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Beleidigte Leberwurst: Dortmunds OB Sierau beschwert sich bei WDR-Chef Buhrow über den Dortmund Tatort


Eine Pressemitteilung der Stadt Dortmund zeigt: Der peinlichste Oberbürgermeister Deutschlands ist und bleibt Ullrich Sierau (SPD):

In einem Brief an den Intendanten des WDR, Tom Buhrow, hat OB Ullrich Sierau seine Verärgerung über den „Dortmund“-Tatort“ von Sonntag, 20. Januar, zum Ausdruck gebracht.

Mit Beginn der „Tatort“-Folgen aus Dortmund habe in Dortmund eine gewisse Vorfreude geherrscht über die Aufnahme in jenen Kreis der Kommunen, in denen die unterschiedlichen Kripo-Teams einer TV-Institution wie dem „Tatort“ ihrer Arbeit nachgehen. Das habe sich allerdings geändert, so OB Sierau.

„Nicht zuletzt nach der Ausstrahlung der Dortmunder Folge von Sonntag, 20. Januar, muss ich meine früher getätigte Aussage, dass ein „Tatort“ die Stadt adelt, revidieren. Was sich in vorherigen Folgen schon angedeutet hat, lässt sich nach der Folge von Sonntag nur als fortwährendes Mobbing gegenüber einer Stadt, einer Region sowie den dort lebenden Menschen bezeichnen“, schreibt der OB.

Ein Krimi sei keine Dokumentation, so Sierau. Aber auch ein Krimi-Drehbuch sollte ein Mindestmaß an Bezug zur Realität vorweisen. „Das Bild, das am Sonntag über die Orte der Handlung in Dortmund und Marl sowie über die gesamte Region zu bester Sendezeit bundesweit vermittelt wurde, ist an Klischeehaftigkeit nicht mehr zu überbieten. Es ist maximal lächerlich.“

Sierau weiter: „Stecken Sie die Münchener Kommissare in Lederhosen und lassen Sie diese minutenlang Schuhplatteln – es wäre derselbe Effekt, es wäre genauso daneben. Die Macher dieser Folge geben die Menschen einer Region der Lächerlichkeit preis, in dem sie diese Bier trinkend in Trainingsanzügen vor heruntergekommenen Häusern herumstehen lassen. Mehr Klischee geht nicht.“

Durch die Verbreitung dieser „Ruhrpott-Klischees“ aus den 80ern disqualifiziere der WDR die Menschen und sich selbst als produzierender Sender. Sierau: „Es ist eine plumpe Darstellung ohne jedwede regionalen Kenntnisse. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge sollten ansatzweise passen, wenn die Bilder schon nicht aus Dortmund, sondern aus Duisburg stammen. Die letzte Zeche in Dortmund wurde 1987 geschlossen. Die prägende Zeit der Montanindustrie ist Geschichte. Im Ruhrgebiet gibt es so etwas wie einen Strukturwandel – aber die Vorurteile und Klischees der Drehbuchschreiber und verantwortlichen Redakteure des WDR sitzen fest und lassen diese Sichtweise offenbar nicht zu.“

Sierau schließt seinen Brief an Tom Buhrow: „Ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn Sie den Dortmund-Tatort einstellen und Kommissar Faber und sein Team in den vorzeitigen Ruhestand schicken würden.“

Wer bislang nicht wusste, was Fremdschämen bedeutet, dürfte nun ein Gefühl dafür bekommen haben.

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50 Kommentare zu “Beleidigte Leberwurst: Dortmunds OB Sierau beschwert sich bei WDR-Chef Buhrow über den Dortmund Tatort

  • #1
  • #2
    ke

    Inhaltlich gibt es an der Aussage von OB Sierau nichts zu kritisieren. In nahezu allen Berichten, die ich in den letzten Tagen über den Tatort gelesen/gehört habe, wurde dieser wg. seiner Ansammlung von Klischees aus den 80er Jahren kritisiert.

    Es war nur erstaunlich, dass Schimanski nicht auch noch genutzt wurde und plötzlich in Dortmund aktiv war. Was brauche ich einen Tatort aus XY, wenn ich dann ein Disney Land konstruiere?

  • #3
    Wolfgang Wendland

    Der Mann hat recht und es ist gut, dass er es geschrieben hat. Ich kann auch beim besten Willen nichts peinliches daran finden.

  • #4
  • #5
    Björn Wilmsmann

    Dass Fernsehen irgendwo in der Vergangenheit stehen geblieben ist, ist ja jetzt keine Neuigkeit. Dass "Tatort" nicht die Lebenswirklichkeit in Deutschland widerspiegelt, vermutlich genau so wenig.

    Politiker im Ruhrgebiet sind indes vor allem gut darin, Dinge schönzureden oder – wie hier – anderen vorzuwerfen, dass sie die Verhältnisse in Deutschlands Freilichtmuseum der Industriekultur mutwillig schlecht redeten.

    Die Verhältnisse im Ruhrgebiet und deren Wahrnehmung dürften jedenfalls näher an dem hier scheinbar durch "Tatort" gezeichneten Bild liegen als an der verklärten Wahrnehmung der Realität vieler Ruhrgebietspolitiker.

