
Ein Bild von Hans-Georg Maaßen, erschrockene Mimik.
Überschrift: „Wegen Hufeisentheorie: WerteUnion gibt ihre Auflösung bekannt.“
Sprechblase über Maaßen: „Uns ist gerade klar geworden, dass dann rechts ja auch genauso schlimm ist wie links!“

Ein Bild von Hans-Georg Maaßen, erschrockene Mimik.
Überschrift: „Wegen Hufeisentheorie: WerteUnion gibt ihre Auflösung bekannt.“
Sprechblase über Maaßen: „Uns ist gerade klar geworden, dass dann rechts ja auch genauso schlimm ist wie links!“

Unser Gastautor Alex Stürze war gestern bei den Kassierern im Schauspielhaus Dortmund.
Zum zweiten Mal beehrten Die Kassierer das Dortmunder Schauspielhaus, nicht zuletzt auch um Kay Voges einen merkwürdigen Abschied zu bescheren. Die Kassierer, eine Punkinstitution nicht nur im Ruhrgebiet sondern bundesweit, existieren seit 1985. Dementsprechend hatten sie auch dieses Mal wieder ein großes Potpourri an umwerfenden Melodien im Gepäck. Von Klassikern wie „Mein Glied ist zu groß“, über „Sex mit dem Sozialarbeiter“ bis hin zu „Das schlimmste ist, wenn das Bier alles ist“ fehlte keiner der großen Hits.

Es ist einer der faszinierenden Aspekte des Jazz, dass sich wie in keiner anderen Musik die Persönlichkeit des Künstlers in seiner Musik wiederfindet. Je näher man sich mit einem Musiker beschäftigt, desto mehr scheint man seinen Charakter in seinen Stücken zu erkennen und je mehr von seiner Musik man hört, desto besser scheint man den Menschen dahinter kennenzulernen.
Natürlich ist vieles davon Spekulation. Doch ich glaube nicht, dass ich mich irre, wenn ich sage, dass McCoy Tyner ein bescheidener und liebenswerter Mensch war, ein loyaler, ruhiger und doch von tiefer Leidenschaft und gewaltiger Liebe erfüllter Mensch. Liebe zur Musik, vermutlich auch Liebe zu den Menschen.

Nach „Häuptling Abendwind“ stellen Die Kassierer das Schauspiel Dortmund zum Abschluss der Intendanz von Kay Voges am kommenden Samstag, 7. März, zum zweiten Mal auf den Kopf: diesmal mit einer Punk-Operette, spannend wie ein Krimi und so lustig wie eine Nacht im Vollrausch – inklusive Kassenschlagern wie „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“ bis hin zu Geheimtipps des Kassierer-Oeuvres wie „Außerirdischer, wo befindet sich dein After?“

Stefan Stoppok, Jahrgang 1956, gilt seit Jahren als einer der besten deutschsprachigen Musiker. Trotzdem steht er längst nicht so sehr im Rampenlicht einer breiten Öffentlichkeit, wie zum Beispiel seine Kollegen Herbert Grönemeyer oder auch Marius Müller-Westernhagen, die bei ihren Konzerten die ganz großen Hallen oder gar Fußballstadien füllen können. Stoppok spielt seit etlichen Jahren in erster Linie für eine sehr treue Schar von Fans in Clubs und vergleichsweise kleinen Hallen.
Im Februar 2020 hat der in Essen aufgewachsene Songwriter sein 18. Studioalbum ‚Jubel‘ frisch auf den Markt gebracht, welches zum überraschenden Charterfolg avancierte. Aktuell tourt er damit quer durch die Republik.
Ruhrbarone-Autor Robin Patzwaldt, seit viele Jahren schon ein leidenschaftlicher Stoppok-Fan, hat der Musiker nun exklusiv ein paar recht persönliche Fragen beantwortet. Seine offenen Aussagen gewähren einen kurzen Einblick in die Persönlichkeit eines unangepassten Künstlers, der sich trotz der einschneidenden Veränderungen auf dem Musikmarkt über die Jahre stets treu geblieben ist.
In ihrem neuen Buch „Meine Reise ins Übermorgenland. Allein unterwegs von Jordanien bis Oman“ breitet die Autorin Nadine Pungs ein Mosaik der arabischen Halbinsel aus, real, gegenwärtig und in Myriaden von Nuancierungen schillernd.
Das Suchen der Wahrheit, nicht der Besitz der Wahrheit ist das Wesen der Philosophie. Philosophie bedeutet: auf dem Weg sein. Ihre Fragen sind wesentlicher als ihre Antworten und jede Antwort wird zur neuen Frage, schreibt der Philosoph Karl Jaspers. Welche menschliche Bewegung im Raum könnte dem philosophischen Auf-dem-Weg-sein also mehr entsprechen, als das Reisen? Das Reisen als Suchbewegung nach dem Neuen und Unbekannten ist ein philosophischer Akt.

