Das Alter: Antifaschistische Union Dortmund stellt Arbeit ein

Demonstration gegen Antisemitismus in Dortmund, Foto: Ulrike Märkel
Demonstration gegen Antisemitismus in Dortmund, Foto: Ulrike Märkel

Die Antifaschistische Union Dortmund, eine der ältesten Antifa-Gruppen der Republik, stellt ihre Arbeit ein. Der Grund? Das Alter der Aktivisten schreibt die Union in einer Stellungnahme:

Der Grund, warum wir als Gruppe aufhören, ist allerdings nicht, dass wir nun glauben, dass unser Job überflüssig geworden wäre – ganz im Gegenteil: Schaut man sich die gegenwärtige Situation an, ist Antifa-Arbeit weiterhin dringend notwendig, anderswo vielleicht noch mehr als in Dortmund. Man kann uns also berechtigterweise einen Vorwurf machen, dass wir ausgerechnet jetzt das Handtuch werfen. Doch die Gründe sind profanerer Natur: Wer rechnen kann, dürfte schnell auf das Durchschnittsalter unserer Gruppe kommen. Polemisch brachte die Gruppe TOP B3RLIN (wenngleich selbst nicht mehr die Jüngsten…) das Problem einst auf den Punkt: »Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Antifa, geprägt durch Carhartt, Risikofreude und elitäres Außenseitertum verliert, sobald der Ernst des Lebens mit Arbeit und Familie den Alltag zu bestimmen droht, seine verbindende Wirkung« (Antifaschistisches Infoblatt Nr. 81). Antifa – als Organisation, nicht als politische Praxis – ist eben auch abhängig von einer bestimmten Lebensphase und aus dieser haben wir uns teilweise entfernt.

„Ernst des Lebens mit Arbeit“ – Ein Problem dass die oft von kriminellen Aktivitäten oder

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Krombacher und die Deutsche Umwelthilfe: Auch andere Brauer haben gute Biere

Biere von Krombacher Foto: SDTERA Lizenz: CC BY-SA 3.0

Der Artikel ist jetzt über ein Jahr alt – Die guten Gründe, kein Krombacher mehr zu trinken, gibt es noch immer – die Deutsche Umelthilfe ist nach wie vor Partner der Brauerei. Auch andere Unternehmen wie Gelsenwasser, eine Tochter der Städte Dortmund und Bochum,  zählen zu den Unterstützern des Abmahnvereins. Hier der Artikel aus dem Sommer 2017:

Krombacher vermarktet sein Bier seit vielen Jahren, schreibt das Fachmagazin Werben und Verkaufen, über die „Verbindung von Natur und Biergenuss„.  Da ist es wichtig, dass das Bier mit Felsquellwasser gebraut ist, blaue Seen in der Werbung auftauchen und man als Unternehmen, um die Glaubwürdigkeit zu unterstützen, auch mal ein Naturschutzprojekt anschiebt. Gegen all das ist nichts zu sagen, so funktioniert  Werbung und Krombacher hält seine Linie seit Jahrzehnten. Das ist klug.
Vielleicht ist es weniger klug, dass Krombacher sich als Partner seit langem die Deutsche Umwelthilfe ausgesucht hat. Der Kleinverein mit nach Wikipedia knapp 250 Mitgliedern  verdient gut, wie es die FAZ recherchierte, mit Abmahnungen, lässt sich von Toyota finanziell unterstützen, die kaum Diesel im Angebot haben  und führt einen von Hysterie geprägten Kreuzzug gegen den Diesel. Die Welt schreibt dazu: „Unter all den Umweltproblemen Deutschlands hat die Politik ausgerechnet die Stickoxid-Emissionen offenbar sehr gut im Griff. Weltuntergangsszenarien und Deindustrialisierungsvisionen lassen sich auf dieser positiven Tendenz eigentlich gar nicht aufbauen.“

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Der Ruhrpilot

Gelsenwasser-Zentrale in Gelsenkirchen. Das Unternehmen gehört den Städten Bochum und Dortmund Foto: Gelsenwasser


