Ruhrtriennale: Carp hält Aufregung um Festival für „ein bisschen übertrieben und unverhältnismäßig“

Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2018

Die Süddeutschen Zeitung veröffentlichte heute ein Interview mit Ruhrtriennale-Intendantin Stefanie Carp, das sich ausschließlich um die Themen BDS und Antisemitismus drehte. Während Carp anderen Medien Antworten zu diesem Themenkomplex verweigerte, fand sie gegenüber der SZ klare Worte. Auf die Frage, ob sie mit so harschen politischen Reaktionen auf das Festival gerechnet haben sagte Carp: „Überhaupt nicht. Ich empfinde es auch nicht als politisch. Eher habe ich den Eindruck, dass populistisch etwas am Zündeln gehalten wird: Die Absage des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet, ist Wochen her. Sie erfolgte, nachdem ich die Band Young Fathers wieder eingeladen hatte – und damals hatte sich keiner groß darum gekümmert.“

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Jetzt offiziell: Ministerpräsident Laschet boykottiert Ruhrtriennale

Armin Laschet Foto_ CDU Fraktion NRW

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird nach einem Bericht der WAZ weder  die Eröffnungsfeier noch ein Aufführung der Ruhrtriennale besuchen.  Bereits Anfang Juli hatten die Ruhrbarone darüber geschrieben, dass Laschet wahrscheinlich nicht zur Ruhrtriennale kommen wird. Ein bislang einmaliger Vorgang, zumal das Land an der Kultur Ruhr GmbH, welche die Ruhrtriennale veranstaltet beteiligt ist und das Festival mit 12 Millionen Euro jährlich unterstützt.

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Ruhrtriennale: Blast dieses Podium ab

Thomas Wessel


Stand der Dinge: Stefanie Carp, Intendantin der Ruhrtriennale, hatte dem Landtag im Juli angekündigt, sie bereite anstelle des Auftritts einer BDS-Band eine Veranstaltung mit Norbert Lammert vor. Dieser Tage hat sie das Ergebnis ihrer Planung vorgestellt: Lässt sich eine politische Vernunft darin erkennen und eine politische Ethik? Das Setting einmal durch dekliniert. Unser Gastautor Thomas Wessel ist Pfarrer der Christuskirche in Bochum.

Thema des Podiums sei, so der offizielle Text, „das Spannungsverhältnis von Meinungsfreiheit und Freiheit der Kunst mit persönlicher und gesellschaftlicher Verantwortung im Kontext der deutschen Geschichte“. Ein weit gespanntes Panorama, man würde  –  schon weil Lammert moderiert, neben ihm Kulturministerin und Ex-Kulturminister  –  einen renommierten

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Wespen sind das nackte Böse

Das Grauen hat einen Namen. Quelle: Flickr, Foto: Neil McIntosh, CC BY 2.0 

Tief in unserer Seele schlummert das Es und es ist ein inzestuöser Mörder voller Gier. Wespen kommen aus diesem Es, sie sind das gelbgewordene Fremde und Böse. Sie stehen dem Xenomorph aus den Alien-Filmen nur darin nach, dass sie nicht ganz so schnell ganz so viele Menschen töten können.

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Cartoons ohne Bilder #13

Ein Hühne mit Glatze, Tätowierungen, Muskeln und Schlagring. Baut sich auf über einem schmächtigen, kleinen Mann, Typ Buchhalter.
Gezackte Sprechblase Hühne: „Hast du ein Problem oder was?“
Sprechblase Buchhalter: „Na hören Sie mal: Ich werde gerade von einem offenkundig vorbestraften, gewohnheitskriminellen, a- bis dissozialen Gorilla angebrüllt, der nur die Sprache der Gewalt kennt und zu dumm ist, Probleme anders als mit seinen Fäusten zu lösen. Natürlich habe ich ein Problem!“

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Ruhrtriennale-Eröffnung: Auch NRW-Kulturministerin Pfeiffer-Poensgen kommt nicht

NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen Foto: Elke Wetzig (Elya) Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wenn am kommenden Donnerstag im Landschaftspark Duisburg-Nord die diesjährige Ruhrtriennale beginnt, wird NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (Parteilos) nicht dabei sein. Der Deutschlandfunk meldet, die Ministerin habe aus terminlichen Gründen ihre Teilname abgesagt. Auch zahlreiche weitere Politiker und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) werden nach Informationen dieses Blogs nicht zur Eröffnung kommen.

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Alles außer Pop – Rollator Rock Rebellion

Die neue SUICIDAL TENDENCIES („Get Your Fight On“) ist schon ein paar Monate alt, aber ich bin eben auch nicht mehr der Schnellste. Außerdem ist diese Platte gar kein Album, sondern laut Selbstauskunft eine 10-Song-EP. Das ist ungefähr so gaga, wie die Tatsache, dass das angekündigte nächste Album („Still Cyco Punk After All These Years“) so heißt, als wäre es ein Remake des Klassikers „Still Cyco After All These Years“, tatsächlich aber ein Remake von Mike Muirs Solo-Debut „Lost My Brain“ ist.

Normalerweise suche ich ja lieber nach neuen Bands, als mich durch die Spätwerke abgetakelter Legenden zu quälen. Aber bereits die letzte BODYCOUNT hat mich vollends überrascht und mit der neuen SUICIDAL ist es dasselbe Spiel.

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