Vier Jahre Haft wegen „Verschwörung zur Vorbereitung von weiblicher Genitalverstümmelung“

Aufklärung über weibliche Genitalverstümmelung (FGM) Foto: Wadi e. V.


Dieses Urteil ist ein Meilenstein in der Strafverfolgung, nicht nur, weil es die erste Verurteilung dieser Art ist, sondern auch wegen der Botschaft, die es an potenzielle Täter sendet. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Am 3. Oktober verurteilte ein Gericht in Nottingham den irakischen Kurden Emad Kaky zu vier Jahren Haft wegen »Verschwörung zur Vorbereitung von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM)« an seiner Tochter. Bislang allerdings wurden Eltern verurteilt, die ihre Töchter verstümmeln ließen, diesmal ging es um die Planung und Vorbereitung der Tat.

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Tierkommunikation: Ein Fall für Skeptiker und Tierärzte (3/3)

Pepe (Foto: privat)

Die Recherche für diesen Artikel hat mich tief in die Welt der Tierkommunikation geführt. Dabei habe ich einige interessante Zahlen und Fakten gesammelt, die ich hier gerne teilen möchte.

Dritter und abschließender Teil unserer kleinen Serie zur „Tierkommunikation“ unseres Gastautors Tom Pedall. Die ersten beiden Teil sind hier und hier zu finden.

Fakten zur Tierkommunikation

Ich habe 10 Dienstleisterinnen angeschrieben, um einige statistische Daten zu erhalten. Fünf von ihnen haben mir Rückmeldungen gegeben. Das Ergebnis: 75 bis 85 % der Anfragen betreffen lebende Tiere, während nur 5 bis 10 % der Kontaktversuche scheitern. Besonders auffällig ist, dass etwa 50 bis 65 % der Anfragen um eine zweite Diagnose neben der tierärztlichen Untersuchung gehen. Diese „Zweidiagnosen“ führten in 70 bis 85 % der Fälle zur Feststellung von Beschwerden, die Tierärzte vorher nicht entdeckt hatten.

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Tierkommunikation: Ein Blick hinter die Kulissen (2/3)

Hündin Bella (Foto: privat)

Um ein umfassendes Bild der Tierkommunikation zu bekommen, begann ich, einschlägige Websites zu durchforsten, auf denen solche Dienstleistungen angeboten werden. Diese Recherche war zeitaufwendig, aber je tiefer ich in die Materie eintauchte, desto deutlicher wurde mir das Geschäftsmodell, das sich dahinter verbirgt. Ein Gedanke, der mir immer wieder durch den Kopf ging: „Womit man nicht alles Geld machen kann.“

Zweiter Teil unserer kleinen Serie zur „Tierkommunikation“ unseres Gastautors Tom Pedall. Der erste Teil ist hier zu finden, morgen folgt der dritte Teil.

Was ist Tierkommunikation?

In einfachen Worten: Tierkommunikation bedeutet, telepathisch mit einem Tier in Kontakt zu treten – bei verstorbenen Tieren spricht man von einem Jenseitskontakt, also der Kommunikation mit der Seele des Tieres. Die Theorie dahinter besagt, dass sowohl Tiere als auch Menschen über telepathische Fähigkeiten verfügen. Bei Menschen wird das Phänomen in spirituellen Kreisen oft als Medialität bezeichnet, besonders ausgeprägt bei sogenannten „Medien“. Diese Medien behaupten, durch Telepathie Informationen von Tieren oder Verstorbenen zu empfangen und an die Halter weiterzugeben.

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Einführung in die Tierkommunikation: Zwischen Telepathie und Skepsis (1/3)

Katze Penny aus Griechenland (Foto: privat)

Erst kürzlich bin ich auf das Thema der Tierkommunikation gestoßen. Während eines Gesprächs mit meinem Tierarzt, als ich mit unserer Katze Penny zur routinemäßigen Untersuchung dort war, kamen wir zufällig auf das Thema. Der Tierarzt erwähnte das Konzept kopfschüttelnd, was mich sofort innerlich dazu veranlasste, spockmäßig die Augenbraue zu heben. „Tierkommunikation“ – dieser Begriff war mir vollkommen fremd, obwohl ich mich durch meine Aufklärungsarbeit mit „TomsTalkMystery“ bereits intensiv mit esoterischen und spirituellen Themen auseinandergesetzt habe. Allerdings lag mein Fokus bisher immer auf medialer Arbeit im Zusammenhang mit verstorbenen Menschen, nicht mit Tieren.

Wenige Tage später sah ich eine Facebook-Werbung für einen buchbaren Live-Stream zu Tierkommunikation, bei dem Interessierten für 40 Euro die Grundlagen dieser „Fellnasengespräche“ nähergebracht wurden. Die Neugier war geweckt – nicht zuletzt durch den Impuls meines Tierarztes – und mein Entschluss stand fest: Ich wollte einen Artikel darüber schreiben.

Auftakt einer dreiteiligen Artikelserie heute, morgen und übermorgen von unserem Gastautor Tom Pedall.

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„Bangemachen gilt nicht“

Erfolgreiche Angstunternehmerinnen: Sahra Wagenknecht und Alice Weidel Foto Wagenknecht: Sandro Halank, Lizenz; CC BY-SA 3.0 Foto Weidel: Olaf Kosinsky Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


„Bangemachen gilt nicht“ – dieses Motto gilt nicht für die Politik. Denn wer Angst macht, kann sich als Retter präsentieren. Ein altes Rezept, das momentan vier der fünf großen Parteien anwenden. Nicht alle mit Erfolg. Die Bevölkerung erweist sich als erstaunlich resilient. Von unserem Gastautor Michael Miersch.

