The Nits, Donnerstag, 17. Mai, 20.00 Uhr, Kulturkirche, Köln
The Nits, Donnerstag, 17. Mai, 20.00 Uhr, Kulturkirche, Köln

Die laszive und freche Attitüde des Pin-up-Rock’n’Roll der 50er Jahre, das weiche und verlockende Schimmern des französischen Pop der 60er, die ungezügelte Energie des 70er-Punk und die mystisch dunkle Ästhetik des Synthie-Wave der 80er – alles transportiert ins Heute und in einen grollenden, zuweilen auch gewollt schrillen Garagen-Rock: Das ist die aufregende Ästhetik der Wahlkalifornier The Pink Slips, die sich gegenwärtig zu einer neuen Rock-Sensation in den USA entwickeln. Verantwortlich hierfür ist neben ihrem sofort zündenden Sound – der an Iggy Pop ebenso gemahnt wie an David Bowie, Blondie oder Alice Cooper – ihre Frontfrau Grace McKagan aka GRAVE, älteste Tochter des Guns N’ Roses-Bassisten Michael Andrew „Duff“ McKagan.
Ein gerade einmal 20 Jahre altes Energiefeld, das die Bühne und das Publikum beherrscht, als wäre dies ihre einzige Lebensbestimmung. Gemeinsam mit ihren vier wütend aufspielenden Instrumentalisten haben sich The Pink Slips mit bislang nur einer veröffentlichten EP eindrucksvoll in der Musikszene von L.A. platziert und zählen derzeit zu den meistbeachteten Newcomern des Jahres. Am 23. Juni wird das Quintett eine exklusive Clubshow in Köln spielen.

Haim, das sind die drei Schwestern Danielle Haim, Alana Haim und Este Haim. Sie leben in Los Angeles und seit ihrer inzwischen als legendär geltenden Konzertreihe beim ‚South by Southwest‘-Festival 2013 in Austin, ist die gesamte Musikbranche verzückt von dem kalifornischen Trio.
HAIM verbinden in größter Gelassenheit, was zuvor unvereinbar schien: Sie mixen Folkmusik in der Tradition von Fleetwood Mac und Patti Smith mit den Beats und dem Feeling des modernen R’n’B im Geiste von TLC oder Destiny’s Child. 2012 erschien ihre erste EP „Forever“, die von den wichtigsten Medien mit Bestnoten geadelt wurde und die junge Band an die Spitze der BBC-Liste „Sound of 2013“ katapultierte. Seither reiht sich Erfolg an Erfolg, vom 2013 veröffentlichten Debütalbum „Days Are Gone“, das in vielen Ländern in die Top 10 und in England sogar bis an die Spitze der Charts stieg, über den Gewinn renommierter Musikpreise und eine Grammy-Nominierung als „Best New Artist“, bis hin zu dem im Juli 2017 erschienenen Werk „Something to Tell You“, das die drei Schwestern nicht nur um vier Jahre, sondern auch viele bedeutende Erfahrungen gereift zeigt: HAIM haben schon jetzt ihren festen Platz im modernen US-Folk und Classic Rock gefunden. Zwischen dem 5. und 8. Juni kommen sie nach über dreijähriger Live-Abstinenz für zwei Konzerte in Köln und Berlin nach Deutschland.
Monster Magnet, Mittwoch, 16. Mai, 20.00 Uhr, Zeche, Bochum

Wenn man seine Kolumne „Alles außer Pop“ nennt, interessiert man sich natürlich nicht für den ESC. Ich habe die Veranstaltung nicht gesehen und ehrlich gesagt erst hinterher mitbekommen, dass sie überhaupt letztes Wochenende stattgefunden hat. Wenn aber beim Grand Prix (sorry, ich bin alt, so heißt das bei meiner Generation) „Punkrock“ (Eurovision.de), „Metalcore“ (morecore.de) oder gar „Grindcore“ (Linus Volkmann, vermutlich als Witz gemeint?) gespielt wird, fällt das natürlich in mein Ressort.
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The Soap Girls, Dienstag, 15. Mai, 21.00 Uhr, Sonic Ballroom, Köln

Das Saallicht im Wuppertaler Opernhaus ist noch an, als ein Arm einen schwarzen Stuhl durch die Seitentür hereinreicht und abstellt. Dann tritt von einem nicht sichtbaren Stuhl aus der erste Tänzer auf die Sitzfläche, ein weiterer Stuhl wird hereingereicht, abgestellt, eine Tänzerin folgt. Nach und nach wächst eine Brücke aus schwarzen Stühlen an der Rampe entlang, die Mitglieder staksen hintereinander über die Sitzflächen und langsam geht auch das Saallicht aus. Immer wieder gibt es einen unsicheren Blick in das Publikum: Sind alle da? Der Bühnenboden scheint nicht geheuer zu sein, eine Terra Incognita, da bleibt man zunächst lieber bei dem, was man kennt, den Stühlen aus dem Café Müller.
Als im vergangenen Jahr Adolphe Binder die Leitung des Wuppertaler Tanztheaters übernahm und das einzig mögliche tat, nämlich neue Choreographien für das Ensemble ankündigte,
Mick Flannery, Montag, 14. Mai, 20.30 Uhr, Blue Shell, Köln
Scenic Route to Alaska, Sonntag, 13. Mai, Haldern-Pop-Bar, Rees
Autonomics, Samstag, 12. Mai, 20.00 Uhr, Bollecke, Duisburg