Human Abfall, Donnerstag, 2. März, 21.00 Uhr, King Georg, Köln
Human Abfall, Donnerstag, 2. März, 21.00 Uhr, King Georg, Köln
Mit ihrem letzten Album Niveau Weshalb Warum, erschienen am 30.1.2015, schafften es die „Deichkinder“ erstmals auf Platz 1 der Deutschen Albumcharts. Das Hamburger Hip Hop- Phänomen scheint also immer besser anzukommen.
Keiner anderen Band ist es aber auch bis dato so gekonnt gelungen, den Wortschatz ganzer Generationen so nachhaltig zu prägen und ihnen aus der Seele zu sprechen. Gesellschafts- und Konsumkritik, verpackt in viel Selbstironie, gewollt demonstrativ und „prollig“, mit einschlägigen Beats untermalt ( „Tech-Rap“ nennen sie es selber), dazu groteske Bühnenshows mit selbstentworfenen Kostümen – diese Message kommt an und bleibt in den Köpfen hängen.
Und auch 2017 werden Deichkind wieder für ordentlich „Yippie Yippie Yeah Yippie Yeah …Krawall und Remmidemmi“ sorgen und erneut in den SparkassenPark nach Mönchengladbach zurückkehren. Dort spielten sie vor zwei Jahren ihr bislang größtes Solokonzert vor mehr als 16000 Fans wollen dort in diesem Sommer am 5. August ihren “Niveau, Weshalb, Warum“- Tour Abschluss feiern.
„Zum Andenken an die gigantische Besucherzahl übergab Geschäftsführer Michael Hilgers der Band 2015 einen gebrandeten Hockeyschläger. Bei ihrem Debüt im SparkassenPark verzeichnete die Band ihren größten Besucherrekord jemals auf einem Solokonzert. Die ausgelassene Stimmung hat die Band das letzte Jahr komplett begleitet und dazu bewegt, ein weiteres Konzert der legendären Tour für 2017 schon jetzt bekannt zu geben. Danach steht für die Band erstmal eine größere Pause an um neue Ideen für das Projekt DEICHKIND zu entwickeln.
Karten für den 05.08.2017 gibt es online unter www.ticketmaster.de !!
Veranstalter : www.sparkassenpark.de
[Deichkind – 11.04.2015 / Westfalenhalle Dortmund]

