Dortmund: Subrosa schließt nach 25 Jahren


Jede Party hat ein Ende und selbst die Binsenweisheit aus dem Munde von Ex-Trio-Sänger Stefan Remmler stimmt: alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Nach 25 Jahren Gastro-Betrieb der Hafenschänke Subrosa schließt die schönste Kneipe Dortmunds nun mit drei Funeral Days: von heute an (Mittwoch, 11. Juli) bis übermorgen (Freitag, 13. Juli) werden die letzten Biere ausgeschenkt. Auf der website vom subrosa steht dazu: „Alles dreht sich, alles bewegt sich. Nichts ist wie es scheint; schon gar nicht wie es war. Und niemals wird es wieder so sein. Das geht auch an einer gewissen hafenschaenke.de nicht vorüber.“ Vielleicht ist es ja doch so, dass man aufhören soll, wenn es am Schönsten ist. Wir zumindest werden das subrosa in der oftmals einfältigen Kulturszene vom Ruhrgebiet unendlich vermissen.

Update: Mittlerweile hat der Besitzer Gründe für die Schließung genannt:  „In den letzten Jahren überschlugen sich die Ereignisse, auf die es adäquat zu reagieren galt (Rauchverbot, Ausstieg aus dem Fußballsegment, Veränderung der Mitarbeiterstruktur etc.) und die Doppelbelastung mit Bar- & Eventmanagement wurde schließlich zu viel, sodass nun weitere Meilensteine bevorstehen“

»Der Brexit wird zigtausende von Arbeitsplätzen kosten«

Brexit: Wahllokal 2016 Foto: LavaBaron Lizenz: CC BY-SA 4.0

An der Universität Manchester unterrichtet Dr. Edgar Klüsener seine Studenten in den Fächern Neuerer Geschichte, Soziologie und Politik. Geboren ist er im Jahr 1962 in Herne, aufgewachsen ist er in Hagen. Seit 1998 wohnt der Westfale mit Frau und drei Töchtern in Manchester. Dort bekommt der Historiker und Autor mit deutschem Pass die Umwälzungen des Brexits direkt vor der eigenen Haustür mit. Doch der Kontakt zur alten Heimat ist noch nicht abgebrochen – noch regelmäßig besucht Edgar seine Eltern, die nach wie vor im Ruhrgebiet wohnen. Im Gespräch probiert Klüsener die vielen Widrigkeiten und Verwirrtheiten rund um den Brexit aufzuzählen.

Hallo Edgar Klüsener, wie nimmst du gerade die Stimmung in Großbritannien wahr?

Edgar Klüsener: »Es gibt zwei Aspekte, der eine ist natürlich, dass ich persönlich betroffen bin. Die Lage ist etwas kompliziert: ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit, meine Frau die amerikanische und die englische, meine Kinder nur die britische. Je nachdem wie nun die Rolle

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Wildes Herz: ein mitreißender Film über Feine Sahne Fischfilet

Monchi Foto: MM Filmpresse


Regisseur Charly Hübner begibt sich mit der Dokumentation „Wildes Herz“ auf eine sehr bodenständige und humorvolle Reise mit urigen Protagonisten. Ausgangspunkt seiner filmischen Biografie ist Mecklenburg Vorpommern und die Band Feine Sahne Fischfilet. Sie spielen Ska-Punk und haben sich im Jahr 2007 gegründet. Ihr Sänger Jan „Monchi“ Gorkow steht bei diesem Porträt im Vordergrund und wird intensiv und schonungslos durch sein Leben begleitet. Altes Archivmaterial und gefilmte Nahaufnahmen ergeben so ein sehr berührendes Porträt – von einem echten Typen mit vielen Ecken und noch mehr Kanten.

Jarmen ist mit knapp 3000 Einwohnern ein kleines Dorf in den Weiten Mecklenburgs. „Ich kann mir nicht vorstellen in einer Großstadt zu leben, ich wohne zehn Minuten vom Strand weg. Da gibt es nichts Geileres“, sagt Monchi über seine Heimat. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte ist hier eine Band entstanden, die etwas zu sagen hat. Auf dem Land ist wenig los – und wer in die Langzeit-Abeitslosigkeit abrutscht, ist anfällig für die Parolen von rechten Parteien.

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