
Mob: Die nächste Eskalationsstufe ist der Tod

Die Berichte der letzten zwei Tage aus Sachsen scheinen die immer weiter eskalierende Situation wie unter einer Lupe zu vergrößern. Von unserem Gastautor Felix Steiner.
In Clausnitz blockieren rund 100 Menschen die Ankunft von 20 Asylsuchenden. Die Polizei ist dem Mob zahlenmäßig so deutlich unterlegen, dass Platzverweise nicht durchgesetzt werden und man mit nur rund 25 Beamten auch nicht in der Lage ist, die „besorgten Bürger“ vom Bus fernzuhalten. Ein Flüchtlingsjunge wird unter Einsatz von „unmittelbarem Zwang“ rabiat in die Unterkunft gezerrt. Fazit der Polizei: Die verängstigten Flüchtlinge tragen wegen Provokationen eine Mitschuld und für die Polizei ist für zukünftige Einsätze keine Konsequenz zu erwarten. So teilte dies Polizeipräsident Reißmann in der Pressekonferenz mit. Während die öffentliche
Deeskalation a la Sachsen
So schnell sind sie dahin, die guten Vorsätze. Immerhin bieten die erschütternden Bilder aus Clausnitz die Gelegenheit, meinen Fachbereich wenigstens am Rand in diesen Blog zu bringen. Das ist dann aber auch schon der letzte Lichtblick in diesem Beitrag.
Als ich gestern die pöbelnde, grölende Maße sächsischer Männer im Video auf Spiegel-Online sah, setzte meine sächsische Schamroutine ein und ich hakte dieses, zur Zeit mein zu Hause genannte, Bundesland wieder ein Stückchen ab.
Frankfurt am Main ist auch ganz schön. Eigentlich jede größere Stadt Deutschlands außerhalb Sachsens. Am Rande sei bemerkt, wie erschreckend die eigene emotionale Verrohung in Angesicht des Schreckens ist, den meine -da führt kein Weg dran vorbei- Mitbürger unter geflüchteten Menschen in Deutschland verbreiten.
Heute morgen sah ich dann einen Post auf Facebook zu dem zweiten Video, auf dem zu sehen ist, wie ein Vertreter des Gewaltmonopols einen höchstens neun Jahre alten Jungen unter dem
Der Ruhrpilot

Debatte: Weinende Flüchtlingskinder und unsere Entmenschlichung…Fisch und Fleisch
NRW: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Interview…NW
Debatte: »Wir müssen unterscheiden zwischen Meinung und Hass«…Jungle World
Debatte: Warum Clausnitz uns alle angeht…Tagesspiegel
Debatte: Wir sind triebgesteuerte Rationalitätssimulanten…Cicero
Bochum: Strafanzeige gegen Life Jugendhilfe…Der Westen
Dortmund: Kurdo Absage führt zu Rangeleien und mieser Stimmung…N24
Duisburg: …will an seinem Image arbeiten…Der Westen
Essen: 400 Menschen bei Demo gegen Flüchtlinge…Der Westen
Essen: Transport von wertvoller Skulptur wird zum Fiasko…Welt
Clausnitz: Eine hochkomplexe Entscheidung für die Polizei, wer da brutal weggezerrt gehört und wer nicht

