Markus Krampe und Ex-Fußball-Profi Lukas Podolski sind die Veranstalter vom Glücksgefühle-Festival | Foto: Markus Krampe Entertainment Group
Die deutsche Popband Alphaville sollte am 4. September 2026 beim Glücksgefühle-Festival auf dem Hockenheimring auftreten. Kurz vor Beginn des Festivals wurde der Auftritt jedoch vom Veranstalter abgesagt. Als Grund nannten die Organisatoren politische Äußerungen der Band beziehungsweise ihres Sängers Marian Gold. Die Absage hat inzwischen eine öffentliche Debatte darüber ausgelöst, wie weit ein Veranstalter das politische Auftreten von Künstlerinnen und Künstlern auf einer Festivalbühne einschränken darf.
B.A. ist der bekannteste Fan von Westfalia Herne, doch so langsam weiß auch er nicht mehr weiter | Foto: Dominik Asbach
Der Fußball-Club Westfalia Herne kommt seit Jahren nicht aus dem Krisenmodus. Nach dem Abstieg in die Landesliga 3 Westfalen ist der Fehlstart nun perfekt: Vier Spiele, vier Niederlagen – und damit die Rote Laterne. In Herne macht sich inzwischen Ernüchterung breit.
Friedrich Merz ist innerhalb CDU immer weiter umstritten. Obwohl er nach wie vor Rückhalt in Teilen seiner Partei genießt und die CDU als Vorsitzender anführt, ist die Kritik aus den eigenen Reihen in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich lauter geworden.
Markus Volkmann (zweiter von links) ist plötzlich und unerwartet verstorben, hier beim Eisadler Training in Dortmund | Foto: Peter Hesse
Mit großer Trauer nimmt die Eishockey-Familie des Ruhrgebiets Abschied von Markus Volkmann, der am gestrigen Tag verstorben ist. Er wurde beim Herner EV als Spieler groß und hat auch für die Eisadler Dortmund, EHC Gelsenkirchen und Bochum Lakers als Trainer und Sport-Funktionär gearbeitet.
Die europäische Autoindustrie hat die Transformation zur Elektromobilität verpasst | Foto: Peter Hesse
Die europäische Autoindustrie sucht angesichts wachsender wirtschaftlicher Herausforderungen nach neuen Geschäftsfeldern. Unternehmen wie Aumovio, Bosch, Mercedes-Benz, Volkswagen, MAN und Daimler Truck richten ihren Blick dabei zunehmend auf den Verteidigungssektor. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass diese Strategie die grundlegenden Probleme der Branche kaum lösen kann.
Sodom-Musiker Andy Brings erzählt in einer neuen Doku die Geschichte der schwerkranken Yvonne – und ihres ersten mehrtägigen Festivalabenteuers.| Foto: Twinflame Productions
Die Dokumentation „Diagnose: Festivalfieber“, die auf dem Summer Breeze Festival 2025 entstanden ist, erzählt die packende Geschichte der schwerkranken Yvonne, die – trotz knallharter Diagnose, dem Angewiesen-Sein auf künstliche Ernährung, Stoma und Rollstuhl – gemeinsam mit ihrem Partner ihren Traum verwirklicht, erstmals ein mehrtägiges Metal-Festival zu besuchen. Heute ist Premiere vom Film in Essen, im Eulenspiegel Kino um 20 Uhr.
Stadtpanorama von Bautzen, hier wohnen 37.000 Menschen | Foto: wikipedia / Stephan M. Höhne / CC BY-SA 3.0
Die Ernennung von Monika von Broen zur Schulleiterin des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums in der Kleinstadt Bautzen wird öffentlich kontrovers diskutiert, denn die Frau hat eindeutige Verbindungen in die rechtsextreme Szene. Dabei geht es weniger um eine eindeutig nachgewiesene politische Problematik als vielmehr um Fragen des Ernennungsverfahrens, des Vertrauens innerhalb der Schulgemeinschaft und um Vorwürfe einer möglichen politischen Nähe.
Mit seinem Song „Keine Angst“ hat Danger Dan eine breite Debatte ausgelöst. Foto: wikipedia / Michael Vogel / CC BY-SA 4.0
Danger Dan ist vom ZDF wegen seinem Song „Keine Angst“ ausgeladen worden. Im Songtext beschreibt er das Gefühl, dass der demokratische Rechtsstaat rechtsextreme Gewalt und ihre Unterstützer häufig nicht wirksam genug bekämpft. Dieses Unbehagen teilen viele Menschen. Kunst muss nicht eindeutig sein und darf provozieren. Gerade deshalb sollte aber auch über ihre möglichen Wirkungen gesprochen werden. Eine kritische Betrachtung.
Tuvia Tenenbom auf seiner Reise im Westjordanland | Foto: Isi Tenenbom
Wie nennt man ein Land, dessen Name bereits eine politische Aussage ist? Der Spiegel-Bestseller-Autor Tuvia Tenenbom reiste monatelang durch das Westjordanland – oder, wie er sagt, das „Biblische Israel“. Er sprach dabei mit Siedlern, Palästinensern und Friedensaktivisten und erklärt im Interview, warum er politischen Kategorien misstraut und weshalb ihn gerade die Widersprüche der Menschen interessieren.
Herr Tenenbom, Ihr Schreibstil ist ungewöhnlich: Sie reisen oft inkognito oder geben sich als jemand mit anderen politischen Ansichten aus, um Menschen dazu zu bringen, offen zu sprechen. Was ist für Ihre Reisen wichtiger – die Gefahr oder die Disziplin?
Weder noch. Das Wichtigste, die entscheidende Zutat, ist Neugier. Ich muss neugierig genug auf den Menschen neben mir sein, den Wunsch haben, mehr über ihn oder sie zu erfahren. Wenn ich diese Neugier habe, hält mich keine Gefahr auf und keine Disziplin schränkt mich ein. So einfach ist das.
Der Leitsatz „Sagen, was ist“ galt für den Gründer des Spiegel, Rudolf Augstein (1923 – 2002), als zentrales Prinzip von Berichterstattung: Journalismus sollte Fakten recherchieren, Missstände aufdecken und die Realität möglichst wahrheitsgetreu darstellen. Heute sind suggestive Konstruktionen zu oft an der Tagesordnung. / Foto: KI-Montage
Es gibt Journalisten, die Missstände aufdecken. Und es gibt Journalisten, die Missstände erst herstellen. Die Artikelserie des SPIEGEL-Autors Hannes Schrader über das Berliner ZERA Institute gehört zur zweiten Kategorie. Seit Monaten wird aus jedem neuen Anlass dieselbe Geschichte erzählt: dieselben Vorwürfe, dieselben Personen, dieselben Andeutungen. Was nicht ins Narrativ passt, verschwindet. Dafür wird längst Widerlegtes immer wieder neu aufgewärmt. Bis heute bezeichnet Der Spiegel das ZERA Institute als „angeblichen Thinktank gegen Antisemitismus“. Ein Institut, das in der jüdischen Gemeinschaft breite Unterstützung findet und vom israelischen Botschafter persönlich als wichtige Initiative gegen modernen Antisemitismus gewürdigt wurde, entwertet Schrader mit einem einzigen Wort: „angeblich“.
Die folgenden Beispiele zeigen, dass es sich nicht um einzelne Fehlleistungen handelt, sondern um ein wiederkehrendes journalistisches Muster.