    Um Klischees zu ändern, hilft es, positiv zu gestalten und dadurch Narrative und Wahrnehmung nachhaltig zu verändern. Diese positive Erzählung, eine Vision, fehlt doch fürs Ruhrgebiet immer noch völlig. Der bisherige Plan fürs Ruhrgebiet war "Steinkohle, Subventionen abgreifen und dann mal irgendwie gucken …"

    Dann muss man sich halt auch nicht wundern, wenn die Wahrnehmung immer doch der althergebrachten entspricht. Hat sich ja nichts geändert …

  • #6
    Robert Müser

    Dieser Dortmunder Tatort ist gruselig gewesen und der Plot war eine Zumutung für den Zuschauer- da haben die Münsteraner Tatorte einen höheren Realitätswert, was bei dieser Comedy-Ausgabe schon einiges bedeutet.

    Abhaken und schnellstens vergessen – die erwähnten Schimanski-Tatorte gehen daher schon fast als sozialkritische Dokumentarfilme durch …

    Tanner hol‘ schon mal den Wagen!

  • #7
    Yilmaz

    Traurig, ich fand die Folge gestern extrem gut !

    Zwar war das schon auch ganz schön konstruiert und einiges auch grotesk überzeichnet, aber die Verquickung mit dem Verfassungsschutz und zum Schluss mit dem BKA ist angesichts dessen, was der NSU-Komplex nur teilweise aufzudecken vermochte absolut vorstellbar…und eben nicht völlig weltfremd.

  • #8
    Jörg Kähler

    Realität/Fiktion? Bei Wikipedia gibt es dazu wichtige Informationen. Einfach mal googeln, Herr Sierau. Obwohl dafür ist es jetzt schon zu spät. Aber vor dem nächsten peinlichen Brief machen Sie das? Versprochen?

  • #9
    Nina

    Peinlich Nr. 1: Ein Politiker sollte bestimmte Begriffe korrekt benutzen, "Mobbing" zähle ich zu diesen Begriffen. Wer einmal Mobbing erlebt hat, weiss, was das ist. Man kann Menschen mobben, aber nicht Städte oder Regionen. Es ist peinlich, diesen Begriff aufzuweichen. Das können Schriftsteller und Künstler, aber kein Politiker.
    Peinlich Nr. 2: Ein (Krimi) Drehbuch solle ein Mindestmaß an Bezug zur Realität vorweisen. Nö. Drehbuch-Autoren dürfen in Deutschland ganz allein im Rahmen geltender Gesetze entscheiden, wie sie ihr Drehbuch schreiben. Oder wollen "wir" uns jetzt wie die AfD gerne in Kunst- und Filmproduktion einmischen?
    Peinlich Nr. 3: Klischee hin oder her, niemand muss das gucken. Den übrigen Zuschauern darf man auch zutrauen und zumuten, dass sie sich ganz allein und mit ihrem Kopf mit einem Film auseinandersetzen und ihre eigenen Schlüsse ziehen. Keine Angst, so doof und naiv sind die meisten da draussen vielleicht gar nicht.
    Peinlich Nr. 4: Was ist daran lächerlich, in einem Trainingsanzug, Bier trinkend vor einem heruntergekommenen Haus zu stehen? In meinem Viertel tatsächlich kein ungewöhnliches Bild. Das einzige, was mich daran stört, ist die Tatsache, dass es in meiner Stadt noch genug bescheidene Häuser gibt. Hm, ob die Politik es vielleicht ernsthaft etwas daran ändert und mehr sozialen Wohnungsbau mit moderaten Mieten schafft?
    An Herrn Sierau kann man nur sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten.

  • #10
    DEWFan

    Tja, und dieser Tatort ist ja fast soviel Disneyland wie die Lindenstraße (spielt in München, aber im Studio Köln Bocklemünd gedreht).

    Ich habe alle Folgen Dortmund Tatort gesehen. Und jedesmal rätsel ich, wo diese und jene Gegend wohl sein soll. Ach ja, viele Aufnahmen wurden ja woanders gedreht:

    – die Industriekulisse im Landschaftspark Nord in Duisburg. Geschenkt, so große (ex) Industrieanlagen haben wir ja auch gar nicht in Dortmund
    – die Szenen aus der Nordstadt sind in Wirklichkeit in der Kölner Südstadt gedreht worden. Auch geschenkt. Aber Original wäre besser gewesen.
    – Die Hochhausszenen: jetzt wird es abenteuerlich: gedreht in Köln-Chorweiler. Haben wir wohl nicht genug Asi-Hochhaus-Ghettos in Dortmund. Klar, im Vergleich zu Chorweiler (oder auch Berlin Marzahn) wirkt DO-Scharnhorst ja wie eine Gartenstadt.

