„Bitte, Herr Borschert, Sie ham 12 Minuten…“

Ulf Poschardt Foto: Martin U. K. Lengemann/WELT Lizenz: Copyright


Bei den Wiener Festwochen am letzten Freitag spricht Ulf Poschardt über das Shitbürgertum. In seinem gleichnamigen Buch beschreibt er diese ständig moralisierende bürgerliche Elite, die wichtige Positionen in Medien, Politik, Wissenschaft und Kultur besetzt und die uns vorschreiben möchte, wie wir zu leben und zu denken haben. Er rechnet in seiner Rede gnadenlos mit den Shitbürgern ab, die er dort in Wien direkt vor sich sitzen hat.

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Strukturwandel kann richtig schön sein – ein Streifzug durchs Emscherland in Castrop-Rauxel

Am Emscherland in Castrop-Rauxel im Juni 2025. Foto(s): Robin Patzwaldt

Wenn man an Castrop-Rauxel denkt, kommen den meisten wohl rauchende Schlote, Zechenromantik und Ruhrgebiets-Charme in den Sinn. Doch wer sich heute ins Emscherland begibt – dem neuen grünen Herzen der Stadt – merkt schnell: Das Ruhrgebiet verändert sich. Nicht immer zum Schlechten.

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Bye bye PULP, bye bye Old-Daddy-Revival: Danke, für die schönen Zeiten!

2018: Das PULP in Duisburg (Foto: Peter Ansmann)
2018: Das PULP in Duisburg (Foto: Peter Ansmann)

Es regnet in Strömen, als wir – eine kleine Gruppe von sechs Leuten – gestern Abend gegen 21:15 Uhr vor dem PULP ankommen. Der Andrang ist riesig: Im PULP wird an diesem Samstag final bei der Old-Daddy-Revival-Party gefeiert.

Mit dem Aus für das PULP endet eine Ära in Duisburg.

Ich war früher, nach dem Start des PULP in Wanheim, Stammgast dort und habe in den letzten beiden Jahren, seitdem dort die Old-Daddy-Partys veranstaltet wurden, wieder dorthin zurückgefunden. Die Nachricht über das Aus für das PULP ist bitter: Sie bedeutet nicht weniger als das endgültige Aus für „sowas wie Nachtleben und Party“ in Duisburg.

Zeit, für ein paar Erinnerungen.

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Bodo im Juni

Die Juniausgabe des Straßenmagazins Bodo beleuchtet Themen rund um Flucht, Asyl und gesellschaftliche Abschottung – passend zum Weltflüchtlingstag. Neben diesem Schwerpunkt bietet das Heft facettenreiche Beiträge zu Kunst, Theater und regionalen Initiativen.

Wie Menschen auf der Flucht abseits von offiziellen Lagern leben, zeigt der Fotojournalist Klaus Petrus, der seit 2016 Fluchtrouten durch den Balkan dokumentiert. Persönliche Perspektiven liefert auch Jamil Ayoub, der 2015 aus Syrien floh und heute als Sozialarbeiter in Dortmund tätig ist. Sein Gespräch dreht sich umEnttäuschungen, Gestaltungswillen, Abschottungsrhetorik und die Wahrnehmung der syrischen Diaspora. Ahmed A., der in Ägypten Folter erlitt und später Hilfe bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum suchte, blickt gemeinsam mit Therapeut Eike Leidgens mit Sorge auf den aktuellen politischen Kurs.

Neben gesellschaftlichen Themen widmet sich das Magazin auch kulturellen Impulsen: Sabine Reich, neue Leiterin des Bochumer Off-Theaters, bringt frischen

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