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Premiere in Dortmund: Der Theatermacher von Thomas Bernhard

Andreas Beck ist einer der Theatermacher von Thomas Bernhard am Schauspiel Dortmund (Foto: Birgit Hupfeld)

Ohje, wo ist er da nur hingeraten, der Staatsschauspieler Bruscon, der Großdramatiker, der Theatermacher von Thomas Bernhard. Ja, tief hinein in die österreichische Provinz, ins 285-Seelen-Dorf Utzbach in eine heruntergekommene Dorfgaststätte mit modrigem Festsaal. Oder vielleicht doch eher nach Dortmund Hörde in einen ehemaligen Fanartikelstore des BVB? Daniel Roskamp hat auf die Bühne einen Raum aus Sichtbeton gebaut, Doppel-T-Träger unter der Wellblechdecke, riesige Rolltore an den Wänden, Bauplanen, Staub, etwas Schutt und eine Schubkarre. Das könnte der Megastore sein, bevor sich dort „Das schweigende Mädchen“ und die „Borderline“ breitgemacht haben. Alles noch sehr leer, nur der Brandschutz war schon da und hat überall seine Vorschriftstafeln, Feuermelder, Notausgangsbeleuchtungen und Feuerlöscher hinterlassen. Unter der Decke eine monströs flächendeckende Sprinkleranlage.

Hier soll jetzt also Theater gespielt werden? Das große Welttheater „Das Rad der Geschichte“, mit dem Bruscon samt leicht debiler Familie durch die Provinz tourt? Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.

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Visionen für das Revier: Fußballmuseum zeigt „Schichtwechsel – FußballLebenRuhrgebiet“

Das DFB-Museum in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Ende 2018 schließen die letzten Ruhrgebietszechen. Das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund beleuchtet aus diesem Anlass mit einer Sonderausstellung die einst vielschichtige Symbiose von Fußball und Bergbau. „Schichtwechsel – FußballLebenRuhrgebiet“ ist Bestandteil der Initiative „Glückauf Zukunft!“, die die RAG-Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG zusammen mit dem Sozialpartner IG BCE ins Leben gerufen haben. Mit „Glückauf Zukunft!“ nimmt das Revier von der Jahrhunderte währenden Tradition der Kohleförderung Abschied und blickt gleichzeitig in die Zukunft. Die Eröffnung der Sonderausstellung findet am 21. März 2018 im Rahmen einer feierlichen Matinee und im Beisein von Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft statt.

Museumsdirektor Manuel Neukirchner: „Das Ruhrgebiet hat sich im Zuge des Strukturwandels längst zu einem Dienstleistungssektor und zu einem Standort für Bildung und Kultur entwickelt. Auf ehemaligen Berg- und Stahlwerken blühen Landschaftsparkanlagen, Industriebrachen sind zu Kulturbetrieben umgestaltet worden. Insofern stellt sich nicht nur die Frage ‚Wie geht es weiter?‘, sondern es drängt sich auch der Gedanke auf ‚Was bleibt?‘ In unserer Sonderausstellung stoßen die Besucherinnen und Besucher zunächst auf markante Spuren des Fußballs unter Fördertürmen in der Vergangenheit, die schließlich in einer Begegnung mit der Zukunft münden.“

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Prinzregenttheater: Romy Schmidt wirft hin

Romy Schmidt (Foto: Sandra Schuck)

Nachdem der Vorstand des Theatervereins Prinzregent den Vertrag von Theaterleiterin Romy Schmidt nur um ein Jahr verlängern wollte, reicht es Schmidt: Die erfolgreiche Theaterkünstlerin hört beim Bochumer Prinzregenttheater auf, wie sie in einer Presseerklärung mitteilt: 

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Kaddor vs Kelek: Epilog eines Falschzitats

Feuilletondebatte
Ein Symbolbild – Photo by Samuel Zeller on Unsplash

Dieses Blog thematisierte, wie Lamya Kaddor jahrelang versucht hatte, Necla Kelek ein Falschzitat unterzujubeln. Daraufhin brach eine Debatte aus. Eine Nachbetrachtung von unserem Gastautor Jörg Metes.


Seit mehr als sieben Jahren streuen die Aktivistin Lamya Kaddor und ihr Ehemann, der Deutschlandfunkredakteur Thorsten Gerald Schneiders, ein Gerücht über Necla Kelek. Sie verfälschen den Wortlaut einer Äußerung Keleks. Sie verbreiten, Kelek habe mit dieser Äußerung „muslimischen Männern pauschal eine Neigung zur Sodomie unterstellt“ (Kaddor) beziehungweise „männliche Muslime (…) pauschal als Sodomisten verunglimpft“ (Schneiders).

Sie verbreiten es immer wieder aufs neue, und Journalisten, Politiker und Wissenschaftler wie Jakob Augstein, Cem Özdemir oder Wolfgang Benz verbreiten es weiter. Ich habe den Fall im Dezember 2017 bei den Ruhrbaronen dokumentiert („Lamya Kaddor stalkt Necla Kelek“); was die anschließende Diskussion ergeben hat, ist noch nachzutragen.

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