Pegidademo in Duisburg: Polizei ignoriert verbotenes Keltenkreuz

Anfang des Monats zeigten Demonstranten während der Pegidademo in Duisburg ein verbotenes Zeichen – das Keltenkreuz. Die Polizei bekam das mit und schritt nicht ein. Auf Fragen dazu schweigt sie bis heute.

Update, 18. Februar, 10:40 Uhr. Zur Sache des Keltenkreuzes erklärt die Duisburger Polizei: Es läge ein Anfangsverdacht vor, man ermittele in der Sache. Ausserdem wird von der Behörde darauf hingewiesen, dass diese über keinen Twitteraccount geböte.

Heute vor vierzehn Tagen. Wie üblich Montag abends demonstriert Pegida vor dem Duisburger Hauptbahnhof.

Transparent mit Keltenkreuz: Pegidademo in Duisburg am 1. Februar 2016. Bild: Korallenherz
Beweis – Transparent mit Keltenkreuz: Pegidademo in Duisburg am 1. Februar 2016. Bild: Korallenherz

Von den rechten Demonstranten in ihrem Sprengel wusste Duisburgs Polizeipräsidentin Elke Bartels schon vor einem Jahr: „Mit der Teilnahme der Nazi-Kameradschaft Aachener Land und zahlreicher Rechter aus Dortmund ist die Duisburger Pegida-Demonstration heute stark rechtsradikal dominiert gewesen.“

Die rechtsradikale Dominanz ist bis heute einschlägig.

Was etwa daran ersichtlich ist, dass Pegidademonstranten am ersten Februar ein Transparent mit einem Keltenkreuz hochhielten. Das Kreuz war das Symbol das Symbol der 1982 nach zwei Morden verbotenen, rechtsextremen „Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands / Partei der Arbeit„. Das Symbol gilt als verboten. Wie der Bundesgerichtshof feststellte.

Obschon die Duisburger Polizei während der laufenden Veranstaltung wiederholt auf die rechtsterroristische Symbolik aufmerksam gemacht wurde, sah sie keinen Grund zum Eingreifen.

Und bis heute äussert die Duisburger Polizei auf Fragen zu ihrer Unterlassung: Nichts.

Der Landtagsabgeordnete Daniel Schwerd aus Köln nahm dies zum Anlass für eine kleine Anfrage an die Landesregierung. Darin fragt er unter anderem:

‚Wie bewertet die Landesregierung das Zeigen des Banners mit dem „Keltenkreuz“ auf der Duisburger „Duigida“-Demonstration am 01. Februar 2016? Gehen Sie darauf ein, inwieweit es sich um eine strafbare Handlung handelt, sowie inwieweit der Eingriff der Polizei geboten wäre.‘

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Kämpft für unsere deutsche Demokratie!

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Für das Grundgesetz! (Foto: Tobias M. Eckrich/ cc-by-sa)

Ich versuche diesen Aufruf nicht zu pathetisch, nicht zu patriotisch, klingen zu lassen. Ich versuche ihn möglichst kurz zu halten, und bitte euch, ihn zu verbreiten, wenn ihr euch auch nur ein stückweit mit ihm identifiziert. Denn es geht mir um das große Ganze: unsere Freiheit!

In den letzten Monaten werden die Feinde der Demokratie immer lauter.

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„The Nazis entered this war under the rather childish delusion that they were going to bomb everybody else, and nobody was going to bomb them. At Rotterdam, London, Warsaw, and half a hundred other places, they put that rather naive theory into operation. They sowed the wind, and now, they are going to reap the whirlwind.“  Air Marshal  Sir Arthur Harris, Commander-in-Chief of Bomber Command.

 

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NRW: Gesundheitsministerin Steffens (Grüne) für Verbot von Gravitationswellen

Barbara Steffens (Quelle: Wikipedia.de)
Barbara Steffens Foto: B90/Die Grünen Lizenz: CC BY-SA 2.0

Auf einer Pressekonferenz in Düsseldorf sprach sich heute Vormittag NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne)  für ein Verbot von Gravitationswellen  aus: „Es ist alles noch so neu und wir sollten erst einmal mehr wissen, bevor wir allzu euphorisch werden“, sagte Steffens. Bis mehr Erkenntnisse vorliegen würden, blieben Gravitationswellen in Nordrhein-Westfalen verboten. „Das ist eine Frage der Nachhaltigkeit“, so Steffens.

Ohnehin betrachte sie die gestern vorgestellten Forschungsergebnisse skeptisch: „Das waren  doch alles nur Physiker und Physikerinnen. Deren schlichtes Weltbild ist für mich nicht entscheidend.“ Man müsse sich endlich aus der Zwangsjacke der Naturwissenschaften befreien und  Nordrhein-Westfalen, die Welt und auch das Universum  ganzheitlich betrachten. „Das ist ja alles ganz neu. Ich will, dass da genauer hingeschaut wird, zumal ich den  Verdacht habe , dass Gravitationswellen was mit Atomen zu tun haben.“  Steffens will zu dem Thema eine Kommission ins Leben rufen: „Astrologen, Homöopathen und Eurythmie-Wissenschaftler werden die gestern veröffentlichen Forschungsergebnisse zum Thema Gravitationswellen kritisch untersuchen. Von ihrem Ergebnis wird abhängen, ob wir in NRW Gravitationswellen zulassen oder nicht.“ Ihr Vorgehen, betonte Steffens, sei mit Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) abgestimmt.

Pro NRW zerlegt sich weiter: Ober-Hooligan Roeseler fliegt raus

Roeseler bei Hogesa-Treffen in Köln 2014
Roeseler bei Hogesa-Treffen in Köln 2014

Die rechtsextreme Splitterpartei Pro NRW zerlegt sich weiter. Nun soll Partei-Vize Dominik Roeseler rausgeworfen werden. Nach der Abspaltung von Pro Köln und Pro Deutschland verliert die Truppe rund um Markus Beisicht  mit Dominik Roeseler ihr Gesicht: Roeseler war einer der Macher der Hogesa Nazi-Hool Treffen und sorgte zuletzt für Schlagzeilen, als  er die Tochter von Bläck Föss“-Mitglied Trovatello verhöhnte, nachdem sie zusammen geschlagen worden war. Was man nun mal so tut wenn man ein rechtsradikaler Hooligan ist. Beisicht ließ das Pro-NRW Ratsmitglied aus Mönchengladbach lange gewähren. Die Reihen bei Pro NRW sind längst so ausgedünnt, dass einer wie Roeseler, der es zumindest schafft, sich morgens beim Zähneputzen kein Auge auszustechen, zum stellvertretenden Parteivorsitzenden aufsteigen konnte. Doch Roeseler hatte sich nicht nur mit seinen Aussagen über die Tochter  von Bläck Föss“-Mitglied Trovatello ins Aus geschossen, sie sind der Grund für seinen Rauswurf, er war auch zu einer Gefahr für Beisicht geworden, der eifersüchtig bemüht ist seine Stellung als Führer der  Polit-Sekte zu verteidigen. Roeseler hat indes angekündigt, um seine Mitgliedschaft in der Partei zu kämpfen und wäscht etwas schmutzige Wäsche. Roeseler schreibt von „Sklavinnenverträgen“, die Mitglieder untereinander hatten und anderen unterhaltsamen Dingen. Alles nicht wirklich wichtig, aber unterhaltsam. Popcorn!