AMEISEN UND GRILLEN Besser wissen heißt nicht besser können: Warum Intellektuelle in jüdischen Gremien scheitern
Es war bei einem Evangelischen Kirchentag vor einigen Jahren. Auf einer gut besuchten Veranstaltung des “Arbeitskreises Juden und Christen” sprach Micha Brumlik. Das weitgehend christliche Publikum war sichtlich angetan von dem, was er zu sagen hatte. “Der sollte an der Spitze des Zentralrats stehen”, meinte ein neben mir sitzender Herr. “Dann würde auf die Juden mehr gehört.”
Überschrift: Corona-Leugner
Fünf Panels, immer der gleiche Mann ist in verschiedenen Umgebungen zu sehen.
1. Er niest. Sprechblase: „Ich habe bloß Heuschnupfen.“
2. Er hustet. Sprechblase: „Ich habe mich bloß verschluckt.“
3. Eine Krankenschwester misst ihm Fieber. Sprechblase: „Ich bin bloß zu warm angezogen.“
4. Er bekommt Sauerstoff. Sprechblase: „Ich bin bloß starker Raucher.“
5. Er liegt tot auf einer Bahre. Auf dem Bauch ein selbstgeschriebenes Schild: „Ich ruhe mich bloß aus.“
Duisburg, Schmuddeljacke, „Scheiße!“, eingetretene Türen – und das alles in HD: Der Tatort feiert seinen 50. Geburtstag. Und der WDR zeigt alle Tatort-Folgen des Ermittlerduos Schimanski/Thanner (Nicht am Stück, wie ich fälschlicherweise zuerst angenommen habe!). Trotzdem: Ich freue mich drauf!
Wenn in den frühen 80er Jahren um 20:15 Uhr Derrick, der Alte oder Tatort liefen, war ich selbstverständlich schon im Bett. Jugendmedienschutz und so. Über die Handlung dieser Krimiserien wurde am nächsten Tag eigentlich am Frühstückstisch niemals gesprochen.
Das änderte sich mit dem ersten Ruhrflorenz-Tatort, in dem Götz George, als Kommissar Horst Schimanski, ermittelte. Und fluchte. Diese Folge hieß dann auch Ruhrort – genau wie der romantische rechtsrheinische Stadtteil in Duisburg.
„Ruhrort“ war der erste Tatort, der in meiner Anwesenheit ausgiebig beim Frühstück diskutiert wurde. Kurz formuliert: Meine Eltern waren keine Schimanski-Fans. Eher waren sie Team Stoever und Brockmöller und bevorzugten – damals – eindeutig Kommissar Haferkamp.
nakedFußball ist ein Kunst-Projekt von Gerrit Starczewski | Foto: Dominik Asbach
Im Wuppertaler ›Stadion am Zoo‹ wird am kommenden Sonntag (06.09.2020) das erste Nackt-Fußball-Länderspiel ausgetragen. Der Bochumer Künstler Gerrit Starczewski will mit dem Spiel gegen den Kommerz im Fußball protestieren. An zweiter Stelle will der Fotograf und Filmemacher ein Zeichen für Vielfalt und Natürlichkeit setzen – und gegen die Abhängigkeit und Beeinflussung falscher Schönheitsideale protestieren.
Auf dem Platz stehen dann am Nachmittag des 6. Septembers jeweils eine Mannschaft aus Deutschland und eine aus den Niederlanden. Das Spiel wird komplett gefilmt. Daraus soll ein Kunstfilm und eine Fotoausstellung entstehen, sagt Starczewski. „Authentizität will irgendwo doch jeder besitzen. Ich glaube aber, besonders authentisch ist man nur, wenn man auf das ganze Drumherum, also wirklich alles, von der Werbebande bis zur Kleidung, verzichtet“, sagt der geistige Vater der Pottoriginale. Außerdem nervt den Aktionskünstler die zunehmende Kommerzialisierung des Profifußballs, die mit der WM in Katar in zwei Jahren ihren vorläufigen negativen Höhepunkt erreichen wird.
Drei Panels. Im Supermarkt. Kunde mit dümmlichen Grinsen und ohne Maske, genervte Verkäuferin.
1. Sprechblase Kunde: „Ich bin von der Maskenpflicht befreit!“
2. Sprechblase Verkäuferin: „Zeigen Sie mal Ihr Attest.“ Kunde holt triumphierend Zettel hervor.
3. Großaufnahme des Zettels:
„Attest
hiermit wird bescheinigt, dass Herr Kurt Krüger keinen Mund-Nasen-Schutz tragen will. Der Grund ist eine ausgeprägte, chronifizierte und behandlungsresistente Dummheit.
Dr. med. G. Schmitt“
Das Ende der Kohle war schon 50 vor Christus im Ruhrgebiet ein großes Thema. Und zwar bei Asterix und seinen Kumpels! Diesmal hat nämlich wer die die ganze Kohle aus dem Kupferpott von Ruhrbaron Solingenolix geklaut und unser kleiner Kollege und sein dicker Freund Obelix müssen durch dat Revier ziehen, um die Asche wieder aufzutreiben!
Drei Panels.
1. Kleinkind hält sich die Augen zu. Zwei begeistert strahlende Eltern. Sprechblase: „Ja, wo ist er denn, wo ist er denn?“
2. Kleinkind nimmt die Hände von den Augen. Sprechblase Eltern: „Ah, da ist er ja, da ist er ja!“
3. Denkblase über dem Kleinkind: „Es ist mir ein Rätsel, wieso die mich nicht sehen können. Sie müssen sehr, sehr einfach gestrickt sein.“
Die HBO-Miniserie The Plot against America ( in Deutschland auf Sky) nach einem Roman von Philip Roth entwickelte sich innerhalb kürzester Zeit zu einem Hit – in Anbetracht der derzeitigen politischen Situation in den USA sehr verständlich. Robert Herr und Maximilian Schulz sprechen über The Plot, über die Netflix-Nummer 1 der letzten Wochen, Umbrella Academy und die Auftragskiller-Comedy Barry, und wie immer die News.
Keith Haring bei der Arbeit im Stedelijk Museum in Amsterdam Foto: Autor unbekannt – Nationaal Archief Lizenz: CC-BY 4.0
Das Museum Folkwang in Essen eröffnet morgen (21. August) seine große Keith-Haring-Ausstellung. Bis zum 29. November wird Haring nicht nur als Künstler, sondern auch als Performer, Aktivist und Netzwerker präsentiert. Zu sehen sind rund 200 Exponate: Gemälde, großformatige Zeichnungen, frühe Videoarbeiten, Skulpturen und Fotografien, darunter seine populärsten Bilderfindungen wie das Radiant Baby und den Barking Dog.
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