    Also Pech für Dortmund, das die wirklich abgerockten Viertel woanders gedreht werden. Da sind wir wohl nicht Asi genug für die Vorstellungen der Tatort-Macher 😉

  • #11
    Thorsten Stumm

    Der Tatort war furchtbar…..und was mein OB da schreibt hat mich genauso aufgeregt…..der Tatort war ein Tiefpunkt…..kein doofes Klischee ausgelassen….zum fremdschämen sind die Autoren und ein Sender der das wieder besseren Wissens realisiert…..

  • #12
    puck

    Na ja, etwas verwundert war ich auch, muss ich sagen, es dürfte sich herum gesprochen haben, dass im Pott seit Jahrzehnten fast nix mehr mit Bergbau läuft, Prosper Haniel in Bottrop war der letzte Dinosaurier.
    Es sind ja nicht die Arbeitsplätze im Bergbau, denen die Leute nachtrauern, jedenfalls nicht die, die auf’m Pütt malocht haben. Vielleicht irre ich mich, aber zuweilen beschleicht mich ein Verdacht: Wenn die Bergmannskapelle "Glückauf der Steiger kommt" anstimmt bekommen vor allem diejenigen vor Rührung feuchte Augen, die nie gehört haben wie es klingt, wenn jemand mit Staublunge atmet… da weiß man nicht mehr so genau, wo eigentlich die Tradition aufhört und die Sentimentalität anfängt.
    Das könnte man ja auch mal thematisieren im Tatort aus Dortmund.
    Ob Herrn Sierau das besser gefällt, weiß ich nicht…

    Also meiner Meinung nach waren sowohl der Tatort letzten Sonntag als auch die nölige Kritik von Sierau etwas neben der Spur.

    Schwamm drüber.

  • #13
    Robin Patzwaldt

    Wenn es um die humorvolle Umsetzung von Vorurteilen in Bezug auf Dortmund im Krimi geht, dann fand ich übrigens die Serie ‚Balko‘ früher deutlich besser. Zumindest bis zum Austausch des Hauptdarstellers. Erinnert sich hier noch jemand daran? Da wurde Dortmund zwar auch lächerlich gemacht, aber zumindest mit voller Absicht und mit einem entsprechend nett gemeinten Augenzwinkern. 😉

  • #14
    Meinhard Zanger

    Ich weiß nicht, was an Sieraus Brief peinlich sein soll. Inhaltlich gebe ich ihm vollkommen recht. Ich habe Ende der 80er bis Ende der 90er Jahre im Ruhrgebiet gelebt und gearbeitet. Das Bild, das im Tatort gezeichnet wurde, sind wirklich Uralt-Klischees. Unabhängig von der kruden Konstruktion der Story und der unerträglichen Spielweise des Kommissars Faber (Illustrationstheater).

  • #15
    Auchnichtschlecht

    Ich fand den "Tatort" gestern einfach nur wieder typisch. Die haben keine Ahnung und mit ihrem Erziehungsauftrag müssen die sich auch nicht an der Realität orientieren. Ist sowieso alles egal denn zahlen müssen wir den Mist trotzdem.

  • #16
    DEWFan

    #13: ja, und mit dem kongenialen Ludger Pistor als Kollegen. Was Humor angeht, hätte Balko die Blaupause für den Tatort aus Münster sein können 😄

  • #17
    Arnold Voss

    Ich kenne keinen einzigen sogenannten Ruhrgebietsfilm der mich vom Hocker gerissen hätte. Das gleiche gilt für sogenannte Ruhrgebietsromane , Krimis eingeschlossen. Am Ruhrgebiet und seinen Bewohnern selbst kann es nicht liegen. Die bieten zusammen genug spannenden Stoff für große Film- und Schreibkunst. Die, die darüber schreiben und drehen, sind dem offensichtlich, von ganz, ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht gewachsen. Oder sie haben diese Gegend so früh verlassen, dass sie kein Interesse mehr daran hatten, das Ruhrgebiet zum Thema großer Kunst zu machen.

  • #18
    Kommentar

    Das mit der Freiheit der Fiktion ist ja so eine Sache. Wäre die Stadt in der Serie eine fiktive, dann darf man gerne ein solches Bild zeichnen wie geschehen. Einen echten Ort angeblich darzustellen an dem sich der Plot abspielen soll und dann die gefühlt schlimmsten Ecken als Drehort zu suchen und so konsequent einen real existierenden Ort so mies darzustellen, das hat schon mehr als nur was von fadem Beigeschmack. Auch als Filmemacher muss man sich über die Konsequenzen seines Handelns klar sein. Zuschauer, die noch niemals das Ruhrgebiet heute gesehen haben, erst recht noch niemals in der Stadt waren die so dargestellt wird wissen natürlich, dass die Handlung fiktiv ist. Dass aber eine echte Stadt als Handlungsort dann so beharrlich falsch (jetzt mal unabhängig in welche Richtung) dargestellt wird, hat natürlich weltweit Effekte. Der Tatort wird in wie viele Länder exportiert? So um die Fünfzig? Einer der wenigen Exportschlager des deutschen Fernsehens? Weiß jemand wie sich der durchschnittliche Amerikaner NRW vorstellt? Die meisten gar nicht. Die kennen uns gar nicht und denken das wären in Australien oder so. Und diejenigen, die wenigstens uns über den Fußball oder Technologie halbwegs verorten können, denken eh schon hier sähe es noch aus wie in den 1930ern oder wie den ins Ausland gelangten Wochenschauen während des WWII. Muss man unter dem Deckmantel der Fiktionsfreiheit denen ein unwahres Bild zeichnen, das noch dramatisch schlimmer ist als das was aus Unwissenheit in ihren Köpfen herum spukt? Fügt so etwas nicht vielleicht sogar einer Region wirtschaftlichen Schaden zu?

