Spex macht online weiter

Damit hat fast niemand gerechnet: die Spex macht weiter
Damit hat fast niemand gerechnet: die Spex macht weiter
Damit hat fast niemand gerechnet: die Spex macht weiter

Gute Nachrichten für Popkultur-Freunde: nach dem Print-Ende von Deutschlands Popkultur-Flaggschiff Spex will das Redaktionsteam ab Februar 2019 weiter im Internet existieren. Mit einem Bezahlmodell von monatlich zwei Euro können Interessierte dann exklusiv auf 38 Jahre Verlagsgeschichte den Zugriff erhalten.

Der Redakteur Dennis Pohl schreibt dazu auf spex.de: „Letztlich gab es zwei Möglichkeiten, auf den jüngsten Einschnitt zu reagieren. Wir hätten uns bequem darüber beschweren können, dass das vermaledeite Internet uns die schönen Jobs wegfrisst, mit seiner Gleichzeitigkeit jegliche Pop-Kritik obsolet macht und überhaupt alles beschissen ist. Oder eben den neuen Vorzeichen entgegen zu treten, zum beherzten Sprung ins Ungewisse anzusetzen und einen Vorschlag zu formulieren, wie relevanter, unabhängiger Journalismus in Zeiten des Glasfaserkabels aussehen kann.“

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#Adventskalender #20

Disco Colada - das Duo serviert heiße Beats mit viel Retro-Flair / Foto: Markus Mielek
Disco Colada - das Duo serviert heiße Beats mit viel Retro-Flair / Foto: Markus Mielek
Disco Colada – das Duo serviert heiße Beats mit viel Retro-Flair / Foto: Markus Mielek

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band, einen Musiker/in oder ein DJ-Kollektiv aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 20: Disco Colada. Das Dortmunder DJ-Duo Disco Colada hat sich dem Retro-Disco-Sound verschrieben. Sie werfen das Wissen und Know-How von Kool & the Gang, Giorgio Moroder und Chic in den Mixer, setzen zeitgemäße Floor-Beats drunter und beamen das ganze mit einem scharf geschalteteten Vintage-Filter in die Neuzeit. Zudem veranstalten die beiden Colada-Boys zwei Mal im Jahr die Night Moves-Party.

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#Adventskalender #19

Kreator - eine Band, die überall auf der Welt großen Zuspruch erfährt / Foto: Nuclear Blast
Kreator - eine Band, die überall auf der Welt großen Zuspruch erfährt / Foto: Nuclear Blast
Kreator – eine Band, die überall auf der Welt großen Zuspruch erfährt / Foto: Nuclear Blast

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 19: Kreator. Im Jahr 1985 erschien mit „Endless Pain“ die erste LP von Kreator. Aus kleinen Verhältnissen stammend hat sich die Band zur Weltmarke etabliert, Fans haben sie in Südamerika, Australien oder Japan. Ihr Proberaum ist noch immer in Altenessen, ganz nah an der Zeche Carl. „Es gibt keinen Grund das zu ändern“, sagt Mille – und diese heimatverbundene Bodenständigkeit wirkt sympathisch und plausibel.

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#Adventskalender #18

Tom Liwa - für die linke Spur zu langsam, für die rechte zu schnell / Fotocredit: Marian Lenhard
Tom Liwa - für die linke Spur zu langsam, für die rechte zu schnell / Fotocredit: Marian Lenhard
Tom Liwa – für die linke Spur zu langsam, für die rechte zu schnell / Fotocredit: Marian Lenhard

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band oder einen Interpreten aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 18: Tom Liwa. Dieser Duisburger Barde war Mitte der Neunziger Jahre mit seiner Band Flowerpornoes ein wichtiger und bodenständiger Außenposten der sogenannten Hamburger Schule – Musiker wie Bernd Begemann oder Jochen Distelmeyer von Blumfeld haben sein Schaffen oft gewürdigt. So gilt Liwa als einer der einflussreichsten deutschsprachigen Songschreiber in der Popkultur.

