Jennifer Rostock feiern ihren Abschied in Düsseldorf

Sie eckten mit den Anhängern und Band-Mitgliedern der Böhsen Onkelz und Frei.Wild an, als sie sich gegen Rassismus aussprachen, sie ernteten Hass und erhielten sogar eine Morddrohung, als sie einen Song veröffentlichten, der sich gegen die AFD richtete. Sie setzen sich für Obdachlose ein, setzen Zeichen für die Gleichstellung von Frauen und Männern, die sexuelle Freiheit der Frauen, gegen Homophobie und nehmen dabei kein Blatt vor den Mund.

Seit nunmehr zehn Jahren stehen Jennifer Rostock erfolgreich auf der Bühne und das muss gefeiert werden.  Ein Jahrzehnt nachdem der erste Song („Kopf oder Zahl, Februar 2008) es in die MTV Rotation schaffte und ihr Auftritt beim Bundesvision Song Contest 2008 für Aufmerksamkeit sorgte, ging es für die Band um Frontfrau Jennifer Weist bis heute mit vieren ihrer insgesamt sechs Alben in die deutsche Top 10, die Band wurde u.a. für die 1live Krone 2009 (bester Newcomer) und 2011 (beste Band) nominiert.

Nach der Bekanntgabe, dass die Band nach ihrer Jubiläumstour auf unbestimmte Zeit pausieren wird, wird die Tour von ihren Fans als „Abschiedstour“ bezeichnet. Doch wer glaubt, dass Trauerstimmung herrscht, irrt. In altbekannter Manier lassen die Rockmusiker es ordentlich krachen.

So auch am heutigen Abend in der Mitsubishi Electric Halle Düsseldorf. Nach einem rückblickenden Video, mit Bildern und Musik von 2018 bis zurück in das Jahr 2008, fiel der Vorhang und die fast ausverkaufte Halle feierte jeden einzelnen der 22 Songs, die ihrer Chronologie entsprechend gespielt wurden. Das buntgemischte Publikum war von der ersten bis zur letzten Sekunde voll dabei, zelebrierten ihre Idole, sangen mit, tanzten mit, eben typisch Jennifer Rostock.

Wer die Musiker noch einmal live erleben will, sollte sich beeilen, denn für die letzten 10 Termine gibt es nur noch wenige Karten.

Veranstalter :Prime Entertainment

Text : Bianca Ludwig

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Kollegah und Farid Bang: „Lass die blöden Musels doch machen“

Kollegah und Farid Bang (2013) Foto: Selfmade Records Lizenz: CC BY-SA 2.0


Muslime und Migranten werden in der Gesellschaft nicht ernst genommen. Sie sind immer noch die „anderen“, ihre Fehltritte und Leistungen werden nicht in dem Maße beachtet, wie es bei den Nicht-Muslimen  der Fall wäre.

Hätte Philipp „Fips“ Burger, der Sänger der italienischen Band „Freiwild“ gesungen, sein Körper sei definierter als der von Auschwitzinsassen, hätte Freiwild beliebig hohe CD-Verkäufe und Streams erzielen können, nie wäre die Band mit einem Echo ausgezeichnet worden und nie wäre sie bei der Show in Berlin aufgetreten.

Sicher, auch die Auftritte der völkischen Italiener waren skandalträchtig und für den Echo, genau wie die Aufregung um Kollegah, notwendig, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Der Skandal scheint fester Teil der PR-Planung dieses peinlichen Events zu sein, auch wenn diese nun vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist: Echos werden zurückgegeben und ein Sponsor hat sich bereits verabschiedet. Die Verteidigungslinie der Echo-Verantwortlichen von

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Das Rekord-Musical STARLIGHT EXPRESS in Bochum feiert sein 30. Jubiläum

Andrew Lloyd Webbers vielfach ausgezeichnetes Musical Starlight Express wird anlässlich des 30. Geburtstags seiner Laufzeit in Bochum umfassend künstlerisch überarbeitet. Am 12. Juni 2018 feiert die weiterentwickelte Show Premiere im eigens für STARLIGHT EXPRESS erbauten Theater in Bochum – genau 30 Jahre nach der deutschen Uraufführung.

Die überarbeitete Version beinhaltet aktualisierte Bühnenelemente, neue Kostüme und Perücken des international renommierten Designers John Napier, der bereits 1988 für die gesamte Ausstattung verantwortlich zeichnete. Ein neues Tondesign kreiert der Tony und Olivier Award Gewinner Gareth Owen, das neue Lichtdesign entwickelt Rob Sonclair. Eine innovative Projektionstechnik wird von Duncan McLean entworfen. Regie führt Arlene Phillips, die Choreografin der Originalproduktion von Starlight Express, die seit vielen Jahren auch für die Bochumer Version die künstlerische Verantwortung trägt.

„Mit seinem 30. Geburtstag schreibt STARLIGHT EXPRESS Musical-Geschichte. Andrew Lloyd Webber, Arlene Phillips und John Napier haben fast ein Jahr lang gearbeitet, um die Show noch spektakulärer, mitreißender und magischer zu gestalten. Alles, was das Publikum an unserem Musical liebt, bleibt, aber es wird auch jede Menge Überraschungsmomente geben – rasanter als alles, was Sie jemals auf einer deutschen Bühne gesehen haben“, erklärt Maik Klokow, Produzent und Geschäftsführer der Mehr! Entertainment GmbH.