    Nehmen wir doch mal einen Moment an, ein Autor könnte mit einem Plot überzeugen, produziert dann auf dem Niveau einer deutschen Produktionsfirma die international gut mitspielen darf, auch bei den Big Playern im Streaminggeschäft, international erfolgreich vermarktet. Dann zeichnet der Plot eine real existierende Öffentlich-Rechtliche-Rundfunkanstalt im Westen von Deutschland, bei der Pensionäre 120% ihres letzten Einkommens als Ruhestandsbezüge bekommen, wo Rundfunkbeiträge für längste veraltete Technik zur Umrüstung ganzer Studios aus dem Fenster geschmissen werden die nach wenigen Jahren wieder vollständig erneuert werden müssen, wo freie Autoren übervorteilt werden und für extrem geringe Honorare weltweite Nutzungs- und Weiterlizenzierungsrechte abtreten müssen, ständig Vorwürfe der sexuellen Belästigung aufkommen, schwerste Straftaten von sogenannten Linksautonomen verharmlost werden oder in der Berichterstattung gar nicht vorkommen, immer wieder Vorwürfe der Gefälligkeitsberichterstattung, der Bevorzugung bestimmter Produzenten aus dem Dunstkreis von Führungskräften, einseitiger Berichterstattung, einer vollkommen ahnungslosen Senderführung, rotem Klüngel, Repressionen gegen Redakteure mit anderer Meinung als die Studioleitung und einer geheimnisvollen Abneigung gegen sozialkritische Berichterstattung.
    Ach so, angeblich soll da ja überall was dran sein, ergibt die Presseschau…
    Und nun findet der Autor es auch noch Klasse das fiktional noch etwas zu würzen und wirft als Zutaten noch systematische Korruption, drogensüchtige Redakteure mit Beschaffungskriminalität, unsauber recherchierte Berichte und einen Mord zur Vertuschung jahrelang erfundener Storys in den Kochtopf und die Serie boomt international wie eine Rakete mit Traumquoten.

    Ob der Senderchef da nicht auch zur beleidigten Leberwurst würde?

  • #19
    Emscher-Lippizianer

    Sehr witzig. Die peinlichen Klischees sind das eine. Aber was wäre passiert, wenn man Dortmund als die Nazi-Stadt in NRW, wo auch der NSU gefahrlos morden konnte, dargestellt hätte?!? Wäre das dem Häuptling dieser Nazi-Hochburg lieber gewesen?

  • #20
    Klaus Lohmann

    Das Einzige, worüber ich mich bei Sieraus Reaktion wundere, ist, dass sie erst jetzt kommt, nachdem schon Legionen kaputter Typen, Strukturen und Lokalitäten seit Jahren in dieser Tatort-Dortmund-Abteilung verwurstet wurden. Ich kann die armen Drehbuchklempner, die immer wieder neue Geisterbahn-Plots und -Gestalten in Dortmund "platzieren" müssen, nicht beneiden.

    @Robin #13: "Balko" war ja nun auch viel Klamauk (allerdings dank Pistor öfters guter Klamauk). Ich bin dann eher noch Fan des *echten* "Faber" Klaus Wennemann (leider 2000 an Krebs gestorben) in "Der Fahnder";-)

  • #21
    DEWFan

    #19: ist zwar offtopic, aber wenn ich die Ergebnisse der AfD bei der letzten Bundestagswahl aus der "Nazi-Hochburg" Dortmund mit denen aus der nördlichen Emscher-Region vergleiche, dann würde ich die Füße stillhalten und mich nicht mit so einem Post blamieren.

