„Beenden Sie diesen nichtbinären Unsinn noch heute“

Till Randolf Amelung Foto: Joanna Nottebrock


In den USA rollt der Backlash, gerade Transpersonen wurden von mehreren Anordnungen des Präsidenten Donald Trump hart getroffen. Dabei gab es vor elf Jahren eine Aufbruchsstimmung, dass sich die gesellschaftliche Akzeptanz von Transpersonen zum Besseren wendet. Doch zwei prominente Transfrauen, Blaire White und Brianna Wu, machen gravierende Fehler im Transaktivismus für die Rückschläge verantwortlich. Von unserem Gastautor Till Randolf Amelung. 

Schon zu Beginn seiner zweiten Präsidentschaft wickelt Donald Trump einiges wieder ab, was rechtlich und gesellschaftlich für Transpersonen erreicht wurde. Per Dekret gibt

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23.02.2025: #RunForTheirLives in Düsseldorf

Erinnerung an Ariel Bibas, Platz der Geiseln, Tel Aviv, 25.01.2025 (Foto: Peter Ansmann)
In Gaza kaltblütig ermordet: Erinnerung an Ariel Bibas, Platz der Geiseln, Tel Aviv, 25.01.2025 (Foto: Peter Ansmann)

Seit über 500 Tagen sind, die von der islamofaschistischen Mördertruppe Hamas entführten, Menschen immer noch in Geiselhaft. Wie viele, von den ursprünglich verschleppten, Geiseln überhaupt noch leben, ist ungewiss. 

In Düsseldorf wird seit etwas über einem Jahr auf das Schicksal der Verschleppten aufmerksam gemacht. In dieser Woche hat sich die Hoffnung zerschlagen, dass die deutsch-israelische Geisel Shiri Bibas und ihre im Alter von vier Jahren und zehn Monaten entführten Kinder, Ariel und Kfir Bibas, freikommen. Sie wurden in Gaza kaltblütig, mit bloßen Händen, ermordet.

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Warum ich dieses Mal auf keinen Fall die Grünen wähle

Robert Habeck auf dem Bundesparteitag der Grünen in Karlsruhe im November 2023 Foto: Kasa Fue Lizenz: CC BY-SA 4.0


Da ich selbst Naturwissenschaftlerin bin, ist eine Partei, die die Naturwissenschaft negiert, für mich unwählbar. Wie ideologisch verblendet und aktivistisch, teilweise auch rücksichtslos die Grünen mitunter agieren, zeigte sich diese Woche in Erfurt.

Die neue Gleichstellungsbeauftragte in der Erfurter Stadtverwaltung ist Susette Schubert. Diese hat nach dem Thüringer Gleichstellungsgesetz die Funktion, dafür zu sorgen, dass Frauen und Männer in allen Bereichen des öffentlichen Lebens gleichbehandelt werden. Schubert, die vorher das Gleichstellungs- und Familienbüro an der Universität Erfurt geleitet hat und Ansprechpartnerin beim

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Kultur- und Wirtschaftsinitiativen aus dem Ruhrgebiet rufen zur Bundestagswahl auf

Wahllokal Foto: Axel Hindemith Lizenz: CC BY-SA 3.0

Für demokratische Werte, Vielfalt und eine freie Gesellschaft: Ruhrgebietsinitiativen aus der Kultur und der Wirtschaft machen sich anlässlich der Bundestagswahl mit eigenen Kampagnen stark für die Demokratie.