Kaum ein andere hat sowohl den deutschsprachigen Humor, als auch die deutsche Musiklandschaft so geprägt wie Helge Schneider und dabei beide Genres auch noch auf einzigartige Weise miteinander verbunden.
Helge, der aus Mülheim an der Ruhr stammt und in Essen lebt, polarisiert, provoziert und hat seine ganz persönliche Art von Unsinn in den letzten drei Jahrzehnten nicht nur salonfähig gemacht, sondern sich damit auch soweit etabliert, dass er auf auf großartige Auszeichnungen wie den ECHO, den Deutschen Comedypreis (u.a. für sein Lebenswerk), den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft, das Prädikat „Klavierspieler des Jahres“ (verliehen vom Bundesverband Klavierspieler) und den Großen Karl-Valentin-Preis zurückblicken kann. Zuletzt wurde ihm der Deutsche Kleinkunstpreis in der Kategorie Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz (2016) verliehen.
Die Grundlage von Schneiders Arbeit ist die Improvisation, die bei ihm zum künstlerischen Selbstausdruck und zur Lebenseinstellung geworden ist und die er nach den Grundlagen des Jazz in alle Bereiche der Kunst überträgt. Die Texte seiner Lieder sowie der Inhalt seiner Erzählungen sind nur in einem Grundgerüst angelegt und werden bei jedem Auftritt frei variiert und weiterentwickelt, wobei die Erwartungen seines Publikums dabei nach Möglichkeit grade nicht bedient werden.
Schneider bewegt sich hemmungslos zwischen Hoch- und Subkultur, zwischen Kindersprache und Literatur, verbindet Alltag und Albernheiten mit einem breiten kulturellen Hintergrund und verliert sich in ausufernden Erzählungen. Dabei entstehen immer wieder Momente der Überraschung, die für Schneider selbst manchmal genauso unerwartet kommen wie für seine Zuschauer.
Umso gespannter sind wir auf seine neue Live-Show, mit der Helge in diesem Sommer durch Deutschland unterwegs sein wird und die den vielversprechenden Namen “240 Years of Singende Herrentorte!” trägt.
Kurzer Rückblick:
Im Jahre 1776 wurde Helge Schneider der 1. im Sauerland geboren.
Mit Beethoven drückte er die Schulbank in Bonn. Auch er war ein musikalisches Naturtalent. Im Jahre 1818 trat er erstmals unter seinem Fantasienamen „die singende Herrentorte“ in einem Hotel in Ulm auf und riskierte damit Kopf und Kragen, denn die Kirchenfürsten fanden diese Bezeichnung höchst merkwürdig.
Seine kreative Art sich selbst zu vermarkten vererbte Helge der Erste an seinen Sohn Paul weiter, der, bis Ende des 19. Jahrhundert, zunächst als gefeierter Opernsänger unter anderem in der Metropolitan Oper in New York als Zweitbesetzung arbeitete und dann aus Geldnot eine französische Adelige heiratete, die er aber nicht leiden konnte.
Aus dieser Verbindung entstand der völlig unmusikalische Heinz. Aus dessen Ehe mit der Finanzamtsangestellten Anneliese (der Name ist erfunden) entstand der uns bekannte Helge Schneider. Dieser entdeckte den Namen „singende Herrentorte“ in alten Briefen. Seitdem kleidete er sich etwas extravaganter und wurde berühmt mit eigenen Klassikern, wie zum Beispiel Katzeklo,Katzeklo.
Im kommenden Sommer wird der König der tanzenden Blattläuse (Helge) – dieses Jubiläums gemeinsam mit seinen Wegbegleitern und Gästen aus 240 Jahren „Singende Herrentorte“ auf den Sommerbühnen zelebrieren. Diese Tournee ist gleichzeitig eine Verbeugung vor seinem tollen, treuen Publikum!
Zwei Termine, die man sich unbedingt schon mal merken sollte:
30.06.17 – Köln, Open Air Am Tanzbrunnen
01.07.17 – Gelsenkirchen, Amphitheater
Veranstalter Konzertbüro Schoneberg GmbH
Der düstere Indie-Dream-Pop von „The xx“ ist derzeit in aller Munde.
Gestern Abend hat das britische Trio vor 7500 Fans in der ausverkauften Mitsubishi-Electric Halle in Düsseldorf ein Konzert wie von einer anderen Welt abgeliefert und alle mit Glückseligkeit und Liebe erfüllt.
Auch wenn sich ihr aktuelles und drittes Album “I See You” (13. Januar 2017) von seinen beiden Vorgängern etwas abhebt und Romy Madley Croft, Jamie Smith und Oliver Sim nach rund acht Jahren die Traurigkeit ein wenig verlassen und auf mehr Fröhlichkeit gesetzt haben, funktioniert die neue Linie ebenso grandios.
„The xx“ landeten mit ihrem dritten Album auf dem ersten Platz der deutschen Charts und fast ihre gesamte Tour war in kürzester Zeit so gut wie ausverkauft..
Auch ihr Konzert in Düsseldorf war ein rund zweistündiger Siegeszug. Selbst den etwas düsteren Songs ihrer ersten beiden Alben “xx “(17. August 2009) und “Coexist” (7. September 2012) konnten sie eine erstaunliche Leichtigkeit verleihen.
Die deutlich tanzbareren Synthie-Beats von Jamie Smith gingen nach vorne und man spürte eine deutliche Dynamik in ihrer Musik und auch ihn ihrem Auftreten. Die auf ihre Art so schüchtern wirkende Romy Madley Croft und Oliver Sim sahen sich immer wieder an, er stieg in ihren Gesang ein, führte ihn fort, und manchmal fanden sie auch räumlich zueinander, spielten Gesicht an Gesicht und machten interessante Tanzbewegungen.
Die einstige Melancholie von The xx hatte gestern Abend Farbtupfer bekommen, und das Trio erzeugte mit seinen doch minimalistischen musikalischen Mitteln Gänsehaut. Sie klangen klar, ursprünglich und arglos und konnten damit gleichzeitig bezaubern, einnehmen und überwältigen.
Playlist:
Say Something Loving, Crystalised, Islands, Lips, Sunset, Basic Space, Performance, Brave for You, Infinity, VCR, I Dare You, Dangerous, A Violent Noise, Fiction, Shelter, Loud Places (Jamie xx cover) Encore: On Hold, Intro, Angels