  • #22
    Nina

    @17 Arnold Voss: Ohhh doch, "Junges Licht" von Winkelmann finde ich genial, ein total toller Film, der im Ruhrgebiet spielt, epische Bilder, geiler Sound, tolle Schauspieler.
    Und Romane gibt es viel Gutes aus dem Verlag Henselowsky Boschmann wie "Die Stones sind wir selbst" von Zepp Oberpichler oder die Bände "Ruhrpott-Köter" von René Schiering. Klaus Märkert aus Bochum schreibt tolle Geschichten, u.a. empfehle ich den Roman "Hab Sonne", er ist in den 80ern im Pott angelegt, erinnert sich jemand an das legendäre Zwischenfall? Schöner Stoff für alle, die mehr in Subkulturen groß geworden sind als zu Hause.
    🙂
    Zu dem Rest kann ich nur sagen: Ein Politiker sollte seine Arbeit nicht mit Filmkritik verwechseln. Ganz einfach. Finds megapeinlich.
    Manche Kommentare hier lassen mich aufhorchen. Was kommt als Nächstes? Eine Online-Petition gegen den Dortmunder Tatort? Oder gleich gegen den bösen Lügen-WDR? Eine hysterische Forderung nach Abschaffung aller nicht realitäts-bezogenen Drehbücher? Ein Shitstorm auf Twitter? Schön aus der warmen Bude angezettelt, wo der Kaffee dampft (denn so richtig raus auf die Straße wollen Protestbewegungen ja auch nicht mehr so unbedingt heutzutage, wenn es sich denn vermeiden lässt…).
    Menschen mögen doof sein, aber nicht naiv. Sie sind in der Lage, sich ein eigenes Bild zu machen und können Fiktion und Realität auseinanderhalten. Hey, das klappt jeden Tag milliardenfach, siehe Genuss von Pornographie (Jungs, ich gönne es Euch, keine Sorge).
    Oder wer von Euch glaubt, dass es in Afrika immer warm ist (das ist übrigens ein gigantischer Kontinent, nicht so mini wie Europa) und dass dort überall Elephanten herumlaufen? Wer glaubt, dass sie in Bayern immer schuhplattern und dass sämtliche Amerikaner fett sind und den ganzen Tag nur Hotdogs und Sahne-Berge verschlingen?
    Filmkritik ja, gerne, finde ich sehr cool und lustig, macht Spaß, aber das sollte dann auch Filmkritik sein und nicht Politik und schon gar nicht von einem OB, der sich bitteschön um andere Dinge zu kümmern hat. Oder hat der nichts zu tun in Dortmund?
    Ich mache mir jetzt mal Gedanken zu besorgten Ruhrgebiets-Bürgern und der Hysterie-Maschine.

  • #23
    Thomas Weigle

    @ Arnold Voss Doch es gibt m.M.n. Filme aus dem Pott, die begeistern, bspw der erste MMW-Film "Aufforderung zum Tanz.." Dann gab es einen Mehrteiler mit D.Bär, lange bevor dieser die Krimilaufbahn einschlug, den ich gerne mal wiedersehen würde. Auch die ersten Bierstadtkrimis waren gut, hatte ich einige im Regal stehen, dito die, die in Datteln spielten. Irgendwann war es halt genug.

  • #24
    Arnold Voss

    @ Nina + Thomas Weigle

    Ich schrieb ja. "von ganz, ganz wenigen Ausnahmen abgesehen". Man/frau muss einfach mal andere Großstädte (mit weniger Einwohnern) zum Vergleich heranziehen. Oder das englische Arbeiterkino eines Ken Loach, Peter Cattaneo, Mark Hermann u.ä. von denen viele Filme perfekt in das Ruhrgebiegt gepasst hätten. Nur, dass es hier solche Regisseure und Drehbuchschreiber nicht gibt. Also bitte auf dem Teppich bleiben. Im Verhältnis zur Entwicklungsdramatik und Bedeutung dieser Großstadt gibt es keine vergleichbare Filmgeschichte, geschweige denn Romane von internationaler Klasse.

  • #25
    Nina

    @Arnold Voss: Ein entschiedenes Nein von mir. 🙂
    "Romane von internationaler Klasse", was soll man darunter verstehen? Oft gemeint ist damit nichts, rein gar nichts als die Höhe der Auflage. Finanziell interessant wird es ab einer Verkaufszahl von 500.000 Büchern. Das sagt jedoch nichts über die Qualität und Güte eines Romans aus. Es gibt eine Reihe von erstklassigen Independent-Verlagen mit heisser Ware und reinem Stoff. Leider, leider trifft dies aber selten den Geschmack der Massen und noch seltener vielleicht die Ohren der schöngeistigen Literaturkritiker-Eliten. xD

  • #26
    Helmut Junge

    Mehr als Arbeiterliteratur a la Max von der Grün fällt mir bei Literatur nicht ein. Aber das wird an mir liegen. Hoffe ich jedenfalls. Wäre ja schlimm, wenn ich an Belletristik Desinteressierter vollen Einblick hätte.

  • #27
    Thomas Weigle

    Nein, Arnold, es sind nicht nur Ausnahmen, die Winkelmannfilme, Schimanski und wie gesagt, eine Menge Krimis aus dem Pott, dann "ROTE ERDE", sicher M, v.d.G- Verfilmungen und dessen Romane, "Zündschnüre", Buch von FJD und Film vom WDR.Ich bin sicher, mir wird in den nächsten Tagen noch mehr einfallen. Spielte nicht auch "SMOG" im Ruhrgebiet?

  • #28
    Arnold Voss

    @ Nina # 25
    Internationale Klasse heißt nicht Menge, sondern die Tatsache dass die Texte/Filme nicht nur in deutscher Sprache veröffentlicht / vertrieben wurden.

  • #29
    Helmut Junge

    Schade daß "Finnischer Tango" in Bremen spielt. Ich hatte tatsächlich gedacht, es wäre hier bei uns gewesen. Ich werde wohl doch älter, glaube ich.