Das Netzwerk der RuhrBühnen, dem elf städtische Theater im Ruhrgebiet sowie die Festivals Ruhrtriennale und Ruhrfestspiele angehören, geht mit der Kampagne „RuhrBühnen für die Demokratie“ an den Start. Ziel ist es, die aktuellen antidemokratischen Entwicklungen in den Fokus zu rücken und das enge Verhältnis von Kunst und Demokratie zu unterstreichen. Im Zentrum steht ein

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„Die AfD ist der Gegenentwurf zu den Werten der CDU“

Matthias Hauer Foto: Laurence Chaperon


Bei den Bundestagswahlen 2021 erreichte die AfD knapp über zehn Prozent – mehr als zwei Prozentpunkte weniger als 2017. Nach gut drei Jahren Ampel liegt die Partei in Umfragen konstant bei über 20 Prozent. Sie ist damit nach der Union die klar zweitstärkste Kraft. Ein Partner für die CDU kann sie jedoch niemals sein, denn sie ist der Gegenentwurf zu den Werten der CDU. Das hat sogar die AfD selbst erkannt und die CDU zum Hauptgegner erklärt sowie wiederholt ihre Implosion als Ziel ausgegeben. Unser Gastautor Matthias Hauer ist direkt gewählter CDU-Bundestagsabgeordneter aus Essen.

Die Gründe für die steigenden Zustimmungswerte für die AfD sind vielfältig. Es wäre gewiss zu einfach, allein die Bundesregierung dafür verantwortlich zu machen. Doch die

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Eine Welt ohne die USA (2) – wie die EU klare Kante zeigt 

Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj Foto: President Of Ukraine from Україна Lizenz: CC0

Die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als „Diktator ohne Wahlen“ bezeichnete, sind unverschämt und falsch, die Aussagen eines gekränkten infantilen Narzissten – so mutet es an. Trump warf Selenskyj vor, die USA in einen nicht gewinnbaren Krieg gezogen und amerikanische

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Mehr Geld für Panzer statt für palästinensische Terrorpartys

Kampfpanzer Leopard 2 A6 der Bundeswehr (Foto: Bundeswehr/Michael Mandt)

Als die Hamas gestern die Leichname der von ihr ermordeten Geiseln, darunter die Kinder Kfir und Ariel Bibas, die zum Zeitpunkt ihrer Entführung im Oktober 2023 gerade einmal acht Monate beziehungsweise vier Jahre alt waren, freigab, wurden ihre Särge durch eine jubelnde Menschenmenge gefahren. Wer so feiern kann, braucht keine Hilfe.

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Zwischen Barbarei und Zivilisation. Ukrainer in Bochum #2

„Den Fluss bewachen, um Kiew zu schützen“. Die Rosawa by Xsandriel cc 4.0

Unter Stalin verhungert, von den Russen erschossen. Vor den Deutschen geflohen, von den Russen gerettet. Vor den Russen geflohen, von den Deutschen gerettet. Was Vasyl Kulynych von seiner Familie erzählt, ist unfassbar wie das Jahrhundert, die Geschichte einer ukrainischen Familie.  

Allein der Ort seiner Geburt, Magnitogorsk im Ural, mehr als 2 ½ Tausend Kilometer von Kiew entfernt, es war im ersten Jahr nach Stalins Tod. Heute lebt Vasyl, 70 Jahre alt, mit Kindern und Enkelkindern in Bochum, sein Weg an die Ruhr ist einer durch ein Jahrhundert der Gewalt:

„Meine Großeltern habe ich nie kennen gelernt, sie starben vor dem Zweiten Weltkrieg  – die einen in der großen Hungersnot in der Ukraine, die 1932/33 von der kommunistischen Regierung künstlich erzeugt worden war …“   

dem geplanten Verhungern fielen mindestens drei und bis zu sieben Millionen Ukrainer zum Opfer, Ende November 2022 hat der Deutsche Bundestag den Holodomor (holod = Hunger, moryty = morden) ein Menschheitsverbrechen genannt  –

„… die anderen durch Armut oder kommunistische Kugeln. Der Vater meines Vaters wurde im Alter von 40 Jahren von den Kommunisten mithilfe eines konstruierten Vorwurfs am 5. Mai 1938 im örtlichen Gefängnis erschossen. In der außergerichtlichen Urteilsbegründung hieß es: ‚Zur Feier des 120. Geburtstags von Karl Marx – erschießen.‘ 1956 wurde mein Großvater posthum rehabilitiert.“

Da war Vasyls Vater 13 Jahre alt, drei Jahre später, im Juni 1941, fiel die deutsche Wehrmacht in Russland ein:

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