Saint Motel, Mittwoch, 10. September, 21.00 Uhr, Stollwerk, Köln
Saint Motel, Mittwoch, 10. September, 21.00 Uhr, Stollwerk, Köln

Für klingende Namen hat Ivo van Hofe offenbar eine Schwäche: Zum Auftakt der zweiten Spielzeit seiner Ruhrtriennale-Intendanz verführte er einen Schauspieler zum Schiffbruch mit Gesang und Tanz, und jetzt hatten wir das Missvergnügen, eine oscarprämierte isländische Komponistin und Cellistin mit ihren drei Mitstreitern ohrenbetäubend aber belanglos vorübergehen zu hören, während wir doch Tracks von ihrem neuen Album „Osmium“ erwartet hatten.
Außer Kontrolle geratene Naturkräfte fordern Menschen heraus, die „Naturgewalt jenseits musikalischer Genres“, der sich jetzt das Publikum in der Gießhalle des Landschaftspark Nord aussetzen wollte, blieb nicht spürbar. Dafür schlug den Besuchern unverhohlenes Desinteresse entgegen.
Lemonheads, Dienstag, 9. September, 20.00 Uhr, Luxor, Köln
BLP Kosher, Montag, 8. September, 20.00 Uhr, Helios 37, Köln
Primal Fear, Sonntag, 7.September, 19.30 Uhr, Zeche, Bochum

Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund feiert im Herbst seinen 10. Geburtstag und veranstaltet zum Jubiläum ein großes Festprogramm. Los geht es am 6. Oktober: Mit Bastian Schweinsteiger, Guido Buchwald, Horst Hrubesch, Jupp Heynckes, Otto Rehhagel und Bert Trautmann
The Horrors, Freitag, 5. September, 20.00 Uhr, Gebäude 9, Köln

Vom 7. bis 12. Oktober feiert die lit.RUHR zum neunten Mal das Lesen und verwandelt das Ruhrgebiet in eine Bühne für große Geschichten, aktuelle Debatten und inspirierende Themenabende.
In Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Oberhausen erwarten die Besucher:innen 68 Veranstaltungen mit gefragten Gästen aus Literatur, Politik und Gesellschaft. Die integrierte lit.kid.RUHR richtet sich dabei mit mehr als 30 Veranstaltungen und spannenden Formaten an die jungen Leser:innen.

Und nirgends Welcome Places. Über die Angst im deutschen Alltag und ihre Zuschauer. Und die Kirche, die EKD
„Ich gehe nicht mehr ins Fitnessstudio“, sagt Felix Lipski (86), Bochumer. Als Kind ist er an der Hand seiner Mutter dem Morden im Ghetto von Minsk entkommen, hat zusammen mit Partisanen in belarussischen Wäldern gelebt, hat überlebt. Wurde Chirurg, der Menschenleben gerettet hat, vor mehr als einem Viertel Jahrhundert ist Felix nach Bochum gekommen. Sein Querenburger Fitnessstudio hat er, der Mediziner, regelmäßig aufgesucht. Jetzt nicht mehr. „Aus Angst.“ Vor Angriffen auf ihn? „Angst davor, dass mir niemand helfen würde.“
Amit Peled ist Cellist, international renommiert. Am 23. Juli saß er vor seinem Konzert für die International Summer Academy in Wien zusammen mit der Pianistin Julia Gurvitch und dem Violinisten Hagai Shaham im Restaurant „Ramazotti“, es liegt nur wenige Schritte von dem Konzertsaal entfernt. Die drei Israeli bestellen, der mehrsprachige Peled fragt auf Hebräisch, „was wollt ihr essen, Pizza oder Pasta“, daraufhin werden sie vernehmbar aufgefordert, das Restaurant zu verlassen. „Was uns am allermeisten schockierte“, sagt Peled