Nadine Pungs, 1981 im Rheinland geboren, studierte Literaturwissenschaft und Geschichte. Davor, währenddessen und danach tingelte sie jahrelang als Kleinkünstlerin durch die Dörfer und spielte am Theater. Auf der Suche nach Intensität und Schönheit zieht es sie immer wieder in die Welt. Sie engagiert sich als Aktivistin beim Düsseldorfer Aufklärungsdienst für freiheitliche Werte, Säkularisierung und Vernunft. Sie erläutert ihr Engagement: „Der Humanismus kann das Positive im Menschen in den Mittelpunkt rücken und mittels Philosophie, Kunst, Literatur und Wissenschaft fördern.“
Im Kontext von Humanismus und Aufklärung stehen auch ihre Reiseerzählungen.

Allein und mit Neugier im Gepäck macht sie sich Ende 2018 auf den Weg und erkundet die Arabische Halbinsel von Jordanien über Kuwait, Bahrain, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Oman bis an die Grenze des Jemen. Sie reitet mit Beduinen durch die Wüste, übernachtet in Zelten und Wolkenkratzern, spricht mit Gastarbeitern und Geflüchteten. Sie trifft einen Scheich und hat eine Audienz mit einer Prinzessin.

Drei Panels. Jeweils eine Pressekonferenz, jeweils der gleiche Politiker, sieht in jedem Bild etwas ramponierter aus als im vorangegangenen. Jeweils eine Sprechblase über dem Politiker.
Panel 1: „Meine Damen und Herren, die Lage ist ernst, aber bislang besteht kein Grund zur Panik.“
Panel 2: „Die Lage hat sich weiter zugespitzt, aber es besteht nach wie vor kein Grund zur Panik.“
Panel 3: „Meine Damen und Herren, es ist soweit: Es besteht Grund zur Panik, bitte handeln Sie ab sofort überstürzt und irrational!“

Am 1. März ist bekanntlich meteorologischer Frühlingsanfang. Höchste Zeit also die eigene Nase wieder vermehrt in die frische Luft des Ruhrgebiets zu halten und unsere lose Serie der Ruhrbarone-Ausflugstipps in eine neue Saison zu schicken.
In der heutigen ersten Ausgabe des Jahres 2020 wollen wir uns einmal wieder dem Dortmunder Rombergpark widmen.

Micky Beisenherz (42) appelliert für mehr Nachsicht in der öffentlichen Debatte: „Die aktuelle Cancel Culture, bei der jeder Regelverstoß zur Verdammung führt, finde ich unschön“, sagte der Moderator und TV-Autor der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Ich glaube, dass manch einer im Kampf für eine bessere Welt – dessen Aufrichtigkeit ich gar nicht bezweifle – so weit geht, dass vieles ohne Not zu Klump gehauen wird.“
Gerade im Bereich der Komik hält Beisenherz die Empörung in den sozialen Netzwerken oft für blindwütig: „Die hören dann gar nicht mehr zu, wohin der Witz führt. Die sind sofort getriggert und bellen los. Bei Twitter brodelt gerade ein komischer Cocktail. Aber ich bleibe dabei: Kein Witz, den wir machen, ist schlimmer als die Realität.“
The Offenders, Samstag, 29. Februar, 20.00 Uhr, Helios37, Köln