„Bangemachen gilt nicht“ war angeblich Adornos Lieblingssprichwort, das es sogar in die „Minima Moralia“ schaffte. Eine Aufforderung frei und unabhängig zu denken und sich nicht „von der eigenen Ohnmacht dumm machen zu lassen.“ Denn wer sich im Abwehrmodus gegen den Untergang wähnt, sei es durch

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Wo die arabische Straße noch richtig wütend ist

Antisemitische Demo in Duisburg am 9. Oktober 2023 (Foto: Roland W. Waniek)

Der Nahe Osten ist in Deutschland vor allem eine gigantische Projektionsfläche. Da wird Bagdad schnell zu Stalingrad, Genozide finden statt und Orte sehen aus wie Dresden. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Größtenteils ist Reden über den Nahen Osten so ein Selbstgespräch der Landsleute in Dauerschleife, in dem deshalb auch die immer gleichen Phrasen seit Jahrzehnten auftauchen: Gewaltspirale, Flächenbrand und Eskalationsschraube, um nur ein paar zu nennen.

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Sahras tolle Friedenstruppe

Sahra Wagenknecht Foto (Archiv): Roland W. Waniek


Sahra Wagenknecht rief und die deutsche Friedensbewegung kam. Da sie sich bei mir um die Ecke versammelte, ging ich hin und schaute mir die Friedensfreunde einmal von nahem an. Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Ralf Stegner (SPD) hat Mut. Angesichts Hunderter wütender Israelhasser vor der Bühne den Massenmord vom 7. Oktober zu erwähnen, das bringt nicht jeder. Es brachte ihm einen Sturm aus Buh-Rufen und Pfiffen ein. Ebenso wie seine Bemerkung, es sei gerechtfertigt, der Ukraine bei ihrer Verteidigung zu helfen. Peter

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„Die unheilbringenden Ideologien, die Feinde der individuellen Freiheit und Entfaltung, sind nicht tot“

Stefan Meetschen Foto: Anna Opolska Lizenz: Copyright


Unser Gastautor Markus Günther hat Stefan Meetschens neuen Roman „Gespenster wie wir“ gelesen.  

„…etwas am Wort Duisburg hatte ihn angezogen. Etwas Graues hatte er dabei vor sich gesehen, eine deutsche Stadt, die ganz entfernt noch nach Krieg roch, eine Form von Verelendung, die zu seiner derzeitigen Stimmung passte…“ Alles andere als eine Liebeserklärung, was der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom in seinem Roman „Paradies verloren“ über die Stadt am Niederrhein schrieb. 20 Jahre später stehen diese Zeilen wie eine Einstimmung auf dem Vorsatz von Stefan Meetschens Roman „Gespenster wie wir“. Und auch er sieht bei der Wiederbegegnung mit dem Ort seiner Herkunft eine „dunkle Stadt“, die man sich beim besten Willen nicht schönreden kann. Und wie alle, die das Ruhrgebiet verlassen haben, findet er sich bei Heimkehr und Spurensuche nur schlecht zurecht, es überwiegt das Fremdsein, die Unzugehörigkeit: „Niemand kannte ihn hier.“

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Ohne Apokalypse sind die Grünen noch nie ausgekommen

Robert Habeck bei einer Podiumsdiskussion | Foto: wikipedia / Steffen Prößdorf / CC BY-SA 4.0


Jetzt wollen die Habeck-Grünen pragmatischer und moderater werden, um die geflohenen Wähler zurückzulocken und sich als Koalitionspartner für die CDU zu empfehlen. Anderseits bleiben sie bei der großen Erzählung vom Weltuntergang, der zwangsläufig einträte, wenn nicht alle menschlichen CO2-Quellen konsequent abgestellt würden. Wie passt das zusammen? Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Politische Bewegungen, die glauben, sie hätten die Ursache für alles Elend dieser Welt gefunden, sind nichts Neues. In der jüngeren europäischen Geschichte folgten die Nazis und die Kommunisten dem Wahn einer totalen Welterlösung. Für die einen waren die Juden an Allem Schuld. Für die anderen lag der Schlüssel zum Paradies in der Verstaatlichung der Produktionsmittel. Um die arische Rasse beziehungsweise die Arbeiterklasse zu retten, setzten beide

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Wellness-Revolte: Warum der Peak Woke noch lange nicht erreicht ist

Florian Friedman Foto: Gaby Schütze Lizenz: Copyright


Wer meint, mit der Demolierung des Westens durch woke Eiferer habe es bald ein Ende, übersieht ein wesentliches Merkmal dieser Bewegung: Sie nützt den Starken und schadet den Schwachen. Von unserem Gastautor Florian Friedman.

Der Gipfel der Wokeness, glauben inzwischen viele, ist längst erklommen. „Peak Woke“ wird dieser Silberstreif am Horizont in den USA genannt, wo man bereits seit längerem auf ein Abebben von Identitätspolitik, Cancel-Culture und moralischem Relativismus hofft. So durchgeknallt gerate mittlerweile, was die Non-Binären der Teddybär-Rucksack-Antifa treiben, dass die Toleranzgrenze des Normalbürgers überschritten sei. Jede Gefolgschaft werde schon bald unter Gelächter verweigert, heißt es. Flüsternd dann im Nachtrag: Vielleicht kehre sogar wieder „Normalität“ ein.

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