  • #30
    walter stach

    -17-
    Arnold,
    einverstanden.
    Deine Anmerkungen veranlassen mich , darüber nachzudenken, warum "uns im Revier" der ganz große Wurf revierspezifischer Literatur bisher nicht gelungen zu sein scheint. Gibt es "ruhrgebietsstämmige" Literaten mit internationaler Bekanntheit, unabhängig davon, ob ihre Literatur direkt/indirekt -irgendwie-ruhrspezifisch, ruhrgebietsbezogen ist.
    Helmut,
    ja. Max von der Grün. Ich habe ihn einige Male persönlcih erlebt und mit ihm diskutiert.
    Wer kennt ihn heute noch?

    Arnold,
    noch ‚was Persönliches:
    Habe am 21. in der Waltroper Zeitung über Dich lesen können; konkret über die VHS-Radtour in New-York unter Deiner Leitung. Wenn Du ‚mal wieder bei der VHS Waltrop sein solltest, könnten wir uns ja gemeinsam mit dem VHS-Leiter Clemens Schmale "zum Kaffee" zusammensetzen. Würde mich freuen.

  • #31
    Stefan Laurin

    @walter stach: Es gi9bt kaum deutsche Literatur von internationaler Bekanntheit. Warum sollte es dann eine Region auf die große Bühne schaffen? Spannend dazu: Sandra Richter:
    Eine Weltgeschichte der deutschsprachigen Literatur

  • #32
    Thorsten Stumm

    Naja….hier mal die Zeit dazu

    https://www.zeit.de/kultur/film/2019-01/tatort-dortmund-zorn-buergermeister-ullrich-sierau

  • #33
    Wolfram Obermanns

    Man outet sich schon als Billigheimer, wenn eine Sendung mit angeblichem Lokalkolorit an völlig anderen Orten, nämlich vor der Haustür des Produzenten, spielt als behauptet.

    Dieser Umstand spiegelt sich auch in der Literatur. Im Ruhrgebiet gibt es kein Verlagshaus von Rang, die nächsten sind in Köln. Und wie man sich in Köln ein künstlerisch vermarktbares Ruhrgebiet vorstellt, zeigt eben dieser Tatort.

    Wenn sich dann Sierau über die öffentlich, rechtlichen Ghetto-Kids in Kölle aufregt, die sich nicht über ihre Stadtgrenze hinaus trauen, hat das schon seine Berechtigung. Denn diese Beschränktheit hat für alle negative Konsequenzen.

  • #34
    Stefan Laurin

    @Wolfram Obermanns: Das Bildungsniveau ist im Ruhrgebiet auch niedriger als in Köln. Hier werden auch deutlich weniger bundesweite Zeitungen gelesen. Bei Büchern wird es kaum besser aussehen.

  • #35
    walter stach

    Stefan Laurin -31-

    fehlt im ersten Satz nicht das Wort "derzeit"?
    Denn deutsch-sprachige Literatur von weltweiter Bekanntheit -von weltruhm- gibt es bekanntlich zahlreich.

    Wenn sich Deine kritische Bemerkung auf die aktuelle deutschsprachige Literatur bezieht, dann teile ich Deine diesbezügliche Meinung in ihrer Pauschalität nicht. Denn es gibt sie ja, die aktuelle deutschsprachige Literatur von "internationaler Bekanntheit". Spontan, weil von mir geschätzt, fallen mir dazu ein:
    Das Parfüm
    Patrick Süssklind; 2o Mi Auflage-

    Die Vermessung der Welt
    -Daniel Kehlmann -6 Mio Auflage-

    Tyll
    -Daniel Kehlmann-
    Dieses Buch von Kehlmann habe ich mittlerweile allen meinen Bekannten empfohlen nebst der Anregung, dazu ergänzend -vorweg oder danach oder gleichzeitig(!!)- Herfried Münklers "Der dreissigjährige Krieg" zu lesen. Es ist ein besonderes Erlebnis, den 3ojährigen Krieg anhand eines Romanes -Tyll- zu erleben im Wissen um die geschichtsrelevanten Fakten und deren Bewertung durch Münkler.

    Es wird über meine Hinweise hinaus ganz sicher noch den einen oder den anderen ergänzenden Hinweis hier bei den Ruhrbaronen zu deutschsprachiger Gegenwartsliteratur von internationaler Bekanntheit geben.
    Es fehlt ja -sh. Krimis- auch nicht an international bekannten deutschsprachigen Krimi-Literaten ( z.B. Andrea-Maria Schenkel, Nele Neuhaus, Klüpfel-Kober), die ich allesamt gelesen habe bzw. derzeit noch lese, die mich allerdings nicht so begeistern wie z.B. die Krimi-Romane von fred Varga.
    Aber…
    Auch in der aktuell präsenten Literaten (mit internationaler Bekanntheit) -einschließlich der Krimi-Literatur – jemand, der aus dem Ruhrgebiet stammt oder der hier derzeit lebt? M.W. nicht.
    Das ist allerdings für mich kein Anlass ,allgemein über kulturell rückständige Ruhrgebietler nachzudenken oder gar über solche zu schwadronieren. Meine Frage unter -30- an Arnold Voss habe ich spontan gestellt, ohne darauf eine Antwort zu erwarten.

