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ARD-Kommentator Steffen Simon droht das Revierderby für Sky-Abonnenten zu entwerten

Große Emotionen in Dortmund. Foto: Lena Dierich

Viele Fußballfans im Ruhrgebiet ohne Sky-Abo haben kürzlich sehr erfreut zur Kenntnis nehmen dürfen, dass das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am 27. April 2019 zusätzlich zur üblichen Pay-TV-Übertragung auf Sky auch für alle frei empfangbar live in der ARD übertragen werden wird.

Wie jetzt dazu bekannt wurde, wird das Spiel auf beiden Kanälen interessanter Weise mit demselben Kommentator versehen werden. Hier wie dort sitzt etwas überraschend ARD-Kommentator Steffen Simon bei der Übertragung des Einzelspiels am Mikrofon.

Leider eine ziemlich schlechte Nachricht für alle Sky-Kunden, müssen sie damit doch diesmal auf den Einsatz der sonst üblichen Top-Fußballkommentatoren vom Schlage einen Wolff Fuß oder Kai Dittmann verzichten. Stattdessen bekommen sie es bei diesem Fußballhighlight gezwungenermaßen (zumindest im Einzelspiel) mit dem bei vielen umstrittenen Simon zu tun, obwohl dieser gar nicht zu den sonst üblichen Bundesliga-Live-Kommentatoren gehört.

Auf DWDL.de-Nachfrage bestätigte ein Sky-Sprecher die ungewöhnliche Personalie und nannte „lizenzrechtliche Vorgaben“ als den Grund dafür. Was für ein Tiefschlag!

Doch es gibt zum Glück zwei Möglichkeiten dieser unangenehmen Vorstellung zu entkommen, wie der Bundesliga-Stammsender ebenfalls einräumte. „Darüber hinaus können Fans das Derby bei Sky wie gewohnt auch mit Stadionatmosphäre und ohne Kommentar erleben. Ebenfalls wie gewohnt wird die Begegnung im Rahmen der exklusiven Original Sky-Konferenz zu sehen sein, in der Wolff-Christoph Fuss am Sky-Mikrofon sitzt.“

Was zunächst als gute Nachricht für hunderttausende Fußballfans im Lande daherkam, das entpuppt sich für die vielen treuen Sky-Abonnenten also als ein klarer Nachteil.

Statt wie sonst üblich in einem Top-Spiel in den Genuss eines der besten Kommentatoren des Landes zu kommen, bleibt ihnen nur der völlige Verzicht auf einen Kommentar, wenn man auf das Spiel in voller Länge zurückgreifen will, oder aber der Wechsel in die Sky-Konferenz, wo der Zuschauer nur Bruchstücke des Spiels live sehen kann, dann jedoch als Pluspunkt mit dem Fachwissen und dem besonderen Charme eines Wolff Fuss verwöhnt werden wird.

Bereits im Vorfeld bekannt geworden war, dass im Ersten Sky-Experte Christoph Metzelder ab kurz nach 15 Uhr an der Seite von ARD-Moderator Alexander Bommes zum Einsatz kommen wird. Bei der Vorberichterstattung von Sky übernimmt stattdessen ausnahmsweise Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann Metzelders Platz an der Seite von Experte Reiner Calmund. Für den Pay-TV-Sender wird zudem Reporter Marcus Lindemann für Interviews vor Ort im Dortmunder Stadion sein.

 

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6 Kommentare zu “ARD-Kommentator Steffen Simon droht das Revierderby für Sky-Abonnenten zu entwerten

  • #1
    thomas weigle

    Man fragt sich natürlich schon, warum sky das machen (muss). Aus freien Stücken wohl eher nicht. Die Finanzen?

  • #2
    Klaus Lohmann

    Irgendwie kann diese peinliche Posse mit dem nachweislich schlechtesten (und mitunter stammtischtumb klischeehaften: https://www.noz.de/deutschland-welt/fussball/artikel/483341/ard-kommentator-steffen-simon-iraner-sind-sudlander) Kommentator im deutschen Sprachraum ja nur damit zusammenhängen, dass Sky ihre von der DFL erhaltene Lizenz an die ARD "untervermietet" hat und die DFL dann zur Beruhigung der anderen privaten Lizenznehmer ala DAZN und eurosport den Simon zur "Straf-Auflage" gemacht hat.

    Also: TV-Ton aus und BVB-Netradio mit Nobby laufen lassen: https://www.bvb.de/Spiele/BVB-Netradio 😉

  • #3
  • #4
    Klaus Lohmann

    Ach komm, Robin – gegen die Blauen wirklich *alles* geben kann am Mikro nur Nobby:-))

  • #5
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    @Klaus: Nobby gibt am Mikrofon immer mehr als *alles*. Das ist es ja, was mich an ihm stört. Einen zumindest halbwegs objektiven Kommentar erwarte ich bei den Spielen schon. Zumindest aber mehr als Beschimpfungen von Gegnern und Schiedsrichtern. Sonst hätte ich auch einfach weiter meinen früheren Nachbarn auf der Südtribüne zuhören können. 😉

  • #6
    Klaus Lohmann

    @Robin: Ich schätze, ich habe bislang *jeden* halb- oder auch nur viertelwegs objektiven Kommentator während oder nach einem Derby gnadenlos runtergemacht;-)

    Das Derby ist eine der wenigen Manifestationen sozialer Ungleichheit, bei denen es grundsätzlich, per definitionem keine Objektivität gibt – wenn man in den betroffenen Städten zuhause ist.

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