Ruhrgebiet:
Gelsenwasser finanziert Deutsche Umwelthilfe…Handelsblatt
NRW: Laumann zwischen allen Stühlen…RP Online
NRW: So sollen die Weihnachtsmärkte sicherer werden…RP Online
Debatte: Grüner Unfug, der kaum hinterfragt wird…Welt
Debatte: Hartz IV modern…FAZ
Debatte: AfD misst mit zweierlei Maß…Welt
Debatte: Wir brauchen eine demokratische Revolution!…Cicero
Debatte: Lektionen aus Weimar…Novo
Debatte: Ein Rauswurf ist auch eine Botschaft…FAZ
Debatte: Die Ära Merkel – ein vorläufiger Rückblick…NZZ
Debatte: Kameras sollen Diesel-Fahrverbote überwachen…Bild
Debatte: Netflix als Ideologie...Jungle World
Debatte: Das Kopftuch drängt die Kinder in eine inferiore Rolle…Kurier
Ruhrgebiet: Das Ruhrgebiet will sich wandeln…Tagesspiegel
Ruhrgebiet: Studie fordert mehr S-Bahnhöfe am Rand des Ruhrgebiets…WN
Ruhrgebiet: Jüdische Gemeinde DU-MH-OB weiht neuen Friedhof ein…WAZ
Bochum: Bürger wehren sich gegen Straßenbaugebühren…WAZ
Bochum: Eissalon Ruhr geht in Jahrhunderthalle in die dritte Saison…WAZ
Dortmund: Hooligans bringen Ultras durch Bedrohung zum Schweigen…RN
Dortmund: Streit in Asylheim eskaliert – Polizist schießt Mann an…WAZ
Dortmund: Gegen Antisemitismus und Rechtspopulismus…Nordstadtblogger
Duisburg: Musikpreis für  Cellisten Nicolas Altstaedt…WAZ
Essen: Dieselfahrverbot – Tafel droht mit Schließung…WAZ
Essen: Die Stadt sollte die Bürger viel öfter fragen…WAZ

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Diesel-Fahrverbote: Wo bleibt der Protest an der Ruhr?

Autofahrer-Protest in Frankreich


Das Ruhrgebiet muss gegen den Diesel-Wahnsinn auf die Straße gehen, fordert unser Autor. Und wundert sich, dass die Gewerkschaften die Gunst der Stunde nicht nutzen, um vielleicht zum letzten Mal ihre alte Macht zu mobilisieren. Der Protest solle sich nicht gegen ein Gericht wenden, wohl aber gegen diejenigen, die politisch die Verantwortung für das drohende Desaster tragen. Unser Gastautor  Alexander Klomparend ist Redaktionsleiter für Nordrhein-Westfalen bei Deutschlands größter TV-Nachrichtenagentur Telenewsnetwork.

Das Urteil des Gelsenkirchener Verwaltungsgerichts könnte für viele im Ruhrgebiet das Aus bedeuten. Die verhängten Fahrverbote treffen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen. Ihre unmittelbaren Folgen würden nicht nur den bereits überlasteten öffentlichen Verkehr kollabieren lassen. Die Ruhrwirtschaft würde vor schier unlösbaren logistischen Problemen stehen. Die mittelbaren Folgen wären mit hoher Wahrscheinlichkeit: Rückgang der Wirtschaftskraft, Anstieg der Arbeitslosigkeit, mehr Armut.

