Es hat hierzulande beinahe schon Tradition, dass man während größeren Events wie z.B. einer Fußball-WM strittige Gesetze den Bundestag passieren lässt. Beispiele? 2006, die Erhöhung der Mehrwehrsteuer, 2010, die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge und 2012 während der EM 2012, unser persönlicher Liebling das neue Meldegesetz welches in sagenhaften 57 Sekunden durch den Bundestag gepeitscht wurde nur um dann später wieder vom Bundesrat zur Korrektur kassiert zu werden. Ein Gastbeitrag von Anonymous Germany.
Worum ging es dieses mal? Werfen wir doch einen Blick darauf.
Verfasst hat er sie unter der Bezeichnung „W. G. Meister“ – so auch der Namen seiner Homepage – und sie als sein „Meisterwerk“ bezeichnet: Die dreibändige Monographie „Christlich-europäische Leitkultur. Die Herausforderung Europas durch Säkularismus, Zionismus und Islam“ des baden-württembergischen AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Wolfgang Gedeon belegt einen in sich geschlossenen, antisemitischen Verschwörungsglauben.
Dennoch musste der AFD-Bundesvorsitzende und Südwest-Fraktionsvorsitzende Prof. Jörg Meuthen seinen Antrag auf sofortigen Fraktionsausschluss Gedeons vertagen – die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit war nicht in Sicht. Unser Gastautor Dr. Michael Blume hat sich Gedeon und seine Schriften sehr genau angeschaut.
Ulrich Kutschera Foto: X. Wang, San Francisco, CA, USA Lizenz: CC BY-SA 3.0
Der Biologieprofessor Ulrich Kutschera, der im letzten Jahr durch seine Tiraden gegen Gender Studies, Feminismus und Flüchtlinge von sich reden machte, hat auf seiner Reise nach rechts außen einen weiteren Schritt getan und in Jürgen Elsässers Compact-Magazin wüste Verschwörungstheorien verbreitet. Von unseren Gastautoren Fabian Bärig und Floris Biskamp
Ein wenig enttäuscht waren wir doch, als wir so lange nichts Neues von Ulrich Kutschera zu hören bekamen. Nachdem der Kasseler Professor für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie uns im letzten Jahr gleich mehrfach durch seine erfrischend kenntnisfreien Thesen über Geschlechterforschung überrascht und für 2016 eine diesbezügliche Schwerpunktsetzung angekündigt hatte, verfolgten wir seine Aktivitäten mit einer gewissen Erwartungshaltung.
Diese wurde jedoch bitter enttäuscht. In seinem Buch Das Gender-Paradoxon leistet Kutschera nicht mehr, als sein hinlänglich bekanntes Unverständnis in Sachen Geschlechterforschung, Wissenschaftstheorie und Sozialwissenschaften auf quälend langen 440 Seiten auszubreiten. Daher überrascht es kaum, dass das Traktat von den üblich-verdächtigen „maskulinistischen“ Online-Communities abgesehen mit der wohlverdienten Missachtung gestraft wurde.
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Neu, aber angesichts der Hasstiraden auf weibliche Kolleginnen und der rassistischen Äußerungen über Flüchtlinge wenig überraschend, war allenfalls, dass der früher als Kritiker
Am 19. Juni 2016 verstarb Wolfgang Welt, der Popliterat von der Bochumer Wilhelmshöhe. Seine größte Zeit als Autor hatte er vor 35 Jahren als Redakteur beim Stadtmagazin MARABO. Unser Gastautor Peter Krauskopf hat diese Zeit miterlebt.
Es muss nach 2005 gewesen sein, MARABO gab es schon nicht mehr, und Wolfgang Welt hatte seit über 20 Jahren dort nichts mehr geschrieben, als ich die Bochumer Buchhandlung Jansen betrat. Dort stand er und redete zu der Buchhändlerin so begeistert von seiner Arbeit bei dem Stadtmagazin, als sei das alles gestern erst passiert. Als er merkte, dass sein ehemaliger Chefredakteur hinter ihm stand, fielen die von den vielen Psychopharmaka aufgedunsenen Gesichtszüge von einer glücklichen Lebhaftigkeit zurück in eine indolente Starre, er sagte kurz
Unser Gastautor Helmut Junge hat sich mit der Geschichte des europäischen Kolonialismus beschäftigt. Die Reihe hatte ihren Ursprung in verschiedenen Diskussionen hier im Blog.
Seit das Christentum und später auch der Islam mit einem Machtanspruch in die Weltgeschichte eintraten kollidierten ihre Interessen mit den jeweiligen anderen Machtzentren der Welt, aber auch untereinander. Rund um das Mittelmeer, in Europa, Nordafrika und Kleinasien sind Christentum und Islam als letzte zwei Machtzentren verblieben. Ihre gegenseitigen Beziehungen sind geprägt, sowohl von kriegerischen, als auch friedlichen Zeiten. Häufig wird von den Geschichtsschreibern vergessen, dass es zwischendurch auch immer Phasen der gegenseitigen Kooperation gegeben hat, wie es auch Phasen kriegerische Auseinandersetzungen innerhalb jedes der beiden Blöcke gab und auch gibt. Häufig genug gab es in solchen Zeiten auch Bündnisse mit Bündnispartnern, die jeweils der anderen Religion
Wer sich neue humanistische Politikansätze wünscht, muss damit anfangen, die Freiheit ernst zu nehmen. Von unserem Gastautor Frank Furedi.
