
Nur knapp über hundert Menschen fanden sich am vergangenen Donnerstag im großen Saal des Schauspielhauses Bochum ein, um als passiv beobachtender, aber eingebundener Teil den Konflikten der Familie Vockerat beizuwohnen. Gerade weil die Premiere von „Einsame Menschen“ von Gerhart Hauptmann, uraufgeführt im Jahr 1891, unter der Regie Roger Vontobels schon gut eineinhalb Jahre her ist, bedarf es einer Erinnerung an diese besondere Inszenierung. Von unserer Gastautorin Lu Rieland.
In Zeiten, in denen Prominenz und vielfach unterstrichener, moralischer Pathos mehr Zuschauer begeistern können als aufrichtige Analyse und Feinfühligkeit, darf diese Produktion nicht vergessen werden. Auch in der nächsten Spielzeit (2016/17) bleibt dem Repertoire des Hauses die Inszenierung mit eingespieltem Ensemble erhalten und sollte dringend mit steigenden Besucherzahlen entlohnt werden.
19.30 Uhr. Die wenigen Zuschauer finden sich langsam auf ihren Plätzen, im zur Hälfte







