Nazis, Fackeln, Flüchtlingsunterkunft – Kein Problem in Dortmund

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Nazis wenige Wochen nach dem Fackelmarsch bei einer Kundgebung in Eving.

Am 6. Februar diesen Jahres zog eine Gruppe von mehr als 30 Neonazis in den späten Abendstunden vor eine Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Eving. Die Neonazis trugen Fackeln bei sich, vereinzelt sollen Böller geworfen worden sein. Damals reagierte die Dortmunder Polizei schnell, zog Kräfte aus umliegenden Städten zusammen und nahm 26 Rechte in Gewahrsam. Den Neonazis wurden Kleidung und Mobiltelefone abgenommen. Dieses Vorgehen wurde im Nachhinein gerichtlich als rechtswidrig eingestuft.

Trotzdem liefen noch Ermittlungsverfahren gegen Neonazis, die bei der Aktion gefasst worden waren: Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbruch und Volksverhetzung standen im Raum. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat diese Verfahren nun, wie die Rechtsextremen in Szenemedien berichten, eingestellt. Bei der Staatsanwaltschaft hält man es anscheinend für völlig normal, wenn sich Nazis unangemeldet, mit Fackeln, vor eine Asylunterkunft stellen. Dass schon alleine das Mitführen der Fackeln ein gewisses Maß an Planung aufzeigt, ignoriert die Dortmunder Behörde. Die massive Einschüchterung, für die der Fackelmarsch bei den Bewohnern der Unterkunft gesorgt hat, fließt offensichtlich nicht in die Beurteilung der Staatsanwaltschaft mit ein. „Ausländer Raus!“ schreiende, mit Fackeln ausgestattete Nazis stellen also nach Ansicht der Staatsanwaltschaft keine Bedrohung dar.

Bei der Staatsanwaltschaft Dortmund war am Donnerstagnachmittag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Wir haben unsere Anfrage schriftlich gestellt und berichten nach.

Update:

Wir haben heute ein längeres Telefonat mit der Staatsanwaltschaft geführt. Im Gespräch wurde ausführlich dargelegt, dass den Staatsanwälten in diesem Fall die Hände gebunden waren. Den 16 Beschuldigten Neonazis konnten individuell keine Verstöße gegen das Versammlungsgesetz oder volksverhetzende Rufe nachgewiesen werden. Für weitere Ermittlungen waren der Staatsanwaltschaft die Hände gebunden, unter anderem dadurch das Amts- und Landgericht die Beschlagnahmung der Mobiltelefone, der Beschuldigten, als Rechtswidrig einstuften. Im gestrigen Beitrag haben wir vermutlich zu scharf gegen die Staatsanwaltschaft geschossen und entschuldigen uns dafür.

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Sylvia Löhrmann Foto: Privat/PR
Sylvia Löhrmann Foto: Privat/PR

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Visions Plattenbörse im FZW – noch schnell anmelden!

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Am Sonntag, den 30.08.2015, findet im FZW in Dortmund die zweite große „VISIONS Plattenbörse“ statt.

Händlern werden an diesem Tag LPs, CDs, DVDs, Raritäten, Merchandise und vieles mehr anbieten, und das vornehmlich aus dem Bereich „Rock“ mit seinen Genres Alternative, Indie, Punkrock, Hardcore, Heavy Metal, Classic Rock und Progressive Rock.

Mitmachen kann aber jeder und seine eigene Musik zum Verkauf anbieten. Die Kosten für einen laufenden Meter Standfläche betragen 15,- € – geeignete Verkaufstische werden gestellt.

Anmeldungen unter (0231) 55 71 31 38 (Mo – Fr, 10 bis 18 Uhr) oder via Mail unter boerse@visions.de.

Einlass: 11.00 Uhr | Beginn: 11.00 Uhr | Eintritt: 3,00 EUR

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VISIONS In Concert : Interpol kommen mit Abay nach Dortmund

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VISIONS holt die 1997 von Paul Banks, Daniel Kessler, Greg Drudy und Carlos “D” Dengler gegründete New Yorker Indie-Rock- und Post-Punk-Band Interpol Mitte August nach Deutschland. Am 17. August spielt die Band, die inzwischen fünf Studioalben veröffentlicht hat,  ein “VISIONS In Concert” im Dortmunder FZW.

Ihr aktuelles Album “El Pintor” (2014) ist, laut eigener Aussage, eine “Zusammenstellung von Songs, die vollkommener und aufregender denn je ist” und es war nie sicher, ob ihr Album “Interpol” (2010) überhaupt einen Nachfolger bekommen würde.

