Café Berta und Kober-Aus: Protest gegen Dortmunder Sozialpolitik

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Der Trinkraum „Café Berta“ in der Nordstadt steht vor dem Aus und die Stadt will auch die Prostituiertenberatung „Kober“ nicht länger unterstützen. Dortmund, eine der ärmsten Städte Deutschland, gesegnet mit Politikern deren Hang zu teuren Selbstdarstellung ebenso legendär ist wie der Ruf als angebliche „Herzkammer der Sozialdemokratie“ spart ganz unten. Sozialverbände haben gleich zwei Offene Briefe gegen diese Politik geschrieben;

Gast-Haus e.V., Kana – Dortmunder Suppenküche e.V. und bodo e.V. fordern Erhalt des „Cafe Berta“

Sehr geehrte Damen und Herren,

das „Cafe Berta“ hat sich innerhalb des Projektzeitraums zu einem unverzichtbaren Teil des Hilfesystems in Dortmund entwickelt — im am stärksten belasteten Quartier der Stadt.

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Das ABC des goldenen Zeitalters III: N bis Z

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Am Schauspiel Dortmund läuft in diesen Tagen ein Stück, das an keinem Abend genau so aussieht wie beim letzten Mal: In „Das Goldene Zeitalter – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen“ rackern sich nicht nur die Schauspieler auf der Bühne ab, sondern Regie, Dramaturgie, Musik, Sound und Video gehen eine große gemeinsame Jam-Session mit Spielern und Publikum ein – bei der vorab nicht abzusehen ist, was heute genau geschehen wird. Die Theatermacher um Regisseur Kay Voges haben acht Stunden Material aus den Proben gesammelt, die nun bei jeder Vorstellung neu kombiniert werden (ruhrbarone berichtete: „Wortarm im Bildreich“, „Das Goldene Zeitalter – Drei Interviews“, „Das ABC des  Goldenen Zeitalters – A bis E“, „Das ABC des Goldenen Zeitalters – F bis M“). 

Vom „größten Theaterskandal der letzten Jahre“ war zu lesen (amusio.de), von einem „einzigartige Gemisch der Eindrücke“, in dem „Ermüdung und Exaltation, Verstörung und Verzauberung eins werden“ (Sascha Westphal auf nachtkritik.de). Und die Bild-Zeitung ergänzte: „Kay Voges macht Dortmund zur Theaterhauptstadt.“ Aber worum geht es? Das Kernthema des „Goldenen Zeitalters“ ist der Kampf mit der Wiederholung – mit den alltäglichen Mühlrädern in unserer neoliberalen Gegenwart: Aufstehen und Schlafen gehen, Arbeiten und Erschöpfung, Konsumieren und Produzieren. Und um den ewigen Wettstreit zwischen Original und Kopie: Bin ich unverwechselbar und einzigartig? Oder doch nur ein lauer Aufguss des immer schon Dagewesenen? Schließlich werden aber auch die zeitlosen Sinnfragen des Daseins berührt: Der Endlose Kreislauf von Geburt und Tod.

Es gibt für die Inszenierung keine letztgültige Gebrauchsanweisung. Aber Co-Autor Alexander Kerlin hat einen ausführlichen Beipackzettel geschrieben, der bei dieser oder jener Sachfrage konsultiert werden kann – und der neugierig machen soll. Ruhrbarone veröffentlicht „Und ewig rollt das Rad des Seins – Das ABC des Goldenen Zeitalters“ in drei Portionen. Heute gibt’s die letzten Buchstaben von N bis Z.

Die nächste Vorstellung ist übrigens am nächsten Mittwoch, 9. Oktober, 19.30 Uhr im Schauspielhaus Dortmund.

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Vortragsreihe zum Thema „Herausforderung Migration“

FH Münster Foto: STBR Lizenz: GNU
FH Münster Foto: STBR Lizenz: GNU

Migration ist ein Reizthema, aber warum ist das so? In Talkshows, Feuilletons, politischen Debatten und der Boulevardpresse wird über Phänomene, die unmittelbar oder indirekt mit Migration zusammenhängen, gestritten. Anders als häufig vermutet wurde, spielen hier nicht die Gesetzmäßigkeiten der Massenmedien ein ritualisiertes Spiel, in dem ein Thema hochgekocht wird, um dann schnell wieder abzukühlen. Migration ist ein Dauerbrenner geworden, ein zentrales Thema für Politik und Gesellschaft. Dabei sind die Diskussionsanlässe in der Regel negativ konnotiert, sei es die Angst vor Flüchtlingswellen, vor einer Islamisierung oder ganz allgemein vor Überfremdung: So gab es in der jüngeren Vergangenheit Proteste gegen Flüchtlingsheime oder Moscheebauten, Empörungen wegen der Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, der vermuteten Integrationsunwilligkeit ehemaliger Gastarbeiter oder der Identifikation von Problembezirken. Ja selbst das Schweigen eines türkeistämmigen Nationalspielers beim Erklingen der Nationalhymne schaffte es auf Titelseiten.

