Gebt der Meute, was sie braucht: Weniger als die Hinrichtung von Gil Ofarim ist doch gar nicht drin

Dschungelcamp: Hier findet der Mob seine Opfer. Grafik: DALL-E
Dschungelcamp: Hier findet der Mob seine Opfer. Grafik: DALL-E

Gil Ofarim hat Mist gebaut. Das muss man nicht weichzeichnen, nur weil man den reflexhaften, klischeebeladenen Lynchmob nicht mehr erträgt. Er hat 2021 einen Mitarbeiter des Leipziger Hotels The Westin öffentlich in Richtung Antisemitismus beschuldigt, damit eine Lawine ausgelöst und am Ende selbst eingeräumt, dass seine Darstellung nicht stimmte. Das war kein Kavaliersdelikt. Es war ein Angriff auf einen konkreten Menschen und nebenbei ein Bumerang für alle, die wirklich mit Antisemitismus leben müssen.

Und trotzdem ist der Fall juristisch vorbei. Genau dafür haben wir Gerichte. Im November 2023 hat Ofarim vor dem Landgericht Leipzig gestanden und sich beim Nebenkläger entschuldigt. Das Verfahren wurde gegen Auflagen eingestellt. Wer das nicht akzeptieren kann, der will keine Gerechtigkeit mehr. Der will Zerstörung. Und das ist der Punkt, an dem aus berechtigter Kritik etwas außerordentlich Hässliches wird.

Der Prozess ist juristisch abgeschlossen – Der Mob aber will die Vernichtung

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„Die bisherige Klimapolitik ist auf Crashkurs mit der Realität vieler Industrieunternehmen“

CDA-Vorsitzender Dennis Radtke (Foto: Roland W. Waniek)


Auf dem CDU-Parteitag am 20. und 21. Februar wollen die Arbeitnehmervertreter gemeinsam mit der Mittelstandsvereinigung die Klimapolitik der CDU ändern. Ihr stärkstes Argument ist ihre Sinnlosigkeit.

In Zeiten der grünen Hegemonie war die Union die Speerspitze des Zeitgeistes. CSU-Chef Markus Söder umarmte Bäume, die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich mit Greta Thunberg, und Ursula von der Leyen machte sich nach ihrer Wahl zur EU-Kommissionspräsidentin 2019 auf, mit dem Green Deal die europäische Industrie zu ruinieren. Deindustrialisierung, ein schrumpfender

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…and the winner gets to go to Auschwitz – warum ein gut gemeinter Wettbewerb seine Ziele verfehlt

US-Präsident Joe Biden bei der Eröffnung der Makkabiade 2022 in Jerusalem Foto: The White House Lizenz: Gemeinfrei


Hand aufs Herz, liebe Nicht-Juden: Wie gut kennen Sie sich mit jüdischen Festen, Kultur oder Traditionen aus? Haben Sie schon einmal etwas von Latkes, Makkabi, Sukkot, Chuzpe, Taglit, Bamba, Alija, Jewrovision oder dem Mitzvah-Tag gehört? Wenn nicht, ist dies auch überhaupt nicht schlimm, es zeigt nur auf, wie wenig wir manchmal voneinander wissen, obwohl wir Nachbarn sind, dieselbe Sprache sprechen, denselben Pass haben und seit ungefähr 1700 Jahren eine gemeinsame Geschichte teilen. Von unserer Gastautorin Ruth Edut.

Das Land NRW möchte an diesen Wissenslücken aktiv etwas ändern, indem es die Schüler beim diesjährigen Shalom-Wettbewerb dazu aufruft, sich mit der Vielfalt jüdischer Feste auseinanderzusetzen. Diese Idee ist lobenswert, da sie versucht, jüdisches Leben auch dort sichtbar zu machen, wo seine Nicht-Präsenz häufig als erste Prämisse vorausgesetzt wird.

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Mercosur: Dem EU-Parlament fehlt die demokratische Legitimation

EU Parlament Foto: Diliff Lizenz: CC BY-SA 3.0

Obwohl Grüne, Rechtsradikale und Linke am Mittwoch im EU-Parlament dafür gesorgt haben, dass das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Südamerika vom Europäischen Gerichtshof überprüft werden muss, könnte es vorläufig angewandt werden. Rechtlich ist das kein Problem, wenn die Kommission für den entscheidenden Handelsteil des Abkommens eine qualifizierte Mehrheit im Europäischen Rat erhält. Doch der Spiegel weist zu

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