Bernd Begemann & Kai Dorenkamp, Donnerstag, 19. April, Bunker Ulmenwall, Bielefeld
Bernd Begemann & Kai Dorenkamp, Donnerstag, 19. April, Bunker Ulmenwall, Bielefeld

Regisseur Charly Hübner begibt sich mit der Dokumentation „Wildes Herz“ auf eine sehr bodenständige und humorvolle Reise mit urigen Protagonisten. Ausgangspunkt seiner filmischen Biografie ist Mecklenburg Vorpommern und die Band Feine Sahne Fischfilet. Sie spielen Ska-Punk und haben sich im Jahr 2007 gegründet. Ihr Sänger Jan „Monchi“ Gorkow steht bei diesem Porträt im Vordergrund und wird intensiv und schonungslos durch sein Leben begleitet. Altes Archivmaterial und gefilmte Nahaufnahmen ergeben so ein sehr berührendes Porträt – von einem echten Typen mit vielen Ecken und noch mehr Kanten.
Jarmen ist mit knapp 3000 Einwohnern ein kleines Dorf in den Weiten Mecklenburgs. „Ich kann mir nicht vorstellen in einer Großstadt zu leben, ich wohne zehn Minuten vom Strand weg. Da gibt es nichts Geileres“, sagt Monchi über seine Heimat. Geprägt vom politischen Wandel der letzten Jahrzehnte ist hier eine Band entstanden, die etwas zu sagen hat. Auf dem Land ist wenig los – und wer in die Langzeit-Abeitslosigkeit abrutscht, ist anfällig für die Parolen von rechten Parteien.

Seitdem Kollegah und Farid Bang den Musikpreis Echo gewonnen haben, wird wieder über Antisemitismus im Rap gesprochen. Die Line „Mein Körper definierter als von Auschwitz Insassen“ lässt sich hier als die Spitze des Eisberges bezeichnen. Von unserer Gastautorin Birgit Meiser.
Farid Bang rappt nicht nur solch unsägliche Dinge, sondern unterstützt Al Ansaar international e.V., einen muslimischen Spendenverein. Laut eigenen Angaben sammeln sie u.a. für Syrien, Afghanistan und „Palästina“. In einem Youtube-Video ist der Rapper zu sehen, wie er Spenden der Organisation für eine Kläranlage in Gaza bewirbt. In dem Video sieht man Farid mit einem Mann der Organisation. Wegen des schlechten Tons ist es nicht möglich, seinen Namen zu verstehen. Die beide reden über die Situation vor Ort. Im Anschluss an diese Unterhaltung werden Bilder aus Gaza gezeigt, die im Wechsel mit Bildern aus einem militärischen Cockpit geschnitten sind. Eingeleitet werden diese Bilder mit einem pathetischen Song und dem Satz
Martiste, Dienstag, 17. April, 20.00 Uhr, Tsunami-Club, Köln

Wer Ausschwitz mit einem Fitnessstudio vergleicht, obwohl er weiß, was dort geschehen ist, hat jeden Anspruch auf Respekt verwirkt. Egal ob er sich für eine Künstler hält oder nicht. Er hat sich freiwillig und absichtlich von jeder Zivilisation entfernt und auf die Seite derer gestellt, die dort das Zyklon B in die Gaskammern geleitet und abschließend die Leichen verbrannt haben. Er ist niemand anderes als die, die dort gefoltert, gemordet und an lebenden Menschen experimentiert haben. Er gehört zur neuen SS des neuen Faschismus.
Dieser neue Faschismus ist in ganz Europa auf dem Vormarsch und er ist genauso antisemitisch und rassistisch wie der alte. Er benutzt die gleichen Symbole, die gleiche menschenverachtende Sprache, die gleichen Lügen und hat die gleiche Aggressivität. Wobei auf ihrer brüllenden Seite
The Woggles, Montag, 16. April, 21.00 Uhr, Sonic Ballroom, Köln
Die Berliner Beatsteaks, das sind in ziemlich treuer Besetzung seit über 20 Jahren Arnim Teutoburg-Weiß, Bernd Kurtzke, Peter Baumann, Thomas Götz (1998) und Torsten Scholz (2000).
Seit dem 07. April sind sie mit ihrem aktuellen Album YOURS (VÖ: 01.09.2017) auf großer “YOURS TOUR 2018” unterwegs und stoppten heute Abend in der Dortmunder Westfalenhalle. Dort überzeugten sie durch ihre authentische Art auf ganzer Linie. Nicht nur, dass sie mit ihren „Für Dortmund – gegen Nazis“- Shirts eindeuting zur heutigen Demo und aktuellen Situation Stellung bezogen, sie sorgten auch immer wieder für viel Nähe zum Publikum und ließen mir ihrer guten Auswahl an alten Klassikern und neuen Songs keine Wünsche offen.
Zu Punkrock, Ska, New Wave, Hardcore…oder einer futuristischen und wilden Mischung aus allem mischten sie ihre Fans bis in die letzten Reihen für gut zwei Stunden ordentlich auf und erhielten als Dankschön wahre Stimmungsexplosionen.
Hier sind die Fotos:
Paul Kalkbrenner, Sonntag, 15. April, 20.00 Uhr. E-Werk, Köln
Seit heute steht es fest, das wieder einzigartige und großartige Line-Up des diesjährigen Lollapalooza Festivals in Berlin. In diesem Jahr wurde die Örtlichkeit rund um das Olympiastadion in Berlin auserkoren und wird sicherlich seinem Namen alle Ehre machen. Denn wer alles dabei sein wird, ist absolut olympiaverdächtig.
Die letzten Bands, die heute bestätigt wurden, sind K.I.Z. mit ihrer einzigen Show in diesem Jahr, die Jungs von Von Wegen Lisbeth, A$AP Mob Member FERG mit seinem einzigen Festivalset und Mister #DIY Trettmann. Und mit Fil Bo Riva, Fink, Kat Frankie, The Night Game, Danny Avila, Smiie und Mokoomba. Damit ist der Sack dicht !
>> Alle weiteren Acts seht ihr oben auf dem Flyer und online nach Tagen sortiert !
Ausserdem ist seit heute der erste Geländeplan da! Jetzt heißt es rausfinden, wo The Weeknd, der mit „My Dear Melancholy“ gerade erst völlig überraschend ein neues Album veröffentlicht hat, seine einzige Europashow in diesem Jahr spielt. Auf welcher Bühne gibt es die 3D-Show von Kraftwerk? Wo rocken Imagine Dragons und The National? Wer dreht im Olympiastadion neben David Guetta, Kygo und Armin van Buuren an den Reglern? All das lässt sich ab sofort unter www.lollapaloozade.com auschecken!