Menschenfeindschaft bei Werderfans

Thomas Hakfe vor dem Stadion von Werder Bremen Foto: Privat

Von unserem Gastautor Thomas Hafke

Die Bundesliga ist wieder los gegangen und die Fans kommen zurück in die Stadien und mit ihnen eventuell auch die alten Probleme wie Gewalt und Rechtsextremismus. Immerhin haben in den Stadien heute Rassismus und Rechtsextremismus abgenommen. Dafür haben die Fans selbst und auch die Vereine gesorgt, die mittlerweile aktiver sind Menschenfeindlichkeit beim Fußball einzudämmen oder Nazis zu verbannen. Es bleibt zu hoffen, dass sich dies durch Corona nicht ändert. Allerdings gilt dies nicht für die Welt im Internet, wo Fans nach wie vor beinahe ungehindert andere Menschen diskriminieren können.

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Little Istanbul und Chinatown im Ruhrgebiet

Kaiser-Wilhelm-Straße in Duisburg Marxloh Foto: Cfbolz Lizenz: CC-BY 4.0

Unser Gastautor Wilhelm Klümper hat einen Vorschlag für die Revitalisierung von Stadtteilen im Ruhrgebiet.

Die meisten türkischen Migranten im Ruhrgebiet leben weitgehend unter sich, in den einstmals stolzen Arbeiterstadtteilen. Die von den Stadtplanern erhoffte soziale und ethnische Mischung mit der deutschen Bevölkerung nach der ersten türkischen Einwanderungswelle in den 1970er Jahren ist gründlich misslungen.

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Immer am 11. September läuten die Glocken der Christuskirche in Bochum

Christuskirche Foto: Ayla Wessel Lizenz: Copyright

Die Glocken der Christuskirche Bochum läuten nur einmal im Jahr: immer am 11. September von 14:46 bis 15:03 Uhr. Sie erinnern an die Opfer des Terrors und daran, dass es an diesem Tag vor 19 Jahren etwas gegeben hat, was es nie zuvor gegeben hat: ein weltweites Mitfühlen, das Menschen über alle Unterschiede hinweg miteinander verbunden hat. Als hätte die Menschheit für einen Moment die Augen aufgeschlagen. Heute flirtet eine Hautevolee mit Achille Mbembe, dem Philosophen des Terrors, er nennt die liberalen Demokratien „demokratische Regime“.  Von unserem Gastautor Thomas Wessel.

“Ort: Bochum. Bezeichnung: Christuskirche. Zeitpunkt des Luftangriffs: Nacht vom 13. zum 14. Mai 1943. Art der Beschädigung: T.” Eine dürre Mitteilung auf dünnem Papier. T steht für “Totalverlust”, darunter der Zusatz “bis auf den Turm”. Die Bochumer Presse  –  Guernica lag zerbombt, Rotterdam, Warschau, Coventry  –  empörte sich über „das kulturschänderische

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Alfred Ries: Eine nicht abgeschlossene Geschichte über deutschen Neid und Antisemitismus.

Thomas Hakfe vor dem Stadion von Werder Bremen Foto: Privat

Der ehemalige Werder-Präsident, Geschäftsführer der Böttcherstraße, Diplomat für die Bundesrepublik, Rotarier und DFB- sowie DSB-Vorstandsmitglied Alfred Ries war Jude. Das wurde ihm zum Verhängnis – in mehrfacher Hinsicht. Von unserem Gastautor Thomas Hafke.

Alfred Ries, geboren 1897 in ordentlichen Verhältnissen in Bremen, wurde mit 12 Jahren Werder-Mitglied. Im bürgerlichen Verein aus der Bremer Neustadt engagierte er sich für die verschiedensten Sportarten des SV von 1899, der anfangs als Fußballclub gegründet worden war.

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Corona: „Das Gaspedal muss warten, leider noch eine ganze Weile!“


Von unserem Gastautor Dirk Specht.

Dass Covid-19 sich nicht von selbst verzogen hat und auch im Sommer sehr aktiv sein kann, sieht man an den Daten der USA, wo mangels Gegenmaßnahmen wie ein Uhrwerk Neuinfektionen und ebenso Sterbefälle erzeugt werden. Auch die Gerüchte über abschwächende Mutationen des Virus lassen sich in den großen Zahlen nicht ablesen. Es war insofern richtig, auch den Sommer in Europa nicht zur coronafreien Zeit zu erklären.