An 10 Veranstaltungsterminen nähern wir uns diesem Diskurs aus verschiedenen Perspektiven an. Dabei werden Experten aus den Bereichen Erziehungswissenschaft, Soziologie, Psychologie, Islamwissenschaft, Theologie und Politikwissenschaft ihre Expertise zu einem Schwerpunkt zur Diskussion stellen. Den Auftakt macht die Migrationspädagogin Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning (Universität Duisburg-Essen). Sie hat den Begriff „Migrationshintergrund“, der mittlerweile aus der Wissenschaft in die Amts- und Alltagssprache durchgedrungen ist, in den 1990ern maßgeblich geprägt. Anhand der Geschichte und Verwendung dieses Begriffs wird sie den Rahmen der Vortragsreihe abstecken. Im Anschluss an jeden Vortrag besteht die Möglichkeit der offenen Diskussion. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

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The Blog House: Danke, es war schön gestern in Dortmund

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Das Institut des Schauspielhauses Dortmund ausverkauft, ein Publikum das mitgegangen ist und eine wirklich sehr schöne Stimmung – vielen Dank an alle die gestern bei „The Blog House“ der ersten Veranstaltung der von den Ruhrbaronen und dem Schauspielhaus Dortmund organisierten Lesereihe dabei waren. Zwar lief alles ganz anders ab als geplant, aber da alle ihren Spaß hatten ist das nun auch vollkommen egal. Und vielen Dank auch an die Autoren, die gestern aufgetreten sind: Martin Krauss, Sascha Bisley und Thorsten Bihegue. Ihr wart Großartig. Weiter geht es am Samstag, dem 7. Dezember.

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Reminder: The Blog House – Lesung in Dortmund

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Heute um 22.00 Uhr startet im Institut des Schauspielhauses Dortmunds die Lesereihe „The Blog House„. Veranstaltet wird der Abend von den Ruhrbaronen und dem Schauspiel Dortmund. Mit dabei sind Sascha Bisley,  aus Dortmund, dessen Blog dortmund-diary.de zu den beliebtesten in der Stadt gehört; Thorsten Bihegue, Dramaturg am Schauspiel Dortmund schreibt auf My Own Private Irgendwo am liebsten über seine zweite Leidenschaft neben dem Theater: der experimentierfreudigen Rap-Musik und Martin Krauss, Berliner Schriftsteller und Sportjournalist, der in seinem Blog aufmartinkrauss.de  über Politik und Kultur schreibt. Moderiert wird der Abend von Alexander Kerlin und Stefan Laurin.

Der Eintritt beträgt schlappe fünf Euro. Ein paar Karten sind noch da!!!

„bodo“ – Das Straßenmagazin im Oktober

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Wie jeden Monat haben uns unsere Freunde vom Straßenmagazin bodo verraten, was ihre  Leser in diesem Monat erwartet.

„Das Leben ist doch keine Sondergenehmigung“: In seiner Oktoberausgabe stellt „bodo“ Elias und Luis vor, die als „Guaia Guaia“ seit drei Jahren unterwegs sind: ohne Wohnung, nur mit Instrumenten, Verstärker, Laptop und ihren Schlafsäcken. Ihre Straßenkonzerte werden meist von der Polizei beendet, doch inzwischen entern sie auch große Bühnen.

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Das ABC des goldenen Zeitalterts II: F bis M

 

Das Goldene Zeitalter Foto: Birgit Hupfeld Lizenz: Copyright
Das Goldene Zeitalter Foto: Birgit Hupfeld Lizenz: Copyright

Am Schauspiel Dortmund läuft in diesen Tagen ein Stück, das an keinem Abend genau so aussieht wie beim letzten Mal: In „Das Goldene Zeitalter – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen“ rackern sich nicht nur die Schauspieler auf der Bühne ab, sondern Regie, Dramaturgie, Musik, Sound und Video gehen eine große gemeinsame Jam-Session mit Spielern und Publikum ein – bei der vorab nicht abzusehen ist, was heute genau geschehen wird. Die Theatermacher um Regisseur Kay Voges haben acht Stunden Material aus den Proben gesammelt, die nun bei jeder Vorstellung neu kombiniert werden (ruhrbarone berichtete: „Wortarm im Bildreich“, „Das Goldene Zeitalter – Drei Interviews“, „Das ABC des  Goldenen Zeitalters – A bis E“).

