Editors, Donnerstag, 12. November, 20.00 Uhr, Palladium, Köln
Evolution und Karneval

Der Karneval hat begonnen. In Zeiten der Schweinegrippe könnten viele eifrige Karnevalisten um die Darwin-Awards antreten.
Seit 11.11 Uhr ist es soweit: Bis Aschermittwoch kann man den WDR auf der Fernbedienung löschen und sollten Nicht-Karnevalisten Mainz, Köln und Düsseldorf weiträumig umfahren.
Einen Blick auf die Karnevalshochburgen sollten allerdings Evolutionsbiologen werfen. Karneval in Zeiten der Schweinegrippe ist eine riskante Veranstaltung, die lamgfristige Auswirkungen auf die Zukunft dieser Volksbelustigung haben könnte: Bützen sich arg viele junge, kinderlose und ungeimpfte Karnevalisten in die Infektion und werden von der Grippe dahingerafft, können sie diese rheinische Tradition nicht mehr an ihre Kinder weiter geben. Sie steigen dann aus dem großen Spiel Namens Evolution aus, bevor sie sich reproduzieren konnten. Schlechte Perspektiven für den Karneval. Wer es arg übetreibt ist auch ein Kandidat für einen Darwin-Award – damit werden seit Jahren besondere Trottel ausgezeichnet, die es geschafft haben sich aus der Fortpflanzungskette zu verabschieden. Unvorsichtige Karnevalisten könnten so die Dodos des 21. Jahrhunderts werden.
Und jetzt alle: Die Korowohne ziieht woiter, der Sultan der hat Dorscht"
Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Elend: Armer Ruhrgebietsnorden…Der Westen
Opel: Industrie gegen Opel-Bevorzugung…Spiegel
Opel II: Magna will kooperieren…Welt
Schalke: Nutten und Koks…Gelsenkirchen Blog
Opel III: Henderson sagt sorry…Spiegel
Fleisch: Staatsanwaltschaft gegen Tönnies…Der Westen
Gelsenkirchen: Ende der Literaturwoche…Hometown Glory
SPD: Im Dauertief…Stern
Fußball: Enke ist tot…taz
Karneval: Geierabend startet…Ruhr Nachrichten
Ruhr2010: Winkelmanns Inszenierung…Ruhr Nachrichten
Bochum: Die Sparpläne der CDU…Der Westen
Literatur: Macondo-Festival…Ruhr Nachrichten
Flughafen: Dortmunder Parteien streiten…Der Westen
Essen: Auf der Suche nach der Macht…Der Westen
Der Soundtrack der Aufklärung
Heute vor 250 Jahren wurde Friedrich Schiller geboren. Zu seinen schönsten Texte gehört für mich die Ode an die Freude – wenn es einen Soundtrack zur Aufklärung gibt ist es Beethovens 9. mit dem Text von Schiller.
Herzlichen Glückwunsch Sesamstraße!
Heute vor 40 Jahren wurde in den USA die erste Folge der Sesamstraße gesendet. Stargast der Jubiläumsfolge in den USA war jetzt Michelle Obama. In Deutschland lief die Sesamstraße ab 1973 im Fernsehen. Leider nach meiner Erinnerung immer erst ab 9.00 Uhr – ich konnte sie nur saehen, wenn die ersten beiden Schulstunden ausfielen. Richtig gut haben mir immer nur die US-Teile gefallen: Die Sesamstraße mit dem Laden von Herrn Huber, Bibo und Oscar aus der Mülltonne. Mit Tiffi und Samson konnte ich nie viel anfangen. Naja, vielleicht ist das ja auch eine Frage des Alters. Wir gratulieren jedenfalls aus ganzem Herzen!
Ruhrpilot

Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Pogromnacht: Nazis stören Gedenkfeier…Ruhr Nachrichten
Pogromnacht II: Bewegende Gedenkstunde…Recklinghäuser Zeitung
Essen: Rot-Grüne Koalition geplatzt…Der Westen
Schalke: Staatsanwaltschaft ermittelt…Spiegel
Verkehr: Rhein-Ruhr-Express mit Verspätung…Ruhr Nachrichten
NRW: Region Niederrhein?…Der Westen
Ruhr2010: Kubus als Leuchtturm…Der Westen
Film: Interkulturelle Ostereier…Der Standard
Arcandor: Kein Geld für den Sozialplan…WDR
Digital: Gadgetabend im Unperfekthaus…Pottblog
EU: Netzsperren werden zugelassen…Zeit
Piraten: Wenig Hoffnung in NRW…taz
Netzzeitung: Der Tod schrieb immer mit…taz
DDR: Schabowski begräbt den Sozialismus…Zeit
Buch: Kritisches Jahrbuch…Zoom
Film: Matrix als Stummfilm…Kueperpunk
Eitle, alte Männer

