#FreeDeniz – Autokorso für Deniz Yücel in Köln

 

Autokorso für die Freiheit von Deniz Yücel Foto: FreeDeniz

Seit Dienstag, dem 14. Februar wird Deniz Yücel, der Türkei-Korrespondent der Tageszeitung Die Welt, von den türkischen Behörden festgehalten. Die Festnahme wird mit dem absurden Vorwurf der Mitgliedschaft in einer Terroristischen Vereinigung begründet. Die Bundesregierung bemühte sich bislang erfolglos, Yücel frei zu bekommen. Wie Deniz Yücel werden zur Zeit hunderte Journalisten und Journalistinnen mit fadenscheinigen Gründen in der Türkei in Haft gehalten.

Am Dienstag wird ein Haftrichter in der Türkei entscheiden, ob Deniz Yücel freikommt oder ob er weiterhin inhaftiert bleibt. Aus diesem Anlass finden in mehreren Städten in Deutschland Autokorsos mit der Forderung, Yücel freizulassen, statt. In NRW wird es einen Auotkorso in Köln geben.

Datum und Treffpunkt des Autokorsos:  Dienstag, 28. Februar, um 16.30 Uhr an  der Gummersbacher Str. 4 in 50679 Köln-Deutz

Willkommen sind alle, die sich für die Freiheit von Deniz Yücel und all den anderen gefangenen Journalisten und Journalistinnen in der Türkei einsetzen. Der Korso soll nicht nur eine Demonstration von Journalisten für Journalisten sein.

Am Sonntag, den 19. Februar, fand bereits ein Autokorso unter dem Motto „FreeDeniz“ in Berlin statt. An ihm beteiligten sich 80 Fahrzeuge und gut 300 Teilnehmer.

Ich bin kein Kostüm – Das letzte Zucken der Empörungsindustrie


Es hat etwas gedauert, aber mit der Kampagne „Ich bin kein Kostüm“ ist der Streit um das, was man kulturelle Aneignung nennt, nun auch einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland bekannt.

Worum es geht? Wikipedia erklärt es kurz und knapp:

„Kulturelle Aneignung (engl. cultural appropriation) ist ein Begriff aus der US-amerikanischen Critical Whiteness- Bewegung, die zur Reflexion von Macht- und Diskriminierungsverhältnissen aufgrund von Hautfarbe anregen will. Bei der kapitalistischen Aneignung werden traditionelle Gegenstände der materiellen Kultur verschiedener Ethnien zur Ware erklärt und ihres Kontextes beraubt.“

Also eigentlich eine ganz wunderbare Sache: Menschen übernehmen von anderen traditionelle Kleidungsstücke, Gerichte oder Verhaltensweisen, mischen sie mit den eigenen, entdecken dabei neues, entwickeln sie weiter und haben ihren Spaß: Chinesen essen in Peking Weißwurst, aber natürlich mit Stäbchen. In Italien gibt es Spaghetti Würstel, unsere heutige Pizza kommt

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„Wir und Heute“ – Katholiken im Karneval

Im gemütlichen „Wir und Heute“-Podcast sprechen David Schraven und Martin Kaysh heute über die Vorzüge Katholik zu sein. Zumindest im Karneval. Auch wenn man aus der Kirche ausgetreten ist. Martin beschwert sich weiter über politische Werbung in der Süddeutschen Zeitung. Und David über Gemeinden, die sich an RWE-Aktien festklammern. Davon ab sieht es so aus, als hätte die Warsteiner Brauerei unseren Namen abgekupfert. Viel Spaß beim Feiern!

Zu den anderen Folgen des „Wir und Heute“-Podcastes – und zum Abo des YouTube-Kanals geht es hier.

Die Hörversionen des Podcasts, sowie die Abos für iTunes und Spotify sind hier zu finden.

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Ostermarsch 2017: Friedensbewegung möchte mit dem Islamischen Staat verhandeln

Auch Musik kann eine fürchterliche Waffe sein: Friedensgeiger Klaus in Aktion Foto: Alex1011 Lizenz: CC BY-SA 3.0

Noch ist es kalt, aber schon bald werden  schlecht gekleidete Menschen in Fjäll-Räven-Jacken durch das  Rheinland und das Ruhrgebiet ziehen: Der Ostermarsch 2017 steht vor der Tür. Natürlich werden die üblichen Dummheiten gefordert, für welche die Friedensbewegung schon lange bekannt ist: Verbot jeder Bundeswehrwerbung, Abzug alles Atomwaffen aus Deutschland und Senkung der Militärausgaben, am besten auf Null.  Ein Zeichen des bereits erfolgten Hirntods der Unterzeichner des Aufrufs zum Ostermarsch 2017 ist allerdings die Forderung nach Verhandlungen mit dem Islamischen Staat:

Es muss mit allen Konfliktparteien, auch dem IS verhandelt werden. Die Waffen nieder und miteinander sprechen ist das Gebot der Stunde.