Der Begriff „Libertarismus“ hat über die Jahrhunderte hinweg eine Vielzahl von Interpretationen erfahren. An einem Ende des politischen Spektrums wurde er mit rechtsgerichteten Anhängern des freien Marktes in Verbindung gebracht, am anderen Ende mit radikalen Anarchisten. Ende des 19. Jahrhunderts bezeichneten sich manche als libertäre Sozialisten oder sogar libertäre Kommunisten. Heute assoziiert man mit dem Begriff Libertarismus eine Ablehnende Haltung gegenüber dem Anwachsen staatlicher Interventionen ins soziale und ökonomische Leben.
Einsame Menschen Foto: Schauspielhaus Bochum Lizenz: Copyright
Nur knapp über hundert Menschen fanden sich am vergangenen Donnerstagim großen Saal des Schauspielhauses Bochum ein, um als passiv beobachtender, aber eingebundener Teilden Konflikten der Familie Vockerat beizuwohnen. Gerade weil die Premiere von „Einsame Menschen“ von Gerhart Hauptmann, uraufgeführt im Jahr 1891, unter der Regie Roger Vontobels schon gut eineinhalb Jahre her ist, bedarf es einer Erinnerung an diese besondere Inszenierung. Von unserer Gastautorin Lu Rieland.
In Zeiten, in denen Prominenz und vielfach unterstrichener, moralischer Pathos mehr Zuschauer begeistern können als aufrichtige Analyse und Feinfühligkeit, darf diese Produktion nicht vergessen werden. Auch in der nächsten Spielzeit (2016/17) bleibt dem Repertoire des Hauses die Inszenierung mit eingespieltem Ensemble erhalten und sollte dringend mit steigenden Besucherzahlen entlohnt werden.
19.30 Uhr. Die wenigen Zuschauer finden sich langsam auf ihren Plätzen, im zur Hälfte
Vom Einwanderungsland zur Einwanderungsgesellschaft.Unser Gastautor Aladin El-Mafaalani ist Professor für Politikwissenschaft, Politische Soziologie, und Sozialpolitik an der FH Münster. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Aus heutiger Perspektive erscheint diese Aussage fast schon tautologisch – aber sie war lange Zeit höchst umstritten. In einem geographisch definierten Raum findet quantitativ bedeutende Einwanderung, also ein auf Dauer angelegter internationaler Wechsel des Lebensmittelpunkts, statt – mehr bedeutet es eigentlich nicht. Obgleich Einwanderung seit den 1950ern stattfindet, hat diese Tatsache erst zur Jahrtausendwende den Weg ins (nationale) Bewusstsein geschafft. Seit einigen Jahren ist der Weg von einem Einwanderungsland hin zu einer Einwanderungsgesellschaft beschritten. Deutsche mit internationaler Geschichte sind in der Gesellschaft verankert, gestalten aktiv mit und übernehmen Verantwortung. In Kunst und Kultur, Medien und Wissenschaft, Politik und Wirtschaft – sie sind nicht mehr zu übersehen. Dennoch ist der schon eingesetzte und sich beschleunigende gesellschaftliche Wandel noch nicht reflexiv erfasst worden. Er ist nicht im Bewusstsein verankert.
Madagaskar!? Und schon wieder so ein Reiseziel, dessen Namen man zwar gehört hat, aber irgendwie auch nicht mehr. Es gilt für viele als absolut exotisches Reiseziel. Madagaskar ist flächenmäßig nach Indonesien die zweitgrößte Insel der Welt, reich beschenkt von einer einzigartigen Natur. Die Insel ist der afrikanischen Ostküste vorgelagert und wird durch den Kanal von Mosambik vom Festland getrennt. Madagaskar hat neben seinen weltbekannten Lemuren viel zu bieten: großartige und herzliche Menschen, Palmen, weiße Strände, saftige Felder und fruchtbare Wildnis warten auf abenteuerliebende Reisende.
Unsere Gastautorin Franziska Krasnici hat das Land vor kurzem bereist und möchte Euch in ihrem Gastbeitrag die „Rote Insel“ Madagaskar vorstellen.
Florenz ist wird von vielen aufgrund seiner umfangreichen Kunstsammlungen gerne als Gesamtmuseum betrachtet. Natürlich ist das alleine bereits eine Reise wert, doch Florenz hat darüber hinaus noch viel mehr zu bieten: mit 400 PS im Sonnenuntergang durch die malerischen Hügel von Florenz, das Tattoo von Michelangelos David entdecken, den Geschmackssinn beim Olivenöl- und Balsamico-Tasting oder beim alljährlichen Gelato-Festival verfeinern, oder einen Ohrenschmaus in der Oper genießen und anschließend den Abend bei einem Cocktail in einer der feinsten Rooftop-Bars der Stadt ausklingen lassen.
Unsere Gastautorin Franziska Krasnici möchte Euch, nachdem sie uns in der Vorwoche ja in das ferne Myanmar entführt hatte, in ihrem heutigen Gastbeitrag Florenz auf eine etwas andere Art vorstellen.
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