    Zur Film-Kritik von Sirau:
    Es ist ja keine (Fernseh-)Film- Kritik.
    Ich könnte "filmkritisches" vortragen, da mir im Gegensatz zu den vorangegangen DO-Fernsehkrimis an dem Do-Tatort vom 2o.1. Einiges nicht gefallen hat. Nur darum geht es hier nicht.

    Den Inhalt des Sirau- Briefes ordne ich der Rubrik zu" Was wünscht sich ein OB" .
    Ein OB wünscht sich immer, daß das öffentliche Bild seiner Stadt die Menschen in Deutschland -ja weltweit- freut, daß es die Menschen -als privat Person, als Investoren- "anlockt" und folglich ist jedem OB daran gelegen, die Schattenseiten in seiner Stadt -und wo gibt es die nicht?- außen vor zu lassen. So dürften z.B. die beiden Krimireihen aus Münster vermutlich den Wunschvorstellungen des dortigen OB über eine gelungene Werbung für seine Stadt nahekommen. Das gilt u.a. auch für diverse Fernseh-Krimis aus England mit "bester Werbung" für z.B. Oxford.

    Nur, und das weiß doch auch Sierau-:
    Das Publikum bewertet einen Fernsehkrimi primär nicht danach, ob dieser den Wunschvorstellungen eines OB über eine gelungene Werbung für seine Stadt entspricht.
    Es wäre m.E. auch völlig verfehlt, vom Drehbuchautoren, vom Regisseur zu verlangen, daß diese sich in ihrem Job leiten lassen von den "Image-Wünschen" eines OB.
    Deshalb, so meine ich, ist der Ärger von Sierau verständlich, weil seine Wünsche/Erwartungen nicht erfüllt wurden. M.E. hätte er das in seinem Brief so formulieren sollen. Wenn Wünsche nicht erfüllt werden ist das bekanntermaßen stets enttäuschend, kann aber m.E. nie Anlass sein zu harscher Kritik wie hier geschehen.

  • #36
    Thomas Weigle

    @Stefan Laurin Immerhin gibt es bereits zwei deutschsprachige Literaturnobelpreisträger im angelaufenen Jahrtausend. Ich kann zwar mit beiden nix anfangen, aber das ist ja nicht das Kriterium.
    Ob deutsche Literatur oder Filme weltmarktkompatibel sind, ist mir persönlich aber so was von egal. Ich will unterhalten oder informiert werden. Mir ist es dabei auch völlig egal, ob der Autor oder Filmemacher aus Dortmund(Bierstadt), London oder sonstwoher kommt.

  • #37
    Nina

    @Arnold Voss sagte: #28
    "@ Nina # 25
    Internationale Klasse heißt nicht Menge, sondern die Tatsache dass die Texte/Filme nicht nur in deutscher Sprache veröffentlicht / vertrieben wurden."
    Ja nun, es wird auch nicht alles übersetzt, was übersetzungswürdig ist. Übersetzt werden auflagenstarke Titel.

    @Walter Stach #35 Im Ruhrgebiet arbeiten viele Autoren und schreiben Krimininal-Romane. Siehe Peter Märkert. Siehe den in Dortmund ansessigen Grafit-Verlag.

  • #38
    walter stach

    Stefan Laurin -34–,
    wenn "hier im Revier" weniger bundesweit erscheinende Zeitungen gelesen werden -und es bei den Büchern nicht besser aussehen dürfte -, sind das dann Aussagen, die sich auf absolute Zahlen beziehen oder sind es relative -Einwohnernzahl Köln/Einwohnerzahl "Ruhrgebiet-?

    Was die schulische/hochschulische Bildung der Kinder/Jugendliche im Revier angeht – auch in Relation zu…..?-.. , wäre ich an einschlägigen Daten interessiert? Gibt es die? Z.B. auf RVR-Ebene?

    (Auch ohne solche Daten wird jeder der hier lebt , vermutlich , zunächst ‚mal davon ausgehen, daß angesichts der relativ großen Zahl hier lebender Menschen, die den sog. sozial- und bildungsfernen Schichten zugeordnet werden können, in der Tat weniger bundesweit erscheinende Zeitungen gelesen und, weniger Literatur konsumiert wird und vermutlich auch weniger Kinder/Jugendliche ihre Schule mit dem Abitur abschließen und mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium. Zahlen dazu wären einer sachlichen Diskussion dienlich.)

  • #39
    walter stach

    Nina,
    danke für den Hinweis, aber…. "Viele mögen es ja sein, nur bekannt ….? In der Region, deutschlandweit?"
    Zugegeben, nationale/internationale Bekanntheit ist nicht immer der Beweis für literarische Qualität -gilt auch für Krimis-, aber doch ein Indiz für…..