Unterschrieben haben den Aufruf unter anderem so Geistesgrößen wie Ralf Michalowsky ( ex-MdL Die Linke),  Marion Köster (Bezirksvorsitzende DKP Ruhr/Westfalen) und Kathrin Vogler (MdB Die  Linke).
Das ist nicht ganz neu. Ich war im Herbst 2015 bei einer Veranstaltung der Friedensbewegung in Frankfurt und schrieb darüber einen Artikel für die Welt. Damals forderte  Thomas Carl

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Der Ruhrpilot

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstandes der Bertelsmann Stiftung Foto: Foto: Land NRW / M. Hermenau

NRW: Der Bertelsmann-Komplex…RP Online
NRW: Zusammenarbeit mit Bertelsmann – Kritik an Landesregierung…RP Online
NRW: Land will Erdogan-Besuch verhindern…KStA
NRW: Erdogan kommt nach Deutschland!…Bild
Debatte: #FreeDeniz…Jüdische Allgemeine
Debatte: Europaweite Solidarität für „Welt“-Reporter Deniz Yücel…Welt
Debatte: Wohl und Wehe der Globalisierung…NZZ
Debatte: Das Risiko der weißen Kügelchen…Süddeutsche
Debatte: Kritiker ohne Antworten…Cicero
Debatte: „Ein Algorithmus ist niemandem verantwortlich“…Novo Argumente
Debatte: Regierung beschließt das noch vor einem Jahr Undenkbare…Welt
Debatte: Afghanistan-Moral…FAZ
Ruhrgebiet: Was bedeutet der RWE-Rekordverlust fürs Revier?…Bild
Ruhrgebiet: RWE will erst 2018 Dividende zahlen…WR
Ruhrgebiet: A 40 in Bochum wird für 222 Millionen Euro ausgebaut…WAZ
Ruhrgebiet: Literaturvernetzer werden dringend gesucht…WP
Ruhrgebiet: Veranstalter verkünden endgültiges Aus für „Rock im Revier“…WAZ
Dortmund: Warum das Westfalenforum wohl ein Sorgenkind bleibt…WAZ
Duisburg: Stadt räumt zwei Schrottimmobilien in Marxloh…WAZ
Essen: Stadt hat für Atom-Unfall 453.000 Jod-Tabletten gehortet…WAZ

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Erdogan Respekt beibringen


Bei Lichte betrachtet ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht mehr als das Staatsoberhaupt eines Schwellenlandes, das seine inneren Konflikte nicht friedlich lösen kann, wirtschaftlich gerade abstürzt und auf dem Weg in eine Diktatur ist. Seine Erfolglosigkeit und die seiner Regierung überdeckt Erdogan durch ein immer autoritäreres Auftreten: Das Referendum, für das er wohl auch in Deutschland werben will, beendet die Demokratisierung der Türkei auf absehbare Zeit. Der Welt-Korrespondent Deniz Yücel wird, wie hunderte Journalisten, mit fadenscheinigen Begründungen in der Türkei in Haft gehalten. Oppositionspolitiker werden verfolgt. In Deutschland sind Imame des Moscheeverbandes Ditib mutmaßlich als Spitzel tätig, türkische Konsulate sollen Eltern und Lehrer auffordern,  in Schulen  Erdogan-Kritiker auszuspionieren.

Wenn sich ein Land all dies gefallen lässt, zeigt es Erdogan nur, dass er machen kann was er will. Machtmenschen wie Erdogan nutzen eine solche Schwäche aus. Die Bundesregierung sollte alle Eltern auffordern, Mitarbeiter der türkischen Konsulate zu melden, die sie als Spitzel anwerben wollen. Die Konsulatsmitarbeiter können dann am nächsten Tag die Bundesrepublik verlassen. Wenn Ditib als Spionagezentrale auftritt, gehört der Verband verboten. AKP-Politiker, die hier, formal wie am Samstag in Oberhausen der türkische Ministerpräsident Yildirim, als Privatperson und damit ohne diplomatische Immunität, für die Todesstrafe und die Abschaffung der Demokratie werben, sollte die Einreise verweigert werden.“

Erdogan sagte im Dezember, er habe keinen Respekt vor der deutschen Justiz. Es ist Zeit, ihm diesen Respekt beizubringen.