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Ameisen und Grillen

Von unserem Gastautor Michael Wuliger.

AMEISEN UND GRILLEN
Besser wissen heißt nicht besser können: Warum Intellektuelle in jüdischen Gremien scheitern

Es war bei einem Evangelischen Kirchentag vor einigen Jahren. Auf einer gut besuchten Veranstaltung des “Arbeitskreises Juden und Christen” sprach Micha Brumlik. Das weitgehend christliche Publikum war sichtlich angetan von dem, was er zu sagen hatte. “Der sollte an der Spitze des Zentralrats stehen”, meinte ein neben mir sitzender Herr. “Dann würde auf die Juden mehr gehört.”

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Gastronomie: „Eine zeitnahe Rückkehr zu einer irgendwie gearteten Normalität steht in den Sternen“

Szenenkneipe „Mandragora“ im Bochumer Bermuda-Dreieck (Foto: Roland W. Waniek)

Ein frisches, kühles Fiege-Pils, eine Currywurst  und ein entspannter oder auch aufregender Abend im Bermuda3Eck – für viele Bochumerinnen und Bochumer gibt es kaum Besseres. In normalen Zeiten wird das Treiben in Bochums Kneipenviertel gerne mit einem Augenzwinkern mit dem Ballermann verglichen. Als es aber im März diesen Jahres zum Lockdown kam, war von Normalität nichts mehr zu spüren – weder für Bochumerinnen und Bochumer, die ausgehen wollten noch für Gastronomen, Kino- und Clubbetreiber. Nur langsam wurden die Maßnahmen – unter Beachtung strenger Hygieneauflagen – gelockert. Unser Gastautor  Olaf in der Beek ist Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender der FDP Bochum.

Gespräche mit Betroffenen eröffnen einen ernüchternden Blick auf die harten Zahlen und Fakten. Die Unternehmen im Bewirtungs- und Beherbergungsgewerbe gehen auf dem Zahnfleisch.

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Teil 3: Corona-Tagebuch aus einem israelischen Altenheim

Oliver Vrankovic im israelischen Altenheim Foto: Oliver Vrankovic

In den ersten beiden Teilen seines Tagebuchs hat unser Gastautor Oliver Vrankovic den Beginn von Corona in Israel nachgezeichnet und die Anstrengungen des Heims ein Eindringen und ein Verbreiten innerhalb des Heims zu verhindern, sowie den folgenden Rückgang der Infektionen.

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Ruhrtriennale: 3 Jahre Carp, 3 Jahre BDS, 3 Ergebnisse

Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2018

Wenig Kunst, viel Carp. Das ist ein Ergebnis, das Stefanie Carp, scheidende Intendantin der Ruhrtriennale, am Ende ihrer drei Spielzeiten verbucht, es festzustellen ist nicht neu. Das andere ist, was die Debatten über BDS und hippen Hass auf Israel denn nun erbracht haben, auch da gibt es Ergebnisse, ein gutes und ein schlechtes. Von unserem Gastautor Thomas Wessel.

Dem DLF Kultur hat Stefanie Carp jetzt zum Abschied ein viertelstündiges Interview gegeben, längere Passagen daraus sind unten auf der Seite dokumentiert. Darin bilanziert sie die von ihr ahnungslos ausgelöste („ich wusste damals überhaupt nicht, was BDS überhaupt ist“), dann

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Corona: Die steigenden Zahlen wieder einfangen


Die Sterberate pro bestätigter Fälle (CFR) ist ein recht guter Indikator zur Beurteilung der Testsituation und auch des aktuellen Infektionsgeschehens. Dass der Wert im Ländervergleich so starke Unterschiede aufweist, liegt im Wesentlichen an der Dunkelziffer. Von unserem Gastautor Dirk Specht.

Leider gelingt es vielen Ländern offensichtlich bis heute nicht, eine gute Testbasis aufzubauen. Da die tatsächliche Sterberate (IFR) inzwischen recht gut erforscht ist und sich je nach Situation des Gesundheitssystems sowie der Soziodemografie der Gesellschaften in einer Bandbreite von 0,5% bis maximal 1,5% bewegt, sieht man, dass Südkorea wohl mit der Testung am nächsten an die Wirklichkeit herankommt. Hier dürfte die Dunkelziffer im Korridor von Faktor 2 bis 4 liegen, in Deutschland 5 bis 7, in Italien eher bis zu 20.

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