    "Verkaufen" sich die Literaten im Revier schlecht oder werden sie "schlecht verkauft"? Und warum ist das möglicherweise so? Und wie läßt sich das ändern? Denkbar, daß "man" mehr als bisher z.B. in diesem Blog – z.B. als Gastkommentatorin ?- auf Ruhrgebietsliteratur und/oder auf Literaten aus dem Ruhrgebiet aufmerksam macht?

  • #40
    Emscher-Lippizianer

    @ #19 DEWFan
    Das mit dem Blamieren kann man sehen wie man will. Gegenüber dem, was in der Nazi-Hochburg Dortmund an rechtsextremen Straftätern in der Politik aktiv ist, kann die AFD ja bald als Fortsetzung der Linkspartei mit anderen Mitteln gelten. Von daher: Angenehme Träume von der Antifa-Stadt weiterhin.

  • #41
    Thommy

    #dirzmundtatortdaskoennenwirbesser

    Aktueller Image(?)film des Ordnungsamtes der Stadt Dortmund seit heute auf Dortmund.de.
    https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=566659

  • #42
    Nina

    @Thommy: Danke für den link, ich habe mich gut amüsiert bei dem Filmchen. Ich glaube der Plot könnte von einem Drehbuchautoren stammen, dessen Werk hier hinreichend diskutiert wurde. 🙂
    Marode Häuser, aggressive Bettler, junge Menschen die Bier aus Blechdosen (!) trinken… Puh. Dortmund ist krass.

  • #43
    Klaus Lohmann

    @#41 Thommy: Ach, das ist also gar nicht der Trailer zum besagten Tatort???;-) )

  • #44
  • #45
    Nilsi

    Peinlich scheint mir eher, dass Ihr Autor den Oberbürgermeister Sierau in diesem Zusammenhang als den peinlichsten Oberbürgermeister Deutschlands beleidigt. Darf ein OB seine Stadt nicht vor solch abartig negativer und falscher Darstellung in Schutz nehmen? Zumal Dortmund ja immer wieder unerträglicher Negativberichterstattung und auch falscher Berichterstattung ausgesetzt ist. Für einen Bewohner dieser ausgesprochen freundlichen und lebenswerten Stadt ist das schon eine schallende Ohrfeige.

  • #46
    Nina

    Nilsi sagt "Darf ein OB seine Stadt nicht vor solch abartig negativer und falscher Darstellung in Schutz nehmen?"
    Nein. Wir sprechen hier von einem Film, das ist Fiktion. Da muss man niemanden beschützen.
    Das ist im weitesten Sinne Film-Kunst. Und die ist frei in diesem Land. 🙂 Ansonsten kann man auch AfD wählen, ich glaube da hätte man eine Chance, dass es in Zukunft ganz andere, schöne, deutsche und harmonische Filme gibt.
    Filmkritik gehört nicht in die Arbeitsbeschreibung eines OB. XD

  • #47
    Arnold Voss

    @ Walter Stach # 30

    Was das Treffen mit Schmale betrifft, melde ich mich mal, wenn ich in der Nähe bin.

    Was die Ruhrfilme/ Literatur betrifft, hat diese Stadtlandschaft, trotz ihrer dramatischen Geschichte und ihrer mehreren Millionen Einwohner, weder eine Regiesseur noch einen Schriftsteller von internationaler Größe hervorgebracht, geschweige dass dieser oder diese ihre Kunst auf ihren eigenen Lebensort angewandt hätten. Es hat meines Wissens aber auch keinen anderen deutschen Film- und Schreibkünstler von Weltrang gegeben, der sich fiktional zu dieser spannenden Region geäußert hat.

    Das ist bei Städten wie Berlin, Paris, London, Moskau, New York oder Los Angeles ganz anders. Das gilt allerdings auch für Landschaften mit viel weniger Einwohnern, aber ein dramatischen Geschichte wie Sibirien und seine stalinistischen Lager, die Bergbauregionen Englands, oder die kleinstädtisch bis ländlichen Regionen der USA über die ganz großartige international bekannte Romane geschrieben und Filme gedreht wurden.

  • #48
    walter stachl

    -47-Anrold Voss,
    und warum ist das so?
    Hat "man" sich schon ‚mal um eine fundierte Antwort bemüht? Literatur dazu?

    PS
    Würde mich freuen, wenn ein Treffen zustande kommen würde. Da ich weitgehend zeitlich ungebunden bin, kannst Du beliebig Termine vorschlagen. In der sog. Karwoche bin ich Domburg. .

  • #49
    Nino de Nina

    Wer hat den Artikel eigentlich geschrieben ?
    Das zitat kommt von ?
    Eine Pressemitteilung der Stadt Dortmund zeigt: Der peinlichste Oberbürgermeister Deutschlands ist und bleibt Ullrich Sierau (SPD)

    Da traut sich der Herr X. bestimmt nicht seinen Namen
    zu nennen.
    ….und warum ist das peinlich wenn einer mal die Wahrheit sagt?

    @ Nina – ist denn schon wieder Wahlkampf?
    Oder warum schreibst du so einen Sch…. ?

  • #50

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