Seit ihrer Gründung im Jahre 1991 zählen HIM, um den charismatischen Sänger, Frontmann und Gründungsmitglied Ville Valo, mit fast zehn Millionen verkauften Tonträgern zu den weltweit erfolgreichsten Rock Acts Europas.
Zur Speerspitze der skandinavischen Rockszene gehörend, erhielten als erste finnische Band eine goldene Schallplatte in den USA und konzipierten mit ‚Love Metal‘ ein eigenes Genre.
Dabei verbinden sie die Kraft und Progressivität des modernen Metal mit epischen Keyboard-Entwürfen, schwermütigen Gothic-Elementen sowie dem notwendigen Gespür für Eingängigkeit und Melodien, die eine brillante Zeitlosigkeit ausstrahlen. Aus diesem mutigen Grenzgang erwächst auch ihr atemberaubender internationaler Aufstieg. HIM vereinen Fans der unterschiedlichsten Szenen, die die dunkel-romantische Musik ebenso schätzen wie iher aufwühlenden, meist hochemotionalen Texte.
Bereits mit ihrem zweiten Studioalbum „Razorblade Romance“ stiegen HIM 1999 europaweit zur Rocksensation auf. Begleitet vom überragenden Song „Join Me„, der zur erfolgreichsten Single aller Zeiten einer finnischen Band avancierte, dominierte das Album in vielen Ländern die Hitlisten. So unter anderem auch in Deutschland, wo es sich über 58 Wochen in der Top 100 hielt. Jedes weitere Album – „Deep Shadows And Brilliant Highlights“ (2001), „Love Metal“ (2003), „Dark Light“ (2005), „Venus Doom“ (2007) und „Screamworks: Love In Theory And Practice“ (2010)- erreichte in zahllosen Ländern die Top 5. Elf ihrer Singles notierten in Deutschland unter der Top 30, in Finnland landeten 18 Singles in der Top 10, sieben davon auf der Spitzenposition.
Seit „Dark Light“ hat das Quintett auch die USA endgültig erobert. Nach dem Label-Wechsel von Warner zu Universal lieferte die Band mit „Tears On Tape“ 2013 den nächsten Chartstürmer.
Nach einer darauffolgenden Welttournee zogen sich die Mitglieder Ende 2014 zunächst zurück – der Anlass für Schlagzeuger Mika Karppinen, seinen Ausstieg bekanntzugeben. Mit dem neuem Drummer Jukka Kröger werden Ville Valo, Gitarrist Mikko Viljami Lindström, Bassist Mikko Heinrik Julius Paananen und Keyboarder Jani Purttinen noch in diesem Jahr die Arbeiten am kommenden Studioalbum beenden, ein genauer Veröffentichungstermin ist derzeit aber noch nicht bekannt. Man darf aber davon ausgehen, dass das neue Album rund um die nun angekündigten Livedaten in Deutschland erscheinen wird: Zwischen dem 29. November und dem 8. Dezember gastieren HIM in Hamburg, Berlin, Leipzig, München und Köln.
Am 5. März 2017 gab die Band aber leider auch bekannt, sich nach ihrer letzten Tournee Ende 2017 aufzulösen.
Termin

The Underground Youth, Mittwoch, 1. März, 21.00 Uhr, Blue Shell, Köln

Ruhrbarone gehen dahin, wo es wehtut. Auch zu Karneval. Bilder der zügellosen Anarchie und des deutschen Frohsinns. Seid bereit auf Bilder aus

Drei halbstündige Choreographien vereint der neue Ballett-Abend zu einem Programm. Der Dortmunder Hausherr Xin Peng Wang, der sich zuletzt vor allem der Übersetzung schwergewichtiger Werke der Literatur in Handlungsballette widmete, überließ die choreographische Arbeit diesmal ganz den Kollegen. Die Arbeiten von Richard Siegal und Johan Inger entstanden ursprünglich für andere Compagnien, Edward Clug erarbeitete mit dem Dortmunder Ballet ein neues Stück. Es sind drei sehr unterschiedliche Positionen des zeitgenössischen Balletts und modernen Tanzes, die an diesem Abend zusammen kommen, die, das sei vorweggenommen, alle von den Dortmunder Tänzerinnen