradikalismus, Nazis und Nationalistisch?
    Bevor jemand antwortet: Was könnten wohl "Autorengruppe" oder "Abdel-Samad" meinen und nicht was du darunter verstehtst!

  • #6
    Olaf

    Ob Leute aus dem Umkreis von Abdel-Samad das Wort "Nazi" vielleicht ganz bewusst nicht benutzen?
    Ja sogar meiden wenn sie sich davon distanzieren wollen bzw. Ihren Meinungsfindungsprozess darlegen, weill z.B. die Inflationäre Nutzung wie "Faschismus" befürchtet wird und man "Nazis" als so nutzloses Wort für alles ausser Troll-Gebrüll auf Ruhrbarone.de ansieht?

    Das ist z.B. ein Gedanke der mir beim lesen hier immer wieder kam bevor ich, wegen der nutzlosen Kommentare zu den Themengebieten rund um Weltanschauungen, Folklore der Theologen und anderen Rethorikern, Berufsbeleidigten und -empörten und der Titelauswahl, von dannen zog.

  • #7
    Frank Heinze

    Offenbar unangenehme Leute, diese Germania.
    Was mir bei diesem Watchblog fehlt, ist ein Hinweis darauf, dass die Typen Gewalttätig sind/waren und/oder Gewalt befürworten. Oder Volksverhetzung betreiben. Schlicht: Strafbar wurden, um politische Ziele durchzusetzen.
    Also alles, was jemanden ausserhalb des demokratischen Diskurs stellt.

    Bekanntlich haben echte Faschisten (ob nun Deutschland, Ungarn oder Griechenland) kein Islamproblem, sondern im Gegenteil eine Islamophilie.
    Nicht nur, dass sie enge Kontakte zu islamischen Gruppen und Regimes pflegten und pflegen, auch historisch war die Verbindung Faschismus und Islam immer die einer "Verbündeten",

    Die erste Islamschule Deutschlands ist nicht auf dem Mist des Multikultideutschlands gewachsen, der Satz "Der islam gehört zu Deutschland" ist halt auch ein Himmler-Plagiat.
    Der seinerzeitige Reichsführer SS hat bekanntlich die erste Islamschule in Deutschland eröffnet, um Imame für seine islamischen SS-Soldaten ausbilden zu lassen.

    Entweder sind die Germanialeute keine echten Nazis oder Geschichtsvergessen… .

    Und den Nazibegriff so weit zu dehnen, dass alles darunterfällt, was nicht der Position von MLPD und co entspricht, ist in meinen Augen relativistisch.

  • Pingback: Abdel-Samad: der Mann, den die AfD mag | Ruhrbarone

  • #9
    Sebastian Kellner

    Ich finde Abdel-Samads Haltung im Grunde völlig in Ordnung. Es offenbart eine zutiefst demokratische Grundhaltung, die bei vielen anderen Mitbürger heute leider fehlt.

    Zwar irritiert es mich auch etwas, dass er nicht im Stande zu sein schien, sich über die Germania selbst zu informieren. Vielleicht hätte er vor dem Besuch bei diesem Gastgeber auch gleich mehr als nur ein paar wenige Minuten in die Recherche investieren sollen. Am Ende bleibt immer noch eine Vereinigung, die zwar rechtsgerichtet ist, sich aber keine Gewalt o.ä. zu Schulden kommen lässt; Nicht rechtsextrem also und damit in einer gesunden Demokratie durchaus einen Platz hat. Ob man Freund ihres Standpunktes ist oder nicht. "Ich spreche mit jedem, der nicht gewalttätig ist", empfinde ich als weit demokratischer als alles, was ich zuletzt aus der linken Szene mitbekommen habe.

    Zuletzt bleibt er auch erfrischend klar in seinem Selbstwahrnehmung. Seine Kritik kennt ein klares Ziel, den politischen Islam. Wer dieses Ziel nicht teilt und insgeheim Hetze hören möchte, dem steht es immer noch frei sich seine Ausführungen anzuhören. Sie werden ihm halt einfach nicht gefallen. Das ist doch eine ziemlich geradlinige Sache.

  • #10
    Klaus Lohmann

    @Sebastian Kellner: Ernste Frage – wäre ich "zutiefst" undemokratisch, wenn ich mich Gesprächen mit Rechtsextremisten und -populisten kategorisch verweigere?? Lautet Ihre Antwort "Ja", wissen wir, wer aus gesinnungs-verschleiernden Gründen "zutiefst" Demokrat zu sein vorgibt und wer nicht.

  • #11
    Frank Heinze

    @Klaus Lohrmann,
    Sie als Privatperson können sich verweigern, wem sie wollen.
    Wären Sie zB. Bürgermeister und es säßen gewählte Rechte in ihrem Kommunalparlament haben Sie allerdings die Pflicht zur Kooperation.

    Wie oft wurde vor wenigen Monaten bei einem Sarrazin (SPD-Mitglied!)Auftritt zum Boykott, zur Blockade, zu Tätlichkeiten seitens empörter Wutlinker aufgerufen?