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Der Ruhrpilot

Recep Tayyip Erdogan Foto: swiss-image.ch/Photo by E.T. Studhalter Lizenz: CC BY-SA 2.0


NRW:
 Spionage wegen Erdogan in Schulen?…General Anzeiger
NRW: Armin Laschet hat keine Angst vor „Konservativen Kreisen“…RP Online
NRW: Drei von vier Abschiebungen scheitern…Bild
Debatte: Sehr sehr gute Berichterstattung über Deniz Yücel…Prinzessinnenreporter
Debatte: Diese 14 Dinge kann jeder tun, um Wladimir Putin zu stoppen…Huffpo
Debatte: Schulz redet vom Morgen und meint nur das Gestern…Welt
Debatte: Bedingt zahlbereit…Cicero
Debatte: Wie viel Höcke muss sein?…FAZ
Debatte: Hassarchitektur und die Neue Linke…Novo Argumente
Bochum: Peter-Weiss-Preis 2008 wird in der Sparte Theater vergeben…WAZ
Dortmund: Braunes Haus…FAZ
Duisburg: TaM-Chefin kämpft um ihr Theater am Marientor…WAZ
Essen: Anti-AfD-Demo – Polizei und Bündnis kompromissbereit…WAZ

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Wie geht plumpe Eigen-PR? Machs wie Polisphere!

Karte der deutschen Medienlandschaft

Was macht  ein Laden wie „Polisphere„, der sich selbst als „Denkfabrik“ sieht, aber irgendwo zwischen Lobby-Klitsche und PR-Bude changiert, um im Wahljahr ins Gespräch zu kommen? Er haut eine Karte der deutsche Medienlandschaft raus. Das ist nicht dumm, denn vor allem Medienleute interessieren sich für Medien und reden danach ganz fürchterlich viel über sowas. Und der gemeine Wutbürger ist auch nicht unglücklich, wenn er von irgendwas, was nicht nach einem Haufen Irrer aussieht, Stoff zum Argumentieren bekommt. Sowas kann man ordentlich machen, in dem man sich intensiv mit Medien auseinandersetzt. Oder man kann es machen wie Polisphere:

„Unsere Übersicht ist selbstverständlich nur eine Diskussionsgrundlage und keine wissenschaftliche Ausarbeitung, beruht auf persönlichen Einschätzungen (nicht nur des polisphere-Teams) und ist natürlich nicht abschließend (ja, die großen Regionalzeitungen fehlen…). Wir freuen uns auf konstruktives Feedback!“

Sieht so aus, als habe man mit ein paar Kumpels am Tresen geplaudert und dann mal alles aufgeschrieben, was denen nach ein paar Bieren so einfiel.  Zum Beispiel, dass man die Jungle World besser nicht lesen soll, aber die Junge Welt mehr „Basisinformationen“ bereit stellt.  Und ARD und ZDF, die beiden Vergnügungsdampfer  für Senile, verlässliche Nachrichtenquellen sind. Augsteins Wochenpostille für Pseudointellektuelle, Der Freitag, gilt dann als analytisch und nt-tv wird höher eingeschätzt als Spiegel-Online. Dazu der kumpelige Ton „Einfach nein“, „Besser nicht lesen“ – mit so einem Kram schafft man schnell Reichweite in den sozialen Medien bekommen, was dieser Artikel ja belegt, allerdings zeigt man auch, dass Kompetenz nicht gerade die eigene Stärke ist. Es ist nicht gut wenn alle darüber reden, dass man keine Ahnung hat. So geht plumpe Eigen-PR, die nach hinten losgeht.

Und dann gibt es da noch eine gewisse Nähe zu den gelobten Medien. Martin hat dazu etwas auf den Salonkolumnisten geschrieben.

Der Ruhrpilot


NRW:
Landesregierung ist gegen möglichen Erdogan-Auftritt…Spiegel
NRW: Laschet will NRW an die Spitze der Bundesländer führen…RP Online
NRW: Neue Gemeinsamkeit im Rheinland…WR
Debatte: Die Feinde Europas…BaZ
Debatte: Die Welt steht vor ihrem „defining moment“…Welt
Debatte: Schulz und die Fehler…FAZ
Debatte: Das wundersame Schrumpfen der Schokoriegel…Novo Argumente
Ruhrgebiet: Das sind die Besucher-Hits der Industriekultur…Bild
Bochum: „Kulturrucksack“ für Jugendliche wird neu geschnürt…WAZ
Dortmund: Syrischer Gitarrist dreht Musikvideo in Bibliothek…WAZ
Duisburg: Aufregung um den Käufer des Theaters am Marientor…RP Online
Essen: Zeugen im EBE-Verfahren – Die Anweisungen kamen von oben…WAZ

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