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#Adventskalender #17

Attic - Heavy Metal im Gruselfilm-Format
Attic - Heavy Metal im Gruselfilm-Format
Attic – Heavy Metal im Gruselfilm-Format

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 17: Attic. Mit einem geschmackssicherem Händchen für Einzelheiten und einem herausragenden Sänger, der das hohe Stimm-Falsett wie kaum ein zweiter beherrscht, orientiert sich diese Band am traditionellen und klassischen Heavy-Metal-Sound der frühen 1980er Jahre. Diese Band kreuzt die Schwerter aus rostfreiem Stahl. Wie kaum ein anderes Ensemble, präsentiert das Quintett perfekt das Ruhrgebiet, denn die Attic-Mitglieder stammen aus Dortmund, Gelsenkirchen, Lünen und Duisburg, geprobt wird in Wattenscheid.

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#Adventskalender #16

Linda Bockholt - Songwriting mit einem Lächeln im Gesicht | Foto: Dirk Krogull
Linda Bockholt - Songwriting mit einem Lächeln im Gesicht | Foto: Dirk Krogull
Linda Bockholt – Songwriting mit einem Lächeln im Gesicht | Foto: Dirk Krogull

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 16: Linda Bockholt. Diese Singer und Songwriterin wurde 1985 in Heppenheim geboren. Irgendwann verschlug es sie und ihre Familie nach Wattenscheid. Hier lebte die heute 33-jährige seit ihrem sechsten Lebensjahr, ging zum Hellweg Gymnasium. Linda kaufte sich vom Führerschein-Geld ihre erste Gitarre und machte frühe musikalische Erfahrungen: „Meine Mutter hatte Platten von Kris Kristofferson, Dolly Parton und Kenny Rodgers. Ich hab das gehasst“, so erzählt sie von ihrer musikalischen Sozialisation – und ergänzt: „Heute verstehe ich das aber“. Linda absolvierte 2008 erfolgreich den Popkurs in Hamburg an der Hochschule für Musik und Theater und ist seitdem als freiberufliche Musikerin tätig.

Ihr musikalischer Weg war mit einigen Umwegen und Schlenkern gepflastert. Sie begann zunächst mit dem Background-Gesang in einer Hardcore-Band. Kurze Zeit später wurde sie Frontfrau der Trash-Disco-Rock-Band „Son Et Lumiere“, die 2009 das Bochumer Newcomer-Festival gewann. Doch nach dem ersten Album war da Schluss. Zusammen mit ihrer Kollegin Ana Meritxell trat Linda dann als Duo auf – das war ziemlich erfolgreich, denn sogleich gewann man einen Britney-Spears-Song-Contest in den Herner Flottmann-Hallen. Anschließend schlug die Geburtsstunde des Projekts Tengo Hambre Pero No Tengo Dinero, das alsbald auf vier Frauen anwachsen sollte.

Mit der „Johnny Cash & Friends“-Show im Schauspielhaus hat sie den Sprung auf die Theaterbühne geschafft und wurde gleich weiter für das Stück „Frauen am Randes des Nervenzusammenbruchs“ verpflichtet. Auch am Prinzregenttheater ist Linda ein gern gesehener Gast und sorgte beim Stück „Die Schöne und das Biest“ für die musikalische Untermalung. Eine klassische Ausbildung hat das Multitalent nicht. Mit ein paar Gesangsstunden und viel Selbststudium in Heimarbeit („Peter Burschs Gitarrenbuch!“) machten aus ihre eine richtige Musikerin. „Vieles ist mir einfach so passiert, aktiv habe ich eigentlich nur mein Studium vernachlässigt“, lacht die für Pädagogik und Philosophie eingeschriebene Studentin. Momentan tritt Linda oft in Bochum auf, ob im Neuland, Freibeuter, Flashbacks oder eben im Theater.