Weltweit haben mehr als 20 Millionen Zuschauer Starlight Express mit Musik von Andrew Lloyd Webber, Text von Richard Stilgoe und Choreografie von Arlene Phillips bisher gesehen.

Im Traum eines kleinen Jungen wird seine Spielzeugeisenbahn zum Leben erweckt: Von weit her fahren Züge in den Bahnhof ein – es ist die Nacht der Weltmeisterschaft der Lokomotiven. Die junge Dampflok Rusty, liebenswert, doch technisch schon lange nicht mehr auf dem neuesten Stand, scheint gegen ihre modernen Herausforderer keine Chance zu haben. Auf einmal taucht er auf, der legendäre „Starlight Express“, wie ein leuchtender Schweif am Himmel. Die Nacht ist voll funkelnder Sterne, als Rusty erfährt, worauf es ankommt im Leben: auf den Glauben an sich selbst. Mit neuem Mut geht er ins Finale. Und Pearl, der Erste-Klasse-Wagen, beginnt zu verstehen, wem ihre wahre Liebe gilt.

Starlight Express feierte seine Weltpremiere am 27. März 1984 im Apollo Victoria Theatre in London. Im April 1991 erreichte Starlight Express den zweiten Platz der am längsten laufenden Musicals der damaligen Londoner Theatergeschichte. Die Show wurde in vielen Ländern der Welt produziert, darunter in den USA, Japan, Australien sowie in zahlreichen Ländern in Europa und Asien – nirgends aber war Starlight Express so erfolgreich wie in Bochum mit inzwischen mehr als 16 Millionen Zuschauern seit der Premiere 1988.

Tickets für die Jubiläums-Shows am 14. & 15. 06.2018 in Bochum gibt es HIER !! 

 

Benefizkonzert mit Thomas Godoj, Mira Boom und Jini Meyer für Resqship e.V.

Mindestens 15.000 Menschen sind seit 2014 bei dem Versuch ertrunken, das Mittelmeer zu überqueren; viele weitere hunderttausend haben sich auf den gefährlichen Weg gemacht. Um diese Menschen vor dem Ertrinken zu retten, hat sich im Juni 2017 der Verein RESQSHIP e.V. gegründet. Neben finanziellen Zuwendungen benötigen dieser natürlich Öffentlichkeit, um mehr Menschen auf ihr Vorhaben und vor allem, um auf die Situation an den Grenzen Europas aufmerksam zu machen. Darum veranstaltet RESQSHIP e.V. am 09.05.2018 ein Benefizkonzert in der Weststadthalle Essen

Mit dabei: Thomas Godoj, The Trouble Notes, Mira Boom & Florian Nienerza

Special Guest: Jini Meyer

Facebook-Event : https://www.facebook.com/events/1502881316413808/

Weststadthalle Essen und coolibri präsentieren:

Benefizkonzert für RESQSHIP e.V.

Einlass 18:00 Uhr // Beginn 18:30 Uhr

VVK 25,00€ zzgl. Gebühren

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Das Schiffshebewerk in Henrichenburg feiert wieder sein Museumsfest

Das Schiffshebewewerk. Foto (s): Robin Patzwaldt

Inzwischen ist es eine nette Tradition in jedem Frühjahr geworden. Das LWL-Museum im Schiffshebewerk Henrichenburg feiert sein großes Museumsfest.

In diesem Jahr ist das Ganze terminiert für den kommenden Sonntag, den 29.4.2018 (von 10 bis 18 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Viele Angebote in Waltrop sprechen dann erneut besonders die jüngsten Besucher an, doch es wird u.a. auch ein vielfältiges Musikprogramm rund um das Museum angeboten. Ein besonderer Höhepunkt für Besucher sind an diesem Tag stets die kostenlosen Rundfahrten auf dem Kanal mit den historischen Museumsschiffen.

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Die vierte Dimension des Sisyphos

 

Inszenierungsfoto mit Linus Ebner. Foto: Sandra Schuck

Kritik zur Stückentwicklung SISYPHOS! von Linus Ebner, Romy Schmidt und Martin Widyanata.

Die Theaterwelt an sich ist weit, ist eine weite Welt. Voller Weite. Wie weit sie tatsächlich ist und wie nah sie dem Kern der Dinge, also dem Kern des Daseins kommen kann, kann man derzeit noch im Bochumer Prinzregenttheater erleben, und zwar in der Inszenierung „Sisyphos!“, der kongenialen Stückentwicklung von Linus Ebner, Romy Schmidt und Martin Widyanata nach dem Versuch über das Absurde „Der Mythos von Sisyphos“ von Albert Camus.

Das Motto der Spielzeit 2017/2018 „Wahrheit und Pflicht“ wird vom Ensemble um Romy Schmidt mit der unbedingten Verpflichtung des Theaters zur Wahrheit begründet; „Wir als Theatermacher*innen haben nicht die Möglichkeit, zwischen Wahrheit oder Pflicht zu wählen. Wir müssen und wollen uns in unserer Arbeit der Pflicht stellen, nach der Wahrheit in unseren Stücken und unserem Handeln  zu suchen.“ Die Inszenierung „Sisyphos!“ ist die logische Konsequenz daraus:

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