    Was ist mit den Störungen von Vorlesungen von Professoren,die aus welchen Gründen auch immer ins Visier selbsternannter Anti*irgendwas geraten?

  • #12
    A-S-S-A

    Kopf zu Tisch. Vielleicht kann ihm mal jemand den Unterschied erklären zwischen "Erpressung" und "Alle Warnungen in den Wind geschlagen".

    Nun noch einen Fragenkatalog an die Burschis: <b>Seid ihr böse?</b>
    Was fehlt ist das er noch den NSU-Schutz fragt: <b>Sind die böse?</b>

    #gut #böse #dumm

  • #13
    Klaus Lohmann

    @Frank Heinze: Tja, das nennt man dann Demokratie, wenn man Meinungen aushalten muss. Was die Braunen für ihr bauernfangendes Hass-Gewäsch permanent einfordern, gilt wohl auch "gegen" sie.

    Weder Sarrazin noch die Professoren müssen mit ihren Kritikern reden, aber Protest verbieten, nur weil es der eigenen braunen Ideologie missfällt, geht hier nicht. Und als ein Bürgermeister kann mich auch Niemand zwingen, mich mit dem braunen Gesocks über den Rahmen formeller Zusammenarbeit hinaus über deren Verfassungsfeindlichkeit zu unterhalten. Nein, die würde ich genauso wie als Privatperson überall dort bekämpfen, wo es legal geht.

  • #14
    Sebastian Kellner

    Nun ein schönes altes Motto ist ja "Jeder nach seiner Fasson". Jedem Individuum ist es frei gestellt mit wem er sich auseinander setzen möchte und mit wem nicht.

    Gesamtgesellschaftlich finde ich das schwieriger. Dort muss in einer Demokratie ein gleichberechtigter Diskurs aller vorhandenen Lager möglich sein. Zumindest all derer, die sich nicht durch Extremismus selbst vom demokratischen Prozess disqualifizieren.

    Die Verteufelung praktisch ALLER "rechter" Positionen bis hin zur schieren Negierung ihrer Daseinsberechtigung ist nichts, was -meiner Meinung nach- dem demokratischen Prozess gut tut. Ich glaube hierbei viel mehr an die gleichen selbstregulierenden Mechanismen, wie sie auch in der freien Marktwirtschaft anzutreffen sind. Planwirtschaft halte ich für ein ebenso fehlgeleitetes Konzept wie einen politischen Diskurs, bei dem schon im Vorfeld die "erlaubten" Meinungen abgesteckt werden.

    Zuletzt möchte ich anmerken:
    Nicht die bloße Weigerung eines Einzelnen zur Auseinandersetzung ist tatsächlich problematisch. Vielmehr jedoch die Attitüde, wie sie der Nachsatz im Kommentar #10 transportiert. "Lautet Ihre Antwort "Ja", wissen wir, wer aus gesinnungs-verschleiernden Gründen "zutiefst" Demokrat zu sein vorgibt und wer nicht."

    Egal ob meine Antwort Ja, Nein, Vielleicht oder 42 gelautet hätte. "Wir" "wissen" deshalb absolut gar nichts. Lediglich ein Einzelner glaubt deshalb zu wissen und geht übergangslos zu einer Unterstellung weiter. Damit glaubt er sein Klischee bestätigt zu sehen, damit die Schublade schließen und sich überlegen fühlen zu können. Damit handelt dieser Einzelne dann absolut konform mit den Mechanismen wie in #11 von Herrn Heinze angerissen. Und dazu lasse ich mich sogar zu einem klaren "Ja, das empfinde ich als undemokratisch" hinreißen. Wenn nicht sogar als ziemlich einfältig -und eine Fortsetzung des Diskussion ad absurdum führend.

  • #15
    Klaus Lohmann

    Frage mich, warum Abdel-Samad sich nicht einfach diesen Artikel der Oberhessischen Presse ergoogelt hat: http://www.op-marburg.de/Lokales/Marburg/Widerstand-gegen-rechtsextreme-Redner

    "Offen rechtsextrem" beantwortet jede einzelne Frage seiner "Abzählliste für Populisten-Dummies".

  • #16
    Klaus Lohmann

    @Sebastian Kellner: "Wir" konzentrieren uns hier eigentlich auf einen Artikel über den bevorstehenden "Besuch" eines anscheinenden Naivlings oder eines bewusst relativierenden Schwätzers bei einer eindeutig rechtsextrem agierenden Vereinigung (siehe #15). Eine "gesamtgesellschaftliche" Diskussion halte ich hier im Zusammenhang mit den handelnden Personen und Orten weder für sinnvoll noch für angebracht – es sei denn, man möchte ebenso relativistisch alles breit labern, um den Kern zu verwischen.

    Wer wie Abdel-Samad die bekannt rechtsextremen Umtriebe dieser "Germania" trotz ausreichender Infolage im Netz übergeht und lieber alberne Fünftklässler-Fragen veröffentlicht, der veralbert auch Sie als Demokrat.

  • Pingback: Abdel-Samad stärkt AfD-Storch den Rücken | Ruhrbarone

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.