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Der Ruhrpilot

A40 in Essen Foto: en:User:Doco Lizenz: CC BY 2.5


Ruhrgebiet: 
7 Schwächen des Schwachsinn-Urteils…Bild
NRW: 
So häufig stolpert die Landesregierung über Gerichte…NRZ
NRW: 
“Völlig falsch, Abschiebungen von Syrern in Aussicht zu stellen“…Welt
NRW: Zahl der Rocker in NRW sinkt leicht…RP Online
Debatte: Der Diesel im Griff der Elite…FAZ
Debatte: CDU nimmt Finanzierung der Deutschen Umwelthilfe ins Visier…Handelsblatt
Debatte: Ein umstrittener Grenzwert…FAZ
Debatte: FDP will Heilpraktiker langfristig abschaffen…
Debatte: Dass E-Autos bald billiger werden, ist Wunschdenken der Verbraucher…Welt
Debatte: Rückwärts gewandte Öko-Utopie…Jungle World 
Ruhrgebiet: 
Fahrverbot auf Autobahn „verheerendes Signal“…WAZ
Ruhrgebiet: „Das ist schon fast eine Enteignung“…RP Online
Ruhrgebiet: Kartellverfahren Thyssenkrupp…WN
Bochum: Prinz-Regent-Theater gleicht einer Wundertüte…WAZ
Duisburg: Stadtwerketurm strahlt Identität aus…WAZ
Duisburg: EU, Brexit und ein klares Votum für Merz…RP Online
Essen: AfD ebnet Guido Reil den Sprung ins Europa-Parlament…WAZ
Essen: Bürger wählen Wohnbauflächen aus…WAZ

WDR: Warum nicht eine Woche ohne Kopftuch?

Screenshot WDR-Homepage

Sich für eine Woche einmal in eine andere Person, eine andere Rolle hineinzuversetzen und neue Erfahrungen zu sammeln, ist für Jugendliche spannend. Das Spiel mit der eigenen Identität, das Ausprobieren einer anderen. Das kann man machen. Aber dann bitte für alle.

Über das Experiment einer AG an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen berichtete der WDR am 16.11.2018.1 Die Freiwilligen – allesamt keine Musliminnen – sollten ausprobieren, einmal eine Woche ein Kopftuch zu tragen. So sollten sie, gemäß dem Vorschlag der Lehrerin

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Der Ruhrpilot

Autohasser im Machtrausch: Umwelthilfe-Chef Jürgen Resch Foto: Steffen Holzmann/Umwelthilfe Lizenz: Copyright


Ruhrgebiet:
Umwelthilfe-Chef Resch fordert Ende des privaten Autos…NRZ
NRW: Stich-Entscheid von Kommunalwahlen steht auf dem Prüfstand…RP Online
NRW: Besetzer des Hambacher Forstes wollen eine Hausordnung einführen…Welt
NRW: Laumann setzt Reform der Kliniken durch…RP Online
NRW: Großspende auch an NRW-AfD…NWZ
NRW: Ein Toter und viele Fragen…Jungle World
Debatte: Der Anti-Zucker-Kampf ist nichts als Panikpropaganda…Welt
Debatte: G5 – Viel Krach um Deutschlands Zukunft…FAZ
Debatte: „Versemmelt haben wir es selbst“…Welt
Debatte: Der Staat als Mietentreiber…FAZ
Debatte: Das neue Album von Grönemeyer ist Leitkultur…NZZ
Ruhrgebiet: Diesel-Fahrverbot – 100 Ruhrbahn-Busse würden stillstehen…NRZ
Ruhrgebiet: 
„Das ist schon fast eine Enteignung“…RP Online
Ruhrgebiet: Diesel-Fahrverbot – Polizei plant keine Kontrollen auf A4…WAZ
Ruhrgebiet: Bundesregierung plant offenbar Massenüberwachung bei Fahrverboten…Heise
Ruhrgebiet: Fahrverbote im Ruhrgebiet – weitere Urteile stehen bevor…BZ
Bochum: OB Eiskirch – Diesel-Fahrverbote „ein herber Schlag“…WAZ
Bochum: „Vater Beimer“ ist geschockt…WAZ
Bochum: NSU-Morde – Empörung reicht nicht…Bo Alternativ
Dortmund: Filmreihe zum Thema Menschenrechte…Nordstadtblogger
Dortmund: Achtung vor vermeintlichen Mails der Stadt…Ruhr Nachrichten
Duisburg: SPD „rödelt“ wie verrückt…WAZ 
Duisburg: Diesel-Fahrverbote treffen auch Duisburg hart…WAZ
Essen: Diesel-Fahrverbot – Autofahrer sind sauer und ratlos…WAZ

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Diesel-Fahrverbote: „Das Ruhrgebiet wird seinen Puls verlieren“

Dr. Marco Buschmann (40, FDP) (Quelle: Pressefoto/ ww.Marco-Buschmann.de)

Unser Gastautor Marco Buschmann ist   Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion und Gelsenkirchener.