Umso mehr freuen wir uns, dass sie auf ihrer aktuellen Tour ihr einziges Deutschlandkonzert direkt vor unserer Tür spielen werden.

Tickets gibt es online im FZW-Ticketshop und bei den üblichen Verdächtigen.

Ihre August-Shows in Dortmund lassen Interpol von Ex-Blackmail-Sänger Aydo Abay und dessen aktueller Band Abay eröffnen.

Interpol > Mo, 17.08.2015 – Einlass: 19.00 Uhr | Beginn: 20.00 Uhr | Eintritt: VVK: 35 € zzgl. Gebühren | Support: Abay

„Muss man wissen“: Ruhrbarone präsentieren Axel-Stoll-Film in Dortmund

Werden zur Kinopremiere in Dortmund sein: Produzenten Waschkau, Waschkau und Bartoschek (v.l.n.r.) (Foto: Arne Nissen)
Werden zur Kinopremiere in Dortmund sein: Produzenten Waschkau, Waschkau und Bartoschek (v.l.n.r.) (Foto: Arne Nissen)

Dortmund – Vor knapp 3 Wochen hatte „Ein Interview mit Dr. Axel Stoll“ von Ruhrbarone-Autor Sebastian Bartoschek Premiere in Hamburg.

Am Sonntag, dem 30. August wird der Film nun in der Schauburg Dortmund, Brückstrasse 66, um 14 Uhr gezeigt.

Neben den drei Produzenten wird auch Schnitt-Director Christoph Koch zugegen sein und sich nach dem Film den Fragen des Publikums stellen. Außerdem werden verschiedene Experten aus dem Film erwartet,

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Für Kurzentschlossene : Workshop Auskunftsrechte für Alle – So kommt ihr an Dokumente und Informationen von Behörden ran

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Der damalige Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann feierte im April 2008 seinen 60. Geburtstag im Kanzleramt. Eine Party in einem Staatsgebäude, finanziert vom Steuerzahler. Wie wurde das Geld ausgegeben? Wer war eingeladen? Verbraucherschützer Thilo Bode schrieb einen Auskunftsantrag an das Bundeskanzleramt, um genau das zu erfahren. Bode berief sich auf das Informationsfreiheitsgesetz. Zwei Gerichtsentscheidungen später gab das Amt die Informationen frei. Die Liste der Gäste steht bis heute im Internet. Von Daniel Drepper

Sie interessieren sich für das jährliche Einkommen Ihres Bürgermeisters? Für ein Gutachten zu einer neuen Brücke oder Straße in der Nachbarschaft? Oder dafür, wie häufig die Politiker Ihres Wahlbezirks tatsächlich bei Abstimmungen aufgetaucht sind? Kein Problem, können sie alles haben. Behörden müssen Ihnen diese Informationen geben. Gemeinsam mit dem gemeinnützigen Recherchebüro CORRECT!V erklären wir Ihnen in einem kostenlosen Workshop, wie Sie Ihr Recht auf Auskunft nutzen.

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Dortmund: 55 Euro für einen Sitzplatz sind BVB-Fans zu viel – Boykottaufruf!

DSC07029 (580x435)Seit Jahren schon kämpfen Teile der Fanszene des BVB aktiv und engagiert für moderate Eintrittspreise. Doch in regelmäßigen Abständen sehen sie Ihr Bemühen torpediert, rufen daher bei einzelnen Spielen immer wieder mal zum Boykott besonders teurer Spiele auf.
Auch heute wurde mal wieder ein solcher Aufruf auf der Seite ‚kein-zwanni.de’ veröffentlicht. Dort heißt es heute:
„Wie die anwesenden Fanclubs auf der Fandelegierten-Tagung schon erfahren haben, gibt es leider mal wieder dringenden Handlungsbedarf in Bezug auf „Kein Zwanni“.
Konnten wir bei der Entwicklung der Dauerkartenpreise zuletzt den erfreulichen Trend feststellen, dass sie bei den Erstligisten zum allergrößten Teil stabil geblieben oder nur leicht gestiegen sind, bleiben Topspielzuschläge eine Dauerbaustelle.
Den Erfolg unserer Borussia in den letzten Jahren haben wir alle nicht zuletzt auch in unseren Portemonnaies zu spüren bekommen, weil viele Heimvereine mit der großen Anzahl reiselustiger BVB-Fans Kasse machen wollen. Und trotzdem machen uns die Preise, die die TSG Hoffenheim aufruft, sprachlos. Der günstigste Gästesitzplatz soll 55,00 € kosten! … Das ist eine Preisstruktur, die durch nichts zu rechtfertigen ist. …

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