Wolfgang Pohrt: Die Tophits der 70er, 80er und 90er und das Beste von heute!


Am Donnerstag, den 11. April, lädt die Redaktion antideutsch.org in die Räume des Zerzausten GrießKrams zu einem Abend in memoriam Wolfgang Pohrts. Klaus Bittermann, der Verleger Pohrts, wird den Abend mit einem kleinen Vortrag über das Schaffen Pohrts beginnen. Anschließend werden ein paar Schreiberlinge, die sich in pohrtscher Tradition wähnen, jeweils einen Text aus dem vielfältigen Werke Wolfgang Pohrts lesen und vorstellen. Wir haben Klaus Bittermann vorab einige Fragen zu Wolfgang Pohrt gestellt.

Herr Bittermann, würden sie es als ironischen Erfolg von Wolfgang Pohrt bezeichnen, dass am Ende einer jahrzehntelang Kritik an der Linken, sich nach seinem Tod kaum jemand an ihn erinnert?

Als Kritiker der Linken macht man sich nun mal keine Freunde. Das hat Pohrt gewusst und in Kauf genommen, dass er nicht gerade große Beliebtheitswerte hatte, im Gegenteil, er hat es bewusst in Kauf genommen, weil er davon ausging, dass sich Erkenntnis nur im Streit, im Dissenz finden lässt und nicht in reiner Affirmation. Dass er überhaupt einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde, liegt an der historischen Konstellation, die Pohrt Anfang der 80er Jahre vorfand, als die Friedensbewegung sich auf dem Gipfel ihres Erfolgs befand und deshalb auch Kritiker Erfolg hatten durch den vehementen Widerstand, auf den sie stießen.

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Falsch Verbunden – Fünf Thesen zum deutschen Datenstau

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Exportweltmeister und Wirtschaftsmacht, aber trotzdem Digitalverlierer. Dass Deutschland so schlecht verbunden ist, hat viele Gründe. Hier sind fünf davon, gesammelt von unserem Gastautor Fred Cyrus Roeder, Ökonom und Geschäftsführer des Consumer Choice Centers.

Deutschland, die digitale Wüste in der Datenverkehr nur im Schneckentempo vorankommt: Aktuell gehört dieses Bild zu jeder guten politischen Diskussion. Dafür, dass sämtliche Politiker die Digitalisierung zur Chefsache machen wollen, sieht es verdammt düster aus. Der phänomenal schlechte Netz- und Breitbandausbau in Deutschland kennzeichnet sich durch fünf wesentlichen Punkte.

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Oberhausen: Wie kann man seinen Kopf verlieren?


Viele Besucher waren der Einladung der Freunde der Archäologie im Raum Oberhausen (FARO e.V.) zur Einweihung des neuen Vereinsraum gefolgt. In zäher Kleinarbeit und mit viel Fantasie haben die Vereinsmitglieder nicht nur ihren Raum. sondern bereits die Eingangshalle und einen Teil des Schulhofs umgestaltet. Draußen. Von unserem Gastautor Helmut Junge.

vor dem Eingang suchten Kinder spielend mit Metallsonden im angeschütteten Sand nach vergrabenen Gegenständen. Die Freude am Suchen und Finden muss wohl in der Natur der

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Nordkorea, mon amour – Laibachs progressiver Klammerblues


Eine sehr griffige Anekdote aus der Frühzeit des mit Laibach eng verknüpften Kollektivs NSK (Neue Slowenische Kunst) ist die einstige Teilnahme beim traditionellen Jugendkunstwettbewerb im Rahmen von Titos Geburtstagszeremonien: Mit einem Gemälde eines athletischen Fackelträgers mit Standarte, auf der ein Emblem der jugoslawischen Flagge und eine Friedenstaube abgebildet waren, wurden sie zum Sieger gekürt. Kurz darauf wurde erkannt, dass das Bild die Überarbeitung eines Werks des Nazikünstlers Richard Klein war. Die jugoslawischen Farben überdeckten ein Hakenkreuz und wo die Friedenstaube abgebildet war, sieht man im Original einen anderen Vogel… 

Ein Gastbeitrag von Julian Gerhard

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Gaza: Ihr liebt den Tod. Wir wollen leben.