Nein, ein Ruhrschnellweg ist die A40 nun wahrlich nicht. Nicht umsonst wird die Autobahn, die zu den am stärksten befahrenen Schnellstraßen Deutschlands zählt auch als längster Parkplatz des Ruhrgebiets verspottet. Die liegt im Herzen des Ruhrgebiets. Sie zu sperren ist eine neue Dimension des Diesel-Versagens der Bundesregierung.

Das Ruhrgebiet wird seinen Puls verlieren, wenn hunderttausende Diesel-Fahrer nicht mehr zur Arbeit kommen, ihre Kinder nicht mehr in die KiTa bringen können, Handwerker ihre Kunden nicht mehr auf direktem Weg erreichen, Geschäfte nicht mehr ungehindert beliefert werden können.

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Netzfrauen.org und die Angst vor der Verstrahlung aus Japan


Blick auf die „Shinjuku“-Wolkenkratzer und der Berg „Fuji“, vom Bunkyo Civic Center in Tokio Foto: Morio Lizenz: CC BY-SA 3.0


Im Juli 2018 einigten sich die EU und Japan auf den Abschluss eines umfassenden Freihandelsabkommens, kurz Jefta. Das EU-Parlament wird das Abkommen im Dezember ratifizieren, bereits Anfang 2019 könnte es also in Kraft treten. Es gibt gute Gründe, dem Abkommen kritisch gegenüberzustehen. Wie bei den anderen großen Freihandelsabkommen der letzten Jahre ist zum Beispiel der intransparente Aushandlungsprozess problematisch. Das Online-Projekt „netzfrauen.org“ – eine selbsterklärte unabhängige Informationsplattform mit immerhin mehr als 240.000 Followern auf Facebook – entschied sich dieser Tage statt sachlicher Kritik für wahnhafte Desinformation über die Folgen des Abkommens. Die EU, so eine Meldung auf der Seite, würde ihren Bürgern wissentlich verstrahlte Lebensmittel aus Fukushima vorsetzen. Das ist aus vielerlei Gründen Unsinn. Die Meldung und die Reaktionen darauf zeigen aber exemplarisch, dass der politische Diskurs in Deutschland nicht nur in neu-rechten Echokammern zunehmend von haltloser Angstmacherei und Misstrauen gegen politische Eliten bestimmt ist. Unser Gastautor Hanno Jentzsch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Japanstudien in Tokyo und beschäftigt sich unter anderem mit dem Wandel des japanischen Agrarsektors.

Der entsprechende Artikel – zweifach verbreitet über die Facebook-Seite der „Netzfrauen“ und mehr als tausendfach geteilt – ist eine ärgerliche Mischung aus falsch konstruierten Zusammenhängen und vollkommener Unkenntnis. Mit der Ratifizierung des Abkommens, so der Tenor, seien Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa bald schutzlos der Einfuhr von

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Fahrverbote: Der Mensch als Störenfried

A40 in Essen

Fahrverbote in weiten Teilen des Ruhrgebiets auch auf Autobahnen sind absehbar. Sie sind die Folge einer seit Jahren grassierenden und von Lobbyisten befeuerten Ökohysterie. Und eines unvorstellbaren Politikversagens.

Selten gab es ein so umfassendes Versagen: Das Europäische Parlament beschließt aus Öko-Hysterie 2008 eine neue Richtlinie zur Luftqualität, obwohl die Belastung mit Stickoxyden damals sank und Experten der Ansicht waren, die Luft in unseren Städten sei für die Menschen schon lange keine Gefahr mehr. Keine Bundesregierung war seit 2010, als die „Richtlinie 2008/50/EG über Luftqualität und saubere Luft für Europa“ in Kraft trat, in der Lage, diese

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