„Viele im klassischen Bürgertum haben immer noch nicht begriffen, dass es sich um einen massiven Kulturkampf handelt“

Vince Ebert Foto: Frank Eidel Lizenz: Copyright:

Der Physiker und Kabarettist Vince Ebert beschreibt in seinem neuen Buch Wot Se Fack, Deutschland?, wie heute Politik und Ideologie über Wissen und Tatsachen gestellt werden, und gibt seinen Lesern auch eine Anleitung zum Widerspruch.  Stefan Laurin sprach mit Vince Ebert .

Ruhrbarone: Es ist das dritte Buch, das ich von dir gelesen habe. Es ist, wie du selber auch schreibst, deutlich düsterer.


Vince Ebert:
Ja, auf jeden Fall. Die Stimmung ist ja auch düster. Ich mache das Ganze – also auch auf Tour – schon seit 25, 26 Jahren. Und ich merke in meinen Programmen und im direkten Kontakt mit den Leuten, dass die Stimmung in Deutschland von einer großen Mut- und Hoffnungslosigkeit geprägt ist. Das hat nicht unbedingt damit zu tun, dass wir uns in einem Entwicklungsland befinden – der Standard ist ja noch einigermaßen okay –, aber die Leute haben einfach wenig Vertrauen, dass die Zukunft besser wird als die Vergangenheit.

Worin sich Deutschland von vielen Entwicklungsländern unterscheidet, ist, dass die Menschen dort, sobald sie merken, dass es besser wird, sehr optimistisch sind.

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„Für Israel, für Freiheit, für Liebe, für das Leben!“

CSD in Düsseldorf (Symbolbild) Foto: Freddy2001 Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die BGA Rheinland ruft zur Teilnahme am CSD in Koblenz am morgigen Samstag um 14.00 Uhr am Görresplatz auf.

„Nicht erst seit dem 7. Oktober sehen wir, wie im Nahen Osten eine brutale, menschenverachtende Queerfeindlichkeit tobt. In den meisten islamistischen Staaten sind queere Menschen entrechtet, bedroht von Folter, Gefängnis – und dem Tod.

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Gaza-Hungersnot ist „einer der größten Betrugsfälle überhaupt“

Antisemitisches Plakat auf einer Gaza-Demonstration in Dortmund 2014 Foto (Archiv): Laurin

Die von westlichen Regierungen, der UNO und NGOs getragene Integrated Food Security Phase Classification (IPC) hat nach einem Bericht des US-Magazins Free Beacon ihre Kriterien geändert, um im Gazastreifen eine Hungersnot feststellen zu können. Im jüngsten Bericht vom 29. Juli

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Deutschlands Waffenstopp für Israel ist ein Fehler

Friedrich Merz, CDU (Foto: Roland W. Waniek)


Deutschlands Entscheidung, die Waffenlieferungen an Israel auszusetzen, beherrschte die Schlagzeilen und löste Empörung aus. Die Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz führte in Deutschland zu einem Sturm der Entrüstung. Die Gegenreaktionen kamen schnell und massiv – vom Zentralrat der Juden, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, führenden pro-israelischen Organisationen bis hin zu prominenten Stimmen in Medien und Politik, sogar von Mitgliedern der Kanzlerpartei CDU. Von unserer Gastautorin Paushali Lass.

Das ist nicht nur eine Art politischer Auseinandersetzung, es handelt sich um einen schwerwiegenden politischen und strategischen Fehler, der den

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Ukraine geteilt? Niemals!

Die ukrainischen Soldaten kämpfen für ihre Freiheit und die Europas

Trump plant einen schmutzigen Deal mit Putin. Der soll nicht nur behalten dürfen, was er im Nachbarland erobert hat, sondern noch mehr bekommen. Gerade Deutsche sollten wissen, dass es das Ende jeder Sicherheit in Europa wäre.

Stramme CDUler wie mein Vater riefen früher: „Deutschland dreigeteilt – niemals!“ Das war, bezogen auf die „verlorenen deutschen Ostgebiete“, revanchistisch: Ausdruck des Willens, die Folgen des deutschen Vernichtungskriegs in Osteuropa rückgängig zu machen. Nun macht sich Russlands Kriegsherr Putin, der auf den Spuren Stalins und der Nazis wandelt, berechtigte Hoffnungen, bei seinem Gipfel mit Donald Trump im ehemals russischen Alaska am Freitag seine revanchistischen Gelüste erfüllt zu bekommen: den gesamten Osten der Ukraine, den Donbas, und mehr als Lohn für seinen Vernichtungskrieg. Und Geschenk für „ein bisschen Frieden“ (Nicole).

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Waffen-Boykott gegen Israel: Merz und das Mitgefühl 

Friedrich Merz, CDU, by Roland W. Waniek

Friedrich Merz ist eingeknickt. Vor der arabischen Straße, die sich quer durch Europa zieht? Oder vor einem Aufschrei des Mitgefühls, das nichts mehr hofft, als dass das Leid ein Ende hat?

Es ist die neue Variante der BDS-Ideologie: keine Waffen dafür, Terror zu bekämpfen, wenn der sich gegen Israel richtet. Jüngst vom Kanzleramt damit begründet, dass es  –  keine drei Jahre nach der Hamas-Barbarei von 10/7 –  recht eigentlich Israel sei, das „Eskalation betreibt“. Nicht allein in Gaza, auch „in Deutschland und Europa“. Was ein innenpolitisches Motiv ist, es geht ums Eigene, die Bedrohung des Innern, um öffentliche Gefühle, ein öffentlich artikuliertes Empfinden. Dass Merz sich gestimmt fühlt durch Stimmungen des Innern, ist ein politisches Fiasko, hat aber –  trotz allem  –  ein Recht für sich. Unabweislich, dass die Bilder aus Gaza, manipuliert oder nicht, das Herz eines jeden zerreißen, der eines hat. Unweigerlich der Impuls, Hört auf! zu rufen, Legt die Waffen nieder, egal wer gewinnt. Wer die Bilder sieht und keine innere Stimme hört, hat keine. Insofern spricht Merz aus vielen Herzen, wenn er im Interview mit der ARD sagt: „Ich lasse mich von öffentlichem Druck nicht so sehr beeindrucken wie von meinem eigenen Bild“, das er sich selber von Gaza gemacht hat: „Hier geht es um ganz grundsätzliche Haltungsfragen.“ Und das ist das Problem, Hannah Arendt hat von einem „Zauber“ gesprochen, einem faulen.

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SPD steht in Dortmund ein Desaster bevor

Nashorn vor dem Rathaus Dortmund Foto: JosefLehmkuhl Lizenz: Gemeinfrei

Nach einer im Auftrag der Ruhr Nachrichten vom Institut Forsa erstellten Umfrage zur Kommunalwahl am 14. September steht der SPD in Dortmund ein Desaster bevor: Sie könnte demnach von 29,9 auf nur noch 24 Prozent abstürzen. Auch die Grünen müssen sich auf große Verluste einstellen: Statt wie 2020 fast 25 Prozent kämen sie nur noch auf 17 Prozent. Gewinner der Wahl könnten nach den

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