#Adventskalender #15

Sondaschule - die Partyraketen aus dem Ruhrgebiet
Sondaschule - die Partyraketen aus dem Ruhrgebiet
Sondaschule – die Partyraketen aus dem Ruhrgebiet

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 15: Sondaschule. Zwischen Ska und Punk haben sich dieses Musiker-Kollektiv aus Mülheim und Oberhausen aufgestellt und seit ihrem ersten Konzert im Jahr 2002 haben sie sich zu einer festen Institution etabliert. Mit Remmidemmi und guter Laune liefert diese Band liefert ihre Fangemeinde Ska-Musik und Spaß-Punk am Stück ab. So wird quasi im Handumdrehen eine Party nach der anderen abgefeuert. Neuerdings mehren sich die gesellschaftskritischen Töne in ihren Songs.

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#Adventskalender #14

Chris Riza - der Mann mit dem Zylinder feiert schon Weinachten / Fotocredit: Björn Hnida
Chris Riza - der Mann mit dem Zylinder feiert schon Weinachten / Fotocredit: Björn Hnida
Chris Riza – der Mann mit dem Zylinder feiert schon Weinachten / Fotocredit: Björn Hnida

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 14: Chris Riza. Der Mann, der eigentlich Architekt ist, kommt mit einem extra komponierten Weihnachtssong um die Ecke. „(I wish you) A Merry Christmas And A Happy New Year“ singt Chris Riza. Normalerweise ist er als Gitarrist bei der Psychedelic-Beat-Band „The Cheeks“ unterwegs. Und: Die Hälfte aller Einnahmen von dieser Single spendet der Dortmunder Musiker an das Straßenmagazin bodo.

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#Adventskalender #13

Alex Schwers - einer der nettesten Musiker aus dem Ruhrgebiet / Foto: Mirja Nicolussi
Alex Schwers - einer der nettesten Musiker aus dem Ruhrgebiet / Foto: Mirja Nicolussi
Alex Schwers – einer der nettesten Musiker aus dem Ruhrgebiet / Foto: Mirja Nicolussi

Advent, Advent! Quasi als kleinen Adventskalender stellen wir jetzt bis zum heiligen Abend jeden Tag eine Band aus dem Ruhrgebiet vor.

Törchen 13: Alex Schwers. Dieser freundliche Tausendsassa und Abba-Fan kommt aus Gladbeck. Er ist Schlagzeuger und einer der wichtigsten Festivalveranstalter im Ruhrgebiet. Mit vielen Bands hat Alex Platten aufgenommen und Konzerte gespielt, beispielsweise Rasta Knast, Hass, Knochenfabrik, Jeff Dahl Group, Die Mimmi’s, Eisenpimmel, Gunter Gabriel, Deichkind, Wizo, Chefdenker oder dem Freejazz-Projekt Frustice. Seine wichtigste Band aber sind die Punkrock-Ikonen Slime.

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Offener Brief von Nick Cave gegen die BDS-Bewegung

Nick Cave - klare Worte für mehr Toleranz / Foto: Steve Parke
Nick Cave - klare Worte für mehr Toleranz / Foto: Steve Parke
Nick Cave – klare Worte für mehr Toleranz und Demokratie / Foto: Steve Parke

Im November 2017 spielte Nick Cave in Tel Aviv mit seiner Band The Bad Seeds ein Konzert und bekam, wie schon viele Künstler vor ihm, massive Kritik von Anhängern der BDS-Bewegung. Diese Gruppierung setzt sich für einen radikalen kulturellen Boykott Israels ein, vor allem wegen der Besetzung palästinensischer Gebiete – und ist bei den Ruhrbaronen schon oft thematisiert worden. In England zieht die BDS-Bewegung immer weitere Kreise und setzt Künstler, die in Israel auftreten, öffentlich unter Druck.

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