Das gesamte Wahlprogramm der Linkspartei in NRW zeigt, dass sie keinerlei Interesse daran hat Verantwortung zu übernehmen. Recht zu haben reicht ihren Mitgliedern.
Hannelore Kraft, doe NRW-Chefin in NRW, kann schon einmal bei Frank-Walter Steinmeier nachfragen, wie das denn so ist, ein Wahlkampf ohne Machtperspektive zu führen, denn genau das erwartet sie im kommenden Jahr wenn sie Ministerpräsident Jürgen Rüttgers herausfordern wird. Seitdem die Linkspartei gestern auf ihrem Parteitag in Hamm ihr Wahlprogramm für 2010 verabschiedet hat ist klar, dass diese Partei an nichts weniger interessiert ist, als daran, Verantwortung für Nordrhein-Westfalen zu übernehmen.
Allen Delegierten dürfte klar gewesen sein, dass man mit Forderungen wie der 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich und der Verstaatlichung von Unternehmen zwar in die Schlagzeilen kommt, aber bei den möglichen politischen Partnern, den Grünen und der SPD, nicht ernst genommen werden kann.
Wer sich darüber wundert, hat die Linkspartei im Westen nicht verstanden. Sie rekrutiert ihre Mitglieder aus den Kreisen ehemaliger Sozialdemokraten, die jahrzehntelang mit der Faust in der Tasche die Politik ihrer Partei ertragen haben. In ihren Reihen finden sich die Kader trotzkistischer und stalinistischer Sekten, für die die Linkspartei der langersehnte Rahmen ist, endlich einmal den Dunstkreis verbrauchter Hinterzimmer zu verlassen und etwas Öffentlichlkeit zu finden.
Beide Gruppen, die ehemaligen SPDler genauso wie die alten Sektierer, sind nicht wirklich daran interessiert, die Lage der sozial Schwachen zu verbessern, mit mühseligen Kleinarbeit die Chancen von Migrantenkindern zu erhöhen oder eine neue Energiepolitik auf den Weg zu bringen. Ihnen reicht es, Recht zu haben, es immer schon gewusst zu haben und es endlich einmal laut und vernehmbar sagen zu können. Für sie ist die demokratische Tugend des Kompromisses nichts anderes als Verrat, sie sind nicht an einer Politik für die Menschen interessiert, sondern daran, ihr Bild von sich selbst möglichst intakt zu halten.
Die Linkspartei in NRW ist die kaum mehr als ein Sammelbecken eitler, alter Männer.
Yo La Tengo
Yo La Tengo, Dienstag, 10. November, 20.00 Uhr, Forum, Bielefeld
Als der Fall der Mauer Britta rettete…

Erst nach vielen Jahren erfuhr Britta davon, dass der Fall der Mauer am 9. November 1989 ihre Familie rettete. Ihre Geschichte für alles, was die DDR war.
Die Mauer. Foto: Thierry Noir. Quelle: Wikipedia
Irgendwann im Frühjahr 1989 wollten Brittas Eltern raus. Raus aus dem kleinem Dorf in Brandenburg in dem sie lebten und raus aus der Enge der DDR. Sie sahen für sich und ihre damals fünfjährige Tochter keine Perspektive mehr in einem Land, das seine Bürger wie Verbrecher einsperrte, ihnen keine Zukunft bot und von Tag zu Tag mehr verfiel. Sie stellten eine Ausreiseantrag. Auf der Arbeit bedeutete das Ärger, auch ein paar Nachbarn schauten sie von da an komisch an aber das Leben ging weiter in einem Land, dass sich 1989 aufzulösen begann. Ab dem Sommer nahm die Zahl der Flüchtlinge zu, erhob sich immer lauter der Protest gegen die SED-Diktatur und ihre Schranzen in den Blockparteien, der Stasi und den Betrieben. Dann, am 9. November, fiel der Mauer. Brittas Eltern konnten nun ausreisen – ganz legal.
Jahre später wagten Brittas Eltern einen Blick in ihre Stasiakte. Dort fanden sie einen Plan für ihr Leben: Im Dezember wären beide in Haft und Britta in ein Kinderheim gekommen. Die Freigabe zur Adoption war vorbereitet. Das alles ist nicht passiert, weil es Menschen gab die mit ihrem Mut die Diktatur in die Knie zwang und weil am 9. November 1989 die Mauer fiel. Und ein Spitzel war auch auf die junge Familie angesetzt: Es war die älteste Freundin der Mutter.
Für mich steht diese Geschichte für alles was die DDR war.
Ruhrpilot
.jpg)
Das Navigationssystem für das Ruhrgebiet
Saarland: Jamaica steht…taz
Opel: Henderson kommt…stern
Opel II: Der Betriebsrat und der Mythos…FAZ
Linkspartei: Landtagswahlprogramm verabschiedet…Der Westen
Pogromnacht: Erinnern in Wattenscheid…Bo Alternativ
Pogromnacht II: 9. November…Hometown Glory
Dortmund: Entscheidung über Wahl noch nicht in Sicht…Ruhr Nachrichten
Karstadt: Gläubiger treffen sich…Ruhr Nachrichten
Ruhr Nachrichten: Interview mit Philip Ostrop…Pottblog
Maueröffnung: What Fell Apart, What Came Together…New York Times
Maueröffnung II: Triumph der offenen Gesellschaft…Zeit
Maueröffnung III: Fest der Freiheit…Frontmotor
Maueröffnung IV: Der verpatzte Kaltstart…FAZ
Maueröffnung V: Kempowskis Tagebuch…FAZ
Migration: Keine Angst vor Parallelgesellschaften…Welt
Der Westen: Wo der Mob tobt…Pottblog
Immobilien: Wohnungssuche in Bochum…Coffee & TV
Bund: Die Demontage der FDP…Sprengsatz
iPhone: Mein Kampf als App…Macnotes
BvB: Lied zum Geburtstag…Pottblog