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Nur noch heute: Das große Ruhrbarone Bundestagswahl Tippspiel!

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Heute ist die Bundestagswahl und nach einem eher mauen Auftakt wurde der Wahlkampf in den vergangenen Tagen doch noch spannend. Und wir wollen die Spannung auf einen orgiastischen Höhepunkt treiben: Mit einem großen Tippspiel! Tippt den Ausgang der Wahl. Wer am nächsten am Ergebnis liegt, erhält von Ralf Odermann, dem legendären Logo-DJ, zwei Karten für die Logo-Club-Revisted Party am 11. Oktober im Stargate Bochum.

Und so geht es: Tragt bis 17.59 Uhr ein, welche Ergebnisse ihr für CDU, SPD, FDP, Linkspartei, Grüne, Piraten, AfD und Sonstige erwartet. Wer am nächsten dran ist wird mit einer Begleitung bei der Logo-Club-Revisted Party auf die Gästeliste gesetzt. Autoren des Blogs können mitmachen aber nicht gewinnen!

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Das ABC des goldenen Zeitalters

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Am Schauspiel Dortmund läuft in diesen Tagen ein Stück, das an keinem Abend genau so aussieht wie beim letzten Mal: In „Das Goldene Zeitalter – 100 Wege dem Schicksal die Show zu stehlen“ rackern sich nicht nur die Schauspieler auf der Bühne ab, sondern Regie, Dramaturgie, Musik, Sound und Video gehen eine große gemeinsame Jam-Session mit Spielern und Publikum ein – bei der vorab nicht abzusehen ist, was heute genau geschehen wird. Die Theatermacher um Regisseur Kay Voges haben acht Stunden Material aus den Proben gesammelt, die nun bei jeder Vorstellung neu kombiniert werden (ruhrbarone berichtete: „Wortarm im Bildreich“, „Das Goldene Zeitalter – Drei Interviews“).

Vom „größten Theaterskandal der letzten Jahre“ war zu lesen (amusio.de), von einem „einzigartige Gemisch der Eindrücke“, in dem „Ermüdung und Exaltation, Verstörung und Verzauberung eins werden“ (Sascha Westphal auf nachtkritik.de). Und worum geht es? Das Kernthema des „Goldenen Zeitalters“ ist der Kampf mit der Wiederholung – mit den alltäglichen Mühlrädern in unserer neoliberalen Gegenwart: Aufstehen und Schlafen gehen, Arbeiten und Erschöpfung, Konsumieren und Produzieren. Und um den ewigen Wettstreit zwischen Original und Kopie: Bin ich unverwechselbar und einzigartig? Oder doch nur ein lauer Aufguss des immer schon Dagewesenen? Schließlich werden aber auch die zeitlosen Sinnfragen des Daseins berührt: Der Endlose Kreislauf von Geburt und Tod.

Es gibt für die Inszenierung keine letztgültige Gebrauchsanweisung. Aber Dramaturg Alexander Kerlin hat einen ausführlichen Beipackzettel geschrieben, der bei dieser oder jener Sachfrage konsultiert werden kann – und der neugierig machen soll. Ruhrbarone veröffentlicht „Und ewig rollt das Rad des Seins – Das ABC des Goldenen Zeitalters“ in drei Portionen. Heute gibt’s die Buchstaben A bis E.

Die nächste Vorstellung ist übrigens am nächsten Samstag, 21. September, 19.30 Uhr im Schauspielhaus Dortmund.

Adam Erster Mensch, geschaffen aus Erde und Gottes-Atem. Zunächst geschlechtsloser Gärtner im Garten Eden. Nach unerlaubtem Fruchtgenuss und Versteckspiel mit → Gott erster Feld-Arbeiter. Zeugte mit seiner Frau → Eva Kain, Abel u.a. Gilt in der jüd.-chr. Tradition als Stammvater aller Menschen. Verstarb im Alter von 930 Jahren.

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Kay Voges für den FAUST nominiert

Kay VogesEin weiterer Erfolg für das Schauspiel Dortmund und den Schauspieldirektor Kay Voges: Nach den Auszeichnungen für seine Inszenierung „Einige Nachrichten an das All“ in Los Angeles und beim diesjährigen NRW-Theatertreffen ist Kay Voges nun für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2013 in der Kategorie „Regie Schauspiel“ für „Das Fest“ nominiert. Die Inszenierung wurde von Presse und Publikum gefeiert und ist ab 20. Oktober wieder am Schauspiel Dortmund zu sehen. DER FAUST wird seit 2006 als nationaler Theaterpreis verliehen. Veranstalter des Deutschen Theaterpreises DER FAUST sind der Deutsche Bühnenverein, die Bundesländer, die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste.