Buchvorstellung:  „Die Juden in der arabischen Welt“

Irakische Juden verlassen den Flughafen Lod. Quelle: Wikipedia; Lizenz: Gemeinfrei

Von unserem Gastautor Thomas Weigle

„Der Koran und die auf ihm fußende islamische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie  der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige, der Ungläubige ist <harby>, d.h. Der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen.“

Derselbe schrieb 1854 in der „New York Daily Tribune“:

„Die Muselmanen, die etwa ein Viertel der ganzen Bevölkerung bilden und aus Türken, Arabern und Mauren bestehen sind selbstverständlich in jeder Hinsicht die Herren (…). Nichts gleicht aber dem Elend und dem Leiden der Juden in Jerusalem, die den schmutzigsten Flecken der Stadt bewohnen (…), sie sind unausgesetzt Gegenstand muselmanischer  Unterdrückung und Unduldsamkeit (..). So weit  der linke Gottvater Marx, erstes Zitat in MEW, Band 10, Ostberlin 1962,S.170.

Womit einmal mehr bewiesen ist, dass die linken Antisemiten und Israelhasser „ihren“ Marx nicht kennen. Oder sie denken sich: „Der Alte hat halt nicht in allem recht.“…“ist schon lange her.“.. „alles fließt.“Oder so ähnlich. Stattdessen reden und schreiben sie sich die Lage der Juden unter dem Islam schön, so wie sich andere eine Niederlage im Westfalenderby  schön trinken.

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Ein blau-weißes Fußballwunder in der niedersächsischen Provinz

Gastautor Thomas Weigle zu Besuch in ’seinem‘ Waldstadion in Frankfurt. Foto: privat

April und Mai 1965 waren für den FC Schalke 04 keine wirklich guten Monate. Die ganze Saison 64/65 war eh schon eine Zittersaison für die Knappen, nichts für sensible Gemüter. Dabei hatte es gut angefangen.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle

Am ersten Spieltag brillierten die Gelsenkirchener bei sommerlicher Hitze  im Frankfurter Stadtwald, spielten die heimische SGE an die Wand und führten zur Pause mehr als verdient mit 2:0. Am Ende waren Frankfurter Spieler und Fans heilfroh, dass sie mit einem glücklichen 2:2 der Schalker Spielkultur entkommen waren.

Am 5. Spieltag dann Katastrophe pur für die SGE im Stadtwald-0:7 gegen den KSC!!!! Schon das nächste Spiel der 04er aber gab dann die saisonale Richtung vor. Keine Spielkultur, schwache Stürmer, ergo ein trostloses 1:1 gegen den KSC. Noch schlimmer wurde es eine Woche später: 0:3 in Lautern, dann 0:3 zu hause vs Braunschweig. Schon klopfte das Abstiegsgespenst lautstark an die Stadiontore, begehrte Einlass und richtete sich wohnlich in der Glückaufkampfbahn ein.

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Mit Rationalität gegen die Krise

Julian Nida-Rümelin Foto: Perikles Lizenz: CC BY 3.0

Julian Nida-Rümelin hat soeben mit „Die gefährdete Rationalität der Demokratie“ ein neues Buch vorgelegt. Es ist eine Demokratietheorie. Aber auch ein Weckruf zur besonnenen Analyse der momentanen Demokratiekrise. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.

Julian Nida-Rümelin schafft es seit Jahren einen Drahtseilakt zu meistern. Dieser besteht darin, erfolgreich zwischen theoretischen und praktischen Büchern hin und her zu wechseln. „Der Akademisierungswahn“ oder „Über Grenzen denken“ heißen seine praktischen Bücher der Realpolitik, die sich aber zwischendurch immer mal wieder mit akademischen Schriften bei Suhrkamp abwechseln. Seiner Theorie bleibt er auch in der Praxis treu. Zuletzt anschaulich erklärt in „Über Grenzen denken“.

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Die Landwacht in Halle – eine Bürgerwehr der Nazis

Gastautor Thomas Weigle zu Besuch in ’seinem‘ Waldstadion in Frankfurt. Foto: privat

Ein eher unbekanntes Kapitel der 1000 Jahre ist die Etablierung  der sogenannten Stadt- und Landwachen durch den Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler, deren Gründung und Tätigkeiten bisher noch nicht so sehr im Fokus der Forschung standen. Ich bin darauf eher zufällig bei Recherchen für ein anderes Thema im Haller Stadtarchiv gestoßen.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle

Das Naziregime war von Anfang an ein Polizeistaat, der ein sehr wachsames Auge auf seine Bürger hatte

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Corona: „Ich hätte meine Eltern und Omi gerne noch ein paar Jahre“

Lisa Daimagüler Foto: Privat

Es ist jetzt auch höchste Zeit das öffentliche Leben einzudämmen und Schulen, Kindergärten und Universitäten zu schließen, wie auch Home Office anzubieten.

Deutschland hat einen sehr laissez-fairen Umgang mit dem Virus und alle die denken, es sei Panikmache, rationalisieren nicht, dass wir es mit etwas Neuartigem zutun haben, das so keineswegs kontrollierbar ist.

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Greenpeace: Der Pestizidbericht kommt für Verbraucher teuer

Mähdrescher bei der Ernte. Was hat Greenpeace gegen normale Landwirte?
Mähdrescher bei der Ernte. Was hat Greenpeace gegen normale Landwirte? Photo by Joao Marcelo Marques on Unsplash

Ein Gastbeitrag von Fred Roeder, Geschäftsführer des Consumer Choice CenterEin neuer Bericht der selbsternannten  Journalismusplattform Unearthed des Umweltverbands Greenpeace vermeldet, dass ein Großteil der an Landwirte verkaufte Pestizide hochgefährlich seien. Doch diese Anschuldigungen sind schwer irreführend und können Verbraucher teuer zu stehen kommen.

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Von der Empörung zu Lösungen

Fridays for Future Demonstration in Bochum 2019 Foto. Stefan Laurin

Der Student Clemens Traub hat eine Kritik an „Fridays for Future“ geschrieben. Sie hat es in sich. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.

Während normale Bachelor-Studenten schon von 40-Seiten Bachelorarbeit überfordert scheinen und ihre Unlust in oft unüberhörbarem Nörgeln über das ach so anstrengende Studium darbieten, legt ein junger Student nun einfach mal ein Buch vor. Man kann nur froh sein, dass es solche jungen Leute noch gibt. Clemens Traub heißt der junge Mann und seine Streitschrift im Quadriga-Verlag heißt „Future for Fridays?“. Er hat einiges an der Klimabewegung auszusetzen.

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Postwachstumsideologie als Alltagsreligion und Distinktionsbedürfnis

Niko Paech auf einer Veranstaltung zur Postwachstumsökonomie Foto: Marcus Sümnick Lizenz: CC BY 3.0

Von unserem Gastautor Mathias Beschorner

Die Postwachstumsökonomie beansprucht die Lösung für die ökologische Krise und den Klimawandel zu sein, fußt auf dem Bericht des Club of Rome, bedient sich aber auch bei Anarchisten wie Silvio Gesell und Ökonomen wie Thomas Malthus, deren Werke[i] als erste (Post-)Wachstumskritiken zu betrachten sind. Viele ihrer Ansätze werden in der Schülerbewegung um Fridays For Future und im Diskurs um den Klimawandel diskutiert und durchaus als ‚radikal‘ begriffen. Inhaltlich verstehen sich die Aktivisten zumeist als recht heterogen, obwohl es einen gemeinsamen Nenner gibt: die Verurteilung von ökonomischem Wachstum, modernen Produktivkräften, Naturzerstörung und Konsumüberfluss.  Mit zumeist

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Seine Linie heißt Emanzipation

Sigmar Gabriel Foto PR

Sigmar Gabriel hat mit „Mehr Mut“ gerade ein neues Buch geschrieben. Es ist lesenswert und verrät viel darüber wer Sigmar Gabriel ist. Von unserem Gastautor Nils Heisterhagen.

„Sigmar, halt doch mal deine Linie“, so heißt ein Kapitel in der Gabriel-Biografie „Patron und Provokateur“ der Journalisten Christoph Hickmann und Daniel Friedrich Sturm. Der Vorwurf des Zick-Zack-Siggis begleitet Gabriel schon fast sein ganzes politisches Leben über.

Und doch ist der Vorwurf falsch. Die Biografen geben es gewissermaßen selbst zu, als sie in dieser Biografie auch schreiben: „Emanzipation, das ist eines der Schlüsselwörter, die er seine Karriere hindurch immer wieder benutzt“.

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Die mächtigen Kassierer zeigten Dortmunds Schauspielhaus ihr mächtiges Gemächt. Dieses Mal nicht.

Foto: Probe zu „Die Kassierer und Die Drei von der Punkstelle“ / Copyright: Birgit Hupfeld

Unser Gastautor Alex Stürze war gestern bei den Kassierern im Schauspielhaus Dortmund.

Zum zweiten Mal beehrten Die Kassierer das Dortmunder Schauspielhaus, nicht zuletzt auch um Kay Voges einen merkwürdigen Abschied zu bescheren. Die Kassierer, eine Punkinstitution nicht nur im Ruhrgebiet sondern bundesweit, existieren seit 1985. Dementsprechend hatten sie auch dieses Mal wieder ein großes Potpourri an umwerfenden Melodien im Gepäck. Von Klassikern wie „Mein Glied ist zu groß“, über „Sex mit dem Sozialarbeiter“ bis hin zu „Das schlimmste ist, wenn das Bier alles ist“ fehlte keiner der großen Hits.

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