Gaza
Gaza
Menschen in Gaza stehen in einer Schlange um Brot zu kaufen. Foto: Al Jazeera English CC BY-SA 2.0

Ignoriert von der europäischen Palästinasolidarität sowie den großen arabischen Medien, fanden vergangene Woche Proteste der Bevölkerung des Gazastreifens, gegen die in der Küstenenklave herrschende Hamas statt. Ein Bericht von unserem Gastautor Marcus Penther.

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Der Brexit im Kät-Toon

Das Kuddelmuddel um den Brexit geht in die nächste Runde: die Abgeordneten sind gegen einen „No Deal“ und gegen den Deal von Theresa May. Den Brexit einfach zu stoppen, finden sie wohl auch undemokratisch. Ein weicher Brexit steht noch im Raum: Handelsabkommen plus Zollunion und/oder eine enge Anlehnung an den Binnenmarkt. Möglich wäre auch eine neue Volksabstimmung, wobei unklar ist, über welchen Deal. Es bleibt kompliziert…

Ruhrtriennale: Kunst und Gesellschaft

Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2018


Die Intendantin der Ruhrtriennale Stefanie Carp ließ letztes Jahr schon von sich hören. Damals lud sie Künstler ein, die den antisemitischen BDS unterstützten. Was sie nun in einem Interview mit dem WDR äußerte, setzt den Ekel, den sie hofierte, gelassen fort. Im weiteren Verlauf einige Anmerkungen zu den Aussagen, die sie lieber für sich behalten hätte. Das gesamte Interview lässt sich im Netz finden . Von unserem Gastautor Ioannis
 Dimopulos.

Fundament der Problematik, die in der Person Stefanie Carp artikuliert wird, ist eine verkürzte und im postmodernen Diskurs ertränkte These: Es gäbe nicht mehr viele Länder in Europa „die

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Jüdisches Museum Berlin: Deutschland von seiner erbärmlichen Seite

Das Jüdische Museum mit dem Libeskind-Bau Foto: Marek Śliwecki Lizenz: CC BY-SA 4.0


Am 8. März 2018 wurde der Kulturrat des Regimes der Islamischen Republik, Seyed Ali Moujani, zu einer Führung durch das Jüdische Museum zu Berlin eingeladen. Zu dieser Führung wurde Moujani vom Direktor des Museums, Peter Schäfer, persönlich empfangen. Von unserer Gastautorin Anastasia Iosseliani.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Im Deutschland des Jahres 2019, in dem Synagogen und andere jüdische Institutionen, wie Kindergärten,  wegen mörderischer Antisemiten rund um die Uhr von der Polizei bewacht werden müssen, empfängt eine deutsche Institutionen den Repräsentanten eines mörderischen Regimes, das Menschen am helllichtem Tage an Baukränen aufhängt, in dem Frauen, bestenfalls, Bürger zweiter Klasse sind und das, dem Juden unter den Staaten, Israel, mit der Vernichtung droht. Nicht nur das: Durch

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Verdrehte Sichtweisen im Kät-Toon

„Wie funktioniert das Pariser Klimaschutzabkommen für Frankreich?“, schrieb der US-Präsident Donald Trump vor ein paar Stunden auf Twitter. Seine Antwort lieferte er selbstverständlich gleich mit: „Nicht so gut, schätze ich, nach den seit 18 Wochen anhaltenden Unruhen der Gelbwesten-Demonstranten!“ Zugleich lobte Trump seine eigene Klimapolitik. Die USA seien in „allen Listen zur Umwelt an die Spitze aufgestiegen“, so seine Sichtweise. Nun, die allgemeinen Sichtweisen zu verdrehen, dass kann Flamingo Frederick sogar noch besser als Donald Trump…