Der Ruhrpilot

NRW: Das Land lässt seine Kinder zurück…RP Online
NRW: Justizminister fordert Wohnsitzauflage für Flüchtlinge…HuffPo
Debatte: Ideologiekritik statt Religionsversteher-Rassismus!…Tagesspiegel
Debatte: Aus Köln nichts gelernt?…Cicero
Debatte: Schöne neue Daten-Welt…FAZ
Debatte: Clausnitz – Das Volk? Ihr nicht….Spiegel
Debatte: Der Rechtsruck der Republik…Jungle World
Debatte: Der Angriff von Netflix & Co. auf die Filmfestivals…Welt
Ruhrgebiet: „Hast du schon gehört, auf Kuckuck hat’s geknallt“…FAZ
Ruhrgebiet: Als Zeche Grimberg 3/4 zum Massengrab wurde…Welt
Ruhrgebiet: Neue Karstadt-Zentrale – Alles spricht für Oberhausen…Der Westen
Bochum: Neuer „Grabowski“-Film soll bald kommen…Der Westen
Dortmund: Zum dritten Mal Übernachtungsrekord…Der Westen
Duisburg: Nach FOC-Aus das Potenzial der City nutzen…Der Westen
Essen: Asyl-Einigung „schont“ den Norden in Maßen…Der Westen
Mob in Clausnitz
Schaut Euch dieses Video bitte an. Ich mag nicht aufschreiben, was mir alles durch den Kopf gegangen ist, als ich es gesehen habe. Clausnitz ist übrigens ein Dorf in Sachsen. Die dortige Landesregierung ist offenbar nicht mehr Herr der Lage. Vielleicht will sie das auch gar nicht sein. Die Bundesregierung muss auf diese Zustände reagieren und eingreifen. Das ist ja kein Einzelfall.
Der Ruhrpilot
NRW: Land gibt bundesweit am wenigsten Geld pro Schüler aus…Der Westen
NRW: Zeugenbefragung zur Silvesternacht soll Monate dauern…Welt
NRW: Land ist Opfer der Maple-Bank-Pleite…RP Online
NRW: Streit um Landesnaturschutzgesetz hält an…Top Agrar
Debatte: Staatsplünderer…FAZ
Debatte: Kurden sind Opfer und Täter zugleich…Welt
Debatte: Zuschauen und abschieben…Jungle World
Debatte: Das Bare soll auf die Bahre…Novo Argumente
Ruhrgebiet: Der Wille zur Kurskorrektur fehlt…Post von Horn
Ruhrgebiet: Neue Partner für die Via nicht in Sicht…Der Westen
Bochum: Breiter Dialog gegen Arbeitslosigkeit…Der Westen
Dortmund: Haftstrafen wegen Volksverhetzung…Nordstadtblogger
Duisburg: Online-Petition kämpft gegen Duisburg 2027…Der Westen
Essen: Schrotthaus-Vermieter sieht sich als Opfer…Der Westen
V-Mann spricht im NSU-Untersuchungsausschuss – aber nicht heute

Mit Toni Stadler hätte heute der erste V-Mann öffentlich im NSU-Untersuchungsausschuss des NRW-Landtages aussagen sollen. Daraus wird zumindest heute nichts: Der Zeuge hat sich krank gemeldet. Ein weiterer ehemaliger Staatsschutz-Mitarbeiter ist damit der einzige Zeuge am heutigen Donnerstag.
NPD im Stadtrat Duisburg: Bedrohungen, Beleidigungen und illegale Stadtwappennutzung
Zwei Menschen vertreten die NPD im Duisburger Stadtrat. Diese Rechten bedrohen Kommunalpolitiker, lassen hetzen und gebrauchen verbotenerweise das Stadtwappen.

Wir machten gestern darauf aufmerksam: Die NPD-Gruppe im Rat der Stadt Duisburg führt verbotenerweise das Stadtwappen im Schilde.
Im Facebook-Auftritt, auf Propagandatafeln, auf Flyern und auf Infoständen.
Miittlerweile schlägt den Neonazis harter Wind von vorn entgegen. Von offizieller Seite.
„Die Stadt Duisburg hat die Nutzung ihres Stadtwappens durch Rechte noch nie erlaubt. Wir werden alles daran setzen, auch die Nutzung durch die NPD-Ratsgruppe zu unterbinden“, erklärt die Stadt nach unserer Dokumentation zum Sachverhalt.
Soweit, so klar und deutlich.
Mittlerweile steht auch das Verhalten der NPD-Gruppe im kommunalen Parlamentsbetrieb in hartem Licht.
Eine Sitzung im Schulausschuss, ein Ausschussvertreter der Rechten sitzt in der Reihe der Kommunalparlamentarier. Die NPD-Gruppe hat zwei Mitglieder im Stadtrat, sitzt in drei Bezirksvertretungen und etlichen Fachausschüssen.